Beiträge von tobn

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    @baileys3: Rundumbanden habe ich bei uns im Kreis noch nie gesehen. In den zwei Soccer-Halls in der Nähe gibt es die Rundumbande, aber keinen Hallenboden, sondern Kunstrasen, und man spielt mit dem Ball von draußen. Daher kennen meine Kids auch die Bande, wir haben zwei Events als Mannschaft in der Soccer-Hall gemacht und dort finden auch immer mal wieder Geburtstage statt. Ist 'ne lustige Sache, aber halt durchaus anders als der Hallenfußball, der bei uns in der Hallenrunde gespielt wird, da kommt die Filzkugel zum Einsatz und der Boden gibt kaum nach. Und da stört mich persönlich dieses Herumgedotze des Balls ungemein, gerade die Spieler der KiFu-Jahrgänge haben noch deutliche Probleme damit, die Filzkugel wieder unter Kontrolle zu bringen, wenn sie sich denn erstmal ein paar Zentimeter vom Boden entfernt hat, und das schaukelt sich dann ruckzuck in ein reines Ping-Pong-Spiel hoch. Was dann wiederum dazu führt, dass von zehn Minuten Spielzeit netto vier übrig bleiben, weil der Ball so oft im Aus ist und in diesem Alter das Einrollen ja auch grundsätzlich <Ironie>wohlüberlegt sein will</Ironie> und somit die Sekunden ungenutzt verrinnen...


    Da finde ich den Futsalball viel besser, ebenso wie die Zeitregeln aus dem Futsal, d.h. dass das Einkicken nach Seitenaus oder ein Freistoß innerhalb von X Sekunden (waren es fünf?) ausgeführt werden muss. Auch die höhere Strenge bei der Beurteilung, ob eine Aktion ein Foul darstellt, gefällt mir grundsätzlich gut, obwohl ich mich da noch frage, was denn nun genau Foul ist und was nicht.. Da sollten dann, so die Hoffnung, Knieschützer kein Vorteil sein.


    Was die Bande im Speziellen anbelangt, so bin ich etwas geteilter Meinung, wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sie aber eher ablehnen. Sie erfordert eine deutliche Umstellung gegenüber dem Spiel ohne Bande. In der Offensive habe ich, wie bereits erwähnt wurde, quasi stets einen Partner für den kreativen Direktpass über Bande und ich muss nie befürchten, dass der Ball ins Seitenaus geht. Negativ für mich als Trainer ist, dass meine Spieler auch den völlig unkreativen Bolzschuss in die Bande anwenden können und wahrscheinlich dafür sogar belohnt werden..


    Für die Defensive ist jede Aktion über den Flügel so zu betrachten, als wäre ein Gegner mehr da, ich kann praktisch nie ein 1:1 auf dem Flügel herstellen. Statt die Außenbahn anzubieten, muss ich sie zu machen. Damit biete ich aber die Linie zum Tor an. Das widerspricht eklatant dem gewünschten Verhalten ohne Bande. Für Kinder halte ich diesen Konflikt für schwer lösbar..

    Eine andere, triviale und aufgrund des hohen Aufwands besser dem Computer überlassene Möglichkeit wäre, alle möglichen Permutationen aufzuführen, also beginnend bei ABC fortfahrend bis (bei Z = 12) JKL nach folgendem Schema:


    ABC, ABD, ABE, ABF, ..., ABL, ACB, ACD, ACE, ACF, ..., JKL.


    Und dann alle Elemente zu streichen, in denen ein Spielerpaar vorkommt, das bereits gemeinsam gespielt hat, also bspw. ABD, ABE, ABL, ACB. Es bleibt eine vergleichsweise kleine Menge an Teams übrig. Diese lassen sich, so die Hoffnung, recht gut zusammenstellen.

    Naja, wenn die Spielerzahl eine Primzahl ist (z.B. 11, 13, 17), ist es ja unmöglich, sie gleichmäßig und restfrei aufzuteilen. Dann wirst du mit einem oder mehreren Phantomspielern auf die nächsthöhere oder -niedere geeignete Zahl auffüllen oder reduzieren müssen, also z.B. von 11 oder 13 auf 12, von 13 könnte man auch auf fünfzehn erhöhen, von 17 auf 18, wie auch immer. Fehlt dir nur ein Spieler, so könntest du als Trainer mitmachen. Oder du lässt deinen einen oder deine zwei stärksten Spieler als zwei Spieler zählen, was aber dann mit den Plänen wieder schwieriger wird..


