Beiträge von tobn

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    Ich halte zwar nichts davon, in der F-Jugend einen festen Torwart zu haben, wenn es ihn aber bei Euch denn gibt, dann wäre es vielleicht am einfachsten, wenn er einfach für beide Teams ins Tor geht, das wäre dann ja so, als hättet Ihr 14 Spieler, Ihr könnt also zwei Teams à 6+1+6 bilden, wobei sich beide Sechsergruppen die '1' teilen. Mittelfristig würde ich aber anregen, auch im Tor zu rotieren. Wie sieht es bezüglich Rotation überhaupt bei Euch aus?


    Das gefällt mir. :thumbup: Ist aber leider die Ausnahme. Zumindest in unserer Region.


    Es sieht bei uns nicht anders aus. Das muss ja aber niemanden davon abhalten, mit gutem Beispiel voran zu gehen, oder? Wir hatten vorvergangenes Jahr ein solches Turnier veranstaltet, auch noch ohne Schiedsrichter und mit Futsalball. Das war dann zwar eine nicht ganz so spannende, aber sehr freundschaftliche und angenehme Veranstaltung, die, wie ich meine, uns auch durchaus viel Sympathie eingebracht hat.

    Ich würde auch wegen des von gustl bereits erwähnten weniger guten Verhältnisses von Nettospielzeit zu Gesamtdauer nur so viele Kinder zu einem Turnier mit nehmen, dass jeder Spieler auf über 50% der möglichen Spielzeit kommt, wobei das für mich das niemals zu unterschreitende Minimum darstellt, ich würde 67% und mehr anstreben. Wenn man selbst Gastgeber ist, würde ich auch versuchen, alle Spieler an den Start zu bringen. Dazu kann man mit jüngeren Spielern auffüllen, evtl. könnte man auch reihum einen Spieler der Mannschaft mit mehr Spielern in der anderen Mannschaft aushelfen lassen -- das sollte man den anderen Teams aber auch sagen und darauf achten, dass man dann auf keinen fall den Anschein erweckt, das auszunutzen, um den Turniersieg einzuheimsen. Wobei ich in der F-Altersklasse sowieso nur Jeden gegen Jeden spielen ließe und auf Platzierungen verzichten würde.

    Ich kann auch bestätigen, dass der Futsalball bei vielen Kids weniger ankommt, eben, wie Don Quijote schon sagte, weil man mit ihm nicht so fest schießen kann bzw. fester treten muss, um den selben Wumms zu erzielen. Dadurch kommen zu Beginn auch Pässe nicht an, weil der Ball auf dem Weg zum Mitspieler verhungert. Wenn sie sich aber darauf eingestellt haben, klappt es wunderbar. Ich würde allerdings in den jüngeren Jahrgängen auch leichte Futsalbälle nehmen.

    Nur mal so am Rand....diese Regeln gibts hier schon seit cirka 4 bis 5 Jahren minus die Bonusregel.


    Auch die Gestaltung für G- und F-Junioren? Bei uns spielen diese Jahrgänge genauso im 6+1:6+1 wie die E-Junioren, nur auf kleineren Feldern und mit leichteren und teilweise kleineren Bällen.


    Sie wurden so eingeführt wie ihr es nicht möchtet. Sie wurden ins Regelheft eingeführt....damit angeordnet.


    Natürlich wird der Spielbetrieb geregelt. Dagegen spricht sich keiner aus. Man möchte nur gerne mit so wenig Regeln wie möglich auskommen. Das finde ich durchaus auch richtig, wie so oft gilt hier das Zitat von St Exupery: "Ein Text ist nicht dann vollkommen, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern dann, wenn man nichts mehr weglassen kann." Ich kannte ihn bisher in der Form: "Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzufügen kann, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann."


    PS: Dieses Zitat von ihm ist auch nicht schlecht: "Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt zu leben.

    siebener, die meisten deiner Ideen finde ich sehr interessant, nur bei den Mädchen bin ich anderer Meinung. Die Migranten- und Deutschenquote könnte in einigen Gegenden, wo es einfach wenige Vertreter einer der beiden Gruppen gibt, zu Schwierigkeiten führen. Hättest du etwas gegen einen Spielbetrieb, der sich Anleihen bei Horst Wein holt und der folgendermaßen aussähe (für Bambini muss ich mir noch was ausdenken):

    • F-Junioren: Minifußball (3:3 auf zwei Minitore pro Seite) und Minifußball mit Torhüter (3+1:3+1 auf dem Minifußballfeld, Jugendtore)
    • E-Junioren: 6+1:6+1, evtl. mit Bonussen für viele Torschützen
    • D-Junioren: D9 auf ~70m x ~50m (bei uns wird auf Kreisebene über die volle Breite gespielt)
    • ab C 11:11

    am Sonntag haben wir (Herrenmanschaft , Kreisliga ) ein Hallenturnier und es findet nach futsalregeln statt, [...]
    Ich bin um jeden Tipp und Erfahrung sehr sehr dankbar !!!


