Beiträge von tobn

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    Cool! Gestern, nachdem ich das erste mal bei unserer F2 als Co-Trainer auflief, fragte ich unsere Jugendleiterin, ob sie denn da von irgendwelchen Ambitionen des Kreises wüsste und sprach auch die Möglichkeit an, dass ich bei der nächsten Jugendleitersitzung dafür werben könnte -- natürlich nach vorheriger Information der Verantwortlichung und mit ihrer Zustimmung. Nun kommt das ja wohl, mal sehen, ob ich dabei helfen kann, dass die Umsetzung auch hin haut.

    Ich kann mir das auch gut vorstellen und fände es klasse.


    Das freut mich.


    Die Realität sieht hier aber so aus, dass viele Vereine es gerade so schaffen irgendjemand zu finden, der die Kinder irgendwie betreut. Wenn derjenige Glück hat, findet er irgendeinen Vater, der bei Hallenturnieren am Rand steht mit der Pfeife in der Hand. Wenn nicht, steht auch gerne mal der Trainer, der seine Mannschaft alleine betreut, dann auch noch als Schiedsrichter da zwischendurch.


    Klar, das ist sicherlich so, und man hat es als Trainer sicher auch nicht immer leicht, aber viele Trainer sind auch zum Teil selbst schuld. Wenn man Hilfe von den Eltern braucht, muss man auch dazu bereit sein, darum zu bitten, ja, teilweise sogar sie einzufordern. Natürlich nicht von allen Eltern in gleichem Maße und natürlich auch nicht in unverschämter Art und Weise. Und man muss sich natürlich erkenntlich zeigen, Anerkennung zollen, das Verhältnis pflegen, das ist alles klar. Aber das gehört meiner Meinung nach einfach auch zum Traineramt dazu. Außerdem, so meine Erfahrung, erleichtert es langfristig die Arbeit ungemein, weil man eine kooperative Stimmung schafft. Als wir gegen Ende der E-Jugend ein Minifußballturnier mit vier gleichzeitig bespielten Feldern austrugen und gleichzeitig noch Turnierleitung und natürlich Bewirtung durchführen mussten, habe ich mich selbst als Trainer am Turniertag nur um die Koordination und die Klärung von Fragen kümmern müssen, ich hatte acht Spielleiter, der Grill war permanent besetzt, die Kaffee- und Kuchentheke auch. Das lief super. Ich glaube dabei nicht, dass ich eine überdurchschnittlich motivierte Elternschaft hatte. Aber wir haben uns über Jahre hinweg darum bemüht, den Eltern zu zeigen, wie viel uns an ihren Kindern liegt und was wir für sie tun, und haben gleichzeitig sie um ihre Hilfe gebeten. Bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, auf die man dann auch nicht angewiesen ist, hat das großartig funktioniert. Und ich bin davon überzeugt, dass es in den meisten Fällen klappen kann. Wie gesagt, man darf nicht darauf warten, dass die Leute kommen und von sich aus fragen, ob sie helfen können, so selbstlos sind nur ganz wenige. Aber man sollte nicht immer mehr und mehr Aufgaben übernehmen, bloß weil man auf die erste vorsichtige Anfrage oder schüchtern geäußerte Bemerkung am Rande eines Spiels die Leute einem nicht die Bude einrennen. Nein, da muss man dann auch mal sagen, was geht und was nicht mehr geht, und dann kann es z.B. auch heißen, dass die Weihnachtsfeier nur stattfinden kann, wenn die Eltern sie organisieren. Oder auch, dass es nun mal vorkommen kann, dass man nicht bei allen Pflichtspielen die Mannschaft begleiten kann und man dafür auch ein paar Freiwillige braucht, die bereit wären, an diesen Tagen die Verantwortung zu übernehmen.


    Es gibt Kollegen, die wahnsinnig engagiert sind, aber oft wird doch das Traineramt mit minimalem Aufwand betrieben. Da glaube ich nicht, dass solche Regelungen auf viel Begeisterung treffen würden, einfach weil sie das Engagement übersteigen, das viele bereit sind zu leisten. Die Frage ist natürlich, ob es nicht trotzdem eine gute Maßnahme wäre, weil man damit ja mehr Engagement von den Vereinen einfach fordert und es dann vielleicht über kurz oder lang auch bekommen würde.


    Ich finde halt, dass Minimalaufwand einfach nicht ausreichen darf. Und da finde ich, dass man sich nicht auf den Nenner einigen muss, den diejenigen vorgeben, die nur dazu bereit sind, Minimalaufwand zu betreiben. Sie können dann halt nicht mitspielen, fertig. Es ist bei uns auch so, dass Mannschaften, die einmal in der Halle nicht antreten, vom Rest der Hallenrunde ausgeschlossen werden (und eine Strafe bezahlen müssen). Mit Strafen ist man bei uns im Kreis fürwahr nicht zimperlich. Bei meinem Vorschlag gäbe es ja nicht mal eine Strafe, eine entsprechende Zahl an qualifizierten Schiris wäre schlicht und ergreifend Teil der Zulassungsvoraussetzung. Ich für meinen Teil würde übrigens als Trainer sicher auch an der Qualifikation teilnehmen, um für Eventualitäten gewappnet zu sein. Ich würde aber nur im absoluten Ausnahmefall selbst pfeifen..


    WICHTIG wäre allerdings dabei, dass diese Personen damit nicht zu richtigen Schiedsrichtern werden, die dann der Verband und Kreis einteilen kann. Sie sollen nicht dazu verpflichtet werden können, bei Veranstaltungen Spiele zu leiten, an denen ihr eigenes Team nicht teilnimmt.


    Wenn übrigens dann mal bei einem Turnier eine Mannschaft keinen Schiri stellen kann, so müsste das halt ein anderer machen. Ich würde den Verein, der seiner Pflicht nicht nachommt, dann auch nicht ausschließen, aber sehr wohl zu einer Geldstrafe verdonnern. Ich würde dann sogar einen Teil davon an die Vereine ausschütten, die stattdessen mehr Spiele pfeifen mussten, als wofür sie eingeteilt waren. Oder es macht der gastgebende Verein und er sackt einen Teil der Strafkohle ein.

    (Anm. des Verf.: Hervorhebung durch mich)


    Bei euch wird wenigstens versucht, es umzusetzen, bei uns geht da überhaupt nichts voran. Wisst ihr denn, ab wann es vorgeschrieben ist? Wird es überhaupt vorgeschrieben?


    Hilf mir bitte: was meinst du, wenn von von ihm sprichst (also bei dir "es")?


    Bei uns ab der D-Jugend übrigens auch, allerdings ist mir noch kein Schiri begegnet, der die Futsalregeln kennt. Vielleicht ab C-Jugend, da wird, glaube ich, im Rahmen der Hallenkreismeisterschaft Futsal in Reinform gespielt. In der D-Jugend gibt es da seit letztem Jahr Hallenfußball mit dem Futsalball, davor und in den unteren Jahrgängen noch den herkömmlichen Hallenfußball mit Filzball.


    Hier (FV Rheinland) ist halt finsterste Fußballprovinz. Der Vorschlag mit der verpflichtenden Schulung ist daher denke ich utopisch, so gerne ich das sehen würde.


