Beiträge von tobn

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Ja, bin zwar noch nicht so lange dabei, wie du, Günter, aber zumindest hier kenne ich das, was sich hinter dem Begriff verbirgt, bereits, aber nicht unter diesem Namen. Tatsächlich kannte ich gar keine Bezeichnung für diese Turnierform.

    Servus aranto, willkommen im Forum. Ich habe die Regel mit dem Freistoß bei hohem Ball bisher noch nicht deklariert, weil wir bisher noch draußen waren und erst am letzten Wochenende zum ersten mal in dieser Saison in der Halle waren. Draußen ist es mit den hohen Bällen bei meinen Jungs nicht ganz so schlimm.. Letzte Woche in der Halle auch nicht, da haben wir aber auch mit einem Futsalball gespielt. Die Dinger finde ich klasse, da ist das Ping-Pong-Phänomen von vornherein fast vollständig ausgeschlossen. Leider ist die Jugendkasse im Moment bei uns aber zu klamm, um welche anzuschaffen. Sechs Herrenfutsalbälle hat der Verein, für das Dribbling sind sie auch für die Kids OK, aber zum Schießen und eigentlich auch zum Passen sind sie schon zu schwer. Ich habe selbst daher mal einen 290- und einen 360-Gramm-Ball gekauft und nehme sie mit in die Halle, so dass zumindest das Abschlussspiel mit ihnen ausgetragen werden kann.

    Die Idee von Arsene Wenger hatte ich auch schon, habe sie aber noch nicht praktiziert, werde sie aber, glaube ich, in der Halle jetzt tatsächlich mal auspacken. Was ich in letzter Zeit konsequent als Foul abpfeife ist das hohe Bein, dabei ist mir völlig egal, ob ein anderer in der Nähe ist oder nicht. Damit meine ich natürlich nur das Verhaltensmuster, das sich zeigt, wenn Spieler den letzten Schritt zum Ball nicht machen, ihn daher nicht richtig annehmen können, und das Bein nach vorne strecken müssen. Wie wahrscheinlich häufig trifft diese Sanktion in 80% der Fälle die selben zwei, drei Spieler, sie sich diese Unart mittlerweile tatsächlich angewöhnt haben, so dass sie in meinem Fall durchaus wirksam ist. Wichtig hierbei ist natürlich, dass man den Delinquenten dann auch erklärt, wie sie den Pfiff hätten vermeiden können. Außerdem achte ich dann wie ein Schießhund auf eine ähnliche Situation, um das dann hoffentlich bessere Verhalten frenetisch zu bejubeln. Rein negative Kritik ist im Kinderalter natürlich unbedingt zu vermeiden.

    @DQ: Sah man das tatsächlich so oft? Bei uns wurde diese Regel ja auch in der letzten Hallensaison eingeführt, ich fand sie damals ziemlich affig. Ich kann mich auch nicht an ein einziges Spiel erinnern, in dem sie dann angewandt wurde. Aber auch nicht an Torspieler, die, wie damals kolportiert wurde, als fünfter Feldspieler mitspielten. Angeblich gab es da wohl ein paar Teams, die schon von vornherein überlegen waren, und dann hat bei denen der Torhüter auch noch als Feldspieler kräftig in der gegnerischen Hälfte herum gewirbelt, so lautete das, was mir damals zu Ohren kam. Persönlich fand und finde ich nach wie vor die Regel absurd. Wenn ein Torhüter weit aus seinem Tor heraus kommt und sogar den Strafraum, d.h. die Zone des Spielfelds, in der er Sonderrechte genießt, gehen er und sein Team damit ein Risiko ein, das die andere Mannschaft ja durchaus ausnutzen kann. Ich finde, wenn die Verantwortlichen für die Zusammenstellung der Hallenturniere versuchen, mit dieser Regel zu verhindern, dass ein Team ein anderes völlig dominiert, dann stehlen sie sich aus der Affäre und werden ihrer Verantwortung nicht gerecht, weil die Maßnahme aus meiner Sicht nicht den gewünschten Erfolg haben dürfte und andererseits Nachteile für die Torspieler mit sich bringt. Wie wir vor einer Weile schon beide sagten, es wäre besser, die Hallenturniere würden mit ähnlich starken Mannschaften bestückt, als dass solche Kokolores-Regeln verabschiedet werden.

    Herzlichen Glückwunsch, Ralf, und vielen Dank für die Leidenschaft und den Einsatz, mit dem du den Kinderfußball unterstützt. Ich wünsche mir, dass die Grundsätze, die die Basis der FPL bilden, in unserem Kreis auch beherzigt werden, bin da aber leider derzeit noch skeptisch und befürchte, dass es da der Vorschriften bzw. Empfehlungen des DFB bedarf.. Aber das könnte ja 2014 was werden.

