Beiträge von tobn

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    Die Kinder haben massive Probleme mit dem Spiel ohne Schiedsrichter. Die eine Mannschaft sagt Foul oder aus, die andere spielt weiter. Also muss ich als Trainer sowieso eingreifen. Und wie sollen die Kinder denn die Regeln kennen lernen? Hier muss ein Schiedsrichter, besser gesagt ein Spielleiter her.


    Nun, man könnte auch zu dem Schluss kommen, dass die Trainer versagt haben, denn sie sollten ja die Regeln kennen und sich darum bemühen, sie den Kindern auch zu vermitteln. Tatsächlich sollte auch, so meine Meinung, das Spiel unterbrochen werden, wenn es eine Diskrepanz zwischen den Meinungen der Kinder gibt. Wenn also eine Mannschaft (nachdrücklich) sagt, es habe ein Foul stattgefunden, die andere aber weiter spielt, so unterbricht man und klärt die Situation. Dann geht es weiter. Beim Foul kann ich mir bei vielen Kindern noch gewisse Schwierigkeiten in der Beurteilung vorstellen, beim Aus hingegen kaum, da habe ich auch nur positive Erfahrungen gemacht. Aber wir Erwachsene sollten auch nicht von den Kindern verlangen und erwarten, dass alle Entscheidungen richtig getroffen werden. Das wäre zwar wünschenswert, aber in erster Linie geht es darum, dass sie eigenständig und mit Spaß ihrem Spiel nachgehen können -- wozu natürlich aber gehört, dass keiner den anderen deutlich übervorteilt. Gerade das aber sollen die Kinder, soweit möglich, untereinander regeln. Dazu ist es aber auch unabdingbar, dass wir Erwachsene das Spiel nicht anhand seines Ergebnisses beurteilen, denn das lässt sich durch ungeahndete Unfairness ganz leicht zum eigenen Vorteil beeinflussen. Stattdessen muss es uns darum gehen, die Freude am gemeinsamen Spiel in den Vordergrund zu stellen, den Wert des respektvollen gegenseitigen Messens im Rahmen der Regeln und des Sportgeistes. Für die Wertevermittlung sind wir Erwachsene alle gemeinsam verantwortlich, diese Aufgabe dürfen wir nicht einem Spielleiter aufbürden, der dann häufig die völlig konträren Einflüsse von der Seitenlinie ertragen müsste.

    Is wahrscheinlich doch wirklich ein Problem Frauen/Mädchenbereich, dass es dort oft so rießen Unterschiede gibt


    OK, 20:0 oder 48:0 gab es bisher nicht, aber in der D-Junioren-Gruppenliga, in der mein Sohn spielt, gibt es ein Team, das nach den sämtlich verlorenen ersten sechs Spieltagen mit 2:59 Toren da steht. Sie sind wohl nachgerückt, das war für die Spieler eher keine gute Idee.. Letztes Jahr wurde eine Mannschaft unseres Vereins für eine ungeeignete Spielklasse angemeldet, als jahrgangsgemischte Mannschaft von allesamt eher schwächeren Spielern ging sie dann in der D1-Kreisklasse unter, am Saisonende betrug die Spielstatistik 1:0:15 mit 12:76 Toren. Da gab es dann zwar im Schnitt 'nur' ein 1:5, aber Ausreißer waren da sicher auch dabei. Hohe Ergebnisse gibt es also durchaus auch noch in dieser Altersklasse..

    Leider habe ich bisher dabei aber übrigens den Eindruck, dass der Fisch typischerweise vom Kopf her stinkt, d.h. ich kann mich eigentlich an keine der 'unangenehmen' Mannschaften, die wir bisher kennen gelernt haben, erinnern, bei der mir der Trainer nicht auch eher weniger sympathisch war und ich den Eindruck hatte, er würde als Spieler oder Elternteil auch eher zu den Exemplaren zählen, die unangenehm auffallen.

    Ich glaube, schleppi kann Jenny82s Äußerung schon richtig einordnen, wir müssen jetzt nicht von außen künstlich einen Konflikt herauf beschwören, der gar nicht da ist. Und ich habe auch schon mit meinem Team hohe Niederlagen kassiert, zum Glück erst einmal zweistellig (2:18). Das war für meine Spieler kein Spaß, sie wussten aber schon, dass die Anderen einfach viel besser waren, einen richtigen Knacks gab das nicht. Und im nächsten Spiel gegen dieses Team haben wir uns immerhin ein 1:9 ermauert, das war zwar auch nicht schön, aber für die Jungs immerhin ein relatives Erfolgserlebnis. Als Trainer des unterlegenen Teams mache ich dem anderen Trainer keinen Vorwurf, fände es aber menschlich fragwürdig, wenn Tore ab einem Abstand von fünf oder sechs Toren noch frenetisch bejubelt werden, es sei denn, der Zwerg des Teams schießt sein erstes Tor -- da gönne ich ihm und seinen Eltern auf jeden Fall seine Freude. Ich muss halt versuchen, mein Team auch auf eine drohende Niederlage einzustellen, wenn ich sie für den Fall des Ausbleibens eines Wunders für unausweichlich halte. Vor besagtem 1:9 hatte ich z.B. meinem Team gesagt, dass wir befürchten müssen, wieder zu verlieren, dass das aber in diesem Fall nicht schlimm wäre. Schlimm wäre es nur, wenn wir uns nicht nach Kräften dagegen wehren würden und nicht alle Spieler versuchen würden, sich gegenseitig zu helfen. Und wenn das nicht reiche und mal ein Ball in unser Tor ginge, sei mir das egal, sie sollten dann einfach weiter spielen, als stünde es noch 0:0. Ich bilde mir ein, dass das insgesamt ganz gut funktioniert hat.

