Beiträge von tobn

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    Wir haben einen großen Platz, Kunstrasen, Abmessung 110*70 m


    Schön, freut Euch (ehrlich).


    Jeder Verein, der zu uns kommt, fragt mich, warum ich quer auf einer Hälfte spiele (70*55m). Antwort: Ist dicht dran an der Empfehlung des Kreises und ich hab komplett eingezeichnete Linien.....


    Vollkommen richtig, ist ja sogar noch fünf Meter breiter und genau so lang wie die Empfehlung. Ich fände es auf dem Platz des Nachbarvereins, auf dem mein Sohn seine D-Heimspiele hat, auch besser, wenn sie auf dem halben Platz spielten als vom 16er zum 16er und über die volle Breite, das wären nämlich 68 m x 52,5 m, während es im letzteren Fall 72 m x 68 m sind. Die Empfehlung liegt ja bei 70 m x 50 m. Selbst Mathenieten erkennen, dass das halbe Feld da nächer dran ist als das fast quadratförmige Feld, das bei uns im Kreis leider vorgeschrieben ist... Das verstehe ich übrigens beim besten Willen nicht, es ist explizit verboten, D9 aufs halbe Feld zu spielen...

    nicht nur der DFB ist weiter als mancher Landesverband, es geht doch noch weiter. der Landesverband ist auch dann immer noch weiter, als mancher Kreisverband.


    ich hielt es da aber immer wie @uzubacak: es ist, wie es ist.


    Wir müssen alle die Realität akzeptieren, das ist doch klar. Aber man sollte doch auch den Mut haben, Missstände als solche zu bezeichnen, ich finde da das Verhalten von Hannes2004 genau richtig. Hat sich nicht verweigert, es war ja auch nicht die Gesundheit seiner Kids gefährdet, hat aber auch gesagt, was er für falsch hielt und warum. Ich halte nicht viel davon, einfach alles als unveränderlich hinzunehmen. Sicher versucht man, am meisten durch sein eigenes positives Beispiel zu verändern, wenn es aber diejenigen, um die es einem geht, das gar nicht als solches erkennen, ist die Liebesmüh umsonst. Ich finde es vollkommen richtig, wenn man nicht damit hinterm Baumhält, warum man agiert, wie man es tut.


    sah es dann halt positiv. Lernfaktor bezüglich der Um- bzw. Einstellung auf veränderte Verhältnisse.


    Tut mir leid, aber es gibt Dinge, die ich nicht positiv sehen kann. Und dazu gehört ein F-Jugendplatz, der die D-Juniorenmaße überschreitet.


    ist doch wie beim Training mit verschiedenen Bällen.


    Aber ein Spiel mit Medizinball würde ich ablehnen. Und wenn da einer die F mit einem Erwachsenenball spielen ließe, würde ich darum bitten, einen Ball mit dem richtigen Gewicht zu nehmen, ich hätte einen zu bieten. Natürlich überleben die Kids ein Spiel mit einem schweren Ball, aber was soll das?


    oder steckt nicht doch die heimliche Befürchtung, dass der Gegner sich dadurch einen möglichen Vorteil verschaffen will, insgeheim dann doch das so verpönte Gewinndenken bei der ganzen Aufregung steckt.


    Bei mir jedenfalls nicht, das kann ich dir versichern. Und ansonsten ist es so, dass ich auf die Einhaltung von Regeln achte, die ich für richtig halte. Ich hätte nichts dagegen, wenn der Gegner in der F mit einem 4er-Ball spielen ließe, obwohl da bei uns 5er vorgesehen sind. Überhaupt habe ich nichts dagegen, wenn man sich darauf einigt, von einzelnen Regeln abzuweichen. Da geht man vor dem Spiel auf den anderen Trainer zu und schlägt ihm das vor, erklärt dabei auch kurz seine Motive, und fragt halt, ob er einverstanden ist. Möchte er lieber nach Vorschrift spielen, dann akzeptiere ich das aber auch.


    ich sah meist die Faulheit der Zuständigen bei der Abgrenzung dahinter.


