Beiträge von tobn

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    Ich habe momentan beim Hallentraining im Schnitt 13 Kinder dabei und ich versuche die Übungen immer (wenn es geht) doppelt anzubieten, damit die Kinder nicht unnötig warten müssen. Allerdings ist es z.B. beim Torschuss etwas schwierig, da ich alleine bin. Dann ist es dann einfach so, dass die Kinder etwas warten müssen.


    OK, gestatte die Frage: wieso? Klingt so, als ließest du sie auf nur ein Tor schießen, vermutlich, damit du jeden einzelnen Schuss sehen kannst. Sehe ich das richtig? Da würde ich sie ruhig auf beide Tore gleichzeitig schießen lassen, du kannst eine Weile lang die eine, dann die andere Gruppe beobachten. Oder in etwas kürzeren Abständen hin- und herwandern. Du könntest auch einen Rundlauf daraus machen, so dass sie mal auf das eine, dann auf das andere Tor schießen. Sie könnten auch auf dem Rückweg vom Torschuss noch Aufgaben erledigen, so dass sie nicht so schnell wieder am Ende der Schlange stehen, z.B. Koordinatives, ein Slalomdribbling oder Pässe gegen Bank oder Hallenwand. Versuche, die Wartezeiten gering zu halten und den Kindern möglichst viele Schüsse (wenn das Euer aktuelles Thema ist) anzubieten. Die Zeiten daneben kann und sollten sie aber zur Verbesserung ihrer Ballfertigkeit und/oder Geschicklichkeit verwenden.

    TW-Trainer: OK, verstehe ich dich also richtig: sobald eine Situation eintritt, bei der die Trainer unterschiedlicher Meinung sind, wird unterbrochen und diese Situation wird geklärt. Das passt dann aber meiner Meinung nach nicht völlig zur Formulierung: "Die Trainer greifen immer gemeinsam [...] ein". Aber da bin ich evtl. päpstlicher als der Papst..


    Ansonsten verstehe ich schon, dass in der FPL die freundschaftliche Kooperation allergrößte Bedeutung hat. Solange der Beitritt zur FPL freiwillig ist, dürfte das auch funktionieren. Wenn ein Kreis aber bspw. hoheitlich entscheidet, ab sofort nach FPL-Regeln spielen zu lassen, dann bin ich weniger zuversichtlich. Die ergebnisorientierten Trainer und Eltern ändern sich dadurch ja nicht von einem Tag auf den anderen..

    Die Trainer greifen immer gemeinsam und nur dann ein, wenn man sich in sehr seltenen Fällen nicht einig wird, weil man die Situation unterschiedlich wahrgenommen hat.


    Hmm... Widerspricht sich das nicht? Wie sollen sie gemeinsam eingreifen, wenn nur einer dafür ist, das Spiel zu unterbrechen, während der andere der Meinung ist, es sei 'nichts' passiert?

    4. Wie kann man Kinder, Trainer und Eltern besser hierfür sensibilisieren?


    Wie schon gesagt, bei Kindern sollte man gerade zu Beginn konsequent alle Fouls pfeifen und nur sehr selten das Spiel weiter laufen lassen. Der Begriff "Vorteil" ist den Lütten im Zusammenhang mit dem Fußball sowieso unbekannt und auch noch egal. Ein Freistoß ist da oftmals viel spannender.. ;) Wie DQ schon sagte, im G- und F-Bereich gibt es so gut wie nie absichtliche Fouls, da wäre es auch falsch, dem Foulspieler in irgendeiner Art zu verstehen zu geben, er sei einer Sünde schuldig. Im Gegensatz zu DQ sehe ich in der E-Jugend aber durchaus Teams, die gezielt foulen, teilweise sogar richtig fies, à la Beinstellen von hinten bei vollem Tempo, oder den einen oder anderen Body-Check. Glücklicherweise sind diese Mannschaften eher die Ausnahme, und in ihnen spielen auch nicht alle Spieler unfair, aber doch immer ein paar... Das liegt natürlich daran, dass Trainer und Eltern dieses Verhalten nicht sanktionieren.


    5. Wäre eine (verpflichtende) Kurzschulung "Regelkunde" für alle Jugend- und Kindertrainer sinnvoll? (quasi eine "Mini-Schiri-Ausbildung")


    Ja, aber sie sollte meiner Meinung nach von keinem der vier offiziellen Schiedsrichter durchgeführt werden, bei denen ich bereits eine Schulung hatte. Von vieren, wohlgemerkt, bisherige Nichteignungsquote: 100%.. :( Diese vier Schiris waren allesamt nette Kerle, aber von ihrem Regel- und Spielverständnis her voll auf älteren Jugend- und Seniorenbereich gepolt. Da ging es dann knifflige Abseitsentscheidungen, Fragen nach den Trikotfarben, darum, dass jedes Team unbedingt einen Torwart braucht. Um kindgerechte Entscheidungsfindung hingegen ging es leider überhaupt nicht...


    zu 2: Wissen das denn die Zuschauer beim Seniorenspiel? Foul ist immer, wenn der eigene Mann zu Boden geht...Und ganz ehrlich: Bei mancher Grätsche in der BL ("Klar Ball gespielt"), weiss ich auch nicht, was Sache ist.


