Beiträge von tobn

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    Ich wünsche mir auch, dass Kontrollen nicht nötig sind....


    Gegen die Kontrollen im aktuellen Umfang habe ich eigentlich nicht viel einzuwenden. In Frankfurt wird man da abgetastet, in Taschen und Mützen wird hinein geguckt. Keiner greift rein, aber man wird schon mal darum gebeten, etwas raus zu holen, damit der Tascheninhalt erkennbar wird. Ich denke übrigens auch, dass bei verschiedenen Leuten auch unterschiedlich intensiv nachgeguckt wird. Bei Familien und Frauen wird, so vermute ich zumindest, nicht so genau geprüft wie bei jungen Männern.


    Bei der Kontrolle gehts mir natürlich auch um die Gewalt in den Stadien...das steht für mich aber nur an zweiter Position. Ich habe eher noch mehr Respekt vor meinem Kopfkino. Ich möchte nicht auf die einzelnen Szenarien eingehen, die mir so einfallen würden, wäre ich ein Terrorist...aber genau das Thema stünde für mich in der HEUTIGEN ZEIT an Top 1.


    Das wiederum halte ich für falsch. Natürlich wäre ein Anschlag fürchterlich und sollte deshalb unbedingt verhindert werden. Aber es ist der falsche Ansatz, alle möglichen Ziele schützen zu wollen, denn davon gibt es einfach zu viele. Auf der anderen Seite gibt es aber nur ganz, ganz wenige Terroristen. Deshalb ist es viel sinnvoller, diese ausfindig zu machen und daran zu hindern, Anschläge zu verüben, egal worauf. Denn, wie gesagt, Ziele für Terroranschläge gibt es abertausendfach, sie lassen sich gar nicht alle schützen. Und außerdem sollten wir alle den Terroristen nicht den Gefallen tun, unser Kopfkino zu benutzen, denn damit hätten sie ihr Ziel ja erreicht. Dazu kommt, dass Angst und Kreativität meist schlechte Ratgeber sind. Da du das Kopfkino nennst: Bruce Schneier, den ich nannte, hat schon mehrmals zu einem Wettbewerb aufgerufen, dem "Movie Plot Contest". Darin sammelt er möglichst kreative Ideen für Angriffe auf die Öffentlichkeit, wie sie in Kinofilmen vorkommen könnten, aber eigentlich völlig albern, absurd oder abwegig sind.


    Hier durch gute professionelle Kontrollen akribisch zu arbeiten schützt in verschiedener Sichtrichtung. Ich möchte auch nicht im einzelnen auf diese Sichtrichtungen eingehen. Sicher wäre nix...aber Abschreckung durch gute Kontrollen wäre auch schon mal beruhigend.


    Es würde aber die Ziele nur verschieben, das Problem an sich wäre nicht gelöst.


    Zu deinen übrigen Ausführungen habe ich keine sonderlich kompetente Meinung, daher kann ich mich zu ihnen nicht äußern.

    Es geht um einen jungen Herrenspieler (20), der vom defensiven Mittelfeld/teilweise IV zum Flügelspieler wechseln will.


    OK, danke für die Info.


    Den genauen Grund konnte ich nicht herausfinden, allerdings klang es so, als wenn er in der Jugend immer dort aufgestellt wurde und es dort zu keiner Diskussion kam, obwohl es ihm damals schon nicht gefiel.


    Wo ist "dort", DM/IV oder LA/RA? Hast du ihn schon mal direkt gefragt (unter vier Augen), warum er lieber LA/RA spielen möchte?

    Übrigens: Nach unserem letzten Stadionbesuch merkte ich, dass sich in der Netzaußentasche des Rucksacks, den ich dabei hatte, um ein paar Fleece-Pullis für uns zu transportieren, einen fast faustgroßen Flusskiesel enthielt, den meine Tochter, die ein Faible für Steine hat, mal bei einem Spaziergang aufgesammelt und mir zum Transport gegeben hatte, befand. Das Ding gäbe natürlich ein großartiges Wurfgeschoss ab. Wurde nicht entdeckt, ich war mir seiner Gegenwart auch nicht bewusst.
    Ich bin davon überzeugt, dass man noch tausende solcher Anekdoten sammeln könnte, die belegen, wie einfach es ist, verbotene Gegenstände ins Stadion zu schmuggeln. Das heißt natürlich dann auch, dass die Kontrollen nicht gänzlich effektiv sind. Aber heißt das, dass sie verstärkt werden müssen? Ich meine nein, denn letztlich muss man doch schauen, ob das Ziel erreicht wird, welches lautet, das Stadion zu einem sicheren Ort zu machen. Und das ist es, wie ich meine, trotz unvollständig effektiver Kontrollen.

