Hallo tobn, Du hast eigentlich in allen Punkten recht.
Naja, das sind halt so meine bisherigen Erfahrungen, die ich dir nicht vorenthalten wollte. Du kannst ja mal schauen, welche du machst und ob du mit meinen Tipps etwas anfangen kannst. Auf jeden Fall würde ich dir empfehlen, bezüglich funino beharrlich zu bleiben, denn auch bei Kindern ist es so, wie bei den Landwirten: was sie nicht kennen, das mundet ihnen zunächst oft nur eingeschränkt.. 
Und dann finde ich auch, dass man funino durchaus auch durch eigene Regeln abwandeln und/oder ergänzen sollte, wenn man feststellt, dass einem da etwas fehlt oder dass irgendwas noch besser laufen könnte.
Ich musste mir sowieso was einfallen lassen, daher dachte ich zwei Felder mit verschiedenen Niveaus sind hilfreich. Aber wie geschrieben bin ich ja erst seit letzter Woche auf Funino.
Da bin ich, wie hoffentlich deutlich wurde, auch bei dir. Obwohl die Kids (oder vielmehr einige, das sind dann vermutlich eher die vorlauten) immer wieder danach fragen, ob sie zum Abschluss ein "großes Spiel" machen können, gehen wir nur selten auf diesen Wunsch ein, und wenn, dann liegt das meistens daran, dass uns die Zeit dafür fehlt, drei oder vier kleinere Felder aufzubauen -- berufsbedingt dauert unser Training aktuell nur 75 Minuten und wir hatten gestern z.B. 27 Kinder im Training. Aber i.d.R. trennen wir die Kinder in möglichst leistungshomogene Untergruppen auf, aus denen wir dann die Mannschaften für die Abschlussspiele bilden. Denn, wie du auch feststellst, dominieren die stärkeren Spieler in bunt durchmischten Mannschaften zu sehr und die schwächeren kommen überhaupt nicht zum Zug. Das bringt dann weder den einen noch den anderen so richtig viel.
Ich habe etwas Angst das mir die guten Spieler abspringen, weil die schlechteren das Spiel ziemlich vermasseln. Ich weiss das es hier im Forum oft um die Benachteiligung der schwächeren Spieler geht. Finde ich auch im Grunde gut. Ich finde aber auch das man den ehrgeizigen und guten Kindern auch eine Möglichkeit geben muß mal richtig Fußball zu spielen.
Wenn ich jetzt mal den ersten Satz dieses Abschnitts außen vor lasse, finde ich das, was du sagst, vollkommen OK. Ich finde, dass jedes Kind gleichermaßen zu seinem Recht kommen sollte, egal ob mehr oder weniger talentiert. Ich bin dann durchaus bei dir, wenn du meinst, dass es den stärkeren Spielern mehr Spaß macht, wenn sie untereinander spielen können. Das trifft auf die schwächeren ja im Übrigen ebenso zu. Insofern halte ich es sogar für sinnvoll, wenn man bei so einer Zusatzgeschichte auf Privatinitiative, wie sie dein Fußballtreff ja darstellt, leistungshomogene Gruppen bildet -- das würde aber auch heißen, dass Du ggf. zwei Termine anbieten müsstest, oder aber einige Kinder ausladen. Im Verein sehe ich die Sache übrigens etwas anders -- vielleicht schreibe ich dazu mal einen Beitrag für Uwe.
Der erste Satz des zitierten Abschnitts lässt mich unweigerlich etwas zusammen zucken. Ich kann die Empfindung durchaus nachvollziehen, muss aber davor warnen, sich von ihr leiten zu lassen. Nicht nur bei der bisherigen Mannschaft meines Sohnes sowie der Vorgängermannschaft eines Teils von ihr hat auch diese Absicht dazu geführt, dass bereits gut zwei Dutzend Kinder zu überwiegenden Teil ganz mit dem Fußball aufgehört, zum kleineren Teil den Verein gewechselt haben. Ich weiß nicht, wie alt dein Sohn ist, ich erlebe aber hier, dass viele Eltern von talentierten F- und E-Junioren sehr darauf bedacht sind, dass ihre Kinder nur ja möglichst optimal gefördert werden sollen, vielfach wird der Wunsch geäußert, dass sie unter vermeintlichen Ihresgleichen trainieren und spielen sollten, wobei die Überzeugung vorherrscht, dass sie nur unter solchen Bedingungen ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Gänzlich von der Hand zu weisen ist das nicht, aber nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen ist da viel weniger dran als diese Eltern meinen. Und umgekehrt muss man schwer darauf acht geben, dass diese Spieler nicht arrogant und überheblich werden. Mir persönlich wird da im Kinderbereich viel zu sehr der Egoismus und der persönliche konkurrenzorientierte Leistungsgedanken à la Casting-Show befördert. Langfristig verursacht das, so meine Meinung, mehr Schaden als dass es Nutzen bringt, und zwar auch für die stärkeren Kinder. Für die anderen ist es sowieso von Anfang an doof..