    August, bei Euch ist die Lage schwieriger. Wenn es eine deutliche Zweiteilung im Team gibt, kann man eigentlich keiner Teilgruppe gerecht werden, wenn man sie als Einheit behandelt. Das ist die Gesamtgruppe dann einfach nichts, da sollte man sich nichts vormachen. Nur: wie damit umgehen? Das weiß ich auch nicht. Im Training wäre es wohl sinnvoll, leistungshomogene Gruppen zu bilden, wenn es aber eine so deutliche Zweiteilung gibt, halte ich es eigentlich nicht wirklich für sinnvoll, dass gemeinsam trainiert wird. Man müsste eigentlich zusätzlich oder getrennt daran arbeiten, dass die Neulinge gefördert werden, ohne dass die anderen Spieler darunter leiden. Das dürfte, so meine Befürchtung, ohne zusätzliche Aufwände kaum machbar sein.

    Naja Schlapplachen würde ich mich da nicht, denn es ist Verbandsmäßig verankert das man einen Verein eine sogenannte "Ausbildungsentschädigung" zahlen muss!


    Genau, und deshalb habe ich auch die Aufregung der Jugendleitung über die finanziellen Forderungen der abgebenden Vereine nicht wirklich verstanden, ist es doch so, dass diese 'nur' ihr Recht einfordern. Tatsächlich ist es aber wohl so, dass die Einhaltung der Vorschrift zur Ausbildungsentschädigung hier im Kreis nur ehr selten eingefordert wird. Viele Jugendleiter scheinen sich auch einig zu sein, dass die meisten Vereine die in der Jugendordnung festgelegten Beträge überhaupt nicht leisten können. Wenn dann mal einer kommt und das fordert, was ihm per Jugendordnung zusteht, wird er dann wüst beschimpft und mit Racheakten belegt. Kann das Sinn der Sache sein?

    tobn: muss auch gestehen ich bin kein Fan von dem "mit einem Spieler weniger spielen", es ist zwar meistens wahrscheinlich nett gemeint, aber irgendwie setzt es der Demütigung noch die Krone auf. Es ist ja schon peinlich zu sagen, wir haben 18:0 verloren, wenn das dann aber auch noch gegen "nur" 10 Leute... das tut richtig weh.


    Das verstehe ich schon auch, wobei ich bei älteren Spielern daran appellieren würde, zu reflektieren, ob es denn so nicht tatsächlich etwas weniger Tortur war, als hätte man gegen die komplette Mannschaft der Gegner gespielt. Da hoffe ich auch auf ein gewisses Maß an ehrlicher Selbsteinschätzung. Im KiFu-Alter bekommen es viele Kinder, so meine ich, nicht unbedingt mit, wenn bei den Gegnern einer fehlt. Wenn man dann mit dem gegnerischen Trainer und den eigenen Eltern entsprechend umgeht, kann das, so meine ich, auch nicht als Demütigung empfunden werden. Aber da gibt es sicherlich deutliche Unterschiede. Und wenn man merkt, dass der andere Trainer anders tickt, kann man ja auch wieder vervollständigen. Ich habe mich immer gerne vor dem Spiel so ein bisschen mit dem Trainer der anderen Mannschaft unterhalten, da kriegt man auch mit, wie er so tickt. Und wenn da wirklich eine richtig schwache Mannschaft ankommt, kann man das ja auch in freundlicher Art ruhig ansprechen und so heraus bekommen, wie so seine Ansichten sind. Damit bin ich immer ausgesprochen gut gefahren.

    Jenny82, die vorgebrachten Argumente pro Kantersieg klingen in meinen Ohren nach selbetgerechter und -gefälliger Siegermoral. Die Verlierer sind ja aber auch schon dermaßen weg geballert worden, was sollen sie denn auch noch sagen?


    Ich finde auch, dass hohe Siege nicht anzustreben sind. Wenn ich weiß, dass ich auf eine schwache Mannschaft treffe, rotiere ich zumindest ein paar der stärkeren Spieler raus. Ich lasse sie auf ungewohnten Positionen spielen, setze den besten Stürmer mal im eigenen Tor ein. Wenn es die Spieler nicht völlig überfordert, gebe ich ihnen im Vertrauen, d.h. ohne, dass der Gegner es offen mit bekommt, Zusatzaufgaben, wie z.B. eine Kontaktbegrenzung oder dass eine bestimmte Zahl von Spielern den Ball gehabt haben muss, bevor das Tor erzielt werden darf. Oder ich nehme mal, und zwar möglichst diskret, einen Spieler raus, lasse also in Unterzahl spielen. Es mag dann zwar sein, dass das andere Team immer noch keinen Fuß auf den Boden bekommt, aber es ist immer noch etwas anderes, dem Ball hinterher zu rennen (und ihn nicht zu bekommen), als ihn permanent aus dem eigenen Tor heraus holen zu müssen.