    Hast du schon hier geschaut: http://www.dfb.de/index.php?id=55


    Dann habe ich noch auf http://training-wissen.dfb.de mal nach "futsal" suchen lassen, da gibt es eine ganze Reihe an Hits. Das Interview mit Paul Schomann ist interessant und enthält ein paar gute Links (http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=80&tx_dfbnews_pi1[sword]=futsal&tx_dfbnews_pi4[cat]=14), gut ist aber auch http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=46&tx_dfbnews_pi4[cat]=12, wo es auch einen Link zum Vergleich der Regeln gibt (Direktlink: http://www.training-wissen.dfb…ie/pdf/Futsal_Info_01.pdf).

    ich bin weit davon entfernt zu sagen, dass veränderung schlecht ist.


    Das freut mich. Zwischenzeitlich lesen sich deine Beiträge leider ein wenig so. Da ich gestern Abend nachgelesen habe, was am Abend und in der Nacht zuvor hier abging, kann ich auch besser nachvollziehen, dass die Fronten wieder stärker verhärtet sind. In diesem Zusammenhang finde ich es hilfreich, wenn man sich bei seinen Erwiderungen auf konkrete Aussagen bezieht, denn sonst bleibt oft unklar, woran man eigentlich Anstoß genommen hat. Und in diesem, wie in vielen anderen Threads, laufen ja inzwischen mehrere Gedankengänge parallel..


    aber manche dinge müssen sich auch mal in ruhe entwickeln, reifen. immer nachbessern oder wieder ändern ich weiss nicht.


    Keine Frage. Aber wenn man Nachteile des bisherigen Systems erkennt, sollte man doch auch versuchen, sie anzugehen, oder? Mir wäre der große Wurf auch lieber, daher bin ich ja auch nicht für Andres Regel, sondern dafür, den Spielbetrieb im Kinderbereich zu modifizieren, übrigens auf eine ähnliche Art, wie sie der hier so hoch geschätzte Horst Wein vorschlägt.


    in der f-jugend haben wir halbfeld auf kleine tore gespielt, alle die da waren haben auch gespielt, also oft 8 plus 1 oder so.


    Aber sind wir uns nicht darüber einig, dass das nicht gut ist? Der DFB propagiert intensiv das Spielen in kleinen Teams, aber dann ist der Wettspielbetrieb als 6+1:6+1 ausgeführt?! Was ist denn das für ein Quatsch? Das passt einfach nicht zusammen. Und wenn man sich da die Aussagen des letzten Jahrzehnts so ansieht, erkennt man, dass er in Sachen Training weiter fortgeschritten ist als in den Empfehlungen zum Spielbetrieb. Natürlich ist mir das 6+1:6+1 in der F lieber als ein 11:11 oder auch 9:9. Doof ist es dennoch, und mir wäre ein 3:3 und 3+1:3+1 viel lieber, und zwar einzig und alleine wegen der Kinder.


    ich habe vor sieben jahren in der E-jugend noch 11 gegen 11 gespielt. bekloppt, aber die jungs sind heute immer noch gut.


    Mag ja sein, dass du der Meinung bist, es habe deinen Kids nicht geschadet, aber um einzelne Spieler geht es nicht. Einzelbeispiele sind ungeeignet, um Thesen zu belegen, man wird für jede noch so idiotische These einen Einzelfall finden, der sie untermauert. Bitte glaube mir, dass ich hiermit nicht deine Aussagen meine, die ich keinesfalls für idiotisch halte! Aber ich frage dich: war es denn gut für die E-Junioren, im 11:11 zu spielen, war es für ihre Entwicklung besser als das 7:7 (im 6+1)?


    in der d-jugend haben wir dann im ersten auf großfeld und großtoren gespielt mit normalen ergebnissen. ein jahr später wieder vekleinert wie in der 11 aber auf kleintore am fünferraum.


