Beiträge von tobn

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    Kenne ich garnicht und hat mein Verein mir auch nie was von Erzählt.... haste da ein Link zu oder so?


    Beachte den Konkjunktiv. Es gibt nämlich keinen Online-Abendkurs.


    Um welchen Schein geht es dir? Den C-Trainer kann man, soweit ich weiß, nur zentral machen, aber den Trainer C-Breitenfußball auch dezentral, d.h. in einem Verein, der genügend Interessenten findet. Dort vereinbart man dann innerhalb der Gruppe die Termine, so dass auf die Bedürfnisse Einzelner auch mal eingegangen werden kann.

    Du schreibst, dass der andere Trainer erfahren sei und du nur bei einem der zwei Trainings in der Woche dabei sein kannst. Was meint er denn zu der Situation? Aus der Ferne ist solch eine Situation nur ganz schwer einzuschätzen...


    Ganz nebenbei fällt mir auf, dass Euer Kader sehr groß ist, mit 30 Spielern kann man zwei D9-Mannschaften melden. Wie handhabt Ihr es bei so vielen Spielern mit den Einsätzen, d.h. wer spielt bei Euch in den Pflichtspielen?


    Dass die Elternschaft unruhig wird, ist in einer solchen Situation normal, wenn auch natürlich schade. Jetzt ist es wichtig, dass die Jugendleitung hinter Euch steht und nicht noch zusätzlich zur Unruhe beiträgt. Natürlich wäre es hilfreich, wenn Ihr Erklärungen für die Niederlagen hättet. Ihr solltet dann zwar nicht in einen Schlingerkurs verfallen, in dem ihr nur noch versucht, die festgestellten Defizite zu bearbeiten, um die Niederlagen in den Griff zu kriegen, denn so bekämt Ihr keine Linie ins Training. Da ihr momentan so hohe Niederlagen einsteckt, wäre ein möglicher Ansatz, zunächst den Schwerpunkt auf die Verbesserung der Defensive zu legen. In die D-Jugend passt das individualtaktische 1:1 in der Defensive genau rein, wie sieht es da bei den Fähigkeiten Eurer Spieler aus? Wenn das funktioniert und Ihr bei gegnerischem Ballbesitz genügend Spieler hinter den Ball bekommt, dann müsste es eigentlich schwer sein, gegen Euch viele Tore zu erzielen. Es kann dann zwar sein, dass es nach ziemlichem Beton aussieht, aber das kann Euch zunächst mal ziemlich egal sein.


    Blöd ist dann aber, dass man mit einer reinen Defensivstrategie nur schwerlich Spiele gewinnen wird. D.h. es wird ergebnistechnisch, so zumindest die Hoffnung, weniger schlimm aussehen, aber gut wird es so wohl eher nicht. Dazu müsst Ihr schauen, dass Eure Offensive schlagkräftig wird. Überhaupt tendiere ich dazu, einigen erfahrenen Trainern, die sich hier im Forum tummeln, zuzustimmen, die in der Jugend den Fokus lieber auf die Offensive legen. Allerdings muss man sicher den Schwerpunkt auch in Abhängigkeit von den Fähigkeiten seiner Spieler setzen -- ich mache einen grobmotorischen Spieler, der sich in der Abwehr wohl fühlt, nicht glücklich, wenn ich ihn dazu zwinge, zu versuchen, die Tricks eines Mario Götze oder Marco Reus nachzumachen.


    Wie auch immer Eure Strategie aussieht, kommuniziert sie dann ruhig an die Eltern. Nicht, um Euch zu rechtfertigen, sondern um ihnen klar zu machen, dass Ihr die Situation erkannt habt und auch etwas unternehmt. Ich würde durchaus auch um ihre Unterstützung werben, die aber hauptsächlich darin liegen sollte, weder zusätzliche Unruhe noch Druck von außen rein zu bringen, sondern stattdessen darin, ihre Kinder moralisch zu unterstützen. In diesem Zusammenhang solltet Ihr auch darauf hinweisen, dass Ihr es seid, die den Spielern die Anweisungen gebt und dass es in der Regel kontraproduktiv ist, wenn sie das bei ihren Kindern ebenfalls tun. Am Spieltag müsst Ihr das grundsätzlich verbieten, ich würde auch dringend davon abraten, das zu Hause zu tun, bzw. wenn überhaupt, dann nur nach Absprache mit Euch. Und zwar einfach damit die Kinder nicht sich widersprechende Infos bekommen.


    Du schreibst, Ihr spielt bisher im 3-4-1 und du erwägst, auf das 4-3-1 zu wechseln. Letzteres hört sich natürlich auch erst einmal nach mehr defensiver Stabilität an. Das ist es auch, wenn man wirklich drei Spieler im Mittelfeld hat. Wenn es aber zu einem 4-1-3 wird, dann befindet sich deine Mannschaft im Mittelfeld oft in Unterzahl, so dass Welle um Welle auf deine Abwehr prallt. Das 3-4-1 ist defensiv eigentlich genauso stabil wie ein 4-3-1. Wenn die Dreierkette bei einem Angriff über einen Flügel nach außen verschiebt, ergibt sich halt eine Lücke auf der ballfernen Seite. Auf diese muss der äußere Mittelfeldspieler achten, d.h. er muss sich dann häufig auf der ballfernen Seite auf die Höhe der zwei tiefen Verteidiger fallen lassen, wenn der gegnerische Außenstürmer sich diesen Raum sucht. Die Aufstellung ist da eigentlich nicht so entscheidend, wichtig ist, dass der ballführende Gegenspieler unter Druck gesetzt wird und gleichzeitig die gefährlichen Räume besetzt werden, d.h. vor allem der Bereich vor dem Tor (inklusive Rückraum), als nächstes die weiter außen befindlichen Positionen auf Höhe der Abwehrkette. Wie verhalten sich Eure Spieler denn bisher?

