Man könnte sich übrigens evtl. zunutze machen, dass zur Erlangung der DFB-Lizenzen ein erweitertes Führungszeugnis vorgelegt werden muss..
Beiträge von tobn
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Ich habe mich zu diesem Thema in der Vergangenheit eher skeptisch geäußert. Mir kommt die Forderung nach einem erweiterten Führungszeugnis vor allem wie CYA (engl: "cover your ass") vor, es geht also vor allem darum, sich selbst vor Vorwürfen zu schützen. Ob das Problem, um das es angeblich geht, dadurch wirksam bekämpft wird, halte ich hingegen für fraglich. Mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass diese Forderung nach einem Vorfall, der sehr viel mediale Aufmerksamkeit erlangte, aufkam, da hatte ein Betreuer von Jugendgruppen Missbrauch an ihm betreuten Jungen begangen, welches noch dadurch bestärkt wird, dass es das erweiterte Führungszeugnis erst seit 2010 gibt.
Meine skeptische Haltung liegt vor allem daran, dass ich glaube, dass die Quote der Fußballtrainer, von denen eine Gefahr von sexuellen Vergehen gegenüber ihren Schützlingen ausgeht, sehr klein ist. Darüber hinaus vermute ich, dass ein nicht unerheblicher Anteil von in dieser Hinsicht gefährlichen Personen noch keine Verurteilung hinter sich hat, wodurch sich also die Zahl derer, die man mit diesem Mittel erwischt, noch weiter sinkt. Und ähnlich wie mit den Junkies oder Obdachlosen ist doch zu befürchten, dass man das Problem mit der Forderung nach einem erweiterten Führungszeugnis nicht beseitigt, sondern nur verlagert. Damit wäre es nur "Security Theater".
Ziel ist es doch, die Zahl der Kinder, die sexuellen Missbrauch erleiden müssen, zu reduzieren. Ich bin skeptisch, ob dazu ein erweitertes Führungszeugnis substanziell beitragen kann, und ob man nicht mehr erreichen könnte, wenn man das Geld, das es kostet, z.B. für mehr Sozialarbeiter verwenden würde. Oder für mehr Prävention. Ich bin auf dem Gebiet wahrlich kein Experte, aber ich würde diejenigen, die viel mit dem Thema zu tun haben, fragen, was sie denn für die am besten geeigneten Maßnahmen halten, um die Rückfälligkeitsquote von vorbestraften Sexualstraftätern am besten zu reduzieren bzw. Kinder möglichst gut vor ihnen zu schützen. Es würde mich wundern, wenn da ein erweitertes Führungszeugnis vorgeschlagen würde. Das kommt mir mehr wie ein öffentlichkeitswirksamer Schnellschuss der Politik vor, der ihr wenig Arbeit macht und nach etwas aussieht. Ohne allerdings zu halten, was er verspricht, so zumindest meine Befürchtung.
Alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Jugendhilfe sollen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Die Träger der öffentlichen Jugendhilfe stellen durch Vereinbarungen sicher, dass dies auch für die freie Jugendhilfe gilt. Bei Ehrenamtlichen entscheiden öffentliche Träger für sich bzw. vereinbaren mit den freien Trägern, bei welchen Tätigkeiten die Einsichtnahme in ein erweitertes Führungszeugnis nötig ist. Entscheidend sind Art, Intensität und Dauer des Kontakts zu Kindern und Jugendlichen.
Das ist wohl eine übliche Form, ein Gesetz zu formulieren, es klingt, an und für sich, vernünftig, ich lese aber auch heraus, dass der schwarze Peter der Beurteilung, wann ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden soll und wann nicht, an die (in dem uns interessierenden Fall) Vereine abgeschoben wird. Will ich dann also Verein auf Nummer sicher gehen, so verlange ich einfach von jedem das erw. FZ.1. Seht ihr hier die Notwendigkeit?