    Das gab es bei uns nicht, da wurde bis zur Saison 2011/2012 D11 oder D7 gespielt, ersteres übers ganze Feld und reguläre, d.h. Erwachsenentore, das D7 übers Halbfeld auf Jugendtore. Daran, dass bei Euch bereits eine Verkleinerung des Felds im D-Bereich vollzogen wurde, kann man ja aber sehen, dass offenbar erkannt wurde, dass das Großfeld für D-Junioren eben noch zu groß ist.


    dann in der c wie die großen, ganzes feld mit drei normalen wechseln. danach dann verändert mit vier wechseln, rein und wieder raus.


    Bei uns darf im gesamten Jugendbereich beliebig oft ein- und ausgewechselt werden, es gibt aber eine Maximalzahl an Spielern, die gespielt haben dürfen. Soweit ich weiß, gab es in dieser Hinsicht keine Änderung seit ich Trainer bin, also mindestens seit 2006. Offenbar wurden bei Euch die Regeln des Seniorenbereichs einfach auch für die Junioren übernommen, und erst als die jüngeren Jahrgänge hinzu kamen, merkte man, dass das Kokolores ist. Befreundete Trainer, die selbst in der Jugend im Vereinsbetrieb waren (auf micht trofft das ja nicht zu), berichteten mir zumindest, dass es früher erst in der C-Jugend im Verein los ging.


    hinzu kamen dann veränderungen der feldgrößen und anzahlen in den jüngeren klassen.
    meine tabelle stand in der f-jugend vor neun jahren noch in der zeitung.
    jetzt sind sie weg. trotzdem sind meine jungs ganz normale jungs geblieben...


    Sind das aber nicht alles Korrekturen, die zwangsläufig notwendig waren, weil die entsprechenden Altersklassen mit zugehörigem Spielbetrieb neu eingeführt wurden? Waren nicht sowohl DFB als auch Landesverbände vor ~15 Jahren noch auf dem Stand der Achtzigerjahre? Irre ich mich völlig oder war der DFB nicht in den späten 90ern aufgewacht und hatte gemerkt, dass im Nachwuchsbereich vieles schief läuft? Woher kam denn dir Motivation für die Qualifizierungsoffensive?


    ich habe mit mädchen gemeinsam gespielt, mit physisch benachteiligten kindern und vielen migranten. hierzu gibt es leider keine regeln. findet jeder gut, aber eine regel? ne, lieber nicht...


    Da gebe ich dir auch Recht, ich möchte Andres Regel ja auch nicht haben. Aber ich finde unbedingt, dass der aktuelle Spielbetrieb nicht zu den vom DFB propagierten Zielen im Kinderfußball passt, und deshalb reformiert werden sollte. Jetzt mal nur aus der Sicht eines Kinderfußballtrainers, der sich für alle seine Spieler das Beste wünscht, wie würdest du den Spielbetrieb gestalten? Mal ganz ohne Jugendleiterbrille.

    ich schrieb irgendwo, dass es eine Selbstkontrolle wäre. Diejenigen Trainer die gewinndenkend sind und sich deswegen nicht an die Kifuregeln halten, würden sich durch ihre "Gier" nach Gewinn und Punkten und Aussendarstellung in den Fällen wo sie sich der Regel zu ihrem Vorteil entziehen...durch das Gegenüber oder gefrusteter Spieler oder Eltern die um die Regel wissen beobachtet fühlen.


    Das ist aber keine Selbstkontrolle, das ist ganz stinknormale Kontrolle durch andere Personen.


    Ein DANN ausgeführter Wink an den Staffelleiter könnte dann die Folge sein und würde z.B. zu einem Punktverlust oder/und eine Geldstrafe führen.


    Das gefällt mir nicht. Bei uns im Kreis wird ohnehin schon jeder Mist bestraft, ich lese da immer nur Strafe, Strafe, Strafe, und da man die viel zu kurzen und nicht selten vor grammatikalischen Fehlern durchsetzten Ankündigungen und Verlautbarungen häufig nicht versteht, hat man permanent die Befürchtung, irgendetwas zu tun, das bestraft wird. Hinzu kommt, dass die Vorschriften i.d.R. nicht begründet werden. So ist z.B. unter Strafe verboten, in der Hallenrunde eigene Bälle in die Hallen zu bringen. Eine offizielle Begründung habe ich noch nicht vernommen, nur Mutmaßungen allenthalben. Da ich es absolut verständlich finde, dass Mannschaften, die an einem Turnier teilnehmen, sich vor diesem in der Halle mit Bällen warm machen wollen, und typischerweise der Veranstalter dazu nicht genügend Bälle vorhält und sie häufig auch nicht dafür heraus geben möchte, stößt bei mir die Regelung auf Ablehnung. Dass sie nicht begründet und auch noch unter Strafe gestellt wird, lässt meinen Groll zusätzlich anwachsen.