    Vorvergangene Saison (ältere E-Jugend) hatten wir übrigens mal ein Spiel gegen eine Mannschaft, die zu Beginn noch ganz gut dagegen hielt, dann aber aufgrund interner Dissonanzen in sich zusammen brach. Als dann ein Spieler die Konfrontation mit seinem Trainer suchte, nahm dieser ihn vom Platz und brachte keinen Ersatz, nach dem Motto: jetzt muss die Mannschaft die Suppe auslöffeln, die du ihr eingebrockt hast. Ich nahm kurz darauf auch einen Spieler runter, um das zahlenmäßige Gleichgewicht wieder herzustellen. Zur Begründung erklärte ich ihm, es ginge mir um die Gerechtigkeit, die anderen Spieler unserer Gegner könnten ja nichts dafür. Das bekam ein Papa (wahrscheinlich) der anderen Mannschaft mit. Nachdem beide Seiten ein paar Minuten später wieder vervollständigt hatten, kam er zu mir und lobte mich als tollen Sportsmann. Sowas freut einen dann auch mal.


    ich hatte aber auch mal ein negatives Erlebnis, für das ich aber immer noch kein Verständnis habe. Wir führten zur Halbzeit mit 7:0 oder 8:0. Also spielten in der zweiten Halbzeit die gewohnheitsmäßigen Offensivkräfte alle hinten und die Spieler, die das Tor nur selten treffen, vorne. Beim Stand von 10:0, es war Mitte der zweiten Halbzeit, nahmen wir einen Spieler vom Feld. Fünf Minuten vor Schluss gelingt den Gästen der Ehrentreffer, auch, weil unsere als Defensive eingeteilten Gewohnheitsoffensiven ihrer Aufgaben überdrüssig geworden waren. Wir Trainer haben uns für die Gäste mit gefreut, nichts geändert und am Ende stand es 11:1. Alles in Ordnung. Denkste! Der Vater des Torhüters konfrontierte uns wutentbrannt damit, er habe ja jetzt erst mitbekommen, dass wir in Unterzahl hätten spielen lassen und dass wir demzufolge ja zu dem Gegentor eingeladen hätten. Leute gibt es...

    Die anderen sind einfach nicht gekommen, weil der Trainer ja nicht da ist.


    Nun, wenn aber angekündigt ist, dass der Trainingsbetrieb weiter läuft, dann geht das nicht. Das solltet Ihr als Verantwortliche, d.h. gemeinsam mit dem Trainer im nachhinein durchaus zur Sprache bringen. Ich würde empfehlen, dabei höflich und freundlich, aber durchaus verbindlich und bestimmt zu formulieren.


    Von einer Mutter kam laut die Kritik, dass sie gar nicht weiß, warum sie hier ihren Sohn hinbringen soll, bei dem Training, völlig unkoordinert, etc. Wir hatten das Problem, dass wir schon wussten, was wir machen wollen, aber wenn kaum Kinder kommen, muss man umdisponieren - und wie schon gesagt, ist keiner von uns Trainer.


    Das sind auch völlig ausreichende Gründe, um Eure Handlungsweise zu legitimieren. Noch dazu:


    Witzigerweise hatten wir schon das Gefühl, dass es den anwesenden Kindern Spaß gemacht hat.


    Kann es sein, dass die kritische Mama nicht unbedingt fußballbegeistert ist und auch nichts dagegen hat, wenn sie ihren Spross mal nicht zum Training bringen muss? Nimm dir solche Bemerkungen nicht zu Herzen, es gibt da draußen leider unheimlich viele Leute, die ehrenamtliches Engagement nicht zu würdigen wissen und mit Dienstleistung verwechseln.


    Außer mir ist noch eine andere Mutter Betreuerin. Von vier Mal Training war sie einmal da und hatte sich was überlegt. Wir haben es dann ihr überlassen und nur unterstützt. Ein Vater gab seinen Sohn ab, mit den Worten: "So, jetzt ist die Cheftrainerin da, dann wird das wenigstens ein vernünftiges Training."


    Pffft... Hier rein, da raus, kann ich nur sagen. Zumindest dieses mal. Wenn eine solche Einstellung aber in der Elternschaft verbreitet ist, müsst Ihr langfristig etwas dagegen tun, zumindest meiner Meinung nach. Da fehlt der Respekt und die Anerkennung, und das ist der einzige Lohn, den Ihr bekommt.


    Sie hat selbst früher Fußball gespielt und ist Grundschullehrerin. Nach dem Training meinte sie nur, ihr hätte die Disziplin bei den Kindern gefehlt und es wären viel zu viele Leute verantwortlich. Stelle ich mich jetzt an ? Irgendwie komme ich mir etwas veräppelt vor. Manche Eltern lassen ihre Kinder komplett zuhause, andere motzen nur oder kritisieren.
    Wahrscheinlich werden sie dem Trainer erzählen, wie unmöglich das alles war...