    Ich weiß ja, Andre, dass du Polizist bist, insofern wundert mich deine Äußerung nicht. Aber ich bin der Meinung, dass Panikmache überhaupt keinen Nutzen hat, und dass sämtliche Maßnahmen wirksam und angemessen sein müssen. Ich möchte jetzt wahrlich keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen. Aber ich kenne, abgesehen von Pyro, kein aktuelles Sicherheitsproblem, dem man mit verstärkten Kontrollen beikommen müsste. Oder kannst du mit Berichten über Messerstechereien, Pfefferspray-Attacken oder ähnlichem aus Stadien dienen? Mir ist da nichts bekannt.


    Ich beschäftige mich beruflich übrigens ebenfalls mit Sicherheitsthemen, wenn auch in einem anderen Bereich. Was allgemeine Sicherheitsthemen anbelangt, kann ich den allerdings englischsprachigen Blog von Bruce Schneier sehr empfehlen: https://www.schneier.com. Zur Sicherheit bei Massenveranstaltungen hat er sich recht häufig geäußert. Indem ich auf seiner Seite nach "stadium" gesucht habe, bin ich z.B. auf folgenden Beitrag gestoßen, bei dem es um die Olympischen Spiele 2004 ging: https://www.schneier.com/essay-053.html. Er schreibt gegen Ende (Hervorhebung durch mich):


    Das heißt jetzt nicht, dass ich weniger oder gar überhaupt keine Polizisten im Stadion sehen möchte, ganz und gar nicht. Aber ich fände es nicht gut, wenn meine Steuergelder für Taschen-Scanner in Stadien verbraten würden, anstatt in die Aufklärung von möglichen Anschlägen bei den Gruppen, die sie planen, zu gehen.


    Später hinzugefügt: Noch ein guter Beitrag, diesmal tatsächlich zum US-amerikanischen Pendant zur Bundesliga: https://www.schneier.com/essay-065.html

    Klar auch, dass bei der Masse an Personen nie eine genaue Untersuchung "per Hand" möglich ist. Detektoren wie am Flughafen könnten da Abhilfe schaffen.


    Da wage ich doch mal die Frage, genau welche Vorkommnisse dadurch verhindert werden sollen. An Flughäfen gibt es die Kontrollen ja, um zu verhindern, dass ganze Flugzeuge entführt oder zum Absturz gebracht werden. Das hat es ja auch leider schon desöfteren gegeben. Angesichts des nahezu nicht vorhandenen Verletzungsrisikos beim Stadionbesuch bin ich dankbar, wenn die Schlangen am Einlass nicht durch übertriebene Kontrollen noch länger werden..


    Habt Ihr diesen Film eigentlich schon gesehen:

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    Ich denke, wie man mit dieser Frage umgeht, hängt sehr vom Einzelfall und den speziellen Umständen ab. An weiteren Hintergrundinfos wären noch interessant:

    • In welcher Spielklasse spielt Ihr?
    • Um welche Positionen geht es, d.h. von welcher Position will er weg und welche möchte er besetzen?
    • Warum möchte er nicht auf der angestammten Position spielen?
    • Was für ein Typ ist er, d.h. kommt er gut mit allen und Dir klar, ist er eher ein Außenseiter, oder ein guter Spieler, aber exzentrisch?


    Generell bin ich der Meinung, dass Menschen nur dann ihre Höchstform erzielen, wenn sie eine Aufgabe bekommen, die ihnen Freude bereitet. Insofern droht der Spieler auf Dauer zu versauern, wenn du ihn nur auf einer Position einsetzt, auf der er nur sehr unwillig spielt. Andererseits ist Fußball ein Mannschaftssport, in dem man seinen Egoismus im Zaum halten muss und vor allem das Interesse der Mannschaft verfolgen sollte. Das fällt natürlich viel leichter, wenn jeder Spieler und jede Aufgabe im Spiel von Allen gleichermaßen Anerkennung findet. Noch besser ist es, wenn Jeder bereitwillig den Anderen unterstützt, also bspw. auch die Offensivspieler tatkräftig mit nach hinten arbeiten.
    Ich kenne nun dein Team nicht, auch habe ich noch keine eigene Erfahrung mit Senioren. Aber ich könnte mir eine gewisse Rotation auch dort vorstellen, halt eher zwischen aufgabenverwandten Positionen, also z.B. zwischen Außenverteidiger und Flügelstürmer, Sechser und Innenverteidiger, Zehner und Sechser, Mittelstürmer und Zehner. Die dazu notwendige Flexibilität der Spieler würde ich mir als Trainer schon wünschen. Vielleicht wäre das ja ein möglicher Ansatz.