    [...] wollte ich das im Hinblick der Tatsache klären, dass in einer DFB-Schulung im Bereich F-Jugend das Paßspiel behandelt wird. Das wundert mich einfach nur und war mein eigentliches Anliegen. [...]


    Aber, geht der Schulungsleiter eigene Wege oder ändert der DFB seine Sicht der Dinge bezgl. des Ausbildungskonzeptes?


    Ja, eine interessante Frage. Vielleicht verrät uns Tirus ja, welche Kurzschulung er da besucht hat. Ansonsten denke ich aber schon, dass der DFB sich in den konkreten Inhalten duchaus weiterentwickelt und dabei auch ändert. Nicht grundlegend, daher ist es auch nicht notwendig, das Konzept zu ändern, aber ich glaube schon einen Wandel in den Einheiten auf Training und Wissen Online zu erkennen. Ich benutze diese seit sieben Jahren als Quelle. Und gerade vor zwei, drei Jahren meine ich, einen ziemlichen Wandel verspürt zu haben, dass seitdem viel mehr in Spielformen trainiert wird, während die Einheiten vorher oft deutlich trockener oder auch langweiliger waren. Im Schnitt, wohlgemerkt, es gab früher tolle Einheiten und es gibt heute auch immer mal wieder Einheiten, die das insgesamt hohe Niveau nicht ganz halten können. Horst Wein ist, wenn ich mich recht entsinne, auch schon auf den Seiten des DFB aufgetaucht, ich meine, das auch auf TWO festgestellt zu haben.. Wenn auch eher subtil.

    1: Der Trainer ist 15 Jahre alt, darf er überhaupt Kinder trainieren (bezüglich Aufsichtspflicht),


    Zunächst mal: freut Euch darüber, dass Ihr einen Trainer habt. Es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass diese Aufgabe an einem Elternteil eines Spielers hängen bleibt. Mit 15 Jahren ist der Trainer natürlich noch recht jung und unerfahren. Unterstützt ihn daher, wo Ihr könnt, um ihm seine Tätigkeit zu erleichtern und ihn zu entlasten. Verhaltet Euch kooperativ. Die Skepsis, die ich bei Dir heraus höre, ist sicher keine gute Grundlage.


    Um die Frage zu beantworten: ja, er darf Kinder trainieren. Die Aufsichtspflicht muss dennoch erfüllt sein, das kann er vor dem Gesetz nicht, weshalb auch stets ein erwachsener Vereinsvertreter dabei sein muss, der dann die Aufsichtspflicht innehat. Das kann auch ein Elternteil sein.


    2: Müssen Trainer eine Ersthelferausbildung haben?


    Nein, müssen sie nicht. Wenn man eine DFB-Trainerlizenz erwirbt, so gehört die Ersthelferausbildung dazu bzw. muss verpflichtend durchlaufen werden. Ich gebe Pfeffernuss aber völlig recht: so gut wie alle Eltern der Spieler dürften einen Erste-Hilfe-Kurs gemacht haben. Umfangreicher ist die Ersthelferausbildung auch nicht. Und zu erster Hilfe ist, wie man in der Ausbildung gleich zu Beginn erfährt, jeder verpflichtet, ein Trainer hat dazu keine größere Verpflichtung als andere.


    Unser Sohn wurde letztens bei einem Spiel am Oberschenkel verletzt. Es war eeine 15cm lange Wunde. Den Trainer hat es nicht interessiert, geschweige hat er sich einmal die Wunde angesehen.


    Was war es denn für eine Wunde? Wie hat der Spieler agiert? Habt Ihr ihn auf sie hingewiesen?


    Ich habe irgendwo gelesen das Trainer volljährig sein müssen.


    Das stimmt nicht. Die Lizenz zum Trainer C-Breitenfußball, den ich für F-Junioren für den sinnvollsten DFB-Trainerschein halte, kann man mit 16 Jahren erwerben. Dabei darf man die Ausbildung bereits vorher machen, die Lizenz wird mit Vollendung des 16. Lebensjahres erteilt. Als ich den Schein machte, hatten wir auch einen 15-Jährigen in der Gruppe. Und er war tatsächlich ein ziemlich guter Trainer..

    tobn: ich denke wirklich, dass der DFB es in seinem Konzept urspr. wörtlich gemeint hat und nur die rein technische Ausführung eines Passes als Bestandteil des F-Jugendtrainings sieht.


    Ich sehe es wie Tirus, siehe auch weiter unten. Je nachdem, ob du das, was er meint (und ich auch), noch zur rein technischen Passausführung zählst oder nicht, wäre es dann vom DFB-Konzept abgedeckt oder halt nicht. Für mich persönlich halte ich die Frage für nicht gar so sehr wichtig, ist doch Horst Wein mit seinem Streben nach Spielintelligenz neben dem überaus sinnvollen DFB-Konzept auch noch ein wichtiger Anhaltspunkt. Und da wird in der F-Jugend auch schon Minifußball gespielt und das durchaus auch mit Pässen. Verstehe mich nicht falsch, ich möchte auf keinen Fall F-linge nur oder gar hauptsächlich passen lassen. Aber ich möchte ihnen auch nicht die Möglichkeit des Zusammenspiels nehmen.