    Wieso hat das etwas mit der Provinzialität zu tun? Ich verstehe, dass der Weg kein leichter ist und durchaus eine gewisse Hingabe seitens der Verantwortlichen erfordert, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass man es zur Bedingung zur Teilnahme an der Hallenrunde macht, dass jeder Verein für jede Mannschaft, die an ihr teilnimmt, mindestens eine Person auf die Futsal-Kurzschulung schickt. Und bei den Turnieren müssen eben diese Leute dann die Spiele pfeifen, fertig. Das ist bei uns in der Hallenrunde in F- und E-Jugend auch so, da treten typischerweise fünf Vereine gegeneinander an, jeder gegen jeden, und die Spiele werden von einem Vertreter einer der Mannschaft gepfiffen, die am selben Turnier teilnimmt. Die Einteilung steht auch vorher schon fest. Das kann alles so bleiben, wie es ist, aber es müssen Leute machen, die ihre Kompetenz nachweisen können und auch bitte schön zu Turnierbeginn müssen, also in Form einer Bescheinigung mit Namen des Trägers, der dann ja mittels Lichtbildausweis kontrolliert werden kann.


    Ich fände das gut. Es müssen ja gar keine offiziellen Schiris sein, mir sind Spielerväter absolut recht, wenn sie sich denn haben qualifizieren lassen. Wir hatten genügend Papas, die das gerne gemacht hätten. Durch die gemeinsame Fortbildung lernen sie sich auch kennen, sie wissen bei den Turnieren, wer sie sind und können sich auch gegenseitig unterstützen, wäre das nicht eine tolle Sache?


    Im übrigen sind im Futsal ja eigentlich zwei Schiedsrichter vorgesehen, auch das könnte man so hin bekommen. Dann ist auch nicht nur einer der Dumme, sondern er hat einen Kollegen, der ihn unterstützt, wenn mal wieder ein Trainer oder Spielerpapa meint, es besser zu wissen.

    Andre: Die 37"-Sendung war für mich Schwachsinn, sorry: von Frauen für Frauen über Frauen, aber im Titel "Schüler..."? Jungs wurden mit einem Nebensatz abgetan: sie hätten auch Druck, toll.


    Solche Sendungen können doch immer nur einen kleinen Ausschnitt liefern. Diesmal waren es drei Mädels, na und? Es ging um Schüler, und diese Mädchen sind Schülerinnen. Ihre Probleme waren ja auch unterschiedlich gelagert, eine war überfordert, weil ihre Mutter sie mit besten Absichten auf ein bilinguales G8-Gymnasium gesteckt hat, auf dem die meisten Mitschüler offenbar schon länger dabei und in fast sämtlichen Fächern weiter sind, bei den anderen beiden war es ihr eigener Drang nach Perfektion und Leistung, mit dem sie sich überforderten. Dass da auch praktisch nur die Mütter beteiligt waren, liegt bei der Jüngsten daran, dass der Papa schlicht und ergreifend permanent abwesend ist, bei der Realschülerin wurde gesagt, dass er arbeiten musste, als sie aus der Klinik heimkam. Dass sich in der Hauptsache die Mütter um die schulischen Angelegenheiten ihrer Kinder kümmern, entspricht aber auch durchaus dem, was ich in unserem Umfeld beobachte.


    Das heißt aber nicht, dass Jungs nicht auch betroffen sind oder sein können. Die Sendung wollte sicherlich auch nicht das Thema allumfassend und erschöpfend analysieren, das ist nicht ihr Ziel. Aber hier gab es drei Beispiele für überforderte Schüler(innen). Sie können als beispielhafte Exemplare für viele andere Schüler und Schülerinnen dienen. Sie decken mit Sicherheit nicht das volle Spektrum ab, sie sind vielleicht nicht einmal repräsentativ. Aber sie sind Beispiele für Fälle, die es einfach gibt. In der Sendung habe ich nicht heraus hören können, dass das Problem als ausgeprägt weiblich wahrgenommen wird, das glaube ich auch nicht.


    Es gibt übrigens auch einige 37°-Folgen, die sich vornehmlich mit jungentypischen Problemen auseinander gesetzt haben.


    Nein, so selbst verursachte Jungs-Dramen kenne ich keinen


    Solch extreme Fälle wie bei den beiden älteren Mädchen kenne ich auch nicht. Ich kenne aber diverse Beispiele, sowohl Jungs als auch Mädchen, die nicht so extrem sind, aber in denen der Leistungsdruck und übertriebene Erwartungen und Anforderungen eine ganz deutliche Rolle spielen. Warum hat denn G8 zumindest bei uns in Hessen einen so miserablen Ruf? Nur schlechte PR und bequeme Nörgelei sind es nicht, das kann ich dir versichern.


    Und nur, falls es dich interessiert: ich hatte nie Probleme in der Schule, unser Sohn flutscht auch einfach so durchs G8-Gymnasium. Unsere Tochter tut sich aber schwerer und aus unserem Bekanntenkreis kenne ich eine ganze Reihe von Kindern, die ganz schön zu kämpfen haben..

    Beim (ordentlich besetzten) Filzballturnier hatten mehr Spieler Schwierigkeiten mit der Ballkontrolle, obwohl ich diese als nicht so eklatant beschreiben würde, wie das einige Trainerkollegen hier tun.


    Meine Beschreibung des Filzballspiels als "Ping Pong" beruht vor allem auf meinen Erfahrungen in der F- und teilweise auch E-Jugend. Es stimmt schon, dass stärkere Spieler mit dem Filzball auch zurecht kommen können und man da durchaus ansehnliche Spiele erleben kann. Aber auch bei diesen Spielern sieht für meine Begriffe das Spiel mit Futsalball besser aus als mit dem Filzball.


    Man kann durchaus ordentlich Fußball spielen mit dem Filzball, auch als Dorfverein in unteren Jugenden.


    Hmm, OK, dann bin ich vielleicht entweder anspruchsvoller als du oder unsere Dorfvereine spielen schlechter als Eure. Kann beides sein.


    Wichtiger finde ich aber das Tempo, das beim Futsal wegen der 4-Sekunden-Regel aufkommt und das weitgehende Verbot von Grätschen bzw. allzu körperbetontem Spiel.


    Das ist mir durchaus auch sympathisch, obwohl es mir noch schwerfällt, die im Futsal noch zulässige Dosis an Körperlichkeit einzuschätzen..


    Was ich an den Futsalregeln, wie sie bei uns dieses Jahr gehalten sind, schlecht finde, ist das Verbot, innerhalb eines Ballbesitzes mehrfach den Torhüter einzubeziehen (wir wollen doch die Torhüter fußballerisch ausbilden) - unsere Mannschaften machen das zwar trotzdem viel, wann immer es geht, aber ich fände da eine Freigabe besser.


    Deine Meinung kann ich durchaus teilen. Die Regel ist sicherlich nicht ohne Grund eingeführt worden, aber ich denke, dass sie im höherklassigen Bereich eine viel größere Daseinsberechtigung hat als in der Jugend. Daher würde ich mir wünschen, dass man diese Regel im Kinder- und Jugendbereich ganz oder teilweise aufhebt, eben um den Torhüter mehr einzubeziehen.


