Rechtlich ist die Sache relativ eindeutig.
Trainer von kleinen Kindern (bis ca. 10-12 Jahre) haben eine besondere Aufsichtsplicht. Das bedeutet das sich der Trainer im Vorfeld absichern bzw. informieren muß, wie die Kinder zum Platz kommen (Bus, Eltern, allein etc.) und wieder gehen dürfen.
Da letztlich die Eltern bestimmen dürfen ob ein Kind allein zum Platz kommen darf, oder nicht, sollte sich der Trainer das von den Eltern bestätigen lassen. Mag sich jetzt blöd anhören, aber am besten ist immer noch die schriftliche Absicherung (formlos von den Eltern unterschrieben). Damit ist der Trainer rechtlich aus dem Schneider bzw. kein Elternteil kann und wird sich im Schadensfall beim Trainer beschweren.
Das gilt natürlich nur für die Kinder, die allein zu Platz kommen und gehen sollen.
Anders verhält es sich wenn die Eltern mitteilen, das sie ihr Kind abholen. Dann ist der Trainer verpflichtet bis zur Abholung des Kindes zu warten. Sollte ein Elternteil das abholen vergessen haben, sollte der Trainer die Eltern anrufen (Handy sei dank), und fragen wie verfahren werden soll/muß.
Sollte er die Eltern nicht erreichen, ist er verpflichtet für die sichere Obhut des Kindes zu sorgen. Entweder nimmt er das Kind mit zu sich nach Hause, oder er sorgt für eine andere Unterbringung (Oma, ältere Geschwister, Onkel, Tanten etc.).
Wären all diese Möglichkeiten nicht machbar, müßte der Trainer dafür sorgen das das entsprechende Kind in staatliche Obhut (Polizei, Kinderheim etc.) kommt.
Nur damit kann er ganz sicher sein, das er nicht zur Verantwortung, für eine Verletzung Aufsichtspflicht gegenüber den ihm anvertrauten Kindern, zur Verantwortung gezogen werden kann.
Nur soviel: Je jünger die Kinder sind, um so mehr Verantwortung hat der Trainer
Deshalb immer aller Rufnummer (inkl. Handy u. ggf. Ausweichlösungen) von den Eltern vorher geben lassen, damit es nicht zu unnötigen Problemen kommt
Beiträge von bcefferen
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
@ Big Bopper
Wir sind einer Meinung wenn du bzw. alle anderen Mannschaften erst einmal ein Grundsystem einstudieren und umsetzen. Das ist natürlich alters- und leistungsabhängig. Erst wenn dieses Grundsystem funktioniert kann und soll im Rahmen der eigenen Möglichkeiten verfeinert, variiert werden.
Ob sich alle Mannschaften nur nach euch richten müssen
, wage ich allerdings zu bezweifeln. Es gibt immer Mannschaften, die stärker als das eigene Team sind. Und wer dort bei seinem Grundsystem bleibt, muss sich nicht wundern wenn der Schuss, im wahrsten Sinne des Wortes, nach hinten (ins eigene Tor) geht.
Da ihr versucht euer Spielsystem dem Gegner auf das Auge zu drücken ist klar, aber gelingt es wirklich immer?
Für meine Einschätzung ist es eine der wichtigsten Aufgaben des Trainers ,das Spiel jederzeit einzuschätzen und alle erforderlich Maßnahmen (Änderung der Taktik, Spielerumstellung, Auswechselung, Systemänderungen etc.) zu veranlassen/aktivieren. Konsequente Umsetzung dieser Dinge sehe ich spätenstens ab der C-Jugend als erforderlich an.
In jüngeren Jahrgängen sehe ich die Spieler/Spierlinnen in der Ausbildung. Dort dürfen und sollen sie aus ihren Fehlern lernen. Und da der Mensch bekanntlich am besten aus eigenen, schmerzhaften Erfahrungen lernt, gehören Niederlagen, mit allen Fehlern dazu. -
Hört sich doch alles ganz gut an.
Je nach Alter der Spieler/Spielerinnen sollten während der Aufwärmphase Dehnübungen eingebaut werden. Das sollte spätestens ab der C berücksichtigt werden.
Ob ein Auslaufen wirklich erforderlich ist, da bin ich mir mitlerweile gar nicht mehr so sicher. Wir machen es zwar auch, aber ob es im Amateurbereich nötig ist, bezweifeln die meisten Fachleute.
Da es aber nicht schadet, und teilweise das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt, spricht nichts dagegen es trotzdem zu machen.
