Wir kommen da ja in den Bereich, den wir im Zusammenhang mit der FPL oder frühen Wechseln zu Leistungsvereinen oder NLZ bereits recht ausführlich diskutiert haben. Ich bin da eher der Meinung, dass man sämtliche Aspekte des Leistungsfußballs aus G, F und eigentlich auch E heraus halten sollte. Ab der D soll von mir aus eine Ausbildungsentschädigung fällig werden, aber ich finde, dass es ziemlicher Unfug ist, sie bis in die Kreisligen hinunter zu erheben, selbst in der Gruppenliga, also auf Bezirksebene, finde ich sie fragwürdig, haben wir es dort doch immer noch überwiegend mit kleinen Vereinen zu tun, die alle ähnliche finanzielle Rahmenbedingungen aufweisen, soll heißen: die alle kein Geld haben. Was in diesem Bereich die Spielklasse der ersten Herrenmannschaft mit den Wechseln im Jugendbereich zu tun haben soll, erschließt sich mir auch überhaupt nicht. Bis zum B-Juniorenbereich wechselt doch kein Spieler wegen der Spielklasse der ersten Herrenmannschaft, oder? Zumindest nicht, wenn diese Gruppenliga oder niedriger spielen. Es ist doch die Spielklasse, in welcher der Spieler selbst wird spielen können, die die Attraktivität des Wechsels ausmacht, wenn aus sportlichen Gründen gewechselt werden soll. Aber auch da finde ich es eigentlich sonderbar, wenn Geld fließen soll. In der D-Jugend ist die Gruppenliga die höchste Spielklasse. Aber wen interessiert sie denn wirklich, außer den Spielern und Vereinen, die in ihr spielen, und der paar, die meinen, in sie aufsteigen zu können? Wird da denn Geld verdient mit besonders erfolgreichen Mannschaften? Nee, kein bisschen.. Ich weiß nicht, bis zur Bezirksebene riecht mir das ganze Thema zu viel nach Neid und Missgunst unter den Vereinen...
Beiträge von tobn
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Engel89, ich würde dem Spieler sagen, dass er gerne kommen und mal mit trainieren darf. Wie Chris auch würde ich ihm kein Versprechen dazu abgeben, in welcher Mannschaft er landet, ich würde das sogar ausdrücklich sagen. Und ich würde ihm dazu raten, es seinem Verein, an erster Stelle natürlich dem Trainer, zu sagen, falls er sich mit Wechselgedanken trägt.
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Aufwandsentschädigungen dienen den kleinen Vereinen. Natürlich haben die Leistungsvereine ein Interesse daran, dass dies abgeschafft werden.
Ich habe nichts dagegen, dass wirkliche Leistungsvereine auch die Ausbildungsentschädigung an die kleinen Vereine bezahlen. Aber um diese Vorgänge geht es bei uns in der Regel nicht, ganz selten schafft es mal einer unserer Junioren zu einem Profiverein. 'Wir' sind dabei ja zwei Vereine, die von D- bis A-Jugend kooperieren. Die ersten Mannschaften spielten in der vergangenen Saison 'nur' in der Kreisoberliga und der Kreisliga A, haben aber, soweit ich weiß, beide den Aufsteig geschafft. Im Bereich der Kooperation gibt es durchgängig eine Gruppenligamannschaft, das ist die Bezirkseben, also eine Stufe über dem Kreis.Der Löwenanteil der Wechsel im Jugendbereich spielt sich, so mein Eindruck, innerhalb des Kreises ab, da gibt es keinen Verein mit Profimannschaft, ich kenne nur einen, der in der Hessenliga spielt, muss aber auch zugeben, dass mich der Kreisfußball im Seniorenbereich bisher nicht sonderlich interessiert hat. Aber zurück zu den Wechseln: wir reden da typischerweise von Wechseln von Vereinen, deren Spielklassen sich um eine Stufe unterscheidet, vielleicht mal zwei. Es kommen üblicherweise auch Summen im dreistelligen Bereich zusammen. Das ist aber für einen Feld-, Wald- und Wiesenverein durchaus etwas, das kann nicht so einfach bezahlt werden...
