Beiträge von tobn

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    Habe mich etwas unklar ausgedrückt....also die Krankschreibnung geht eine Woche, wegen seines FSJ. Sportverbot hat er 2 Wochen


    Ich vermute, dass, wenn es wirklich ein Muskelfaserriss ist, er dann noch ein bis zwei Wochen drauf kriegen wird.. Vielleicht ist es aber auch 'nur' eine Zerrung.


    Sportsalbe hatte ich übers WE Dolobene drauf getran, und er Arzt hat ihm Traumaplant verschrieben.


    Aha. Dolobene kannte ich noch nicht, da gibt es zwei: Ibu und Cool. Ibu enthält als Wirkstoff das allseits bekannte wie beliebte Ibuprofen, schmerz- und entzündungshemmend -- und es gibt Stimmen, die behaupten, die Deutschen würden das Zeug überkonsumieren.. Der mit uns bekannte Chirurg, den ich bereits erwähnt habe, hat uns das auch schon vielfach empfohlen, bei kleineren Dingen, die von selbst wieder gehen, wenn man der betroffenen Gliedmaße ein bisschen Ruhe und Zeit gibt, und halt die evtl. vorhandene Entzündung abheilen lässt.


    Beim Dolobene Cool musste ich etwas schmunzeln, als ich den Wirkstoff las: Isopropylalkohol. Seine kühlende Wirkung hat es also davon, dass es dem Körper die zur Verdunstung des Alkohols benötigte Wärme entzieht. Ansonsten ist es wohl Glibbermasse. :)


    Traumaplant enthält wohl als maßgebliche Heilzutat den sog. Futter-Beinwell, Symphytum x uplandicum. Wenn die Wirkung auf demselben Mechanismus wie beim Beinwell beruht, dann ist dafür in erster Linie das enthaltene Allantoin verantwortlich. "Allantoin bewirkt die Beschleunigung des Zellaufbaus und der Zellbildung, ..."


    Das nur zur Info. Ich bin übrigens weder Mediziner noch Apotheker, sondern nur interessierter Laie.


    Ach ja, die Mannschaft ist LandesPokalsieger geworden ;)


    Glückwunsch! =)


    War natürlich verkehrt von ihm, das er kurz nach Anpfiff der 2. Halbzeit, als er das erste ziehen merkte nicht Besccheid gesagt hat. Dann hat er noch nen Tritt in die Wade bekommen und da war es dann aus. Er hat dennoch bis zu Ende gespielt u auch das 11 Meter schießen noch mitgemacht....ist natürlich nicht wirklich hilfreich.....


    Nö, das hat er nun davon. Aber andererseits geht davon jetzt die Welt auch nicht unter, das heilt alles wieder.

    Meistens kommt der Angreifer "mit Tempo" auf den TW zu und der Keeper ist der "Prellbock"! Hier war es umgekeht, weil der Torwart mit Tempo auf den Angreifer zukam. Unter Gegnerdruck faustet ein TW den Ball. Das Risiko einer Verletzung ist hier beim Angreifer höher.


    Also, rein von der Physik her ist es vollkommen egal, welcher Gegenstand sich beim plastischen Stoß mit welchem Tempo bewegt, es kommt nur auf die Geschwindigkeitsdifferenz beim Zusammenprall an. Sprich: ob Langerak mit 15 km/h in den stationären (also sich mit 0 km/h bewegenden) Lewandowsik knallt, oder ob Jackson Martinez mit 10 km/h in den mit 5 km/h auf ihn zu rutschenden Manuel Neuer läuft, macht physikalisch keinen Unterschied. Wobei die Protagonisten in dieser Betrachtung als Massepunkte betrachtet werden. Um das Verletzungsrisiko zu beurteilen, ist eine solche Betrachtung natürlich unsinnig, da kommt es darauf an, wo der Aufprall jeweils stattfindet und wie groß die aufeinander treffenden Flächen sind, zusätzlich noch die Beschaffenheit des aufeinander treffenden Materials (z.B. harte Kniescheibe gegen "weichen" Oberschenkel) sowie der Masse und damit der Trägheit der aufeinander treffenden Objekte. Desweiteren kann es eine Rolle spielen, ob die Spieler den Kontakt kommen sehen. Dann können sie nämlich in Vorbereitung darauf die Muskeln anspannen oder eine Schutzhaltung einnehmen. Das konnte Lewandowski nicht -- hätte er den Zusammenprall sehen kommen, so hätten seine Kiefermuskeln wohl einen Gutteil des Schocks absorbiert, den so der Knochen abbekam.