Bezüglich der Schwerpunkte, würde ich einen Zeitplan aufstellen. Der kann und wird aber immer flexibel bleiben, da manche Dinge schneller gehen bzw. auch mal etwas länger brauchen.
Weiterhin viel Erfolg. -
Ein starres, festes System z.B. 4-4-2 ist meiner Meinung nach immer falsch.
Ein Trainer und die Mannschaft muß in der Lage sein, sich flexibel an einen Gegner anzupassen. Ist ein Gegner extrem offensiv bzw. extrm defensiv wird schnellsmöglich auf ein anderes System umgestellt. Das gleiche selbstverständlich bei unterschiedlich starken Mannschaftteilen des Gegners.
Unabhängig davon hängt eine Aufstellung auch immer von der individuellen Klasse und Leistungsfähigkeit des eigenen Teams ab.
Deshalb würde ich die Grundsysteme in Freundschaftsspielen vor der Saison an unterschiedlich starken Gegnern ausporbieren/testen. -
Grundsätzlich halte ich die Viererkette für eine gute Sache, aber sie muß möglichst früh eingeübt/umgesetzt/ausprobiert werden.
Je später sie eingeübt wird, um so mehr Probleme haben viele Spieler damit. Teilweise wundere ich mich, das sie selbst bei Profivereinen und hoch spielenden Amaateurvereinen nicht funktioniert. Ob es daran liegt das dort mitlerwiele sehr viele Spieler aus dem Ostblock bzw. Sonstwoher geholt werden kann und will ich nicht beurteilen. Ob es dort überhaupt eine Viererkette gibt, wissen anscheinend nicht einmal einige Scouts der Großvereine
.
Mit ersten Übungen würde ich ausschließlich bei 11-er Mannschaften anfangen. Je früher damit begonnen wird, um so leichter lernen die Kinder es. -
Ja, es gibt für jede Position eine feste Nummer. Allerdings ist dieses System mitlerweile aufgeweicht, da sehr viele prominente Spieler sich außerhalb der bekannten Nummernsysteme eine eigene Wunschnummer (z.B 22, 33, 80, 90 etc.) zugelegt haben.
Deine Idee die Nummern nach Positionen festzulegen macht bedingt Sinn. Du solltest allerdings bedenken das du deine Spielerinnen damit eventuell überforderst bzw. neue Unruhe in das Team bringst, da du ihnen vor jedem Spiel mitteilen muß wer welche Nummer für das jeweilige Spiel anziehen soll! Denn viele wissen einfach nicht, welche Position mit welcher Nummer berücksichtigt werden muß.
Wenn ich dich richtig verstehe möchtest du die Nummern nur deshalb ändern, weil verschiedene Spielerinnen eine feste, teilweise die gleiche Nummer, haben wollen. Dieses Problem löst du viel einfacher, in dem du jeweils gemeinsam mit deinen Spielerinnen bei Nummerngleichheit die Nummer auslost.
So bekommt jede Spielerin eine feste Nummer, die sie sich sicherlich viel leichter merken kann, als wenn du von fast allen Spielerinnen vor jedem Spiel bestürmt wirst, weil sie nicht wissen welche Nummer sie anziehen sollen.
Außerdem ist das auslosen bei Nummergleichheit die gerechteste Variante. -
Auch rechtlich ist es nicht einfach bzw. laut den Statuen unseres Landesverbandes nicht machbar.
Auf Kreisebene dürfen sogenannte Spielgemeinschaften gegründet werden, bei Verbandsstaffeln (dazu gehören die Bezirksliga und die Verbandsliga) ist es dagegen strengstens untersagt. -
Hallo Franzi,
wie spielstark ist euer Team?
Falls ihr euch traut, könntet ihr mal gegen unser B2 spielen. Allerdings verfügt auch diese B2 über ein kampf- und spielstarkes Team, was sehr erfolgreich als 11-er Mannschaft spielt. Deshalb sind zweistellige Ergebnisse gegen Kreisligisten ehr die Regel. Da ich nicht beurteilen kann wie gut euer Team besetzt ist, müßt ihr einschätzen ob ein solches Spiel Sinn macht.
Wir spielen auf Wunsch auch als 7-er Mannschaft und kommen aus Köln. Das müßte in den Radius der 150 km passen.
Falls Interesse besteht, können wir einen Termin per E-Mail vereinbaren:
hein.siegfried@web.de -
Im Prinzip wünschenswert bzw. ideal wie saschatoni es macht. Aber nicht alle Team´s (z.B. Kreisklasse etc.) haben ein zweites Team, wo diese Grenzspieler zwischenzeitlich geparkt und entwickelt werden können.