Mal konkret das Beispiel eines Jungen, der zum Wechsel von erstem zu zweitem D-Jugendjahr zu uns stoßen wollte. Die Initiative ging von ihm aus, da es bei seinem Verein keine sportliche Perspektive gab, der andere Leistungsträger auch zu uns wechseln wollte, und er auf die selbe Schule wie der Großteil unserer Mannschaft geht. Sein Vater war bei abgebenden Verein übrigens mehrere Jahre Trainer seiner Mannschaft, das gab da auch einen ganz schönen Krach. Jedenfalls hat der Verein vorgerechnet, der aufnehmende Verein spiele ja Kreisoberliga, mache EUR 150,- Grundbetrag, und der Junior seit der G im Verein, also sieben Jahre, maximal sechs zählen, macht dann also noch mal EUR 300,- obendrauf, womit wir bei EUR 450,- sind. Für den anderen Spieler wollten sie genauso viel haben, macht schon EUR 900,-. Der andere Verein, von dem zwei Spieler wieder zu uns zurück kommen wollten, hat ähnlich gerechnet und kam auf EUR 250,- pro Spieler -- da diese allerdings zum weniger hoch spielenden der beiden Vereine zurück wollten, reduzierte sich der Anspruch auf EUR 150,- pro Spieler. Wie die Sache mit dem einen weiteren Spieler, der von weiter außerhalb kam, lief, weiß ich nicht. Aber für die vier Spieler, bei denen ich es mit bekommen habe, hätten unsere Vereine EUR 1200,- bezahlen sollen. Die zwei, die zurück kamen, hatten übrigens die komplette G, F und die halbe E bei uns verbracht.
Nee, nee, da läuft was nicht ganz so richtig...
EDIT: Würde übrigens erst ab D-Jugend gezählt, so wären statt EUR 450,- 'nur' EUR 200,- und statt EUR 150,- 'nur' EUR 125,- fällig gewesen, für alle vier Spieler zusammen so EUR 550,- statt EUR 1.200,-.
Nachtrag: Das entstehende Team war 17 Mann stark, davon wohnten 14 Spieler in dem Ort, in dem die beiden kooperierenden Vereine beheimatet sind. Zwei weitere stammen aus einem kleinen Nachbarort und gehen auf die selbe Schule wie der Großteil der Mannschaft.
Es gibt aber einen anderen Verein im Kreis, der in der Jugend ähnlich hoch spielt. Da sind in der D-Juniorengruppenligamannschaft ein oder zwei Spieler, die auch schon in der E-Jugend in diesem Verein gespielt haben. Der Rest kam erst in der D-Jugend dazu, überwiegend beim Wechsel von Jung- zu Altjahrgang. Ein Großteil dieser Spieler ist auch auf dem DFB-Stützpunkt, von unseren Spielern nur einer. Angeblich hat dieser Verein beim letzten Saisonwechsel EUR 1500,- an Ausbildungsentschädigungen gezahlt, das weiß ich aber nur vom Hörensagen. Ich gebe hier ausdrücklich keine Bewertung ab, ich kenne einige der dortigen Eltern und die Trainer recht gut, und möchte mir kein Urteil erlauben -- soweit ich es mitbekommen habe, sind die meisten Spieler von sich aus dorthin gegangen, eben wegen der besseren sportlichen Perspektive. Es mutet halt nur etwas eigenartig an, dass sich dort das Bild der Mannschaft beim Übergang von junger zu alter D-Jugend so radikal verändert.
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Telefonisch war da niemand zu erreichen, ich habe mal eine E-Mail abgeschickt.
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Ich versuche gerade, beim Verband anzurufen, um die Frage zu klären.
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passt doch. maximal 6 Jahre. rechne mal von der A-Jugend 6 Jahre zurück. vielleicht unglücklich ausgedrückt.
Ja, ich lese das nämlich anders. So kann z.B. ein Spieler, der in der noch laufenden Saison die C-Jugend abschließt, ja durchaus schon mehr als sechs Jahre im Verein sein, nämlich die C, D, E und F, das macht zusammen acht Jahre. Ich lese die Vorschrift dann so, dass für diesen Spieler nicht acht mal der Betrag pro angefangenem Spieljahr herangezogen wird, sondern nur sechs mal.Finde nur ich, dass das so da steht?
anderweitig ist fast überall zu lessen, dass die Jahre vor D nicht zu berücksichtigen sind.
Mag ja sein, aber weder beim DFB noch bei uns (in Hessen)..warum glaubst du, warum die Leistungsvereine unter anderem in der E-Jugend abgrasen. nur wegen dem Ausbildungsgedanken? da ist noch nichts zu zahlen.
Richtig, weil in der Jugendordnung steht, dass die Ausbildungsentschädigung überhaupt erst ab dem älteren D-Jugendjahr anfällt. Ich lese sie aber so, dass dann alle Jahre der Vereinszugehörigkeit zählen, unabhängig von der Altersklasse, maximal jedoch sechs. Nun, für einen D-Junior, der von der junge in die alte D wechselt, sind sechs Jahre einfach zu erreichen: ein Jahr D, jeweils zwei Jahre in E und F, und noch eines in der G.Ich würde mich freuen, wenn vom DFB oder HFV (Hessen) klar gestellt würde, dass nur Jahre ab D-Jugend zählen, in meinem Fall des D-Junioren, der beim Übergang von Jung- nach Altjahrgang wechselt, also ein Jahr. Nur: so hat das niemand, mit dem ich in meinem Umfeld bisher gesprochen habe, verstanden..