    Deswegen spreche ich auch in so einem Fall von Gruppentaktik. Übe ich die reine Technik sehe ich das als Individualtaktik. In der Praxis passen auch F-Jugendliche im Spiel den Ball an einen Mitspieler - keine Frage. Ich verstehe den DFB aber so, dass das Passtraining im Bezug auf Gruppentaktik ( z. B. Doppelpass ) nicht Bestandteil der Ausbildung von F-Jugendlichen sein soll.


    Nach meinem Verständnis ist ein Pass aber halt nicht immer sofort Gruppentaktik. Der Doppelpass natürlich, aber wenn ein Spieler einfach nur so erkennt, dass es besser ist, wenn ein Mitspieler den Ball bekommt, und dann einen Pass spielt, dann ist das für mich noch keine Gruppentaktik. Wenn er und der Passempfänger über diesen Moment hinaus planen, dann schon. Erkennst du den Unterschied, auf den ich hinaus will?


    Meiner Ansicht nach steht bei diesem Konzept auch noch im Hintergrund, dass der zweite natürlich nicht vor dem ersten Schritt gemacht werden soll. Mal überzogen formuliert: ich brauche mit dem Team kein tiki-taqua zu trainieren, wenn die einzelnen Spieler nicht alle Passarten sicher beherrschen.


    Natürlich, da hast du recht. Ich bin auch der Meinung, dass ganz, ganz viele Ballkontakte und viele Spielformen ganz wichtig sind, damit Ballfertigkeit und -gefühl bestmöglich ausgeprägt werden, denn das ist Grundlage für Passtechnik sowie Ballan- und -mitnahme, die ja später, also ab der D-Jugend von großer Bedeutung sind. Nichtsdestotrotz ist es auch wichtig, die Spielintelligenz der Spieler zu fördern, und dazu gehört im Mannschaftssport Fußball auch das Bewusstsein dafür dazu, dass man Mitspieler hat. Und das ittel, um den Ball zu ihnen zu transportieren, ist nun mal der Pass.


    Mal aus meiner eigenen Erfahrung: ich bin seit Jahren ausschließlich in D- und C-Jugend tätig. Da freue ich mir wirklich immer einen Ast ab, wenn ich aus der E individuell starke Kinder erhalte, die sich im 1 vs 1 sowohl in Defensive als auch Offensive behaupten können. Auch wenn sie noch eigensinnig sind, viel dribbeln und den Mitspieler nicht immer so sehen.


    Das verstehe ich gut, habe ich bis vor kurzem doch auch noch eine D-Jugend (Altjahrgang) trainiert. Einige der Spieler dieser Mannschaft habe ich auch schon von G- bis E-Jugend trainiert. Dabei meine ich aber, dass es nicht schadet, wenn man die Kinder auch in den unteren Jahrgängen passen lässt. Wichtiger ist, meiner Meinung nach, dass man sie viel in Kleingruppen spielen lässt und auch im Spielbetrieb Positionsrotation betreibt. Auf den offensiven Positionen muss man nun mal ins offensive 1:1 gehen, und genauso ist man auf den defensiven Positionen dazu gezwungen, defensive 1:1-Situationen zu bestreiten. Sicher ist das Idealziel, dass alle Spieler überall auf dem Platz beides ausüben, das ist aber eben eine Idealvorstellung, die sich gerade im Breitensport nicht in Gänze umsetzen lässt.


    Aber ist nicht Sinn und Zweck eines Konzeptes, dass die Ausbildung planvoll, mit Leitsätzen und Prinzipien erfolgt, an die sich die beteiligten Trainer halten?


    Doch, natürlich, absolut. Sagte ich etwas, das dem widerspricht?


    Ich möchte wirklich nicht über Definitionen streiten, daher sagte ich auch, dass du mit deiner Beschreibung durchaus Recht haben kannst, PassSPIEL als Gruppentaktik zu bezeichnen. Mir reicht dies jedoch nicht. Die reine technische Ausführung ist die Technik, Individualtaktik wird es erst, wenn der Spieler mitbekommt, wie ich einen Pass wann zu spielen habe.


    Ganz genau das ist auch meine Meinung. Wenn ich die Technik des Passens erlerne, kann ich einen Fußball mit einem einzigen Tritt über eine gewisse Entfernung und mit einem gewissen Tempo in ein Zielgebiet befördern. Möchte ich diese Technik nun im Spiel anwenden, so begebe ich mich in den Bereich der Taktik. Handle ich da dann völlig spontan und ich-bezogen, dann bleibe ich im Rahmen der Individualtaktik.


    Auch bei Finten, oder im Dribbling die immer klar individualtaktisch verortet werden gehört das wie, wann warum von Anfang an mitvermittelt. Das ist für mich beim Passspiel nicht anders und ist daher nach meiner Denke eher im Individualtaktischen Bereich anzusiedeln.


    Guter Vergleich, ich sehe es genauso.


    Der von dir angeführte Doppelpass wird ja als gruppentaktisches Mittel beschrieben. Hier teile ich tobns Auffassung das das planvolle Ausführen sehr wichtig ist. Gezielt Doppelpasssituationen herstellen und Lösen ist für mich ein gruppentaktisches Mittel. Einem Spieler zu erklären dass er den Pass spielt bevor er in den Aktionsradius des Verteidigers eindringt, den Ball in den Lauf eines Mitspielers spielt und ähnliches gehört für mich zu sinnvollem Passtraining dazu. Wie immer ich das dann nenne.


    Ganz genau.