    Das ist ein anderes Beispiel, aber eben ein Beispiel dafür, dass sanktionierende Regeln weniger auf Akzeptanz stoßen als solche, die das gewünschte Verhalten belohnen. Und obwohl ich absoluter Verfechter des Rotationsgedankens bin, kann ich die von dir vorgebrachte Regel nicht unterstützen, ich wollte sie nicht haben. Ich bin tatsächlich auch kein Freund von Verbot über Verbot, Einschränkung um Einschränkung. Daher plädiere ich ja auch dafür, den Spielbetrieb so umzugestalten, dass KiFu-freundliches Verhalten implizit belohnt wird.


    Die Idee mit den Bonuspunkten würde die Maßnahme zusätzlich unterstreichen...die Idee fand ich klasse.


    Sie ist aber nicht als Zusatz gedacht, sondern soll die von dir vorgeschlagene Regel im wesentlichen ersetzen. Dazu sind noch einige weitere flankierende Maßnahmen denkbar, zu denen sicher auch die deutlich stärkere Förderung und Aufklärung der Basis gehören sollte. Aber 'deine' Regel würde ich nicht einbringen, tut mir leid, obwohl ich deine Motivation für richtig halte.

    tobn: in den Thread sind wir ja noch ;) Da habe ich das auch, kurz nach Dir, vorgebracht.


    Stimmt, du warst derjenige, der so frenetisch zugestimmt hat. Das war sehr angenehm, vielen Dank! Und tut mir leid, dass ich das eben übersehen habe.


    Wo machen wir den Klub auf?


    Naja, das ist ja einfach, von mir aus können wir ihn hiermit für eröffnet erklären.


    Und wie überzeugen wir andere Trainer und Verbände?


    Das ist wiederum deutlich schwieriger und auch aufwendiger. Leider, meinem persönlichen Empfinden nach, wird in diesem Thread noch zu viel über die eingangs von Andre vorgeschlagene Regel gestritten anstatt über Ansätze, welche das erwünschte Verhalten fördern würden.


    Zu deinem Einwand, Brechstange, man möge doch weder Rotation noch Beidfüßigkeit vorschreiben, sei gesagt, dass man das in unseren Modellen nicht tun würde. Würde man aber z.B. eine hohe Zahl an Torschützen belohnen, so würde sich die Rotation eben auch ergebnistechnisch lohnen. Die Beidfüßigkeit muss man meiner Ansicht nach nicht separat fördern, beidfüßige Spieler sind ihren Mitspielern, die diese Eigenschaft nicht aufweisen, gegenüber ja ohnehin im Vorteil.

    Mein Vorschlag:
    Bambini: 3gg3
    F-Jugend: 3+1 gg 3+1
    E-Jugend: 4+1 gg 4+1


    Willkommen im Kliub. In eine ähnliche Richtung argumentiere ich ja auch, erstmals in diesem Thread hier: angeordnete Rotation über eine neue Regel hätte nur Vorteile und keine Nachteile. Von mir aus könnte man, wie ich vor nur ein paar Beiträgen schrieb, im E-Bereich auch beim 6+1:6+1 bleiben, bei der D-Jugend ist das D9 ja gerade erst mühsam etabliert worden. Aber ich wäre auch dafür, im F-Bereich (und darunter) 3:3 und 3+1:3+1 zu spielen.

    Ich gehe mit Euch absolut konform, dass es besser ist, die Ursachen als die Symptome zu bekämpfen, und auch ich empfinde erfolgreiche Überzeugungsarbeit als befriedigender als die Definition von Vorschriften, deren Zweck nicht eingesehen wird. Aber mit allen sinnvollen Appellen kommt man dauerhaft nicht dagegen an, dass nun mal im Fußball und anderen Ballsportarten das eigentliche Ziel des konkreten Spiels es ist, am Ende mehr Tore oder Punkte zu haben als der Gegner. Das ist ja gerade das Geniale am 2x3:3 im Handball: dadurch, dass am Spielende die Zahl der Tore mit der Zahl der Torschützen multipliziert wird, streben auch die siegesgeilen Trainer danach, möglichst viele Torschützen zu haben, und setzen bereits von sich aus fast alle Spieler vorne wie hinten ein. Das tun sie, obwohl es nicht vorgeschrieben ist, eben weil es belohnt wird, und zwar durch das eigentliche Ziel des Spiels. Das 2x3:3 stößt beileibe nicht auf universelle Gegenliebe, aber ich finde es für die Kinder ganz wunderbar. Die Überzeugungsarbeit ist wichtig und sollte auch noch intensiviert werden, keine Frage, aber es wäre aus meiner Sicht töricht, wenn man weiterhin versuchen würde, mit Aufklärung, Appellen und anderen warmen Worten die Leute in die eine Richtung zu bewegen, während der Spielbetrieb in eine andere weist.