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Was brauchst du genau? 15 mal Trikot, Hose und Stutzen oder auch noch einen Satz für den Torwart? Und vermutlich soll ja auch noch ein Flock auf die Trikots drauf, oder? Typischerweise hinten Nummer und Vereinsname, vorne den Sponsor. Dreimal Flextransfer einfarbig machte bei uns insgesamt EUR 12,- pro Trikot nur für die Veredelung. Damit bleiben dir noch EUR 12,- bis EUR 21,- pro Satz. Wir haben damals bei einem Laden gekauft, der sich bis vor anderthalb Jahren noch 'JAKO-Store' nannte und wo man auf JAKO typischerweise 40% Rabatt bekommt. Da würde dann das Trikot Winner EUR 9,57 kosten, die billigste Hose (Manchester, ohne Innenslip) EUR 8,97, zusammen also EUR 18,54. Die günstigsten Stutzen (Uni) kosten zum Saisonstart EUR 2,95, macht also in Summe, mit allem drum und dran, pro Trikotsatz EUR 33,49. Zum Saisonstart hat dieser Laden gerade einen Flyer mit Sonderangeboten veröffentlicht, da kosten die günstigsten JAKO-Trikotsätze (Copa und United) EUR 19,20, aber ohne Veredelung und Stutzen.
EDIT: Bei dem Internet-Shop, den du nennst, kostet der Winner-Satz inkl. Sutzen EUR 19,70 ggü. den von mir zusammen gerechneten EUR 21,49. Als wir diesen Satz vor einem Dreivierteljahr kauften, gab es ihn im Saisonstart-Flyer für EUR 17,80 zzgl. Stutzen, also mit Uni-Stutzen EUR 20,75. Differenz zum Internet-Händler: ein Euro. Ich vermute, sie wären seinen Preis mit gegangen.
Mich würde es wundern, wenn du über das Internet günstigere Angebote bekommst, außer bei Auslaufware (also z.B. die Reihen Competition oder Joker), bei der es Glückssache ist, ob die fraglichen Größen und Farben noch ausreichend vorrätig sind, und bei denen man wahrscheinlich nichts mehr wird nachbestellen können..
Saller ist übrigens auch noch recht günstig, ich weiß nicht, wie es da mit Rabatten aussieht. Aber auch da musst du die Kosten für die Veredelung berücksichtigen, die, wie oben beschrieben, oft teurer ist als das eigentliche Trikot...
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Ernsthaft, das habt ihr gemacht?
Was am Ende gemacht wurde kann ich dir nicht sagen, das haben die Jugendleiter am Ende untereinander ausgemacht. Unsere Jugendleitung hat aber über die Verhandlungen geklagt und positiv auf mein Angebot reagiert, sie ggf. beim nächsten mal zu begleiten.Spielordnung sollte man in einem Verein schon kennen.[/quote]
Ich habe doch daraus zitiert, und damals habe ich mich auch in die Jugendordnung eingelesen und sogar dazu hier gepostet. Lies mal die Abschnitte, die ich zitiert habe, da ist nur von Jahren, in denen eine Spielberechtigung bestand, die Rede, ohne Einschränkung auf bestimmte Jahre.Eigentlich dachte ich, dass die Sache mit der Ausbildungsentschädigung deutschlandweit einheitlich vom DFB geregelt wäre:
Siehe § 3 hier:
http://www.dfb.de/uploads/media/09_Jugendordnung.pdf
Da steht für den Punkt, der mich interessiert, nämlich die Anzahl der Jahre, die in die Berechnung der Entschädigung eingeht, dasselbe wie in der hessischen Jugendordnung. Zitat der Jugendordnung des DFB (Hervorhebung durch mich):ZitatDie Höhe der Entschädigung bemisst sich bei Spielern/Spielerinnen der älteren D-Junioren/Juniorinnen bis zu den jüngeren A-Junioren/jüngeren B-Juniorinnen nach einem Grundbetrag sowie einem Betrag pro angefangenem Spieljahr (höchstens sechs Spieljahre bei Junioren, höchstens vier Spieljahre bei Juniorinnen), in welchem der Junior/die Juniorin dem abgebenden Verein angehört hat.
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Das dürfte ja in den Verbänden gleich geregelt sein:
http://www.nfv-www.de/download…igung_jugend_20120620.pdf
Man würde es erwarten. Für uns in Hessen müsste aber diese Jugendordnung gelten, genauer §26: Ausbildungsentschädigung. Dort steht:Zitat1. Die folgenden Bestimmungen über die Ausbildungsentschädigung gelten für A-Junioren des jüngeren Jahrganges, B- und C-Junioren sowie D-Junioren des älteren Jahrganges.
[...]
3. Die Höhe der Entschädigung ergibt sich aus:
a) einem Grundbetrag, der sich nach der Spielklassenzugehörig-keit der ersten Seniorenmannschaft des aufnehmenden Vereins in dem Spieljahr richtet, [...]
und
b) einem Ergänzungsbetrag für jedes angefangene Spieljahr (höchstens sechs Spieljahre), in welchem der Spieler für den abgebenden Verein spielberechtigt war.