    Wobei wir hier um ziemliche Details diskutieren und das auch noch am grünen Tisch. Denn ich gehe schwer davon aus, dass jeder Trainer, der seinen F-Junioren eine Passtechnik vermittelt, diese dann auch in entsprechenden Übungen und Spielformen anwenden lassen wird. Durch den Wunsch nach Spielnähe ergibt sich dann zwangsläufig, dass taktische Elemente rein kommen, oder?


    Aber nun weiter zu einem anderen Thema, das open-minded anspricht:

    Denkst du es bringt die Kinder weiter z.B. ein Spiel eines 1 Jahr älteren Jahrgangs anzusehen, die die geforderten Dinge schon besser beherrschen, mit der Aufgabenstellung je nach Schwerpunkt, also z.B. "beobachte mal bei den Spielern XY wie sie Das oder Das machen" ?


    Meiner Erfahrung nach bringt das bei den meisten Spielern so ungefähr überhaupt nichts, leider. Meiner Erfahrung nach gucken sie, wenn sie einem Spiel zuschauen, allermeistens einfach nur zu, als würden sie fernsehen. Möchte man, dass sie davon etwas mitnehmen, so müsste man das Spiel permanent für sie kommentieren. Und selbst dann sind die Situationen vermutlich in der Regel viel zu schnell vorbei, um sie geeignet bespechen zu können. Im Training kann man da die Situation einfrieren, bei einem laufenden Spiel geht das nicht. Außerdem haben die Spieler mutmaßlich die Entstehung der diskussionswürdigen Situation nicht mehr im Sinn.. Ich denke also, das Einfrieren von Situationen im Training ist deutlich effektiver. Wenn man bestimmte Situationen im Sinn hat, kann man ja auch versuchen, das Spiel so zu gestalten, dass die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer solchen Situation erhöht wird.

    tobn: ich zitiere dich mal: Gruppentaktisch wird es dann, wenn zwei oder mehr Spieler koordiniert eine Aktion durchführen. Jedem dürfte klar sein, dass im Kontext des Passes der Doppelpass ein gruppentaktisches Element ist. Aber bereits ein planvoll vorgetragenes 2:1 ist ein gruppentaktisches Element.


    Das schrieb ich doch: es handelt sich in diesen Fällen NICHT um Individualtaktik.


    Korrekt. Aber mir geht es im letzten Satz, den du zitierst, um das Wort "planvoll", d.h. für mich ist es dann gruppentaktisch, wenn die Gruppe von Beginn der Aktion an eine gemeinsame Idee hatte. Wenn aber ein Spieler den Ball hat, die Spielsituation erfasst und sich erst dann entscheidet, einen Pass zu spielen, dann ist das für mich nicht gruppentaktisch zu sehen.


    Auch eine Entscheidungsfindung ergibt sich erst, sobald ein Mannschaftskollege ins Spiel kommt.


    Naja, aber Mannschaftskollegen gibt es doch immer, insofern ist der Pass doch auch immer eine Option.


    Von daher weicht der DFB dann schon von seinem Konzept ab, wie man auf der einschlägigen Seite nachlesen kann. Jetzt mal völlig unabhänging davon, ob es Sinn macht oder nicht. Dazu findet man hier massenweise Diskussionen, die sich immer wieder neu ergeben. Die einen sind der Meinung das kann/sollte man ruhig schon ab F trainieren, die anderen finden es dort noch nicht sinnvoll.


    Hmm, also, ich denke nicht, dass der DFB das Passen aus der F-Jugend verbannen möchte. Ich denke auch nicht, dass er so verstanden werden will.

    Ich neige dazu, Tirus' ursprüngliche Meinung zu teilen, dass das Passen durchaus zum Bereich der Individualtaktik gehört, und dass das auch die Aussagen auf soccerdrills nicht widerlegen, im Gegenteil. Toto2, du zitierst ja http://www.soccerdrills.de/Theorie/taktik.html, in dem ich hervor hebe, was ich für in diesem Zusammenhang entscheidend halte:


    "b. Die Individualtaktik - Die Basis jeder Taktik
    Die IndividualTaktik beschreibt die Taktik des einzelnen Spielers. Warum ist das taktische Verhalten eines Spielers für das Fußballspiel so wichtig? Ein Spieler sollte in jeder Spielsituation richtig handeln. Sein Verhalten, sowohl im Angriff, als auch in der Verteidigung, kann über Erfolg oder Misserfolg der gesamten Mannschaft entscheiden. Je besser der einzelne Spieler technisch ausgebildet ist, desto leichter wird er eine Spielsituation mit Erfolg abschließen können. Klassische Spielsituationen im Bereich der IndividualTaktik sind Dribblings, Flanken, Passen und das 1 gegen 1."


    Zur Individualtaktik zählt demnach, und so empfinde ich es auch, im Zusammenhang mit dem Passen der Entscheidungsvorgang, wann es sinnvoll ist, einen Pass zu spielen, d.h. in welcher Situation. Außerdem noch, wann genau der Pass am besten erfolgt (Stichwort Timing), wer der Empfänger ist und wo der Ball hingespielt werden sollte (in den Fuß oder in den Lauf). Das heißt, alle Überlegungen, die ein Spieler im Zusammenhang mit dem Pass für sich selbst anstellt, gehören meiner Meinung nach durchaus zur Individualtaktik. Wie Uwe auf soccerdrills schreibt, ist die Technik dann das Mittel dazu, die Taktik erfolgreich anzuwenden.