Verstehe das bitte nicht als Vorwurf an dich, ich finde deine Initiative wunderbar. Aber neben dem Wunsch nach individueller sportlicher Verbesserung und dem ureigenen Spaß am Spiel sollten meiner Meinung nach die sozialen und ideellen Werte des Mannschaftssports eine ebenso große Bedeutung genießen.
In der Mannschaft meines Sohnes können nur 4 von 16 was. Da wird weder beim Training noch beim Punktspiel auf ihre Bedürfnisse eingegangen, auch wenn das wohl die Ausnahme ist.
Punktspiel ist noch so ein Begriff, bei dem ich zusammen zucke, wenn ich ihn im Zusammenhang mit dem Kinderfußball höre (oder lese). Ich bezeichne die Dinger als Pflichtspiele, die so heißen, weil man eben dazu verpflichtet ist anzutreten. Die Punkte sind mir im Kinderbereich schnurz.
Ich finde es aber durchaus nicht verkehrt, wenn man zusätzlich zum Training noch weitere Angebote macht, die dann gezielter auf die Bedürfnisse der verschiedenen Spielergruppen eingehen. Man muss als Verein halt nur aufpassen, dass sowas das Sozialgefüge nicht zu sehr stört.
Beim Funino fällt das wirklich sehr auf.
Stimmt. Wenn die Zusammensetzung oder die zahlenmäßige Stärke der Gruppe es einem nicht ermöglicht, die schwächeren Spielern von den stärkeren zu trennen, so muss man, wenn man will, dass auch die Schwächeren am Spiel teilnehmen, mit Zusatzregeln arbeiten. Ich habe in der Vergangenheit z.B. verlangt, dass erst dann ein Tor erzielt werden darf, wenn zuvor jeder Spieler der Mannschaft am Ball war. Man kann auch mit Wertungen hantieren, so wird z.B. beim Kinderhandball im 2x3:3 am Ende des Spiels die Zahl der geworfenen Tore mit der Zahl der Torschützen multipliziert. So gewinnt dann eine Mannschaft, bei der drei Spieler jeweils ein Tor geworfen haben, z.B. gegen eine, bei der zwei Spieler jeweils zwei Tore erzielt haben, denn 3x3=9 > 2x4=8. Da die Multipliziererei am Ende für die Kids eher abstrakt und während des Spiels nur wenig greifbar ist, habe ich schon überlegt, dass man auch so verfahren könnte, dass das erste Tor eines Spielers vier Punkte wert sein könnte, das zweite zwei, und alle folgenden noch einen. So wäre das erste Tor des schwächsten Spielers genauso attraktiv wie vier des stärksten.
Um solche Regeln einzuführen, habe ich übrigens recht gute Erfahrungen damit gemacht, auch mal selbst mit zu spielen. Man ist dann mittendrin und kann die Kinder schneller und oft auch besser erreichen als wenn man am Rand steht. Es ist auch leichter, das Spiel mal schnell zu unterbrechen, um kurz etwas zu erklären.
Dann mache ich mal einen Termin und versuche es nur mit den guten, dann einen mit den weniger guten. Und evtl. können wir dann mal auf zwei Plätzen gleichzeitig spielen.
Klingt nach einem sinnvollen Vorgehen. 
Aber ehrlich gesagt bin ich so schon ziemlich fertig nach den 2 Stunden, da muss ich nicht noch mehr Stress haben.
Hatte ich erwähnt das ich dass alleine mache? 
Jaja, willkommen im Klub. 
Gut bewährt hat sich das Buchungssystem auf der Homepage für besondere Anlässe, da begrenze ich die Anzahl der Tickets, und wer zuerst bucht, der ist dabei. Da gibt es kein Gemecker.
Ich pflichte Karl gerne bei, dein Projekt macht auf mich einen sehr guten Eindruck!
Ich hoffe auch, dass du meine Äußerungen bisher nicht als Kritik verstanden hast.