    Ich bin seit gestern noch nicht weiter gekommen, ich weiß auch nicht, ob es einen allgemeingültigen Ansatz gibt. Wichtig ist aus meiner Sicht jedenfalls, dass die Anzahl der Spieler deutlich höher sein muss als die Zahl der Spieler pro Mannschaft. Der Grund ist klar ersichtlich: wenn ich bspw. sechs Spieler habe und Dreierteams bilde, dann kann ich überhaupt nicht vermeiden, dass ein Spieler mehrmals mit anderen Spielern zusammen spielt. Vielleicht lässt sich ja eine Bedingung ermitteln, mit der die von mir vormals formulierte und von Uwe als Idealfall bezeichnete Forderung erfüllt werden kann, ich habe sie aber noch nicht gefunden. Es bleibt aber die Feststellung, dass es geschickter ist, die Mannschaftsstärken deutlich kleiner zu wählen als die Zahl der Spieler.


    Ansonsten hatte ich gestern noch folgenden Algorithmus ausprobiert, bei dem ich recht zuversichtlich bin, dass jeder Spieler bei ausreichender Rundenzahl mit jedem anderen Spieler spielen wird, der aber nicht zu verhindern vermag, dass zwei Spieler mehrfach zusammen spielen. Wie viele Runden benötigt werden, damit jeder mit jedem gespielt hat, habe ich auch noch nicht ermittelt, ich würde das zunächst empirisch bzw. den Rechner machen lassen wollen, habe aber noch kein Programm dazu geschrieben. Also, hier der Algorithmus:


    * Sei Z die Zahl der Spieler, M die Zahl an Mannschaften (Teams), S die Zahl der Spieler pro Mannschaft, es gilt daher: Z = M * S
    * Ordne die Spieler (Anzahl S) in einer Liste der Form A, B, C, D, ... an


    * Unterteile die Liste für die erste Einteilung gemäß der Mannschaftsstärke ein, nehme bspw. für S=2 in Mannschaft 1 Spieler A und B, in Mannschaft 2 Spieler C und D, etc.


    Für die weiteren Runden verfahre wie folgt:
    1. Lege eine Schrittweite W fest, beginne bei S. Erhöhe W pro Runde um 1.
    2. Beginne beim ersten Spieler, d.h. A. Dieser ist erster Spieler in Mannschaft 1.
    3. Schreite in der Liste um W fort, z.B. bei W = S = 2 also zu C. Überschreitet man das Ende der Liste, so setzt man am Anfang wieder fort. Es folgt eine Fallunterscheidung:
    3a. Ist der Spieler noch frei, so ist er der nächste Mitspieler in der aktuellen Mannschaft.
    3b. Ist der Spieler bereits zugeordnet, so wird zum nächsten Spieler fortgeschritten und die Fallunterscheidung wiederholt.
    4. Betrachte den Füllstand der aktuellen Mannschaft und unterscheide:
    4a. Ist sie voll, so betrachte die nächste, noch leere Mannschaft und fahre bei Schritt 3 fort.
    4b. Ist sie noch nicht voll, so fahre bei Schritt 3 fort
    4c. Alle Spieler sind Mannschaften zugeordnet, es ist keiner mehr frei. Alternative Formulierung: man hat M Mannschaften gebildet. Damit ist die Runde komplett, beginne wieder mit Schritt 1 (erhöhe W um 1).


    Spätestens bei W = Z - 1 ist die letzte Runde erreicht.


    Ein Beispiel für zwölf Spieler und vier Mannschaften, d.h. Z = 12, M = 4, S = Z / M = 3


    Teams Runde 1 sind trivial: ABC DEF GHI JKL


    Runde 2: W = 2
    Team I (römisch eins): Erstes Teammitgled: A. Zweites Teammitglied wird ermittelt, indem von A aus W=S=3 Schritte nach rechts gesprungen wird: D. Drittes Teammitglied analog: G. Damit ist das erste Team komplett: ADG.