    Gespalten bin ich noch, was den Abwurf/-stoß über die Mittellinie anbelangt. Einerseits beschleunigt das das Spiel und schafft weitere Optionen, andererseits führt es manchmal dazu, dass der Ball nur noch hoch hin und her durch die Halle fliegt, was nicht meiner Vorstellung von Hallenfußball entspricht.


    Ich störe mich, ehrlich gesagt, gar nicht so sehr daran, dass der Torhüter über die Mittellinie abschlagen darf. Selbst die starken Teams, die ich in der Halle habe beobachten können, umgehen diese Regel aus dem normalen Hallenfußball doch, indem ein Feldspieler in fast allen Fällen nach dem Abstoß den Ball direkt auf den Torhüter prallen lässt, der dann auch die Möglichkeit hat, ihn weit nach vorne zu schlagen. Und diese Option wurde z.B. von RW Erfurt auch häufig genutzt. Da man diese Regel so leicht umgehen kann, hätte ich auch nichts dagegen, wenn man sie abschaffen würde. Und nur weil man den Abstoß über die Mittellinie hinweg ausführen darf, muss man es ja lange noch nicht tun.


    Ich würde da die Parallele zu Spiel auf dem Feld ziehen: die Mannschaft meines Sohnes spielt in der D-Juniorengruppenliga, höher geht es in dieser Altersklasse hier bei uns nicht. Dennoch gibt es da durchaus einige Mannschaften, bei denen der Torhüter den Ball beim Abstoß immer lang nach vorne holzt. Kurze Eröffnung: absolute Fehlanzeige. Mich wundert das zwar, aber es ist nun mal so. Und tatsächlich ist es für 'unser' Team dann ja auch leicht, sich darauf einzustellen. Nach zwei, drei Abstößen weiß man dann ja, wo der Ball ungefähr landen wird, da zieht man dann die Mittelfeldspieler eng zusammen und stellt ein oder zwei Anspielstationen nach vorne in die Lücken. Genauso kann man es ja handhaben, wenn man in der Halle gegen ein Team spielt, das keine Möglichkeiten zur Spieleröffnung beherrscht: man weiß, dass der Ball lang kommen wird, also holt man drei Feldspieler (von vier) in die eigene Hälfte, fängt den Abstoß ab, sucht die Anspielstation in der Tiefe und rückt nach.


    Beim C-Jugendturnier hatten wir einen hervorragend vorbereiteten Schiedsrichter und einen, der bei seiner Ankunft ganz überrascht war und fragte, was denn dieses Futsal nun sei...das ließ sich aber in dem Fall noch ganz gut lösen, weil der andere Schiedsrichter es dann eben erklärt hat und der uninformierte es recht schnell umgesetzt hat.


    Ja, so einer ist Gold wert!


    In der D-Jugend pfeifen bei uns Trainer/Betreuer, was natürlich zu den üblichen Problemen führte.


    Oh ja, das kann ich mir vorstellen. Da würde ich mir wünschen, dass Voraussetzung dafür die Teilnahme an der DFB-Kurzschulung zum Futsal oder einer ähnlichen Veranstaltung ist. Und gibt es dafür zu wenige Teilnehmer, so müsste halt das betroffene Turnier ausfallen. Natürlich sollten aber auch mindestens zwei Termine angeboten werden und entsprechend frühzeitig und ausführlich genug darauf hingewiesen werden.

    Für mich klingt es so, als habe der Vorstand deine Position noch nicht richtig verstanden, wie ballgewinnski schreibt klingt es so, als gingen er und du von ganz unterschiedlichen Zielen aus. Ich glaube dir gerne, dass die Kommunikation mit ihm schwierig ist, aber wenn er nun mal derjenige ist, der die Entscheidungsgewalt hat, dann muss er auch entscheiden. Und möchtest du, dass er in deinem Sinne entscheidet, so musst du vorher wohl dann auch versuchen, ihn zu überzeugen, wenn dir genug daran liegt, weiterhin diese Mannschaft bzw. in diesem Verein zu trainieren. Ich würde also dazu raten, ihn noch mal um einen Gesprächstermin zu bitten, er soll sich bitte dazu auch mindestens mal eine Stunde Zeit einplanen. Du nimmst dir diese Angelegenheit ja zu Herzen, dass soll er wissen und merken.


    Kannst du die dann getroffene Entscheidung nicht mit tragen, so bleibt dir eigentlich nur die Trennung. Das wäre einfach nur vernünftig und sollte dann auch überhaupt nicht mit irgendwelchen negativen Gefühlen behaftet sein, denn als Trainer sollte man, zumindest wie ich finde, Überzeugungstäter sein, und wenn man nicht voll zu der Tätigkeit, wie man sie ausübt, stehen kann, so sollte man sie lieber sein lassen.


    Da du ja, wie es klingt, dein Team sehr gerne trainierst und es dir offenbar auch ans Herz gewachsen ist, stellt sich natürlich die Frage, wie sehr die Mädels direkt an dir hängen. Angenommen, ein nicht unerheblicher Teil hängt so sehr an dir, dass sie mit dem Fußball aufhören würden, wenn du sie verlässt, so wäre es ja auch denkbar, dass du den Verein wechselst und von den Mädels diejenigen, die dir folgen wollen, eben das tun. Man muss hier sicher höllisch aufpassen, dass man da nicht als Verräter gegenüber dem alten Verein rüber kommt, es wird sicherlich genügend Leute geben, die das so auffassen werden. Ich bin diesbezüglich ein Freund der Offenheit, d.h. ich würde diese Überlegungen dem Vorstand gegenüber durchaus artikulieren, dabei aber betonen, dass ich das überhaupt nicht als Drohung meine, sondern es mir einfach nur um mein persönliches Wohlbefinden wie das meiner Spielerinnen geht.

    (forts.)


    Breit und Tief bei Ballbesitz [...]


    Aber immer noch als Raute, ja? Angenommen, der Gegner stellt nun alle deine Spieler zu. Dein Torhüter hat zunächst mal keine Anspielstation, nun müssen sich also die Feldspieler frei laufen. Ist die Koordination ihrer Freilaufbewegungen untereinander nicht deutlich schwieriger als im 2-2, muss das Pass-Timing des Torhüters und seine Übersicht auch nicht deutlich besser sein? In dieser Hinsicht hat 'unser' Torhüter übrigens große Schwierigkeiten, Übersicht und Timing im Spielaufbau gehören leider bislang wirklich nicht zu seinen Stärken...


    [...] und sofort flacher werdend bei Ballverlust.


    D.h. eine 3-1-Formation einnehmen? Und im Idealfall dann quasi ein Mittelfeldpressing spielen?


    Das ganze Ballorientiert auf gesamter Hallenspielfläche.


    Weitere Schwierigkeit beim ballorientierten Spiel in der Halle: es gibt kein Abseits. Daher kann der Gegner einen Verteidiger tief in der eigenen Hälfte binden, indem er dort einen Stürmer stehen lässt. Ist das ein technisch beschlagener Spieler und beherrscht der Gegner das schnelle Umschalten in die Offensive, so kann man es sich leider nicht erlauben, keinen Spieler zur Absicherung ziemlich weit hinten zu lassen...


