Beiträge von tobn

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    Ich stimme dir zu, dass die Situation in dem Verein nicht optimal ist. Aber wie willst Du es lösen, wenn kein Trainer für die 3. Mannschaft zur Verfügung steht und sich auch keiner findet?

    Bei uns stellte sich das Problem zum Ende der letzten Saison folgendermaßen: wir waren zwar zwei Trainer für mittlerweile 24 Kinder und bis zu dem Zeitpunkt nur einer Mannschaft. Aber ich sah mich, als einer dieser Trainer, nicht dazu in der Lage, eine der zwei zu bildenden Mannschaften regelmäßig zu ihren Spielen zu begleiten, da ich an den Wochenenden meine eigenen Kinder zu ihren sportlichen Aktivitäten begleiten möchte und außerdem am Wochenende noch genug anderes zu tun ist, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Da ich selbst kein Kind in dieser Mannschaft habe, ist das auch auf allgemeines Verständnis gestoßen. Andererseits stimmten auch alle Eltern der Meinung von uns Trainern zu, dass es unbedingt erforderlich ist, bei der Zahl an Spielern zwei Mannschaften zu melden, da sonst jedes Kind rechnerisch einen Spielzeitanteil von gerade mal 29% hat -- dabei ist es übrigens unerheblich, wie viele Spieler man pro Spieltag mit nimmt, denn diese Zahl kürzt sich raus, wenn man dann betrachtet, wie lange jedes Kind am Spieltag spielt. Also baten wir die Eltern um ihre Unterstützung und es meldeten sich dann auch drei Papas, die sich bereit erklärten, eine der beiden Mannschaften an den Spieltagen zu betreuen.


    Das hat auch sehr gut geklappt, einzig ich störe mich daran, dass mir dieser ja durchaus nicht unbedeutende Teil der Entwicklung meiner Schützlinge eher verborgen bleibt. Ich habe mir zwar ein paar Spiele angesehen, aber dabei bewusst die Rolle des Zuschauers bzw. Ratgebers eingenommen.


    Zur kommenden Saison habe ich vor, eine der Mannschaften wieder zu den Spielen zu begleiten. Glücklicherweise haben die Papas, die bisher diesen Dienst verrichtet haben, auch überhaupt nichts dagegen, sonst hätte ich das vertrauensvolle Gespräch unter vier Augen suchen müssen. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass es da Eltern gibt, auf die ich zurück greifen kann, wenn es mal eng wird. So war das mit meinen 2001ern damals übrigens auch. Deshalb bin ich auch der Meinung, dass viele Eltern durchaus dazu bereit sind, auch tatkräftig im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Man muss sie dazu aber ins Boot holen, ihnen deutlich machen, was man selbst leisten kann, wo es dann aber auch aufhört. Und dann, was man noch für zusätzlich sinnvoll im Sinne der Kinder hält, wofür sich aber aus ihrem Kreis Hilfe finden müsste, damit es stattfinden kann.


    Der Trainer könnte am Spieltag natürlich auch mit der 3. Mannschaft mitreisen. dann würden sich wahrscheinlich die anderen Eltern beschweren.

    Er könnte seine Aufmerksamkeit aufteilen, also abwechselnd bei der einen und der anderen sein. Das wäre sicher auch nicht optimal, aber es würde das Signal senden, dass er sich genauso um die fünf Spieler der F3 kümmert wie um die F1. Er könnte sich auch mit dem Trainer der 08er zusammen tun, so dass diese sich bei der Betreuung der F3 abwechseln könnten. Da wäre vieles denk- und auch machbar.


    Man könnte den Kindern auch sagen, dass man keinen Trainer findet, sie künftig nicht mehr betreuen kann und sie den Verein wechseln müssten, um weiter trainieren und spielen zu können. Das würde dann auch den Wenigsten gefallen ... .

    Das wäre aber wenigstens ehrlich. Wie @Spieler-papa in der Zwischenzeit geschrieben hat, sieht der Trainer der F1 für die fünf aussortierten Spieler nach eigener Aussage ja ohnehin keine Zukunft im Verein. Seine Handlungsweise ist dem nur entsprechend, ich hatte es mir ja schon so gedacht -- er wäre beileibe nicht der erste Trainer, bei dem ich das erlebe. Für eine solche Einstellung habe ich überhaupt kein Verständnis. Ich bin auch nicht der Meinung, dass man lieber einen solchen Trainer als gar keinen haben wollen sollte.


    Eine weitere Möglichkeit wäre, dass sich aus den betreffenden Eltern jemand findet, der die F3 auch im Training betreut, bzw. sich die Eltern auf die Suche nach einem Trainer begeben. 8)

    Wenn in diesem Verein die von diesem Trainer propagierte Einstellung vorherrscht, würde ich ihn verlassen.

    @betreuer72: bitte lass uns jetzt nicht über die vermeintliche Alternative der stark ungleich verteilten Einsätze sprechen. Das ist selbstverständlich keine Alternative, sondern einfach nur das Letzte. Es geht nicht um den Vergleich mit etwas noch Schlimmerem, zumindest mir nicht. Es geht darum, wie wir das vorliegende Verhalten finden. Und ich finde es nicht gut. Es gibt noch viele Dinge, die ich noch schlimmer finde, aber um die geht es hier nicht.


    In der F-Jugend keine Sekunde gespielt: Geht gar nicht. Ich rätsle mal wieder und müsste jetzt den Post heraus kramen, in dem du mir erklärt hast, wie es welcher deiner Töchter geht, wo es eigentlich ganz OK ist und wo nicht -- das kriege ich jetzt leider wieder nicht zusammen. Aber ich würde an Eurer Stelle das Weite suchen, wenn es nicht realistische Chancen auf eine Verbesserung gibt.


    Und bei 24 Spielern sind zwei Mannschaften Pflicht! Notfalls verpflichte ich da einen Kreis aus vier bis sechs Elternteilen, die jeweils eine der Mannschaften zu den Spielen begleiten können. Ich als Trainer gehe dann mal mit der einen und mal mit der anderen Mannschaft mit, die andere übernehmen zwei der Eltern aus diesem Kreis.

    Hier scheinen im F-Jugend-Bereich einige "Gewinndenker" am Werk zu sein. Das ist aber nach meiner Erfahrung eher die Regel als die Ausnahme.