    Ich habe auch den Eindruck, dass etwas, das diese Woche in der Sportschau aus dem Off als eindeutiger Elfmeter bezeichnet wird, vor drei Wochen als klar nicht elfmeterwürdig hätte deklariert werden können. Das ist im Fußball aber halt auch so, zumindest, wenn man in den älteren Jugend- und den Seniorenbereich kommt. Da gibt es dann Grauzonen. Bei Kindern hingegen nur sehr selten, wie du, DQ, schreibst, sind dort die eher seltenen Fouls zumeist ziemlich offensichtlich.


    zu 3: Schiri sollte bei den Kleinen auch ohne Foul abpfeifen, wenn z.B. ein Spieler den Ball ins Gesicht bekommt und nicht sofort weiter spielen kann. Danach Schiedsrichterball und weiter geht's.


    In diesen Zusammenhang fände ich es aber auch gut, wenn es einen 'parteiischen' Schiedsrichterball gäbe. Bei den Älteren wird das ja als aktives Fairplay so praktiziert: es geht nur ein Spieler der Mannschaft zum Schiri-Ball, die nicht in Ballbesitz war, als das Spiel unterbrochen wurde, 'gewinnt' logischerweise den Schiri-Ball und tritt ihn dann zu den Gegnern, damit sie wieder in Ballbesitz sind. Bei den Kindern ist das ja aber nie so, da wird um jeden Schiri-Ball erbittert gekämpft. Und da der Ball dabei ja aus ihrer Kopfhöhe fallen gelassen wird, gehen auch gleich zwei Füße auf Schulterhöhe und man hat gleich wieder die Situation des gefährlichen Spiels... Da wäre mir eine Änderung des Schiedsrichterballs deutlich lieber...


    Ich habe es übrigens in dieser Saison zum ersten mal geschafft, dass meine Jungs in einem Spiel einen Schiri-Ball so ausführten, wie es im Seniorenbereich üblich ist. Von allen Zuschauern kam dann auch anerkennender Beifall. Und die Stimmung war so auch gleich viel entspannter.

    Tatsächlich ist meine Beobachtung die, dass Kinder meistens von sich aus Foul schreien, wenn sich ein Spieler weh tut. Wie sollen sie aber auch lernen, was Fouls sind und was nicht, wenn man es ihnen nicht erklärt? Die Grenzen sind da ja auch für den Fußballunerfahreneren ja auch oft nicht so eindeutig.. Dazu kommt noch, dass es ganz schön Mut erfordert, dem Stärkeren vorzuwerfen, er habe einen gefoult.. Insofern denke ich schon, dass es sinnvoll ist, dass die Trainer Fouls abpfeifen. Ich persönlich finde auch, sie sollten dabei auch eher pingelig als zu lax sein, wobei ich es lieber 'konsequent' nennen würde. Zumindest solange, bis die Kinder selbst genug Erfahrung gesammelt haben, um schon recht gut selbst beurteilen zu können, was geht und was nicht.

    Hinweis: wir verlassen den Bereich des Kinderfußballs. Sollte sich das Thema verselbstständigen, so sollten wir einen eigenen Thread aufmachen.


    Ich sortiere dein Posting mal etwas um, eismann, ich hoffe, seinen Sinn dabei nicht zu verändern.


    Ich bevorzuge das 1:2:1 in der Offensive und das 2:2 im deffensiven Verhalten.


    In der Offensive gefällt mir auch ein 1-2-1 besser als das 2-2. Bei Raumdeckung würde ich aber auch in der Defensive das 1-2-1 bevorzugen, es würde dann aber eher zu einem 3-1 zusammen fallen, d.h. man hätte eine Dreierkette in der Defensive mit einem Sechser davor. Allerdings könnte das eine unrealistische Idealvorstellung sein, die nie im Spiel erreicht werden kann, weil sich zum Zeitpunkt des Ballverlustes typischerweise zwei Spieler vor dem Ball befinden und die beiden anderen schnell reagieren müssen. Wahrscheinlich stellt dann im Normalfall der Ballnähere den ballführenden Gegner und versucht, ihn zu bremsen und/oder nach außen zu drängen, während der andere zurück hastet, um seinen Kameraden abzusichern. Die beiden Spieler, die sich noch vor dem Ball befinden, müssen natürlich umgehend kehrt machen und zunächst die gegnerischen Querpasswege dicht machen, dann könnte gedoppelt werden. So ähnlich stelle ich mir das zumindest am grünen Tisch vor.