    Schon recht, Fußballbaron, keine Widerworte. Aber die Erkenntnis, dass vor allem spielnahe Übungen und insbesondere Spielformen stumpfsinnigen Technikübungen überlegen sind, ist nicht nur beim DFB, sondern auch bereits vor einer Weile hier im Forum angekommen. Was natürlich die Wahrheit deiner Aussage nicht schmälert, sondern sich nur gegen den Unterton richtet, steinzeitliche Methoden würden allenthalben noch genutzt. Aber vielleicht war die Vermittlung dieses Untertons ja gar nicht deine Absicht.

    das mit den eltern ist jetzt nicht möglich, da wir in der halle sind und ich die eltern nicht rein lasse (gibt leider keine zuschauermöglichkeit)


    Naja, aber ein oder zwei Helfer könntest du doch rein lassen. Sie sollen ja nicht nur zusehen, sondern dir helfen..


    das grösste problem ist spezifisch das rumalbern während sie die übungen ausführen sollten oder ganz einfach während sie ein match spielen.


    Ein gewisses Maß an Herumgealbere ist in der F sicher normal, man muss Kinder auch Kinder sein lassen. Du solltest ruhig auch eine gewisse Menge an Zeit für kindliche Faxen zulassen. Allerdings sollten sie wissen, wann die Zeit für Faxen ist und wann nicht, d.h. du musst dann auch sagen, wann genug gealbert wurde und aufgepasst wird. F-linge sind zumeist ja schon in der Schule, von dort kennen sie ja auch die Maßgabe, dass man still zu sein hat, wenn die Lehrerin ein bestimmtes Zeichen gibt. Das kannst du übernehmen, schaue mal, ob es klappt.


    Ansonsten fragt man den Trainer, der von sehr unruhigen Kindern berichtet, gerne mal danach, ob sein Training kindgerecht und interessant genug gestaltet ist. Oft ist es z.B. ganz praktisch, mit einem Spiel zu beginnen, bei dem sich die Kinder schon zu Trainingsbeginn ein bisschen austoben können, und erst danach dann in Übungen einzusteigen, die mehr Konzentration erfordern. Außerdem ist es ganz wichtig, die Wartezeiten kurz zu halten -- lange Wartezeiten sind langweilig, da muss es zu Unruhe kommen, weil die Kids sich dann zwangsläufig mit etwas Anderem beschäftigen. Bei uns sehr beliebt: der Sand auf dem Kunstrasen, manchmal meint man, der Platz sei einfach nur der deutlich größte Sandkasten der Stadt. Und die Übungen müssen den Kids natürlich auch Spaß machen.


    Auch doof: lange Umbaupausen.


    Vor dem Hintergrund meiner Ausführungen wundert es mich etwas, dass du mit so vielen Kindern gut alleine klar zu kommen meinst. Das sind nämlich alles Dinge, bei denen Helfer ungemein hilfreich sind, sei es, um die Übungen schneller aufbauen zu können, die vielen Stationen mit zu beaufsichtigen, gute Ausführungen zu loben, mit geringer Verzögerung gegen Neckereien einzuschreiten, etc. pp.


    ja auf jedenfall gebe ich dir recht, lange stehzeiten sind mit manchen kinder nicht möglich, wie schon erwähnt, das grösste problem ist während sie spielen oder übungen ausführen..


    Das wundert mich aber, wie sieht das denn konkret aus? Es fällt mir schwer, mir das vorzustellen, gerade wenn sie, wie du sagst, keine lange Wartezeiten haben..


    was noch ein problem ist, dass manche kinder ganz einfach NEIN sagen wenn ich sie um was bitte oder auffordere, danach muss ich es 2-3 mal wiederholen und wenn sie sich aufregen dann müssen sie leider raus, ansonsten verliert man ja nur zeit,[...]


    Welche Situation meinst du? Und wie sieht das aus, wenn du "bittest oder aufforderst"? Man sollte schon freundlich auftreten, aber durchaus bestimmt, auch bei F-Junioren. Wobei meine Erfahrung ist, dass ein ernsterer oder auch nur leicht strengerer Ton, verbunden mit einem ernsten Blick, doch so gut wie immer wirkt..


    [...]das problem ist das es 1 oder 2 wochen später wieder das selbe ist, das es wieder vorkommen kann dass sie ganz einfach nein sagen.