    Das hat jetzt alles überhaupt nichts mit der Bewertung der Aktionen zu tun, ich möchte nur darauf hinweisen, dass es für das Verletzungsrisiko unerheblich ist, wer auf wen zukommt.

    Wenn es ein Muskelfaserriss ist, dann hilft tatsächlich nur Ruhe und Geduld. Allerdings müsste er dann deutlich länger sportunfähig geschrieben werden als nur eine Woche. Soweit ich weiß, und unser Sohn hatte vor etwas über einem Jahr auch einen Muskelfaserriss, dauert es mindestens drei, wenn nicht vier Wochen, bis die Verletzung völlig ausgeheilt ist. Und wenn man vorher wieder in die Belastung geht, riskiert man, dass der Riss wieder aufbricht.


    Er war damals übrigens zu ungeduldig gewesen, als er an einer Zerrung litt. Aus der wurde dann der Muskelfaserriss. Erstere sollte man daher auch ernst nehmen.


    Nachtrag: Um welche Salbe handelt es sich eigentlich? Ich vermute mal Voltaren oder Mobilat, das ist zumindest das, was bei uns im Arzneischrank steht. Das sind nur Schmerzmittel, ich kenne kein Mittel, das maßgeblich zur Beschleunigung der Heilung dieser Verletzungsart beitragen kann und der mit uns befreundete Chirurg meinte auch, dass da nur Geduld und Ruhe helfen.

    Noch eine andere Frage. Da es meine 1. Saison ist, was gibt man als Ziel an?


    Ich würde in dieser Altersklasse keine sportlichen Ziele formulieren. Primär geht es darum, es den Kindern zu ermöglichen, den Spaß am Fußballspiel und den eigenen Fähigkeiten zu erfahren. Gleichzeitig müssen sie in der Gruppe zurecht kommen und im Lauf der Jahre immer intensiver und besser miteinander kooperieren, um die größtmögliche Chance zum Erreichen ihres gemeinsamen Zieles zu haben.


    Wenn du gerade einsteigst, dann würde ich dir das Buch "Kinderfußball - Ausbilden mit Konzept 1 - Bambinis, F- und E-Junioren" des DFB empfehlen, das du, wenn du Uwe als Sponsor dieses Forums unterstützen möchtest, zum selben Preis wie auch sonst überall, hier erwerben kannst. Kapitel 1, "Philosophie" dürfte dich interessieren, außerdem der Beginn von Kapitel 3, "F-Junioren", das sind folgende Abschnitte:

    • F-Junioren: Was wollen sie, was können sie? und
    • Ziele in dieser Altersklasse
    • Leitlinien für F-Junioren

      • Praxishilfen für die Betreuung von F-Junioren
      • "Team-Umfeld" für F-Junioren: Mit Eltern kooperieren
      • Wettspiele von F-Junioren
      • "Trainieren" mit F-Junioren


    Viele Kinder kommen erst ab August in die Schule, ab Juni wollen wir bis zu den Ferien 2x die Woche Trainieren was sicher auch für die Kinder eine Umstellung sein wird. Dann kennt man die anderen Mannschaften nicht, ich möchte auch den Druck bei den Eltern raus nehmen, nicht das die Erwartungshaltung zu hoch ist.


