Und da zucke ich unweigerlich bei dem Begriff "ehrgeizig" etwas zusammen. Wisst Ihr, was ich meine?
Beiträge von tobn
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Stimmt eigentlich, für meine eigenen Kinder wäre das vielleicht durchaus auch etwas. Danke, dass du mich auch das eigentlich Offensichtliche gestoßen hast, MilkyWay.
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Was denkst du was ich mache.
Dann fühle dich in deinem Vorgehen bestärkt.
Ich war nachdem es passiert ist mit meinen Knie beim Arzt. Diagnosse Kapselüberdehnung, hör auf Fußball zu spielen. (Gesagt getan 3 Jahre her.) 1,5 Jahre später war ich bei einem anderen Arzt, diagnose deformierte Kniescheiben, bau deine Muskeln langsam auf und spiele wieder Fußball. (Gesagt getan habe vor 2 Monaten wieder angefangen habe also mehr als ein Jahr Muskeln ums Knie aufgebaut.)
Bei mir sind auch die Knie betroffen, insofern bin ich Leidensgenosse, wenn ich auch nichts an der Kapsel habe, sondern an den Kniescheiben. Ich kann dich aber gut verstehen, denn auch ich habe den Eindruck, dass verschiedene Ärzte durchaus unterschiedliche Diagnosen stellen können.. Das wirkt natürlich veunsichernd, mir geht es da grundsätzlich genauso.Jetzt tuts weh. Habe angerufen. Ich brauche schnellstmöglich ein Termin... ja am 01.07. kannst du kommen aber bringe viel Zeit mit. (Das war vor 4 Wochen). Jetzt bin ich am Überlegen ob ich nicht zeitgleich noch zu einem andern Orthopäde gehe.
Ja, die lange Wartezeit ist auch ein großes Ärgernis. Generell würde ich es an deiner Stelle durchaus in Erwägung ziehen, mehrere Meinungen einzuholen. Die Erfahrungen von Bekannten, die man hoffentlich aber auch einschätzen kann, kann auch hilfreich sein. So habe ich bei einem ortsansässigen Arzt ein bisschen den Verdacht, dass er ganz gerne operiert. Letztlich habe ich das Glück, einen Chirurgen, der gleichzeitig Mannschaftsarzt der hiesigen Handballer ist, im Bekanntenkreis zu haben, dem ich sowohl menschlich wie fachlich vertraue, und bei dem das Terminproblem auch nicht vorhanden ist.Fußballer sind doch eigentlich Dauergäste bei den Orthopäden, da müsste es doch bei Euch im Verein doch umfangreiche Erfahrungen geben, oder?
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An diesem Spieler wirst du einfach permanent dran bleiben müssen und ihn langsam davon überzeugen, dass er mit einer anderen Einstellung im Mannschaftssport Fußball weiter kommen wird. Steter Tropfen höhlt da vermutlich eher den Stein als ein Wasserfall, der aber den ganzen Stein weg spülen könnte. Also bleibe zwar geduldig, aber bei deiner Linie.
Was deine Knie anbelangt: warst du deswegen schon mal bei einem Arzt, d.h. einem Orthopäden?
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Was haltet Ihr von dieser neuen Initiative des DFB: http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=323&tx_dfbnews_pi4[cat]=5?
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Auf das diese Tabellenfreaks im Nirvana verschwinden
Och nö, ein paar Reinkarnationsrunden dürfen die doch ruhig noch drehen, meinst du nicht?Ansonsten finde ich die kombinierten Vorschläge von guenter, Steini und Andre sehr gut. Die häufige Bildung von gemischten All-Star-Teams finde ich dabei ausdrücklich eine gute Sache, unterstützt sie doch das kooperative und freundschaftliche Miteinander der verschiedenen Vereine.