    Das ist auch mein Eindruck. Und ich halte das für äußerst gefährlich, zumindest im Kinderbereich. Denn der Wunsch nach Siegen überdeckt ganz schnell die Enttäuschungen der aktuell schwächeren und auch eines nicht zu vernachlässigenden Teils der im Mittelfeld befindlichen Spieler. Außerdem fördert er bei den stärkeren Spielern das Gefühl, nicht nur stärkere Fußballer, sondern einfach nur besser zu sein, denn Kinder differenzieren da von sich aus noch so gut wie gar nicht. DIe Tugenden der Rücksichtnahme, der Willen zur Integeration auch Schwächerer, der gegenseitigen Unterstützung, des Team-Spirit werden nahezu zwangsläufig nur beschränkt auf die In-Group, also in diesem Fall die zehn Spieler der F1, ausgebildet.


    Das muss nicht zwangsläufig so sein, es passiert aber im Normalfall, wenn man nicht aktiv deutlich gegensteuert. Anzeichen für ein solches Gegensteuern sehe ich hier aber keine. Ein solches Zeichen wäre es z.B., wenn der F1-Trainer auch die F3 zu Spielen begleiten würde -- an diesen Spieltagen könnten die beiden A-Junioren und ein Spielerpapa das genauso gut bei der F1 machen, oder?


    Trotzdem: Anprangern, dass das von dem Verein oder Trainern der F1 und F2 nicht schön ist, ist das Eine. Irgendetwas Positives zu finden für die Kinder der F3, ist das Andere. Es ist doch immerhin "nett" von dem Verein, dass er es organisatorisch zumindest anbietet, eine F 3 mitlaufen zu lassen.

    Das kann man so sehen, mir ist es aber viel zu wenig. Mir kommt es vor wie das sprichwörtliche Feigenblatt, das darüber hinwegtäuschen soll, dass man eigentlich auf die fünf aus der F1 ausgeschlossenen Spieler keinen besonderen Wert legt. Das ist sicherlich jetzt eine Unterstellung. Der Trainer der F1 könnte auch sagen, dass er ja nicht alles leisten kann, aber gerne seinen Beitrag leistet, indem er alle 07er trainiert und die aus den zehn stärksten Spielern bestehende 07er-Mannschaft zum Spielbetrieb begleitet. Meiner Meinung nach pickt er sich dabei aber die Rosinen raus, um sich dann aus der Verantwortung zu stehlen und eine nicht zuletzt ihm selbst angenehme persönliche Lösung zu finden, und dabei die Lösung der übrigen Situation zu erschweren. Ich unterstelle dem F1-Trainer auch ein egoistisches Motiv. Das würde ich nicht, wenn er die F3 zum Spielbetrieb begleiten würde.


    Ich bleibe dabei, dass das eine Möglichkeit sein kann, für die Kinder praktische Einsatzzeiten in Spielen zu erhalten.

    Ja, wobei sie dabei aber nicht von ihrem Trainer gesehen werden, nicht von diesem gecoacht und nicht von ihm unterstützt. Er ist für sie dadurch in geringerem Maße Ansprechperson als er es für ihre Kollegen der F1 ist. Dadurch sind sie in meinen Augen benachteiligt. Und darauf reagiere ich äußerst empfindlich.


    Wenn das noch gegen gleich starke Gegner wäre, ist das doch optimal. Man hört doch immer wieder davon, dass sich solche "Projekte" wunderbar entwickeln können.

    Hier im Forum habe ich nur vom Erfolg solcher Projekte gehört, wenn sich ein guter Trainer der Aussätzigen angenommen hat und diese über mehrere Jahre betreut hat. Vom Erfolg eines Modells wie dem dieses Threads habe ich noch nicht gehört. Wohl habe ich aber in meiner Umgebung hier solche Modelle erlebt und sie sind allesamt gescheitert und haben dazu geführt, dass der Löwenanteil der aussortierten Spieler dem Sport den Rücken kehrten, in größtenteils unter zwei Jahren.


    Die Alternative ist, dass sie in den anderen Teams nicht oder nur alibimäßig eingesetzt werden. So läuft es doch oft und das ist weitaus schlimmer. Das wurde bereits geschrieben.

    Natürlich darf es auch nicht so laufen. Aber ich halte den Zustand "weniger schlimm" nicht für erstrebenswert. Es muss für alle Beteiligten gut werden, also positiv. Über alle gleichermaßen gut geht nicht, das ist mir klar, und auch, dass es Einzelne gibt, die nicht zufriedengestellt werden können. Hier geht es aber nicht um Einzelne und die Gründe für die Unzufriedenheit sind vollkommen nachvollziehbar.


    Wenn sich jetzt die Eltern zusammenraufen und sagen "jetzt erst recht" und die Kinder anfeuern, unterstützen usw., kann das eine Chance sein. Das ändert nichts daran, dass in dem Verein - vorsichtig formuliert - Dinge nicht optimal laufen.

    Ja, die Eltern könnten gute Miene zum schlechten Spiel machen und mit viel Energie versuchen, die Situation halbwegs erträglich zu gestalten. Wer fühlt sich dann in der Meinung bestätigt, dass das alles ja gar nicht so schlimm gewesen sei, ein Sturm im Wasserglas, hat eigentlich doch ganz gut geklappt und kann daher also wiederholt werden? Eben, die Verantwortlichen. Und damit unterstützen die Eltern dieses Handeln mit und machen sich zu Komplizen, wenn es um die folgenden Jahrgänge geht.

    ich habe es so interpretiert, dass die Kinder durchaus zusammen trainieren, jedoch am Spieltag eine zusätzliche Mannschaft gebildet wird, die dann mangels eines Trainers aus einem Papa und zwei Spielern der A-jugend betreut werden.

    Richtig, wobei die Mannschaft, welche der Trainer zu den Spielen begleitet, aus den zehn vermeintlich stärkeren Spielern besteht. Die fünf übrig bleibenden Spieler reichen nicht für eine Mannschaft aus und werden daher aus Spielern des 08er-Jahrgangs, für den der Trainer der 07er ja nicht zuständig ist. Da hält er sich also schön raus. Und auch die Betreuung dieser seiner fünf schwächeren Spieler am Spieltag kann er nicht gewährleisten, darum muss sich also ein Spielerpapa und zwei A-Junioren kümmern. Stimmt doch so, oder?


    Ich halte das für vollkommen in Ordnung. Man kann von niemandem verlangen, dass er 2 Mannschaften zum Spieltag am Wochenende betreut.