    Ja, das ist meiner Meinung nach ganz wichtig. Viele Eltern sind sehr ungeduldig oder halt sehr begeistert und enthusiastisch, es gehört sicher beides dazu. Jedenfalls können sie es nicht erwarten, dass ihr Kind so richtig gut Fußball spielt, viele Tore schießt, ganz super ist und überhaupt... Aber Gras wächst bekanntlich nicht schneller, auch wenn man daran zieht, und gut Ding will Weile haben. Passt auch auf, dass Ihr Euch als Trainer nicht zu viel vornehmt und Euch zu ehrgeizige Ziele steckt. Überlasst die anderen Mannschaften auch lieber sich selbst und konzentriert Euch auf Eure Spieler, und zwar jeden einzelnen. Im Kinderfußball trainiert man nur insoweit eine Mannschaft, als die Kinder es mit der Zeit lernen müssen, aufeinander Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu helfen -- das widerspricht zunächst ihrer Natur, ist aber völlig normal und nicht "böse", das müsst Ihr vielmehr berücksichtigen, und die Eltern im Übrigen auch. Ansonsten habt Ihr es mit lauter individuellen Persönlichkeiten zu tun, die Ihr alle fördern und fordern sollt, möglichst jeden so, wie er es braucht. Das klingt schwer und ist es auch, man sollte da aber auch mit der Messlatte, die man an sich selbst legt, nicht zu anspruchsvoll sein. Um auf den Punkt mit den anderen Mannschaften zurück zu kommen: man sollte sein eigenes Team nicht zu sehr mit anderen vergleichen, sondern sich auf die Fortschritte der eigenen Spieler konzentrieren. Und, ganz wichtig: den Spielbetrieb nicht so ernst nehmen. Die Kinder sollen gewinnen wollen und dürfen, aber wir Erwachsene sollten ein Spiel nicht anhand des Ergebnisses beurteilen, sondern daran, was die Kinder erlebt haben, wie viel Spaß sie hatten und welche Erfahrungen sie gemacht haben. Es ist von großer Bedeutung, den Eltern das klar zu machen. Es gibt gute Gründe dafür, dass es in der F-Jugend noch keine Tabellen gibt. Und ich wünschte mir, das wäre im ersten E-Jugendjahr auch noch so...

    Kamen bei euch auch fragen ob die Kinder schon ein System erlernen bzw. Taktik? Ich will sie eigentlich frei spielen lassen und kein Kind in eine Position pressen. Weiß eben nicht ob eventuell auch so eine Frage kommt.


    Es kann schon sein, dass sowas kommt. Die meisten Eltern gehen auch davon aus, dass es für ihr Kind eine Position gibt, die ihm mehr liegt als andere, sie gehen auch davon aus, dass es Kinderfußball diesbezüglich ähnlich zugeht wie im Erwachsenenbereich, dass eben jeder auf der Position spielt, die ihm am ehesten liegt und die noch zu besetzen ist. Aber das ist ja falsch, denn wir Kindertrainer betreiben ja bewusst die Positionsrotation bei unseren Schützlingen. Wenn du hierzu noch Argumentationshilfen benötigst, würde ich dir die Suchfunktion des Forums empfehlen, über das Thema Rotation wurde hier schon mehrfach und ausführlich diskutiert.

    Ich sehe es in allen Punkten, die du nennst, wie du, Strznievski, und habe es bisher auch stets so gehandhabt. Damit bin ich auch gut gefahren, bei mir haben zumindest Kinder und Eltern mit gemacht, die zuvor und danach, also in anderen Mannschaften, als "ganz schwierig" oder "extrem unzuverlässig" galten. Sie waren sicher nicht ganz vorne dabei, aber sie haben sich beteiligt und ihre Kinder waren integriert und haben ganz normal gegen den Ball getreten. Inzwischen sind sie alle nicht mehr dabei...


    Zodiak hat insofern andere Voraussetzungen, weil er an einer kommerziellen Fußballschule trainiert. Er hat zwar 30+ Kinder, aber in mehreren Gruppen, also wahrscheinlich stets ca. zehn auf einmal. Zodiak, korrigiere mich bitte, wenn ich daneben liegen sollte, ich mutmaße hier fröhlich durch die Gegend. Jedenfalls sind da tatsächlich die Eltern der Kinder Kunden, und man kann das Umfeld und die Voraussetzungen nur eingeschränkt mit dem eines typischen Vereins vergleichen.


    Und sieber, du hast zwar mit deiner Aufzählung recht, wir sollten schon als Trainer auch nicht die Belange und berechtigten Interessen der Eltern vergessen. Aber Kunden sind sie wiederum nicht, sie sind Mitglieder. Das ist schon ein Unterschied.