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Jetzt spielen wir zum Abschluß noch gegen die ungeschlagene beste Mannschaft und gegen die drittbeste Mannnschaft in unser Gruppe. Wir sind mit einigem Qualitätsabstand so Nr 4-6. Gegen Nr 2 haben wir schon zweimal klar verloren, konnten jeweils so 10 Minuten in jeder Halbzeit mithalten, kackten dann aber zeitweise total ab.
In der Halle konnten wir gegen diese drei Mannschaften mit viel Kampf auch die meisten Spile gewinnen
Momentan seh ich uns aber chancenlos. Beide Gegner kombinieren für ne F-Jugend sehr gut und haben sehr starke Einzelspieler im Sturm. Die Verteidiger sind zweikampfsatark , aber anfällig gegen Konter und bei schnellem Spiel (deshalb konnten wir in der Halle auch gewinnen)).
Kann man unseren Kindern Tipps geben, wie sie gemeinsam diese guten Stürmer aus dem Spiel nehmen können oder kann man da bei Flingen gar nix machen?
Schwer zu sagen, es ist schon eine Weile her, dass meine Spieler in der F waren, und deine Truppe kenne ich ja gar nicht. Es gibt ja auch große Unterschiede zwischen den einzelnen Kindern, gerade was das Spielverständnis anbelangt, zumindest war das bei meinen so. Wenn die Gegner starke Stürmer haben und Eure Spieler das 1:1 gegen sie typischerweise verlieren, dann müsste man eigentlich, nach der reinen Lehre und das Alter der Protagonisten außer Acht lassend, versuchen, die gegnerischen Stürmer in Überzahl zu bekämpfen, so das nach jedem 1:1, das er gewinnt, schon der nächste Abwehrspieler da ist, uswusf. Dazu müssen aber eigentlich stets mehr eigene Spieler zwischen den gegnerischen Stürmern und dem eigenen Tor stehen als diese Stürmer haben (und vorne stehen lassen). Das ist aber ein recht unerfreuliches Korsett für deine Spieler und außerdem agiert man so in der Offensive permanent in Unterzahl. Das kann vielleicht klappen, kann aber auch schlimm in die Hose gehen, so dass bei Euch gar kein Spiel entsteht, die Bindung von Offensive und Defensive verloren geht und Angriff auf Angriff auf Euer Tor gefahren wird. Das macht dann ja gar keinen Spaß.Du könntest es so probieren, aber ich würde mir die Option des freieren Spiels, das deine Spieler gewohnter sind, offen halten. Bei meinem Team hat es ganz gut geklappt, als wir gegen einen uns deutlichst überlegenen Gegner gespielt haben und das Spiel von vornherein aussichtslos war (vorherige Partie: 2:18), dass ich vor dem Spiel gesagt habe, dass wir zwar möglichst wenig Tore kassieren wollen, Gegentore ganz verhindern aber wahrscheinlich nicht können werden. Dass wir diese aber ignorieren und dann halt so anstoßen, als würde die Partie von vorne beim Stand von 0:0 beginnen. Das hat die fünfzig Minuten nahezu ununterbrochener Aussichtslosigkeit etwas erträglicher gemacht. Und wichtig war die stets positive Unterstützung durch die Eltern, die ich vor dem Spiel mit offenen Worten darum gebeten hatte.
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Aber gestern im Training, 2 meiner Spieler liefern sich ein intensives Laufduell. BEIDE nehmen die Hände zur Hilfe.
Das hätte ich unterbunden, wenn ich es zu viel gefunden hätte. Und das ist beim Einsatz der Hände eigentlich von vornherein gegeben. Wenn man nicht fest stellen kann, wer als erster die Hände zur Hilfe nahm, kommt der Ball halt neutral ins Spiel. Ich werfe ihn dazu gerne an eine andere Stelle auf dem Spielfeld.Nach 20 metern lässt sich einer Fallen und plädiert auf Foul. Was ich und der andere Trainer weiterliefen lassen, weil Sie ja beide gezogen haben. Beim nächsten mal habe ichnur gesagt, lasst die Hände weg und schon ging es.