    Gruppentaktisch wird es dann, wenn zwei oder mehr Spieler koordiniert eine Aktion durchführen. Jedem dürfte klar sein, dass im Kontext des Passes der Doppelpass ein gruppentaktisches Element ist. Aber bereits ein planvoll vorgetragenes 2:1, in dem der ballführende Spieler den Verteidiger geschickt andribbelt und im richtigen Moment den Pass zum dann freien Mitangreifer spielt (der sich entsprechend anbietet), ist ein gruppentaktisches Element. Die meisten Spielsituationen im F- und E-Bereich dürften aber nicht so plannvoll vorgetragen sein, da muss der Ballführende spontant entscheiden, was er am besten tun sollte. Dabei kann er durchaus dazu kommen, dass ein Pass die beste Lösung ist. Das ist dann, wie ich finde, durchaus Individualtaktik.


    Ich denke, dass E-Junioren durchaus zu entsprechenden Überlegungen fähig sind, und dass auch F-Junioren dahin geführt werden können, dass der Pass zu einem Mitspieler eine durchaus sinnvolle Möglichkeit darstellt. Darum geht es ja Horst Wein vor allem: die Spieler sollen die Möglichkeiten, die sich ihnen bieten, kennen lernen, und die Fähigkeiten entwickeln, eine Situation zu beurteilen und die beste Möglichkeit zur Spielfortsetzung auszuwählen. Dazu zählt durchaus auch der Pass. Der Unterschied zum instruierten 'Passen, weil der Trainer dauernd "Spiel ab!" rein ruft', ist der, dass die Spieler selbst darauf kommen sollen, wann es sinnvoll ist, einen Pass zu spielen und wann das Dribbling geeigneter ist.

    Ich freue mich drauf!


    Ich auch, geht es doch um den Punkt, der mich speziell interessierte, nämlich, ab wann und in welcher Form man die Kommunikation gezielt fördern kann und sollte.


    Eine Frage: Der Mini-Fußball von H. Wein fördert ja eher das Spiel in die Breite, während "Klatsch" und "Dreh" ja klassische Vertikalspielkommandos sind. Wie hast du das zusammengebracht? Anspielstation zwischen den Minitoren in der Tiefe oder wie?


    Ich denke, er meinte eher das Vorgehen von Horst Wein, d.h. die Einbeziehung der Spieler in die Erarbeitung der Problemlösung. Minifußball muss da nicht unbedingt beteiligt sein.


    Ich finde übrigens auch, dass die Darstellung, Minifußball würde das Spiel in die Breite und nicht in die Tiefe fördern, zu stark verkürzt, es entspricht auch nicht meiner Erfahrung. Meiner Meinung nach fördert Minifußball vor allem das Zusammenspiel, die Wahrnehmung des Raumes (inkl. Freilaufen und Anbieten), sowie das Timing der Abspielvorgänge. Klar, im Spielaufbau, bei dem im Normalfall der mittlere Spieler den Ball führt. ist das Team eher horizontal angeordnet, sobald der erste Pass aber erfolgt, muss sich die Aufteilung ändern -- im Optimalfall versucht das Team dann ja immer, ein Dreieck zu bilden. Da kann es dann sehr wohl auch Vertikalpässe geben, auch Klatsch- und Drehkommandos, ich sehe zumindest nichts, was dagegen spricht.

    Mir gefällt der Facebook-Post von ruthe.de, auf den mich ein Kollege hinwies:

    Zitat

    Uli Hoeneß muss sich vor Gericht verantworten und ist "sehr überrascht".


    Uli Hoeneß wird bei Regen nass und ist "sehr überrascht".

    Ich kriege eigentlich immer eher gesagt, ich wäre zu hart und würde zu viel meckern. Ich räume Probleme weg ? Hm, irgendwie fühle ich mich gerade etwas neben mir... Bis jetzt dachte ich, ich gebe ihnen genug Leine, wenn ich so andere in unserem Umfeld sehe... Aber scheinbar liege ich da falsch....komplett...


    Oha, Vorsicht jetzt, verstehe bitte nichts, von dem, was ich sage, als Kritik an deiner Person, nimm das bitte nicht für bare Münze. Ich bin mutmalich mehrere hundert Kilometer von dir entfernt, ich kann das überhaupt nicht richtig einschätzen. Reflektiere bitte alles, was ich sage, und überprüfe es darauf, ob und inwieweit es zutrifft. Vielleicht schieße ich auch völlig daneben. Keiner hat etwas davon, wenn du dich fertig machst, das bringt überhaupt nichts. Ich denke nur, dass es für einen selbst positiv ist, wenn man sich selbst kennt, mit den guten wie auch den weniger guten Seiten. Man kann nicht aus seiner Haut, das sollte man insgesamt auch gar nicht versuchen, man kann aber versuchen, immer mal ein bisschen an den Eigenschaften, die einen an einem selbst stören, zu arbeiten. Man muss sich schon auch selbst lieb haben, dann fällt das den Anderen auch viel leichter.


    Vielleicht bist du ja sogar ab und an zu hart und meckerst zu viel, wie du sagst. Vielleicht entsteht das aber auch dadurch, dass das Verhalten deiner Tochter dich so sehr verunsichert, dass du dann irgendwann ratlos bist und explodieren musst. Ich denke, mit ein bisschen mehr Abstand dürfte es dazu dann viel seltener kommen.


    ehrlich gesagt ist mir das total unangenehm, dieses Getue - und das ist es Getue


    Es ist aber nicht dein Getue, sondern ihres. Daher muss es dir auch nicht unangenehm sein.

    wie lasse ich sie denn vor der versammelten Mannschaft am besten auflaufen ? Wahrscheinlich haltet ihr mich jetzt für unfähig, aber mir gehen da eher die Ideen aus


    Hmm, ich scheine da etwas verpasst zu haben, aber wieso solltest du sie überhaupt vor den anderen auflaufen lassen? Während Training und Spiel ist doch der Trainer ihr Ansprechpartner, da bist du doch gar nicht dabei, oder?