    Wenn du eine zumutbare Anweisung gibst, dann ist "nein" keine Option. Geht nicht, führt zum Zugucken. Wobei es so gut wie nie so weit kommen sollte, ein Kräftemessen zwischen Trainer und Spieler ist ein genauso wenig gutes Zeichen wie ein Kräftemessen zwischen Eltern und Kindern. Kann es sein, dass du die Leine gerne sehr lang hältst? Spielraum und Luft zum Atmen muss sein, aber man muss als Trainer Kindern auch klar machen, wo die Grenzen sind. Danach suchen sie auch. Sie loten die Grenzen aus, sie gehen so weit, wie du sie lässt. Du darfst nicht von ihnen erwarten, schon so vernünftig zu sein, wie man es von Erwachsenen oder Jugendlichen erwartet. Dazu musst u.a. du sie erst bringen.


    und trotzdem mussten sich 2 mehrmals prügeln usw..danke


    Prügeln ginge bei mir aber so was von gar nicht. Da werde ich aber dann auch mal so laut, dass man es noch im nächsten Ort hört. Nur sehr kurz, und ganz bewusst für den Effekt eingesetzt. Wenn man aber sonst eher ruhig ist, dann kannst du gewiss sein, dass es anschließend mucksmäuschenstill ist.

    Andre, wie lange trainiert der Junge schon bei dir? Ich frage, weil ich auch ein paar Spieler im Team habe, die teilweise auch so gar nicht spielen, wie ich es mir vorstelle. Das sind aber auch alles Spieler, die ich in dieser Saison erstmals trainiere, bei denen also zuvor andere Schwerpunkte gesetzt wurden, im Training, vor allem aber im Spiel. Sie spielten auch in anders zusammengesetzten Mannschaften, damals gehörten sie zu den besten Spielern, vielleicht hat das auch dazu beigetragen, dass sie sich Dinge angewöhnt haben, die sie und den Rest des (insgesamt besseren) Teams jetzt behindern. Dabei sind es bei den Spielern, an die ich denke, weniger technische Defizite als solche, die mit dem Zusammenspiel im Team zu tun haben. So sind sie, um es mal positiv auszudrücken, sehr offensiv ausgerichtet. Das hindert sie aber nicht daran, in ähnlicher Manier, wie von dir beschrieben, den ballführenden eigenen Spieler zu zu laufen, ihm den Raum zu nehmen. Außerdem geht es natürlich immer auf direktem Weg zum Tor und es wird grundsätzlich das 1:1 bis 1:4 gesucht... Bei den Spielern, die dieses Verhalten zeigen, obwohl wir Trainer uns ziemlich sicher sind, dass sie es anders können, sowohl von der Technik als auch vom Kopf her, sind wir mittlerweile ab und an auch mal ziemlich deutlich. Ich denke, es gibt auch Kinder, denen man es auch mal deutlich sagen muss, damit sie es begreifen und ernst nehmen. Nicht böse und natürlich auch immer konstruktiv, d.h. man sagt dem Spieler natürlich nicht nur, dass er eine ganz schöne Sch**ß* zusammen spielt, sondern was er falsch macht und was er stattdessen machen sollte. Das fordern wir dann teilweise, nachdem wir es vor dem Spiel, während der Spieler ausgewechselt ist, oder in der Halbzeitpause deutlich und, wie wir meinen, auch verständlich erklärt haben, auch in den Spielen ein. Meist reicht dafür dann ja ein bestimmtes, an den betroffenen Spieler gerichtetes Wort, oder eine Geste. Aber auch mit diesen Mitteln braucht man Geduld, bis sich Verhaltensmuster, die sich über Jahre eingeschleift haben, ändern... Erschwerend kommt bei diesen Spielern bei uns übrigens noch dazu, dass sie eher bequem sind. Was sie übrigens scheinbar mehr zu motivieren scheint, als mir gefällt, ist die drohende Neuzusammenstellung des Kaders am Ende der Saison, und ihre Befürchtung, dabei dann die Mannschaft wechseln zu müssen. Naja, mal sehen, wie es sich mit ihnen weiter entwickelt.


    Dann habe ich noch einen Spieler, die geistig einfach noch nicht so weit ist, wie die anderen. Er ist einfach noch sehr kindlich und insgesamt auch weniger rational gesteuert. Er geht ab wie Schmidts Katze, spielt aber manchmal fast noch wie ein F-Jugendlicher. Bei ihm sagen wir uns, es wird halt hoffentlich mal kommen, solange müssen wir halt warten..

    von meiner persönlichen Einstellung her stimme ich euch zu.


    Eben, siehste. =)


    ist das aber die Realität in kleineren Vereinen? ist denen die beste Ausbildung wirklich vorrangig?


    Weiß ich nicht, sie sollte es aber sein.


    wie bekommen wir eine Mannschaft zusammen, haben wir genügend Trainer, wo bekommen wir die fehlendenden Schiris her, läuft der Spielbetrieb und Trainingsbetrieb einigermassen regelmässig und mit geringen Problemen ab, kriegen wir noch einen Vorstand zusammen? da bleibt die beste Ausbildung höchstens ein Randthema. hab bestimmt schon so etwa 50 Mitgliederversammlungen miterlebt. Noch nicht ein einziges Mal war Ausbildungsziele ein Thema gewesen.