    Interessanterweise scheint bei hochklassigen Hallenturnieren aber durchaus auch mit konsequenter Manndeckung gespielt zu werden. So war das z.B. im Anfang des Monats in FFM-Höchst ausgetragenen Licher-Cup zu beobachten. Ich kann jetzt nicht mehr sagen, auf welche Mannschaften das genau zutraf, aber mehrere der Teilnehmer (Alem. Aache, Eintracht Frankfurt, Kickers Offenbach, FSV Frankfurt, VfL Wolfsburg, 1899 Hoffenheim) praktizierten in der Defensive ziemlich deutlich die Mann- anstatt der Raumdeckung. Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, aber ich meine, es waren die von der Papierform her eher schwächeren Teams, die zu diesem Mittel griffen, da kann ich mich aber auch täuschen.


    Was haltet ihr davon? Ballverlust nach eigenem Anstoß!


    Das sehe ich gerade im Kinderbereich unheimlich oft. Wenn die nominell verteidigende Mannschaft zwei oder gar drei sehr agressive Spieler am Anstoßkreis hat, die sofort die Anstoßenden attackieren, können sie damit sehr erfolgreich und auch äußerst gefährlich sein. Oft greifen diese Spieler auch unmittelbar nach dem Anpfiff an, ein weniger erfahrener Schiedsrichter lässt das dann leider auch mal laufen -- die in meinen Augen besseren pfeifen ab und lassen den Anstoß unter Hinweis darauf, dass das Spiel erst eröffnet ist, wenn der Ball angestoßen wurde, wiederholen.


    Nun bin ich im Herrenbereich tätig,...habe mir die Frage gestellt,... wieviel Ballverluste gibt es nach einem Anstoß, Prozentual gesehen. Ich nehme an sehr hoch!


    Ich denke, das hängt sehr stark von der individuellen Klasse der Spieler ab. Im Herrenbereich ist es ja auch üblicher, den Ball unmittelbar nach dem Anstoß nach hinten zu spielen und dann mit dem Spielaufbau von hinten zu beginnen, nicht zuletzt, weil der Gegner zum Zeitpunkt des Anstoßes in der Defensive meist gut und mit allen Spielern in der eigenen Hälfte steht. Dann werden die Außenspieler auch nicht nach vorne rücken, sondern eher wie Außenverteidiger auf dem Großfeld agieren.


    Ander könnte es aussehen, wenn man kurz vor Schluss zurück liegt und aufs Ganze gehen muss: da wird man wohl oder übel eine offensive Anstoßvariante wählen, wobei das auch ein Pass nach hinten mit unmittelbar folgendem Steilpass sein kann.


    Die Folge - offensives handeln nach dem Anstoß, kann zu schnellen Gegentoren führen.
    Die mentale Ausrichtung beim Anstoß ist offensiv,...die des Gegners defensiv.
    Woraus lässt sich besser agieren?
    Aus der Defensive oder Offensive?


    Wie gesagt, ich denke, das hängt von den Qualitäten der Mannschaften ab. Ein sehr spielstarkes Team kann schon direkt beim Anstoß offensiv agieren. Sind die Unterschiede in der Qualität der Mannschaften geringer, so wählt man wohl eher die sichere Variante und bemüht sich um einen Spielaufbau von hinten, nicht zuletzt, um die Gegner auseinander zu ziehen und sich eine günstigere Ausgangslage für den eigenen Angriff zu schaffen.


    Sowas widerspricht aber, um den Bogen zum KiFu wieder zu schlagen, völlig der kindlichen Mentalität, bei den meisten gibt es da bei eigenem Ballbesitz nur eine Richtung und die heißt 'nach vorne'. Häufig sind die Fähigkeiten beim Passen sowie bei der Ballannahme derart, dass ein Rückpass nach dem Anstoß gegen agressiv attackierende Gegner noch gefährlicher ist als der Ballverlust an der Mittellinie, weil der Gegner nur noch den Torhüter überwinden muss.. Für schwächere Teams ist der eigene Anstoß wirklich keine vorteilhafte Situation -- aber welche ist das für sie schon? OK, ein eigener Strafstoß, aber sonst? ...

    Vorab: lasse deine Spieler in den Spielen selbst entscheiden, wie sie den Anstoß ausführen wollen. Probieren sie immer wieder die selbe Variante erfolglos, so würde ich ihnen helfen und zu einer einfacheren Version raten. Verlange aber nicht ein bestimmtes Verhalten ab, solange der Anstoß nicht permanent und katastrophal in die Hose geht.


    Ansonsten halte ich bei fünf Feldspielern es für am besten, wenn der Anstoß im 1-4 erfolgt. Die beiden Offensivakteure des 2-1-2 sind dabei ganz außen an der Mittellinie und übertreten diese, sobald der Ball im Spiel ist. Einer der Defensivkräfte stößt zum zentralen Spieler an und orientiert sich sogleich ein bisschen nach hinten. Währenddessen bieten sich Torhüter und zweiter Defensivspieler für sichere Pässe nach hinten an. Der zentrale Spieler hat dann 3,5 Anspielstationen: vorne links, vorne rechts, hinten -- Torhüter und Defensivspieler ähneln sich dabei so stark, dass ich sie nur als 1,5 und nicht 2 zähle. Da er in kurzer Entfernung durch den anstoßenden Defensivspieler abgesichert wird, könnte er aber auch ins Dribbling gehen.