    Ganz klar, häufig dürfte sie ausschlaggebend sein. Aber wenn es gute Gründe für bestimmte Regelungen gibt, dann zählt für mich Faulheit als Entschuldigung nicht. Da biete ich dann auch an, die Arbeit zu übernehmen. Wenn es um die Interessen der Kinder geht, helfe ich doch gerne.


    da reg ich mich doch nicht alle 14 Tage darüber auf, dass das einzelne Kind mal 20-30 Minuten auf einer nicht korekt eingehaltenen nur in etwas vorgegebenen Spielfeldgrösse spielt und das meist nur 2-3 mal in der Saison.


    Wenn es denn nur zwei bis drei mal wären, aber so ist es ja nicht.

    Ich würde dir raten, mal die DFB-Info-Abende Nr. 6 und vor allem Nr. 13 anzusehen. Darin erhältst du Anregungen zu Übungs- und Spielformen, außerdem siehst du in Nr. 13 auf Seite fünf, worauf es bei dem Thema ankommt, so dass du auch geeignet Coachen und korrigieren kannst -- darauf stehen die Prüfer in der Lehrprobe ja ganz besonders.

    Die einzige Vorgabe für die Größe des Spielfeldes im Kleinfeldbereich für uns hier in Bayern ist, meines Wissens nach, hier zu finden: http://bfv.de/cms/seiten/1186.html. Unter Kleinfeldfußball D bis F.


    Hmm, tja, was soll ich sagen, da beackern also alte E-Junioren die selbe Quadratmeterzahl wie junge F'linge.. Dabei sind die E-Junioren drei Jahre älter. Ich empfinde das tatsächlich als Unfug, das Feld der F-Junioren sollte kleiner sein. Bei uns wird aktuell in der F auch noch auf ein Feld mit ungefähr diesen Maßen gespielt, in der kommenden Saison wird dann zur Empfehlung des DFB, also 40 m x 35 m gewechselt. Ich finde das gut, dann ist der Ball öfter in Tornähe. Ich beobachte auch bei uns, dass das für F-Junioren recht lange Spielfeld die Kinder, die besonders schnell rennen können, begünstigt, sie rennen einfach allen anderen mit dem Ball davon. Es gibt dann auch Trainer, die schon in der F einen solchen Spieler vorne parken, der Rest des Teams haut dann die Pille einfach nach vorne..


    Ich nutze auf meinem Platz die Hälfte des D9er-Spielfeldes.


    Stehen dann die Tore auf den Seitenauslinien oder sind sie eingerückt, so dass das F-Spielfeld ~50 m lang ist, oder ist es so lang wie das Großfeld breit ist? Gegen 50 m würde ich nicht protestieren, aber die volle Breite finde ich mit ~68 m viel zu lang für die F. Es kann natürlich sein, dass Ihr einen deutlich schmaleren Platz habt... Wir haben übrigens selbst einen sehr kleinen Platz, wenn ich da das Feld zwischen 16er und Mittellinie aufbaue, entsteht nur ~25 m Spielfeldbreite.. Bei der "Standardspielfeldlänge" von 105 m hingegen, passt die Breite hingegen mit 36 m sehr gut.


    Außerdem müssen so nur für die beiden "16er" und den Anspielpunkt zusätzliche Markierungen angebracht werden

    Die Länge des hier für die nächste Saison vorgeschriebene F-Jugendfeld von 40 m ist auch leicht auszumessen, denn der 16er ist genau 40,32 m breit. Also muss man auf einem Standardplatz (105 m x 68 m) nur Hütchen für die Torauslinien.


    Beim DFB hab ich folgendes gefunden: http://www.dfb.de/index.php?id=11169
    Sieht mir aber eher nach einer Empfehlung aus und ist, denke ich, nicht verbindlich...


    Der DFB hat, soweit ich weiß, nicht die Befugnis, den Landesverbänden Vorschriften zu machen. Daher hast du Recht, die Maße des DFB sind nur Empfehlungen. Aber der DFB ist weiter als so mancher Landesverband..

    Dann im "Dorfverein" die Übung mit 2 einzelnen Außenspielern, die entlang der Außenlinie hin- und hergerannt sind.


