Beiträge von tobn

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    Ich denke, man muss hier recht stark nach Alter und Entwicklungsstand differenzieren. Ich bin ja vor ein paar Wochen wieder ins Training eingestiegen und trainiere nun eine F2, so heißt bei uns der junge F-Jahrgang, mit. Da sind Kids dabei, die schon zwei Jahre als Bambini hinter sich haben, dann gibt es noch die Fraktion mit älteren Geschwistern, und es gibt aber auch einen erheblichen Anteil an Kindern, die gerade erst angefangen haben. Für einen nicht unerheblichen Teil der Truppe sind die Bambini-Einheiten auf Training Online besser geeignet als die der nächsten Rubrik, d.h. der F- und E-Junioren. Dementsprechend sind diese Kids auch vom Verhalten auf dem Platz und im Spiel näher an Bambini als an E-Junioren und müssen auch entsprechend behandelt werden. Aber zwei Jahre F-Juniorenzeit sind lang, zumindest für die Protagonisten, und während dieser Zeit wird man als Trainer ja nach und nach immer mal wieder Änderungen vornehmen. Und so wird das Spiel einer F1 kurz vor dem Wechsel in die E-Jugend sicherlich schon viel strukturierter aussehen als dies z.B. bei meinen neuen Schützlingen der Fall ist.

    Eine erste Drop Out Phase gibt es zum Ende der D-Jugend, wenn die Kinder durch Schulwechsel neue Freunde gewinnen.


    Der Wechsel von der Grund- auf die weiterführende Schule findet aber typischerweise in der E- oder beim Übergang in die D-Jugend statt. Mein Sohn ist im zweiten E-Jugendjahr, sein Altjahrgangsteams verteilt sich auf sechste und siebte Klassen.

    ein Kind hat mir gesagt: ich wünsche uns auch solche schwarze anzüge, damit wir auch so "gefährlich" aussehen.


    Das kommt wohl hin. Siehe http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1%5BshowUid%5D=219&tx_dfbnews_pi4%5Bcat%5D=2, dort steht: "Ebenso geeignet sind ganz schwarze Trikots, wie zum Beispiel das Auswärtstrikot der Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 2010. Schwarz steht für Dominanz, bereitet dem Gegner Angst und ist als Farbe einnehmend."

    wir haben leider blaue ghabt.


    Ach, blau geht schon noch. Aus obigem Interview: "Blau hingegen ist eine Mannschaftsfarbe und zieht Gruppen zusammen. Blau ist zeitlos, endlos wie der Himmel und das Meer. Es holt das Letzte aus den Spielern heraus."


    Unser Verein hat leider grün, eine schöne Farbe, aber: "Weiß steht dagegen für Fairness und Sauberkeit, drückt sogar Passivität, Zurückhaltung und Ängstlichkeit aus. Farbpsychologisch ist Weiß nicht zu empfehlen. Bei Grün ist das identisch. Grün wird mit Ruhe verbunden und ist eher eine Tarnfarbe."

    Ja, wenn man berufstätig ist und eine Familie hat, dann ist es in der Tat nicht leicht, die vielen Termine unter einen Hut zu kriegen. Daher meine ich auch, dass es ganz wichtig ist, ein gut funktionierendes Trainergespann zu haben, bei dem jeder zumindest die Mannschaft zu Spielen und Turnieren begleiten kann. Tatsächlich ist das ja eigentlich viel einfacher als die Planung und Durchführung eines Trainings, so empfinde ich es zumindest. Und wenn man ganz viel Glück hat, dann hat man sogar noch ein paar Eltern, die im Notfall auch bereit sind, einzuspringen.

    Wenn ein Spieler aber von sich aus abbricht, oder auch nur etwas zögert, weil er glaubt im Abseits gestanden zu haben, fliegt er bei mir - um falschen Reflexen ein für alle mal vorzubeugen - vom Platz.


    Nur, damit wir uns richtig verstehen: in der Situation, die ich meinte, als ich davon schrieb, dass Spieler von mir nicht zum Ball gehen, weil sie wissen, dass sie fett im Abseits stehen, ist nicht eine solche, bei der der Angreifer startet, er erwartet tatsächlich in dieser Situation überhaupt nicht, den Ball zu bekommen. Z.B. könnte das der Eckenschütze sein, dessen Eckball vor ein paar Sekunden abgewehrt wurde, die Abwehr schon längst die Phase des "Raus, raus!" hinter sich hat, er gerade dabei ist, zurück zu trotten, und dann der Ball irgendwie aus dem Mittelfeld wieder nach vorne geflogen kommt. Natürlich sollen sie nie wegen eines möglichen Abseits von sich aus bei einem Angriff zögern oder ihn gar abbrechen.