OK, das war dann ja auch in Ordnung. Fallen lassen sollen sie sich ja nicht, das sollte man auch nicht belohnen. Aber man muss halt auch verhindern, dass sich die Regelwidrigkeiten aufschaukeln und sich dann erstens irgendwann Einer wirklich weh tut und zweitens das Gefühl für die Grenze zwischen Erlaubtem und Unerlaubtem zu schwammig wird. -
dies ist für mich der Grund, warum ich in F und auch noch in der E dem Spielsystem absolut nicht die Bedeutung beimesse, als viele Beiträge bei Anderen hier vermuten lassen.
Das verstehe ich, allerdings finde ich schon, dass zumindest ein nicht unerheblicher Teil von E-Junioren die Grundzüge und die generellen Absichten, die einfache Spielsysteme verfolgen, verstehen können, wenn man sie ihnen entsprechend erklärt. Es geht jetzt nicht um große Taktik-Sessions oder ganze Trainingseinheiten an der Taktiktafel oder so, sondern darum, ihre Spielintelligenz zu fördern und zu kanalisieren. Nicht mit dem Ziel, dass man dann das Spiel abfilmen und von den Kollegen von spielverlagerung.de analysieren lassen könnte, sondern dass sie eine Einführung in das ja doch nicht ganz so einfache, weil extrem situationsabhängige Positionsspiel im Fußball bekommen, aufbauend auf ihren eigenen Erfahrungen.Bin in dieser Altersstufe auch ein Gegner der taktischen Diszplin, stattdessen sollen die Spieler doch unabhängig von der Grundordnung lernen, sich den Erfordernissen der Spielenwicklung und auch Stärke des Gegners entsprechend zu verhalten.
Das halte ich für grundsätzlich richtig. Aber ich denke, es gehört schon zu den Aufgaben des Trainers, seine Spieler auch im Bereich der Mannschaftstaktik zu unterstützen und ihnen dabei zu helfen, den Weg zu finden, angefangen beim Grundsätzlichen (Stichwort: Alle greifen an und Alle verteidigen) und mit zunehmender Dauer dann halt immer weiter verfeinert. Ganz wichtig dabei ist, dass der Trainer das als langfristigen Prozess begreift, womit ich mehrere Jahre und nicht etwa Monate oder gar Wochen meine. D.h. bis meine Spieler ziemlich genau wissen, was z.B. ein Außenverteidiger genau und fast jeder Situation machen könnte, sind sie vermutlich in der B-Jugend. Auf keinen Fall gehört ein auch nur ansatzweise ähnlicher Detaillierungsgrad in die E oder darunter. -
was ist denn eigentlich an dem 4: 2 system von Sascha Gasthuber auszusetzen wenn es gegen einen starken gegner geht?
Eigentlich nicht viel, vor allem nicht, wenn es bei ihm funktioniert. Es ist halt zunächst einmal eine recht defensive Geschichte, die man, wie ich meine, relativ nahe vor dem eigenen Tor aufbauen würde. Was mir da am ehesten fehlt, ist eine Anspielstation in der Tiefe, um für Entlastung zu sorgen. Wenn man den Raum vor dem Tor so verdichtet und dann dort den Ball erobert, so möchte man ihn ja möglichst nicht gleich wieder verlieren. Also muss er aus dem engen Raum raus und am besten auch noch weg vom eigenen Tor in einen ungefährlicheren Bereich. Da sollten dann meine Spieler, wenn wir gegen sehr starke Gegner im 3:2:1 agierten, den einsamen 'Stürmer' suchen, der sich dazu im Idealfall auch auf einen Flügel verschob, wo er es zumeist nur mit einem Gegenspieler zu tun hatte, an Stelle von zweien im Zentrum. Alternativ könnte man im 4:2 natürlich auch die ballferne Seite und den dortigen Außenverteidiger suchen. Diese eher horizontale Verlagerung des Spiels auf die ganz andere Seite fällt meiner Erfahrung nach aber jüngeren Spielern schwerer als die Orientierung nach vorne, d.h. in die Vertikale.man könnte hier gut das Doppeln mal ausprobieren, da ja immer auch ne Absicherung in der Mitte besteht.