    Eine gute Planung und gründliche Vorbereitung kann schon helfen, dann hättet Ihr zwar immer noch unter Eurer Unerfahrenheit gelitten, wärt aber vielleicht zumindest mit dem Ablauf sicher gewesen und hättet Euch nicht während des Trainings koordinieren müssen -- es klingt so, als wäre das erforderlich gewesen. Ich habe dafür zwar Verständnis, habe aber halt auch selber Trainererfahrung, während diese vielen Leuten fehlt. Dazu kommt noch die oben erwähnte Dienstleistungsmentalität. Insgesamt empfinde ich aber die Reaktionen, die du beschreibst, als ziemliche Frechheit.

    Blöde Situation. Bei uns hatte das früher eigentlich ganz gut funktioniert, wobei ich selten mehrere Trainings am Stück gefehlt habe. Außerdem hatte ich einen Co, der dann meistens das Training alleine und auch gut hin bekam. Wenn ausnahmsweise mal keiner von uns konnte, habe ich dann entweder die Betreuerin gebeten, ein Minifußballturnier durchzuführen, oder ein paar Mütter haben einen Waldlauf organisiert -- das kam insgesamt zwei mal vor und die Gruppe wurde zweigeteilt. Nach einer Dreiviertelstunde waren alle wieder am Sportplatz und es wurde, Ihr werdet es erraten, einfach nur Fußball gespielt. Ein paar wenige male ist das Training vielleicht auch ganz ausgefallen. Zu wenige Kinder hatten wir aber nie. Ich denke aber auch, dass das daran lag, dass ich unter der Elternschaft ziemlich intensive Überzeugungsarbeit geleistet hatte und in den Ankündigungen dieser andersgearteten Trainingstermine auch zur Teilnahme aufgerufen habe, so nach dem Motto: "beim Fußballspielen selbst haben sie ja eigentlich den meisten Spaß." Das hat, wie gesagt, immer gut geklappt. Und dann muss sich auch niemand dafür schämen, kein guter Trainer zu sein, weil von vornherein klar ist, dass kein normales Training stattfindet.


    Eine andere Alternative wäre es, andere Trainer darum zu bitten, für jeweils eine oder zwei Einheiten auszuhelfen. Ich halte das aber für übertrieben, sollen sich die Kids doch zum Kicken treffen, wenn der Trainer das entsprechend vorbereitet, können sie dabei auch etwas lernen und viel Spaß haben, auch wenn 'nur' eine Aufsichtsperson dabei ist.

    Der von dir beschriebene Fall: Abwerbung in der E-Jugend und Drangsalierung bei der Rückkehr in der D-Jugend oder später, befasst momentan viele Jugendbereiche. Denn so sind die kleineren Vereine wieder mal die "Gearschten", weil selbst die Kinder, die als Talente in den größeren Vereine gelockt wurden und nunmehr auf der Reservebank sitzen, nicht sofort wieder in ihren Heimatverein zurück kehren können.


    Was zutrifft ist, dass die beiden Spieler, um die es im konkreten Fall geht, sehr ambitioniert waren, und uns damals sicherlich zum Teil auch deshalb verließen, weil sie mit der Inhomogenität der Mannschaft und der Rotation bzw. deren Folgen ein Problem hatten. Gleichzeitig formierte sich im Nachbarort eine Mannschaft, von der ein erheblicher Teil gemeinsam mit diesen Spielern ein kommerzielles Talenttraining, das den Namen eines hiesigen Ex-BuLi-Spielers trägt, besuchte, und weswegen diese Spieler bereits länger einen unserer wöchentlichen Trainingstermine nicht mehr wahrnahmen. Ob und inwieweit dort noch Versprechungen gemacht wurden, weiß ich nicht, die dann neu formierte Mannschaft war spielerisch definitiv sehr stark und hat in der folgenden Saison unser Team, das umzugsbedingt drei weitere 'Leistungsträger' verloren und einen weiteren an die Partnermannschaft, die von meinem Co geleitet wurde, abgegeben hatte, so dass dann von den ehemals acht stärksten Spielern nur noch einer bei uns auf dem Platz stand, mit 18:2 und zwei Wochen später mit 9:1 gewonnen. Soweit ich mitbekommen habe, entsprach es dem Wunsch dieses Vereins, mit dieser Mannschaft aufzusteigen, um in den Kreis der für talentierte Spieler attraktiven Vereine im Kreis einzuziehen. Weil aber die Mannschaft des nächsthöheren Jahrgangs zu schwach war, erfüllten sich die Träume nicht. Im vergangenen Saisonwechsel wurde es für diesen Jahrgang nun insofern interessant, als es die Möglichkeit gibt, in der D-Junioren-Gruppenliga zu spielen. In dem Zusammenhang haben einige Spieler diesen Verein wieder verlassen, um sich einem der Gruppenligisten anzuschließen. Dabei kehrten dann diese zwei Spieler wieder zu uns zurück. Sie hatten während des Intermezzos aber durchaus gespielt und waren keinesfalls Bankdrücker. Ohnehin lief es dort wohl insgesamt recht ordentlich, soweit ich das aus der Ferne zu beurteilen vermag. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Sache bei uns entwickelt, der Erfolgsdruck ist für mein Empfinden schon recht deutlich zu spüren und die aktuell einflussreichere Fraktion bei uns ist durchaus auch ziemlich erfolgsorientiert. Auch deshalb bin ich am vergangenen Wochenende von meinem Amt als Trainer zurück getreten.