    Wir haben in der E-Jugend im Training gerne nach dem von Schimanski erwähnten Volleyballprinzip gewechselt, wenn wir in größeren Mannschaften spielten. Grundaufstellung war dann meist ein 1-3-3. Beim Wechsel, also entweder nach ein paar (wirklich nur recht wenigen) Minuten oder bei einem Tor, ging dann der Spieler links vorne ins Tor, der Torhüter ging nach links hinten, die Spieler der hinteren Reihe rückten um eine Position nach rechts, der ganz rechte ging eins nach vorne und die beiden Spieler, die von der vorderen Reihe noch da waren, rückten jeweils um eine Position nach links. Das war zu Beginn noch sehr chaotisch, aber die Kinder haben es erstaunlich schnell gelernt, sich rasch auf die neue Position einzustellen. Und da wir in der E1 zwei Mannschaften mit auf Kante genähtem Spielerkader hatten, hat sich das da dann auch ausgezahlt, denn dann konnte jeder Spieler halbwegs ordentlich auf jeder Position spielen.


    Ansonsten gefallen mir Fußballbarons Ausführen auch außerordentlich gut. Als Kindertrainer ist man, so meine Meinung, gut beraten, von Anfang an zu rotieren und dabei auch keine Ausnahmen zu machen. Es ist deutlich schwerer, die Rotation später einzuführen. Ich habe zum Wechsel von E2 in E1 einen Spieler verloren, der eben nicht dazu bereit war, auch in der Defensive zu spielen, was er bis zum Ende der F-Jugend auch nicht hatte machen müssen -- bei mir, wie ich gestehen muss. Erst in der E-Jugend wurde ich vom Rotationsvirus infiziert, bin aber seitdem restlos überzeugt. Dass wir davor nicht oder deutlich weniger rotiert hatten, gesxhah übrigens durchaus mit dem Hintergedanken, es möglichst kinderfreundlich zu machen und die Kids auf den Positionen spielen zu lassen, die ihnen am ehesten entgegen kamen. Das ist aber zwar gut gemeint, im Ergebnis aber Mist.

    Ich würde, wenn es wirklich ein Satz sein muss, eher Vierer- als Fünferbälle nehmen. Zum Thema Futsalbälle: wie schon richtig angemerkt wurde, gibt es sie auch in Kinderversionen mit reduziertem Gewicht, also z.B. der Derbystar mit 340g, von JAKO gibt es auch 290g und 360g-Versionen. Und bei denen muss ich tatsächlich nur ganz selten aufpumpen und die Langlebigkeit ist in der Halle auch gar kein Problem.


    Um aber auf deine eigentliche Frage zu antworten, Stella. Ich kann selbst leider nicht viel dazu sagen, aber ich glaube nicht, dass geklebte Bälle von vornherein genähten gegenüber im Vorteil sind oder umgekehrt. Ich vermute, dass es bei beiden Fertigungsverfahren hohe und weniger hohe Qualitäten gibt. Die genähten Bälle kommen ja überwiegend aus Pakistan, ich habe darüber mal eine Dokumentation gesehen, die Menschen in den Dörfern dort, wo sie hergestellt werden, sind stolz auf ihr Produkt und fürchten den Trend zu den maschinell hergestellten Bällen -- das sind ja die geklebten. Dass die geklebten Edelbälle besser sind als es genähte werden können, glaube ich gerne, das ist aber auch ein Preissegment, mit dem wir uns im Training ja nicht befassen. In den niedrigeren Preisregionen überwiegen, so mein Eindruck, noch die genähten Bälle. Es kann schon sein, dass die geklebten ihnen mit der Zeit den genähten den Rang ablaufen, ob das aber jetzt schon der Fall ist wage ich zu bezweifeln.

    Beim Thema Abseits gestehe ich den Spielern zu, in den meisten Fällen selbst nicht ganz so sicher zu sein, ob sie sich nun im Abseits befanden oder nicht, wenn sie ein Zuspiel erhalten. Zumindest bei dem etwas ambitionierten D-Juniorenteam, in dem mein Sohn spielt, wird bereits bewusst mit dem Abseits hantiert, d.h. die Abwehrspieler stellen Angreifer ins Abseits und (einige) Angreifer versuchen, so in die Tiefe zu starten, dass sie ein Zuspiel durch die Schnittstelle oder in den Rücken der Abwehr bekommen können. Und da gibt es auch in den Spielen immer mal wieder berechtigte wie unberechtigte Abseitsentscheidungen der Schiedsrichter. Linienrichter haben wir auch, das sind aber sog. parteiische Assistenten, d.h. ein Linienrichter gehört dem Gast- und der andere dem Heimverein an. Sie dürfen nur anzeigen, ob der Ball ins Seitenaus ging. Darüber, wer anschließend Einwurf hat, entscheidet alleine der Schiri.