    Ich will mir gar nichts gefallen lassen ! Im Gegenteil. Ich zwinge sie auch zu gar nichts - ich will nur, dass sie dem Trainer selbst sagt, dass sie nicht will (wenn es denn wirklich so ist) - und basta.


    Nun, das verstehe ich selbst nicht so ganz, ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Kind in dem Alter sich das getraut hätte, obwohl ich damals für alle der liebe Onkel war. Das ist, so meine Meinung, zu viel verlangt. Wir haben von unseren Kindern immer 'nur' verlangt, dass sie auch zum Training gehen, wenn sie angemeldet sind, Teilnahme je nach Lust und Laune kam für uns nicht in Frage. Und wir sagten ihnen immer, dass wir sie, wenn sie nicht mehr wollten, auch abmelden würden, das wäre aber dann endgültig. Zwischenzeitlich machten sie auch ziemlich viel, unsere Tochter z.B. Leichtathletik, Turnen, Rope-Skipping und Handball. Das hat sich dann innerhalb von ein, zwei Jahren reduziert, dafür kam das Musikinstrument dazu, und jetzt ist in Sachen Sport 'nur noch' Handball übrig geblieben, dem sie aber mit Eifer nachgeht.


    Beim nächsten Training werde ich mal nicht dabei sein, nur mal, um zu sehen, wie es dann ist.


    Diesen Schritt halte ich für unbedingt geboten.


    Da der Trainer aber oft allein ist (d.h. seine Frau ist nicht dabei) und ich Betreuer bin, muss ich schon mal dabei sein. Aber ich werde es nächstes Mal probieren. Mal sehen, welche Rückmeldung ich bekomme. Bei der Leichtathletik lasse ich sie immer alleine. Sie kann besser ohne mich (zumindest da)


    Nimm das als Vorbild.


    Also meinst du, dass es eigentlich an mir (uns) liegt und wir zu viel klammern ?


    Ich glaube nicht, dass es an dir liegt, aber, dass du deinen Teil dazu beiträgst. Mit den besten Absichten zwar, aber evtl. nicht mit den erwünschten Folgen.

    betreuer72, mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass du dich in zu großem Maße der angeblichen Probleme deiner Kinder annimmst, dass sie nur Piep sagen müssen und du dann gleich springst und versuchst, das Problem zu lösen. Die Frage ist: wie oft gibt es denn tatsächlich ein Problem und Handlungsbedarf, wie oft hingegen erlebt Ihr, also deine Kinder und du, den ganz normalen Prozess der Kindheit. Ich bin versucht zu sagen, dass du dich mal locker machen und deinen Kindern mehr Leine geben solltest, lasse sie doch auch mal ihre eigenen Erfahrungen machen und halte nicht immer nach Hindernissen auf ihrem Weg Ausschau, die du weg räumen könntest.


    Für mich klingt es übrigens so, als wäre das Gehabe Eurer Großen eher eine Masche, die mich persönlich eher nerven würde. Ich weiß aber nicht, wie ich damit umgehen würde, Kinder sollen sich ja selbst treu bleiben und in ihrer Individualität wahrgenommen werden. Helikopter-Eltern-ähnliches Verhalten ist aber, meiner Meinung nach, langfristig schädlich und daher unangebracht. Ins Gegenteil darf man aber natürlich auch nicht umschlagen..

    (Fortsetzung)


    B. Fragen zum Austritt
    1. Warum bin ich als Trainer zurück getreten


    Aus mehreren Gründen:

    • Weil die Zusammenarbeit mit dem anderen Trainer, der in der D-Jugend (vom Nachbarverein) dazu kam, nicht in gleichberechtigter Manier möglich war.

    • Weil die Gewichtung der Ziele unter den Trainern zu unterschiedlich ist -- der Klassiker Ausbildung vs. Erfolgsorientierung.

    • Weil ich mir zu häufig die Kohlen aus dem Feuer holen musste, wenn es mal wieder Stress mit einzelnen Spielern und Eltern gab, und mir die Aufrechterhaltung der Fassade der gemeinsamen Position in einigen, mir wichtigen Punkten, zu viel Kraft kostete, gleichzeitig aber keine Änderung dieser Umstände in Aussicht war.

    • Weil sich diese Unzufriedenheit auf die Mannschaft auszudehnen drohte.


    Dazu kam noch, dass:

    • ich einige der Spieler schon seit sieben Jahren trainiert hatte, sie langsam in die Pubertät kommen und sich emanzipieren müssen,

    • es für meinen Sohn besser ist, wenn sein Papa nicht mehr sowohl sein als auch der Trainer seiner Klassenkameraden und Schulfreunde ist.


    1.1. Wie viel Zeit lag zwischen meinem Ein- und Austritt als Trainer?


    Eintritt Ende 2006, Austritt 10/2013, also ca. sieben Jahre


    1.2. Welche Gründe sprachen für einen Austritt?


    S.o.


    1.3. Welche Gründe sprachen für eine Fortsetzung meiner Trainerarbeit?


    Für eine Fortsetzung sprach die Überlegung, dass ich den Spielern und der Mannschaft etwas geben könnte, das sie vom verbleibenden Trainer nicht bekommt. Außerdem gab es im Team einige Spieler, die sich mir deutlich stärker verbunden fühlten, die mir mehr vertrauten.