    Eltern wissen nicht , das es Sperren und Wechselfristen gibt-> Eltern sollten sich , zumindest wenn der Nachwuchs wechseln will, dann auch informieren.


    Leider ist aber, wenn der Wechselwunsch beginnt, konkret zu werden, mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade keine Wechselfrist. Bei uns, d.h. in Hessen steht zum Thema Wechselfrist in der Jugendordnung: "Vereinswechsel sollen grundsätzlich in der Zeit vom 1. bis 30. Juni erfolgen." Immerhin unterliegen G- bis E-Junioren bei uns nicht der Freigaberegelung, so dass E-Junioren 'nur' für drei Monate für Pflichtspiele gesperrt sind. Bei G- und F-Junioren gibt es gar keine Sperre, weil, wie die Jugendordnung es sagt, es keine Pflichtspiele, sondern "lediglich organisierte Freundschaftsspiele Oder Spielfeste" gibt.


    Soweit finde ich das ja auch noch einigermaßen akzeptabel. Ab der D-Jugend geht es dann aber so richtig mit Freigabe und der sog. Ausbildungsentschädigung los. Diese Entwicklung in den Wechselvorschriften ist vielen Leuten nicht bekannt, ich vermute sogar, dass eigentlich nur diejenigen Personen, die schon mal mit ihnen in Berührung kamen, sie kennen. Denn solange alles seinen Gang geht, gibt es doch für niemanden einen Grund, sich nach den genauen Vorschriften zu erkundigen.


    Ohne Fristen würden die Spieler die Möglichkeit haben, diese Woche bei Verein A zu spielen, dann nächste Woche bei B usw. Das wäre für den KiFu mit Garantie auch nicht förderlich. Dann würden bei Problemen keine Gespräche mehr stattfinden sondern nur noch Vereinswechsel, weil Trainer A Spieler B zweimal ausgewechselt hat!?....


    Ich glaube nicht an dieses Schreckgespenst. Immerhin ist der Wechsel ja noch mit einem gewissen Aufwand verbunden, außerdem fällt es den allermeisten Kindern schwer, eine gewohnte Umgebung zu verlassen und sich in eine neue zu begeben. Es fällt mir auch schwer mir vorzustellen, dass ein Trainer einen neuen Spieler sofort in Spielen einsetzen wird, wenn es sich bei ihm nicht um einen absoluten Knaller handelt oder die Kaderdecke ausgesprochen dünn ist. Und dann kann ich auch nichts dabei finden, ich sehe da nichts, was dem KiFu abträglich wäre. Ich glaube auch wirklich nicht, dass das Vorhandensein der Sperre heute Kinder daran hindert, einem Verein den Rücken zu kehren, ebenfalls ohne Gespräche. Die Sperre mag dann aber dazu führen, dass sie nicht nur den Verein wechseln, sondern ganz mit dem Fußball aufhören.


    Lasst die Kirche im Dorf.....ich denke, der Großteil der Spielerwechsel läuft ohne Sperre ab, wenn alle sich an die Regeln halten, wie zB Spieler/Eltern informieren alten Trainer rechtzeitig, Wechsel findet in der Wechselzeit statt


    Bei uns ging jetzt beim Wechsel von jüngerer zu älterer D-Jugend das Geschacher aber mal so richtig los. Unterhalb dessen war das nicht der Fall, aber nach den Erfahrungen, die unsere Jugendleitung in dem Fall von zwei Spielern, die nach dem ersten E-Jugendjahr zu einem anderen Verein gewechselt waren und zwei Jahre später zurück kehren wollten, gemacht hat, wird sich das wohl auch ändern... :thumbdown:

    Interessantes Thema hier, aber warum sind so viele Leute gegen die Sperre, wenn ein Spieler ausserhalb der Frist wechselt?


    Ich persönlich stelle die Sperre im Kinder- und teilweise im Jugendbereich generell in Frage. Mir geht es zunächst einmal auch weniger um ihre Dauer als um ihre Existenz an sich. So habe ich zuerst von der Sperre selbst gehört und dann in den Regularien von ihr gelesen. Eine Begründung habe ich dort aber nicht gefunden. Und ein lapidares "zum Schutz der Kinder", "zum Schutz der Vereine" oder was auch immer die Begründung(en) sein mögen, in dieser Kürze würde sie mir nicht reichen. Ich möchte dann, wenn ich mal bei diesem hypothetischen Beispiel bleibe, wissen: zum Schutz wovor? Und: "wie schützt die Maßnahme? Welche weiteren Auswirkungen hat sie (Stichwort Kollateralschaden)? Ist sie nachhaltig? Kann sie umgangen werden und wie schwer ist das? Wird das Problem effektiv bekämpft oder vielleicht nur verlagert?" Das wäre zumindest ein signifikanter Teil der Fragen, die ich hätte, bevor ich eine Sanktion einführen würde. Dazu kommt aber auch, dass ich von Sanktionen gerne erst Gebrauch mache, wenn die Möglichkeiten der positiven Einflussnahme erschöpft sind. Sicher benötigt man auch Sanktionen, keine Frage. Ich versuche jedoch, zunächst einmal möglichst ohne sie auszukommen, ich finde, man läuft immer Gefahr, es sich zu leicht zu machen, wenn man eine Machtposition dazu gebraucht, einseitig Zwang auszuüben.


