Beiträge von bcefferen

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    Die Aussagen der Jugendspielordnung sind eindeutig zweideutig bei deiner Interpretation.

    Denn Absatz 3 sagt eindeutig das wenn zwei Spieler mit einer Pause von 10 Tagen eingesetzt werden sie zu Spielern der unteren Mannschaft werden.
    Im zweiten Abschnitt geht Absatz 3 dann darauf ein, das wenn mehr als zwei Spieler eingesetzt werden, diese nicht zu Spieler der unteren Mannschaft werden bzw. sie nach dem Spiel Spieler der höheren Mannschaft bleiben.
    Im zweiten Abschnitt wird explizit auf mehr als zwei eingesetzte Spieler eingegangen, was eindeutig auch 6,7 oder 11 Spieler bedeuten kann. Es ist weder von Verboten noch von damit verbundenen Strafen (Punktabzügen, Sperren etc) die Rede. Da Absatz 3 als ganzes gesehen werden muss, erklärt er was passiert wenn nur 2 Spieler nach unten abgegeben werden, aber auch was passiert wenn mehr als 2 Spieler nach unten abgegeben werden.

    Absatz 4 erklärt nur, wie sich ordnungsgemäß nach unten abgegebene Spieler (10 Tage Pause und Abgabe von höchstens 2 Spielern je Spieltag) sich Spieler der unteren Mannschaft in der oberen Mannschaft festspielen. Nämlich wenn sie 2 Spiele innerhalb von 4 Wochen in der oberen Mannschaft teilnehmen.

    Je öfter ich diesen Passus lese, desto deutlicher wird er. Für mich ist die Auslegung des Niederrhein deshalb sehr fragwürdig bzw. ich würde ihn rechtlich überprüfen lassen. Natürlich vorher und nicht nachher. Am besten sogar schriftlich bestätigen lassen,

    Da muss man leider die Jugendspielordnung lesen. Da sie teilweise in juristischem Deutsch geschrieben ist, solltest du sicherheitshalber noch einmal beim Kreis oder dem Verband telefonisch nachhören.

    Eigentlich sollten sich da auch alle Staffelleiter auskennen. Allerdings wäre ich mir da nicht immer so sicher, ob sich wirklich alle damit so auskennen.

    Habe hier mal den betreffenden Unterpunkt der Jugendspielordnung notiert.

    (3) Jeder Verein kann an einem Spieltag bis zu zwei Junioren einer
    höheren Mannschaft in einer unteren Mannschaft einsetzen,
    wenn diese Junioren nach dem letzten Pflichtspiel in der
    höheren Mannschaft zehn Tage an keinem Pflichtspiel
    teilgenommen haben. Der dem Spiel folgende Tag ist der erste
    Tag der Schutzfrist. Dabei ist es ohne Bedeutung, ob die höhere
    Mannschaft innerhalb der Zehn-Tage-Frist ein Pflichtspiel
    auszutragen hat. Findet innerhalb dieser zehn Tage mehr als ein
    Pflichtspiel der unteren Mannschaft statt, so gilt die Schutzfrist
    nach der Durchführung des ersten Spiels als beendet.
    Sperrstrafen werden in die Schutzfrist nicht einbezogen.

    Werden mehr als zwei Spieler einer höheren Mannschaft
    eingesetzt, so wird keiner von ihnen Spieler einer unteren
    Mannschaft. Für diese Spieler treten die Schutzfristbestimmungen
    neu in Kraft.


    Der erste Absatz bedeutet, das 2 Spieler von der höheren Mannschaft zur unteren Mannschaft abgegeben werden, und dort bis auf weiteres spielberechtigt sind. Somit sind sie ab diesem Zeitpunkt Spieler der unteren Mannschaft.
    Wie aus dem zweiten Absatz zu erkennen ist, können mehr Spieler, für 1 Spiel, in der unteren Mannschaft eingesetzt werden, wenn sie 10 Tage Spielpause hatten. Werden mehr als 2 Spieler (Anzahl ist nicht begrenzt, oder?), können sie nur dieses eine Spiel machen und bleiben Spieler der oberen Mannschaft. ;)

    So jedenfalls wurde mir die Regel von einer Verbandsmitarbeiterin erklärt. Oder müssen wir jetzt schon an Aussagen von Seiten des Verbandes zweifeln.