    Darf ich dich fragen, wie das dann ausgesehen hat? Hat es gut geklappt oder war es weniger optimal? Haben die Kinder den Ball tatsächlich auch nach außen gespielt, haben sie es von sich aus gemacht oder wurden sie dazu angeleitet (wie auch immer)? Kamen die Pässe an und haben sie den Ball dann auch schnell wieder zu einem eigenen Spieler zurück gespielt? War das erfolgreicher als es ein Solodribbling oder ein Steilpass gewesen wäre? Das interessiert mich alles wirklich.


    Sicher ist für den normalen Verein in dieser Altersklasse der Minifußball auf 4 Tore gut. Mich hat das Übungsprinzip mit den Außenspielern aber doch gereizt. Deshalb wollte ich wissen, ob man es vereinfacht nicht auch im kleinen Verein mit heterogenen Gruppen spielen kann.


    Das verstehe ich sehr gut, es ist auch wirklich toll, wenn man als Trainer immer offen für Neues ist und interessiert bleibt. Diesbezüglich empfehle ich dir, einfach auch mal Sachen auszuprobieren, es muss nicht immer alles super klappen. Es ist dann aber halt gut, wenn man es schnell merkt, wenn eine Übung zu schwer oder anderweitig ungeeignet ist, und man schnell reagieren kann, entweder, indem man sie vereinfacht, oder, sollte das nicht möglich sein, indem man sie abbricht und schnell eine Alternative aus dem Hut zaubern kann.


    Ich trainiere ja auch eine F, genauer eine U8. Zuvor hatte ich eine Mannschaft von U7 bis U12 trainiert, das war damals mein erstes Team. Mit der jetzigen F möchte ich einige Dinge etwas anders machen als damals. Grundsätzlich schwebt mir vor, am Ende der E lauer Spieler zu haben, die recht gut mit dem Ball umgehen und gemeinsam mutig und flexibel spielen können. Grundlagen dafür sind gute Ballbeherrschung und Spielverständnis. Gerade was den Übergang vom Solodribbling zum gewollten und sinnvollen Spiel miteinander anbelangt, möchte ich versuchen, die Methodik von Horst Wein anzuwenden, also in kleinsten Einheiten damit anzufangen, den Kindern die Vorteile des Herstellens und Ausnutzens der Überzahl in der Offensive zu vermitteln. Bei Horst Wein fängt das an, indem man 2:1+1 auf breite Tore spielen lässt, also zwei Angreifer gegen einen Abwehrspieler und einen Torwart, der im Tor bleiben muss -- das machen F-Torhüter i.d.R. aber sowieso. Später kommen dann die Minifußballübungen, weitere sinnvolle Zwischenschritte muss ich nachsehen, noch sind wir nicht soweit. Ich denke und hoffe, dass diese Methodik den Kindern eher entgegen kommt als eher künstliche Übungsformen. Jugendlichen mag der Transfer von der Übungsform zum Spiel ganz gut gelingen, sie verstehen z.B., dass die Außenspieler sich im richtigen Spiel nur dort befinden, wenn man in Ballbesitz ist. Jüngere Kinder sehen hingegen noch viel weniger den Zusammenhang zwischen Übung und Spiel, daher muss man sich im Training auch viel mehr an ihr Spiel anpassen.

    Meine Erfahrungen decken sich mit deinen, holzi. Bei uns gibt es eine Handvoll Kinder, die schon ziemlich gut mit dem Ball umgehen können, für sie ist der Alleingang viel erfolgversprechender als das Abspiel zu einem doch recht weit entfernten Außenspieler, zumal der in vielen Fällen den Ball gar nicht wird stoppen können, geschweige denn zurück spielen. Wir haben halt auch ein paar Kinder, deren Technik, um den Ball zu stoppen, darin besteht, sich ihm einfach in den Weg zu stellen... Sie sind halt noch nicht lange dabei.

    Ich habe mit Übungen mit Außenspielern nicht so richtig tolle Erfahrungen gemacht, für die meisten F-Junioren sind sie, denke ich, noch nichts. Sie sind eigentlich nur sinnvoll, wenn Pässe recht zielsicher gespielt und auch in dem recht schmalen Raum gut angenommen und unter Kontrolle gebracht werden können, bevor sie ins Aus gehen. Zwei Drittel der Spieler in unserer jungen F wären dadurch schon völlig ungeeignet, und selbst in meiner damaligen E-Jugend hätte ein gutes Drittel auch noch ziemliche Probleme gehabt.