Das ist richtig, wobei wir das im 3:2:1 auch gemacht bzw. versucht haben. Letztlich sollten da bei Angriffen über die Außenbahn Außenverteidiger und ballnaher Mittelfeldspieler doppeln, während die übrigen drei Spieler weiter das Zentrum sichern und die ballferne Außenbahn frei bleibt. Für Angriffe durch die Mitte waren beide Mittelfeldspieler zuständig, dahinter sollten die drei Verteidiger die Abstände verringern, d.h. die Außenverteidiger sollten einrücken und eine Verdichtung des Zentrums vornehmen, wobei die Flügel dem Gegner überlassen würden. So die Idealvorstellung, die bei E-Junioren, wie es meine Spieler waren, natürlich nicht erreicht (und auch so nicht abverlangt) wurde. Aber sie haben es gar nicht so schlecht hin bekommen. Eine Abwehrschlacht sieht natürlich nicht sonderlich attraktiv aus, aber es war für die Jungs schon ein Erfolg, viele Angriffe erfolgreich abzuwehren, gerade weil sie nur zwei Wochen zuvor, als sie in einer viel lockereren und offensiveren Formation permanent wie Slalomstangen ausgedribbelt und -gespielt wurden und kaum selbst Angriffe abwehren konnten, sondern auf Fehlpässe der Gegner angewiesen waren..Hab dazu aber keine Ahnung ob das funktioneiren würde. Wir spielen ja immer ein 3:3.
Bis man in höhere Spielklassen kommt sagt das System alleine ja noch nicht viel darüber aus, wie es gespielt wird, und selbst dort können alle Systeme auch sehr unterschiedlich interpretiert werden, insbesondere im Angriff. Wir spielten im zweiten E-Jugendjahr auch ein 3:3, aber wie das dann auf dem Platz aussah hing doch sehr davon ab, welcher Spieler wo spielte. Stellte ich den lauffreudigsten Spieler nach vorne in die Mitte, so ergab sich in der Defensive oft ein 2:3:1, weil ein Defensiver raus rückte und ein Offensiver dem ballführenden Gegner nachsetzte, der zentrale Offensive sich fallen ließ, der andere, lauffaulere, aber stehen blieb. Je länger das Spiel dauerte und je mehr die Laufbereitschaft der weniger engagierten Spieler litt, desto öfter ergab sich nach Ballverlust ein 2: (0):4, 1:1:4 od 1:2:3. Oder auch ein 3:1:2, wenn die weniger engagierten Spieler in der hinteren Reihe standen. Das ist dann halt so, wir reden hier ja von F- und E-Junioren, da darf man zu viel taktische Disziplin nicht verlangen, das wäre aus meiner Sicht im Hinblick auf ihre längerfristige Entwicklung auch eher schädlich ans nützlich.Gegen stärkere Gegner ergibt sich dann oft eh ein 4:2, aber ungerichtet. Zumeist weil einfach ein Spieler der vorderen Reihe nicht schnell nach vorne kommt.
Genau, wenn man mehr Spieler hat, die eher defensiv orientiert sind. Wenn man ein Übergewicht an selbsterklärten Stürmern hat, wie es bei mir der Fall war, dann ergibt sich eher ein 2:4.Bei einem 4:2 hätte man auch In der hinteren Reihe gute Möglichkeiten nach vorne zu gehen.