Siehe oben. Ich meine, es hängt davon ab, wie groß das Risiko tatsächlich und objektiv betrachtet ist. Das Risiko wird üblicherweise quantifiziert als das Produkt der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Ereignisses und der durch das Ereignis verursachten Schadenshöhe. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass ein Trainer ein Risiko im Sinne der Frage für die ihm betrauten Kinder darstellt, halte ich für sehr niedrig, sie ergibt sich ja aus dem Quotienten der Zahl der Trainer, von denen eine Gefahr ausgeht, und der Gesamtzahl aller Kinder- und Jugendtrainer im betrachteten Gebiet. Es widerstrebt uns natürlich, im Fall, um den es geht, die Schadenshöhe finanziell zu beziffern, das wird aber tatsächlich getan (in diesem Artikel werden z.B. 1,574 Millionen Euro für den Wert eines Menschenlebens genannt), auch wenn es uns zynisch erscheinen mag. Man könnte nun darüber spekulieren, wie viele Fälle sich durch die Forderung nach dem erweiterten Führungszeugnis verhindern ließen. Dadurch ergibt sich eine Reduktion des Schadens. Ganz gefühllos vergleicht nun der Ökonom diesen Betrag mit den Kosten dafür, dass die Gesamtzahl der Trainer sich ein erweitertes Führungszeugnis ausstellen lassen müssen. Sind diese höher als die Schadensreduktion, so ist die Maßnahme aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht sinnvoll.Dieser Argumentation mögen sich nun viele nicht anschließen wollen, widerstrebt es uns doch, das Wohl unserer Kinder in Geld umzurechnen. Das kann ich gut verstehen, mir geht es ja auch so. Glücklicherweise müssen wir es auch nicht, denn man kann ja auf die einzige Variable der Rechnung, nämlich der Wahrscheinlichkeit des Eintritts des Ereignisses, Einfluss nehmen. Wenn wir nur den Fußball betrachten, dann wird die Forderung nach dem erweiterten Führungszeugnis für alle Trainer diese sicher reduzieren. Aber was ist, wenn, wie ich stark vermute, das nur dazu führt, dass die Rückfälligen in andere Bereiche ausweichen? Dann passiert das Unglück nicht im Fußballverein, aber halt woanders. Ist das besser? Ich meine: nein.
Es muss vielmehr darum gehen, die Rückfallquote überhaupt möglichst stark zu senken. Man sollte also das effektivste Mittel (auch hinsichtlich der Kosten) oder die Kombination der soundsovielen Maßnahmen, die die Rangliste der Effektivität anführen, oder deren Kombination die größte Effektivität verspricht, ergreifen.
2. Habt ihr die Meinung, dass das wirklich schützt oder ergeben sich gar Gefahren?
Ich befürchte, dass die Schutzwirkung sehr gering sein dürfte, und das Risiko des einzelnen Kindes nur verschwindend beeinflusst. Also z.B. von 0,003% auf 0,0025%. Hinweis: Das sind völlig frei erfundene Zahlen.Eine direkte Gefahr ergibt sich wohl nicht, zumindest nicht für die Kinder. Die üblichen Probleme von Sicherheitstheater könnten eintreten, es könnte also z.B. sein, dass sich Vereinsverantwortliche und Eltern auf das erw. FZ verlassen und weniger aufmerksam sind. Das halte ich aber für weniger wahrscheinlich. Es kann aber schon sein, dass einige durchaus dafür geeignete Personen nicht das Traineramt ergreifen, weil sie (z.B. aufgrund ihrer politischen Überzeugungen) nicht dazu bereit sind, ein erw. FZ vorzulegen. Ich selbst würde z.B. eine freiwillige Speichelprobe bei einem Massentest nicht abgeben, wüsste ich doch, dass ich nicht der gesuchte Täter bin -- hier kommt noch hinzu, dass die Exekutive in solchen Fällen sämtliche gewonnenen DNA-Daten aufbewahrt...
3. Welche Folgen hat das für den Verein?
Ganz konkret Kosten in Höhe von € 13,- pro Trainer und Betreuer, also im Normalfall € 39,- pro Mannschaft. Vermutlich bleibt der eine oder andere potenzielle Trainer weg.4. Kann man das "unterlaufen"?