    Ich sehe bei meinen Spielern auch eine deutliche Abhängigkeit davon, wie oft sie gegen den Ball treten:

    • Die Spieler, die immer ins Training kommen, entwickeln sich besser.
    • Die Spieler, die auch privat Fussball spielen entwickeln sich besser.

    Ist trivial, ich weiss, aber muss man sich dennoch immer wieder bewusst machen.


    Du hast in allen Punkten völlig Recht. Es ist eine Binsenweisheit und sie wird einem als Trainer immer wieder bestätigt. Manchmal frage ich mich dabei dann aber halt auch, wie man die Kinder dazu bekommen könnte, auch außerhalb des Trainings Fußball zu spielen. Dann frage ich mich aber auch, ob man das überhaupt sollte, wenn sie nun mal andere Dinge mehr interessieren und ihnen die Dosis Fußball, die sie im Training bekommen, reicht, dann ist das eben so. Wobei, bei so ein paar würde ich mir schon wünschen, dass ihre Mama -- ich nenne jetzt nur die Mutter, weil sie es bei denjenigen, an die ich konkret denke, sein müsste -- ihnen mal den Ball vor die Haustür wirft und sie auf den Bolzplatz schickt... oder vor die Garagen. Jedenfalls raus aus dem Haus.

    Danke für die Erläuterung, José. Um auf die ursprüngliche Frage zurück zu kommen: ich habe es bisher noch nicht beobachtet, dass trotz Trainings keine Fortschritte zu erkennen sind. Es gibt aber schon deutliche Unterschiede zwischen den Spielern. Ich habe es schon oft erlebt, dass Spieler bei der Erklärung oder Demonstration eben nicht so aufmerksam waren, wie sie es hätten sein sollen, vielleicht haben sie auch das eine oder andere mal meine Erklärung nicht verstanden. Jedenfalls muss man dann auch mal in die Einzelkorrektur gehen, d.h. einen Spieler aus der Übung holen und Schritt für Schritt den korrekten Bewegungsablauf erarbeiten. Bei mir ist es so, dass die wenigsten Spieler auf mich zukommen, wenn sie mit einem Bewegungsablauf Probleme haben, meistens versuchen sie, das zu kaschieren oder fummeln sich irgendetwas ähnliches zurecht. Mit der Individualkorrektur bin ich bisher immer gut gefahren. Wenn wirklich viel fehlt, muss man sich aber auch mal mit einer vereinfachten Form der Bewegung zufrieden geben. Wenn die dann sitzt, kann man in einem anderen Training dann ja die komplexere Bewegungsform erneut behandeln.


    Häufig erlebe ich allerdings, dass Bewegungsabläufe, die in den Übungen durchaus nicht schlecht klappen, im freien Spiel kaum angewandt werden, da verfallen meiner Erfahrung nach die allermeisten Spieler in ihre gewohnten Muster. Da bedarf es oft Provokationsregeln, um sie dazu zu motivieren, die gelernten Finten o.ä. auch mal im Spiel anzuwenden..


    Bei schwächeren Spielern liegt das Hauptproblem, wie ich vermute, hauptsächlich im schwachen Selbstbewusstsein. Sie trauen es sich irgendwann ja gar nicht mehr zu, dass sie etwas richtig und genau so gut machen können wie die anderen. Ruckzuck sind sie in einem Teufelskreis, denn wer sich nichts zutraut, macht auch weniger und gibt schneller auf, wodurch man geringere Fortschritte macht als die Anderen. Die Kinder aus diesem Teufelskreis heraus zu holen, ist eine große Herausforderung für den Trainer.

    Aus einer Kartothek habe ich eine ähnliche Übung, die bei meinen E-Junioren ganz gut geklappt hat: Du hast einige Spieler in einem abgesteckten Feld mit einigen Hütchentoren, zunächst noch ohne Ball. Aufgabe ist es nun, so viele Hütchentore wie möglich innerhalb einer gewissen Zeit zu durchdribbeln. Der Trainer startet die Übung, indem er mehrere Bälle in das Feld spielt, natürlich weniger als Spieler, typischerweise halb so viele.


    Dass man damit das individuelle 1-gegen-1 oder 1-gegen-2 trainiert und insbesondere das Abschirmen des Balls und die enge Ballführung wichtig sind, ist offensichtlich. Im defensiven Bereich trainiert man so zwar nicht das individualtaktische defensive 1-gegen-1, jedoch durchaus die Antizipation, das Engagement, die geschickte Stellung zum Tor und das schnelle Umschalten. Insofern finde ich sie als Warmmachteil für eine Trainingseinheit mit dem Schwerpunkt des defensiven 1-gegen-1 durchaus geeignet (und habe sie dafür auch schon verwendet).