    Eine weitere Schwierigkeit liegt dann darin, dass viele jüngere Spieler, wenn sie den Ball in der Außenbahn bekommen, dann eben nicht schnell wieder ins Feld spielen, sondern von den Optionen erst einmal überwältigt sind: da wäre der Schuss aufs Tor oder der Pass zum Mitspieler, von denen sich aber mindestens vier melden -- davon steht in der Regel dann noch dazu keiner frei, sondern sie bleiben einfach stehen oder bewegen sich mehr oder weniger schnell auf den Spieler mit dem Ball zu. Letztlich führt er dann häufig einen Freistoß aus.


    Aber so war die Übung ja nicht gedacht, oder?


    Daher denke ich auch, dass F-Junioren eher über funino/Minifußball zu vermitten ist, die Breite des Spielfelds zu nutzen.

    Macht denn ein JFV der überregional spielen will alle 15 Minuten wirklich Sinn?


    Ich befinde mich ja im Rhein-Main-Gebiet, da gibt es mit Eintracht Frankfurt, Mainz 05, dem FSV Frankfurt, SV Darmstadt 98, SV Wehen Wiesbaden und den Kickers Offenbach ja schon ein paar Vereine mit Profiabteilung. Diese kommen aber aus drei Regionen, jede mit ihrer eigenen, vierzehn Mannschaften starken Gruppenliga ab dem D-Juniorenbereich. Pro Gruppenliga hat man also einen oder zwei dieser Vereine, alle anderen Mannschaften kommen also nicht aus NLZ. Schaue ich mir die Gruppenliga Wiesbaden an, in der das Team meines Sohnes spielt, so gibt es da, nehme ich sein Team mal aus, neun Vereinsmannschaften, zwei Spielgemeinschaften, einen JFV und ein NLZ-Team (SV Wehen). Der JFV betreibt übrigens eine Kooperation mit dem NLZ. Und das Team meines Sohnes müsste eigentlich auch als JSG laufen, da in ihr die Spieler zweier Vereine des selben Ortes zusammengelegt wurden, die dann unter der Flagge eines dieser Vereine laufen -- die Spieler des anderen Vereins sind dazu mit einem Zweitspielrecht ausgestattet. Wie es mit den anderen Kreisen aussieht, weiß ich nicht, aber das Team meines Sohnes rekrutiert sich zum größten Teil aus dem Heimatort der Vereine. Zwei Spieler kommen aus dem Nachbarort, sind aber Klassenkameraden der anderen, einer kommt von etwas weiter her, spielte aber zu Kindertagen bei einem der Vereine. Der zweite Gruppenligaverein aus unserem Kreis setzt sich zu 80% bis 90% aus auswärtigen Spielern zusammen, die überwiegend zur D-Jugend dorthin gewechselt sind. Konkret sind das mehr oder weniger die besten Spieler der umliegenden Vereine. Der dritte Verein schließlich hat einen bärenstarken Jungjahrgang, sie haben, glaube ich, den Platz angenommen, auf den ein anderer verzichtet hatte. Nächstes Jahr bleiben sie sicher noch drin, wenn sie nicht sogar Meister werden, die folgenden Jahrgänge laufen dann aber wahrscheinlich Gefahr, wieder abzusteigen.


    Zurück zur Gruppenliga: Es ist also ein NLZ (mit seinem Jungjahrgang) vertreten, ein JFV und drei JSGs, und dann eine Reihe von Vereinen. Ich gehe davon aus, dass ca. die Hälfte dieser Vereine die talentierteren Spieler ihrer Umgebung anziehen wird.


    Wenn ich mir nun den einen Verein bei uns im Kreis ansehe, der praktisch nur aus Spielern besteht, die man in der Bundesliga als Legionäre bezeichnen würde, dann weiß ich nicht, ob ich stattdessen einen JFV für diesen Ort sympathischer fände. So, wie es jetzt ist, überlegen jedes Jahr aus neue ein gutes Dutzend Spieler, ob sie den Verein wechseln sollten, da geht es dann wochenlang um die Ausbildungsentschädigung, teilweise hat man das Gefühl, auf einem Basar zu sein, wenn verschiedene Trainer dann bei den für sie interessanten Spielern nachfragen...