    1.4. Was hat letzendlich den Ausschlag für meinen Austritt gegeben?


    Dass ich merkte, dass das Gespann auf Dauer nicht funktioniert, weil eine Seite deutlich mehr Zugeständnisse macht und weiterhin hätte machen müssen als die andere. Und dadurch verlor ich den Spaß an der Tätigkeit. Erschwerend kam von außen noch hinzu, dass die Elternschaft nach dem Zusammenschluss der Mannschaften nicht mehr so homogen war und auch unterschiedlichen Zielen anhing. Die Differenzen der Trainer fanden sich in der Elternschaft also in ähnlicher Form, eine Fortsetzung meiner Tätigkeit hätte, wenn ich nicht weiter nachgegeben hätte, zu einer weiteren Polarisierung geführt, die sicher nicht zum Wohle der Mannschaft gewesen wäre.


    1.5. Habe ich diese Entscheidung später bereut?


    Dazu liegt sie noch nicht lange genug zurück. Aber nein, ich glaube nicht, dass ich sie bereuen werde. Einer von uns musste gehen.


    1.6. Unter welchen Voraussetzungen würde ich wieder einen Trainerjob übernehmen?


    Ich habe vor, in der nächsten Saison wieder einzusteigen, am besten wieder ganz unten. Und mein Sohn möchte da den Co-Trainer geben, er freut sich schon tierisch darauf.

    Na, dann will ich wohl auch mal.


    A: Fragen zum Eintritt
    1. Warum bin ich Jugendtrainer geworden?


    Mein Sohn fing 2006 als Fünfjähriger mit dem Fußball an und recht bald wurde ein Trainer gesucht. Es fand sich dann auch ein Papa und gegen Saisonende sprachen er und die als Betreuerin fungierende Mutter mich darauf an, ob ich unterstützen konnte. Das hatte ich mir bereits vorstellen können, wollte die Aufgabe aber nicht alleine übernehmen.


    1.1. Welche Gründe sprachen für den Eintritt


    Spaß an der Tätigkeit, Freude am Fußball, dass ich Kinder gerne habe und auch ganz gut mit ihnen umgehen kann.


    1.2. Welche Gründe sprachen gegen den Eintritt?


    Der zeitliche Aufwand, da ich berufstätig bin, damals durchaus auch mal mit Reisetätigkeit verbunden.


    1.3. Was hat letzendlich den Ausschlag gegeben, dass ich Trainer wurde?


    Die Gründe für den Eintritt haben überwogen, zumal wir ja ein Zweiergespann waren, das sich die Arbeit teilen konnte. Außerdem übernahm die Betreuerin einen Großteil der organisatorischen und administrativen Aufgaben, das war eine große Entlastung.


    1.4. Warum habe ich mich für diesen Verein entschieden?


    Unser Sohn fing dort an, weil die meisten seiner Kindergartenfreunde auch dorthin gingen. Als wir bei einigen Turnieren und Spielen in der F-Jugend mitbekamen, wie mit den Kindern des anderen Vereins am Ort umgegangen wurde, waren wir sehr froh über unsere Wahl, die ja eigentlich gar keine gewesen war..


    2. Wie erfolgte mein Start als Jugendtrainer?
    2.1. Welche Mannschaft (z.B. E2) habe ich übernommen?


    G-Jugend, junger Jahrgang, aber erst in der zweiten Saisonhälfte.


    2.2. In welche Verantwortung (z.B. Co-Trainer) wurde ich aktiv?


    Formell Co-Trainer, tatsächlich waren wir ein gleichberechtigtes Gespann. Der Haupttrainer war dafür dankbar, dass ich die Einteilung zu Turnieren und Spielen vornahm, auch sonst haben wir haben gut harmoniert. Er hörte dann ein halbes Jahr später auf, weil er berufsbedingt länger ausgelastet war, wovon er nicht mehr zurück kehrte.


    2.3. Wie viele Trainer und Betreuer gibt es in deiner Mannschaft?


    Die meiste Zeit über gab es zwei Trainer und eine Betreuerin, phasenweise war ich als Trainer auch alleine, und in einer Saison hatten wir noch einen Vierzehn- oder Fünfzehnjährigen Co-Trainer, so dass wir dann drei Trainer waren. Meine Co-Trainer waren auch berufstätig und der Schüler war in G8, so dass wir öfters nicht in Vollbesetzung im Training waren, aber fast immer zu zweit.


    2.4. Wie viele Mannschaften und Trainerkollegen gab es im Jugendbereich des Vereins?


    Typischerweise eine Mannschaft pro Jahrgang, wobei als ich anfing die G-Jugend noch nicht unterteilt wurde und als Sammelbecken für Neuanfänger (der entsprechenden Altersspanne) diente, aus dem dann zu jedem Saisonbeginn der entsprechende Jahrgang in die F2 wechselte, i.d.R. gemeinsam mit dem Trainer -- und dann brauchte man wieder einen neuen für die G. Insgesamt also ca. 13 Mannschaften mit typischerweise zwei Trainern pro Team. Ab der D aufwärts gibt es eine Kooperation mit dem Nachbarverein und die Spieler werden zusammen gelegt. Deren Spielerzahl ist aber recht ähnlich.


    2.5. Gab es ein Jugendkonzept, welches mir erklärt und ausgehändigt wurde?


    Nein, das gibt es auch immer noch nicht.


    3. Welche Vorkenntnisse brachte ich für den Trainerjob mit?
    3.1. Welche Kenntnisse aus der aktiven Zeit als Fussballspieler gab es?