    Ich würde als erstes das Thema Teamgeist angehen. Erst wenn sie sich als Mannschaft fühlen und jeder dem anderen hilft und dazu bereit ist, den Fehler des Nebenmanns auszubügeln, erst wenn sie alle verinnerlicht haben, dass jeder Fehler macht, aber keiner mit Absicht, und dass man mit negativer Kritik nur Angst erzeugt und die Strategie der Fehlervermeidung provoziert, die aber in Kombination zu noch mehr Fehlern führt, können sie das abstellen und somit zunächst die Angst und anschließend die Zahl der Fehler reduzieren. Und wenn sie dann dazu kommen, einen Fehlschlag nicht als Katastrophe zu sehen, sondern als Erfahrung, aus der man lernen kann und sollte, dann werden sie auch immer stärker werden. Dabei musst du ihnen natürlich mit deinen fachmännischen Beobachtungen und Tipps helfen.

    Ich dachte bei deinem Eingangsbeitrag gleich: "Das ist bestimmt eine mentale Sache." Und ich fühle mich bestätigt:


    Der Respekt vor dem Gegner ist meist zu groß.
    [...]
    Warscheinlich weil die Jungs sich unternander kennen und im Spiel plötzlich ein "Fremder" vor ihnen Steht.


    Dazu kommt leider noch das die einstellung "Wir sind ein Team" nur schleppend in den Köpfen einzug hält. Zu oft kritisieren die Jungs unterieinander anstatt den Fehler des Nebenmannes einfach auszubügeln.


    Da hast du es doch. Ursachen des Problems erkannt, jetzt musst du in ihre Behebung gehen.

    Mir geht es dabei nur um interessierte Eltern, und die entsprechenden Gespräche führe ich nebenher, also z.B. nach dem Training oder dem Spiel. Oder, und das ist eigentlich bei mir der häufigste Anlass, wenn man sich privat sieht, weil man z.B. bei gemeinsamen Bekannten eingeladen ist. Da kommt es durchaus vor, dass der Kinderfußball in 'meiner' Runde das Thema des Abends ist.


    Nachtrag: du hast natürlich auch eine ganz andere Klientel als ich..

    Über sportliche Belange diskutiere ich mit Eltern grundsätzlich nicht


    Ich diskutiere mit Eltern auch nicht über sportliche Themen, aber ich doziere durchaus darüber, erkläre ihnen also schon proaktiv, was wir wann, wie und weshalb machen, worauf es mehr ankommt und worauf weniger, sowas halt.

    WIr kapern hier gerade den Thread, deshalb nur ganz kurz. Die Mannschaftsaufstellung scheint bei Euch kein Problem zu sein, gut so, können wir abhaken.


    Den Grilldienst gibt es bei jedem Heimspiel, d.h. Rückrunde vier Heimspiele. Der Dienst grillt und verkauft Würstchen, Getränke und Brezeln.


    Dann verteilt das doch reihum. Wenn man dafür drei Leute braucht, dann sind für den ersten Grilldienst die Eltern von Kindern Nr. 1, 2 und 3 eingeteilt, beim zweiten Heimspiel diejenigen von Nrn. 4, 5 und 6, usw. Dann noch darauf achten, dass jeder am Ende der Saison mal dran war und am besten jeder gleich oft.


    Für die Besorgung Würstchen, Brötchen, Brezeln sind mein Mann und ich zuständig. Wir rechnen auch die Kasse ab.


    Und wenn Ihr das immer macht, dann bleibt Euch dafür der Grilldienst erspart, so einfach ist das.


    Trikots werden reihum gewaschen, da findet sich immer wer, aber nicht jeder wäscht mal, wie das halt so ist.


    Nix finden, das wird auch eingeteilt. Nach dem ersten Spiel nimmt Fam. Müller sie mit, nach dem zweiten Schulzes, nach dem dritten Meiers, usw., bis jeder mal dran war. Und dann geht es wieder von vorne los. Neuzugänge steigen beim ersten Einsatz ihrer Kinder in die Liste ein.


    Weihnachtsfeierorga habe ich gemacht, hatte aber Unterstützung von zwei, drei engagierten Mamas (auch wie immer dieselben)


    Die Organisation von Weihnachtsfeier und ähnlichen Dingen sehe ich als rein freiwillige Leistung, für die ich mich im Namen der Kinder und der übrigen Eltern ausdrücklich bedanken werde, aber das war es dann schon auch. Eine Ehrentafel gibt es dafür nicht.

