Ich pflichte AKjfv bei: so ein paar der Aufgabenstellungen sind zunächst mal für viele etwas nichtssagend und rufen erstmal fragende Gesichter hervor. Ich habe den Eindruck, dass sie in der Mehrzahl, wenn nicht sogar alle formuliert wurden, als der Fachübungsleiter C entworfen wurde, und seitdem kaum oder gar nicht verändert worden sind. Insofern hängen sie, ähnlich wie die ersten paar Info-Abende, der Entwicklung inzwischen eben ein paar Jahre hinterher. Heutzutage betont der DFB die Spielform viel stärker als noch vor vier, fünf Jahren, dementsprechend sind die Inhalte in den neueren Info-Abenden auch alle viel spielerischer (und kurzweiliger) als in den ersten paar, die heute teilweise schon etwas trocken anmuten. Bei uns war das aber so ungefähr der Stand, auf dem die Lehrproben sein sollten, zumindest, wenn man als Trainer nicht ins Risiko gehen wollte.
Zu deiner Frage danach, ob freier oder begrenzter Raum: das hängt natürlich von der jeweiligen Übung ab. Generell finden Übungen ja schon eher auf einem begrenzten Raum statt. Oft ist dieser nicht explizit begrenzt, aber es gibt einen nur recht kleinen Bereich, in dem die eigentliche und relevante Aktion stattfindet. Ich verstehe wohl leider nicht so ganz, wie du die Frage meinst. Du schreibst ja, dass Ball und Gegner dabei sind, das klingt also für mich nach einer recht spielnahen Übungsform, in der also z.B. der Angreifer den Ball führt und zum Torabschluss kommen möchte, der Verteidiger das verhindern soll -- beide stehen zu Beginn dort, wo sie per Ausgangslage (außen oder zentral, lange oder kurze Distanz) hin gehören. Dann ist für dich als Trainer ja das 1:1 relevant, darum geht es, das soll gesucht werden. D.h. der Angreifer darf dann nicht einfach kehrt machen und vor dem Verteidiger davon laufen. Er soll, das ist die Anweisung, schnell und konsequent den Abschluss suchen. Bremst er bis zum Stillstand ab, so ist das Thema eigentlich verfehlt, denn die simulierte Situation ist ja die, dass der Angreifer es schafft, ins 1:1 zu kommen, außer dem letzten Verteidiger gibt es nur noch den Torwart. Das ist eine Situation, in der er unbedingt schnell den eigenen Abschluss suchen soll, weil der Verteidiger sonst Unterstützung bekommt. Für den Verteidiger ist es so, dass er eben der letzte Mann ist, der diesen Angreifer aufhalten kann, er muss das schaffen, im Moment hat er niemanden, der ihn absichert. Solltest du Angreifer haben, die in den Stillstand abbremsen, so würde ich die Situation abbrechen und unter Hinweis auf diegedachte Ausgangslage kurz erklären, dass der Verteidiger gewonnen hat, wenn er den Angriff des Stürmers stoppen, also auch zum Stillstand bringen kann, weil dann ja weitere Abwehrspieler nachrücken können und der Angreifer in Unterzahl gerät. Ich glaube, in den entsprechenden Unterlagen steht auch, dass der Trainer zu schnellen Abschlüssen und konsequenten Aktionen animieren soll.