    Egal ob bewußt oder nicht! Dann wäre es doch besser, jemand findet den Mut, es auszuprobieren und schreibt hier seine Erfahrungen damit rein. Den während Andre glaubt, durch die Rotation werden Spieler, Trainer und Eltern zufriedener, glauben Andere daran, dass die Trainer scharenweise den Verein verlassen, wenn sie auf diese Verordnung verpflichtet werden.


    Hmm, letztere Befürchtung habe ich noch nicht gelesen... Die Gegenpositionen zu Andres Ansinnen waren doch eher:

    • Rotation ist wünschenswert, Andres Vorschlag aber nicht umsetzbar
    • der Vorschlag geht zu weit und schränkt die Trainer zu stark ein
    • zwar gibt es Spieler, welche rotieren können und wollen, aber auch solche, für die es weniger gut ist
    • man sollte die Regeln auf das unbedingt notwendige beschränken


    Das sind alles berechtigte und ernst zu nehmende Einwände. Die Befürchtung, dass sich die Massen vom Fußballsport abwenden könnten, habe ich nicht vernommen, empfinde sie auch als polemische Übertreibung, die das hehre Ziel Andres, Jugendspieler bestmöglich zu fördern auf ungebührliche Art ins Lächerliche zieht und damit diskreditiert.


    Man muß das, was man nicht beurteilen kann, ausprobieren, um sich danach ein besseres Urteil zu erlauben. Wie wärs, wer würde es sich zutrauen?


    Was denn, die Rotation? Ich habe sie praktiziert, dazu gehört nicht wirklich viel, wenn man dazu bereit ist, als Reformtrainer seinen Mann zu stehen und dabei vor allem bei den Eltern viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich kann aber nicht behaupten, dass mein Vorgehen irgendwelche Auswirkungen in anderen Mannschaften gehabt hat. Diesbezüglich stimme ich Andre durchaus zu, durchgreifende Änderungen werden durch Sonntagsreden und vereinzelte Leuchttürme nicht erzielt, dazu ist der Nebel im Kinderfußball einfach zu dicht. Dazu benötigt es unbedingt Reformen im Spielbetrieb und einer Verschiebung der von oben kommunizierten Prioritäten.


    1.) informiere dich doch bitte mal, wie regeln (auch sonder- und/oder ausnahmeregeln) für das regelwerk (auch im kifu) zustandekommen


    Wieso teilst du dein Wissen nicht mit uns?


    2.) [...] ich sehe bei dir kein "erfahrungsauge" [...]". 'erfahrungsaugen' [/b]sehe ich eher bei den praktikern hier im forum (was sich auch meist an den gemässigten und realisierbaren problemlösungsansätzen zeigt)


    Ich nehme für mich durchaus in Anspruch, über entsprechende Erfahrungen zu verfügen, habe ich doch eine Mannschaft von der G- bis zur D-Jugend trainiert, und kenne ich auch das Vorgehen im Kinder- und Jugendhandball. Und da habe ich mich auch schon intensiv mit den Trainern unterhalten, richtige Fachgespräche geführt und die Ideen, Konzepte und Regelungen verglichen. Der aktuelle Trainer unserer Tochter hat die C-Lizenz, erzählt auch Dinge von der Ballschule Heidelberg, etc. Das ist fundiert.


    3.) die zukünftigen probleme im nachwuchsfussball bzw. im fussball im allgemeinen, sind wohl weniger rotation, fairplayliga, oder die konzeptionen zum kifu, sondern wohl eher, wie man sich einem sterben der nachwuchsmannschaften und damit einhergehend auch dem vereinssterben entgegenstellen kann.