Teilweise empfinden entsprechende Spieler aber auch das offene, ehrliche Gespräch mit dem Hinweis auf die aktuell fehlende Qualität bzw. Form, als Herabsetzung, einige sogar als Beleidigung, da sie sich selbst falsch einschätzen.
Ich halte es deshalb wie Chris mit der "erweiterten Wahrheit". Damit wird dem Spieler/Spielerin deutlich signalisiert, das es zur Zeit nicht für einen Stammplatz reicht, aber niemand genau weiß was während einer langen Saison passieren kann.
Auch wir geben den entsprechenden Spielerinnen Spielpraxis in der II. Mannschaft. Dort gegen etwas schwächere Mannschaften holen sich einige wieder das erforderlich Selbstvertrauen was sie eventuell im höher spielendem Team verloren haben. Da wir beide Team´s dynamisch als eine Einheit sehen (Tuniere werden je nach spielstärke der Gegener gemischt gespielt), haben wir es geschafft das wir über eine kompakte Einheit sprechen können, in der jedes Team das andere zu 100 % unterstützt.
Unabhängig davon trainieren wir sehr oft gemeinsam mit der I. Mannschaft, damit Trainer und Spielerinnen sehr genau sehen können wo sie aktuell stehen bzw. wer für den Sprung ins erste Team bereit ist.
Mein Fazit: Nicht jeder kann und will mit der knallharten Wahrheit konfrontiert werden. -
Möchte mal eine andere Variante in den Ring werfen.
Bei den ganz kleinen Zwergen werden sicherlich noch viele Eltern freiwillig mitfahren. Ab der C-Jugend sieht die Sache für viele Eltern leider ganz anders aus. Da hat man dann das Gefühl es geht den Eltern teilweise nur noch darum mehr Zeit für sich selbst zu haben.
Ich überlege ab der nächsten Saison für jede Spielerin eine pauschale Summe von 5-10 Euro monatlich zu erheben, damit davon die Eltern die Kosten ersetzt bekommen die von sich aus mitfahren bzw. die anderen verstehen das es keinen weiteren, kostenfreien Taxidienst für ihre Kinder gibt.
So liegt an den Eltern selbst zu entscheiden ob sie für ihr Nichtstun zumindest finanziell belastet werden. Würde mich allerdings auch nicht mehr wundern, wenn sich genau dies Eltern über diese zusätzliche Kostenbeteiligung beschweren würden.
Bei den Trikots ist es mir lieber sie werden abwechseln von einer Spielerin gewaschen, damit mir dann nicht ein oder zwei Spielerinnen sagen sie haben ihr Trikot vergessen, so wie ander ihre Schienbeinschoner vergesssen. Noch schlimmer ist der Fall das einige Spielerinnen erkrankt sind und ich bei ihnen einzeln die Trikots abhole, damit die Ersatzspielerinnen 15-18 ihre Trikots bekommen.
-
@ HP
des Rätsels Lösung ist doch recht einfach.
Warum sind soviele Eltern bereit teilweise viel mehr Geld für eine Fußballschule auszugeben, als sie es in einem Verein jemals bereit wären zu zahlen?
Weil sie hoffen und glauben, das Sie und ihr Kind damit eine bessere Zukunft, mehr Spaß bzw. mehr Anerkennung bekommen. Teilweise ist es aber auch die fehlende Zeit und damit verbunden das schlechte Gewissen nicht genügend für ihre Kinder zu tun. Das im oben genannten Fall mit einer erfolgreichen Jugendmannschaft eines bekannten Vereins geworben wird, zeigt doch deutlich welche Gefühle bei den Eltern angesprochen werden. Also kompensieren die Fußball diese Sachen über solche Events. Ob das wirklich der Fall ist hängt von ganz vielen, teilweise nicht vorhersehbaren Faktioren ab.
1. Ist das Talent des Kindes so gut, das es bei guter Förderung eine erhebliche Verbesserung erfährt?
2. Wie gut ist der jeweilige Vereinstrainer?
3. Auf welchem Leistungsstand sind die Mitspieler in der Vereinsmannschaft?
4. Können sich die Eltern das finanziell auf Dauer, bei mehren Kindern
erlauben?
Ich habe z.B. zwei Spielerinen die regelmäßig einmal die Woche eine solche Fußballschule (Taxofit) besuchen und dafür monalich 60 Euro (720 Euro im Jahr) zahlen.
Das Training dort, wird aus meiner Sicht von gut qualifizierten Trainern durchgeführt. Dieses zusätzliche Training verbessert durchaus die Technik / Ballbehandlung.