    Ich finde, es gibt genügend Zeit, zu wechseln.


    Vielen Eltern sind die Wechselfristen aber überhaupt nicht bekannt, geschweige denn die Existenz von Sperren, etc. Nicht wenige sind erstaunt oder sogar schockiert darüber, dass es dieses Gebahren auch im Kinderfußball gibt.


    Und dann habe ich auch noch die Kinder vor Augen, die eine Saison noch zu Ende spielen, obwohl sie sich gar nicht mehr so richtig wohl fühlen, weil sie die anderen nicht hängen lassen wollen, dann in den Ferien ja eigentlich alles wieder ganz OK ist, man halt wieder anfängt, und dann kehren die Bauchschmerzen zurück..


    Auch wird einem Spieler ja nicht das Hobby verboten. Ihm wird nur verboten, innerhalb einer bestimmten Zeit in eine laufende Runde einzugreifen. Er kann ja bei seinem neuen Verein trainieren.


    Das ist richtig, deshalb empfinde ich die Sperre persönlich auch als lächerlich. Aber urpersönlichst finde ich auch den Ausdruck "in die laufende Runde eingreifen" lächerlich, solange wir von Kinderfußball reden. Da hat die Runde eben unwichtig zu sein, da geht es mir darum, dass ein Kind dort spielt, wo es ihm am meisten Spaß macht. Und da die Runde unwichtig ist, interessieren mich auch etwaige Eingriffe nicht. Wobei ich schon zugeben muss, dass das in extremes Hinhalten der zweiten Wange ausarten könnte und dazu, dass diejenigen, die sich über die Runde ihre Bestätigung holen und Abwerbungen als taktisches Mittel einsetzen, den Kinderfußball kaputt machen könnten. Das dürfen die Verantwortlichen natürlich nicht tolerieren.


    Ich habe übrigens aber unlängst feststellen dürfen, dass viele Leute die Sperre als ganz und gar nicht lächerlich empfinden, ganz im Gegenteil...

    Gordinho, in allem, was ich zu Eurer Situation schreibe, kann ich nur auf die Informationen zurückgreifen, die Du direkt oder indirekt verteilst. Alles, was wir hier schreiben, hat eine große hypothetische Komponente, eben weil wir nur die konkrete Situation in all ihren Facetten und Details bei uns kennen. Das sollte doch klar sein, ich habe das Verständnis dafür zumindest vorausgesetzt. Darüber weiter zu diskutieren wäre, glaube ich, niemandem dienlich.


    Aber es tut mir leid, wenn Du mit anderen Leuten diskutierst, musst du damit umgehen können, dass sie andere Meinungen haben als Du. Genau um zu diskutieren und verschiedene Meinungen auszutauschen existiert doch dieses Forum. Die Aufzählung von Maßnahmen, wie man meiner Meinung nach seinen Verein attraktiver als andere macht, waren auch keine Tipps an Euch alleine, schon gar nicht steckte die Behauptung dahinter, Ihr würdet davon nichts bereits tun. Es war einfach eine Aussage darüber, was ich als sinnvollere Alternativen zu Sperren sehe, wenn man sich in einer Konkurrenzsituation mit anderen Vereinen im Umkreis befindet. Du kannst, wie alle anderen Leser, Dir davon nehmen, was du magst, du kannst auch gerne anderer Meinung sein und diese äußern, wie auch immer du beliebst. Wenn ich Deine Meinung oder die für sie vorgebrachten Gründe nicht nachvollziehen kann, werde ich aber ggf. widersprechen, damit musst Du weiterhin rechnen.

    Ich weiß nicht, wie es in einer B ist, aber in F und E bin ich gut damit gefahren, die schwächeren Spieler zumindest teilweise in die Startaufstellung zu nehmen, bzw. rechtzeitig dafür zu sorgen, dass sie auf ihre Spielzeit kamen, bevor ich gegen Ende des Spiels in Zugzwang kam und mich nur noch zwischen Pest und Cholera hätte entscheiden können. Pest: schwächere Spieler bekommen keine oder nur eine Alibispielzeit, Cholera: schwächere Spieler sind am Ende geballt auf dem Platz und das Spiel kippt zu unseren Ungunsten.


    Wenn die Startaufstellung viel zu schwach ist, kann das natürlich dazu führen, dass der Gegner einen schon in den ersten paar Minuten völlig überrollt und das Spiel dann gelaufen ist. Daher würde ich auch nicht mit der schwächstmöglichen Aufstellung beginnen. Aber, wie gesagt, ich würde dazu raten, die Mindestbelange der schwächeren Spieler eher frühzeitig zu erfüllen, um dann freier schalten und walten zu können. Dabei ist es übrigens schon hilfreich, einen gewissen Wechselplan bereits im Kopf zu haben. Sklavisch daran halten muss man sich ja nicht, dazu bietet ein Fußballspiel zu viele Unwägbarkeiten. Aber er hilft, sich selbst vor äußerst unangenehmen Überraschungen zu schützen, à la "Upps, du bist ja auch noch da, das merke ich ja jetzt erst, da nur noch eine Minute zu spielen ist."