    Micha71, deine Bedenken halte ich für sehr wertvoll, zeigen sie doch, dass jede Medaille auch ihre Kehrseite hat und dass jede Medizin in falscher Dosierung zum Gift wird -- naja, außer dieser teuren Placebo-Zuckerkügelchen, aber das ist ein ganz anderes Thema, verzeiht bitte den Seitenhieb...


    Jedem Trainer sollte bewusst sein, dass äußere Motivation nur eingeschränkt und eher kurzfristig funktioniert. Die langfristige Motivation muss von innen heraus kommen. Allerdings ist es ja auch so, wie Germancoach schreibt, man macht das am liebsten, was einem am leichtesten fällt. Nun besteht aber Fußballspielen aber nicht nur aus z.B. schnellem Rennen, das mag für den Megasprinter in der G und F noch reichen, um seine Tore zu schießen, aber später ist damit Schluss. Wenn er bis dahin nichts anderes gelernt hat, dann hat er das Nachsehen. Nur, von selbst wird er das kaum machen, warum sollte er denn Finten üben, ist doch mühsam, während die lange Vorlage und das Hinterher- und Allendavonrennen so viel einfacher ist und dazu noch häufiger klappt.


    Andererseits sprechen gerade jüngere Kinder noch sehr gut auf positives Feedback von außen an. Und da kann ein solches Stickeralbum ganz toll motivieren, allerdings auch nur über einen gewissen Zeitraum, dann dürfte es sich verbraucht haben. Auch Belohnungen in Form von Eis oder Bonbons sind durchaus in Ordnung. Allerdings würde ich sie nur sehr sparsam einsetzen, damit eben kein Gewöhnungseffekt eintritt und ihre Wirkung dadurch verloren geht.


    Insofern pflichte ich dann wieder Stella, Germancoach und 1910 bei: ich halte das Stickeralbum für eine gute Sache, von der ich allerdings vermute, dass sie weniger ständiger Begleiter sein wird, sondern eher für eine Halbsaison gut sein wird. Evtl. kann man ja nach einer gewissen Pause wieder mit dem nächsten Stickeralbum kommen. Das wird die Zukunft zeigen.

    wie wärs damit:


    jeder "Alt"trainer verpflichtet sich einen Jungtrainer an Land zu ziehen den er 1 Jahr als Co-Trainer vorausbildet.


    das ist absolut ernst gemeint.


    An sich eine gute Idee, aber damit haben aber Quereinsteiger wie ich, also der typische Papa-Trainer, wie er bei Kindermannschaften doch recht häufig ist, aber so ihre Probleme, weil sie bzw. wir die älteren Jugendmannschaften gar nicht kennen. Da sollte IMHO der Trainer der entsprechenden Mannschaften sowie die Jugendleitung auch ihren Beitrag leisten. Ich stelle mir das also so vor, dass Jugendleitung und Trainer der älteren Jugendmannschaft den älteren Jugendspielern etwas über das Traineramt erzählen und dafür werben, und zum Schluss fragen, ob nicht welche Lust haben, nächstes oder übernächstes mal kommt dann der fragliche Kindertrainer, stellt sich vor, und dann guckt man, wie viele Interessenten es gibt. Evtl. bringt der Kindertrainer auch ein paar seiner Kids mit, falls das für sinnvoll erachtet wird.


    Aber ihm alleine würde ich die Aufgabe nicht übertragen, da müssen schon mehrere dran rackern.

    Ich war vllt etwas unvollständig mit dem was ich geschrieben habe. Wir sehen immer wieder das die Kids von Ihren Eltern kein Geld mitbekommen haben ( manchmal noch nicht einmal Getränke oder ne Kleinigkeit zu beissen )


    Mit der Verpflegung incl. wären alle gleich versorgt. Das ist der Hauptgedanke daran.


    Dann könntest du vielleicht jedem Turnierteilnehmer einen Getränke-Bon geben, für den er sich eine Flasche Wasser holen kann. Ansonsten würde ich befürchten, dass die Hälfte der Kids sich am Coke-Free-Refill einen Zucker-Flash mit gleichezeitiger Koffeinvergiftung holen... =)

    Finde ich gut, gerade vor dem Hintergrund, dass das Turnier auch unter dem Fairplay-Gedanken stehen soll: Die stärksten Bolzer sind nicht automatisch die Erfolgreichsten, du minimierst das Risiko von Spielunterbrechungen durch Gesichtstreffer und der Fußball wird vermutlich auch ein bisschen schöner anzuschauen.


    Ja, wir haben heute im Training wieder das Abschlussturnier wieder mit dem Futsalball gemacht. Da bleibt der Ball viel besser am Boden, es war viel schöner anzuschauen als mit den gelben Dotzpillen. Zu Beginn haben wir auch mit einem 1'er-Ball gespielt, der auch ziemlich wenig dotzt, das war auch ziemlich lustig.