    Und wenn nur ein "Rädchen" nicht funktioniert, ist der gesamte Verbund anfällig. Und das beträfe erst mal nur den einen Mannschaftsteil. Abwehr und Sturm müssten sich zudem adäquat verhalten und verschieben. Käme ich dann auch auf die drei Punkte von TW-Trainer zurück.


    Absolut. Die Mannschaft muss super harmonieren und alle Spieler müssen sich dessen bewusst sein, dass sie in jeder Sekunde als Mannschaft zusammen spielen müssen. Das ist ganz schön viel, was man sich da wünscht...


    Raute in jüngeren Altersklassen um die Variabilität der einzelnen Spieler zu erhöhen, von mir ein klares Ja. Auf Großfeld jedoch ein Nein.


    Ich finde den Ansatz eigentlich auch ganz reizvoll. Er setzt aber halt auch voraus, dass es ein stringentes Konzept gibt, das den ganzen Jugendbereich hindurch verfolgt wird. Bei uns ist es so, dass die Mannschaft, in der mein Sohn spielt, sich zur jungen D-Jugend aus Vertretern der E-Jugend-Mannschaften dreier Vereine zusammenfand. Einen dieser drei Teile hatte ich trainiert, damals schon im Hinblick auf ballorientiertes Spiel und gemeinsames Verteidigen wie Angreifen. Aber ich hatte nur zwei Spieler, die es von der individuellen Klasse her mit den vier besten aufnehmen konnten, die aus einer anderen Mannschaft kamen. Diese waren bis dahin eine deutliche Aufgabentrennung von offensiven und defensiven Akteuren gewohnt, hatten überwiegend mannorientiert verteidigt, die Spieler hatten nahezu ausschließlich feste Positionen. Damit waren sie in F- und E-Jugend ergebnistechnisch sehr erfolgreich gewesen, hatten aber zwar viele normalbegabte Spieler verloren, die vier Spitzenspieler blieben aber erhalten -- eine D-Jugendmannschaft hätten sie aber nicht mehr zusammen bekommen, wir schon, wenn auch nur eine durchschnittliche. Von den drei Spielern aus der dritten Mannschaft waren zwei talentiert und einer sehr engagiert, aber wo sie her kamen, schien es gar keine systematische Ausbildung gegeben zu haben. Ein Jahr später kamen nun weitere Spieler von außerhalb zu uns, weil ihnen die hochklassige Liga attraktiv erscheint. Das sind wieder Spieler, die es bisher eher weniger gewohnt sind, sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Von ihrem Selbstverständnis gehören sie zu den besten Spielern, sie sind es zumindest zum Teil aus ihren alten Teams gewohnt, dass sich alles um sie dreht, sie immer alles besser machen als die anderen. Es ist nicht ganz leicht, diese Spieler wieder zu erden und sie zu integrieren. Und natürlich bringen sie, wenn sie bis zu diesem Zeitpunkt praktisch noch nie für Defensivarbeit zuständig waren, teilweise erhebliche Defizite im defensiven 1:1 mit, taktisch wie auch technisch. Dann zwingst du sie als Trainer noch dazu, diesen Kram zu machen, den sie nicht gut können und den sie auch nicht machen wollen, tja, das muss ja zwangsläufig dazu führen, dass sie bocken und sich beschweren. Wenn man Pech hat, sind auch noch die Eltern der Ansicht, ihr Kind sei der nächste Ronaldo und müsse ja auch gar nicht defensiv mitarbeiten... Außerdem sei der Weg nach vorne ja immer zu weit, wenn er immer so weit mit zurück muss und ohnehin liegen die Probleme in der Defensive ja nicht daran, dass ihr Kind nicht da dabei ist, sondern die da hinten gehen einfach nicht richtig drauf.. Kein Scherz, alles so erlebt..

    Ich will jetzt nicht wieder die Leier vom durchgängigen Ausbildungsleitfaden bringen, aber Micha hat es schon angesprochen: In diesen Klassen beherrscht nur ein sehr geringer Prozentsatz das 1:1 Defensiv. Das ist gerade bei der Raute, bei der durch die entstehenden Räume entsprechende Lücken entstehen, ganz wichtig.


    Ich finde diese Beobachtung (Defizite im defensiven 1:1) sehr interessant, dabei frage ich mich, welche Mängel du siehst, ob es sich um eklatante Defizite handelt oder ob zumindest die Grobform stimmt, so dass man erkennen kann, dass der Spieler zwar eine Ahnung davon hat, was er machen sollte, aber noch mehr oder weniger an Schleifarbeit notwendig ist. Ich habe ja ein Team von der G-Jugend bis zum Beginn des zweiten D-Jugendjahrs trainiert. Das defensive 1:1 habe ich dabei bereits in der E-Jugend in Ansätzen behandelt, in der D-Jugend war es zu Saisonbeginn mal ein intensives Thema, danach legten wir den Fokus hauptsächlich auf andere Themen, die wichtiger schienen, um die aus drei Mannschaften mit entsprechend unterschiedlichen Voraussetzungen zusammen gekommene Mannschaft zusammen zu führen. Gerade das individualtaktische Verhalten im 1:1, also die Themen wie man den Ballführenden richtig anläuft, welchen Abstand man wählt, wann man 'drauf geht', lässt sich ja auch immer mal ganz gut ins Trainingsspiel oder Spielform einbringen -- man sollte zwar nur auf das eigentliche Schwerpunktthema achten, ich weiß, aber manchmal bietet sich eine einmalige Chance, die ich dann gerne auch mal aufgegriffen habe -- leider auch, weil ich befürchtete, dass wir das Thema nicht behandeln würden -- zum Rücktritt von meinem Amt hatte ja auch beigetragen, dass ich das Training gerne systematischer (aus meiner Sicht) betrieben hätte... Ich frage mich nun bei deinen Aussagen, welches Niveau im defensiven 1:1 du in welchem Alter für wünschenswert hältst.


    Zudem kommt die weitere individualtaktische Komponente hinzu, dass ich in der Raute keine Orientierung am Nebenmann habe. Weiß jetzt nicht, wie ich das besser beschreiben soll.


    Meinst du das im Vergleich zur flachen Vier, also quasi einer Viererkette im Mittelfeld? Klar, in einer Kette nimmt man im Augenwinkel häufig noch den Nebenmann wahr, und selbst wenn er aus dem Bereich des peripheren Sehens verschwunden ist, so sollte doch eine nur recht geringe Drehung des Kopfes reichen, um feststellen zu können, ob er sich da befindet, wo man ihn sich wünscht. In der Raute steht der Mittefeld'außen' im Prinzip ja in der Horizontalen zwischen Außenverteidiger und Sechser, in der Vertikalen aber ein paar Meter vor ihnen, so dass er, wenn er direkt nach vorne blickt, keinen seiner Nebenleute sehen kann. Habe ich die Richtung, in die du denkst, einigermaßen richtig erfasst?