    Damit hast du vollkommen Recht, und es kann natürlich auch sein, dass @Spieler-papa und die anderen Eltern, nämlich die Boykotteure, missgünstig sind oder die Sache in den falschen Hals bekommen haben. Das halte ich aber angesichts dessen, was ich allenthalben erlebe, für deutlich unwahrscheinlicher als dass meine Mutmaßungen zutreffen. Und wenn sie das tun, dann finde ich das Vorgehen nicht in Ordnung. Denn dann pickt sich der F1-Trainer die Rosinen aus seinem Kader heraus und toleriert lediglich die fünf schwächeren Spieler in seinem Training, anstatt sie wirklich in ähnlicher Weise zu fördern wie seinen Kader.


    Weiterhin halte ich 15 Kinder für eine F-Mannschaft zum Spielbetrieb für suboptimal. Hier in dem Fall wurde eine andere Lösung gefunden, die für mich gefühlt aus Eitelkeit der Eltern heraus abgelehnt wird.

    Sicher spielt verletzte Eitelkeit eine nicht zu unterschätzende Rolle, keine Frage. Aber es wäre auch ein Wunder, wenn bei der Aufteilung von Mannschaften alle einverstanden wären und niemand sich ungerecht behandelt fühlte. Deshalb muss man dieses Thema eben auch mit Bedacht, offensiv mit unheimlich viel Kommunikation angehen. Das wurde hier nicht getan und das müssen sich Verein und Trainer ankreiden lassen. Dass der Trainer sich im Spielbetrieb ausschließlich um die zehn stärkeren Spieler kümmert, macht ihn übrigens in meinen Augen ziemlich angreifbar.


    Und was das gemeinsame Training der 07er anbelangt: wie soll das denn langfristig funktionieren, wenn zehn sich als besser als die übrigen fünf ansehen und das auch noch von Trainer und Verein so bestätigt wird? Dieses Modell ist doch zum Scheitern verurteilt, habe ich schon oft genug gesehen, danke, kein weiterer Bedarf. Das endet doch fast immer damit, dass die außen vor befindliche Gruppe vor dem Ende der E-Jugend zum Großteil nicht mehr dabei ist.


    Ich gebe dir durchaus Recht, dass ein sehr heterogener Kader von fünfzehn Spielern schwieriger zu betreuen und im Spielbetrieb zu halten ist als ein recht homogener Zehnmannkader. Da ich gestern Abend gesehen habe, dass die 08er einen Kader von vierzehn Spielern haben, stimme ich dir und @Follkao durchaus zu, dass es sinnvoll sein könnte, aus diesen insgesamt 29 Spielern drei Mannschaften für den Spielbetrieb zu melden, zumindest dann, wenn man diese in (mindestens einmal theoretisch) unterschiedlich starke Spielklassen melden kann. Aber das hier gewählte Modell ist, so zumindest meine Meinung, Unfug.

    Da machst Du es Dir aber einfach. ;) Wenn man die Rahmenbedingungen für die eine Lösung nur komplex genug definiert,...


    Naja, das war tatsächlich nicht Mittel zum Zweck, sondern eher den Gedanken der Einteilung nach Leistung halt mal bis zum Schluss durch gedacht. Das, finde ich, muss man dann auch machen. Grundsätzlich finde ich, dass man ein Konzept zur Einteilung der Spieler in mehrere Mannschaften haben muss. Man kann da nicht mal so, mal so einteilen, bzw. wenn man das doch so macht, dann sollte man sich nicht darüber wundern, dass es immer wieder Ärger gibt. Bei uns im Verein gibt es dieses Konzept übrigens leider auch nicht. Es gibt typischerweise genug Spieler pro Jahrgang, um jahrgangsreine Mannschaften zu bilden, aber es gibt durchaus auch Trainer, die nur "ihren Stamm" versorgen... Ich habe es bisher ganz gut geschafft, in den von mir betreuten Mannschaften das anders zu handhaben, und ich würde es auch gerne auf den übrigen Verein ausweiten. Aber das ist leider keine ganz einfache Aufgabe..


    Mich würde mal interessieren, wie Ihr das so regelt. Deine Ansichten habe ich hier ja stets als überaus vernünftig (in meinen Augen) kennen gelernt.

    @Follkao, ich bin selbst gar nicht mal unbedingt so kategorisch für eine Einteilung nach Jahrgang wie es im ebigen Beitrag heraus klingt. Ich meine nur, dass eine Einteilung mit gemischten Mannschaften nicht so laufen darf, dass sich jeweils ein Trainer des alten und des jungen Jahrgangs seine Lieblingsspieler heraus picken darf und dann der Rest übrig bleibt, am besten, wie im vorliegenden Fall, sogar noch ohne Trainer.


    Nein, wenn man alle zusammen schmeißt und dann einteilt, was durchaus besser sein kann als die Jahrgangseinteilung, dann muss es für die Einteilung nachvollziehbare und überprüfbare Kriterien geben, meinst du nicht?


    Ich gebe allerdings nicht nur dir darin Recht, dass es nicht gut ist, wenn Eltern eine Sache boykottieren. Allerdings habe ich schon Verständnis für sie, wenn sie zu etwas verpflichtet werden, was sie ablehnen. Hier wurde offenbar versäumt, die notwendige Überzeugungsarbeit zu leisten. Und dann muss man halt mit den Folgen leben. Die Idee der Verantwortlichen scheint aktuell jedenfalls noch nicht über den Zustand des Rohrkrepieres hinaus zu sein. Vielleicht kann da noch nachgebessert werden, die Voraussetzungen stimmen mich allerdings bisher nicht sonderlich zuversichtlich..

    Naja, also ich zumindest empfinde die geplante Einteilung als ziemlich suboptimal. Das ganze klingt mir zu sehr nach dem, was ich schon viel zu oft gesehen habe, dass nämlich Trainer "ihre" Mannschaft zu sehr an sich binden und dann einen Kern bilden, in den keiner mehr von außen rein kommt, der nicht gut genug ist. Ich entnehme den Ausführungen von @Spieler-papa, dass die künftige F1 nur zehn Spieler umfassen soll und fünf Spieler desselben Jahrgangs ausgeschlossen werden. Der Trainer der künftigen F2 sieht sich auch nicht imstande, diese Spieler aufzunehmen. Da man sie nicht raus schmeißen kann, sie ja aber viel zu schlecht für die F1 sind, das kann man den zehn dortigen Spielern ja keinesfalls zumuten, und bei den 08ern -- wie viele sind das eigentlich? -- ja so eine tolle Truppe beisammen ist, die man ja auf keinen Fall auseinander reißen darf, und die älteren Kinder passen da ja sowieso nicht so richtig rein, und überhaupt wäre das ja nur für ein Jahr und deshalb auch doof, naja, aus diesen ganzen Gründen meldet man halt eine dritte Mannschaft, in der die Aussätzigen dann so richtig zum Zuge kommen können. Und da fünf Spieler ja für eine Mannschaft zwei zu wenig sind, helfen da halt 08er aus, den 07ern wird man das wohl kaum zumuten können, außerdem werden sie ja zu ihren Spielen gebraucht, sind ja nur zehn. Ach ja, die Betreuung der F3 kann der F1-Trainer natürlich nicht übernehmen, er ist ja schon mit der F1 vollauf beschäftigt.