    Zudem sollte man bei der Thematik auch die Interessen eines Vereins berücksichtigen. Dies meine ich im Hinblick auf Planbarkeit. Wenn man gerade so ab C froh ist in jeder Altersklasse eine Mannschaft stellen zu können, die dann einen dünnen Spielerkader hat, kann schon der Wechsel nur eines Spielers während der Saison richtig Schwierigkeiten bereiten. Und dünner Spielerkader sowie Gründe für einen Wechsel müssen nicht immer zwangsläufig mit schlechter Arbeit im Jugendbereich zu tun haben. Da wird auch oftmals seitens der abwerbenden Vereine das Blaue vom Himmel versprochen, was dann so später nicht eingehalten wird. Wer spricht in diesen Fällen vom Schutz des Spielers ? Vielleicht führt die drohende Sperre auch zur Abwägung: Was habe ich zur Zeit und was finde ich beim neuen Verein vor ?


    Ich habe für diese Situation Verständnis. Aber ich frage mich, ob und wie oft denn tatsächlich die drohende Sperre zu dieser Abwägung führt. Und ich frage mich, ob die Schlacht denn nicht schon längst verloren ist, wenn auf diese Ultima Ratio zurück gegriffen werden muss. Auf jeden Fall widerspricht es meinem Menschenbild, das zugegebenerweise vielleicht etwas idealisierter aussieht als der Durchschnitt, aber ich habe tatsächlich mit Engagement für die Gemeinschaft und positiver Motivation bisher viel bessere Erfahrungen gemacht als mit repressiven Mitteln.


    Ansonsten stimmt mein Standpunkt mit deinem überein.

    Nein du bestreitest es nicht nennst uns aber polemisch Hellseher.


    Eben gerade nicht, ich habe Dich gefragt, ob Ihr Hellseher seid, eben weil es häufig sehr schwierig ist, eine Prognose über die Entwicklung eines Kindes abzugeben, Ihr aber, nach Deinen Aussagen, davon überzeugt wart, dass die Euch verlassenden Spieler es im Nachbarverein nicht schaffen würden. Diese Überzeugung hast du als Begründung dafür angeführt, Spieler, deren Wechsel, so las ich es, beschlossene Sache war, zu sperren. Ich weiß nicht, wie und warum es mich motivieren sollte, den Verein nicht zu verlassen, wenn er mich zum Abschied so behandelt. Es würde mir die Rückkehr jedenfalls deutlich erschweren.


    Und doch wir haben den Verein damit getroffen. Jedes Jahr versuchen die anderen Vereinen im Umkreis die Mannschaften zu zerlegen. Und dagegen wehren wir uns.


    Aber wie habt Ihr ihn denn getroffen? Die Spieler sind doch trotzdem gewechselt. Sie haben dort dann nicht gespielt, aber da sie es dort ja auch, so Deine Aussage, nicht schaffen konnten, hätten sie das doch ohnehin nicht.


    Ich kann mir schon vorstellen, dass es Leute gibt, die um des vermeintlichen Erfolgs ihres eigenen Teams willens auch andere Teams schwächen. Das wäre unterste Schublade, da bin ich absolut bei Dir. Nur habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Gemengelage in einem Verein häufig sehr komplex und von vielen Partikularinteressen geprägt ist, und dass Emotionen auch sehr häufig eine große Rolle spielen. Da ist es äußerst schwer, eine objektive Sichtweise zu erlangen. Und Ihr seid in dem von Dir geschilderten Fall ja auf keinen Fall Außenstehende und daher zwangsläufig alles Andere als objektiv, das kannst Du wohl kaum bestreiten.


    Dir missfällt, das wir von dem Recht der Sperre gebrauch machen?


    Ja, mir missfällt aber schon das Vorhandensein des Rechts zur Sperre über die Pflichtsperre hinaus, zumindest im Kinder- und Jugendbereich. Ich habe, wie ich schrieb, noch keine Begründung für diese Sperren vernommen, die ich nachvollziehen kann, d.h. eine Bergündung, zu der ich sagen kann, dass für solche Fälle die Sperre sinnvoll und wirksam ist. Stattdessen empfinde ich bisher eigentlich alle Anwendungen der Sperre als missbräuchlich und eher in Richtung Schikane gehend.


    Was glaubst du wie es uns missfällt, wenn Kinder unter falschen vorraussetzungen in andere Vereine gelockt werden.


    Ach so, und weil der Nachbar deinen Zaun umtritt, trampelst Du ihm sein Beet kaputt? So kommt mir das vor. Wenn Euch diese Abwerbungen stören, dann versucht doch, mit positiven Maßnahmen dafür zu sorgen, dass sie nicht stattfinden. Macht Euch attraktiver als die anderen Vereine. Sorgt dafür, dass die Mitglieder sich bei Euch wohler fühlen als bei den anderen Vereinen, dass sie sich überhaupt von vornherein so wohl fühlen, dass sie gar nicht erst wechseln wollen. Und darüber hinaus könnt Ihr ja auch darüber aufklären, was KiFu ist, worum es in ihm geht, wie die Perspektiven der Spieler sind, ganz allgemein. Ich würde aber tunlichst versuchen, dabei nicht auf die vermeintlichen Verfehlungen anderer zu verweisen, sondern stattdessen den eigenen Standpunkt deutlich machen und ein realistisches Bild der Zukunftsaussichten der kleinen Kicker vermitteln.