    Andre, woran du immer gleich denkst. ;)

    Wahrscheinlich hat enVirOn eine Freundin, die er ab und an mal mit zu den Spielen nimmt. Dann ist dieser Gedankengang sicherlich sofort geklärt.

    Das Alter ist nicht unbedingt entscheidend, wenn die geistige Reife vorhanden ist.
    Es gibt schon Unterschiede zwischen einem Mädchenteam und einem Jungenteam, die einem bewusst sein sollten.

    - Jungs spielen Fußball, weil es ihnen wirklich wichtig ist und viel bedeutet.
    - Viele Mädchen spielen Fußball, weil es entweder zur Zeit "in" ist, oder weil eine Freundin/Bekannte dort auch spielt. Der Leistungsgedanke ist bei weitem nicht so ausgeprägt.
    - Mädchen hinterfragen viel mehr den Sinn und Hintergrund von Übungen, Aufstellungen, Einwechselungen etc. Kurze, knappe Erklärung und dann sofort weitermachen, da ansonsten endlose Diskussionen entstehen können.
    - Mädels sind durchtriebener, wenn es darum geht andere Spielerinnen zu mobben, oder aber Anweisungen, Vorgaben des des Trainers zu unterlaufen.
    - Einen harten Ton sollte man weitgehend meiden, da viele Spielerinnen sonst die Schotten dicht machen. Und wozu das führt muss nicht erwähnt werden.
    - Mädels handeln viel mehr aus dem Gefühl heraus.

    Das bedeutet, das absolut gleiche Vorgehensweisen zwischen Jungen und Mädchenteams zu ganz anderen Ergebnissen, Resultaten, Konsequenzen führen können. Dieser Sache sollte sich jeder Trainer von reinen Mädchenmannschaften klar sein. Es ist von Vorteil über Erfahrung mit eigenen pubertierenden Kindern zu verfügen, da man dann deutlich schneller zwischen ernsthafte Problemen und bewussten Versuchen die eigenen Grenzen zu erweitern unterscheiden kann.

    Das Hauptproblem ist die Balance zwischen Konsequenz und Großzügigkeit, damit die Spielerinnen ihre optimalen Leistungen bringen.
    Nur soviel, zuviel Konsequenz und Härte führen zu erheblich schlechteren Ergebnissen, als man dies von Jungen gewohnt ist. Hört sich blöd an, aber die brauchen ab und an mal einen richtigen Tritt.

    Grundsätzlich sehe ich auch im Alter kein wirkliches Problem, so lange einem diese Grundunterschiede bewusst sind.

    Die Staffeln z.Zt. haben jeweils 6 Mannschaften. Die Hin- und Rückrunde wird bis Mitte Dezember ausgespielt.

    Insgesamt gibt es zur Zeit 6 Staffeln a. 6 Mannschaften. Die jeweils 2 besten Teams dieser 6-er Staffeln spielen in zwei neuen Gruppen in einer Frühjahrsrunde. Platz eins und zwei der Frühjahrsrunde berechtigen dann zu den Aufstiegsspielen. Dort spielt dann jeder gegen jeden. Die beiden ersten steigen dann direkt in die Verbandsliga auf. Allerdings müssen die Aufstiegsspiele (3 Spiele) mit dem Jungjahrgang gespielt werden. Das macht sicherlich Sinn damit sie auch die Qualität in der darauf folgenden Saison der Verbandsliga nachweisen.

    Uns ist es allerdings verboten aufzusteigen, da unsere U-17 I bereits dort vertreten ist. Und zwei Mannschaften eines Vereins sind in der Klasse in unserem Verband nicht erwünscht. Ist zwar etwas schade, aber eigentlich auch nicht weiter schlimm. Denn mein Ziel ist es, möglichst viele Spielerinnen so weit zubringen, das möglichst viele unserer Spielerinnen bereits jetzt schon Einsätze in der U-17 I haben, oder aber die etwas jüngeren ab der nächsten Saison dort spielen. Und es funktioniert.

    Habe übrigens noch einmal mit besagtem Trainer telefoniert. Inzwischen haben wir auch das Rückspiel gegen sein Team gewonnen, so das sein Team aktuell nur noch den 3. Platz der Tabelle belegt. Laut seiner Aussage war alles nicht böse gemeint.
    Er wünschte uns sogar viel Glück, für unser Spiel am Wochenende. Denn nur wenn wir gegen den Tabellenzweiten gewinnen hat sein Team noch die Chance im Frühjahr in den Staffeln zu spielen, die zum Aufstieg berechtigen. Er hat tatsächlich erkannt, das er nun unser Hilfe braucht, um sein Team noch im Rennen zu halten.