    Überschaubare, ich hatte nur in der Kindheit, d.h. bis ich ca. 12 Jahre alt war, Fußballtraining gehabt, das war in der Schule -- ich war während meiner Kindheit lange im Ausland. Im Verein in Deutschland habe ich nie gespielt, sondern immer nur mit Schulfreunden oder unregelmäßig im Studium in einer Spaßtruppe. In der Kindheit war ich aber ganz brauchbar, technisch zwar limitiert, aber schnell und zweikampfstark, und mit ganz guter Übersicht -- defensiver Mittelfeldspieler halt.


    3.2. Welche Kenntnisse aus früheren Traineraktivitäten gab es?


    Keine


    3.3. Welche Trainerlizenzen hatte ich vor dem Eintritt abgelegt?


    [Keine


    4. Welche Unterstützung erhielt ich vom Verein?
    4.1. Welche Trainingsmöglichkeiten hatte ich? (z.B. ganzen/halben Platz - gut bzw. schlecht bespielbarer Rasen - Trainingsequiptment: Bälle, Hütchen ect.)


    In der G-Jugend eine Rasenfläche mit zwei Jugendtoren an einem anderen Ort als dem Fußballplatz, in F1-Jugend dann einmal die Woche dort und einmal auf dem Fußabllplatz, einem Kunstrasenplatz der ersten Generation, der schon damals hätte erneuert werden müssen.. Ab E-Jugend nur noch auch dem Fußballplatz, aber auch, weil wir eine sehr frühe Trainingszeit (16:00 bis 17:30 Uhr) nahmen. Auf dem Fußballplatz hatten wir einen halben, teilweise sogar den ganzen Platz, denn so früh trainierte kaum eine andere Mannschaft. Von G bis E hatten wir im Winter, d.h. zwischen Herbst- und Osterferien auch eine Hallenzeit, 1:15 Stunden am Samstagvormittag in einer kleinen Halle.


    4.1. Welche Unterstützung leistete der Jugendleiter/-koordinator in der Startphase?


    Aushändigung von Schlüsseln und Ballsäcken an die Betreuerin. Sie wurde, so glaube ich, auch bei der Abwicklung der organisatorischen und administrativen Aufgaben unterstützt. Mehr gab es nicht. Die Jugendleitung hatte aber auch gerade gewechselt, so dass die Jugendleitung sich auch erst mal in ihre Aufgabe hinein finden musste. Später war es dann so, dass man sich mit seinen Anliegen an sie wenden konnte, es aber nicht ganz einfach war, sie zu erreichen. Solange es in den Mannschaften keinen Ärger gibt, hält sich die Jugendleitung raus. Aber es kann auch jeder Trainer machen, was er will, solange es keinen Ärger gibt.


    4.2. War den Vereinsverantwortlichen der Gewinn von Spielen bzw. Meistertiteln wichtiger oder stand die Ausbildung von Spielern im Mittelpunkt?


    Es wurden keine Prioritäten ausgegeben. Wie gesagt, es wurde eher verwaltet als gestaltet, und solange es in den Mannschaften keine größeren Probleme gab, wurde auch nicht geguckt.


    4.2. Welche Wertschätzung und finanzielle Unterstützung (Aufwandsentschädigung) hast du für meine Traineraufgaben (Trainingsvorbereitung, Betreuung und Führung während des Trainings- und Punktspielbetriebs) erhalten?


    Eine Übungssammlung, die ich mal kaufen wollte, wurde übernommen. Ansonsten gibt es zu Weihnachten eine Einladung zum gemeinsamen Essen und ein kleines Geschenk, also ein T-Shirt, ein Trikot oder ein Handtuch. Um das Steuersparmodell mit der Übungsleiterpauschale habe ich mich irgendwann selbst gekümmert, das wurde auch ermöglicht.


    4.3. Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gab es im Verein? (z.B. Infos über Kurzseminare und Trainerlizenzausbildungen?


    Wenn man sich selbst darum kümmert, übernimmt der Verein die Kosten für eine Lizenz, so habe ich den Trainer C-Breitenfußball gemacht. Einmal war auch das DFB-Mobil bei uns. Ansonsten wird das Thema von Vereinsseite nicht forciert.


    4.4. Gab es feste Termine für Besprechungen im Jugendbereich? Wenn ja, wie verbindlich waren die Ergebnisse dieser Besprechungen für dich und andere?


    Nein, es gab und gibt sie weiterhin nicht. In meinem zweiten oder dritten Jahr gab es mal einen Abend, zu dem die Jugendleitung alle Trainer und Betreuer einlud, aber bei diesem einen mal blieb es dann auch leider.


    4.5 Gab es Unterstützung von Vereinsverantwortlichen bei Konflikten (mit Kindern, Eltern, Trainerkollegen, Jugendleiter)?


    Es hätte sie wohl gegeben, wenn ich sie gebraucht hätte. Glücklicherweise ließ sich aber alles intern klären.


    5. Wie ist die Zusammenarbeit mit den Eltern der Spieler?


    Sie war stets gut, ich habe aber auch immer großen Wert auf die Elternarbeit gelegt, habe mich also um Transparenz bemüht sowie darum, mein Vorgehen und die Motivation dafür ausführlich zu erklären und zu begründen. Die Mühe, die wir uns mit jedem Spieler machten, wurde auch von den allermeisten Eltern anerkannt und gewürdigt, sie haben uns auch stets unterstützt. Wir haben aber auch immer mal wieder Aktivitäten unternommen, bei denen alle Eltern und teilweise auch Geschwisterkinder einbezogen wurden, z.B. ein Eltern- und Kinderturnier, gemeinsame Saisonabschlussfahrten in eine Jugendherberge mit Grillabend, Filmabend mit Pizzabestellung bei einem Spieler zu Hause, gemeinsamer Stadionbesuch.


    (Fortsetzung folgt)