Fertig. Davon, dass nur Jahre ab D zählen sollen, steht da nichts...Und hier kann man mit verschiedenen Szenarien spielen: http://nfv.de/index.php?id=46
So ein schönes Spielzeug haben wir leider auch nicht... -
Die Vereinszugehörigkeit wird erst ab D-Jugend gerechnet.
Ernsthaft? Wo steht das? Bei uns wurden alle Jahre bis runter zu den Bambini mitgezählt.. -
Die 'Ausbildungsentschädigung' sorgt immer wieder für Kummer. Da sie erst im zweiten D-Jugendjahr erhoben wird, umgehen manche Vereine sie auch, indem sie gezielt das eine Jahr zuvor 'scouten'. Bei uns gab es das 'Problem' auch beim Wechsel vom ersten zum zweiten D-Jugendjahr. Da unsere Mannschaft in der höchsten Spielklasse spielt, war sie für ein paar Spieler interessant, und so kam es zu insgesamt sechs Zugängen von außerhalb. Allerdings war einer von diesen nur ein Jahr fort gewesen. Zwei hatten bis zwei Jahre zuvor bei uns gespielt, zwei weitere wohnen im Nachbarort, gehen aber gemeinsam mit 2/3 der Mannschaft zur Schule. So blieb einer, der tatsächlich von außerhalb hinzu stieß, aber auf eigene Initiative. Wir haben nirgendwo gewildert -- obwohl, naja, an einem der Spieler, die vormals bei uns gespielt hatten, war mein Mittrainer schon sehr interessiert, da fand eine Kontaktaufnahme tatsächlich statt.
Naja, jedenfalls ging dann das Gefeilsche um die Ausbildungsentschädigungen los. Von der Größenordnung her eine Nummer kleiner als in Eurem Fall, da unsere beiden kooperierenden Vereine, in welche die Neuzugänge hätten wechseln können, nur in der Kreisliga bzw. Kreisoberliga spielten, dennoch kamen dabei Summen zusammen, die die Vereine weder aufbringen wollten noch konnten. Es gab dann zähe und langwierige Verhandlungen und dubiose Schriftstücke, in denen von künftigen Ablösesummen und deren Verteilung die Rede war.. So ganz bis zum Ende habe ich die Sache nicht verfolgt, irgendwie wurde sich wohl geeinigt, es wurde auch etwas bezahlt, aber wohl deutlich weniger als nach der Tabelle in der Jugendordnung fällig gewesen wäre.
Ganz ehrlich: ich hätte da nicht so viel herumgezackert, sondern vermutlich die dreimonatige Sperre in Kauf genommen. In Eurem Fall sind das ja gerade mal zwei Wochen der Saison, der Spieler verpasst also höchstens zwei Pflichtspiele. Auf Freundschaftsspiele wirkt sich die Sperre ja nicht aus. Also: entweder kann der aufnehmende Verein die Ausbildungsentschädigung bezahlen, sonst macht er halt ein Angebot, das er tragen kann, und wenn der abgebende Verein das nicht annimmt, dann gibt es halt die Sperre. Was solls? Davon geht die Welt echt nicht unter, und gerade ab der D-Jugend muss man durch Verletzungen mit teilweise deutlich längeren Ausfallzeiten rechnen. Da lohnt sich die ganze Aufregung meiner Meinung nach nicht, und einige Eltern sollten mal schauen, dass sie den Ball flach halten, wenn sie eine riesige Benachteiligung ihrer Kinder befürchten -- ist jetzt nicht auf dich gemünzt, uzunbacak. Es wäre wohl schon sinnvoll, dass Eltern wissen, dass es die Ausbildungsentschädigung gibt und dass aufnehmende Vereine nicht in jedem Fall dazu bereit sind, sie zu bezahlen. Das war nämlich ein anderer Punkt: Eltern und Spieler kommen und wollen, dass ihr Kind zu uns kommt, regen sich dann aber darüber auf, dass 'wir' nicht dazu bereit sind, für ihr Kind ein paar hundert Euro an den Verein rüber zu schieben, für den sie uns ein paar Jahre zuvor verlassen hatten... In diesem Zusammenhang möchte übrigens unsere Jugendleitung eine Vereinbarung mit anderen Vereinen treffen, dass für zurück kehrende Spieler keine Ausbildungsentschädigung fällig wird. Ob das sowie individuell ausgehandelte Entschädigungen vor Gericht Bestand hätten, wage ich zu bezweifeln, aber ich bin kein Jurist.
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Don Quijote, deine Ansichten teile ich: die körperlichen Aspekte spielen eine große Rolle, die Schiris lassen viel (zu viel?) laufen. Und zu meiner Leistungsfähigkeit, nun ja, zu ihr äußere ich mich so kurz vor der Trainertech lieber nicht.