    Da die Schiedsrichter bei diesen Spielen vom Kreis zugewiesen sind und daher (zumindest zu Spielbeginn) tatsächlich unparteiisch sind, gleichen sich die Fehlentscheidungen bezüglich Abseits typischerweise ganz gut zwischen den Mannschaften aus. Soll heißen: es gibt Schiedsrichter, die beim Abseits sehr viele Fehlentscheidungen treffen, und es gibt solche, die in dieser Hinsicht sehr aufmerksam sind und beneidenswerte Auffassungsgabe wie räumliche Wahrnehmung haben. Nur selten kommt es vor, dass ein Schiri seine Linie im Spielverlauf ändert, obwohl ich das einmal doch mitbekam, da hat ein noch relativ junger Schiedsrichter zu Beginn der Partie ein paar Abseitspositionen nicht gepfiffen und sah sich massiven Zurufen der Zuschauer ausgesetzt. Später pfiff er dann ein oder zwei Situationen ab, in denen zumindest ich keine Abseitsposition sah.


    Ich habe es noch nicht erlebt, dass ganz deutliche Abseitspositionen nicht auch erkannt und abgepfiffen wurden. Damit meine ich solche, bei denen sich der Angreifer zwei Meter oder mehr im Abseits befindet. Einige unserer Spieler gehen in solchen Situationen auch bewusst nicht zum Ball, sondern lassen ihn vorbei gehen und trotten aus dem Abseits raus, während andere zu jedem Ball gehen, das scheint mir Typsache zu sein. Wenn der Ball im Strafraum hin- und herspringt, ist die Situation für alle Beteiligten so unübersichtlich, dass ich da niemandem einen Vorwurf mache, der betreffs Abseits eine Fehlentscheidung trifft.

    Die D-Mannschaft meines Sohnes hat Cawila-Bälle, ich glaube Junior 360 Pro als Trainingsbälle und einen Team Light 360 als Spielball. Ich habe auch den Eindruck, dass diese die Luft etwas langsamer verlieren als die Jako-Bälle, die ich aber auch nur alle paar Wochen nachpumpen musste -- so schlimm fand ich das nicht. Die Cawilas machen schon einen etwas hochwertigeren Eindruck, aber mit ihnen wird auch auf einem Kunstrasenplatz gespielt, der die Oberfläche der Bälle deutlich weniger in Anspruch nimmt als der Quarzsand-Kunstrasen, dem sich die Jakos stellen mussten. Auf letzterem Platz hätten es die Cawilas sicher auch schwerer.. Wie gesagt, Derbystar würde ich auch gerne mal probieren, ich muss aber noch Investoren finden. ;)

    ich glaube in dem F-Jugend-Alter sind die Mädels -körperlich wie geistig- weiter als die Buben.


    Das glaube ich wiederum nicht. Ich bin der Meinung, dass es in diesem Alter von den körperlichen und geistigen Voraussetzungen für den Sport her überhaupt keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gibt. Diese treten erst mit 10 bis 12 Jahren auf. Ich würde nach Möglichkeit unterhalb der D-Jugend nicht zwischen Mädchen und Jungs unterscheiden. Für spät einsteigende Mädchen mag es aber schwierig sein, sich in einer männlich dominierten Truppe zurecht zu finden. Für solche Fälle empfinde ich reine Mädchenmannschaften als sinnvoll. Ich stimme dabei aber thomasg und baileys3 durchaus auch zu.


    Unsere Tochter spielt ja Handball, aktuell ist sie in der älteren E-Jugend. Sie macht das seit der G oder jungen F und ist bis heute in einer gemischten Mannschaft, welche als männliche E-Jugend gemeldet ist. Neben ihr sind noch vier weitere Mädels im Team. Unsere Tochter und ein weiteres Mädchen halten voll mit, die anderen drei würden sich in einer reinen Mädchenmannschaft evtl. wohler fühlen, wobei die Trainer sich wirklich vorbildlich um sie kümmern und sie auch unter der gesamten Elternschaft fast noch mehr Zuspruch erfahren als die Jungs. Nun wird der Verein es wieder wagen, eine Mädchenmannschaft aus diesen fünf Mädchen und denen aus dem direkt darüber liegenden Jahrgang zu bilden. Leider ist es sonst wohl für die meisten Mädchen ab der älteren D-Jugend sonst nicht mehr so lustig in den gemischten Mannschaften, da kommen sie wohl häufig nicht mehr so richtig zum Zuge. Wir freuen uns darüber, dass unsere Tochter bisher bei den Jungs dabei war, freuen uns aber auch darüber, dass es demnächst in ein Mädchenteam geht. Übrigens soll das Training aber weiterhin gemeinsam mit den Jungs stattfinden, und sie sollen auch immer mal wieder bei den Jungs aushelfen, das finde ich eigentlich auch gut.