    Team II: von G aus W = 3 weiter: erstes Mitglied ist J. Zweites Mitglied wäre A, da A bereits zugeordnet ist, geht man einen Schritt weiter: B. Von B aus wieder W = 3 Schritte nach rechts führt zum 3. Mitglied: E. Das zweite Team lautet: JBE (oder sortiert: BEJ)


    Team III: von E aus W = 3 nach rechts: H. Weitere Mitglieder: K, C: HKC (oder CHK)


    Team IV: FIL


    Zusammenfassung der Teams der zweiten Runde: ADG JBE HKC FIL, oder sortiert: ADG BEJ CHK FIL



    In der dritten Runde wird die Schrittweite W auf vier erhöht. Es ergeben sich die Teams: AEI BFJ CGK DHL. Hier gibt es das erste Problem: B und J sowie C und K spielen zum zweiten mal zusammen. Würde man J und K vertauschen, so ergäben sich: AEI BFK CGJ DHL. Diese Teams sind bisher noch einzigartig.


    In der vierten Runde (Schrittweite W = 5) erhielte man: AFK DIB GLE JCH, oder sortiert: AFK BDI EGL CHJ. Auch hier spielen wieder Spieler zum zweiten mal zusammen (z.B. C und H).


    Aber so ließe sich die Geschichte fortsetzen.

    Welche Jugend betreut ihr?
    E1, d.h. E-Jugend, überwiegend älterer Jahrgang (2001)


    Was ist eurer Meinung nach das Besondere am Hallenfussball?
    Das Spiel ist schneller, es ist weniger Raum vorhanden, der Untergrund ist berechenbarer, die Mannschaften (in den offiziellen Spielen) sind kleiner. Dadurch wird die individuelle Technik und Schnelligkeit wichtiger. Außerdem sind die einzelnen Spieler aufgrund der geringeren Mannschaftsgröße in ihrem Einsatz mehr gefordert.


    Im KiFu-Bereich hasse ich mittlerweile die gelben Filzbälle, da degeneriert das Spiel viel zu schnell zu einem einzigen Ping-Pong-Spiel. Deshalb nehme ich schon seit drei Jahren den Futsalball, den ich mir damals selbst zugelegt habe, in die Halle und führe mit ihm das Abschlussspiel durch. Noch habe ich aber leider keine Antwort auf meine Bitte an die Jugendleitung um Beschaffung eines Satzes an Kinderfutsalbällen für die Halle... Meine Kids waren übrigens auch verwundert über das Sprungverhalten und natürlich lieben es alle Kids, wenn der Ball Parabeln durch die Luft beschreibt. In der E können sie aber meiner Meinung und Erfahrung nach durchaus verstehen, dass das flache Spiel den hohen Bällen zumeist überlegen ist und eine saubere Technik gerade in der Halle viel mehr Erfolg bringt als Gebolze.


    Wie sieht eure Taktik aus? Auf welche Besonderheiten achtet ihr?
    Wir spielen mit vier Feldspielern und stellen und als Raute auf, siehe hierzu http://www.training-wissen.dfb.de/index.php?id=500014&tx_dfbnews_pi1[showUid]=44&tx_dfbnews_pi4[cat]=12. Als wir in der F-Jugend noch mit fünf Feldspielern agierten, war das meist im 2-1-2, d.h. wie die Fünf auf einem Würfel.


    Ganz wichtig: jeden Ball annehmen, auch Steilpässe. Der Ball bremst so wenig ab und das Feld ist so kurz, dass man einen mit der richtigen Schärfe gespielten Steilpass nicht mehr einholt, wenn man ihn vorbei lässt und hinterher rennt. Nicht immer, klar, aber sehr oft. Und viele Spieler sind das von draußen anders gewohnt.


    Wann und wie oft wechselt ihr aus?
    Ich reise mit zwei Ersatzspielern an, d.h. mit insgesamt sieben Spielern, da man bei unseren Hallenrundenturnieren üblicherweise nur drei oder vier Spiele hat, die jeweils nur zehn Minuten (!) lang sind. Da wechsle ich dann häufig während eines Spieles überhaupt nicht aus, sondern lasse jeden Spieler stattdessen ein ganzes Spiel aussetzen. Das hängt aber auch von den Spielern ab, ich habe da ein paar, deren Kondition und/oder Konzentration nicht so lange hält, sie kommen dann häufiger, aber kürzer dran. Es gibt Spieler, die sofort im Spiel sind, andere benötigen dafür ein paar Minuten. Daher darf man letztere nicht zu schnell wieder vom Platz nehmen.