    Ob du Regeln des Futsals übernehmen kannst hängt von verschiedenen Dingen ab: Kannst Du zum Beispiel in Eurer Halle ohne Bande spielen? Habt Ihr schon eine Turnier- bzw. Spielordnung an die Mannschaften verschickt (dann ist es ein bisschen "blöd" wenn man noch Zusatzregeln hinterherkomunizieren muss).


    In beider Hinsicht sind wir glücklicherweise "sauber": es gibt keine Bande und wir haben auch noch keine Turnierordnung verschickt.[/quote]


    Lade doch einfach noch ein paar Spieler aus der nächsten E -soweit ihr eine weitere habt- dazu ein. Könnte ja auch ein interessierter F Spieler (zweites Jahr) sein oder gar ein Gastspieler als Freund vom Spieler, weil der mal Lust drauf hat.


    Mein Team ist sowieso eine gemischte E1- und E2-Truppe, soll heißen zwar überwiegend 2001'er, aber ein paar 2002'er haben wir auch, da der Jahrgang unter uns vor ein paar Jahren in einer unglücklichen Situation geschlossen den Verein gewechselt hat, so dass wir die 2002'er, die danach kamen, bei uns aufgenommen haben. Die darunter liegende F hätte aber, glaube ich, keinen Spaß, dazu ist der Unterschied dann doch zu groß -- ich habe sie heute wieder in der Halle gesehen, da sie nach uns trainieren.


    Wir haben übrigens bisher nur augewählte Mannschaften eingeladen..

    Hui, das ging aber schnell mit den Antworten. Vielen Dank an Euch dafür.


    Ich nehme zu unseren Turnieren (Herren) immer für jeden Feldspieler einen Wechselspieler mit. Vielleicht hilft dir das, die Umstellungsphase möglichst gering zu halten. Wie viel Puste E-Junioren haben, weiss ich antürlich nicht, aber vielleicht ist dieser Vorschlag ja für dich praktikabel.


    Wenn deine Herren Sportler sind und dadurch eine ganz gute Kondition, dann dürfte es ähnlich sein, deine Herren haben evtl. die Nase vorn. Es gibt innerhalb meines Teams da sehr große Unterschiede. Bei Kids dauert die Erholung zwischen den Einsätzen typischerweise aber nicht so lange wie bei den Herren..


    Ich bilde also aus den 8 Spielern 2 möglichst gleich Starke Teams (im Laufe des Spiels spielen die gleichen Spieler so natürlich nicht immer zusammen.) und nehme einen Torwart mit. Ein Spiel beginnt dann Team 1, das andere Team 2.


    Das heißt du wechselst im Block, oder? Das möchte ich eher nicht, weil ich ja sonst implizit ein Team in zwei Gruppen aufteile, die dann mehr oder weniger für sich spielen. Andererseits spielen sie sich so evtl. eher ein. Da bin ich mir aber nicht sicher, ob man davon bei E-Junioren schon so richtig sprechen kann und ob es überhaupt wünschenswert ist, denn das führte ja (zumindest in dieser Altersklasse) dazu, dass die Spieler über das Turnier hinweg überwiegend auf den selben Positionen spielen.


    Kommt würde ich sagen auch auf die Spielzeit an und wieviel Pausen zwischen den Spielen sind. Bei sechs teilnehmenden Mannschaften sind sie aber kurz und ein Auswechselspieler ist dann zu wenig.


    Ja, ein Auswechselspieler ist wohl tatsächlich zu wenig, zumal der sich schnell in Luft auflöst, wenn es kurzfristige Absagen oder anderweitige Ausfälle gibt. Die Spielzeit wird wohl bei zehn oder zwölf Minuten liegen, Pause zwischen Spielen normalerweise ca. zwei Minuten, wenn eine Mannschaft wieder ran muss, die gerade gespielt hat, gibt es fünf bis sieben Minuten Pause. Ich überlege, ob es evtl. eine gute Idee wäre, in solchen Pausen, die ja eigentlich immer die Turnierrunden voneinander trennen müssten, ein Spiel der Trainer und Betreuer der beteiligten Teams mache. Ich fände das eine Gaudi, ich weiß aber nicht, wie es ankommt..


    E-Jugend mit 4+1 ist ungewöhnlich, bei uns wird das als 5+1 gespielt. Aber finde ich nicht schlecht, damit mehr Platz ist und mehr individuelle Ballkontakte möglich sind.


    Bei uns im Kreis wird in der F im 5+1 gespielt, in der E im 4+1. Es gefällt mir so auch besser, auch aufgrund der Nähe zum Futsal. Ich habe übrigens vor, mit einem Futsalball spielen zu lassen. Und evtl. noch einige andere Regeln aus dem Futsal zu übernehmen. Was haltet Ihr davon?


    Aus den 18 Spielern würde ich 2 Teams bilden. Dann hast Du zwar viele Wechselspieler, aber für 3 Teams sind 18 Spieler aus meiner Sicht zu wenig. Das mit dem Wechselchaos habe ich in meinem Team auch schon beobachtet. Besser klappt es, wenn ich zwischen den Spielen wechsele und weniger während der Spiele. Blöd ist dann nur, dass mancher Spieler in einem Spiel überhaupt nicht zu Zug kommt. Der kann dann zwar das nächste durchspielen, aber er hat dann halt recht lange Pause.