Als Trainer wohl eher nicht. Als Verein selbstverständlich. Wenn es einen Vorfall gibt und heraus kommt, dass man die Vorschrift nicht umgesetzt hat, dürfte der Schaden für den Verein groß sein. Evtl. sind die Verantwortlichen zivil- und/oder strafrechtlich angreifbar. Das könnte übrigens auch dazu führen, dass sich schwerer Verantwortliche finden lassen als früher. Noch ein schwarzer Peter... -
Mit diesem Typ zusammen wirst du keinen Spaß mehr haben. Wenn er mehr Rückhalt bei der Jugendleitung hat, dann würde ich mich verabschieden. Ganz sicher würde ich auch mein Kind nicht bei einem solchen Trainer lassen wollen. Wenn ich den Eindruck hätte, dass einige Eltern und/oder Kinder mit mir besser zurecht gekommen sind als mit dem anderen Trainer, dann würde ich den Abschied wahrscheinlich nicht ganz geräuschlos gestalten, sondern durchaus darauf eingehen, warum ich aufhöre und mein Kind bei einem anderen Verein anmelde. Man kann das deutlich, aber nicht beleidigend formulieren.
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P.S.: Das lustigste Abschiedswort -österreichisch-, das ich je gehört habe war : "Super Leiwand, pfirtie"- oder etwas anders "Leiwand super, pfirtie". Man weiß aber nicht genau, was es bedeutet. Ich habes bereits gegockelt.

Meinst du jetzt nur das "Pfüati" oder den tollen Malgrund? Ach nee, da fehlt das 'n' zur Leinwand.. Was "super Leiwand" heißen soll, weiß ich nicht. Aber die Herkunft von "Pfüati" ist doch bekannt, s. z.B. diese Erklärung.In diesem Sinne: Pfüati!
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Ach so, ein U-förmiger Haken. Müsste es dann nicht Hakerl heißen, also ohne 'c'?
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Bei uns im B Bereich kann nur 4x gewechselt werden. Kein Problem, mehr habe ich eh nicht. Leider kann aber nicht mehr hin und her gewechselt werden, das halte ich für fatal, da jeder Wechsel überlegt werden sollte.
Bist du sicher, dass das so ist? Bei uns in Hessen darf, soweit ich weiß, im gesamten Jugendbereich aus- und wieder eingewechselt werden. Die Zahl der Spieler, die insgesamt am Spiel teilgenommen haben, ist begrenzt, nicht aber die Zahl der Wechselvorgänge. -
tobn: danke für den Link.
Da gibt es auch diese ausbildungsgrafik.
Da ist nach dem Teamleiter Jugend halt dieser prüfungslehrgang vor der c-Lizenz.
Ist damit evtl die Eignungsprüfung gemeint.
OK, du meinst offenbar den Trainer C-Breitenfußball. Was genau der Prüfungslehrgang umfasst, weiß ich nicht, dazu würde ich, wenn du es unbedingt vorab wissen willst, Herrn Dabrowski mal anrufen oder ihm eine E-Mail schicken. Ich glaube aber nicht, dass damit die Eignungsprüfung gemeint ist, soweit ich weiß, gibt es die Eignungsprüfung nur für Interessenten für den Trainer C-Leistungsfußball. Das Ding heißt da auch eher "Prüfung des Eigenkönnens" oder so ähnlich und findet, wie es ja auch sinnvoll ist, vor dem Lehrgang statt, man muss also genug Eigenkönnen vorweisen, um überhaupt zum Lehrgang zugelassen zu werden. Das gilt aber nicht für den C-Breiten.Ich gehe davon aus, dass am Ende des Prüfungslehrgangs die mündliche Prüfung und die Lehrprobe steht. Bei uns war dieser Abschnitt mit 10 LE angesetzt, wie die Differenz zu Euren 30 LE zustande kommen, weiß ich nicht.
Warum fragst du eigentlich überhaupt?
Wo entschieden wird ob man für den Bereich c-Lizenz Jugend geeignet ist, oder ob "nur" der Erwachsenen-Bereich möglich ist?
Bei uns trifft man als Kandidat selbst die Entscheidung, indem man an dem einen oder dem anderen Lehrgang teilnimmt. Wobei bei uns fast ausschließlich, so zumindest mein Eindruck, das Profil Kinder und Jugend angeboten wie in Anspruch genommen wird. -
Ein U-Hackerl? Wasndas? Sorry, befinde mich nördlich des Weißwurstäquators...
