@ tobn: das sind gute Vorschläge, aber man kann die Kinder nicht dazu zwingen ihn anzuspielen. er braucht mehr Zutrauen in sich, damit er über den Kampf gute Aktionen hat.
Ich habe in der Vergangenheit meine Spieler schon auch mal deutlich darum gebeten, den freien Mitspieler zu suchen, unabhängig davon, wer das ist. Und da habe ich auch ganz offen gesagt, dass es ja sein kann, dass Jürgen (Name von der Redaktion geändert) zwar noch nicht so gut sei wie Matthias (dito, bekanntermaßen bester Spieler der Mannschaft), aber er sei auch gut, er habe sich ganz toll frei gelaufen, und er werde nur besser, wenn er den Ball auch bekäme. Das muss man mehr als einmal machen, immer dran bleiben, dass sie als Team spielen. Aber es geht.
er ist manchmal der Sündenbock, aber das gibt sich wieder schnell. Kinder die nicht so toll spielen, aber Einsatz bringen, sind bei den anderen sehr angesehen.
Tja, aber so ergibt sich halt schnell ein Teufelskreis: es klappt was nicht, also weniger Selbstvertrauen und weniger Ballkontakte, dadurch klappt dann noch weniger, uswusf. Wie soll es denn besser werden, wenn der Trainer da nicht eingreift?
Leider mach die beiden jetzigen Trainer das jetzt so, dass sie immer mit der sogenannten "stärksten Mannschaft anfangen und nicht wie du vorschlägst mit dem integrierten schwächeren. Dadurch entstehen beim Wechseln die Probleme, da dann plötzlich niemand mehr da ist der für ihn mitkämpft, da dann eine schwächere Mannschaft auf dem Feld ist.
Schlage es doch mal den Trainern vor. Ich finde, in einer solchen Konstellation ist es dann auch OK, wenn die starken Spieler am Ende mehr Zeit auf dem Platz verbracht haben als die schwächeren. Als ich in der letzten Saison alleiniger Trainer bei unseren Spielen war, da hatte ich eine zumeist neunköpfige Mannschaft überwiegend älteren E-Jahrgangs mit einem recht ausgeprägten Leistungsgefälle, hat außer den zwei Spielern, die jeweils eine Halbzeit im Tor verbrachten, keiner durch gespielt. Aber ich habe schon darauf geachtet, dass die zwei, drei stärksten Spieler nicht gleichzeitig draußen waren. Tatsächlich hatte ich mir meistens die ungefähre Marschroute, was die Wechsel anbelangt, meist schon vor dem Spiel zurecht gelegt, und auch dafür gesorgt, das Mitte der zweiten Halbzeit alle bereits ausreichend mit Spielzeit versorgt waren, so dass ich dann wieder ziemlich freie Hand hatte. Bei nur einem oder zwei Auswechselspielern ist das auch nicht so schwer.
Für meinen bisherigen Partner (jetzt für die aufstellung verantwortlich) ist das Ergebnis sehr wichtig, Alles zureden, dass das nicht so wichtig ist, hat da keinen Erfolg. Wie gesagt, die haben noch nie eine seite vom DFB Konzept gelesen. Wobei auch ich der Meinung bin, dass wer sich gar nicht anstrengt auch weniger Einsatzzeit bekommen sollte. da könnt ihr jetzt alle über mich herfallen.
Einsatzbereitschaft ist schon wichtig, darauf lege ich auch großen Wert. Und wenn ein Spieler ganz offensichtlich weniger läuft, als er könnte, dann kann man ihm das auch sagen. Wenn er dann aber tatsächlich läuft, muss man das andererseits auch deutlich honorieren. Da muss man bei manchen Spielern halt mehr dran bleiben als bei anderen, das ist ganz normal. Doof ist es aber, wenn sie weniger laufen, weil sie sich nur wenig zutrauen. Daran muss man arbeiten, indem man ihnen Erfolgserlebnisse verschafft und sie auch für kleine Erfolge lobt. Dann besteht zumindest die Chance, dass bei ihnen der Spaß zurück kommt, dass sie sich darauf besinnen, auch etwas zu können.