    Ich habe es in der Hallenrunde letztes Jahr ähnlich praktiziert wie du, d.h. ich nahm immer zwei Wechselspieler mit. Jedes Spiel begann mit einer anderen Formation auf dem Feld, jeder war mal Ersatzspieler und musste zumindest davon ausgehen, dann auch das ganze Spiel zuzugucken. Insgesamt hat das ganz gut funktioniert, weil die Jungs auch erkannt haben, dass es gerecht war. Trotzdem hatten einzelne dadurch eine ziemlich lange Pause, das war etwas doof..


    Aber ich denke, es werden zwei Teams auf unserer Seite werden müssen, alleine schon, weil ich davon ausgehen muss, ein paar Absagen zu bekommen..


    Bei unserem eigenem Hallenturnier am letzten Wochenende hatte ich meine 18 Spieler in 2 Teams verteilt.
    Ich hatte sie Spielzeit extra auf 12 Min. erhöht. Wir waren ebenfalls insgesammt 6 Teams. So hätte ich bei 4+1 je 4 Auswechselspieler gehabt und hatte auch überlegt Blockwechsel su machen,
    damit alle Feldspieler die gleiche Spielzeit haben.
    5*6=30 Min.


    D.h. jeder deiner Spieler hätte am Ende 30 Minuten gespielt, nicht wahr? OK, ich stelle mal eine ähnliche Überlegung an und rechne dazu mit vier Absagen. Dann habe ich sieben Spieler pro Team, also sechs Feldspieler. Bei fünf Spielen à zwölf Minuten und vier Feldspielern hat man insgesamt 240 Minuten zu verteilen, das macht bei sechs Feldspielern dann im Schnitt 40 Minuten pro Feldspieler. Bei 60 Minuten Gesamtspielzeit ist das ein respektabler Schnitt.


    Nachdem sich aber 4 Spieler verletzt bzw. Krank gemeldet haben. Hatte ich in jedem Team nur 2 Auswechselspieler.
    Die habe ich dann nach 4 Minuten gebracht und nach weitern 4 Minuten habe ich die beiden Spieler, die noch nicht draußen waren gegen die anderen ausgewechselt. Also 5*8=40 Min.


    So fanden das alle OK und ich habe mir auch immer die Anfangsaufstellungen aufgeschrieben, damit nicht immer die gleichen beginnen. Vielleicht ist das ja was für dich.


    Ja, so habe ich das in unseren bisherigen Turnieren auch immer gehandhabt, sprich jedes Spiel mit einer neuen Anfangsaufstellung begonnen, damit am Ende jeder mal am Anfang auf dem Platz war. Es gibt natürlich auch Spieler, die nur sehr wenig Puste haben und/oder deren Konzentration auch nicht lange hält. Sie wechsle ich schneller aus, aber auch wieder ein.


    Auch ich bevorzuge für jeden Spieler einen Ersatzspieler auf der Bank zu haben. Meistens wechsle ich dann im Block aus und ein.


    Wenn ich keine Absage bekäme, hätte ich für jeden Spieler einen Ersatzspieler. Ob ich dann aber im Block wechseln würde, weiß ich nicht, das behagt mir irgendwie nicht so recht, mir wäre es ja am liebsten, alle 18 Spieler würden sich als ein großes Team verstehen, was aber natürlich am Turniertag Unsinn ist. Aber innerhalb einer Turniermannschaft hätte ich gerne das größtmögliche Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ein Blockwechsel passt aus meiner Sicht dazu nicht so gut.. Und in Paaren kann ich auch nicht gut wechseln, da wir in der Halle ein 1-2-1-System bevorzugen, d.h. eine Raute.


    Gerade da bei bei eurem Turnier Fairplay im Vordergrund steht und nicht der absolute Leistungsdruck da ist, würde ich wenn möglich zwei ausgeglichenen Mannschaften aufstellen.


    Ja, das haben wir auch vor. Leider wird es dann aber innerhalb beider Mannschaften ein ziemliches Leistungsgefälle geben...


    Dannach würde ich die 8 Feldspieler wieder in zwei etwa gleichstarke Blocks aufteilen. So bekommen alle Spieler die gleiche Einsatzzeit,es entsteht keine Unter- oder Überforderung. Zudem glaube ich, dass er für die Jungs intressanter ist, wenn sie gegen andere Mannschaften spielen als wenn sie gegen die eigenen Teamkollegen spielen.


    Mit letzterem Punkt hast du natürlich auch Recht, sie spielen bei mir im Training ja schon oft genug im 3:3 oder 4:4 gegeneinander, da fehlt dann schon ein wenig der Kick. Mit den Blöcken bin ich aber nach wie vor etwas skeptisch..