    Das ist, vermute und behaupte ich forsch, in den allermeisten Vereinen so, auch den mittelgroßen. Klar, bei denen geht es dann weniger darum, ob man eine Mannschaft zusammen bekommt, als vielmehr, wie diese zusammen gestellt werden. Wobei ich vermute, dass das meistens die Jugendleitung im mehr oder weniger stillen Kämmerlein ausheckt, nachdem die verschiedenen Interessenträger ihre Forderungen gestellt haben. Wenn nicht sowieso einfach weiter gemacht wird wie bisher. Wo man Trainer und Schiris her bekommt, interessiert sicher unmittelbar, hat aber mit der Art und Weise, wie die Jugendarbeit durchgeführt wird, nur wenig zu tun -- die Frage der Trainer sicher, aber die ist ja universell.


    Aber es stimmt schon, in den meisten Vereinen wird letztlich hauptsächlich der Status Quo verwaltet. Mir fehlt da schon der frische Wind, das Streben danach, es nicht nur eben so zu machen, dass es reicht, sondern halt gut. Wer weiß, vielleicht würde sich das Trainer-Problem ja mittel- oder langfristig entschärfen, wenn man es besser macht als bisher? Das wäre so mein Wunschtraum.


    Geht es den dortigen Eltern, die ihr Kind im Verein anmelden in der Masse um beste Ausbildung oder um andere Vorstellungen?


    Das spielt, wie ich finde, eine geringere Rolle als die des Selbstverständnisses des Vereins. Wobei ich die beste Jugendarbeit nicht nur an der besten fachlichen Ausbildung festmache. Die soziale Komponente ist auch sehr wichtig, da nehme ich gewisse (aber schon eher geringe) Abstriche in der fachlichen Ausbildung auch in Kauf. Wobei man die Qualität der Ausbildung nicht am Ergebnis am Ende der Jugend messen darf, sondern, wie TW-Trainer ja schon mehrfach propagiert hat, anhand des Fortschritts ermitteln muss.


    Denen, den es dann wirklich um eine gute fussballerische Ausbildung geht, wechseln entsprechend, vergleichsweise ist deren Anzahl jedoch sehr gering. die grosse Masse der Elternschaft gibt der Ausbildung garantiert nicht die Bedetutung, wie wir das hier sehen. Glaubt ihr wirklich, da spielt die beste Ausbildung noch eine entscheidende Rolle.


    Nein, das glaube ich nicht einmal. Aber ich hätte gerne einen Verein, in dem mein Kind fair und freundlich behandelt wird, in dem es gefordert und gefördert wird, in dem es sich als gleichberechtigter Teil einer Gemeinschaft fühlen kann. Das hat alles nichts mit fußballfachlichen Fragen zu tun. Natürlich möchte ich gerne auch sportlich kompetente Trainer haben. Aber die Kompetenz im sportlichen Bereich findet man, so meine ich, doch eher als die in den anderen Fragen, um die es mir geht. Viele Sport-Trainer haben ja früher selbst gespielt, Übungen im Internet zu finden ist auch kein Problem. Die Aufgabe der fachlichen Qualifikation lässt sich in einem Verein recht einfach lösen, wie ich meine, wenn man nur will. Die anderen Stolpersteine sind meiner Meinung nach größer.


    Ich erlaube mir, dieses Zitat von TW -Trainer noch einmal herauszustellen, da es m.M.n. groß in jedem Vereinsheim aushängen sollte und jedem Nachwuchstrainer eingebleut gehört.


    Ich habe es mir auch gerade aus dem HTML-Code heraus und in die Textverarbeitung rein geholt und ein paar Stellen gelb markiert. Es kommt in die Sammlung von Argumentationshilfen.

    Heute gab es ein Gespräch mit (zumindest einem Teil der) Eltern, dem Trainer, dem Jugendleiter und dem Vereinsvorstand. Es war sehr emotional und sehr hitzig.


    Naja, dann kann dabei leider nicht wirklich viel heraus kommen. Ein klärendes Gewitter kann mal ganz gut sein, typischerweise eskalieren die Auseinandersetzungen jedoch, wenn keine der beiden Seiten bereit ist, auf die anderen zuzugehen, bis die Trennung der einzige Ausweg ist. Blöd, dass es so weit kommt, aber nicht immer zu vermeiden, wenn konträre Ansichten und inkompatible Egos aufeinander treffen. Und ich bin zwar durchaus der Ansicht, dass es für einen Trainer sehr hilfreich ist, wenn er eine hohe soziale Kompetenz und gute Kommunikationsfähigkeiten besitzt, aber verlangen kann man das von ihm eigentlich nicht mehr als von den Eltern. Und da ist die Streuung meiner Erfahrung nach ähnlich wie bei den Trainern..