    Damit verwässerst du dann auch das Niveau in diesen Ligen, denn für so groß halte ich die Talentdichte nicht, dass dies flächendeckend so engmaschig umzusetzen wäre.


    Ich sehe den Vorteil der JFV halt darin, dass viele Spieler nicht den Verein wechseln müssten, um ihren Möglichkeiten entsprechend spielen zu können. Im D-Alter fällt das, so denke ich, vielen Kindern, denn Jugendliche werden sie gerade erst so langsam, auch nicht so leicht. Und gleichzeitig ist der Charakter des JFV klar, es ist dann nun mal der gemeinsame Förderverein mehrerer Vereine, in dem sie ihre besten Spieler bestmöglich fördern wollen. Mir gefällt dieser kooperative Gedanke grundsätzlich sehr gut.

    Schaue dir doch ansonsten mal den DFB-Info-Abend Nr. 20 an: "Torchancen variabel herausspielen und verwerten". Ich finde, er sieht so aus, als wäre er geeignet. Auf S. 14 gibt es auch ein beispielhaftes 4 plus 2 gegen 4 plus 2 auf 2 Tore mit Torhütern, ab S. 22 weitere Möglichkeiten mit Vierermannschaften. DFB-Info-Anemd Nr. 21, "Unter Druck sicher und variabel am Ball behaupten", sieht auch gut aus, vielleicht sogar noch besser.

    OK, also ist es die richtige Lehrprobe: du sollst eine komplette Trainingseinheit entwerfen, mit Aufwärm-, Hauptteil und Abschlussspiel. Du stellst im Rahmen der mündlichen Prüfung die Trainingseinheit komplett vor und führst den Hauptteil dann praktisch vor. So war das bei uns. In der mündlichen Prüfung wurden uns zuvor noch ein paar Fragen aus dem Lehrgangsmaterial gestellt. Bei uns hat der Referent das Gespräch begonnen, er hat es dann in eine Richtung gelenkt, von der er meinte, dass sie einem liegt.


    Mich wunder bei dir nur das Thema. Bei uns sah der Katalog folgendermaßen aus:

    • Verbesserung des Dribblings
    • Verbesserung des Passspiels
    • Verbesserung der Ballan und -mitnahme hoher Zuspiele
    • Verbesserung der Ballan und -mitnahme flacher Zuspiele
    • Verbesserung des Spannstoßes zum Torabschluss
    • Verbesserung des Kopfballspiels zum Torabschlus
    • Verbesserung des Fintierens
    • Verbesserung des 1:1 in der Offensive
    • Verbesserung des 1:1 in der Defensive
    • Verbesserung des Torabschluss in Spielformen
    • Verbesserung des Torschuss in Kleingruppen
    • Verbesserung des Doppelpasses zum Torabschluss
    • Verbesserung des Spiels über die Flügel
    • Verbesserung des Freilaufen und Anbieten
    • Verbesserung des Spiels durch das Zentrum
    • Verbesserung der Ballübernahme/Ballübergabe
    • Verbesserung des Verteidigens zu Zweit
    • Einführung des ballorientierten Spiels (4er-Kette)


    Da finde ich deine Formulierung nicht so direkt...

    Hmm, also, wenn in der Aufgabenstellung "mit Toren" steht, dann würde ich sie auf keinen Fall außen vor lassen. Und so wie ich es einschätzen würde, sind i.d.R. auch 'richtige' Tore gemeint und keine Minitore..


    Wie viele Spieler hast du? Soll heißen: gibt es auch Torhüter? Bei uns im Lehrgang waren damals Spiele im doppelten Sechzehner sehr beliebt, das war für viele Spielformen also schon mal das Spielfeld, mit dem man erst mal nichts falsch gemacht hat. Dann pro Mannschaft einen Torhüter, vier Spieler und zwei Neutrale. Im Idealfall hast du dazu drei verschiedene Leibchenfarben, sonst bekommen die Mannschaften die Leibchen und die Neutralen bleiben 'bunt'.