    Unsere Nichte ist ein Beispiel dafür, wie es mit Mädchenmannschaften nicht wirklich optimal laufen kann. Sie ist ein Jahr jünger als unsere Tochter, also junger E-Jahrgang, und hat vor ca. einem Jahr mit dem Handball begonnen. In ihrem Verein wurde sie dann in die Mädchenmannschaft gesteckt, die aber vier Jahrgänge umfasst. Sie hat also mit ihrer Mannschaft in der D-Jugend gespielt und kam als eine der zwei jüngsten Spielerinnen nur zu Kurzeinsätzen. Geistig wie körperlich sind die älteren Mädels ihr deutlich überlegen. Zum nächsten Saisonwechsel rutschen einige ihrer Mannschaftskameradinnen bereits aus der D-Jugend heraus, so dass aktuell Überlegungen angestellt werden, die Mannschaft für die C-Jugend zu melden. Sie ist aber in der nächsten Saison immer noch E-Juniorin. Sowas halte ich nicht für sinnvoll, ich würde meinen, dass sie bei den jüngeren E-Junioren, also den Jungs, die ein Jahr jünger sind als sie, besser aufgehoben sein dürfte.


    Ich denke, dass diese Erfahrungen durchaus auf den Fußball übertragbar sind.

    Um welche geht es denn genau? Ich habe bisher wohl fast nur mit genähten Bällen zu tun gehabt, gerade im Kinderbereich gibt es doch eher ein Übergewicht bei den günstigeren Modellen, oder? Wenn es bei den geklebten Bällen um die Teile ab € 50,- oder die Adidas-Bälle im dreistelligen Bereich handelt, so würde ein Verkäufer, der versucht, mir diese Dinger fürs Training anzudrehen, schallendes Gelächter ernten. Woher soll denn so ein Geld kommen?!


    Wir hatten in der E-Jugend ein paar JAKO-Bälle gekauft, da gibt es in den Light- und Super-Light-Versionen nur ein Modell, das nicht sonderlich toll, aber in Ordnung ist. Hier im Forum habe ich einige positive Stimmen zu Derbystar-Bällen gelesen, ich überlege daher, ob ich bei der nächsten Mannschaft, die ich trainieren sollte, mal versuchen würde, da die Eltern für ihre Kids Apus- oder, falls zu teuer, Stratos-Bälle kaufen zu lassen -- der Verein ist momentan sehr knapp bei Kasse, das Klientel bei uns in der Gegend aber häufig nicht ganz so schlecht gestellt... Persönlich finde ich Adidas- und Nike-Bälle zu teuer bzw. habe bei Adidas mit den privat gekauften Replique-Bällen keine guten Erfahrungen gemacht.

    Der andere Verein aus der Spielgemeinschaft war komplett mit Vorstand und Jugendwart anwesend. Leider hatten wir als Eltern keine Chance. Der Trainer und der Vorstand haben uns erklärt, dass es weiterhin nur nach Leistung geht und der Gewinn auch mit 20:0 wichtig ist. Der Vorstand von unserem Verein war leider nicht anwesend. Ich hatte vorher mit ihm telefoniert, um mir seine Meinung einzuholen. Dieser erklärte mir, das unser Verein ein Breitensportverein ist, jeder spielen darf, jeder Spaß hat und jeder was lernt.


    Hmm, nun, das klingt nach sehr unterschiedlichen Zielsetzungen der beiden Vereine, welche die Spielgemeinschaft bilden sollen. Unter diesen Voraussetzungen ist, meiner Meinung nach, die Bildung einer Gemeinschaft nicht möglich. Ich sehe es wie open-minded, dass da ein Verein seine Vorstellungen durchdrückt und von Eurem Verein die Spieler abgreift.


    Wieso war von Eurem Verein kein Verantwortlicher dabei? Das war taktisch für Euch natürlich ein großer Nachteil.


    Was ihre Meinung anbelangt, dass es nur nach Leistung gehen solle, dazu wurde hier im Thread ja schon angemerkt, dass das grundsätzlich ihre Entscheidung sein kann, ob man das nun gut und kindgerecht findet oder nicht. Was aber nicht geht ist, dass man mit der Behauptung, man werde zwei ähnlich starke Mannschaften bilden, in die Saison startet und dann genau das Gegenteil macht.