    Da wir im Training recht oft Minifußball spielen, sind meine Jungs das schnelle Wechseln übrigens ganz gut gewohnt, ebenso wie sich auf die dadurch immer wieder leicht unterschiedlichen Mannschaften einzustellen.


    wir spielen mit unserer U12 Futsal (4+1 Spieler) und die besten Erfahrungen habe ich mit 8+1 Spielern gemacht. Die Belastung ist ja dort recht hoch und nach so ca. 2-3 Minuten wechsle ich im Block komplett aus.


    Wie oben schon erwähnt, habe ich schon darüber nachgedacht, teilweise oder ganz nach Futsalregeln zu spielen. Vielleicht probiere ich im Training mal den Blockwechsel aus, mal sehen. Im Turnier werden wir ihn aber vermutlich schon deshalb nicht praktizieren können, weil ich dazu genau und alle 18 Spieler bräuchte.


    Vielen Dank noch mal für Eure Rückmeldungen. Habt Ihr noch Ideen, was man noch neben den reinen Fußball-/Futsalspielen zwecks Spaßerhöhung machen könnte?


    Beste Grüße,
    tobn

    Wir richten demnächst ein E-Junioren-Hallenturnier mit Gedankenschwerpunkt Fair Play aus. Konkret soll es dabei keine Platzierungen geben, sondern vor allem allen Spielern Spaß machen. Wir möchten natürlich, dass möglichst viele unserer Spieler auf möglichst viele Ballkontakte kommen. Gespielt wird wohl in Teams von 4+1. Nun stellt sich mir die Frage, wie viele Teams wir selbst bilden wollen. Unser Kader umfasst 18 Spieler, das Turnier soll fünf oder höchstens sechs teilnehmende Mannschaften haben, es spielt jeder gegen jeden.


    Wenn nun alle meine Spieler mit spielen wollten, so könnte ich sie in drei Sechser-Teams einteilen, dann gäbe es aber nur einen Auswechselspieler pro Team. Gerade wenn man als Maxime "Tempo, Tempo, Tempo" ausgibt und die Kinder das auch umsetzen (hmm...), dann befürchte ich, dass sie nach dem zweiten Spiel platt sind.. Andererseits hatten wir in der Vergangenheit zu beobachten geglaubt, dass die Kids ein bisschen Zeit brauchen, um im Spiel anzukommen und daher allzu häufige Wechsel dem Spielfluss nicht gut tun, zumal so häufig Positionsrotation innerhalb eines Spiels auftritt, die Umstellung kriegen einige meiner Spieler nicht gut hin..


    Wie sind hier Eure Meinungen? Normalerweise nehmen wir zu Hallenturnieren zwei Spieler mehr mit als auf dem Platz spielen, um einerseits allen Spielern eine möglichst hohe Spielzeit zu geben und sie andererseits körperlich nicht zu überfordern und gegen z.B. verletzungsbedingte Ausfälle gewappnet zu sein. Realistisch betrachtet werden wir wohl keine drei Teams stellen können, weil eine Teilnahmequote von 100% wohl eher utopisch ist. Und sobald einer fehlt, bleibt uns nichts anderes übrig, als zwei Teams zu stellen..

    Das Buch ist vor einer knappen Stunde angekommen. Ich habe es grob gesichtet und muß zu meiner absoluten Verwunderung feststellen, dass Horst Wein anscheinend (nicht abschließend bewertet) in Altersstufen einteilt, was in der Broschüre so nicht deutlich bis überhaupt zu erkennen war.


    Richtig, auf Seite 15 führt er die Einteilung auf:


    Stufe 1: Spiele grundlegender Fertig- und Fähigkeiten, ab 7 Jahre (E-Junioren) -- hier vermute ich einen Fehler, die Formulierung ergibt zumindest so für mich keinen Sinn... Leider wimmelt es im Buch von solchen Fehlern.
    Stufe 2: Spiele für Minifußball, ab 8 Jahre (E-Junioren)
    Stufe 3: Spiele für Fußball 5 und Fußball 7, ab 10 Jahre (D-Junioren)
    Stufe 4: Spiele für Fußball 8, ab 13 Jahre (C-Junioren)
    Stufe 5: Spiele für Fußball 11, ab 14 Jahre (B-Junioren)


    In der Broschüre und der DVD zur Entwicklung der Spielintelligenz geht es immer um Minifußball, also Stufe 2. Bei uns sind 7- und 8-Jährige allerdings noch F-Junioren, E-Junioren sind hingegen 9 und 10 Jahre alt.


    Dazu habe ich bei keiner Übung z.B. ein Unterzahl.-Überzahlspiel gefunden...nicht mal für die B, aber ich suche nochmal ein bischen.


    In Stufe 2 wird man doch gleich beim ersten vereinfachten Spiel, das auf Seite 137 erklärt wird, fündig: 2:1 auf zwei breite Tore. Auch im zweiten vereinfachten Spiel sind die Angreifer in Überzahl: 2:1 mit zwei breiten Toren und Konterangriff (S. 146). Im dritten Spiel herrscht Gleichzahl (2:2), im vierten dann wieder Überzahl der Angreifer: 2-3 x 2:1 mit Torschuss (S. 154). Fünftes bis achtes Spiel sind in Gleichzahl, Nr. 9 ist wieder in 2:1-Überzahl. Das zehnte und letzte vereinfachte Spiel der Stufe zwei ist wieder in Gleichzahl.