Ja, das setzt aber die Fähigkeiten der Spieler, sich untereinander abzustimmen und unterschiedliche Situationen flexibel lösen zu können voraus. Gerade bei schwächeren Mannschaften befürchte ich, dass es daran eher fehlt und dass ihnen ein System, das sowohl bei eigenem wie bei gegnerischem Ballbesitz ähnlich bleibt, eher entgegen kommen könnte, weil sie ein flexibel zu interpretierendes System eher überfordern würde. Ich propagiere damit beileibe keine festen Positionen oder stumpe Anweisungen an die Positionen à la "die Abwehrspieler bleiben immer in der eigenen Hälfte" (oder noch schlimmer als Negativaussage: "Euch will ich nicht in der gegnerischen Hälfte sehen"). So nicht! Sondern eher als einfachere Richtwerte, also vielleicht so: "Wir möchten zusammen angreifen. Weil aber die andere Mannschaft uns leicht auskontern kann, wenn wir Alle nach vorne rennen, brauchen wir dagegen eine Absicherung, die zwei Spieler der hinteren Reihe übernehmen. Ein Spieler der hinteren Reihe soll also immer beim Angriff mit machen, am ehesten der, über dessen Seite wir den Angriff aufziehen. Wechselt Euch dabei aber ab, dieser Spieler muss ja ganz schnell wieder zurück rennen, wenn wir den Ball verlieren, das kann ja keiner das ganze Spiel über machen." Naja, und dann noch dazu übergehen, dass die vordere Reihe natürlich auch nach hinten arbeiten muss, das ist aber hier nicht das Thema, sondern, dass der Hinweis auf die Seite, über die der Angriff läuft -- dabei würde ich das Zentrum auch nennen -- den Spielern eine Orientierung gibt. Ansonsten könnte es gut passieren, dass einfach diejenigen Spieler, die halt lieber offensiv spielen, das permanent machen, und andere, die weniger forsch sind, sich dann halt in die Rolle des reinen Abwehrspielers fügen.Das 2:2:2 fand ich nie so toll, da die Abwehrspieler ja gezwungen werden hinten zu bleiben.
Und die Stürmer haben eigentlich nur offensive Aufgaben. Ich mag es deshalb auch nicht. Außerdem stehen sich in der Vertikalen eigentlich alle Spieler gegenseitig im Weg. Gehen die Mittelfeldspieler nach außen, so hat man im zentralen Mittelfeld ein Loch. Weichen hingegen Abwehrspieler und Stürmer nach außen aus, so klafft hinten im Zentrum eine extrem gefährliche Lücke. Nee, ich kann dem 2:2:2 überhaupt nichts abgewinnen... -
Vielleicht ist er auch wirklich einfach nur satt und braucht jetzt die Sommerpause und "beobachten und abwarten" ist die beste Devise und er kommt dann von alleine wieder auf Touren.
So ist es zumindest bei meinem Sohn: wenn mal eine Woche mit besonders viel Fußball oder auch anderen Terminen zu Ende geht, hat er auch mal keine Lust mehr. Bei ihm dauert es aber nur ein paar Tage, dann fehlt ihm Fußball doch wieder. Ich denke, bei deinem Fall ist die Lage schon etwas schwerer, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass eine gar nicht mal so lange Auszeit Abhilfe schaffen könnte. Wenn die Unlust dann aber schnell wieder kommt, müsste man vielleicht tatsächlich über eine Reduktion des Pensums nachdenken. -
Callahan, ich würde dir raten, keine Bewertung der Freizeitaktivitäten von Jugendlichen abzugeben. Ich selbst habe es immer gehasst wie die Pest, wenn es hieß, man solle doch lieber 'sinnvolle Dinge' tun als seine Zeit zu verschwenden. Jeder Mensch hat seine Pflichten, die muss er erfüllen. Alles, was darüber hinaus geht, ist freiwillig. Natürlich muss jeder auch mit den Konsequenzen seiner Handlungen oder auch Nichthandlungen leben. Wenn also im vorliegenden Fall der Spieler weniger Zeit für Fußball aufwenden möchte, kann es passieren, dass ihn Andere überflügeln und er Weniger erreicht als sie. Aber das ist doch seine Entscheidung, oder?