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Andre, das Wetter dort spielt sicher eine Rolle. Aber auch Europäer können mit tropischem Klima umgehen. Ich habe selbst sieben Jahre meiner Kindheit in den Tropen verbracht, auf 5° nördlicher Breite, mit Durchschnittstemperaturen von 23,9°C (min.) und 31,7°C (max) und einer durchschnittlichen Luftfeuchtigkeit von 82,7%. Wenn du da aus dem Flieger steigst, hast du das Gefühl, in eine Mauer aus heißer Schwüle zu laufen. Aber nach ein paar Wochen geht es, da ist man genauso leistungsfähig wie die Einheimischen -- ich habe bspw. im Sport in der Schule auch dort zu den Stärksten gezählt, obwohl ich blond (mittlerweile mit grauen Strähnen) und blauäugig bin. Allerdings vermeidet man dort die sportliche Betätigung, wenn die Sonne noch zu hoch steht. Aber ab 16 oder 17 Uhr geht das. Und bei Schülern wird weniger Rücksicht genommen, wir haben auch um 15 Uhr gekickt oder Tennis gespielt.
EDIT: Noch ein Nachtrag zu den Temperaturen: die durchschnittliche, monatliche Maximaltemperatur fällt dort nie unter 30,6°C, d.h. mittags ist es fast immer um die 30°C warm (im Schatten). Nachts kühlt es dann auf ~24°C ab.
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Ich habe es übrigens auch erlebt, dass es extreme Unterschiede im Benehmen von verschiedenen Mannschaften ein- und desselben Vereins gibt, sogar m selben oder direkt benachbarten Jahrgängen. Es hängt sehr stark von den Trainern, teilweise auch von den Eltern bzw. dem familiären Hintergrund der Spieler ab. Ein guter Trainer hat seine Spieler und deren Eltern im Griff, da werden selbst Individuen mit schwierigen Voraussetzungen gebändigt werden. Es gibt aber auch vereinzelt Trainer, die letztlich auf die gleiche Art auffällig werden, das ist dann eine ganz üble Konstellation, die ich selbst zum Glück bisher erst einmal erleben musste. Und genau da war die Parallelmannschaft sozial ganz großartig, mit einem unheimlich freundlichen Trainer.
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raicoon hat es schon angemerkt: gib acht, dass der Schwerpunkt Ballan- und -mitnahme deutlich wird, ums Passen geht es nicht, das braucht man zwar natürlich, aber entscheidend sind Ballan- und -mitnahme. Achte dabei unbedingt auch auf den zweiten Punkt, die Mitnahme des Balles. Das wollen die Prüfer sehen. Daher stimme ich raicoon auch zu, du solltest versuchen, das Direktspiel zu verhindern, was mit der Vorgabe einer Mindestkontaktzahl aber auch recht gut geht.
Bei uns haben die Prüfer auch noch sehr auf die methodische Reihe geachtet, d.h. vom Einfachen zum Schweren und vom Einfachen zum Komplexen. Das fehlt mir in deinem Hauptteil etwas. Ich würde auch versuchen, die Zahl der Ballan- und -mitnahmevorgänge zu erhöhen. Der Torschuss zum Schluss ist eine gute Sache, er wirkt sehr motivierend, aber deine Hauptteilübungen erinnern mich eher an die klassischen Torschussübungen vor dem Pflichtspiel.
Hätte raicoon ihn nicht schon gebracht, so würde ich dir auch vorschlagen, mal in die Info-Abende Nr. 14 (!) und 6 zu schauen. Wenn du die Suchfunktion bemühst, findest du evtl. auch die Threads, in denen Schimanski und ich um Feedback zu unseren Lehrproben für exakt dieses Thema baten. Wobei es besser ist, wenn du deine eigene Lehrprobe entwirfst, damit fühlst du dich nämlich bestimmt am wohlsten.
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guenter, du wendest dich ja, wie mir scheint, vornehmlich an Andre, erlaube mir jedoch, auch auf ein paar Punkte einzugehen.
Keiner kennt den Verein, aber vom Geschriebenen ausgehend lässt sich doch einiges feststellen:
der Verein hat offensichtlich ein Konzept - eine ständige Forderung hier im Forum wir kennen es nicht, also müssig über Inhalte zu spekulieren
Ich habe bisher noch keinen Hinweis auf ein Konzept gesehen. Es gibt wohl eine Einteilung nach Leistung spätestens in der E und den Wunsch, zu schwache Kinder spätestens beim Übergang von F zu E los zu werden. Da sehe ich jedoch keinen Hinweis auf ein Konzept.der Verein teilt seine Mannschaften nach Leistungsvermögen ein - eine oft gelesene Forderung hier im Forum Förderung des Einzelnen durch Spielen in und mit gleichstarken Mannschaften
Da sind die Meinungen hier durchaus differenzierter. Ich finde z.B., dass eine Einteilung nach Leistung ab der D sinnvoll ist, in G und F aber nichts verloren hat, im Gegenteil. Über die E kann man sicher trefflich streiten, wenn der Rahmen entsprechend ist, d.h. es unterschiedlich starke Spielklassen gibt, kann hier eine Einteilung nach Leistung sinnvoller sein als die Bildung ähnlich starker Mannschaften. Man muss dann nur richtig aufpassen, dass die schwächere Mannschaft auch zu ihren Erfolgserlebnissen und zu ihrer Anerkennung kommt.Sichtung wird hier kritisiert, wie aber soll sonst nach Leistungsstärke eingeteilt werden?