    Der Trainer aus dem anderen Verein hat klar gemacht, entweder ich kann so weiter machen oder ihr könnt euch einen anderen suchen.


    Und, hättet Ihr einen anderen? Einen, mit dem mehr Spieler und Eltern zufrieden wären als mit dem jetzigen? Einen, der eine Mannschaft mit diesem Konfliktpotenzial übernehmen möchte? Ich verstehe dich gut, aber man muss sich auch überlegen, was denn die realistischen Alternativen sein könnten. Der Trainer des anderen Vereins und sein Vorstand werden ihre Meinung wohl kaum ändern, Ihr müsstet also in erheblicher Zahl revoltieren, um eine Änderung herbei zu führen. Rebellische Mitglieder sind aber typischerweise nicht sonderlich beliebt, Ihr müsstet letztlich auch dazu bereit sein, das Ruder selbst zu übernehmen. Könnt Ihr das?


    Ich habe ihm dann klar gesagt, dass ich damit nicht einverstanden bin und mein Sohn das Training weiter machen wird, jedoch zu spielen, bei dem er sowieso nur 2 Minuten je Halbzeit spielt, nicht mehr zur Verfügung steht.


    Das dürfte dem Trainer doch auch recht sein, oder? So hat er zumindest dich dann ja ruhig gestellt und macht einfach weiter wie bisher. Und er muss deinen Sohn nicht mal für die zwei Minuten bringen, die er ihm bisher zugestanden hat.


    Dazu muss ich aber sagen, dass mir das nicht passen würde. Ich würde mich nach Alternativen umsehen und diese auch ausprobieren, zumindest wenn das Kind nicht unheimlich gerne in dieses Training geht.


    Nun überlege ich, ob es etwas bringt unseren Vorstand in die Verantwortung zu nehmen. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob das was bringt.


    Was erwartest du von ihm? Wie soll die Lösung deiner Meinung nach aussehen? Gehe dabei bitte aber davon aus, dass der jetzige Trainer nicht dazu bereit sein wird, die ursprünglich gemachte Vereinbarung zu erfüllen.


    Ich würde dem Vorstand schon von dem Elternabend berichten, auch davon, dass zumindest Ihr selbst hochgradig unzufrieden seid. Ich würde auch davon erzählen, dass ich nicht damit einverstanden bin, dass mein Kind bei Spielen nicht eingesetzt wird und dass ich mich nach Alternativen umsehe, aber dabei auch betonen, dass es mir und meinem Kind vorher in dem Verein sehr gut gefiel. Der Vorstand dürfte kein Interesse daran haben, weitere Mitglieder zu verlieren. Man sollte eine solche Info nicht als Erpressung formulieren und auch nicht als solche sehen, sondern einfach nur als Ankündigung einer logischen Konsequenz aus für eine Seite nicht akzeptable Zustände.


    Mein Sohn hat mir vorher gesagt, dass er kein Problem damit hat nur zum Training zu gehen und nicht an den Spielen teilzunehmen. Ist ja auch nachvollziehbar bei der eingesetzten Spielzeit. Soll ich es so lassen und darauf warten, bis sich die Spielgemeinschaft wieder auflöst oder sich andere Möglichkeiten finden?


    Das kannst nur du entscheiden. Am wichtigsten muss dabei für dich das Wohl deines Sohnes sein. Deine eigene Person sollte da zurück stehen, es geht schließlich um seinen Sport, sein Hobby. Ich würde mich aber nach Alternativen umsehen. Gegen Ende der Saison könnt Ihr dann ja sehen, ob Ihr so weiter machen wollt oder ob eine Trennung sinnvoller ist.

    Hmm, nichts dagegen, aber braucht man dazu Videoanalyse-Software? Ich kenne 2001er ganz gut, mein Sohn ist Vertreter dieses Jahrgangs. Da reicht es meiner Meinung nach, wenn man beim Spiel genau hin schaut, mal den aktuellen Spielstand außer acht lässt und sich nur darauf konzentriert, was ein bestimmter Spieler gerade macht. Wenn das Spiel gefilmt wurde, kannst du dir im Nachhinein auch anschauen, wie in bestimmten Situationen verschiedene Spieler agiert haben und so z.B. die Entstehung einer Chance des Gegners analysieren. Aber dazu braucht man, wie ich finde, noch keine Videoanalyse-Software, sondern eigentlich nur ein geschultes bzw. erfahrenes Auge, gekoppelt mit der Kenntnis darüber, was deine Spieler können und was ihnen (noch) schwer fällt, welche Persönlichkeiten sie so haben, etc.