    Das verlangt doch schon einiges ab. Deswegen bin ich auch ein absoluter Anhänger davon, in der D Hallensaison die Raute spielen zu lassen. Schon aus dem Grund sie ( im Gegensatz zum 2-2 System ) schon früh an Abläufe verschiedener Gruppentaktiken heran zu bringen, ohne dies abzufordern.


    Sehr interessant. Ich erinnere mich an einen Diskussion über Hallentaktik von vor einem oder zwei Jahren als es auch darum ging, ob 1-2-1 oder 2-2 besser sei. Ich glaube, die Diskussion ist etwas über ein Jahr alt. Ich bin da etwas hin- und hergerissen. Derzeit kommt mir das flexible 2-2, wie es damals, wenn ich mich recht entsinne, Sir Alex propagierte, noch am attraktivsten vor, es ist auch das System, das ich in letzter Zeit bei den D-Junioren der Teams von NLZ und ambitionierten Jugend(förder)vereinen sehe. In der Defensive wird meistens eher mannorientiert verteidigit, zumindest wird bei Ballverlust sehr schnell die Nähe zu den gegnerischen Stürmern gesucht. Aufgrund der individuellen Klasse können es sich die stärksten Teams zumeist erlauben, voll auf Manndeckung zu gehen und trotzdem nur sehr selten vor dem eigenen Tor in Unterzahl zu geraten. So praktizierte das bei zwei Turnieren, auf denen das Team meines Sohnes war z.B. Mainz 05, die bei beiden Turnieren eindeutig die stärkste Mannschaft stellten. Sie taten sich allerdings im zweiten Turnier sehr schwer gegen den FSV Frankfurt, der anders verteidigte. Die zwei Verteidiger spielten quasi wie Innenverteidiger gegen ein System mit zwei Stürmern, d.h. sie deckten die Mainzer Offensivspieler recht eng und folgten ihnen auch. Die Offensivspieler ließen sich hingegen bis ungefähr zur Mittellinie zurück fallen und rückten etwas ein. So bot sich den Mainzern im Aufbauspiel keine Anspielstation im Offensivdrittel, im Mittelfeld hatte der FSV aber auch stets Überzahl. Versuchte einer der Mainzer Aufbauspieler dann mal einen Alleingang, so konnten die beiden offensiven FSVler ihn doppeln, denn keine Mannschaft, auch die Mainzer nicht, ließ in der Offensive nicht einen Feldspieler zur Absicherung hinten.


    Ansonsten haben die Mainzer, und nicht nur sie, aber unheimlich variabel und ballsicher agiert, da hat man wirklich gesehen, dass auch ihre Spieler individuelle Vorlieben haben, aber doch alle sowohl offensiv wie defensiv hervorragend spielen können und vor allem auch die Bereitschaft mitbringen, beide Aufgaben zu übernehmen. Es wurde bei diesen Teams eigentlich stets zu dritt angegriffen, wobei der vierte Feldspieler auch am Spiel teilnahm, aber halt eher zur Absicherung und zur Spielverlagerung eingesetzt wurde. Nach Ballverlust wurde sehr schnell umgeschaltet und auch mit mindestens drei Mann verteidigt. Diesbezüglich hatte unser Team gerade im ersten Turnier noch deutliche Defizite, da wurde das 2-2 leider so interpretiert, dass zwei Mann für die Offensive und zwei für die Defensive zuständig waren. Das ging gegen die stärkeren Teams natürlich gründlich in die Hose, weil 'wir' sowohl im Angriff als auch in der Abwehr immer in Unterzahl und daher leicht zu doppeln bzw. auszuspielen waren. Im letzten Turnier sah das aber schon viel besser aus, da hat es scheinbar funktioniert, die Offensiven dazu zu bringen, sich auch an der Defensivarbeit zu beteiligen. Die dadurch gewonnene Stabilität erlaubte es wiederum dem Defensivpärchen, sich wechselweise mit in die Offensive einzuschalten.


    Ich hab das mit meiner damaligen D so gemacht. Als einer der ganz wenigen Mannschaften mit Raute gespielt. Von den Ergebnissen her war es mäßig erfolgreich, da das ein langer Prozess ist.


    Genau das befürchte ich auch. Ist die Raute nicht deutlich statischer als das 2-2? Bzw. ist es nicht einfacher, das 2-2 zu dynamisieren, indem man die vorderen Spieler dazu anleitet, in die freie Mitte abzukippen und die hinteren Spieler in die dadurch entstehenden Lücken am Flügel zu starten (natürlich nicht auf beiden Seiten gleichzeitig)? Ist bei einer Raute im Spielaufbau das Zentrum vor dem Tor nicht zu stark besetzt, d.h. geraten sich da der hintere Rautenspieler und der Torwart nicht ins Gehege?


    Es kommt mir so vor, als gingen deine Gedanken in die Richtung, dass man mit einer Raute auch in der Halle gut ballorientiert verteidigen kann. Darin stimme ich dir zu, wenn man 2-2 spielt, muss man hinten gegen den typischen Fall von zwei Stürmern mannorientiert spielen, da geschickt agierende Gegner es ansonsten mühelos und rasch schaffen, einen der beiden Offensivspieler kurz vor dem Tor und zumeist am langen Pfosten frei zu spielen. Möchte man aber ballorientiert verteidigen, dann braucht man demzufolge drei Abwehrspieler. Gleichzeitig muss aber der einzige verbleibende Spieler den Rückraum vor dem Tor besetzen, weil sonst der Pass von kurz vor der eigenen Torauslinie in diesen Bereich erfolgt. Aus der Raute wird also in der Defensive ein 3-1. Das ist schon nicht wenig anspruchsvoll und außerdem auch ziemlich defensiv. Wenn die eigene Mannschaft in Rückstand gerät, wird es schwer, damit Druck auf den Gegner aufzubauen, der sich im Prinzip den Ball hinten zwischen Torhüter und den beiden Abwehrspielern hin- und herschieben kann.

    da hast du wohl recht, aber auch die (oftmals nur gefühlte) überforderung liegt doch zum großteil an dieser gesellschaftlichen mentalität "besser als andere seien zu müssen" und "alles ist (wett)kampft", [...]


    Völlig richtig, diese Mentalität herrscht heutzutage vor und steht damit im Unterschied zur Mentalität von noch vor dreißig, vierzig Jahren, als noch wesentlich pluralistischer und vielfältiger gedacht wurde.


    [...] denn die anforderungen an eltern sind auch keine anderen als vor 50, oder 100 jahren --- "ein kind zu erziehen heisst es auf ein selbständiges leben ohne eltern vorzubreiten" --- nur die rahmenbedingungen haben sich geändert.


    Genau. Heutzutage stehen viele Eltern unter dem Druck, ihren Kindern einen möglichst guten Start ins Leben zu ermöglichem dabei ja nichts zu verpassen, optimale Voraussetzungen für die große und erfolgreiche Karriere zu schaffen. Nur ist das so eben weder möglich noch in vielen Fällen überhaupt erstrebenswert. Aber es wird allenthalben suggeriert, dass man es versuchen müsse, dass den letzten die Hunde bissen, etc. Natürlich kann man nur ernten, was man auch selbst sät, natürlich muss man auch bereit dazu sein, sich anzustrengen, um etwas zu erreichen. Aber doch nicht permanent und nicht, um Ziele zu erreichen, die völlig utopisch sind.