    Kommt das so ungefähr hin?


    Wenn das so ist, wie von mir beschrieben, dann finde ich es ziemlich bescheiden. Das hätte dann nicht viel damit zu tun, den fünf überzähligen 07ern möglichst viel Einsatzmöglichkeiten zu geben, sondern hier wäre wirklich in der F1 der von @Andre so oft beschworene "Jäger der Goldenen Ananas" am Werk. Und das in der F-Jugend, in der aus gutem Grund in weiten Teilen der Bundesrepublik keine Tabellen veröffentlicht werden.


    Meiner Meinung nach trägt jedoch nicht der Trainer der F1, sondern der Verein hier die Verantwortung und damit die Schuld. Und da muss ich wieder auf @Andre und seiner Forderung nach einem Konzept verweisen. Denn in diesem könnte geregelt sein, wie die Mannschaften in den verschiedenen Altersklassen gebildet werden, das gehörte aus meiner Sicht auf jeden Fall da rein.


    Was die Einteilung selbst anbelangt, so kann es, wie ich finde, nur zwei Varianten geben:

    • Einteilung nach Jahrgang
    • Einteilung nach Leistung

    Ich halte es für falsch, bei F-Junioren nach Leistung einzuteilen. Ich würde das frühestens dann machen, wenn es im Spielbetrieb unterschiedliche Spielklassen gibt. Bei uns ist das erstmals im zweiten E-Jugendjahr so, da gibt es eine Kreisliga und darunter mehrere, auf einer Ebene befindliche Kreisklassen. Vorher würde ich grundsätzlich die Kids im Regelspielbetrieb in leistungsmäßg gemischten Mannschaften spielen lassen -- so haben wir das auch gemacht, wir haben den Eltern auch klipp und klar gesagt, dass wir eben nicht wollen, dass eine Mannschaft erkennbar stärker ist als die andere und die eine nur gewinnt, während die andere nur verliert. Neben dem Regelspielbetrieb hat man mit Freundschaftsspielen und Einladungsturnieren ja noch genug Gelegenheiten, anders zusammen gestellte Teams spielen zu lassen, und so auch mal eine recht starke Truppe zu bilden als auch eine, in der die schwächeren Spieler mal überwiegend auf sich gestellt sind.


    Wie stellt sich der Trainer der F1 denn die Zukunft der 07er vor? Und zwar sowohl die seiner zehn Spieler als auch die der fünf anderen? Wie soll es in der D-Jugend weiter gehen, wenn zwei Spieler mehr auf dem Platz benötigt werden und die Mindestkadergröße daher von zehn auf dreizehn Spieler steigt?


    EDIT: Ich muss noch anfügen, dass ich meine, dass wenn man denn nach Leistung einteilen möchte, das dann über die gesamte Altersklasse machen sollte. Das hieße also: alle 07er und 08er in einen großen Topf, aus dem dann die Mannschaften gebildet werden. Dabei werden so viele Mannschaften gebildet, wie es die Zahl der Spieler vorgibt. Beim 6+1 braucht man mindestens zehn Spieler pro Mannschaft, also teilt man die Zahl der Spieler durch zehn und rundet ab, womit man die Zahl der Teams hat. Jede Mannschaft erhält dann so viele Spieler, wie das genaue Teilen der Spielerzahl durch die Zahl der Mannschaften ergibt. Der Rundungsrest wird meinetwegen auf die unteren Mannschaften aufgeteilt, wenn man damit rechnet, dass hier eher Spieler abspringen werden oder die Leidenschaft nicht so stark ausgeprägt ist -- ein Spieler mehr macht den Kohl auch nicht fett. So, und dann darf ein Spieler gerne in eine tiefere Mannschaft wechseln, z.B. weil sein bester Kumpel dort spielt. Umgekehrt ist das aber nicht möglich. Stattdessen rückt für einen Spieler, der z.B. aus der F1 in die F2 wechselt, der laut Rangliste stärkste Spieler der F2 in die F1 auf. Die Ranglisten sollten mehrere Trainer gemeinsam erstellen, und zwar jeder eine für sich, die dann zusammen geführt werden. Ich würde die Gesamtliste vielleicht sogar veröffentlichen, zwar nur als Gesamtliste, aber durchaus inklusive der verschiedenen Kategorien, aus denen sich das Gesamturteil zusammen setzt. Das zwänge die Trainer, sich ordentlich Gedanken zu machen, außerdem böte es Spielern und Eltern auch Anhaltspunkte darüber, wo die Trainer die Stärken und Schwächen des jeweiligen Spielers sehen. Außerdem müsste das ernsthafte Angebot an alle Spieler und Eltern gegeben werden, über das Kind und die Beurteilung zu sprechen, so ähnlich, wie das zumindest bei uns in der Grundschule ja auch üblich ist.


    Das wird den meisten Trainern und Vereinen vermutlich aber ein zu großer Aufwand sein. Tja, und dann müssten sie halt nach Jahrgang einteilen... ;)

    1. Hättet Ihr der Spielerin auch in der G-Jugend erklärt, dass Sie bei der Ballan- bzw. Mitnahme eine offene Spielstellung einnehmen soll.

    Auf jeden Fall nicht in dieser Situation, denn dazu hätte ich das SPiel unnötig unterbrochen. Außerdem wäre es zwar besser gewesen, sie hätte den Ball in offener Stellung angenommen, aber in diesem Fall hatte ihre Methode doch auch keinen nennenswerten Nachteil, weil sie ja erst deutlich nach der Ballannahme angegriffen wurde. Verliert die Spielerin öfters den Ball in einer solchen Situation, so würde ich allerdings versuchen, ihr zu helfen, indem ich mit ihr in den Dialog darüber trete, wie und wo sie sich besser anbieten kann, wie sie erkennen kann, dass sie unter Druck geraten wird, und was sie dann machen kann.