    Die nächste Frage ist dann, was du mit den Erkenntnissen anfangen willst. Ich fand es zwar immer ganz interessant, zu erkennen, was meine Spieler wann warum getan haben. So war ich der Meinung, ihren jeweiligen Stand ganz gut einschätzen zu können, so konnte ich, wenn es in der Folgezeit mal die Gelegenheit dazu gab, den einzelnen Spielern auch mal individuelle Tipps mit Bezug auf das vorangegangene Spiel geben. Aber das war alles nur im freundlichen und eher beiläufigen Gespräch. Ich würde dir nicht empfehlen, die Resultate deiner Analyse gleich in die nächsten Trainingseinheiten einzupflegen. Da sollte eher der ganzheitliche, längerfristig angelegte Trainingsplan Vorrang haben, in den dann deine Erkenntnisse modifizierend einfließen können.

    Ich stehe regelmäßigen Trainerwechseln gegenüber eigentlich auch positiv gegenüber, würde da aber eine Verweildauer von zwei Jahren anstreben, denn es dauert meiner Meinung nach schon zwischen drei und sechs Monaten, bis man seine Spieler wirklich gut kennt. Allerdings ist für mich eine notwendige Voraussetzung für ein solches Vorgehen eine recht homogene Qualität unter den Trainern, da darf keiner unter einen gewissen Mindeststandard fallen. Leider sehe ich in der Mehrzahl sehr große Schwankungen und viele verschiedene Stile zwischen den unterschiedlichen Mannschaften der meisten Vereine. Das einheitliche Konzept, welches auch dafür notwendig ist, dass es beim Wechsel der Trainer zu möglichst greingen Reibungsverlusten und Anlaufschwierigkeiten kommt, ist auch noch die Ausnahme... Daher finde ich es schwierig, diese Frage pauschal zu beurteilen und kann Eltern und Spieler schon verstehen, wenn sie gerne behalten wollen, wer sich bewährt hat.

    Welcher Trainerschein wird denn verlangt? Wenn der C-Breiten reichen würde, so wäre es evtl. eine Option, diesen dezentral zu machen. Bis Saisonende ist es noch eine Weile hin, wenn du dich zügig darum kümmerst, könnte es noch klappen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass der Verein eine Ausnahme machen würde, wenn der Trainer sich gerade im Lizenzlehrgang befindet, also gerade dabei ist, den geforderten Schein zu erwerben.

    ich [...] halte sehr viel mehr davon den kids einen erfahrenen schieri auf den platz zu stellen, der bestimmte dinge mit fingerspitzengefühl regelt und den kids damit auch ein stückweit die regeln des fußballspiels nahebringt.


    Nichts dagegen, dazu noch Trainer und Eltern, die sich so benehmen, wie wir uns alle das wünschen, und niemand bräuchte die FPL. Aber so ist es nun mal nicht in der Realität. Schon vor Jahren hat der DFB in den Unterlagen zum C-Breitenschein Bilder von Eltern, die direkt am Spielfeldrand stehen und dirigieren, was das Zeug hält. Und bei uns gibt es erst ab der D vom Kreis angesetzte Schiris, darunter pfeift jemand vom Heimverein. Darüber gibt es ständig Diskussionen, wenn sich Trainer und Verantwortliche im Kreis treffen.


    auch wenn es immer mal wieder eltern gibt die da etwas 'über das ziel hinausschießen' (scheint wohl regional auch recht unterschiedlich zu sein), bringen begeisterte eltern auch ein tolle athmosphäre.
    aus vereinssicht finde ich begeisterte eltern sehr wichtig, denn das sind auch meist die, welche ich für die vereinsarbeit gewinnen kann.


    Gegen Begeisterung habe ich nichts. Das erlebe ich im Handball meiner Tochter. Beim Fußball meines Sohnes erlebe ich hingegen leider deutlich häufiger Eltern und Trainer, die übers Ziel hinaus schießen, wie du es ausdrückst.

    Ich möchte ein paar kritische Anmerkungen zu Einführung der FAIRPLAY-Liga in Hessen machen.


    Gerne. Die Anmerkungen sind zwar nicht neu, aber sollen dennoch beantwortet werden.


    Wir haben Anfang Januar mit unserer G-Jugend an einem Turnier nach FIARPLAY-Regeln in Reinland-Pfalz teilgenommen. Die anderen Mannschaften auf diesem Turnier spielten bereits seit über einem Jahr nach diesen Regelen. Keine Mannschaft war dennoch in der Lage, die gültigen Regeln auch nur annähernd einzuhalten.