Gegen die Sichtung an sich habe ich überhaupt nichts. Dagegen, dass Kinder den Verein verlassen sollen, jedoch schon. Und ich empfinde vor allem den geschilderten Umgang mit den Kindern in G und F als im Grunde untragbar. Wenn die Zitate und Berichte zutreffen, natürlich.mit keinem Satz wurde hier geschrieben, dass Kinder aussortiert werden und den Verein verlassen müssen.
Doch:
Ich bin die Mutter eines 9jährigen Sohnes (Jahrgang 2005). Er spielt Vereinsfußball seit er 5 Jahre alt ist. [...] Nächstes Jahr wird es ein Sichtungstraining geben und ich habe Angst, dass mein Sohn, der eigentlich gut ist und Spaß am Fußball hat, aussortiert wird!
Sollte mein Sohn nächstes Jahr beim Sichtungstraining (Spiel) herausfallen, so muss er den Verein verlassen.
Folgender nächster Satz verwirrt in diesem Zusammenhang allerdings:Er spielt dann in der 4. E-Mannschaft.
Aber weiter:Also Sichtungstraining innerhalb der Mannschaft. Sie suchen dort keine, die woanders (in der ersten Mannschaft) spielen sollen, sondern wollen vermeintlich schlechte aussortieren!!!!
Nee, er wäre ja in der E4. Der Verein möchte schlechte Spieler loswerden und gute anwerben. Mein Sohn spielt seit 4 Jahren in dem Verein, seit er knapp 5 Jahre alt war.
4 E-Mannschaften für einen Landesligisten sind viel, irgendwo würden da auch Kapazitätsgrenzen erreicht.
Sicher, aber Kinder, die bereits aufgenommen wurden, wieder los werden zu wollen, weil sie durch bessere ersetzt werden sollen/können, das ist etwas anderes als einen Aufnahmestopp wegen Überfüllung zu verhängen. Das wird hier überwiegend deutlich kritischer gesehen. In NLZ wird so verfahren, aber da weiß das jeder von vornherein und es wird einem auch gleich zu Beginn mitgeteilt, dass der Aufenthalt durchaus nur befristet sein kann. Davon habe ich hier bisher aber nichts gelesen.was macht der Verein da falsch?
Naja, zumindest beschäftigt er in G und F Trainer, die für den KiFu nicht oder nur sehr eingeschränkt geeignet sind. Außerdem bewegt er Mitglieder dazu, den Verein wieder zu verlassen, bloß weil es attraktivere Interessenten gibt. Und das bereits in der E-Jugend, wo übrigens noch keine Ausbildungsentschädigung fällig wird. Nachtigall, ick hör dir trapsen...bleiben noch die bisherigen Trainer, wohl Vatertrainer wie überall, nicht besser und nicht schlechter, sind aber keine Psychologen, wissen ganz sicherlich nicht, wie man hier vorgehen soll und kann. mal überlegt, dass die ganz einfach auch mit der Situation überfordert sind.?
Mag sein, aber der Leistungsgedanke scheint ja durchaus auch von oben zu kommen, die Vatertrainer benehmen sich in G und F eigentlich nur dementsprechend. Aber halt völlig falsch. Der Fisch riecht schon ganz schön, und nicht gerade wenig auch vom Kopf her. Der anhängige Fall mag ein schwieriger sein, der in einigen Vereinen, die durchaus in Ordnung sein mögen, auch konfliktträchtig und nicht unproblematisch wäre. Aber dieser Verein scheint schon ziemlich rücksichtslos zu sein. -
Darf man das dann euch bei D-Jugend machen? (echter Schiri, den sollte man evtl. fragen?)
Warum nicht? Jede Mannschaft muss einen Torhüter haben, sonst darf das Spiel nicht angepfiffen werden. Aber der Torhüter kann ganz normal gewechselt werden, man muss es dem Schiri halt anzeigen -- so muss ja auch verfahren werden, wenn z.B. ein Torwart des Platzes verwiesen wird. Wieder weg von der Roten Karte ist es ja, wenn es in der Halbzeitpause stattfindet, kein Problem, damit verhält es sich wie mit anderen Wechseln zwischen Ab- und Wiederanpfiff auch. -
Ich würde auch die Dreierrotation vorschlagen. Du kannst die Übernahme der Torwartposition vielleicht mit noch etwas mehr Einsatzzeit als Feldspieler versüßen. Ich hatte im zweiten E-Jugendjahr in der Halbzeitpause die Torhüter gewechselt. Die beiden Spieler, die im Tor spielten, spielten in der jeweils anderen Halbzeit auf dem Feld durch, sie waren also (als einzige) die komplette Spielzeit auf dem Platz, die Hälfte davon im Tor. Ich weiß nicht, ob das eine Option für dich wäre.