    Wir haben 2km rechts einen kunstraseplatz der Verein hat 250 Kinder 2km links ist der nächste verein mit Kunstrasen. Der hat 300 Kinder. dan sind um uns herum im Radius von 5 KM vier Vereine mit Aschenplätzen. Wir haben auch einen Aschenplatz. Wenn wir uns nicht gegen sowas wehren würden, dann wär hier in 2 Jahren ende.


    Offenbar befindet Ihr Euch in einem ziemlichen Konkurrenzverhältnis mit den umliegenden Vereinen. Aus der Ferne bin ich aber leider skeptisch, ob das Mittel der Sperren von Spielern, die Euch verlassen möchten, wirklich geeignet ist, Eure Zukunft nachhaltig zu sichern.. :whistling:


    Ich weiss ja nicht wo du her kommst aber ich glaube nicht das man pauschal sagen kann, was die richtige Vorgehensweise ist. Davon mal abgesehen uns zu unterstellen Kinder würden wir als Eigentum sehen finde ich schon extrem heftig.


    So kommt es mir vor, wenn Ihr Euch damit so schwer tut, sie ziehen zu lassen. Sie sind Mitglieder in Eurem Verein, das sind sie aus freien Stücken, und genauso frei, wie sie waren, zu Euch zu kommen, sind sie es auch, Euch wieder zu verlassen. Ihr wollt sie aber mittels einer Repressalie, denn nichts anderes ist eine Sperre, daran hindern oder davon abbringen. Das entspricht nicht meinen Vorstellungen von einer gesunden, harmonischen und auf gegenseitige Achtung und Unterstützung bedachten Gemeinschaft, wie ein Verein sie darstellen sollte.


    Ich gehöre eher zu den lesenden Personen hier in dem Forum, aber wie manche User hier angegangen werden, wenn sie mal keine Mainstream meinung vertreten ist schon unglaublich.


    Das hat nichts mit Mainstream zu tun, tatsächlich ist es ja zu meinem großen Bedauern ja so, dass die Sperren eben gar nicht so selten angewendet werden, und zwar häufig in solchen Fällen, wie du einen geschildert hast. Aber genau das empfinde ich als falsch, ich halte auch Eure Motivation für verfehlt. Ich bitte Dich, Kritik an Eurem Vorgehen und Euren Motiven nicht mit Kritik an Euch als Personen zu verwechseln, letztere war nie meine Absicht. Aber man muss Punkte auch klar ansprechen können und kann nicht ewig und ständig um den heißen Brei herum reden. Es geht den Vielschreibern hier im Forum um die Sache, nicht um die Person. Es war nicht meine Absicht, dich zu verletzen. Aber sehr wohl, einen Kontrapunkt zu deiner Meinung zu setzen.

    Das ist auch eine Möglichkeit, Schimanski, ich könnte mir aber vorstellen, dass ein paar Diven und ihre Eltern es nicht einsehen, dass die 'Leistungsträger' kürzer eingesetzt werden als die Abwehrspieler. Ich gehe dabei von Fällen aus, in denen diese Spieler partout nicht freiwillig hinten spielen wollen.

    Wir rotieren nur teilweise, weil wir einige Spieler haben, die man auf manchen Positionen kaum spielen lassen kann (Haben letztens unseren rechten Stürmer mal linke Abwehr spielen lassen als Test, machen wir wahrscheinlich nie wieder, hat dem Jungen auch sichtlich keinen Spaß gemacht).


    Es ist auch leider in der E schon etwas spät, um damit anzufangen, das sage ich aus eigener leidvoller Erfahrung. Manche Spieler sind dann nicht mehr dazu bereit, das mit zu machen. Daher würde ich die Rotation, wenn ich neu beginnen würde, auch unbedingt von Anfang an praktizieren. Allerdings würde ich an Eurer Stelle nicht bereits nach einem Spiel die Flinte ins Korn werfen. Wenn dieser Spieler bisher immer nur als rechter Stürmer auflief, dann ist es nur zu erwarten, dass er hinten links erst einmal Schwierigkeiten hat und daher dann auch unzufrieden ist. Ohnehin denke ich, dass eine Rotation mittels Dreierreihen, wie Andre sie schon mehrfach beschrieben hat, vielleicht sogar die beste Lösung ist, denn so spielt jeder Spieler in jedem Spiel sowohl hinten als auch vorne. Und gerade die talentierteren Spieler spielen ja zumeist lieber vorne, so kommen sie dazu auch in jedem Spiel und müssen nicht ein ganzes Spiel 'hinten bleiben' -- natürlich soll keiner wirklich hinten bleiben, ich will mit dieser Formulierung ausdrücken, wie zumindest einige Kinder es empfinden werden.