    Das wundert mich bei G-Junioren nicht wirklich. Selbst die F2-Junioren, die ich gestern zum zweiten mal mit trainert habe, sind in ihrer Regelkunde nicht sonderlich sattelfest. Die FPL kann und soll den Kindern auch nicht irgendwie mit Zauberhand die Regeln des Spiels erklären, das müssen nach wie vor die Trainer machen.


    Es galt grundsätzlich die Regel des Stärkeren. Die Spieler die sich besser durchsetzen konnten haben entschieden, ob es nun Abstoss oder Ecke gab, egal wer den Ball über die Torauslinie beförderte. Kein einziges Foul und davon gab es mehr wie bei anderene Speilen wurde geahndet.


    Nun ja, es liegt halt an allen Spielern, sich zu Wort zu melden, wenn sich da jemand einfach nur durchsetzen will. Wenn mir als Trainer auffällt, dass es immer wieder die selben zwei, drei Kinder sind, die für sich das Recht des Stärkeren reklamieren, so würde ich, nachdem ich das mit dem anderen Trainer kurz besprochen habe, das Spiel mal unterbrechen und das bei den Kindern ansprechen. Es ist schon weiterhin Aufgabe der Trainer, dafür zu sorgen, dass ihre Spieler die Regeln kennen lernen und nicht mutwillig foulen. Wenn du vermehrt Fouls beobachtet hast, so kommt da ein Trainer oder mehrere seiner bzw. ihrer Pflicht nicht nach. Wobei es heutzutage ja auch so ist, dass manchen Teams ruppiger spielen als andere, daran ändert die Anwesenheit eines Schiedsrichters zunächst einmal nichts. Ich würde hoffen, dass du dich mit deiner Beobachtung, dass bei diesem Turnier mehr Fouls vorkamen als bei anderen, entweder getäuscht hast, oder, falls nicht, dass der Grund für ihre höhere Häufigkeit nicht in der FPL zu suchen ist, d.h. dass diese Teams auch mit Schiri mehr gefoult hätten als du es gewohnt warst. Das halte ich nicht für ausgeschlossen -- es gibt Teams, die in ihrem Spiel mehr Rücksicht auf den Gegner nehmen als andere, so gibt es auch Kreise oder Gegenden, in denen das ausgeprägter ist, und wiederum andere, wo es eher mal etwas unsanfter zugeht.


    Grundsätzlich begrüße ich die Idee, die Spieler vor übermotivierte Trainer zu schützen. Es fehlt hier aber noch an Details. Für mich ergeben sich 3 praktische Fragen:
    1. Wer definiert was das notwednige Maß an Komandos ist und wie kann ich den anderen Trainer zur Zurückhaltung bewegen?


    Niemand. Wenn ich meine, der andere würde zu viel Einfluss aufs Spiel nehmen, so würde ich das freundlich anmerken. Aber ich kann ihn nicht dazu zwingen, weniger Kommandos zu geben. Bei uns hat übrigens der Kreisjugendausschuss angekündigt, die Einhaltung der Regeln zu überwachen. Ich bin mal gespannt, ob sie sich auch für diesen Punkt zuständig fühlen.


    2. Wer entscheidet bei strittigen Situationen
    [...]Solange die Trainer diskutieren, warten die Kinder und können kein Fussball spielen. Bei wiederholt strittigen Situationen sehe ich uns zukünftig mehr diskutieren und die Kinder weniger Fussball spielen.


    Es wird ab und an mal solche Situationen geben, ich denke aber, das wird, nachdem es sich eingespielt hat, ebenso selten sein wie heutzutage sehr umstrittene Schiedsrichterpfiffe, die ja auch zu mehrminütigen Spielunterbrechungen und vielen roten Köpfen führen. Ich bin hoffnungsvoll, dass hier die Zahl der roten Köpfe geringer als zuvor sein dürfte, und/oder die Farbintensität ebenfalls abnimmt.


    3. Wer unterbricht ein Spiel bei einem Foul, wenn es die Spieler nicht tun?


    Wenn es ein klares Foul gegeben hat, das diesen Schritt rechtfertigt, unterbrechen die Trainer. Ich würde eher unterbrechen, wenn meine Spieler Fouls begehen als bei Fould des Gegners, und würde mir insgeheim wünschen, dass mein Partner, d.h. der andere Trainer, es genauso hält. Man muss aber ziemlich unmittelbar unterbrechen und kann sich damit nicht eine halbe Minute Zeit lassen, dann ist es zu spät. Ich denke, man sollte halt direkt neben dem anderen Trainer stehen, und dann sagt man ihm: "Foul, oder?", und wenn er dann nicht innerhalb von fünf Sekunden widerspricht, so unterbricht man. Es muss natürlich schon ein deutliches und eindeutiges Foul sein, eine gewisse Schwere setze ich auch voraus. Es geht nicht darum, im Spiel den Kindern alle Regeln zu erklären und auch nicht darum, darüber zu wachen, dass sie auch richtig entscheiden. Man muss als Trainer auch damit umgehen können, dass ein Spiel mal nicht so optimal läuft