    Aber ich denke, Don Quijote und Tirus haben Recht: es geht dabei nicht um die Überzahlsituation an sich, sie dient vielmehr dazu, den Angreifern die Aufgabe zu erleichtern und ihnen die Alternative zu verdeutlichen.


    Sehr viele der "vorbereitenden Spiele für Minifußball zum Erlernen und Lehren technischer und intellektueller Fähigkeiten", die auf Seiten 182 bis 192 aufgeführt werden, werden auch in Überzahl der Angreifer durchgeführt, es wird sogar im 3:0 begonnen. Auf Seiten 201 bis 211 werden dann die Varianten des Minifußballs, wie sie auf der DVD zu sehen sind, aufgeführt.


    Tirus und Don Quijote mögen mich verbessern, aber es scheint mir bisher auch so, als würde Horst Wein in den Überzahlspielen fast nur auf die Angreifer eingehen. Wie sich die Verteidiger verhalten können und sollten wird kaum angesprochen.


    Na da werde ich wohl mal intensiv einsteigen ;) .


    Ja ja, ich muss es auch noch vollständig durchlesen...

    Ich finde auch, dass ein dosiertes und überlegtes Mitspielen durchaus förderlich ist, auch im Kinderfußball, da gerade die jüngeren Jahrgänge ja noch sehr viel über Nachahmung lernen. Ich spiele auch gerne mit, es muss halt verantwortungsvoll sein, d.h. darf sicher nicht zur Profilierung des Trainers dienen. Auch versuche ich, möglichst auf meine körperliche Überlegenheit zu verzichten, indem ich z.B. versuche, bei der Verfolgung des Ballführenden nicht schneller zu rennen als er es kann. Typischerweise darf ich keine Tore schießen, ab und an ändere ich das aber ab, und darf Tore schießen, wenn mein Team im Rückstand ist -- bspw. wenn ich mit den Schwachen gegen die Starken spiele. Da sind natürlich auch Abstufungen möglich, z.B. dass der Trainer nur aus Direktannahmen Tore erzielen darf, oder nur mit dem schwachen Fuß. Ich finde, man kann einige Situationen viel rascher und lebendiger erläutern, wenn man selbst Teil des Geschehens ist.


    Aber natürlich gibt es auch den Nachteil, dass sich einige Spieler auf die Klasse des Trainers einstellen. So habe ich z.B. einen Spieler, der, wenn ich in seinem Team spiele, noch mehr dazu neigt, ausschließlich im Sturm auf lange Bälle zu lauern. Ich kann das Spielfeld ja viel schneller und besser überblicken, außerdem noch die Pässe zu ihm schlagen, da kann das wunderbar klappen.. Da steckt man dann in einer gewissen Zwickmühle... Allerdings meine ich, dass man dieses Problem mit entsprechenden verbalen Erklärungen durchaus geeignet lösen kann. Ich könnte mir also einmal meine Pässe erlauben und den Jungs erklären, dass man sich eben auch auf seine Mit- wie Gegenspieler und ihre Fähigkeiten einstellen muss. Ein andermal könnte ich mir Pässe nur bis zu einer bestimmten Distanz erlauben, unter dem Hinweis, dass sie weitere Pässe ja auch nicht spielen können. Wenn ich merke, dass die Spieler meines Teams sich zu sehr auf mich verlassen, so nehme ich eine Außenposition ein.

    Mir kommt es so vor, dass zu Überraschungsmomenten mehrere Spieler gehören: der Ballbesitzer muss mehrere mögliche Anspielstationen haben. Dazu müssen sich seine Mitspieler entsprechend anbieten bzw. im Idealfall mehrere gleichzeitig in die Lücken starten, von denen sich dann der Ballbesitzer eine aussuchen kann. Hat er einen entsprechenden Überblick und die dazu notwendigen technischen Fähigkeiten, dann kann das auch der No-Look-Pass sein. Wobei ich als solchen auch einen sehen würde, der in eine andere als die Blickrichtung gespielt wird, und nicht nur den völlig blinden Pass im absoluten Gottvertrauen bzw. einstudiertem Wissen, dass der Mitspieler ihn genau dort erwartet. Das wäre aus meiner Sicht eher etwas, das den Profis vorbehalten bleiben sollte..


    Jedenfalls ist dann vor allem das Spiel ohne Ball der Mannschaftskameraden wichtig. Das lässt sich mittels Horst Weins' Übungen ziemlich gut trainieren. Da gibt es, wie Don Quijote ja auch schon andeutet, auch eine Übung zum Pass zum Stürmer in die Tiefe auf dem Minifußballfeld. Diese Übung liegt schon lange auf meiner Agenda, noch kam ich aber mit meiner E1 leider nicht dazu, sie durchzuführen..


    Euch Allen noch ein gutes Neues Jahr!