    Jetzt gebe ich doch glatt auch noch meinen Senf zu den letzten paar Beiträgen:


    Andre, meine Motivation, den Trainer C-Breitenfußball zu machen, ist deiner sehr ähnlich: in punkto Basiswissen und dem Modul Kinder erwarte ich nicht, dass ich da wirklich etwas Neues lerne. Allerdings, und das bitte ich alle anderen Leser zu beachten, ich habe mittlerweile fünf Jahre Erfahrung im KiFu und habe mich in diesen fünf Jahren praktisch non-stop ca. zehn bis zwanzig Stunden in der Woche intensiv damit befasst. Reine Trainigszeit sind da nur ca. vier Stunden außerhalb der Ferienzeit. Ich habe das Buch "Fußball von morgen, Band 1: Kinderfußball" (http://www.amazon.de/Fu%C3%9Fb…u%C3%9Fball/dp/3894171367), sowie die Bücher zum modernen Verteidigen und zum erfolgreichen Angreifen ducrh gearbeitet, die Fußballtraining-Special-Bände zu Bambini- bis D-Junioren beackert, vermutlich alle online verfügbaren Materialien des DFB genutzt, das Buch "Fußball kindgemäß trainieren" von Horst Wein sowie diverse Bücher von Peter Schreiner, DVDs der Münchner Fußballschule und des Coerver-Programms studiert. Für das Bambini-Training entnahm ich auch den Büchern "Neue und bewährte Ballspiele für Schule und Verein" sowie "Erfolgreiche Kooperationsspiele - Soziales Lernen durch Spiel und Sport" viele Anregungen. Außerdem bin ich Vater zweier Kinder in dem von mir trainierten Altersbereich und habe mich im Zuge dessen mit dem aktuellen Stand der Erziehungsmethodik und Wissensvermittlung beschäftigt. Das zu meinem Hintergrund. Dieser schließt allerdings nicht eine eigene Laufbahn als aktiver Vereinsfußballer ein, ich war bis zu meinem 12. Lebensjahr in der Schulmannschaft, danach aber nur noch Hobby-Kicker.


    Im Gegensatz zu Andre erhoffe ich mir, im Modul Jugend tatsächlich noch etwas zu lernen, denn da erwarte ich durchaus noch eine gewisse Herausforderung. Aber ich bin auch schuldig, den Trainerschein durchaus auch zur Legitimation gegenüber Eltern und Vereinsmitgliedern, die bei mir evtl. den Stallgeruch vermissen oder meine Eignung in Zweifel ziehen, weil die eigene Vereinskarriere fehlt. Ich gebe Andre Recht, das sollte nicht der einzige Grund sein, die Qualifikation anzustreben. Allerdings halte ich es durchaus für legitim, diesen Weg zu bestreiten, wenn man sich berechtigte Hoffnungen auf ein höheres Maß an Akzeptanz macht, die es einem ermöglicht, Energie, die ansonsten aufgebracht werden müsste, um die Zweifler zu 'bearbeiten' (da fällt mir gerade keine bessere Vokabel ein), in die eigentliche Aufgabe zu investieren.


    Was die ursprüngliche Frage anbelangt, 1:1 oder Passen, so finde ich Tirus' Beitrag mal wieder sehr gut. Im Kinderbereich sollte man aus meiner Sicht dem Dribbling den Vorrang geben, dabei sollte automatisch auch die Ballbeherrschung mit geschult werden, die für die saubere Annahme von Pässen so wichtig ist. Saubere Pass- und Schusstechnicken sind natürlich auch ein Thema, die Kids sollten sich diesbezüglich nicht sich selbst überlassen werden, sonst schleifen sich schlechte Angewohnheiten ein. Aber das Passspiel an sich, d.h. das Kombinationsspiel, sollte deutlich weniger wichtig sein, als es das später ist. Man beachte allerdings, dass das Spiel als Mannschaft durchaus von Bedeutung ist, siehe hierzu die Threads zu Horst Weins Methodik.


    Späteinsteiger und weniger talentierte Spieler sind eine Herausforderung, keine Frage. Ich denke, man sollte in sämtlichen Altersklassen an den Defiziten der Spieler arbeiten. Allerdings kann man sicher nicht aus jedem Spieler den hundertprozentigen Allrounder machen. Ein gewisses Mindestniveau in allen Bereichen braucht wohl jeder, das sollte dann auch der Maßstab sein. Darüber hinaus ist es sicher auch sinnvoll, wenn der Trainer seinen Schützlingen individuelle Tipps gibt, die es ihnen erleichtern, mit ihren Defiziten umzugehen. Voraussetzung dafür ist natürlich ein stabiles Vertrauensverhältnis und eine gut funktionierende Gruppe.