    Das ist sicherlich ein wichtiges Problem, keine Frage, aber ein anderes. Man sollte sich darum seine Gedanken machen, man sollte auch versuchen, ihm zu begegnen. Aber es ist nicht die einzige Herausforderung im Kinder- und Jugendfußball. Die Verbesserung von Trainings- und Spielbetrieb ist durchaus auch eine Aufgabe, und sie hat viele Facetten. Andre hat sich eine herausgegriffen und möchte sie gerne verbessern. Nur, weil es andere, für einige Vereine auch dringendere Probleme gibt, ist das noch lange nicht verwerflich oder auch nur ansatzweise falsch. Man sollte nicht den Fehler machen, beide Komplexe zu sehr zu vermengen, da man sonst die Aufgabe nach und nach immer größer macht und sie irgendwann herkuleanische Ausßmaße annimmt. Aber man kann schon fragen, ob eine Förderung der Rotation im Kinder- und teilweise auch im Jugendfußball nicht sogar dem Dropout eher entgegenwirken als ihn zu unterstützen. Ich bin da recht entschieden der Auffassung, dass ersteres der Fall ist.

    Zunächst einmal möchte ich feststellen, dass sich bisher niemand zu Wort gemeldet hat, der die Rotation und ihre langfristigen Vorteile für die Ausbildung der Kinder in Frage stellt. Ich habe den Eindruck, dass hier für den Kinderbereich, also alle Altersklassen bis zur E-Jugend (inklusive) darüber Einigkeit besteht, danach gibt es kein eindeutiges Meinungsbild mehr. Ich kann persönlich auch nachvollziehen, dass die Rotation mit zunehmender Zahl der Spieler auf dem Feld und dadurch steigender Diversifizierung der typischen Aufgaben auf dem Spielfeld zu einer größeren Herausforderung wird. Ich denke auch, dass mit zunehmendem Alter sich die Möglichkeiten der verschiedenen Spieler deutlicher abzeichnen, so dass man bei B- schon eher als bei F-Junioren erkennen kann, welcher Spieler deutlich besser für eine oder zwei Positionen geeignet ist als für andere. Ich kann mir daher durchaus vorstellen, dass man einigen Spielern in den höheren Altersklassen keinen Gefallen tut, wenn man sie zwingt, auf Positionen zu spielen, für die sie weniger geeignet sind, und auf denen sie auch gar nicht spielen wollen -- sie können das auch bereits einzuschätzen und artikulieren. Nichtsdestotrotz gibt es da sicherlich auch Spieler, die universeller veranlagt und auch interessiert sind. Ich denke, dass auch ein B- oder A-Jugendtrainer dann gut beraten ist, solchen Spielern die Gelegenheit zu geben, auf verschiedenen Positionen Erfahrungen zu sammeln.


    Und im Kinderbereich ist die Rotation meiner Meinung nach für die meisten Spieler sinnvoll. Es gibt da zwar auch Einzelfälle, die mit bestimmten Aufgaben überfordert sind und die man daher ausnehmen darf, aber sie sind selbst in schwächeren Mannschaften die Ausnahmen. Den Wert der Rotation als Regelfall schränken sie meiner Meinung nach nicht ein.


    Tatsächlich ist die Positionsrotation auch im Kinderbereich auf den deutschen Fußballplätzen doch heutzutage eher die Ausnahme als die Regel. Daher empfinde ich durchaus Sympathie für Andres grundsätzliche Motivation und bin auch nicht sonderlich optimistisch, dass das Beispiel der ja doch recht wenigen Reformtrainer ausreichen wird, um einen Paradigmenwechsel im Kinderfußball zu bewirken. Zumal die Rotation und auch die Befolgung einiger anderer KiFu-Prinzipien sich kurzfristig ja noch nicht auszahlen, während F-Mannschaften, die mit Stammmannschaft auf festen Positionen auftreten, Turniersiege am laufenden Band produzieren.


    Ich finde da durchaus auch interessant, wie in anderen Ballsportarten vorgegangen wird, und habe in diesem Zusammenhang den Handball, den unsere Tochter praktiziert, als Beispiel. Ich habe die Spielform des 2x3:3 schon öfters angeführt, das ist eine Art zu spielen, die sich sehr stark vom 'richtigen' Handball unterscheidet. Dann kommt noch dazu, dass dort ja am Ende die erzielten Tore mit der Anzahl der Torschützen multipliziert wird. Was meint Ihr, wie sonderbar das den Eltern und anderen Außenstehenden, die damit erstmals in Kontakt kommen, erscheint. Dennoch ist es für die Entwicklung der jungen Spieler eine tolle Sache.