    Wie sollen sich eure Kinder taktisch verhalten? In der gegnerischen oder in der eigenen Hälfte angreifen?
    Das hängt vom Gegner und der Qualität des eigenen Teams ab. Ein gutes Team, bei dem die Hinterleute geschlossen aufrücken und bei dem die offensiven Spieler sich bei Ballverlust oder bei Ballbesitz der Gegner sofort zurück fallen lassen und die Räume besetzen, die durch die ins Pressing gehenden Mitspieler aufgerissen werden, kann sehr früh attackieren, wobei ich es eher unsportlich finde, wenn eine starke Mannschaft gegen schwache Gegner schon beim Abstoß ins Pressing geht. Ist das Leistungsgefüge des eigenen Team eher heterogen oder ist es eher schwach, so würde ich ihm eher dazu raten, sich auf der Mittellinie oder kurz dahinter eng gestaffelt aufzubauen und den Gegner erst dann anzugreifen, wenn er sich der Mittellinie nähert, dann aber geschlossen. Der Torhüter soll stets mitspielen, wobei ihm bei uns verboten ist, über die Mittellinie zu gehen.


    In dieser Saison ist die von mir betreute Mannschaft allerdings nicht in der Hallenrunde dabei, aufgrund eines Missverständnisses haben wir unser erstes Turnier verpasst, das führt dann sogleich zum Ausschluss aus der gesamten Runde. Eigentlich bin ich darüber aber ganz froh, wir spielen noch bis zum 3.12. an jedem Samstag auf dem Feld und hätten im November an zwei Sonntagen und im Dezember an einem weiteren noch Hallenturniere gehabt. Ich finde, das ist für Zehnjährige einfach zu viel, zumal es ja auch noch die Jahresabschlussrallye in der Schule gibt -- viele sind auch noch auf die weiterführende Schule gewechselt und kämpfen noch mit der Umstellung. Da habe ich bei aller Begeisterung für den Fußball nur wenig Verständnis für fünf Fußballtermine innerhalb von acht Tagen...

    Hmm, wichtig wäre aber schon, die Bildungsregeln fest zu legen. Darf bspw. ein Spieler nur einmal mit einem anderen zusammen spielen? Oder darf er es mehrfach? Wenn ja, wie oft maximal? Und muss jeder am Ende mit jedem gespielt haben?


    Eine Grundannahme, die ich treffen würde, wäre, dass die Spieler sich restfrei auf die Mannschaften verteilen lassen müssen, d.h. für die Zahl der Spieler S und die Zahl der Teams T gilt: S = n * T mit n Element N (d.h. n ist eine positive, natürliche Zahl).


    Ich habe das Problem mit einem Kollegen besprochen (Informatiker), so auf die Schnelle kamen wir noch zu keiner allgemeingültigen Lösung, sind im Moment sogar skeptisch, ob es eine gibt...

    Hmm, interessante Aufgabe, klingt nach Kombinatorik, sie habe ich aber leider nie gelernt.. Die Aufgabe mit der Aufteilung von Kindern in Zweiermannschaften ist ja eher trivial, so funktioniert ja jedes Turnier, in dem jeder gegen jeden spielt. Bei x Teilnehmern (am besten in x gerade) hat man x(x-1)/2 Kombinationen. Interessanter ist da schon die Aufgabe mit Dreier-Teams. Für neun Spieler habe ich das mal durchgespielt, sie seien durch die Buchstaben A bis I repräsentiert. Diese teile ich zunächst in drei Dreiergruppen auf, das ist dann schon die erste, triviale Einteilung:


    1: ABC 2: DEF 3: GHI


    Nun kann man z.B. die restlichen Kombinationen ermitteln, indem man eine bestimmte Schrittweite nach rechts wandert. Die erste sinnvolle Schrittweite ist drei, daraus ergibt sich die erste Alternativeinteilung:


    1: ADG 2: BEH 3: CFI


    Die nächste Schrittweite wäre vier, für das erste Team klappt das auch noch: AEI. Aber für das zweite gerät man in eine Schwierigkeit, denn für die zweite Gruppe erhält man zunächst zwar noch BF als erste zwei Mitglieder, dann rutscht man aber über das Ende der Liste hinaus. Also kommt als modifizierende Regel hinzu, dass man, wenn man über das Ende der nächsten Dreiergruppe hinaus rutscht, man diese wieder von vorne beginnt, d.h. für das Beispiel einer Schrittweite von vier käme nach F als nächstes Mitglied G. So erhält man als dritte Permutation:


    1: AEI 2: BFG 3: CDH


    Behält man die Regel bei und erhöht die Schrittweite auf fünf, so erhält man die letzten Teams:


    1: AFH 2: BDI 3: CEG


    Und nun schaue ich mal, ob sich dieser Algorithmus verallgemeinern lässt... Hmm, nö, bei zwölf Spielern, die in Dreier-Teams aufgeteilt werden sollen, versagt er bereits. Schade.

    Bei uns gibt es jahrgangsgetrennte Teams, mittlerweile würde ich es gerne mal mit dem Modell versuchen, das Andre an anderer Stelle vorstellte: alle Spieler einer Altersklasse kommen zusammen, dazu noch die Kinder-Trainer, dann wird mit zufällig ausgelosten, kleinen Mannschaften ein Turnier gespielt und jeder Trainer gibt jedem Spieler Punkte, die am Ende zusammen gezählt werden und anhand derer dann die Mannschaften gebildet werden. Eine Homogenität der Leistungsstärke halte ich dort, wo sie erreichbar ist, ohne andere wichtige Prinzipien zu verletzen, in Fußballmannschaften inzwischen für durchaus sinnvoll. Den negativen Folgen, wie z.B. elitäres Gehabe der Ersten, muss man natürlich geeignet begegnen.


    Problematisch dabei sind aber die Durchführungspraktiken in, wie ich vermute, vielen Kreisen. Ich möchte in diesem Zusammenhang auf diesen Thread verweisen: Leistungsgerechte Einteilung Jugendspielbetrieb. Das würde in unserem Team wohl tatsächlich dazu führen, dass die erste Mannschaft einigermaßen zurecht kommt, die zweite aber von Niederlage zu Niederlage zieht. Kindgerecht ist das bestimmt nicht.


    Außerdem gibt es ja immer noch das Problem der starren Altersklassen. Sicher kann ich einen schwächeren Altjahrgangsspieler in der E2-Mannschaft spielen lassen, wo er dann überwiegend gegen Spieler des jüngeren Jahrgangs spielt und vermutlich besser zurecht kommt, als wenn er in der E1-Runden spielen müsste. Aber in der nächsten Saison muss er dann doch in der D-Jugend spielen, anstatt der für ihn geeigneteren E1-Runde. D.h. er muss dann eine Hürde nehmen, die ihn vermutlich überfordern wird. Das ist doch auch nicht gut, oder?

    Die Kinder können zwar meistens nichts dazu, dass sie zu spät kommen. Aber wenn die Kids z.B. ne Runde für jede Minute, die sie zu spät sind, laufen müssen. Dann werden sie spätestens beim dritten Mal bei ihren Eltern so ein Theater machen, dass sie beim nächsten Mal pünktlich sind ;)


    Wenn du Pech hast, dann erwischst du aber ein so empfindliches Kerlchen, das dann nichr mehr zum Training kommen will, wenn es weiß, dass es zu spät kommt. Das ist mir so passiert... :(

    Ich denke auch, Don Quijote, Uwe hat lange genug Dobrin in seinem Treiben zugesehen. Und auch wenn dieser ab und an zu einem Thread beigetragen hat und sicher auch einigen Sachverstand hat, so war doch seine Ausdrucksweise und die Art, wie er mit den anderen Forumsteilnehmern umgegangen ist, auf Dauer nicht tolerierbar. Seine lapidare und oft auch unangebracht offensive und verletzenden Antworten haben die Threads oft auch nur wenig weiter gebracht, zunächst einmal wurde sich da aufgeschaukelt, am Ende kam nach viel Aufregung und den Bemühungen vieler Teilnehmer, Dobrin einzufangen, dann ein bisschen etwas an Beitrag heraus, aber das Signal-Rausch-Verhältnis war doch ziemlich dürftig. Ich kann schon verstehen, dass Uwe nun die Reißleine gezogen hat.