Trotz allem würde ich keinem Elternteil empfehlen auf Dauer soviel Geld auszugeben. Erheblich besser wäre es wenn Kinder wie früher regemäßig mit anderen Kindern (verschiedene Altersjahrgänge, Straßenteams etc.) auf Bolzplätzen oder Wiesen miteinander/untereinander spielen würden. Dadurch wird nicht nur das Sozialverhalten verbessert, sondern die kämpferische Einstellung, die erforderlich ist gegen größere / ätere Spieler. -
@ Dirk
grundsätzlich gebe ich dir bezüglich der Trainingsschwerpunkte recht.
Aber was ist wenn Spieler/Spielerinnen die unterschiedlichste Schwächen (zu geringe Grundgeschwindigkeit, mangelnde Technik, schlechtes Stellungsspiel etc.) haben, die gerade nichts mit dem Trainingsschwerpunkt zu tun haben? Diese Dinge müssen unbedingt berücksichtigt werden, da der/die Spieler/Spielerin ansonsten überfordert werden.
Bedenkt das es sich hier um eine Mannschaft aus der Kreisliga handelt. Ich jedenfalls gehe mal davon aus aus dort 3 bis vier recht gute Spieler mitmachen während der Rest (nicht böse gemeint) leistungsmäßig mehr oder weniger stark abfallen wird. -
Hallo Kuckuck, die Frage habe ich so verstanden wie du auch.
Ob man nach einem Spiel mit jedem Spieler bezüglich des Spiels eine Analyse durchgeht bzw. einzelne beobachte Spieler auf Stärken (ebenfalls sehr wichtig) und Schwächen anspricht, wage ich ehr zu bezweifeln.
Da direkt nach den Spielen die Emotionen noch extrem sein können, macht es sofort nach dem Spiel keinen Sinn. Da hören dir die Spieler/Spielerinnen meist gar nicht richtig zu. Außerdem brauchen selbst Trainer oft erst einmal 1 bis 2 Tage Abstand um z.B. ein extrem hitziges Spiel in die richtigen Schublade zu stecken bzw. mit dem erforderlichen Abstand die Dinge richtig einzuordnen und die daraus erforderlich Konsequenzen/Maßnahmen (Taktisch, Aufstellung etc.) zu ziehen.
Außerdem halte ich nicht davon ständig mit einzelnen ihre noch vorhandenen Defizite ständig anzusprechen, auch wenn diese positiv verpackt sind. Wir haben recht viel intelligente Spielerinnen, die bemerken sehr schnell worum es dem Trainer/Trainerin bei dieser ständigen Fragerei tatsächlich geht. Letztlich wird damit wie in der Schule ein offensichtlicher Leistungsdruck für die Kinder/Jugendlichen erzeugt, der aus meiner Sicht auf Dauer sicherlich nicht leistungsfördernd ist.
Wichtiger ist es für den Trainer/Trainerin, die Stärken und Schwächen eines jeden Spielers/Spielerin recht genau zu kennen, um sie damit auf die richtigen Positionen, gegen die vermeindlich richtigen Gegenspieler/-innen zu stellen, damit sie im Spiel nicht zu extrem überfordert werden.
Ein Gespräch mit jedem einzelnenm Spieler/ Spieleriin inkl. Stärken und Schwächen empfehle ich höchstens halbjährlich. Stellt euch nur mal vor eure Vorgesetzten (Arbeit und/oder Verein) würden nach jeder Woche ein Leistungsgespräch mit euch führen. Wie würdet ihr euch fühlen? -
Wie aufwendig soll das ganze ausfallen? Wieviel Zeit soll bzw. darf dieser Programmpunkt beanspruchen?
Hier einige Beispiele:
Geht es mehr darum ein oder mehrer Liedchen mit der Mannschaft zu trällern?
Ein, oder mehre Sketche aufzuführen?
Eine Showeinlage, mit z.B. Breakdancern zu veranstalten?
Eine Einlage mit Musikinstrumenten (Schlagzeug, E-Gitarre bis Flöte etc.) zu machen?
Natürlich kannst du einzelne Gruppen bilden, die z.B. jeweils einen der oben aufgeführten Punkte vorführen.
Frag doch mal deine Kids, ob bzw. was sie bereits mal im Kindergarten oder der Schule aufgeführt haben bzw. welche Idee sie selbst haben.
Viel Spaß -
Dazu nur soviel.
In den Fällen wo kein Trainer auf mich zukommt, gibt es auch keine Spieler von mir. Punkt, Ende der Durchsage.
Ich wär kein Selbstbedienungsladen! -
Danke für die Info´s
-
Es geht weniger um die Kosten, die sind relativ leicht zu kalkulieren bzw. werden komplett von den jeweiligen Vereinen getragen. Das Hauptproblem wir bei den Kompetenzen der Verbände gesehen.