    Ich hatte schon mal gesagt, wenn es so weitergehen würde, dann müsste eine von Beiden gehen.. für den Großteil der Mädels ist klar, wer dies wäre. Ich meine allerdings eher die Andere...


    Meiner Meinung nach kann es aber nicht wünschenswert sein, dass das Problem "gelöst" wird, indem eine Spielerin geht, denn dann hätte ja die andere quasi gewonnen. Nein, Zickenkrieg geht nicht, und damit war es das. Ich will da überhaupt nicht über verschiedene Grade diskutieren, mich mit einzelnen Situationen auseinandersetzen oder mit der Frage, wer wann inwieweit mit dem Scheiß angefangen hat. Nee, ist mir zu blöd. Entweder, sie bekommen es in die Reihe, sich im Training und beim Spiel zu vertragen, oder sie können zu Hause bleiben -- was ich natürlich und ehrlich sehr bedauern würde. Ich würde jede dieser Spielerinnen nur dann weiter machen lassen, wenn sie sich einsichtig zeigt und ihr Verhalten ändert.


    Und wenn das im 2:2 so deutlich zutage trat, dann würde ich das vielleicht sogar ganz bewusst wiederholen, und zwar auf jeden Fall ohne dritte Spielerin. Wenn sie nicht kooperieren, so soll es ja nicht klappen. Wenn du eine dritte hinzu nimmst, dann klappt es ja doch wieder, wenn auch nicht gut, damit milderst du die Wirkung zu stark ab, und zu holst eine Unbeteiligte dazu, was deine Argumentation erschwert. Ich würde wahrscheinlich sogar vor der Spielform mir die beiden beiseite nehmen und ihnen erklären, dass ich genug von ihrem Gezicke habe und kurz davor bin, sie beide zu suspendieren, wenn sie es nicht schaffen, sich zusammen zu reißen. Und ob sie das können, können sie mir in der nächsten Spielform zeigen. Wenn das nicht läuft, dann dürfen sie für heute direkt danach unter die Dusche, danke schön. Wobei diese Bewertung auch unterschiedlich ausfallen kann, wenn sich also eine bemüht, die andere aber nicht mit macht, dann wäre nur letztere dran, erstere dürfte bleiben.


    Klingt ziemlich hart, ich weiß auch nicht, ob ich es schaffen würde, das so durchzuziehen. Aber ich war auch noch nie in einer bereits so stark eskalierten Situation. Ich kann aber schon, wenn es mir allzu bunt wird, ziemlich deutlich werden und bin dann auch konsequent, insofern würde ich es vielleicht doch tun... :huh: Jedenfalls kann ich so ein Verhalten überhaupt nicht ab und würde lieber auf zwei Spielerinnen, die das nicht lassen können, verzichten, als mir von ihnen unweigerlich die Mannschaft kaputt machen zu lassen.

    betreuer72, wie läuft denn bei Euch der Vorgang der Mannschaftsaufstellung? Natürlich haben die Eltern da kein Mitspracherecht, aber ich habe als Trainer stets betont, dass jeder Spieler zu seinen Einsatzzeiten kommt, in welchem Rahmen sie sich bewegen und wodurch sie ggf. eingeschränkt werden. Das ließ sich auch nachprüfen, wenn mal jemand im Eindruck von einem oder zwei Spieltagen der Meinung war, sein Kind könnte zu kurz kommen. Eine dauerhafte Ungleichbehandlung würde ich als Elternteil nicht einfach so hinnehmen.


    Zum Grilldienst: wie oft gibt es den bei Euch, in welchem Rahmen findet er statt und welchem Zweck dient er?


    Was Thekendienste bei Turnieren o.ä. anbelangt würde ich ähnlich verfahren wie mit der Trikotwäsche: das geht reihum und wird möglichst frühzeitig eingeteilt. Wer dann tauschen will, kann das gerne tun, aber bitte im gegenseitigen Einvernehmen und im direkten Kontakt, ich bzw. die Person, die das organisiert, sollte dann bitte nur die Info bekommen, wer mit wem welche Termine tauscht. Als Trainer bin ich bei sowas sehr dankbar dafür, wenn ein anderes Elternteil die Organisation der Thekendienste usw. koordinieren kann, bei uns hat das damals die "Betreuerin" gemacht.