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Ich stoße übrigens ins gleiche Horn wie uzunbacak, indem ich ganz deutlich hervor heben möchte, dass es nicht darum gehen darf, dass es Euer Sohn durch irgendwelche Sichtungen oder in irgendwelche, wie auch immer gearteten Auswahlmannschaften schafft. Es kann auch nicht darum gehen, unbedingt zu verhindern, dass er aussortiert wird. Es muss einzig und alleine darum gehen, dass er das, was er am liebsten macht, mit Spaß und Freude verfolgen kann. Ihr habt keinen Anspruch darauf, Euch das Umfeld dafür auszusuchen, das ist Euch aber, denke ich, auch klar.
Daher: schaut, dass Ihr heraus findet, wie er am fröhlichsten seinem Hobby nachgehen kann, und macht es dann so. Der Rest ergibt sich dann mehr oder weniger von selbst bzw. sieht man da dann, was kommt.
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Danke für deinen Beitrag!!!
Gern geschehen, keine Ursache.
Der Verdacht auf selektiven Mutismus lag auch schon vor. Das macht mir Mut, was du geschrieben hast!!
Bei meinem Fall war der (s)elektive Mutismus ganz deutlich zu erkennen, der Junge sprach unter seinesgleichen ganz normal, gegenüber Erwachsenen brachte er hingegen kein Wort heraus. Für seine Lehrer(innen) und Trainer war das natürlich etwas schwierig... Dazu noch ist der Junge eher introvertiert und perfektionistisch. Bei uns kam erleichternd hinzu, dass unsere Familien bereits über die Schwestern der Jungs miteinander recht gut bekannt waren, bevor er zu uns ins Team kam, er kannte mich also schon. Und dann bin ich halt auch ein Trainer, der tatsächlich versucht, jedes Kind für sich zu verstehen. Dabei muss ich aber auch zugeben, dass mir das bei den einen besser und bei den anderen weniger gut gelingt.. Bei ihm hat es gut funktioniert, und obwohl er auch mit mir kaum sprechen konnte, so hat er mir wohl schon vertraut. Im oder zum zweiten F-Jugendjahr ist die Familie in einen anderen, etwas abgelegeneren Ortsteil umgezogen, er blieb aber erst mal weiterhin bei uns, wechselte dann aber in der E-Jugend zum dortigen Verein, in dem auch seine Klassenkameraden spielten, und wurde dort auch gleich Leistungsträger -- er hatte auch bei uns zu den stärksten Zehn gehört, kein Star, aber mit guter Antizipation, sauberen Aktionen und permanenter Wachsamkeit. Zur D kam in seinem neuen Verein keine Mannschaft zustande, es ist halt ein eher kleiner Ortsteil, und da ich auch in der D noch den Trainer machte, kam er mit zwei Kumpels dann zu uns bzw. in die Kooperation. Ich bin da zwar mittlerweile Geschichte, aber er hat sich da etabliert, wird im Team akzeptiert und vom Trainer durchaus geschätzt.Mein Sohn möchte in keinem anderen Verein spielen, aus genannten Gründen (alles neu etc.). Außerdem kommt es immer auf die Trainer an und die wechseln häufig, auch in anderen Vereinen. Häufig sind das irgendwelche Väter, mit denen man über das Problem auch nicht reden kann.
Ich verstehe seine Angst vor dem Neuen, bei meinem eigenen Sohn ist das auch so -- er ist übrigens auch ein eher introvertierter Typ, dem obigen Spieler gar nicht so unähnlich, wenn auch dynamischer. Für ihn war es wohl ganz angenehm, dass ich sein Trainer war, zum Glück hat er dabei aber auch das Verwandtschaftsverhältnis nie auszunutzen versucht. Im zweiten D-Jahr habe ich mich zurückgezogen, das hat sicher auch dazu beigetragen, dass er über den Winter und bis ins Frühjahr hinein eine ziemliche Krise durchlebte. Ich hatte schon mit der Kinderärztin gesprochen und danach gefragt, ob der Besuch bei einem Psychologen angeraten sei. Nach einem Schüleraustausch, bei dem die ersten drei Tagen alleine in der Fremde für ihn die Hölle waren, hat er sich nun aber unheimlich stabilisiert, dieses Erlebnis hat ihm offenbar unheimlich viel gebracht.Worauf ich damit hinaus will: gib Eurem Sohn die Zeit, die er braucht. Begleitet ihn, unterstützt ihn, bietet ihm Rückhalt. Passt aber auf, dass Ihr nicht versucht, ihm zu viele Hindernisse aus dem Weg zu räumen, auf Dauer hilft das ihm nicht. Helft ihm dabei, sich selbst zu helfen. Bemächtigt Euch aber nicht seiner Interessen, er soll das tun, was er möchte, nicht das, von dem Ihr meint, er würde es wollen oder solle das gar.