    Auf die Gefahr hin, leicht zu müffeln, halte ich mich für einen eher überdurchschnittlich kommunikationsfähigen Trainer. Und auch für einen, der eher mehr als die meisten darauf achtet, dass kein Kind zu kurz kommt. Dennoch musste ich in den vergangenen Jahren immer mal wieder einzelne Eltern einfangen. Angenehmerweise ist es mir fast immer gelungen, auch bei dem einen 'Verlust' gab es bei der Trennung keinen Groll, wir einigten uns darauf, weiterhin unterschiedlicher Meinung zu sein. Ich habe aber auch erlebt, dass es leider Leute gibt, die notorisch dazu neigen, unzufrieden zu werden, sich damit aber nicht an Trainer und/oder Betreuer wenden, sondern 'hinten herum' Stunk machen. Zutaten hierbei sind bspw. falsch verstandene oder wiedergegebene, oder aus dem Zusammenhang gerissene Äußerungen von Kindern und/oder Trainern, falsch eingeschätzte vereinzelte Beobachtungen, oder auch Unmutsäußerungen von Dritten, die gerne auch eine ganz andere Mannschaft, einen anderen Verein, ja, sogar eine andere Sportart betreffen können.


    Ich unterstelle den Eltern, von denen du erzählst, diese Eigenschaften nicht. Ich gebe nur den anderen Lesern dieses Threads zu bedenken, dass es auch solche und solche Eltern gibt.


    Der Vorfall wurde heruntergespielt, der Verein steht ganz klar hinter dem Trainer und dieses "Spiel" wird künftig nicht mehr durchgeführt.


    Damit würde ich mich aber auch zufrieden geben, das Ziel ist doch erreicht. Was erwartet Ihr noch, soll der Trainer zu Kreuze kriechen, den Gang nach Canossa antreten. Das wäre nicht gut, er muss seine Autorität behalten und darf nicht den Eindruck erwecken, er würde nach der Pfeife der Eltern tanzen.


    Der Trainer weigert sich, die Kinder von 2 betroffenen Eltern zu trainieren, um sich vor künftigen Angriffen auf seine Person zu schützen. Der Vorstand hat den Eltern nahe gelegt, sich einen anderen Verein zu suchen, wenn die Diskussion nicht zum ruhen kommt oder sie mit dem Trainer nicht klarkommen.


    Ich kann die Positionen der Eltern auf der einen und dem Trainer auf der anderen Seite aus der Ferne nicht beurteilen. Jugendleitung und/oder Vorstand des Vereins würde ich da aber letztlich quasi als Schiedsgericht ansehen. Trainer sind nun mal in einer recht starken Position, einfach weil in den allermeisten Vereine Trainermangel herrscht -- bei uns ist die Beschaffung von Trainern die schwierigste Aufgabe der Jugendleitung, es ist nicht ungewöhnlich, dass Mannschaften kaputt gehen, weil sich für sie kein oder kein geeigneter Trainer finden lässt. Insofern finde ich es nachvollziehbar, wenn Jugendleitung und/oder Vorstand Partei für den Trainer ergreifen, solange aus einer Mannschaft nicht massive Klagen kommen. Zeigt sich die Elternschaft geschlossen in der Ablehnung des Trainers und kann sie sogar mit einer alternativen Besetzung aufwarten, so sind ihre Chancen deutlich höher.


    Das Problem dabei ist, dass auch noch tiefste private Differenzen zwischen Trainer und zumindest einem betroffenen Elternpaar bestehen und dies eher in den Vordergrund gerückt ist / gerückt wurde. Man könnte fast meinen, dieser Vorfall wurde zum Anlass genommen, um unliebsame Kritiker aus dem Verein zu werfen.


    Nun, auch hier kann ich in keiner Weise ein Urteil abgeben. Aber sobald die persönliche Ebene ins Spiel kommt, wird es richtig schwierig, da ist die Katastrophe bzw. der unglückliche Ausgang doch zumeist schon vorprogrammiert. Deshalb kann ich auch allen Trainern nur dazu raten, alles dafür zu tun, dass eine Diskussion nicht ins Persönliche übergeht. Auch wenn man dazu die eine oder andere Unterstellung herunter schlucken muss. Versteht mich nicht falsch, wenn einem Unwahrheiten unterstellt werden, dann sollte man natürlich versuchen, diese zu entkräften. Aber unbedingt auf eine sachliche Art. Und wenn man etwas nicht direkt entkräften kann, dann reicht es auch, zu sagen, dass man diesbezüglich anderer Meinung ist, und gemeinsam eine Methode entwickeln, wie man zu einem gemeinsamen Schluss kommen kann, wenn das Thema für wichtig genug gehalten wird. Wenn es nicht so wichtig ist, kann man auch einfach nur erklären, man habe den Standpunkt zur Kenntnis genommen, und sich für seine Äußerung bedanken.