    Für die Organisation von Weihnachts- oder Saisonabschlussfeiern, oder auch gemeinsamen Fahrten, hat es sich bei uns bewährt, wenn das eine Art Kommitee erledigt hat, das anlassbezogen gegründet wurde. Da hat bei uns immer ein Elternteil die Führung übernommen, daneben waren noch drei, vier weitere im Boot, und haben diese Dinge in mehr oder weniger intensiver, je nach Notwendigkeit, Absprache mit Trainern und Betreuern geplant. Wenn man insgesamt, also Kinder, Eltern und Trainer/Betreuer, ein gutes Team ist, dann flutscht das ziemlich problemlos, und man kann über die wenigen, wahrscheinlich unvermeidlichen Totalausfälle einfach hinweg sehen.

    Noch was zum Eltern-Check: auch hier macht selbstverständlich der Ton die Musik. Ich würde niemandem empfehlen, einfach so auf dem Elternabend den Eltern-Check zu verteilen und dem Publikum vor den Latz zu knallen, sie hätten sich bitte schön mal fair zu verhalten, OK?! Nein, denn so schafft man gleich ein Klima der Konfrontation. Man sollte das Thema vielmehr etwas weiter fassen und allgemein von Fair-Play und dem Wunsch danach sprechen, dass Fairness ja auch ein wichtiger Wert ist, nicht nur im Sport. Und dann kommt man darauf, dass die Eltern auch ganz wichtig dabei sind, ihren Kindern beim Erlernen des Fair-Play und der Erfahrung des Fairness-Gedankens zu helfen. Weiterhin, dass man Kindern in diesem Punkt auch ein schlechtes Vorbild sein kann, und dass man leider immer wieder mal solche schlechten Vorbilder erlebt. Dann kommt man zu dem Eltern-Check, der ja vom DFB, und damit also nicht vom Trainer selbst, kommt, und dass man ihn verteilt und sie ihn bitte nach Hause nehmen und dann alle für sich angucken können. Einfach nur so, jeder für sich, und der Trainer will damit auch überhaupt nichts andeuten. Und bitte auch nicht jetzt angucken, weil das zu lange dauern würde und man auch nicht die Zeit hat, jeden der Punkte auszudiskutieren. Naja, und dann halt weiter im Programm...

    Kurz gesagt dürfen und sollen die Eltern gerne ihre Meinungen äußern, aber am Ende entscheidet der Trainer. Ich plädiere ganz stark für eine Atmosphäre des Dialogs und der Kooperation, so erreicht man am besten und stressfreiesten seine Ziele. Wenn Eltern also Vorschläge machen, die dir sinnvoll erscheinen, so spricht nichts dagegen, sie zu übernehmen -- man kann dabei sogar explizit demjenigen danken, der den Vorschlag gemacht hat, das wird ihn sicher freuen und den anderen Eltern deutlich machen, dass ihre Meinung gehört wird. Das darf aber nicht dazu führen, dass die Eltern dem Trainer diktieren, wie der Hase zu laufen hat -- damit würde man den Wagen vor den Esel spannen. Es muss also schon so sein, dass der Trainer die Richtung vorgibt. Und wenn von den Eltern Vorschläge oder Kritik kommt, die nicht die Zustimmung des Trainers finden, so sollte er auch versuchen, die Eltern von seinem Standpunkt zu überzeugen. Was dann das Ergebnis sein wird hängt vom Einzelfall ab: es gibt sicher Punkte, bei denen der Trainer sich durchsetzen muss, dann welche, bei denen ein Kompromiss möglich ist, und schließlich kann es auch solche geben, bei denen der Trainer sich verrannt hat und Gefahr läuft, ohne Spieler da zu stehen, wenn er stur bleibt.