    Der Protest von Seiten des anderen Vereins wurde zwischenzeitlich zurückgezogen. Man hat auch dort erkannt, das keine Aussicht auf Erfolg besteht.

    Einsicht, ist der erste Weg zur Besserung.

    Wie handhabt ihr die Schiedsrichterbetreuung?

    Habt ihr jemanden der sich um ihn bemüht?

    Was macht die Person, die in betreut?

    Wie sieht eurer Meinung nach eine gute, korrekte Betreuung aus?

    Ich stelle diese Fragen sehr bewusst, da die meisten Trainer zu sehr auf sich und ihr Team fixiert sind. Viele vergessen dabei welche Auswirkungen es haben kann, wenn ein Schiedsrichter nicht richtig betreut wird.
    Schließlich sind Schiedsrichter auch Menschen und wollen zu Recht anerkannt und beachtet werden.

    Wie sieht für euch die optimale Betreuung des Schiedsrichters aus?

    Es ist wie immer, zuviel ist nicht gut und zuwenig auch nicht.

    Die Aufgabe eines Trainers besteht auch darin Aufgaben zu verteilen und andere mit einzubeziehen. Das bedeutet, das Eltern, Betreuer oder Co-Trainer so eingesetzt werden, das man selbst den Kopf für die wesentliche Dinge und die Mannschaft hat.

    Folgende Aufgaben können problemlos anderen übertragen werden:

    - Spielbericht ausfüllen (nach Vorgabe durch den Trainer inkl. Nr.)
    - Gäste empfangen und Umkleidekabinen zuweisen
    - Platz prüfen bzw. erforderliche Änderungen (Tore, Markierungen, Hütchen etc)
    - die eigene Mannschaft aufwärmen
    - Spielfeld abbauen
    - Kabinenreinigung ist Aufgabe der Kinder (wer schmutz macht, der muss es auch säubern)
    - Gäste verabschieden

    Die nachfolgenden Dinge sollten unbedingt selbst ausgeführt werden:

    - Begrüßung der eigenen Spieler
    - Schiedsrichterbetreuung
    - Aufwärmphase zeitweise beobachten, damit alle wissen das unmotiviertes Verhalten erkannt wird und entsprechende Reaktionen (Gespräch, Ersatzbank etc.) folgen.
    - Aufstellung bekanntgeben - Taktische Vorgaben - Einstimmung auf das Spiel
    - Coaching während des Spiels
    - Spielbericht auf Richtigkeit prüfen (korrektes Endergebnis, eingesetzte Spieler, Spielführer unterstrichen etc) und unterschreiben
    - Eigene Spieler verabschieden

    Eine Besprechung direkt nach dem Spiel gibt es bei mir in absoluten Ausnahmefällen. Es ist aus meiner Sicht aufgrund der Emotionen bei allen Beteiligten manchmal erheblich besser , erst eine oder zwei Nächte vergehen zu lassen. Damit haben alle die Möglichkeit sachlicher auf die Punkte/Problem einzugehen und mit dem erforderlichen Abstand zu Reagieren.

    Klar geht das.

    Einziger Punkt dabei ist das dem Schiedsrichter der Wechsel mitgeteilt werden muss.

    Wenn der Torwart verletzt wird und keine Auswechselungen mehr möglich sind, gehen doch auch Feldspieler ins Tor. Von daher überhaupt kein Problem.

    Unabhängig davon empfehle ich jedem Trainer sich mal mit der Spielordnung des eigenen Verbandes auseinander zu setzen. Da stehen Sachen drin, die viele spätere Fragen und Probleme bereits im Vorfeld verhindern ;)

    Bei uns geht es nicht vors Sportgericht, da es vom Staffelleiter entscheiden wird. Erst wenn einer mit der Wertung durch den Staffelleiter nicht einverstanden ist, kann er vor´s Sportgericht gehen, was aber bereits einiges Kosten kann.. In 99,9 % aller Fälle kann man sich allerdings das Sportgericht sparen, da die Entscheidungen fast immer nur bestätigt werden.
    Die Sachlage ist eindeutig und nach Auswertung der staffelübergreifenden Spielberichte, kann es nur eine Entscheidung geben. Habe allerdings gehört, das die Staffelleitung unser B1 erst nächste Woche wieder zur Verfügung steht..