    Ansonsten wäre mir bei Bambini erst einmal wichtiger, dass die Technik der Ballannahme besser funktioniert, bevor ich ins Taktische gehe. Beim Thema Abstoß/Abschlag vom Torwart missfällt mir die häufig gerade bei extrovertierteren Spielern zu beobachtende Angewohnheit, sich den Ball direkt beim Torwart abzuholen. Das gucke ich mir im Normallfall höchstens zwei mal an, bevor ich einschreite und es unterbinde. Denn ich möchte, dass der Torhüter erster Akteur beim Spielaufbau ist. Außerdem zeugt ein solches Verhalten von wenig Respekt gegenüber dem Spieler im Tor. Und die Feldspieler müssen auch lernen, sich Lücken zu suchen, in denen sie sich anbieten können und vom Torhüter erreichbar sind.


    Ich trainiere eine alte F. Mit dieser haben wir noch keine Spieleröffnungen konkret thematisiert. Vor ein paar Wochen habe ich sie mal im 1+3 auf einem funino-Feld mit Jugendtoren spielen lassen und habe da mal das Spiel angehalten, als der Torhüter den Ball hatte, und habe die grundsätzliche Aufteilung in dieser Situation mit ihnen besprochen -- dass man also "das Feld tief und breit" machen sollte. Aber das war nur so zwischendrin. In der nächsten Saison habe ich das dann vor, zunächst aber auch im Rahmen von funino.


    2. Hättet Ihr dies (unabhängig vom Alter) im Abschlussspiel auch erklärt, wenn Ihr zuvor bspw. das Thema Dribbling im Training behandelt habt? Also generell, beobachtet Ihr im Abschlussspiel ausschließlich die Dinge die zuvor Thema im Training gewesen sind und macht entsprechende Fehlerkorrekturen oder geht Ihr auch auf andere Dinge ein?

    Im Abschlussspiel erkläre ich auch andere Dinge als den aktuellen Schwerpunkt. Den Fokus auf den Schwerpunkt erreiche ich eher mit der Wahl einer entsprechenden Spielform und/oder mit passenden Provokationsregeln. Allerdings achte ich darauf, das Abschlussspiel nur wenig zu unterbrechen, bspw. wenn ein Spieler in kurzer Folge immer wieder den selben eklatanten Fehler macht. Kleinere Dinge merke ich mir und überlege dann, wann und in welcher Form ich sie im Training behandeln möchte.

    Bin total bei dir, @Schimanski, komplett, und ich befinde mich auch zwischen den Stühlen. Jetzt brauchen wir noch einen dritten und wir können eine Skatrunde aufmachen -- obwohl mir ein vierter, damit wir dann auf Doppelkopf umsteigen können, noch lieber wäre. ;)


    Björn (und ich referenziere jetzt mal @Zodiak, damit du das mit bekommst): bis auf die Dauer der Übung finde ich das, was ich von deinem Training kenne, super. Leider habe ich auf der Trainertech den Anfang deiner Einheit verpasst, aber das, was ich miterlebt habe, fand ich auch einwandfrei. Ich bin auch davon überzeugt, dass sich deine immense Begeisterung für den Fußball und deine positive Art auf die Kids überträgt, außerdem bist du fachlich und vom Eigenkönnen her spitzenmäßig dabei. Das sind großartige Voraussetzungen für einen großen Zulauf, er wundert mich überhaupt nicht. Aber als Rechtfertigung des eigenen Handelns taugt er nicht uneingeschränkt, und das sage ich als einer, der auch gerne anführt, dass er es geschafft hat, seine Kaderstärke bis zum Ende der E-Jugend weitgehend stabil zu halten, während der bereits bei G- und F-Junioren stark leistungsorientierte Nachbarverein in dieser Zeit zwei Drittel bis drei Viertel seiner Spieler eingebüßt hat. Denn gerade dieser Nachbarverein ist für mich das Gegenbeispiel: sie haben im Kinderbereich keinen geringeren Zulauf als der Verein, in dem ich tätig bin. Vielleicht sogar eher noch mehr, weil sie ihre Erfolge bei Turnieren und Meisterschaften immer schön in der Lokalpresse präsentieren. Dass da immer nur die Rede von den aus den stärksten Kindern gebildeten Mannschaften ist, steht natürlich nicht dabei.. Ich möchte dich ausdrücklich nicht mit diesem Laden vergleichen, ganz und gar nicht, sondern nur darauf hinweisen, dass es auch Trainer geben kann, die trotz dessen, dass sie einen richtig guten Job machen, weitgehend unentdeckt bleiben, aber auch solche, die es nicht besonders gut machen und dennoch die Bude eingerannt bekommen.


    Was die von dir gepostete Übung anbelangt: mir gefällt der Aufbau grundsätzlich gut, ich finde nur, dass sie zu lange läuft und ich würde was am Torschuss ändern, wie ich ja schon in dem Thread dazu schrieb. Ich weiß auch nicht, ob ich sie mit Bambini schon in der Art durchführen würde, ich tendiere da schon eher in die Richtung von @Dirk Coerverfan und würde das "Training" deutlich weniger fußballspezifisch gestalten und versuchen, auch fußballfremde Bewegungsinhalte zu integrieren. Ich denke dabei auch, dass viele Kids gerne auch andere Spiele spielen oder Wettbewerbe durchführen, auch wenn sie ins Fußballtraining gehen. Wie du sagst: Wichtig ist, dass es Spaß macht. Und man kann auch Turnübungen so integrieren, dass sie Spaß machen, das beweisen die Handballtrainer meiner Tochter seit Jahren.


    Solche recht umfangreichen Übungsaufbauten sind übrigens auf der Bambini-DVD der MFS, so meine ich zumindest, nicht vorhanden.

    Ich könnte jederzeit 3- oder 4er nehmen - ich habe ja meine eigenen Bälle. Mein Erfahrungen sind aber sehr positiv was die Größe anbelangt bei dem Alter.

    Aha, das ist ja interessant. Bei mir ist es genau anders herum, ich muss aber zur Erklärung ein bisschen ausholen. Als damals meine 2001er in der G- und F-Jugend waren, hatten wir 4er-Bälle, damit wurde auch gespielt bzw. es war die offizielle Größe der Spielbälle in dieser Altersklasse. Alles gut, aber auch keine Ahnung, wie es gewesen wäre, hätten wir 5er gehabt. Als diese Spieler dann sowieso schon in der E waren, wo auch damals mit 5ern gespielt (und daher auch trainiert) wurde, hat unser Landesverband die Ballgröße im F-Jugendbereich auf 5 erhöht. Darüber habe ich damals schon hier im Forum mein Unverständnis kund getan, war ja aber nicht selbst betroffen.