    Um deine konkreten Fragen anzusprechen:

    • Verschiedene Trainingsgruppen für unterschiedlich starke Kinder sind bei großen Kadern generell sinnvoll. Es ist aber schon doof, wenn man Freunde oder Fahrgemeinschaften trennt, da ist der Einspruch der Eltern verständlich. Normalerweise würde ich da sagen, dass das stärkere Kind gerne in die schwächere Gruppe wechseln kann, wofür dann der stärkste Spieler aus der schwächeren Gruppe in die stärkere Gruppe aufrückt. Umgekehrt sollte das aber nicht möglich sein, d.h. das schwächere Kind sollte nicht in die stärkere Gruppe kommen, weil es da einen Kumpel hat, wofür dann ja ein anderes Kind in die schwächere Gruppe weichen müsste. Etwas anders sieht es vielleicht aus, wenn der stärkere Freund zu den zwei bis drei Spitzenspielern gehört und sein Kumpel auch deutlich zu den besten der schwächeren Gruppe. Dann dürfte es in der stärkeren Gruppe am unteren Ende einen oder zwei Spieler geben, die man mit ihm tauschen könnte. Aber das muss man sich als Trainer unbedingt vorher überlegen, wenn die Gruppen einmal bekannt gegeben wurden, dann stehen sie auch fest. Man könnte den Eltern noch die Möglichkeit geben, im gegenseitigen Einvernehmen zu tauschen, aber dazu wäre die Zustimmung des Trainers notwendig. Denn das Ziel der Maßnahme darf durch das Getausche nicht gefährdet werden, diese Motivation muss man den Eltern also auch vorher erklären und verständlich machen.
    • Tatsächlich sind 90 Minuten für nicht wenige Bambini recht lang. Bei meiner C-Lizenzprüfung fand sogar einer der Prüfer, dass 90 Minuten Training für E-Junioren zu viel seien, da solle man sich doch auf 75 Minuten beschränken. Der Meinung bin ich nun nicht, ich finde, dass man spätestens ab dem zweiten F-Jahr durchaus 90 Minuten trainieren kann, aber natürlich auf kindgerechte Art und unter Beachtung der Belastung der Kinder.

    tobn
    Zwei Fragen aus dem Elternscheck finde ich etwas fragwürdig:


    Der Eltern-Check stammt ja nicht von mir, sondern vom DFB, daher kann ich dir nur meine persönliche Meinung zu diesen Punkten mitteilen. Das möchte ich aber gerne tun.


    Frage 5): Natürlich sollte man sich nicht über den Fehler eines Kindes aus der anderen Mannschaft um des Fehlers Willen freuen, aber wenn z.B. ein (zu schlapper oder ungenauer) Querpass vor der Abwehr gespielt wird, ein Kind aus der Mannschaft meiners Sohnes (F-Jugend) dazwischenläuft und ein Tor schießt, dann freue ich mich im Normalfall schon darüber, und ich finde daran auch nichts Schlimmes.


    Wie Reddinga schon sagte: über das Tor darfst du dich selbstverständlich freuen, aber nicht über den Fehlpass der Gegner. Es geht im Punkt 5 doch um das Thema Schadenfreude, die man auf dem Fußballplatz eben nicht sehen will. Übrigens freue ich mich zwar schon für meinen Torschützen, wenn er nach einem so kapitalen Bock der Gegner ein Tor erzielt. Aber ich freue mich viel mehr über ein wirklich heraus gespieltes Tor oder ein solches, das nach einer schwierigen Balleroberung stattfand. Ein gegnerisches Eigentor oder eines nach einem kapitalen Fehler der Gegner hake ich schnell ab, außer dem Tor selbst gibt es daran nicht viel, was besonders wäre.


    Zumal bei den Kids ein hoher Prozentsatz der Tore in unmittelbarer Folge auf einen Fehler der gegenerischen Mannschaft fällt. Würde man dieses Kriterium Ernst nehmen, dürfte man bei etlichen Toren keine Freude empfinden.


    Ich glaube, du überinterpretierst hier den Punkt, es geht nur darum, dass von außen keine Schadenfreude auf das Spielfeld transportiert wird. Du hast natürlich damit Recht, dass im G- und F-Bereich noch sehr viele Tore auf Fehler zurück zu führen sind. Das ist für mich übrigens durchaus auch ein Punkt, der dafür spricht, funino anstatt des typischen 6+1 zu spielen, denn da fallen so viele Tore, dass einzelne nicht so ins Gewicht fallen.


    Frage 3): Wenn mein Sohn einen Trainer der Sorte hätte, [...] die ständig rumbrüllen, kaum auswechseln oder anderweitig verhaltensauffällig sind [...], dann wäre ich schon oft anderer Meinung als der Trainer. Und in diesem Fall sicher zurecht. Deshalb ist ein solches Kriterium nur bei guten Trainern ein sinnvolles.