    Wenn es dich wirklich so sehr ärgert, dann könntest du vielleicht (nach reiflicher Überlegung) eine Art "Wall of Shame" einführen, du könntest also die Verspätungen notieren und regelmäßig veröffentlichen, nicht im örtlichen Anzeiger, aber bspw. in einer monatlichen Rund-E-Mail an alle Eltern. Oder in einem nicht-öffentlichen Bereich der Mannschafts-Web-Site. Begründung könnte ja sein, dass du (unentschuldigte) Verspätungen von ansonsten gleichen Einsatzzeiten abziehst und du allen kenntlich machen willst, worauf sie sich einzustellen haben.


    Ob du damit dauerhaft Erfolg haben wirst, weiß ich aber nicht. Erwachsene noch in ihrem Verhalten erziehen zu wollen kommt häufig einem Kampf gegen Windmühlen gleich, zumindest wenn es um allgemein als minder schwere Vergehen gesehene Versäumnisse wie z.B. mangelnde Pünktlichkeit geht..

    Genau so wenig wie gegen Vatertrainer habe ich gegen als Schiedsrichter agierende Väter (oder Mütter, sie sind nur deutlich seltener). Letztlich liegt es ja im Verantwortungs- bzw., besser gesagt, meistens liegt es im praktischen Aufgabenbereich eines Kindertrainers, sich um die Schiedsrichter bei den eigenen Heimspielen zu kümmern. Da erwarte ich von einem verantwortungsvollen Kindertrainer, der seinen Spielern das Fair Play vermittelt, dass er einerseits den freundschaftlichen Kontakt zum 'gegnerischen' Trainer sowie der 'gegnerischen' Elternschaft sucht und während des Spiels eben auch fair agiert und nicht nur auf den eigenen Vorteil bedacht ist. Stelle ich fest, dass mein Schiri schlecht pfeift, so sollte ich als Trainer auch das Gespräch mit ihm suchen, um zunächst einmal heraus zu finden, woran das liegt. Wird die Sache zu einseitig, dann nehme ich den Schiri notfalls aus der Schusslinie und übernehme den Job für den Rest des Spiels selbst.


    Da zahl es sich aus meiner Erfahrung aus, wenn man aktiv den Kontakt zu den anderen Trainern sucht und sich um gute Beziehungen bemüht. Damit fahre ich bisher ziemlich gut. Sicher, es gibt immer mal wieder auch Ausnahmen, in unserem Kreis ist das aber angenehmerweise tatsächlich die deutliche Minderheit.


    Die FPL-Regeln sind da übrigens sehr hilfreich, seit ich sie kenne, stelle ich mich bewusst auf die selbe Spielfeldseite wie der andere Trainer. Und ich achte darauf, dass die Zuschauer Abstand halten. Ab und an ein anerkennendes und freundliches Wort zum Gästeanhang wirkt auch sehr entspannend.

    Ich wollte jetzt niemanden vorverurteilen.


    Das habe ich auch nicht so aufgefasst, aber dein Posting geht in die Richtung, darauf wollte ich dich nur hinweisen.


    Aber in einem sind wir und doch wahrscheinlich einig: Es gibt viele ungeeignete Jugendtrainer, die sich auch nicht annähernd dafür interessieren, sich weiterzubilden, deshalb ist es schon wichtig, dass Sarah hier nach Hilfe sucht. Wenn diese Trainer dann noch ihr eigenes Kind im Team haben, behindert das meiner Meinung nach, die Entwicklung der anderen oder sogar aller, noch mehr.


    Da stimme ich dir zu, es gibt verschiedene Eigenschaften, die einen Trainer zu einem weniger guten Vertreter der Zunft machen. Diese mögen in beliebiger Kombination auftreten, vermutlich gibt es da sogar gewisse Korrelationen. Aber zunächst einmal besteht, meiner Meinung und Erfahrung nach, zwischen der Eigenschaft, Vater (oder Mutter) eines Spielers zu sein, und den tatsächlich negativen Eigenschaften kein kausaler Zusammenhang.