Ansonsten wäre zu hoffen, dass TW-Trainer sich äußert, er dürfte hier zu dem Thema die größte Kompetenz haben.
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Wenn FVR der Fußballverband Rheinland ist, dann schaue doch mal hier nach. Wenn du da auf das passende Profil klickst, geht eine neue Seite mit Infos auf und ganz unten werden auch eine Telefonnummer und E-Mail-Adresse genannt, unter der weitere Infos versprochen werden.
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Schieß den ab !!!
Es wird das Beste sein. -
Klingt für mich so, als müsste es auf ein "er oder du" hinauslaufen, ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie das zusammen gehen soll. Dabei bin ich aber sowas von der Meinung, dass seine Vorgehensweise nicht geht, auf keinen Fall im Kinderfußball, und auch im Jugendbereich möchte ich eigentlich jemanden, der meint, das Geschrei gehöre einfach dazu und sei sogar notwendig, nicht sehen. Ich persönlich würde ihn auch als Seniorenspieler mit diesem Verhalten nicht als Trainer akzeptieren, ich würde ihn nach kurzer Zeit schlicht nicht mehr ernst nehmen.
Wenn es denn auf eine Trennung hinaus läuft, dann ist noch die Frage offen, wer von Euch beiden sich verabschiedet. Entscheidend dürfte da die Meinung der Jugendleitung sein. Allerdings war es bei uns z.B. so, dass für die Eltern der von mir geführten Mannschaft der Schreitrainer des Nachbarvereins eben aufgrund seines Verhaltens so ungefähr das roteste Tuch war, das man sich vorstellen kann. Hätte ich mich zurück gezogen und wäre z.B. er stattdessen installiert worden, so hätten bestimmt einige Familien ihre Kinder abgemeldet. Sowas ist für die Jugendleitung durchaus auch von Belang, sie müsste eigentlich dem Trainer, der bei den Eltern den größeren Rückhalt hat, eher zugeneigt sein.
Mal eine andere Frage: gibt es bei Euch noch nicht die Fiar-Play-Liga? In der FPL ist ja geregelt, dass sich die Trainer nur in der Coaching-Zone aufhalten, dass niemand am Spielfeldrand, und damit auch nicht hinter oder bei den Toren, steht (außer eben den Trainern und den Auswechselspielern in der Coaching-Zone), und dass das Coaching auf ein Minimum zu beschränken ist.
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Danke, maitre999, die Materialien des NFV zum 4 gegen 4 sind richtig gut. Weißt du oder ein anderer Leser, ob und woher man für die verschiedenen Spielerzahlen weitere Spielschemata erhalten kann? Es ist ja eines für vierzig Spieler enthalten, aber Einteilungen sind ja möglich für zwanzig bis fünfzig Spieler...
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Germancoach, ich habe hinsichtlich Verlässlichkeit keine Differenzierung im Posting des Thread-Erstellers erkennen können. Ich ging davon aus, dass alle ähnlich verlässlich sind.
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Ich halte es nicht für sinnvoll, die Moral ins Spiel zu bringen. Das führt, wenn man nicht dazu bereit ist, viel Rechercheaufwand zu betreiben, zu nichts. Die Bayern-Bosse stehen im Rampenlicht, da wird um die Rolex von Rummenigge in seiner Eigenschaft als Amtsträger des FC Bayern selbstverständlich viel mehr Bohei gemacht als wenn er dieselbe Funktion beim SC Paderborn (den ich völlig willkürlich heraus gegriffen habe) innehätte. Mir ist kaum ein Erstligaklub bekannt, in dem es nicht ab und an mal Unruhe gibt. Da geht es dann auch schnell populistisch unter die Gürtellinie, nicht zuletzt die 'Zeitung' mit den großen Buchstaben und ihre diversen regionalen Konkurrenten mischen da ja auch gerne und kräftig mit. Ich, für meinen Teil, würde sowas lieber vermeiden.