    Als ich dann letztes Jahr bei den 2006ern eingestiegen bin, habe ich dann aber natürlich feststellen müssen, dass mittlerweile die meisten Trainingsbälle 5er sind, bis auf ein paar unverwüstliche Exemplare an 4ern, die ich noch von den 2001ern kenne. Und weil der Verein nicht immer das geeignetste Material anschafft oder die Abwägung zwischen Haltbarkeit und Eignung für die Altersklasse ggf. eine andere ist als sie das bei mir wäre, haben wir letztes Jahr ein paar besonders abriebfeste Bälle bekommen, die aber meiner Meinung nach viel zu schwer sind.. Das aber nur am Rande, mir geht es ja um die Größe, nicht das Gewicht. Wir haben, wie gesagt, ein paar 4er im Fundus, außerdem bringt ein Spieler auch mal einen eigenen Ball ins Training, auf mein Anraten hat seine Mama ihm einen 4er besorgt. Die paar Brazuca-Replik-Bälle, welche die Kids ins Training mitbringen, scheinen mir auch eher klein zu sein, auch wenn ich sie noch nicht vermessen habe. Jedenfalls bilde ich mir ein, dass man sehen kann, dass den meisten Kids technische Elemente mit den 4ern leichter fallen und dass sie sie mit ihnen sauberer bzw. häufiger sauberer hin bekommen als mit den größeren. Aber die Streuung ist da sehr groß, nach einem ganz guten Versuch kann der nächste total in die Hose gehen, insofern ist das eher ein subjektiver Eindruck, der durchaus autosuggestiv beeinflusst sein kann. Aber es ist mein bisheriger, direkt erworbener Eindruck, der sich aber zu deinem im Gegensatz befindet..


    Daher die Frage an dich, welche "sehr positiven Erfahrungen, was die Größe anbelangt" du da genau gemacht hast. Beachte dabei bitte, dass ich bereits schrieb:


    Das verstünde ich beim besten Willen nicht.. Die Kids haben gerade mal 2/3 der Größe von Erwachsenen -- das wäre doch dann so, als würdest du als Erwachsener mit einem Ball, der zwar das richtige Gewicht hat, aber die Größe eines mittleren Medizinballs hat, trainieren... Natürlich funktioniert es, was soll es auch anderes tun? Aber meinst du nicht, dass es ihnen leichter fiele, wenn sie ein ode zwei Stufen kleinere Bälle verwenden würden? Ich will ja gar nicht behaupten, dass das einen Unterschied wie Tag und Nacht ausmachen würde, aber ich glaube schon, dass es ihnen entgegen käme -- ohne, dass sie das wissen, übrigens.


    Da ich 40 Bälle im Auto rumfahre und brauche, kann ich leider nicht noch 20 3er oder 4er dabei haben - es geht aber ohne Probleme - ich trainiere aber eben auch ganz anders mit den kleinen als beispielsweise mit den 6 Jährigen.

    Hä, wie soll ich diesen Widerspruch denn verstehen: du kannst die kleineren Bälle nicht zusätzlich dabei haben, "es", was auch immer das dann ist, geht aber ohne Probleme? Das verstehe ich leider nicht... ?(


    Das Transportproblem kann ich natürlich nachvollziehen. Weil wir damals in der 2001er F-Jugend an zwei unterschiedlichen Orten trainierten, musste ich auch die Bälle ständig zum Training fahren und zwischendrin zu Hause lagern -- würde ich das heute nochmal machen, liefe meine Frau Amok, denn unser Haus platzt sowieso schon aus allen Nähten... Da du ja deinen Lebensunterhalt mit dem Training verdienst, kannst du ja vielleicht irgendwann mal einen größeren Wagen als Dienstfahrzeug und daher steuerlich begünstigt anschaffen (oder leasen). Und wenn es nicht anders zu machen ist bzw. eine andere Verfahrensweise unzumutbar oder mit anderen, bedeutenderen Nachteilen verbunden ist, dann ist die falsche Ballgröße auch in meinen Augen kein Beinbruch.


    Aber Hand aufs Herz: Stelle dir vor, du hast zwei Ballschränke vor dir, in denen gleich gute und schwere Bälle zu deiner Verfügung stehen, direkt neben dem Trainingsplatz, einer mit 4ern und der andere mit 5ern. Welche nimmst du für welche Altersklasse. Und würdest du, wenn daneben noch ein Schrank mit 3ern stünde, diese auch nehmen und, wenn ja, für welche Altersklasse und wie häufig?


    Die gut 200 Kinder die ich jede Woche trainiere haben bis auf 2-3 keine Probleme mit dem 5er Ball.

    Natürlich haben sie keine deutlichen Probleme, wenn das der Fall wäre, dann würdest du ja fahrlässig handeln. Ich schrieb ja auch, dass die Ballgröße keinen Unterschied wie Tag und Nacht ergeben dürfte. Aber ich meine, wie gesagt, mit den kleineren Bällen einen positiven Effekt beobachtet zu haben.


    Bei uns finden die offiziellen Spiele vom Verband bei 5 und 6 Jährigen übriges auch mit 5er Bälle statt.

    Bist du sicher? In der Tabelle auf S. 270 im 2015er-JAKO-Katalog, auf der die Ballempfehlungen im Jugendbereich tabelliert sind, ist für den Bayrischen FV im Bambinibereich Größe 4 angegeben, erst ab F dann Größe 5. Unser Verband (Hessen) ist nicht aufgeführt, es ist bei uns aber, glaube ich, genauso. Es gibt aber auch andere Beispiele: Im Südbadischen FV sind z.B. für G bis E Größen 3 und 4 empfohlen, im Südwestdeutschen FV in G und F Größe 3, in E dann 4. Und Größe 4 wird für die F noch in Hamburg, Sachsen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern empfohlen, in letzterem gemeinsam mit Größe 5. Die Landesverbände sind sich demnach schon nicht einig. Außerdem ist es so, dass ich in den Bereichen, in denen ich mir eine entsprechende Kompetenz zutraue, gerne eine eigene Meinung bilde, die dann durchaus nicht mit der "offiziellen" bzw. derjenigen der Platzhirschen übereinstimmen muss.


    Der Wahn im Bezug auf den KiFu und wie und was bei den Kindern alles beachtet werden muss artet wirklich aus - Bei Eltern spricht man da schon von Helikoptereltern.

