Danke für die Hintergrundinfos, sie sind sehr hilfreich.
[...] habe ich [...] 30 Spieler [...] von Jahrgang 2007 bis 2003, aus vier Vereinen.
In der Regel kommen zwischen 12 und 15 zu den Terminen, das ist ja freiwillig und nur zum Spaß.
OK, verstehe. Wenn es sich mal eingespielt hat und die Regeln klar sind, kann man da wunderbar auf ein bis zwei Feldern funino spielen. Bei 12 Teilnehmern kann man entweder vier Dreiermannschaften bilden, auf zwei Feldern gleichzeitig spielen und auf die Wechsel verzichten, oder aber drei Viererteams bilden und mit Wechseln auf einem Feld ein Turnier im Jeder-gegen-Jeden spielen. Bei mehr als zwölf Spielern würde ich zwei Felder aufbauen und sukzessive die Mannschaften um einen Spieler aufstocken, bis man bei vier Viererteams angelangt ist.
Letzten Sonntag waren viele bei der Erstkommunion, andere bei einer Geburtstagsfeier, daher waren es 9.
Aus ihnen hätte ich wahrscheinlich drei (ähnlich starke) Dreierteams gebildet und auf einem Feld Jeder-gegen-Jeden spielen lassen. Bei einem großen Leistungsgefälle hätte ich dann auch mal probiert, ähnlich starken Spielern in den unterschiedlichen Mannschaften die gleiche Zahl zu verpassen, also dem stärksten Spieler die Drei, dem schwächsten die zwei, usw. -- dabei hätte ich übrigens bewusst nicht den Stärksten die eins und den Schwächsten die vier gegeben. So gibt es aber halt in jedem Spiel auch eine Phase, in dem die beiden stärksten Spieler nicht spielen, was es den schwächeren erleichtert, und umgekehrt sind auch mal die schwächsten Spieler nicht da, so dass sie dann die anderen nicht 'ausbremsen'.
Ursprünglich war der Treff mal für die besonders engagierten Kinder gedacht, denen Training und Punktspiele nicht ausreichen. Dann spielt es auch keine Rolle, ob da ein größerer Altersunterschied besteht.
Hmm, OK, ja, zumindest ein Stück weit, da gebe ich dir Recht. Ansonsten ist die Altersspanne bei deinem Fußballtreff ja schon recht groß, das erleichtert die Sache natürlich nicht unbedingt.
Leider sind in der letzten Zeit viele unbegabte Kinder dazu gekommen. Teilweise sind sie nicht mehr in einem Verein. Es gibt aber auch Kinder, die in drei Jahren im Verein nichts gelernt haben.
Und wie siehst du das? Es entspricht ja eigentlich nicht mehr dem, wie du es mal geplant hattest. So entstehen natürlich aber ganz neue Herausforderungen, denen du dich ja früher oder später wirst stellen müssen. Wie ist dieses übrigens sehr interessante Projekt eigentlich formaljuristisch aufgehängt? Wo findet der Treff statt, d.h. wem gehört das Gelände, und wie sieht es z.B., um mal den größten formaljuristischen Knackpunkt beim Namen zu nennen, mit dem Versicherungsschutz aus?
Funinio ist eine sehr schnelle Spielform, ohne Kondition geht das nicht. Besonders dickere Kinder kommen da nicht mit.
Sehr schnell, ja, und aufgrund der geringern Spielerzahl auch sehr intensiv. Es fordert (und fördert) erheblich die Kondition, absolut. Daher darf man die Spiele auch nicht zu lang werden lassen. Wenn man einzelne Spieler hat, die konditionell überfordert sind, kann man entweder nach einer gewissen Maximalspielzeit einen Wechsel befehlen, auch wenn kein Tor gefallen ist, oder man lässt mit zwei Auswechselspielern spielen, also mit Fünfermannschaften -- dann kann es aber gut sein, dass man mit einer Maximalzeit bis zum nächsten Wechsel arbeiten sollte, weil es immer mal wieder Phasen gibt, in denen länger kein Tor fällt, und es für die Kids schon ziemlich doof ist, dann zwei solcher Phasen abwarten zu müssen, bis sie wieder ran dürfen.
Das Problem ist die Homogenität, wie so oft. Funino soll ja die Spielintelligenz fördern. Das geht aber nur, wenn ein Pass gespielt werden kann und wenn ein Kind überhaupt mitdenken möchte.
Ja, aber funino kann noch mehr. Es ist für die schwächeren Kinder toll, weil sie aufgrund der kleinen Mannschaften viel öfter den Ball haben und sich beteiligen müssen. Jüngere und schwächere Spieler kommen mit der geringeren Zahl an Spielern auf den Feld viel besser zurecht als im klassischen Kleinfeldspiel. Die Pässe kommen tatsächlich erst später, auch für dribbelgeile G- und F-Junioren ist funino besser als das Spiel in größeren Teams. Zum Erfahren und Erlernen des Passspiels (im Sinne des Zusammenspiels überhaupt, ich rede hier nicht von Tici-Taca oder One-Touch-Zeugs) ist funino dem Spiel in größeren Mannschaften sicher auch überlegen, eben weil es übersichtlicher ist und es bis zu, aber auch maximal zwei Anspielstationen für den Ballführenden gibt. In diesem Zusammenhang ist im funino die Notwendigkeit dafür, sich frei zu laufen und anzubieten auch viel leichter zu vermitteln als in einem größeren Team, das dann ja wahrscheinlich sogar noch tiefengestaffelte Positionen aufweist, die das Spiel (im Zusammenhang mit der Spielintelligenz) weiter verkomplizieren.
Du hast also schon damit Recht, dass sich bei sehr heterogenen Teams die schwächeren Kinder im funino schwer tun, das trifft ja aber auf alle anderen Spielformen auch zu. Im 6+61:6+1 fällt das vielleicht etwas weniger auf, weil sie eben weniger auffallen. Wenn man sich dann aber mal die Mühe macht, darauf zu achten, wie viele Ballkontakte sie im gesamten Spiel haben, dann ist das oft erschreckend.. Letztlich nehmen diese Kinder an solchen Spielen eigentlich überhaupt nicht teil, wenn man ehrlich ist..
Daher dürfen es alle mal ausprobieren und wer ehrgeizig ist und es wirklich will, der kommt dann zu den Funino - Terminen.[/quote]