    Es gibt da ja auch die Krux dazwischen, dass einerseits von jedem in jeder Sekunde Höchstleistung und Anstrengung gefordert wird, und andererseits die Konsummittelwirtschaft sich ja geradezu darin überschlägt, uns Produkte anzubieten, die uns möglichst wenig abverlangen... Aber OK, lassen wir es gut sein mit der Gesellschaftskritik, die meisten Forumsleser wird es ja wahrscheinlich sowieso nur langweilen.


    und wenn man dann versucht im kindersport so eine art "insel der glückseligen" zu schaffen, in der alles nur noch harmonisch und gleichberechtigt ist, geht das aus meiner sicht an der gesellschaftischen realität vorbei.


    Man kann es sicherlich so sehen, klar, ich komme bestimmt einiger meiner Zeitgenossen auch einfach nur wie der naive Spinner mit Weltverbesserungsphantastereien vor. Von mir aus, dann sei dem so. Ich finde, man sollte sich, wenn man meint, dass etwas schief läuft, sich in seinem Rahmen darum bemühen, etwas daran zu ändern.

    Ich denke dass mit dem Thema Leistungsdruck sowohl in Schule als auch im Sport sehr inflationär und alles andere als objektiv umgegangen wird.


    Ich weiß nicht, wenn ich mich umsehe, ist das schon bei unheimlich vielen Familien mit Kindern ein Thema und fängt bei vielen schon in der dritten Klasse an. Und im Sport hört man auch unheimlich oft das Wort Leistung, da geht es dann darum, die Leistung zu bringen, es wird permanent verglichen, es geht im Kinderbereich schon darum, zum Stammspieler zu werden, sich anzubieten, usw., d.h. es wird da von den Eltern schon das ganze Vokabular verwendet, das man aus der Sportpresse und der Fernsehberichterstattung mit ihren ganzen Floskeln und dem immer wieder kehrenden Treiben immer wieder neuer Säue durch die vielen Dörfer zur Genüge kennt. Und das auch in den Casting-Shows stets daher gelabert wird, ganz egal ob DSDS oder Top-Model. Und selbst im dem gegenüber noch moderaten Voice of Wherever wird suggeriert, es gäbe für alles und jedes eine Rangfolge, eine Tabelle. Dabei zählt nur der Gewinner, dabei kann man sich doch an die Gewinner des letzten Jahres schon gar nicht mehr erinnern. Und was ist denn eigentlich mit den ganzen anderen, die auch dabei waren, die auch alle gut sind? Sie sind weg, scheinbar spurlos verschwunden. Und bei den Fußballjungs gibt es doch auch nur ganz wenige Idole, da gibt es CR7, Messi, seit seinem Traumtor gegen England Ibrahimovic, ein paar Bayern- und vielleicht mal den vereinzelten BVB-Spieler, damit sind, ich würde sagen 75% abgefrühstückt. Die restlichen 25% haben entweder gar kein Idol oder verteilen sich auf den Rest der Fußballwelt. Mich schreckt diese immense Konzentration auf die absolute Spitze zunehmend ab. Ich finde den uramerikanischen Ethos davon, dass man alles erreichen kann, wenn man nur bereit ist, genug dafür zu tun, ja nicht mal unbedingt völlig unsympathisch, aber ich finde, in der heutigen Zeit ist er dazu pervertiert, dass jedem suggeriert wird, es sei verwerflich, wenn man nicht eben alles dafür opfert, in dem, was man tut, möglichst weit zu kommen. Und am Ende grinst alle bis auf einen dann ja doch Dieter Bohlen oder Heidi Klum an und knallt ihnen vor den Latz, man sei zu schlecht und es gebe für einen 'leider' kein Foto.


    Die mal eben wieder stattgefundene Wahl zum Weltfußballer ist doch auch so ein Unsinn. Die CR7-Fans unter den 11-Jährigen fühlen sich jetzt wieder bestätigt und strecken den Messi-Anhängern die Zunge raus, als hätten sie mit gewonnen. Ich empfinde das tief im Innern als armselig, ich weiß auch nicht, wozu es gut sein soll.


    Ich würde mal sagen mindestens ein Drittel spürt noch hat weder in der Schule noch im Sport Negativstress. Ein anderes Drittel hat Negativstress, aber kann oder lernt damit umzugehen (Resilience). Und tja, das letzte Drittel ist schlicht und einfach überfordert: [...]


    Findest du aber nicht auch, dass es bedenklich ist, dass nach deiner Einschätzung zwei Drittel der Schüler permanent Negativstress empfinden? Wozu denn, frage ich mich? Ist das nicht ein Indiz dafür, dass da etwas gehörig falsch läuft? Werden nicht offenbar die falschen Prioritäten gesetzt? Passen die Ziele, die verfolgt werden, bei mindestens 67% der Schüler nicht zu ihnen? Ich will ja gar nicht behaupten, dass ich das Gegenmittel wüsste oder ein alternatives System, aber ich bilde mir ein, dass es früher nicht so schlimm war. Täusche ich mich da?


    [...] entweder weil es nicht die notwendige Unterstützung kriegt oder weil es der Sache körperlich oder mental kaum jemals gewachsen sein wird. In diesem Fall sollte man von ELTERN erwarten können, dass sie entweder individuell an den Defiziten arbeiten oder aber sich selber um Alternativen bemühen.


    Ich finde, schon die Notwendigkeit zum Aufbau der 'Resilience' gegenüber Negativstress ist ein Umstand, der zu beklagen ist und gegen den angegangen werden sollte. Was das letzte Drittel, also die Gruppe der überforderten anbelangt, ja, sie sind den Anforderungen offenbar nicht gewachsen. Ihre Eltern könnten vielleicht etwas auffangen, aber sind diese nicht in fast allen Fällen ebenfalls mit der Situation überfordert? Dummerweise sind das aber genau diejenigen, die den DSDS- und Top-Model-Mist anschauen und unreflektiert übernehmen, was ihnen von Bild und dem Fernsehschrott zugebrüllt wird.


    In jedem Fall aber liegt es allein in der rechtlichen und moralischen Verantwortung der ELTERN entsprechende Massnahmen zu ergreifen BEVOR sich die Ueberforderung als körperliche Beschwerden oder emotionale Kompensationsreaktionen äussern. Es liegt in der Verantwortung der ELTERN Trainings einfach mal ganz auszulassen, damit sich das Kind regenerieren kann um dann in Ruhe, und wieder neu gefüllten Batterien zusammen mit dem Trainer und dem Verein die nächsten Schritte zu überlegen.


    Das sehe ich auch so. Nur wird Kürzertreten und freiwilliger Verzicht leider noch viel zu häufig als Schwäche und Makel angesehen. Geht es dir da anders?


    Was zudem oft fehlt ist ein klar kommuniziertes, transparentes und vor allem auch gelebtes Ausbildungskonzept des Vereins.


    Völlig richtig.