    Nee nee, lass mal gut sein und komme bitte wieder ein bisschen runter. Wenn wir uns darüber Gedanken machen, wie man Kinder bestmöglich betreuen kann, dann hat das überhaupt nichts mit irgendeinem Wahn zu tun, sondern einfach mit dem Wunsch, es eben möglichst gut zu machen. Zum Wahn wird das erst in der stark übersteigerten Ausprägung unter damit einhergehenden Wahrnehmungseinschränkungen hinsichtlich der objektiven Realität, typischerweise verbunden mit negativen Auswirkungen auf das unmittelbare Opfer des Wahns sowie derjenigen, auf die sich sein Einfluss maßgeblich erstreckt. Was hat der Wunsch nach Bällen, bei denen das Verhältnis ihrer zu den Körpermaßen der Kinder besser mit den entsprechenden Verhältnissen von Normbällen und Erwachsenen zu tun? Ist diese Vorstellung nicht viel naheliegender als das Gegenteil? Die Kinder tragen doch auch kleinere Kleidungsgegenstände und Schuhe, sie fahren auf Fahrrädern, die ihrer Größe entsprechen, sie sitzen im Auto in einem Kindersitz. In der KiTa und der Grundschule sitzen sie auf kleinen Stühlen und an niedrigen Tischen.


    [quote='Zodiak','http://www.trainertalk.de/fussballtrainer/thread/6916-%C3%BCbersteiger-bei-g-jugend-einf%C3%BChren/?postID=102949#post102949']Ach und der Übersteiger ist eine Einsteigerfinte die Kinder sehr schnell lernen. Sie hat sowohl im Spiel ihre Relevanz und fördert übrigens die koordinativen Fähigkeiten der Kinder./quote]
    Hmm, naja, ganz so elementar ist er nicht. Und ich bin da durchaus bei @Andre, wenn er sagt, dass ein entscheidendes Element beim Übersteiger, wie eigentlich bei allen offensiven 1:1-Techniken, zumindest bei den frontalen, die Beschleunigung nach der Finte ist. Ich würde auch noch die Richtungsänderung hinzu nehmen. Und das sind tatsächlich Dinge, welche nur wenige Bambini und F-Junioren hin bekommen -- allerdings ist es bei ihnen auch nicht so wild, weil sich die meisten ihrer Gegenspieler recht leicht täuschen lassen und auch noch nicht sonderlich flink reagieren.

    Naja, für diese Situation gibt es keine gute Lösung. Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich dir nicht dazu raten würde, der Allgemeinheit, also sowohl dem Verein als auch den Eltern, klipp und klar zu sagen, dass du das nicht alleine machen kannst und dich daher, wenn sich bis dann und dann keiner findet, der dich zuverlässig und regelmäßig unterstützt, auch zurück ziehen wirst, weil es sonst einfach keinem etwas bringt, weder den Spielern noch dir. Ist doof, weiß ich, und du hättest sicher das Gefühl, die Jungs im Stich zu lassen, aber man kann von dir als ehrenamtlichen Freiwilligen halt auch nicht mehr verlangen als du zu leisten im Stande bist. Und permanent alleine eine 11er-Mannschafts-Trainingsgruppe zu leiten ist einfach nicht zu machen, schon gar nicht, wenn sie 25 Mann umfasst.

    Soll das heißen, dass du auch dann 5er-Bälle nehmen würdest, wenn du stattdessen 4er oder sogar 3er nehmen könntest? Das verstünde ich beim besten Willen nicht.. Die Kids haben gerade mal 2/3 der Größe von Erwachsenen -- das wäre doch dann so, als würdest du als Erwachsener mit einem Ball, der zwar das richtige Gewicht hat, aber die Größe eines mittleren Medizinballs hat, trainieren... Natürlich funktioniert es, was soll es auch anderes tun? Aber meinst du nicht, dass es ihnen leichter fiele, wenn sie ein ode zwei Stufen kleinere Bälle verwenden würden? Ich will ja gar nicht behaupten, dass das einen Unterschied wie Tag und Nacht ausmachen würde, aber ich glaube schon, dass es ihnen entgegen käme -- ohne, dass sie das wissen, übrigens.

    Das stimmt, Follkao, aber auch da muss man zwischen jungen und älteren Bambinis unterscheiden. Übrigens hatte mein Sohn damals auch mal einen 3er-Ball. Diese Größe hielte ich ja für Bambinis auch besser als die Vierer. Leider gibt es davon nicht sonderlich viele.. Vielleicht könnte man den Übersteiger ja auch mal mit einem 1er-Ball ausprobieren. Ich nehme ab und an einen 1er-Ball mit ins Training und einen, der noch ein bisschen kleiner ist. Ist ganz witzig.

    Schon 25 Spieler sind viel zu viele für einen alleine, natürlich kannst du das nicht alleine machen. Ich weiß, dass das bei dir sehr schwer zu sein scheint, aber ich halte es nicht nur für wünschenswert, sondern für unabdingbar dass du weitere personelle Unterstützung erhältst.

    Was ich hier noch anfügen möchte ist dann auch die Frage nach der optimalen Kadergröße. Ich meine 25 sind zu viel unter gegebenen Bedingungen. Aber was ist optimal?

    Du meinst für eine U15? Nun, da spielt man ja 11:11 und kann in allen Spielklassen außer den zwei bis drei höchsten vier Auswechselspieler zum Spiel mitnehmen und beliebig oft ein- und auswechseln. Im Sinne von möglichst viel Einsatzzeit für jeden Spieler sollte man daher versuchen, den Kader möglichst so klein zu halten, wie es geht, ohne dass man andererseits öfter mal in Personalnot kommt. Zu beachten ist auch, dass in diesem Alter die Verletzungshäufigkeit gegenüber den Jahrgängen zuvor zunimmt. Ich denke, dass ein Kader von 18 Spielern dann den besten Kompromiss darstellt.


    Eine Zahl von 25 Spielern, wie bei Euch, ist für eine 11er-Mannschaft sehr ungünstig, denn mit rechnerisch 12,5 Spielern pro Team, wenn man zwei Mannschaften melden würde, käme man niemals durch die Saison. Andererseits finde ich auch, dass man allen Spielern, die regelmäßig zum Training kommen und auch mit machen, die Möglichkeit geben muss, dann auch zu spielen. Bei Eurer Kadergröße habt Ihr nun mehrere Möglichkeiten:

    • Eine Mannschaft melden und zusätzlich noch viele Freundschaftsspiele ausmachen, und dann über alle Spiele kräftig rotieren -- die Vereinbarung vieler Freundschaftsspiele ist allerdings recht aufwendig.
    • Weitere Spieler anwerben, bspw. solche, die in den vergangenen zwei, drei Jahren die Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben. Mit insgesamt 30 Spielern könnte man, entsprechende Disziplin vorausgesetzt (und das muss man kritisch prüfen), zwei Mannschaften melden. Dabei sind auch die Regelungen dazu interessant, in welchem Umfang Spieler der einen Mannschaft bei der anderen aushelfen können.
    • Ein paar weitere Spieler aus der nächsttieferen Altersklasse hoch ziehen, bis man genug Spieler für zwei Mannschaften hat.
    • Ein paar Spieler in die nächsthöhere Altersklasse abgeben, bis man nur noch 20 hat -- darin sehe ich die Maximalgröße einer 11er-Mannschaft.