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Mag sein das es so ist. Andererseits....finde ich den Versuch nicht schlecht, einen F-Torwart zum Mitspiel (Herauskommen....Ballabwischen etc.) zu animieren nicht wirklich schlimm. Genauso könnte man umgekehrt sagen, dass es übel ist, ihm zu sagen...bleib im Tor stehen (Befehl).
Das habe ich nicht gemeint. Ich bin der Überzeugung, dass man auch im F-Alter den Torhüter schon dazu animieren sollte, nicht nur auf der Linie zu kleben. Auch sollte man die anderen Spieler (in geeigneter Form) dazu animieren, den Torhüter als Mitspieler zu sehen und ihn durchaus auch anzuspielen. Mit meiner Einschätzung, dass 'es' hier um zu viel Taktik für F-Junioren geht, meine ich ein paar Überlegungen von Schimanski zum Thema Spielaufbau. Man sollte schon sein F-Jugendtraining so auslegen, dass sich in den Folgejahren keine Widersprüche ergeben und man etwas wieder abtraineren muss, was man zuvor (explizit) gefördert hat.In seinem Eingangsbeitrag schrieb der von mir sehr geschätzte Schimanski auch: "In den 90er war es z.B. suboptimal, mannorientiert auszubilden." Er meint das sicher nicht so, aber man könnte da auch verstehen, dass das Training des defensiven 1:1 heute weniger sinnvoll sei. Das stimmt so ja aber überhaupt nicht. Die Coerver-Schule legt bspw. ja sehr großen Wert darauf, viele 1:1-Situationen zu schaffen, sowohl für die Verbesserung der Offensiv- aber auch der Defensivfähigkeiten der jungen Spieler. Aber es wird halt im Kinderbereich noch nicht anhand einer Systematik wie in den DFB-Info-Abend-Broschüren gemacht, sondern indem man viele solcher Situationen in Kleinstspielformen herstellt. Später kann man dann darauf aufbauen.
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Was sagt der Junge selbst denn dazu? Als D-Altjahrgang ist er ja schon zwölf oder dreizehn Jahre alt. Da weiß man sich zwar noch nicht so einzuschätzen und auszudrücken wie es ein Erwachsener kann, aber in einem guten Gespräch könnte man doch einen gewissen Eindruck davon bekommen, wo ihn der Schuh drückt.
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Ich bin (mal wieder) voll bei Don Quijote:
- Der Torhüter sollte sich am Aufbauspiel beteiligen, d.h. sich für Rückpässe anbieten, muss dabei aber mit deutlichem Sicherheitsabstand zu allen gegnerischen Spielern agieren.
- Es ist zwar für den Torwart sinnvoll, bei zugestelltem Zentrum, den Ball zu einem der sich tief seitlich neben dem Strafraum anbietenden Außenverteidiger zu spielen. Dieser sollte dann ja aber eigentlich drei Anspielstationen haben: Torhüter, zentraler Verteidiger und offensiver Flügelspieler. Normalerweise wird er versuchen, eine Offensivaktion zu starten, also den vor dem Strafraum befindlichen zentralen Verteidiger oder den Flügelspieler zu suchen. Insofern ist der zentrale Verteidiger auch am Spielaufbau beteiligt.
- Sollte der zentrale Verteidiger nicht eng gedeckt werden, so ist er evtl. sogar der beste Adressat für das kurze Anspiel durch den Torwart.