    Die einfachste Spielform wäre nun die, dass jeder Mannschaft ein Torhüter fest zugeordnet ist und ganz normal gespielt wird (ohne Abseits), und dass die neutralen Spieler stets zu einem Spieler der selben Mannschaft passen müssen, von der sie den Ball erhalten haben. Da der Fokus auf dem Kombinationsspiel liegt, könnte man als verschärfende Regel hinzu nehmen, dass erst nach einer bestimmten Zahl ununterbrochener Pässe aufs Tor geschossen werden darf. Kontakte könnte man auch begrenzen, ich würde es aber das Passspiel eher über eine Provokationsregel fördern.. Man könnte zusätzlich überlegen, dass die Mannschaft, die den Torerfolg hatte, in Ballbesitz bleibt und auf das andere Tor angreifen muss, d.h., dass die Torhüter nach jedem Tor die Partei wechseln (nicht aber den Ort).


    Geht es um die richtige, den Kurs abschließende Lehrprobe? Oder um eine Übungslehrprobe auf dem Weg dahin?

    Ich verstehe dich schon, Uzun, und, wie gesagt, in einem gewissen Rahmen sind mir Abweichungen ja auch durchaus recht, ich will auch niemand mit dem Metermaß auf den Platz schicken. Aber ich finde, es sollte für jede Altersklasse Ober- und Untergrenzen geben, so wie das ja auch für Fußballplätze der Fall ist, da gibt es das ja auch. Der Platz, der hier genannt wurde, also 80m x 40m für F-Junioren, das wäre dann ja ungefähr so, als würden die Herren auf 200 m x 80 m spielen (ausgehend von einem Richtwert von ca. 40 m x 35 m für F-Junioren und dem 'Normmaß' von 105 m x 68 m des Fußballfeldes). Wenn du einer Seniorenmannschaft so ein feld präsentieren würdest, würden sie dir aber mal ganz schön den Vogel zeigen..


    Ich bin da etwas überempfindlich, das gebe ich gerne zu, und eine gelegentliche Abweichung kann ich auch tolerieren. Mir machen aber zu große Felder keinen Spaß mehr, ich kann es nicht genießen, wenn in den letzten fünf oder zehn Minuten eines Spiels, das ja sowieso nur vierzig Minuten dauert, sich fast alle Kinder nur noch völlig abgekämpft über den Platz schleppen, und dann gerade noch die ein zwei Spieler mit Marathon laufenden Eltern unterwegs sind, um vielleicht ganz zum Schluss noch drei Tore im Alleingang zu erzielen... Ja, das ist etwas polemisch, aber ich sehe in sowas keinen Sinn.. Da kommen dann höchstens noch die Eltern und meinen, man solle mehr für die Kondition tun... :thumbdown:


    Im Kinderbereich mag es sich auch noch nicht so sehr auf das Spiel auswirken, aber ab der D spielen die Feldmaße auch taktisch durchaus eine Rolle. Bei uns im Kreis wird das D9 ja noch über die ganze Platzbreite gespielt, man spielt also fast auf einem Quadrat. Das wäre ja OK, wenn man auf jeder Grundlinie zwei außen befindliche Tore hätte, mit dem einen Tor in der Mitte ist das aber völliger Unfug. Versucht eine Mannschaft, wirklich über außen zu spielen, so ist die Entfernung zum Tor so groß, dass viele D-Junioren gar keine Flanke vors Tor bekommen. Und dass ein Flügelspieler mal ein Tor schießt, ist bei der Entfernung zum Tor nahezu ausgeschlossen. Wenn man die Flügelspieler außerdem ganz nach außen schickt, hat das zur Folge, dass sich im zentralen Streifen recht große Lücken ergeben, in denen die zentralen Spieler dann munter zum gegnerischen Tor kombinieren können, ohne die Außen überhaupt einzubeziehen. Verstehen die Spieler in der Mitte sich gut und sind sie die eher spielstärkeren des Teams, so sind die Flügelspieler letztlich auf einem Abstellgleis. Ja, das hat jeder Trainer selbst in der Hand, aber ich habe halt, gerade auf Kreiseben, zu viele Trainer gesehen, die sowas nicht erkennen und denen der Sieg halt oberste Priorität hat, da interessieren die Befindlichkeiten einzelner Spieler nicht, es wird überwiegend nicht mal wahrgenommen, dass da ein Spieler eine Viertelstunde lang rauf- und runterläuft, ohne auch nur einmal den Ball zu bekommen... Und da spielen die Abmessungen der Felder halt schon eine Rolle..