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Ich denke, niemand, der ernst zu nehmen ist, wird bestreiten, dass der FC Bayern wirtschaftlich in den letzten zwei oder drei Jahrzehnten überdurchschnittlich viel richtig oder relativ wenig falsch gemacht haben. Das ändert aber nichts daran, dass es eine Korrelation zwischen dem Marktwert eines Kaders und seinem sportlichem Erfolg gibt. Siehe hierzu z.B. den Artikel Statistik zu Club-Etats: Millionen für die Meisterschale aus dem Oktober 2012, dem das Buch "Der perfekte Tipp: Statistik des Fußballspiels" von Andreas Heuer zugrunde liegt. Das Buch ist recht interessant, wenn auch vielleicht nach einer Weile ein wenig trocken, mein Exemplar wartet seit über einem Jahr darauf, zu Ende gelesen zu werden. Über den Abschnitt zur These "Geld schießt Tore" bin ich allerdings schon hinaus gekommen.
Von besonderem Interesse an dieser Stelle ist der letzte Absatz in obigem Artikel:
ZitatHinzu kommt noch eine bemerkenswerte Tendenz während fast 50 Jahren Bundesliga: Die Beständigkeit guter Mannschaften über viele Saisons hinweg wird immer ausgeprägter. Das mag auf eine stärkere Zementierung der finanziellen Randbedingungen hinweisen. Nicht zuletzt dazu passt die Aussage von Dortmunds Geschäftsführer Watzke, dass Bayern die nächsten 10, 15 Jahre eine Sonderposition bekleiden wird, die kein anderer Verein auch nur im Ansatz erreichen kann.
Ich meine, in Heuers Buch auch gelesen zu haben, was ich zuvor bereits andernorts gehört und gelesen hatte, dass nämlich die "Zementierung der Liga" im oberen Bereich, soll heißen im oberen Drittel der Bundesliga, mit der Einführung der Champions League und den damit verbundenen, im Vergleich zur Zeit zuvor deutlich höheren, so heißt es, Preisgeldern signifikant zugenommen hat.
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In meiner Brust schlagen zu diesem Thema zwei Herzen. Einerseits hänge ich deutlich dem integrativen Gedanken an, d.h. ich möchte, dass sich alle Spieler einer Mannschaft auch wirklich als eine Einheit fühlen. Wenn man sie dann fest in zwei Teams teile, fällt das recht schwer, nicht zuletzt auch bei den Eltern, die ja oft nur zu den Spielen kommen und daher die Hälfte der übrigen Elternschaft kaum kennen lernen. Es stellt sich auch die Frage, wie man die Spieler aufteilt. Agiert man da leistungsbezogen, so ist die Gefahr, dass es mit den stärkeren Spielern der schwächeren Mannschaft und ihren Eltern Knatsch gibt. Außerdem muss man sich dann mit dem Problem befassen, dass die erste Mannschaft arrogant werden und sich als etwas Besseres fühlen könnte als die zweite, die Spieler der letzteren könnten gehemmt werden, weil sie das Gefühl haben, unterlegen zu sein. Es kann dann, bei entsprechendem Spielbetrieb, auch dazu kommen, dass die stärkere Mannschaft deutlich erfolgreicher ist als die schwächere. Auch wenn der in Erfolg im KiFu nicht in Ergebnissen gemessen werden darf, so motivieren Siege die Kinder doch wesentlich mehr als Niederlagen, ausschließlich das eine oder andere zu erleben ist meiner Meinung nach für Kinder i.A. nicht förderlich. Folgt man diesen Gedanken, so finde ich die in einem anderen Thread neulich vorgebrachte Idee, zu jedem Spiel die Mannschaften sowie den betreuenden Trainer auszulosen, recht ansprechend. uzunbacak meint, das sein organisatorisch nicht zu stemmen, und ich gebe gerne zu, dass es aufwendiger ist als eine feste Einteilung. Für machbar halte ich es aber durchaus. Bei uns ist sowas aber nicht zulässig, da werden Mannschaften namentlich gemeldet und es gelten die selben Vorschriften bezüglich Wechsel zwischen den Mannschaften wie im Jugend- und Seniorenbereich (nur mit anderen Zahlen).