Ich komm jetzt wieder dazu und werde versuchen, dass die Aufstellung dahingehend variiert wird.
Ja, probiert es mal aus. Natürlich wird es schlechter aussehen als mit der stärksten Mannschaft auf dem Platz, aber das ist ja auch nicht der Anspruch. Wenn viele der schwächeren Spieler auf dem Platz sind, dann sollte man schon zufrieden sein, wenn sie mutig spielen, sich nicht allzu sehr verstecken, und man vielleicht mal kein Tor oder nur wenige fängt. Man muss die Kinder an ihren eigenen Möglichkeiten messen, nicht an denen der Gegner.
Als Torwart wäre er evetl gar nicht so schlecht, aber das wollte auch bisher niemand.
Ich habe in der letzten Saison gute Erfahrungen damit gemacht, dass jeder mal ins Tor geht. Ich hatte dann auch einen, der Anfang der letzten Saison aus der jahrgangshöheren Mannschaft zu uns stieß, nicht nur vom Alter her passte er bei uns besser rein. Er wollte zunächst nicht ins Tor, wollte auch keine Verantwortung übernehmen. Als er dann mal im Tor gespielt hatte, und zuvor von mir die Versicherung erhalten hatte, dass ich ihm keinerlei Vorwurf machen werde und es auch nicht tolerieren würde, wenn vom Team Vorwürfe kommen sollten, hatte er seine Sache ziemlich gut gemacht, ab dem Zeitpunkt wollte er immer wieder mal ins Tor.
Selbstvertrauen ist gering, wird aber nicht besser.
Wenn er auch immer nur Misserfolge erlebt und auch noch als Sündenbock dienen muss, kann sich daran ja auch nichts ändern, oder? Solche Spieler muss man als Trainer entlasten, aus der Schusslinie nehmen, in Schutz nehmen, und die stärkeren Spieler andererseits in die Pflicht nehmen.
Nach wie vor kapier ichs nicht. Bevor er zur anderen Mannschaft eingeteilt wurde, war er eben als Verteidiger eine Bank und wurde auch regelmäßig gegen die besten Stürmer eingesetzt. Jetzt gewinnt er überhaupt keinen Zweikampf mehr.
Naja, vielleicht sind die Stürmer halt auch einfach besser geworden, während er eher stagnierte. Wenn dann noch das Selbstvertrauen fehlt, sollte einen das noch nicht wundern..
1.seine Freunde und Klassenkameraden sind da in der F1 und haben anscheinend wie ich die so kenne durch die guten Leistungen dann auch in der Schule mächtig angegeben. Das genaue Gegenteil war die F2. Jedes Spiel verloren.
Da muss man als Trainer deutlich dagegen arbeiten. Es ist schwierig, mir ist das in der letzten Saison auch nicht vollständig gelungen, aber man kann die Enttäuschungen doch erheblich lindern und abmildern. Man muss es aber halt auch machen und das kostet durchaus einiges an Energie und Enthusiasmus. Ich spreche da, wie gesagt, aus Erfahrung.
2. Seine Eltern sind ehrgeizig.
Er wolte wieder dazugehören, strengt sich aber nicht entsprechend an. Ich war mir sicher, dass er in der Mannschaft wieder besser wird. Es war nicht so, da fehlte mir auch die Erfahrung.
Naja, man muss halt gucken, dass man sein Vertrauen gewinnt, muss deutlich machen, dass man an ihn glaubt und ihn gerne unterstützen möchte, aber andererseits halt nicht für ihn spielen kann, genauso wenig wie man für ihn aufs Klo gehen kann -- das kapieren sie ziemlich gut. Und man muss andererseits aufpassen, ihm auch genug Freiraum zu lassen und ihn nicht zu sehr unter Druck zu setzen. Halt immer wieder ermutigen. Aber auch bereit sein, anzuerkennen, dass den eigenen Möglichkeiten auch Grenzen gesetzt sind. Niemandem ist damit gedient, dass man sich verrennt.