    Es wäre natürlich alles einfacher, wenn man auch sagen würde, warum man die Felder so groß machen sollte wie vorgeschlagen. Es ist ja recht einfach, Quadratmeterzahlen auszurechnen und durch die Spielerzahl zu teilen. Es ist auch simpel, das Verhältnis von Länge zu Breite des Normplatzes zu ermitteln und als Anhaltspunkt zu verwenden. Ich verstehe zwar, dass es mühsamer ist, Hütchenreihen aufzustellen als vorhandene Linien zu nehmen. Im Interesse der Kinder sollte das aber ein gerne gebrachtes Opfer sein, zumal man den Platzaufbau ja auch organisieren kann, das können ja die Eltern wunderbar machen, wenn man mal eine halbe Stunde in eine gute Anleitung investiert und diese dann laminiert.

    Ich finde die Idee hinter den JFV durchaus sinnvoll, gerade für z.B. mehrere mittelgroße Stadtteilvereine oder auch mehrere Dörfer. Aber die Umsetzung muss halt passen, und da kommt es, wie so oft, darauf an, dass es ein gemeinsames Verständnis aller Beteiligten gibt, und dass ehrlich und kooperativ miteinander umgegangen wird. Sonst kann es wohl schnell passieren, dass ein Schwergewicht in der JFV so ziemlich alles an sich reißt und die JFV quasi als 'sein Ding' sieht. Daher würde ich, wenn ich einen JFV mit gründen würde, auch versuchen, Trainerteams zu bilden, die aus den verschiedenen Vereinen kommen, und auch das Training abwechselnd auf den verschiedenen Plätzen durchzuführen.

    Ich empfinde unterschiedliche Platzgrößen auch oft als Ärgernis. Es gibt für die Altersklassen genügend Vorgaben dafür, ich kann nicht nachvollziehen, wie dann teilweise wahnwitzige Abweichungen zustande kommen. Zunächst einmal geben die Kreise die Platzgrößen vor, sollte das nicht der Fall sein, so gibt es die Regelungen des Verbands. Und selbst wenn man da nichts findet, so gibt es immer noch die Spielfeldgrößen, die der DFB vorschlägt. Ich verstehe überhaupt nicht, warum man nicht eindeutige Regeln dafür aufstellen kann, wie groß das Spielfeld in Metern zu sein hat. Da kann dann gerne ein 'ca.' hinzu sowie der Hinweis, dass Abweichungen aufgrund örtlicher Gegebenheiten (also im Wesentlichen vorhandene Linien) möglich sind. Aber mit einer Erklärung, dass 'ca.' bspw. +/- 3 m bedeutet, und selbst örtliche Gegebenheiten nicht zur Verletzung von genannten Unter- und Obergrenzen führen dürfen. Und natürlich kann auch der Hinweis in die Bestimmungen rein, dass die Außenlinien auf verschiedenen Plätzen unterschiedlich sind und daher oft nicht zur Referenz taugen. Ich mag jetzt wie ein Korinthenk**ker klingen, aber ich finde: wenn man eine Regel hat, sollte man sie auch anwenden. Und sie nicht dadurch ad absurdum führen, dass sie windelweich und mehr oder weniger beliebig formuliert ist.