    @ Coach99
    Aus einer 0:20 Niederlage einen 2:0 Sieg zu machen, in dem von dir geschildertem Fall ist schon recht harter Tobak. Schlimm ist nur, wenn solche Menschen sich rechtlich auch noch durchsetzen können, weil sie eine Lücke im System finden.

    Habe gestern erfahren, das besagter Trainer einen Protest gegen die Spielwertung eingereicht hat.
    Es gibt Menschen, die lernen es einfach nicht.

    Warum wundere ich mich nicht über diese Reaktion?
    Weil mir bereits im Vorfeld klar war, das so etwas kommt. Das hat mit Sport und Fairness absolut nichts mehr zu tun. Aber sei´s drum. Wir sind sauber und haben definitiv alle Bestimmungen der Jugendspielordnung eingehalten. Das ist der Grund warum ich mich entspannt zurück lehne und auf die Abweisung des unsinngen, unötigen Protest warten kann.



    Natürlich gebe ich den Verfechtern der 4-er Kette Recht, aber ich möchte gleichzeitig davor warnen, die Trauben für einige zu hoch zu hängen.
    Im Prinzip ist es wünschenswert die Kette einzustudieren und umzusetzen. Allerdings weiß ich z.B. das genau so etwas, zumindest in unserer Region, der Trainerausbildung (Basis) weder geschult noch besprochen wird.

    Das bedeutet das Anspruch und Wirklichkeit immer noch sehr weit auseinander klaffen. Und diese Lücke kann nur geschlossen werden, wenn die Qualität der Trainer verbessert wird. Daran sollten und müssen die Vereine, die Verbände und der DFB arbeiten. So lange sich dieses Bewusstsein an der Basis nicht wirklich durchsetzt, ist es ein Kampf gegen Windmühlen.

    Genauso sehe ich das auch. Guckt euch das Torverhältnis und die Punkteverteilung aller anderen Mannschaften an. Alle anderen Teams liegen durchaus im Rahmen.

    Fakt ist, das dieses eine Team absolut nicht wettbewerbsfähig ist. Das bedeutet das Verein und Trainer gefragt sind vernünftige Entscheidungen für ihre Spieler zu treffen und nicht die anderen Vereine.
    Sind jetzt die anderen Schuld daran, das man diese Kinder offensichtlich in offene Messer laufen lässt, oder sollte nicht der Trainer und der Verein dieser Posse ein Ende setzen. Verantwortungsbewusster wäre in diesem Fall.

    Auch bei und gibt es leide viel zu viele Schiedsrichter die Abseits nur auf Zuruf erkennen, oder viel zu oft gar nicht pfeifen.

    Da das Argument zu bringen, wir bilden für die Senioren aus, finde ich den Kindern gegenüber, die aufgrund dieser Tatsache viel zu oft um den Lohn ihrer Arbeit gebracht werden, recht schwach. Das hat nichts mit ergebnisorientiert zu tun, sondern mit Ungerechtigkeit und Unsportlichkeit den Kindern gegenüber.

    Da fände ich es deutlich besser die Schiedsrichter mehr und besser auszubilden, damit sie in die Lage versetzt werden nach den bestehenden Regel auch tatsächlich dann zu pfeifen, wenn Abseits vorhanden ist.
    Denn meines Wissen sind Glücksspiele für Kinder verboten. Und Glück müssen sie schon haben, damit alle Abseitsspiele erkannt und gepfiffen werden.
    Ich jedenfalls stelle es mir schlimm vor, wenn man deshalb die Hälfte aller engen Spiele verliert. Willst du den Kindern dann wirklich sagen: Macht nichts, irgend wann in 5-7 Jahren hört das auf, weil du dann Schiedsrichter hast, die Abseits konsequent erkennen? ?(

    Nein, bei uns gilt es nach 10 spielfreien Tagen. Ist selbstverständlich vorher per Jugenspielordnung überprüft worden. Somit 100 % sicher.

    Wäre doch dumm, wenn sich jemand die Punkte wieder zurück holen kann. Sonst hätte die Aktion doch nicht mehr den Unterhaltungswert bzw. wäre es dem anderen Trainer keine Lehre.