Andererseits wird man sowohl den stärksten wie den schwächsten Spielern einer Mannschaft oft nicht gerecht, wenn die Kluft zwischen ihnen zu groß ist. Es tut den wenigsten Kindern gut, wenn sie aus ihrer Mannschaft deutlich nach unten oder nach oben heraus ragen, beides führt schnell zu Überforderung. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich nicht nur die stärkeren Spieler unter ihresgleichen wohler fühlen, sondern dass dies im Großen und Ganzen auch auf die schwächeren Spieler zutrifft. Das spräche, wenn man einen sehr inhomogenen Kader hat, eher für eine Trennung nach Leistung, wenn man denn eine feste Trennung vornehmen muss oder möchte.
Desweiteren spielen Freundschaften und logistische Überlegungen wohl auch eine Rolle, soll heißen, dass man typischerweise Freundschaften nicht gerne auseinander reißt und es den Eltern auch gerne ermöglicht, Fahrgemeinschaften zu bilden.
Es ist also nicht ganz so einfach und die passende Entscheidung hängt von recht vielen individuellen Faktoren ab.
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was meinst du denn was bei einer 3:1 situation passiert? kein dribbling? kein 1:1? keine ball an und mitnahmen? keine übersicht? kein richtungswechsel? keine eigenständigen ersten kommunikationsmomente?
Nun mal langsam. Warum fühlst du dich mit deinem 3:1 von diesem Beitrag von mir angesprochen? Ich bin auf deine Spielform doch eingegangen, lies da mal bitte nach und erkläre mir dann, wo ich sie kritisiert habe.und das passspiel ist enthalten, sie haben also eine absolut spielnahe situation aus deren aufgabenstellung heraus sie sich sehr gut aufs spiel vorbereiten können!
Na, dann ist doch alles toll. Du musst dich hier nicht grundlos echauffieren. Mal ganz locker bleiben... -
Diese "Wegnehmen" müsste man sich vor Ort betrachten. Rennen die Kinder wirklich zu ihrem Mitspieler und nehmen ihm gezielt den Ball ab, oder dribbelt der Mitspieler zu ihnen und legt sich den Ball weit vor, so dass der selbstbewusste Spieler (EGO), näher zum Ball postiert, sich diesen nimmt und weiter dribbelt oder sogar sofort abschließt ?
Eine Einsichtnahme vor Ort würde tatsächlich im vorliegenden Fall zur Einschätzung beitragen, aber ich kenne durchaus einige Kinder, die aktuell oder früher als F-Junioren ihren Mitspielern absolut gezielt und mit voller Absicht und aus reinem Egoismus den Ball abnehmen. Dieser Egoismus ist durchaus nicht ungewöhnlich, er ist sogar typisch für Kinder in diesem Alter -- Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel. Viele kriegen dann mit der Zeit mit, dass es ungern gesehen wird, wenn man anderen etwas weg nimmt. Das führt dann bei manchen dazu, dass sie sich mehr oder weniger geschickt die Gegenstände aneignen, seien es Sandkastenutensilien oder der Ball. Im Sandkasten wird der Schaufelbesitzer abgelenkt, ihm wird etwas anderes angeboten oder eine andere attraktive Betätigung gezeigt, damit er das ersehnte Werkzeug (und wenn auch nur kurz) fallen lässt. Im Fußball bleibt man halt im Weg stehen und schon: "Huch, da ist ja der Ball! Ja, wenn du ihn nicht mehr brauchst..."
Das geht natürlich auch nicht. Das soll und kann man den Kindern aber auch kindgerecht vermitteln. -
in meinen Augen ist der 68er Kindererziehungstil (Kinder müssen sich frei entwickeln können, ohne Eingriffe von aussen) doch wohl längst als falscher Stil erkannt und gehört der Vergangenheit an.
Hier propagiert doch aber auch niemand antiautoritäre Erziehung in Reinform, oder? -
es bleibt aber immer noch folgendes Problem, das ganz offensichtlich ausgeklammert wird.
da nehmen Spielern ihren eigenen Mitspielern den Ball ab, lt. aerkemese kein Einzelfall, sondern er spricht von 5 Kindern, die das machen.
Quatsch, das wird überhaupt nicht ausgeklammert, dazu gab es nur gleich zu Beginn eine Reihe von gleich lautenden Statements. Alle waren sich darin einig, dass das nicht geht. Zum Glück sind wir in diesem Stadium der Diskussion nicht noch an der Stelle..Aber du weißt schon: Bussi, gelle?