    Zum Feld, das hier den Anlass gegeben hat: 80m Länge hat noch nicht mal das D9-Feld, auf dem die U13 meines Sohnes spielt. Mit zwei Feldspielern und vor allem vier Jahren mehr. Was soll das, bitte schön, bringen? Bis da die F-Junioren von einem zum anderen Tor gelaufen sind, dauert es ja schon über eine halbe Minute (im Schnitt, übers Spiel gesehen). Außerdem hat man auch in der F1 ja noch oft eine gewisse Knäuelbildung aufgrund noch nicht ganz so guter Ballannahmefähigkeiten. Wie lange dauert es denn dann, bis man überhaupt in Tornähe ist?! Also die Langholztaktik: zwei Mann vorne, vier hinten und dann immer schön nach vorne gepölt, die Murmel... Nee, nee, nee... :thumbdown:

    Kann es sein, dass diese Mannschaft, von der ich dir durchaus glaube, dass sie nicht zur angenehmsten Sorte zählt, bei dir jetzt aber Blitzableiter für Probleme in deinem Team bzw. in deinem eigenen Umfeld dient? Wie Tirus schon schreibt, es gibt mal solche Sch**ßtage, es gibt es auch immer mal wieder, dass man auf Gegner trifft, mit denen man überhaupt nicht übereins kommt. Da gilt es dann, Haltung zu bewahren und das Ding möglichst souverän durchzustehen. Am besten hat man die Souveränität, Gelassenheit und Selbstbeherrschung, sich nicht provozieren zu lassen, aber andererseits auch das Selbstbewusstsein und den Mumm, die wirklich wichtigen Dinge zwar deutlich, aber nicht unfreundlich oder provozierend zu äußern. Schafft man es doch mal nicht, sich im Zaum zu halten, rutscht einem etwas raus, so sollte man das als eigenen Fehler einräumen. Jeder macht Fehler, davon geht die Welt nicht unter, und durch das Zugeben eines Fehlers sinkt man auch nicht im Ansehen der Anderen.


    Wie andere schon geschrieben haben: nach einem solchen Erlebnis solltest du dich fragen, was du beim nächsten mal machen kannst, damit es nicht so schlimm wird. Dass das Spiel verloren ging sollte dabei aber keine Rolle spielen, wenn es das doch tut, dann bist du zumindest zum Teil nämlich auch ein schlechter Verlierer. Aber glaube mir, ich kenne das, mir selbst ging es im zweiten Jahr der E-Jugend bei drei Spielen so, dass ich innerlich dem anderen Team den aus meiner Sicht unsportlich errungenen Erfolg gegen uns nicht gegönnt habe. Danach aber beleidigte Leberwurst zu spielen ist auch falsch.

    Es gibt kein Fußballbuch in meinem Regal, das allumfassend ist. Es gibt zwar welche, die nur noch Quantität bieten, aber die meisten können doch einen eigenen Beitrag leisten, um das Gesamtbild zu erweitern und abzurunden. Mein erstes war "Fußball von morgen: Kinderfußball", als ich es nach Jahren wieder durchblätterte, stellte ich durchaus mit einem gewissen Erstaunen fest, dass da wirklich ziemlich viel gutes drin steckt. Der Theorieteil zu "1020 Spiel- und Übungsformen im Kinderfussball" ist auch ziemlich gut, und halt Horst Wein. Im Gegensatz zu den Büchern des DFB ist Horst Wein aber, nun, man möchte fast sagen manchmal übertrieben in seiner Wortwahl, also z.B. darin, wie sehr er die Vorzüge von kleinen Feldern, vielen Minitoren und kleinen Bällen anpreist. Ist alles richtig, aber er kommt dabei zuweilen etwas zu überschwenglich rüber. Sein Buch ist auch nicht ganz so gut strukturiert und kommt ein kleines bisschen zusammengestückelt daher, so als hätte er in ihm die Zwischenergebnisse von mehreren Jahren Arbeit zusammen getragen. Aber inhaltlich ist es dennoch wirklich gut.


    Für eine U14 ist es vermutlich aber weniger nützlich. Man kann sicher einige Spielformen bis ins Seniorenalter verwenden, funino/Minifußball macht selbst Erwachsenen Spaß. Mir gefiel von den Büchern, die ich oben nenne, für die Altersstufen U12 aufwärts "Moderner Angriffsfußball" sehr gut, ich sehe nur gerade, dass mir da ein Fehler beim Kursivstellen passiert ist. Ansonsten sind für diese Altersgruppe die DFB-Info-Abende doch auch noch ziemlich gut.