    Vielleicht gibt es noch weitere Möglichkeiten.


    Und wie teilt sich das am besten auf (also jahrgangsmäßig: 50%/50%)?

    Am besten ist die Leistung innerhalb der Mannschaft möglichst homogen. Darauf hat der Jahrgang einen großen Einfluss, es gibt aber ja schon nicht wenige Ausnahmen zu dieser Regel.

    Sowohl als auch. D.h. du solltest (meiner Meinung nach) ihr Können anerkennen und es auch würdigen, sie aber auch dazu ermuntern, es mal so zu versuchen, wie du es zeigst. Dabei stets positiv und motivierend bleiben, aber auch ehrlich -- also keinen falschen Bewegungsablauf als richtig bezeichnen. Sondern stattdessen betonen, was das jeweilige Kind schon richtig macht und wie es dann korrekt weiter geht.


    Und achte darauf, die Kids nicht zu überfordern. Für neue und doch eher komplizierte Bewegungsabläufe müssen sie sich sehr stark konzentrieren, das ist anstrengend und ermüdet. Daher lieber aufhören, bevor die Technik sitzt und sie nächstes mal noch mal dran nehmen.


    Weiterer Tipp aus der Coerver-Schule: den komplizierten Gesamtbeegungsablauf in einzelne Phasen unterteilen, die man dann sukzessive übt. Also z.B. beim Übersteiger erst den Schritt über den ruhenden Ball üben. Dann diesen langsam rollen lassen -- das wird bei der altersentsprechenden Ungeduld der Kids wahrscheinlich übrigens etwas schwierig. Erst dann die Ballmitnahme mit dem anderen Fuß (nach dem Schritt über den Ball) hinzu nehmen.

    Ich hatte am Samstag ein lustiges Erlebnis bei einem F-Turnier. Da wurde auch nach FPL-Regeln gespielt. Der Trainer einer Mannschaft in unserer Gruppe fiel gleich zu Beginn ihres ersten Spiels als ziemlicher Brüll- und Joysticktrainer auf. "Meine" Eltern haben schon gleich die Augen verdreht... Es wurde auf zwei Feldern nebeneinander gespielt, die recht dicht beieinander lagen -- der Abstand der Außenlinien mag höchstens vier Meter betragen haben. Natürlich stellten sich alle Trainer mit ihren Auswechselspielern auf die andere Seite, alle bis auf ihn. Er stand konsequent in der Mittel des Großfelds und damit auf der seinem Kollegen gegenüber liegenden Seite. Wie er da die Trainerregel der FPL umsetzen will, ist mir schleierhaft. Um ihm das zu ermöglichen, bin ich dann, als wir gegen seine Mannschaft spielten, dann halt mit meinen Kids auch dorthin gegangen. Ich musste dann aber sowas von Schmunzeln, als er dann bis kurz vor die Ecke seiner Mannschaft auswich und so für die Aufrechterhaltung des kommunikationsverhindernden Abstands sorgte...

    Freue dich erst einmal darüber, dass dein Co so interessiert ist. Ich würde versuchen, ihn in die komplette Trainingsplanung und -durchführung einzubinden. Im Idealfall teilt Ihr Euch so sämtliche Arbeit auf. So müsste jeder von Euch z.B. nur jedes zweite Training kreativ planen oder die Hälfte der einzelnen Trainingseinheiten, wobei da sicher noch ein gewisser Koordinationsaufwand da ist.


    Wir sind zur Zeit ein Viererteam (für 30 Kinder), bestehend aus einem Papatrainer, mir als erwachsenem Trainer mit der meisten Erfahrung und auch der vom Papier her höchsten Qualifikation, und zwei C-Junioren. Wenn wir alle das gesamte Training da sind, arbeiten wir seit ein paar Wochen im Stationsbetrieb, in der jeder Trainer eine Station hat und die Kids jeweils nach zehn bis fünfzehn Minuten wechseln. Ein paar mal habe ich da alle Stationen geplant, es kam aber auch schon vor, dass jeder Trainer seine Station selbst geplant hat. Insgesamt klappt das eigentlich ganz gut, wobei es mit vier Stationen für unsere Trainingseinheiten, wenn man noch Aufwärmphase und Abschlussspiel abzieht, eigentlich zu viele Stationswechsel gibt...

    Ich bin durchaus bei dir, fak. Gute Umfragen sind keine leichte Aufgabe, die man so eben nebenbei erledigen kann. Wenn man das doch macht, dann bringen sie eben auch nicht viel und man könnte sich die wenn auch geringe Mühe schenken. Und sicherlich ist es eigentlich auch sympathischer, wenn man ohne solche Mittel auskommt und der direkte Austausch ausreicht. Ich kann mir aber schon vorstellen, und so kommt es mir in einigen Fällen von Problemen, die ich bereits mitbekommen habe, auch vor, dass dieser direkte Austausch in vielen Vereinen nicht gegeben ist. Es gibt ja unterhalb des Vereins- oder Abteilungsvorstands drei Ebenen: Jugendleitung, Trainer und Betreuer, Spieler und Eltern. Durch diese Struktur sind die Spieler und Eltern von der Jugendleitung relativ stark entkoppelt, die Jugendleitung bekommt es also, um das häufigste Problem direkt zu nennen, nicht unbedingt und oft auch erst recht spät mit, wenn es in einer Mannschaft nicht so rund läuft, vor allem, wenn es da Probleme mit dem Trainer gibt. Denn dieser wird sowas von sich aus erst einmal nicht nach oben weiter geben...


    Die Aufgabe der Jugendleitung ist schon sehr zeitaufwendig. Wenn ein Verein viele Mannschaften hat, dann ist es für die Jugendleitung sicher schwierig, überall mit einem Ohr dran zu sein.. Da könnten regelmäßige Befragungen schon ein hilfreiches Mittel zur Unterstützung sein. Aber das müsste man dann tatsächlich eben richtig machen. Und zwar im Bewusstsein darüber, dass die meisten Umfragen in den Zeitschriften, die man so am Kiosk kaufen kann, gerade nicht als Vorbild dienen können.