Ich höre dann nur, dass das eben nichts für meinen Sohn sei, wenn er Probleme damit hätte. Beim Fußball gäbe es immer Druck, das sei halt so. Er solle sich etwas anderes suchen...
Das stimmt zwar in Teilen, aber halt eben auch nur, wenn man das Spiel mit den Ligen und den Auf- und Abstiegen mitmachen will. Neulich hat hier jemand davon berichtet, dass sie, obwohl Verein, eine reine Spaßtruppe haben. Warum soll das nicht gehen, wenn sich alle einig sind? Aber natürlich gibt es beim Fußball das Ziel, mehr Tore zu schießen als der Gegner, und sportlicher Ehrgeiz gehört da schon auch dazu.Es ist aber völlig verkehrt, bereits im Kinderfußball Druck zu machen und zu glauben, das sei sinnvoll und würde die Kinder irgendwie auf später vorbereiten. Das ist, so zumindest meine Meinung, absoluter Nonsens. Kinder brauchen Zeit, um sich entwickeln zu können, der Spruch, dass Gras auch nicht schneller wächst, wenn man daran zieht, ist zwar schon sehr abgegriffen, aber dennoch gültig.
Dennoch werdet Ihr alleine an den Zuständen in diesem Verein nichts ändern können. Wenn es anderswo tatsächlich genauso aussieht, dann wäre es vielleicht aber tatsächlich für den Jungen besser, wenn Ihr ihm etwas anderes suchen würdet. Das heißt ja noch lange nicht, dass diejenigen, die Euch das empfehlen, mit ihrer Meinung Recht haben, es ist nicht so, dass er für den Fußball nicht geeignet ist, zumindest ist es für diese Diagnose noch viel zu früh, er könnte wohl aber für ihre Form des Fußballs nicht geeignet sein. Passt halt auf, dass Ihr keinen Konflikt auf dem Rücken des Kindes austragt.
Mein Sohn benötigt sehr lange Zeit, ehe er jemandem vertraut und langsam "auftaut".
Von der Sorte gibt es viele, und manche sind halt richtiggehend tiefgefroren, so wie dein Sohn. Das ist schon OK. Nicht nur da, aber sehr wohl auch da braucht man als Trainer Geduld. Sie ist aber leider nicht jedem gegeben.Der Trainer ist kein Psychologe, ich verstehe das. Aber vielleicht müsste mein Sohn für Dinge gelobt werden, die für andere selbstverständlich sind. Man kann nicht bei allen das gleiche Maß anlegen, denke ich.
Du sagst es. Lob ist eines der wichtigsten Instrumente, ich möchte fast sagen: Werkzeuge des Kindertrainers, und er muss für jeden Spieler den richtigen Schlüssel in der passenden Größe auswählen.Ich möchte aber auch keine "Extrawurst" und ständig kritisieren. Männer denken scheinbar anders und haben häufig nicht das Einfühlungsvermögen - schade!
Nun ja, ich bin auch ein Mann. Und ich kenne auch einige Frauen, die sich wie der sinnbildliche Dickhäuter im Porzallenladen aufführen. Das Geschlecht tut weniger zur Sache, auch wenn es schon sein mag, dass es da eine signifikante Korrelation gibt. Weibliche Fußballtrainer sind die Ausnahme, man trifft fast nur auf Männer. Da gibt es dann ganz unterschiedliche Leute. Ich habe durchaus einige Kollegen kennen lernen können, zu denen ich Euch bedenkenlos schicken würde, aber auch einige, die sich ähnlich verhalten, wie Ihr es gerade beobachtet. Von daher würde ich Euch dazu raten, die Umgebung vielleicht doch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen als bisher, vielleicht findet sich ja doch eine Trainerperle irgendwo. Es ist auch so, dass es da zwischen den Mannschaften eines Vereins sehr große Unterschiede geben kann, das trifft bisher zumindest für den Verein, in dem ich tätig bin, in hohem Maße zu..EDIT: Extrawürste sollte es auch nicht geben, wobei das eigentlich nur soweit gilt, wie Extrawürste für Einzelne die Interessen der Anderen tangieren. Solange das nicht der Fall ist, teilt der Kindertrainer eigentlich an fast alle Spieler permanent Extrawürste aus, eben indem er individuell auf jedes einzelne Kind eingeht und sie eben nicht alle über einen Kamm schert. Wobei man das eher im Kleinen bemerkt, im Trainingsalltag behandelt man die Kids ja doch weitgehend ähnlich und weicht halt im einen oder anderen Fall dann davon etwas oder auch etwas mehr ab.