    Der DFB lehrt in Infoveranstaltungen und Trainerausbildungen, dass Trainer auch einen Erziehungsauftrag haben. Ich rate da zur Vorsicht und stimme zu, dass nur die Eltern bzw. gesetzlichen Vertreter bzw. Organe (Schulen und Lehrer, Behörden) aktiv in die Erziehung eingreifen dürfen. Trainer stehen hinten an und sollen sich auf die fussballtechnische Ausbildung stürzen. Kein Belehren von Kindern oder noch schlimmer deren Eltern.


    Es ist richtig, dass den Eltern die Hoheit über die Erziehung der Kinder verliehen ist -- von den Ausnahmefällen, die beim Jugendamt landen, in denen das nicht so ist, sollten wir hier absehen. Dennoch hat ein Trainer gewisse Vorstellungen davon, in welchem Rahmen sich die von ihm betreuten Kinder bewegen dürfen. Diesen Rahmen darf und muss er sogar festlegen. Und er muss dafür sorgen, dass der Rahmen eingehalten bleibt. Wenn es dadurch zu einem relevanten Eingriff in die Erziehung der Kinder kommt, muss der entstehende Konflikt zwischen Eltern und Trainer gelöst werden. Aber ein Trainer darf sich nicht selbst zum Hanswurst machen, der in jedem Augenblick auf das Wohlwollen der Kinder angewiesen ist.

    Arschschießen geht auch anders.


    Wir machen das regelmäßig und die Jungs haben mächtig Spaß dabei.
    Nur, die arme Sau, die den A. hoch hält bin ich 8o


    Dagegen habe ich nicht so viel, auch wenn es nicht meinen Idealen entspricht, Jemanden überhaupt zu ermutigen, einem Anderen Schmerzen, und seien sie noch so gering, eben aus Freude daran zuzufügen. Wenn es nur um das Erfolgerlebnis, das Ziel zu treffen, ginge, könnte man ja auch einen Luftballon o.ä. (mit einer vergleichbaren Trefferfläche) ins Tor hängen, den es zu treffen gilt. Ich gebe zu, das schockt nicht so sehr wie der Ar*** des Trainers, aber warum ist das eigentlich so, und will man das befördern? Ich eigentlich nicht, aber die Entscheidung sei jedem selbst überlassen. Und nein, ich habe vor den Treffern selbstverständlich keine Angst, selbst bei meinen D-Junioren noch nicht. Obwohl da ein paar schon ganz schön Dampf hinter die Pille kriegen..

    Ja, im Jugendhandball wird eine Quali gespielt. Bei uns in Hessen ist das aber so, dass man seine Teams erst einmal für eine bestimmte Staffel meldet, bei der E-Jugend, in der meine Tochter spielt, wurde bspw. die E1 für die Bezirksoberliga gemeldet, die E2 für die Bezirksliga A. Darunter gibt es noch mindestens eine weitere. Dann gab es Quali-Turniere, die wohl aber von Jahr zu Jahr durchaus mal nach unterschiedlichen Gesichtspunkten zusammen gestellt wurden. Jedenfalls landeten unsere beiden Mannschaften (ich bin wohlgemerkt hier nur Papa) in dem selben Quali-Turnier, das war auch bei allen anderen Vereinen so, die mehrere Mannschaften gemeldet hatten. Die Sieger der Quali-Turniere waren dann für die BOL qualifiziert, unter den soundsoviel besten Zweitplatzierten gab es dann um den BOL-Einzug noch ein Playoff. Die anderen Zweiten und eine wohl wieder per Playoff ermittelte Anzahl an Drittplatzierten landete in der BL-A, der Rest dann weiter unten.


    Aber: Die Quali fand im Frühsommer 2012 statt. Der Spielbetrieb begann dann im September. Die Mitglieder der Mannschaften in Runde und Quali dürfen komplett unterschiedlich sein -- sind sie in der Praxis vermutlich eher selten, um der E2 die Qualifikation zur BL-A zu sichern, spielte in der Quali aber eine stärkere Mannschaft als dann später in der Runde.


    Diesen zeitlichen Versatz und die Möglichkeit, Mannschaften komplett umzusortieren sehe ich durchaus kritisch. Insofern empfinde ich die Praxis beim Handball nicht unbedingt als Vorbild, dem man in allen Punkten folgen sollte.