    Vollkommen richtig. Aber hier geht es halt um die Eltern und nicht um die Trainer. Letztere sollten den Check zwar sicher auch durchführen, aber um sie geht es hier mal nicht. Und es geht auch nicht um die Frage, wie Eltern sich mit dem Trainer auseinander setzen sollten. Es geht um das Verhalten der Eltern am Spieltag im Zusammenhang mit dem Fair-Play-Gedanken. Sicher ist die Frage interessant, was man machen sollte, wenn man substanziell andere Meinungen hat als der Trainer. Generell ist es nicht sinnvoll, das am Spiel- oder Turniertag zu thematisieren. Da gilt die Zielrichtung der Frage 3 auf jeden Fall: so lange es erträglich bleibt, sollte man als Elternteil nicht eingreifen. Es kann Situationen geben, in denen man unterstützend wirken kann, damit die Situation nicht eskaliert, z.B. wenn der Gegner am Brülltrainer Anstoß nimmt und sich provoziert fühlt, oder sich das ganze hoch schaukelt -- dann könnte man versuchen, den eigenen Trainer zu beruhigen, allerdings nicht, indem man ihn über den ganzen Platz hinweg anpflaumt oder lautstark seiner Zustimmung mit den Gegnern kund tut.


    Ansonsten aber sollte man an einem der Tage nach dem Spiel oder Turnier das Gespräch mit dem Trainer suchen und ihm mitteilen, was einem auf dem Herzen liegt. Ändert ein Trainer, wie du ihn beschreibst, sein Verhalten nicht nachhaltig, so würde ich mein Kind, wenn alles nichts hilft, aus seiner Mannschaft entfernen. Vorher kann man sich noch an die Jugendleitung wenden, manchmal kann das helfen. Aber am Spieltag sollte man das Kriegsbeil schön begraben lassen, wenn man da einen Konflikt mit dem Trainer austrägt, richtet man typischerweise viel mehr Schaden als Gutes an..

    1,20 Meter sind schon ziemlich schmal, damit sind sie in den Außenmaßen nicht größer als die Popup-Tore für EUR 30,-. Ich stimme Trainero da zu, damit sind sie schon eher klein. Wenn ich schon einen dreistelligen Betrag bezahle, würde ich dann wohl auch versuchen, etwas größere zu bekommen. Die sind dann aber halt gleich eine ganze Ecke teurer...

    Der Elternabend ist sehr wichtig, da er dir die Möglichkeit gibt, alle Eltern einzustimmen, einzuordnen und mit zu nehmen. Wenn du auf dem Elternabend einen guten Eindruck machst, so verschafft dir das schon mal einige Ruhe. Außerdem weiß anschließend jeder, wie bei dir der Hase läuft, was wichtig ist und was weniger, was deine Prinzipien sind, welche Regeln es gibt, wie du vorgehst und warum. Gerade das Thema Fair-Play-Liga muss richtig eingeführt werden, sonst besteht die Gefahr, dass die Eltern sie von vornherein ablehnen.


    Die ft Junior hatte mal diesen guten Beitrag über den Elternabend, man findet ihn in den Online-Beiträgen dazu auf fussball.de. Ich hänge ihn aber auch an diesen Beitrag. Wenn du schon mal dort herum stöberst, dann würde ich dir auch empfehlen:

    Hast du schon mal überlegt, mal 2:2 spielen zu lassen und die beiden Mädels in ein Team zu stecken? Vielleicht sogar einfach nur ein kleines Champions-League-Turnier im 2:2, also mit mehreren Feldern nebeneinander, das erste ist die Champions League, das zerite die Euro League, dann erste Bundesliga, zweite Liga, usw., eben bis zur Stufe hinunter, die du brauchst, damit alle gleichzeitig aktiv sind. Sieger steigt ein Feld auf, Verlierer eins ab. Anfangszuweisung auf die Felder ist vollkommen zufällig. Und dann spielst du mindestens so viele Runden wie es Stufen gibt -- damit die Mannschaften, die ganz unten anfangen, auch in der CL landen können.


    Vielleicht schnackeln sie es ja nach zwei, drei Partien, dass es sich lohnt, auf dem Platz zu kooperieren.