    Und nach dieser recht langen Einleitung kann ich auf zwei Posts antworten:

    Während man gedacht hat, jetzt kommen keine Vorschläge mehr, von wegen "der Torwart muß aber in der 33. Schwangerschaftswoche geboren sein", hat "tobn" schon gleich ein Bonussystem bei der Hand, womit die Anzahl der Torschützen belohnt werden sollen, wenn nicht über 30 Spieler pro Mannschaft angemeldet werden! So wird die Idee doch ad adsurdum geführt!


    Ich muss dir widersprechen. Die Belohnung einer großen Zahl an Torschützen ist durchaus geeignet, die Rotation zu fördern. Das hat nichts mit irgendwelchen Absurditäten à la Schwangerschaftswochen zu tun. Wie gesagt, im Handball wird so etwas praktiziert, es funktioniert wunderbar. Der Charakter des Spiels verändert sich zwar deutlich, aber er tut dies in eine Richtung, die der Ausbildung der jungen Spieler zugute kommt, der die Ausprägung der grundsätzlichen technischen und individualtaktischen Fähigkeiten unterstützt. So etwas gibt es im Fußball nicht. Daher bin ich ja auch dafür, im F-Bereich nicht den Kleinfeldfußball zu spielen, sondern Minifußball. Das würde viel besser zum Ausbildungskonzept passen. In der E könnte man dann zum 6+1 übergehen, worauf sich in der D ja das D9 anschließt.


    Unabhängig davon machte aber MichaMittelfeld einen Vorschlag dazu, wie man unter Beibehaltung des aktuellen Spielbetriebs die Rotation fördern könnte: man belohnt am Saisonende Mannschaften mit vielen unterschiedlichen Torschützen. Das ist doch eine ganz einfache Sache und hat noch nicht viel mit Mondphasen oder Schwangerschaftswochen zu tun. Die entsprechenden Daten werden auch alle bereits ab der D-Jugend im elektronischen Spielbericht erfasst, für die jüngeren Jahrgänge wäre das auch kein Problem, ich glaube sogar, dass das bereits der Fall ist -- von einer Veröffentlichung ist nach wie vor keine Rede. Ich denke dann MichaMittelfelds Vorschlag nur ein Stück weiter und konkretisiere ihn. Dabei sind mir ein paar Möglichkeiten aufgefallen, wie das grundsätzlich positive Wirkungspotenzial der Regel ins Gegenteil verkehrt oder sie missbraucht werden könnte. Dadurch wird sie aber nicht verkompliziert, was du aber anzunehmen scheinst.


    Ich bin wahrlich kein Freund der Regelungswut und, wie ich bereits erwähnte, auch absolut dagegen, in Form von Kurzschlusshandlungen immer neue Regeln einzuführen, die nicht ordentlich durchdacht sind. Das heißt aber nicht, dass ich die aktuellen Regeln für sinnvoll halte. Ich denke, dass ihnen eine Reform durchaus gut täte und erkenne, dass in dieser Hinsicht andere Sportarten durchaus weiter sind als der Fußball.


    (Fortsetzung folgt)

    Wenn ich mich bei uns bei den Jugendmannschaften so umsehe, sehe ich schon in der G-Jugend Kinder, wo du dir in einigen Fällen die Augen reibst, wie die spielen. Bei manchen Mannschften siehst du einen Riesenunterschied zu unseren Kindern, bei vielen anderen hingegen nicht.


    Das ist ganz normal. Es gibt dann Spieler, die im Leitungsgefüge mehr oder weniger dort bleiben, wo sie sind. Es gibt aber auch Fälle, in denen sich Kinder überdurchschnittlich entwickeln, und auch solche, die längerfristig eher zurück fallen. In der G ist diesbezüglich keinesfalls eine Prognose möglich.


    Ich denke,mein Mann findet es einfach nur schade, dass sie nicht zeigt, was sie kann [...]


    Er sollte unbedingt seine Erwartungen zurück fahren, Eure Tochter kriegt sie doch mit. Dazu muss er sie nicht mal offen aussprechen.


    [...] - ich weiß, er ist da zu streng und da sind wir uns oft nicht einig. Ich sage da viel weniger als er.


    Lobe sie vielleicht mal mehr.


    Den Druck macht sie sich zum Teil selbst, sie hat so einen eigenen hohen Anspruch an sich selbst - wir nicht ! - wenn es nicht perfekt ist, wird sie böse auf sich selbst


    Natürlich wollen Kinder gefallen, anderen wie sich selbst. Das geht am ehesten über Erfolgserlebnisse. Zum Problem wird das Streben nach diesen Erlebnissen, wenn man die Ziele zu hoch steckt. Ihr könntet ihr aufzeigen, was sie alles an Kleinigkeiten toll gemacht hat. Die Perfektion ist unerreichbar, das wisst Iht, sie aber noch lange nicht, sie begreift ja wahrscheinlich nicht mal das Konzept der Perfektion. Ihr könnt ihr Wertesystem aber noch unheimlich beeinflussen, ich denke, da besteht noch ein großes Potenzial.