    Nein. Die LK bildet sich auch dann aus dem im Topf (Kreis) befindlichen Teams. Keine Änderung, keine weiteren Anfahrten. Nur leistungsgerechter.


    Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Stelle dir einen Landkreis (LK) vor, der Einfachheit halber habe er die Form einer Raute. Diese kann man wiederum in vier weiterr Rauten unterteilen, jeweils eine im Norden, Osten, Süden und Westen. In jeder Teilraute gibt es ein paar Vereine. Wenn du jetzt vier Staffeln in diesem LK bildest, für jede Himmelsrichtung eine, so müssen die Vereine in den vier Teilrauten nur innerhalb ihrer Teilraute fahren. Würdest du aber über den gesamten LK Staffeln bilden, so müsste bis zu jeder jeder Verein kreuz und quer durch den ganzen LK fahren, was natürlich längere Strecken bedeutet.


    Wie gesagt, ich empfinde eine Staffeleinteilung aufgrund von geografischer Nähe als Unfug. Aber unser Kreis ist auch nicht wirklich groß, da erreicht man jeden anderen Verein innerhalb einer halben Stunde. Es mag Kreise in niedriger bevölkerten Gegenden geben, wo das deutlich anders ist. Andererseits vermute ich, dass man da sowieso weiter fahren muss, weil es halt auch nur weniger Vereine gibt. Aber das ist nur eine Mutmaßung, ich könnte mich da selbstverständlich täuschen.

    Jeder Kreis hat eine individuelle Größe. Das ist nunmal so. Ich verstehe aber nicht, warum durch 4 Quali-Turniere höhere Kosten enstehen.


    Vermutlich weil in den nach Leistung gebildeten Staffeln Vereine zusammen treffen, die weiter auseinander liegen, als wenn man Staffeln anhand der räumlichen Nähe bildet. Mir persönlich wäre eine leistungshomogene Staffeleinteilung viel lieber, außerdem fände ich es ganz gut, wenn man eben nicht immer wieder gegen die selben paar Mannschaften aus den Nachbarorten spielen würde...

    Zunächst ist es so, dass wir so viele spaßige Sachen machen, dass den Kinder etwas "Laufschule" nichts ausmacht.


    Ach, was die Unbeliebtheit anbelangt, so sage ich mir selbst, dass ich es mit Leiden auf hohem Niveau zu tun habe. Ob ich dabei mir selbst gegenüber ehrlich bin, sei mal dahin gestellt. ;)


    Aber man will sich ja permanent verbessern, da hätte mich Möglichkeiten interessiert, wie ich die Laufschule attraktiver machen kann, ohne Abstriche bei der sauberen Ausführung zu machen..


    Wir machen das dann am Anfang und am Ende der Trainingseinheit, damit es sich einschleift. Da wir zwei Mal pro Woche trainieren, ist das ja dann schon mal etwas.


    Und in welchem Umfang, wenn ich nachhaken darf?


    Bei den Spielformen nehmen wir dann auch Provokationsregeln für das Laufen wie:
    - für alle Stillstehen für 5 Minuten verboten, mann muss zumindest gehen
    - nach jedem Schuss oder Pass eine Anschlussaktion ausführen, z.B. zwei Mal "anfersen" usw.


    Das Stehverbot werde ich auch mal ausprobieren. Was Anschlussaktionen auf Pässe und Schüsse betrifft, so danke ich dir für den Vorschlag, darauf werde ich aber, glaube ich, verzichten, denn da liegt mir bei meiner Truppe mehr daran, dass sie im Anschluss an jede Aktion das Spiel fortsetzen und eben nicht (für sich) unterbrechen.

    GC, wie baust du nun denn genau das Lauf-ABC in dein Training ein? Ich würde das auch gerne machen, frage mich da aber, in welchem Umfang es sinnvoll ist. Schließlich möchte man ja nicht zu viel Zeit ohne Ball im Training verbringen, andererseits muss man die Themen ja doch mit einer ausreichenden Gründlichkeit behandeln, um die gewünschte Nachhaltigkeit zu erzielen. Unter dem Runners-World-Link gibt es ja vierzehn Übungen. Nimmst du davon jetzt pro Training drei oder vier dran, und machst dann weiter, bis irgendwann alle durch sind? Oder mehr? Oder weniger? Oder wiederholst du ein paar Übungen später noch mal?


    Ich lasse diese Bewegungsabläufe gerne hin und wieder beim Aufwärmen durchführen. Sonderlich beliebt sind sie, das muss ich allerdings dazu sagen, bei meinen Spielern nicht.. Wobei ich hierbei den Ablauf der Münchner Fußballschule übernommen habe, in Form der Laufschule auf der ersten Schnelligkeits-DVD.