Aber Don Quijote hat auch Recht, dass das für viele Kinder zu viel Taktik ist. Die meisten Spieler, die ich hatte, waren in der F, wenn sie in Ballbesitz kamen, davon erst einmal so begeistert, dass sie den Ball nicht gleich wieder abspielen wollten. Damit ist ein Spielaufbau im eigentlichen Sinne aber nur schwer möglich. In der E wurde das dann besser, und da sie mittlerweile in der D sind, sind inzwischen die Spieler, die stets erst einmal ins Dribbling gehen, in der Minderheit.Hätte ich heute noch mal eine F-Jugend, so würde ich versuchen, den Spielaufbau recht viel über Minifußball zu trainieren, ggf. durch Überzahlsituationen der Angreifer. Das könnte man dann, denke ich, ganz gut um einen weiteren Spieler auf jeder Seite erweitern, der in das Tor geht, das die Minitore ersetzt, um den Spielaufbau vom Torhüter aus einzuleiten.
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Die Spielform von MichaMittelfeld habe ich letzte Saison auch durchgeführt und kann sie ebenfalls empfehlen. Bei einem Stützpunkttraining habe ich auch mal die Spielform gesehen, dass eine Mannschaft erst dann auf das Tor schießen darf, wenn eine gewisse Anzahl Pässe in den eigenen Reihen gespielt wurden. Das ist sicherlich schwieriger als die von MichaMittelfeld genannte Spielform, lässt sich aber evtl. durch Hinzunahme von neutralen Anspielern z.B. am Spielfeldrand erleichtern.
Der Turbo-Lernfußball wurde ja schon genannt, unter http://www.fussballtraining.li…nfussball.html#ballhalten findest du einige, wenn nicht sogar alle Übungen aus dem Buch zum Thema Ballhalten. Ansonsten gibt es auf http://www.abwehrkette.de noch eine ganze Reihe von Trainingseinheiten, z.B. http://www.abwehrkette.de/spielaufbau-trainieren/. Schaue dich da einfach mal um. Auf Training Online (http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=508042) solltest du auch fündig werden.
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tobn: Man sollte nicht so schnell anstelle der Begriffe privates Verstehen setzen und am besten immer zuerst mal in Lexika o. bei Wiki nachschauen.
Jawohl, Meister Kicker, gerne, Meister Kicker, stets zu Diensten, Meister Kicker.
Von mir aus, dann lass mal hören:Foul ist da wie folgt definiert: "Der Ausdruck Foul (englisch foul = schlecht, schmutzig) bezeichnet im Sport – außer im Baseball – ein regelwidriges Verhalten: [Erster Absatz von https://de.wikipedia.org/wiki/Foul"
Klar. Und weiter unten auf der Seite wird dann sogar das taktische Foul erklärt, so dass sich damit eigentlich auch die Frage von, ich glaube siebener, beantworten lässt.Wenn man nun möchte, kann man jede Regelwidrigkeit als Foul bezeichnen und dann in die weitere Unterscheidung einsteigen. Das entspricht aber nicht der Erfahrung, die ich im Zusammenhang mit diesen Begriffen gemacht habe. Da steht ein Foul mit einem Kontakt, einer physischen Kraftübertragung, im Zusammenhang. Dazu zählt also auch das Zupfen eines Trikots. Eine Schwalbe, Zeitspiel sowie Schauspielerei aber nicht. Diese zähle ich zu unsportlichen Verhaltensweisen.
Allerdings ist das völlig unerheblich, denn es geht nur um Wortklauberei. Es ist völlig egal, wie man einen Umstand nennt, solange man von demselben spricht. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass die Meinungsunterschiede, die hier geäußert werden, auch nur irgendwas mit unterschiedlichen Begriffsinterpretationen zu tun haben, zumindest nicht, wenn es um guenter und mich geht. Fußballbaron scheint mir mit seiner Meinung über die Bedeutung von taktischen Fouls zwar alleine zu sein, aber der Rest stimmt doch mit der Definition, wie sin in Wikipedia steht, überein.
So wird klar, dass Guenter richtiger liegt: [...]
Aha, 'richtig' ist steigerungsfähig. War mir neu.