    Alle Mannschaften, von denen jedes gemeldete Mitglied am Ende der Saison mindestens ein Tor geschossen hat, bekommt einen Extra-Punktebonus.


    Es gibt aber manche Spieler, die einfach nie ein Tor schießen werden -- ich war selbst als Kind so einer. Daher finde ich eine Regelung, welche viele Torschützen belohnt, zwar gut, würde sie aber nicht so binär gestalten, sondern eher über die Zahl der unterschiedlichen Torschützen gehen, also dass man gestaffelte Bonuspunkte bekommt, z.B.:

    • 1-3 Torschützen: kein Bonuspunkt
    • 4-6 Torschützen: 3 Bonuspunkte
    • 7-10 Torschützen: 6 Bonuspunkte
    • mehr als 10 Torschützen: 9 Bonuspunkte


    Man könnte auch pro Torschütze einen Zusatzpunkt vergeben, ich würde aber den Wettbewerb nich gerne zu Ungunsten der Teams mit kleinerem Kader verzerrt sehen, sonst kommen noch Vereine auf die Idee, einen 30er-Kader zu melden. Außerdem würde ich nur solche Torschützen zulassen, die eine Mindestzahl an Spielen für das fragliche Team bestritten haben, sonst werden munter die Spieler der Ersten für jeweils ein Spiel in die Zweite runter geholt, damit sie da ihr Tor schießen und für den Punktebonus sorgen.

    Dabei kommt mir die Frage, ob Einfrieren nicht nur zur Fehlerermittlung dient, sondern auch besonders gelungene Aktionen herausstellen kann (Wiederholung derselben --> Aha, genau) ?


    Was man da schon ganz gut machen kann ist eine gelungene Aktion explizit und deutlich erklärend loben, wenn sie abgeschlossen ist und damit sowieso eine Spielpause entstanden ist, wenn sich also der Ball im Aus befindet. Ggf. geht das auch nach einem Tor, das ist aber vermutlich nicht selten eine so emotional geprägte Situation, dass die Aufmerksamkeit der Spieler überfordert sein dürfte.

    Wir haben deshalb noch keine richtige Sportbrille gekauft, weil wir gar nicht wussten, ob es wirklich daran liegt. Solange ist das einfach nur eine etwas robustere Zweitbrille.


    Ich kenne mich mit Brillen, wie gesagt, nicht so aus, kann Eure Beweggründe aber durchaus nachvollziehen. Die Gefahr, die von der Titanbrille ausgeht, kann ich nicht einschätzen. Ich denke aber, dass Ihr nun schon versuchen solltet, heraus zu finden, ob Eurer Tochter die Brille beim Sport hilft oder ob sie überflüssig ist. Und wenn sie ausreichend nützlich ist, dann würde ich auch in eine Sportbrille investieren. Augenarzt oder Optiker müssten Euch auch sagen können, ob und inwieweit die Krankenkasse sich da beteiligt. Die Einlagen unseres Sohnes werden komplett übernommen.


    Witzigerweise sagte sie am Wochenende (wir hatten zwei Turniere) gar nichts von irgendeinem Schwindel oder Übelkeit.


    Hat sie sich da eventuell kaum bewegt? Aber unabhängig davon muss sie Euch ja nicht ständig und immerfort erzählen, wie sie sich gerade en detail fühlt, oder? Das wäre für meine Begriffe eher sonderbar..


    Mit Beginn der Hallensaison wurde es schlechter - kann es vielleicht auch ein Stückweit daran liegen ?


    Es ist nicht auszuschließen, um es beurteilen zu können haben wir aber viel zu wenige Informationen.


    Niemand zwingt sie zum Fußballspielen. Sie spielt mit allem, was einem Ball ähnelt, wenn sie zuhause ist und will sogar zum Training, wenn es ihr nicht so gut geht.


    Das ist doch toll. Jetzt solltet Ihr bzw. Dein Mann sie auch noch wie ein, besser noch sein Kind behandeln und es unterstützen, dann kommt auch alles in Ordnung. Und es gilt weiterhin: mach Dich mal nicht so verrückt.