    Es muss für Eltern klar sein ob es sich beim Verein um eine primär einmal soziale Einrichtung für die sinnvolle Freizeitgestaltung von Jugendlichen handelt wo Fussball nur der thematische Rahmen und damit Mittel zum Zweck ist um Gemeinschaft zu leben, oder es sich bei dem Verein um einen echten Sportverein mit entsprechendem wettbewerbsorientierten Flair und Ansprüchen handelt oder nicht.


    Ja, das sehe ich grundsätzlich auch so. Dennoch frage ich mich, ob der "echte Sportverein mit entsprechendem wettbewerbsorientierten Flair und Ansprüchen" für Kinder und Jugendliche bis zum Ende der Pubertät jemals das passende Umfeld sein kann. Ob es nicht geboten ist abzuwarten, bis die Persönlichkeitsbildung weit genug voran geschritten ist, bevor man Heranwachsende der in vielen NLZ anzutreffenden Belastungen und dem Konkurrenzdruck aussetzt. Wenn ich mir so die D-Junioren im Umfeld meines Sohnes ansehe, meine ich nicht, dass sie schon adäquat damit umgehen können..


    Das Paradoxe an dieser Geschichte ist, dass gerade Eltern eher "schwacher" Kinder glauben diese Schwäche mit Fussball ausbügeln zu können obwohl ihnen alle Türen für passendere Freizeitaktivitäten offen stünden. Dass solche Kinder dann oft überfordert sind liegt auf der Hand.


    Es gibt sicher Eltern, die sich mehr für ihr Kind wünschen, als es in der Lage ist zu leisten. Ihre Kinder haben es dann schwer, egal in welcher Disziplin. Ich habe aber bisher nicht eine besondere Häufung solcher Eltern bei schwächeren Kindern wahrnehmen können. Es ist überhaupt aber schon so, dass viele Eltern die Situation ihrer Kinder im Sportverein als unter Konkurrenz stehend wahrnehmen, und dementsprechend protegierend auftreten. Ich meine aber, dass dieser Konkurrenzdruck halt auch oft von dem Sportverein geschürt wird. Das habe ich schon ganz häufig mitbekommen, eigentlich immer, wenn nach dem Motto verfahren wird, dass die besten Spieler nahezu immer spielen, wenn sie können, und die schwächeren froh sein müssen, wenn sie auch mal ein paar Minuten dürfen. Das resultiert dann bei einigen Eltern in Resignation, bei anderen geht das Hauen und Stechen los..


    Dass ambitioniertere SPORTvereine darauf nicht Rücksicht nehmen, finde ich gut. Dass man Vereine deswegen als verantwortungslos und "nur" resultatorientiert hinstellt ist weder fair noch richtig.


    Nun, ich finde, dass auch ambitionierte Sportvereine sich nicht über das Wohl ihrer Kinder hinweg setzen dürfen und eine moralische Verpflichtung dazu haben, zu versuchen, sie zu fördern, aber auch Schaden von ihnen fern zu halten. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch, dass man sie nicht überfordert, dass der Aufwand für den Fußball nicht dazu führt, dass keine Zeit für irgendetwas anderes bleibt, etc. Da gibt es sicher Beispiele für NLZ, die es gut und richtig machen. Aber ich befürchte, dass es auch recht viel Schatten gibt..

    Ich denke auch, dass es sinnvoll wäre, die Gruppen zumindest zeitweise zu trennen. Mir war damals und wäre heute auch noch unwohl dabei, eine feste Trennung einzuführen, also den Kindern deutlich zu zeigen, wen ich für die besseren und wen für die schwächeren Kicker halte. Daher würde ich immer mal wieder unterschiedlich aufteilen. Häufig haben die Kinder ja auch unterschiedliche Stärken und Schwächen, so dass ein Kind z.B. nicht sonderlich gut dribbelt, dafür aber einen tollen Torschuss drauf hat. Das kann man dann ja nutzen. Es gibt in den jüngeren Jahrgängen auch viele Übungsformen, bei denen jeder für sich durch die Übung läuft. Wenn es da zum Stau durch die Schwächsten kommt, kannst du ja bspw. den Parcours noch ein oder zwei mal mehr aufbauen oder alternative Abzweigungen einbauen, quasi Überholspuren für die Schnelleren. Es kann aber durchaus sinnvoll sein, eine Übungsform zwei mal aufzubauen und dann einen der beiden Aufbauten einfacher zu gestalten, also bspw. Passtore größer zu machen, Abstände zu verringern, Felder zu vergrößern, etc. Und dann die Schwächeren dort zu trainieren und die Stärkeren im anspruchsvolleren Parcours. In der E habe ich auch mal die beiden Gruppen dann gegeneinander im Wettkampf antreten lassen, da protestieren die Stärkeren dann natürlich erst einmal. Da man sie ja aber nicht nur einmal gegeneinander antreten lässt, sondern mehrmals, kann man ja währenddessen noch an den Details feilen und so oft dafür sorgen, dass es am Ende knapp wird.

    Ich sehe es ähnlich wie du, Andre, in unserer Gesellschaft läuft etwas gewaltig schief, was die Betonung der Leistung anbelangt. Ich habe auf diesen Mist nicht sonderlich viel Lust und versuche mich insoweit auszuklinken, dass ich nicht dazu bereit bin, auf Forderungen nach Leistung von anderen einzugehen, wenn ich die Notwendigkeit dazu nicht sehe. Den von dir genannten, wie ich finde sehr guten Beitrag findet man übrigens hier: http://www.zdf.de/37-Grad/schu…nout-stress-31372176.html


    Als Trainer möchte ich meine Spieler dazu motivieren, in jedem Spiel mit möglichst viel Engagement zu spielen, einfach, weil ich selbst die Erfahrung gemacht habe, dass es dann am meisten Spaß macht. Ich verlange es aber nicht von ihnen, ich kann sie zu nichts zwingen. Ist mir ein Spieler mal deutlich zu lustlos dabei oder auf einem Ego-Trip, so nehme ich ihn mal zur Seite und spreche das Thema an, frage ihn nach seiner Sicht der Dinge, teile ihm meine Beobachtung mit, versuche, ihm zu erklären, dass ich glaube, dass er mehr Spaß haben wird, wenn er sein Verhalten ändert. Ich rege an, dass sie in ihrer Freizeit Fußball spielen, gebe ihnen Tipps dazu, was sie da machen können, um sich zu verbessern, wenn sie möchten und sich ansonsten langweilen würden. Ich sage vielleicht auch mal, dass sie vom FIFA-Spielen nicht besser werden, aber auch, dass ich selbst auch gerne auf dem Computer spiele und in FIFA08 damals auch alle Pokale abgeräumt habe.


    Für meinen Sohn wünsche ich, dass er mit Spaß kickt, dass er sich in der Gruppe wohl fühlt, dass er interessante Partien spielt, mit Mitspielern, die auf seinem Niveau mit ihm gemeinsam agieren können, die sich alle gegenseitig achten, respektieren, ja sogar schätzen. Da er nicht ganz so schlecht spielt und ein aufgewecktes Kerlchen ist, passt da eine typische Kreisklassenmannschaft nicht so toll. Wichtiger aber als der sportliche Aspekt, oder zumindest genauso wichtig, ist in meinen Augen der soziale, d.h. ich wünsche mir, dass alle Kinder sich in ihren Mannschaften wohl fühlen.