[...] wer eine Verletzung simuliert oä, damit das Spiel, der Spielfluß des Gegner unterbrochen wird, dessen Präsenz o. sein Timing/Tempo verloren geht, es ihn per Wartenmüssen demoralisiert o. ablenkend aufregt, damit ein Freistoß ermogelt wird etc., begeht ein Fouling und zwar grad ein taktisch motiviertes, das sich nur viel harmloser auswirkt, als ein "Die-Beine-wegtreten", im Effekt ("Elfer") aber z.T. mehr bewirken kann.
Wenn du magst, kannst du es so sehen, bitte, sei mein Gast. Ganz sicher sind die Unsportlichkeiten, die TW-Trainer und guenter nennen, taktisch motiviert, ganz sicher sind es Regelverstöße. Sie sind ja auch in Regel 12 aufgeführt. Ich würde sie nicht als taktisches Foul bezeichnen. Ich kann sie mindestens genauso wenig leiden wie taktische Fouls (in meinem Sinne). Das habe ich auch schon geschrieben. -
Ich bin der Meinung, dass die große Mehrheit der Fußballer sehr gut mit Eigenverantwortung an der Außenlinie umgehen könnte. Die anderen müssten sich mit der Zeit anpassen. Sie hätten gar keine andere Chance, weil das System ihnen keine Deckung mehr gibt.
Ich würde mir wünschen, ihr probiert es einmal aktiv aus, um dann mit gelebten Erfahrungen eine Diskussion darüber zu führen. Wir haben es am 25. und 26. Mai in Kerkrade ausprobiert. Es hat überraschend gut geklappt
Nun habe ich bereits überwiegend in dieser Hinsicht faire Spieler, aber ich habe bei ein paar Spielen bei der Passkontrolle durch den Schiedsrichter unsere Spieler explizit darauf hingewiesen, dass sie dem Schiedsrichter bei Entscheidungen an den Außenlinien helfen sollen und dabei selbstverständlich ehrlich sein sollen. Das hat wunderbar funktioniert, es gab keine einzige strittige Entscheidung. Und der Schiedsrichter ist, wenn er mit bekommt, dass die Spieler so eingeschworen werden, auch viel eher bereit, ihren Entscheidungen zu folgen.Anderes Beispiel: bei der Hallenkreismeisterschaft ging der Ball in unserer Hälfte ins Seitenaus. Einer unsere Spieler nahm den Ball und passte ihn einem gegnerischen Spieler zu, damit er ihn einrollen kann. Schiri pfeift und deutet in die andere Richtung. Unsere Spieler protestieren, der Ball gehöre dem Gegner. Der Schiri ließ sich aber nicht erweichen. Die Situation ging zu schnell, meine Spieler haben den Ball leider nicht rüber oder wieder ins Aus gespielt, wie ich es am liebsten gesehen hätte. Aber das wäre vielleicht auch ein bisschen viel verlangt gewesen.
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Schauspielerei ist eine Unsportlichkeit, aber doch kein Foul. Ich mag Schauspielerei nicht im geringsten, ganz egal, ob nun maßlos übertrieben wird (also bspw. bei einer kleinen Berührung spektakulär abgehoben wird) oder ob sie völlig anlassfrei stattfindet, z.B. bei einer Schwalbe oder einer vorgetäuschten Verletzung. Ich bringe meinen Spielern sowas nicht bei, und wenn ich es mit bekomme, dass sie es tun, schreite ich ein. Das gehört sich nicht, ich will Spieler mit Anstand und Würde haben. Aber einen Vergleich mit taktischen Fouls möchte ich nicht ziehen. Ich finde das alles sch**ße.
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guenter, wenn du über die Unsitte der Schauspielerei diskutieren möchtest, dann mache dazu doch einen Thread auf. Hier geht es um taktische Fouls, und zwar auch absolut isoliert und unabhängig von anderen Vergehen. Ich verstehe ja dein Ansinnen, aber in diesem Fall wäre es besser, wenn du einen neuen Thread aufmachtest, anstatt diesen zu kapern.