    Aus meiner Sicht werden die Trainer, welche es beim Betreuen von Mannchaften bisher übertreiben, die Schwächen dieses Systems ausnutzen um noch mehr Erfolg zu haben. Sie werden ihren Spielern sagen, dass sie sich durchsetzen sollen und ggf. auchmal eine Entscheidung zu ihren Gunsten, auch wenn sie nicht regelgerecht ist, herbeiführen. Sie werden womöglich ihre Spieler motivieren auch mal ein Foul zu begehen, da diese häufig nicht geahndet werden.


    Das kann sein, dieses Risiko besteht, ja. Ich hoffe aber, dass es nicht so kommt und die Vernunft obsiegt. In diesem Thread habe ich versucht, einem anderen Forumsteilnehmer zu erläutern, wie ich vorgehen würde, wenn ich mit einem solchen Trainer konfrontiert würde und dass ich mir wünschen würde, dass es eine Möglichkeit gäbe, die Verantwortlichen für den Spielbetrieb auf solche Trainer bzw. Mannschaften aufmerksam zu machen: Die Krux mit der Fairness oder Gruppenkuscheln in den jungen Jahrgängen. Das sind aber Mechanismen, wie sie jeder Spielbetrieb braucht, um denjenigen, die darauf aus sind, das System zu missbrauchen, das Handwerk zu legen. Zum derzeitigen System, d.h. demjenigen mit Schiedsrichter, kann ich, für diejenigen, die es interessiert, auch mit einem negativen Beispiel aufwarten, dass ausgerechnet bei dem Spiel gegen die unsportlichste (im Sinne des Fair-Play) Mannschaft, die es in unserer E1-Runde gab, auch noch deren Trainer, der bereits beim Hinspiel auf unserem Platz sehr unangenehm aufgefallen war, als Schiedsrichter auftrat. Dabei dann sein Team coachte, unser Team deutlich benachteiligte, und mich, der ich den Ruf habe, besonders besonnen und freundschaftlich zu sein, fast vom Platz gestellt hätte, als ich mich erdreistete, den kleinsten meiner Spieler davor zu warnen, dass ein Spieler, der zuvor einen anderen meiner Spieler brutal umgegrätscht und sich anschließend mit ein paar Mitspielern abgeklatscht hatte, ihm auf den Fersen war und schnell aufholte -- ich hatte schlicht Angst, dass er ihm von hinten in die Beine geht. Genauso wie das ein unrühmliches und seltenes Beispiel dafür ist, wie es im jetzigen System schlecht laufen kann, so wird man diese in der FPL finden. Solche Auswüchse kann die FPL nicht verhindern. Sie versucht vielmehr dafür zu sorgen, dass der Druck aus dem Spiel der Kleinsten genommen wird, der vielerorts dafür sorgt, dass es bei F-Juniorenspielen heißer zugeht als bei manchem Derby.


    Als Trainer einer G-Jugend verliere ich dabei die Lust.


    Das kann ich verstehen, mir ginge es ähnlich.


    Ich möchte den Eltern nicht erklären müssen, weshalb das Foul nicht geahndet wurde oder wir verloren haben nur weil unsere Spieler fair waren und sich somit keinen Vorteil erschlichen haben.


    Naja, ich würde halt die Eltern vorab sehr intensiv über die FPL und die Gründe dahinter aufklären, und dabei auch diese Missbrauchsmöglichkeiten erwähnen.


    Spätestens nach dem 5 Spiel ohne Sieg, werden die ersten Spieler die Lust verlieren, da ich ihnen nicht erklären kann weshalb sie verloren haben. Oder ich muss ihnen sagen dass sie zu lieb waren und sie dadurch indirekt zu unfairem Spiel aufzufordern.


    Ich glaube nicht, dass das Spiel durch die Einführung der FPL unfairer werden wird. Wir haben hier im zweiten E-Jugendjahr schon zwei Turniere durchgeführt, bei denen es keinen Schiedsrichter gab -- eines ganz ohne, eines mit Spielleitern, die erst dann eingriffen, wenn es Unstimmigkeiten gab. Das hielt ich für sinnvoll, weil ja sämtliche teilnehmenden Mannschaften bis dahin nur von Schiris geleitete Spiele kannten. Es hat trotzdem sehr gut funktioniert. Ich denke schon, dass die allermeisten Menschen sich auch verantwortungsbewusst verhalten, wenn man ihnen Verantwortung überträgt.