Punkt 1: Die meisten Verbände sehen nicht die positiven Entwicklungsmöglichkeiten für die Spielerinnen, sondern ehr den jeweiligen Verlust ihrer Kompetenzen und Leistungsträger.
Punkt 2: Einige Verbände drohen (inoffiziel) sogar entsprechende Spielerinnen bei Umsetzung einer solchen Liga als Verbandsspielerin aus dem Kader zu streichen.
Es gibt nur sehr wenige Verbände, die den Mädchenfußball in der Spitze ernsthaft fördern wollen. Es gibt immer noch viel zu viele Blockierer. Nach dem Motto warum Änderungen, es läuft doch. -
Wir alle wissen wie schwer sich Landes- und Kreisverbände mit Neuerungen / Änderungen / Verbesserungen tun.
Leistungssteigerungen und Verbesserung sind z.B. oft nur möglich wenn regelmäßig gute Mannschaften gegen ebenfalls gute Mannschaften spielem. Mir ist aufgefallem, das besonders im Mädchenbereich nur zwei bis vier Teams eines Landesverbandes auf einem sehr hohem Level spielen. Alle anderen Mannschaften haben praktisch keine Chance und verlieren teilweise zweistellig in den jeweils höchsten bisherigen Ligen.
Dieser Zustand ist weder für die führenden Teams noch für die unterlegenen Teams eine angenehme Situation bzw. damit wird die Weiterentwicklung der Spielerinnen mehr oder weniger verhindert.
Im Jungen, Juniorenbereich hat sich z.B. die Junioren-Bundesliga etabliert, damit die besten nicht nur in einem oder zwei Spielen in der Saison ernsthafte Gegner haben. Dort treten sie Woche für Woche gegen hochwertiige Gegner an. Das dieses Konzept funktioniert sieht man daran, das der eine oder andere Jugendspieler den Sprung nach oben schaft.
Was glaubt ihr, kann man ein solches Konzept auch für den Mädchenfußball umsetzen?
Mit welchen Hürden / Verhinderungstaktiken muß man dabei von den Landesverbänden rechnen?
Was haltet ihr überhaupt davon, die Spitze in diesem Bereich noch einmal zu konzentrieren?
PS: Die angedachten Vereine haben bereits ihr Intersse an einer solchen Liga bestätigt. Allerdings rechnen sie, aus bisherigen Erfahrungen, mit erheblichen Widerstand durch die jeweiligen Landesverbände
-
Nobody ist perfekt
Die Frage ging meines erachtens etwas über den üblichen Rahmen hinaus. Ich jedenfalls habe gelernt, das es nicht wichtig ist alles zu wissen, aber man immer wissen sollte wo man nachliest bzw. wen man anspricht, damit man sofort eine deninitiv richtige Antwort bekommt.
Ich hätte in diesem Fall den Spezialisten (Fachbereich) des jeweiligen Verbandes angesprochen.
Bin mir z.B. in diesem Fall nicht sicher, ob der Verband so etwas mit einer "Geldstrafe"
belegen darf. Paragraphen und Verordnungen können je nach Landesverband ganz unterschiedlich festgelegt bzw. ausgelegt werden. -
Es ist natürlich schwer aus der Distanz, eine konkrete Aussage zu machen, da jeder Verein andere Beweggründe für eine solche Entscheidung haben.
Was ich hier in diesem Fall überrascht feststelle, das es wahrscheinlich an der Kommuniktion / Absprache zwischen Trainer 1. Mannschaft - Trainer A-Jugen, Jugendleiter - Vorstand liegt. Sicherlich gibt es Situationen wo Jugendliche aushelfen sollten, aber wenn dadurch eine Mannschaft komplett ausgeblutet wird, werden die Fragezeichen immer Größer.
Auch ich kenne Vereine die aufgrund von internen Problemen auf die unteren Mannschaften zum auffüllen zurückgegriffen haben.
Mann muß in diesen Fällen immer aufpassen das man im gesamten Verein einen Doninoeffekt auslöst. Soll heißen, oben gibt es ein Problem, was jeweils die eine Stufe tiefere Mannschaft ausbaden soll. Kurzfristig ist so etwas sicherlich lösbar, aber auf Dauer wird innnerhalb aller Mannschaften die Unzufriedenheit immer größer. Das führt in der Regel dazu das die die Spieler mit ihren Füßen abstimmen, in dem sie den Verein verlassen und dahin wechseln, wo die Strukturen vernünftig sind.