    Guter Post, uzunbacak, dem kann ich nur zustimmen. Es ist wirklich wichtig, die Schiedsrichter bei Änderungen entsprechend zu schulen. Die Mannschaft meines Sohnes hat übrigens in dieser Hallensaison bisher an drei stark besetzten Hallenturnieren teilgenommen, zwei davon mit Bande, das letzte ohne. Im ersten Spiel wurde mit einem konventionallen Fußball gespielt, im zweiten mit einem Futsalball und im dritten mit der Filzkugel. Alle unsere Eltern waren sich darin einig, dass das Spiel mit dem Futsalball im ansehnlichsten war, während der Filzkugel bereits noch vor Abpfiff des allerersten Spiels mit Ablehnung gegenüber getreten wurde, einfach weil das Ding einfach nur so umher gedotzt ist. Und hier handelt es sich um ein stark besetztes Turnier des älteren D-Jugendjahrgangs.


    Zur Bande: sie macht zweifelsohne das Spiel noch schneller, ich habe nicht wirklich viel gegen sie, bin aber immer noch nicht wirklich ihr Freund, müsste ich mich entscheiden, würde ich mich eher gegen sie entscheiden, zumal wenn es die 1-2-3-Sek.-Regel des Futsal gibt.

    Ich habe die Lizenz C-Breitenfußball, Profil Kinder und Jugend, dezentral in Hessen erworben. Für B- und C-Jugend ist aus meiner Sicht dieses Profil das richtige, auch wenn der zweite Inhaltsbaustein, in dem es um den Bereich Kinderfußball, also G- bis E-Jugend geht, dann weniger interessant ist, vielleicht aber für das Verständnis des Hintergrunds deiner Schützlinge auch nicht verkehrt ist. Es würde dir auch dabei helfen zu verstehen, wieso die Kids, die zu dir kommen, gruppen- und vor allem mannschaftstaktisch noch nicht sonderlich viel können. Bei uns scheint es üblich zu sein, dass die Lehrproben mit C-Junioren durchgeführt werden, evtl. auch mal D-Junioren, daran kann man vielleicht erkennen, in welcher Altersklasse man am ehesten vermutet, Kompetenz bewerten zu können.


    Wenn du vorhast, Senioren zu trainieren, solltest du dann aber auch einen entsprechenden Lehrgang anstreben. Das kann der Breitenschein mit Erwachsenenprofil sein, aber auch der C-Leistungsschein.

    In meinem Fall läuft es auch auf die von BJL beschriebene Art. Bei mir passt es gut, ich teile aber TW-Trainers Kritik an dieser Praxis, dass sie unverhältnismäßig diejenigen bevorteilt, die ohnehin bereits gut verdienen, während diejenigen, die nur wenig oder überhaupt keine Einkommenssteuer bezahlen, letztlich leer ausgehen oder sich mit deutlich weniger an 'Lohn' zufrieden geben müssen. Außerdem wirkt diese Praxis auf mich schon sehr wie Getrickse, so dass ich die Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale in ihrer jetzigen Form für verfehlt halte. Ich fände es besser, wenn die Vereine tatsächlich in die Lage versetzt würden, sich bei ihren ehrenamtlichen Mitarbeiter auch tatsächlich finanziell erkenntlich zu zeigen. Den Umfang, den die Übungsleiterpauschale hat, finde ich da vom Rahmen her auch durchaus in Ordnung, das könnte dann pro gemeldete Mannschaft oder, vielleicht noch besser, pro Dutzend Kinder und Jahrgang ausgeschüttet werden, und zum Teil vom Verband, den Kommunen, den Ländern und dem Bund bezahlt werden. Schließlich haben ja alle etwas davon. Das wäre aber bestimmt zu kompliziert, außerdem sind ja alle Kassen leer...

    Welche Ideen hast du denn bisher? Ich kenne den Begriff "Trainingsform" aus der C-Breitenausbildung übrigens auch nicht, ebenso wie du kenne ich da nur Spiel- und Übungsform. Frage dazu am besten deinen Lehrgangsleiter, er müsste dir den genauen Ablauf der Prüfung mitteilen können. Mache deutlich, dass es dir nicht um inhaltliche Fragen geht, sondern darum, den Aufbau zu verstehen, der verlangt wird, außerdem darum, was du wirst tatsächlich demonstrieren sollen. Bei uns war es bspw. so, dass wir für die mündliche Prüfung eine komplette Trainingseinheit ausarbeiten und an der Taktiktafel präsentieren sollten, anschließend gab es Fragen zur Trainingseinheit und zum allgemeinen Stoff des Lehrgangs. Ein paar Tage später fand dann die Lehrprobe statt, welche aus dem Hauptteil der ausgearbeiteten Trainingseinheit bestand, und auf dem Sportplatz demonstriert wurde. In meinem Fall mit C-Junioren des SV Wehen Wiesbaden.

    Es ist wie überall: Druck hat der, der leistungsmässig hinten dran steht. Dies wird dann durch zus. Besuche von Feriencamps oder wöchentl. Fussballschulen versucht aufzuholen. Diejenigen haben dann 3x training, 1 x Privat und an den WE Spiel oder turnier. Wenn es dann zu keiner Steigerung kommt, ist der Drop-out vorprogrammiert, einfach aufgrund Überlastung ohne entsprechenden Ertrag. Ein Haflinger kann noch so viel trainiert werden. er wird kein Araberhengst!


    Sicher gibt es diese Kandidaten. Es gibt aber auch etwas sensiblere Kinder, die sich selbst mehr hinterfragen und sich tendenziell weniger zutrauen als andere, die gleich gut oder vielleicht sogar schwächer sind als sie. Das mögen bspw. jüngere oder kleinere Kinder sein, bei denen der RAE zuschlägt. Oder es sind einfach etwas zurückhaltendere Naturen. Das kann sich aber durchaus ändern. Ich selbst bin eigentlich eher zurückhaltend, war es als Kind ganz sicher. Es war zwar nicht so, dass ich als Kind kein Selbstbewusstsein gehabt hätte, aber ich habe mich selbst halt nie nach vorne gedrängt oder so, habe mein Ding gemacht, wie ich konnte und wollte. Ich hatte aber das Glück, dass es auf meiner Grundschule sehr kooperativ zuging und ich immer gefördert wurde. Es ist immer noch so, dass ich zwar durchaus selbstbewusst bin, aber nicht dazu bereit bin, auf Kosten anderer voran zu kommen. Ich weiß nicht, ob mein Typus in einem NLZ eine Chance hat, ganz sicher nicht, wenn man es dort als positive Eigenschaft ansieht, bereitwillig die Ellenbogen einzusetzen. Ich halte das aber für eine weniger gute Charaktereigenschaft und meine auch, dass sie nur wenige der Talente, die ich bisher gesehen habe, von vornherein hatten. Einige haben sie zu meinem großen Bedauern scheinbar aber antrainiert bekommen...