    Mir geht es da jetzt so, wie es Günter ging: Vatertrainer eines 'Leistungsträgers', ich bemühe mich natürlich darum, ihn möglichst genau so zu behandeln wie alle anderen Kinder. Insgesamt gesehen gelingt es mir, so glaube und hoffe ich, ganz gut. Und ich kenne einige Beispiele, wo es auch einwandfrei funktioniert. Mein Co-Trainer ist übrigens auch Papa eines Spielers, bei ihm sehe ich auch keinen Unterschied im Umgang. Sicher gibt es auch Negativbeispiele, die wenigen, die ich bisher erlebt habe oder von denen ich hier im Forum las, halte ich aber insgesamt für schlechte bzw. für den Kinderfußball ungeeignete Trainer, unabhängig davon, dass sie ihr Kind bevorzugen. Und wie Günter warne ich davor, das Kind mit dem Bade auszuschütten, indem man pauschal und vorschnell sämtliche Vatertrainer aburteilt. Angesichts des hohen zeitlichen Aufwands, den ein engagierter Trainer treiben muss, würden sicherlich viele Vatertrainer den Job schmeißen, wenn sie nicht das Team ihres Kindes betreuen dürften.

    Ach ja, das Problem mit den hinten stehen bleibenden Abwehrspielern habe ich ja ganz außer Acht gelassen. Dazu sind tatsächlich Regeln hilfreich, bei denen Tore mehrfach zählen, wenn alle angreifenden Spieler in der gegnerischen Hälfte sind, wenn das Tor erzielt wird. Umgekehrt kommen deine Angreifer eher mit zurück, wenn Gegentore mehrfach zählen, weil sie noch in der Hälfte des Gegners herum gelungert haben.


    Ich habe meinen Spielern auch erklärt, dass es beim 7:7 für mich weder Stürmer noch Verteidiger gibt, sondern nur Mittelfeldspieler (und den Torspieler). Alle müssen verteidigen und alle sollen sich an der Offensive beteiligen. Gerade bei letzterem ist es allerdings nicht unbedingt trivial, das richtige Maß zu finden. Denn natürlich ist es auch nicht zielführend, wenn alle Spieler mit großem Hurra nach vorne rennen und man nur noch in Konter läuft. In diesem Zusammenhang bzw. dem Thema der Entwicklung der Spielintelligenz, d.h. dem Ziel, dass deine Spieler lernen, welche Verhaltensweisen auf dem Platz wann und wo sinnvoll sind, empfehle ich dir Horst Weins Buch "Fußball kindgemäß trainieren".

    Ich vermisse die Angabe über das Alter der Spieler bzw. der Altersklasse. Habe ich sie übersehen?


    Ansonsten kann ich den Vorrednern nur beipflichten und deutlich darauf hinweisen, dass hier kein fußballerisches, sondern ein erzieherisches Problem vorliegt. Kinder brauchen Grenzen und Konsequenzen beim Übertreten dieser Grenzen. Die Grenzen müssen für sie klar sein und idealerweise auch begründet werden können. Sie dürfen nicht mal so und mal so sein, Kinder brauchen die Verlässlichkeit. Werden die Grenzen überschritten, so sollten Konsequenzen folgen. Diese müssen und sollten nicht drastisch sein, aber die Grenzübertretung sollte sanktioniert werden, am besten mit einer Maßnahme, die mit dem 'Vergehen' im Zusammenhang steht. Natürlich darf man auch mal eine Ausnahme machen, das sollte man dann aber auch deutlich machen, d.h. ansagen, dass diese Situation eine Ausnahme darstellt und die Regel nicht aufhebt, und es muss auch wirklich eine Ausnahme bleiben. Und natürlich gelten alle Regeln/Grenzen für alle Kinder der Fußballmannschaft in exakt gleicher Weise, da darf es keine Spieler geben, die, in Anlehung an George Orwell's Farm der Tiere, gleicher sind als andere.

    Achtung aber mit der Zielgruppe. Wie die meisten, wenn nicht sogar alle Info-Abende zielt dieser auf den Bereich ab U12, d.h. D-Jugend. Dieser Info-Abend speziell ist ausgelegt für D- und C-Jugendliche, s. hierzu S. 3 der Broschüre. Für jüngere Spieler ist Koordination sicher mindestens genau so wichtig, man sollte aber evtl. andere Übungen verwenden.