    Andre: Ich vermute, du meinst deinen Beitrag, in dem du deine bisherigen Erfahrungen im Trainer C-Breitenfußball schilderst, also Trainerschein. Die Angabe der Seite bringt nicht so viel, da man einstellen kann, wie viele Beiträge man pro Seite sehen will und ich das verändert habe, so dass bei mir jener Thread nur eine Seite hat. Die Beitragsnummer sollte aber eindeutig sein.


    Leider kann ich aber in dem Beitrag auch keine Begründung dafür finden, dass du den C-Breiten machst. Du schreibst doch, und ich hoffe, das jetzt zu deiner Zustimmung zusammen zu fassen, dass er dir nichts bzw. nicht viel bringt, du vielleicht sogar selbst vom Fachwissen her Referent sein könntest, und du in einigen Punkten noch zugespitztere Ansichten hast. Aber was ist davon ein Beweggrund für dich, den Schein zu machen? Keine Kritik, ehrliche Frage.


    Zum radikalen Dogmatiker: damit muss ich halt auch immer mal acht geben, andererseits ist die Dunkle Seite der Macht (TM) auch stark und ihr Weg oft scheinbar einfacher, so dass man auch immer mal wieder aufpassen muss, ihren Verlockungen nicht nachzugeben. :)


    Was den Verein anbelangt, ich bin mir sicher, dass du dich glücklich schätzt, in einem Verein zu sein, der keine Reform nötig hätte. Ich kann das so leider nicht sagen, muss aber einräumen, dass ich nur einen eingeschränkten Blick auf das Geschehen habe. Allerdings ist es leider nicht so, dass ich mit den Angeboten, die ich bisher bereits gemacht habe, offene Türen einrannte. Ich stieß auch nicht auf Ablehnung. Es war bisher meistens eher eine Totenstille...

    Die Ausführungen sind in jedem Jugendbereich möglich.


    Entschuldige, aber dem muss ich widersprechen. Ich habe und hatte Kids in meinem Team, die bereits in der F so ähnlich spielen konnten. Das waren aber die Ausnahmen, die Crème de la Crème meiner Mannschaft, der Mannschaftsteil, der es fast bis in das Finale um die goldene Ananas geschafft hätte. Die anderen zwei Drittel des Kaders wären in der F und sind es zum Teil auch noch in der E damit überfordert. Man kann es ihnen erklären, sicher, bis sie es aber verstehen ist es aber ein langer Weg. Und die Umsetzung im Spiel, d.h. unter dem Druck von fremden Gegenspielern, wirst du nur ganz selten sehen. Und darfst sie auch nicht erwarten.


    Und es geht auch nicht speziell um irgendwelche taktischen maßnahmen, sondern lediglich um normale Spielzüge.


    Was normal ist, unterscheidet sich zwischen F'lingen und A- und B-Junioren, wie du sie wohl trainierst, eklatant. Und auch zwischen F und D sind die Unterschiede deutlich.


    Dass sowas mit einer F vermutlich schwierig wird ist durchaus möglich, aber da braucht man dann auch nicht von "hinten rausspielen" sprechen. Da lass ich die jungs so oder so noch möglichst frei spielen


    Richtig, in der F ist das einfach schwierig. Und du hast auch völlig Recht, man möge die Jungs frei spielen lassen. Man sollte ihnen aber nicht beibringen, den Rückpass zum Torhüter zu spielen, damit dieser dann den Ball, da die entsprechende Regel ja nicht mehr verletzt wird, ungezielt nach vorne drischt. Allerdings sehe ich durchaus, dass viele Spieler im KiFu-Alter sich bei eigenem Abstoß eben nicht anbieten, da stehen viele einfach herum und warten passiv darauf, dass der Torwart den Ball ins Spiel schlägt. Und da gibt es auch viele Torhüter, die genau das tun, und zwar ohne auch nur irgendwohin außer auf den Ball zu gucken. Das ist das ganz normale, unbeeinflusste Verhalten von vielen Kindern. Damit musst du dich als Kindertrainer befassen.

    Tut mir leid, einfach nur schwachsinn.
    Wer keine Ahnung hat, sollte sich einfach zurückhalten.


    --> siehe http://www.youtube.com/watch?v=9zpbQZpFZsg&lr=1


    das hat absolut nichts mit nach vorne "dreschen" zu tun


    Ich verstehe nicht, was du meinst. In dem Video, auf das du verlinkst, wird bei Zeit-Code 0:45 doch explizit gesagt, dass die Ausführungen sich an eine D-Jugend richten. DQ spricht von F-Junioren. Dazwischen liegen drei oder vier Jahre. Plädierst du etwa dafür, im F-Bereich in der Halle Taktik-Training durchzuführen?

    ich habe gute interessante kleine Erfahrungen damit gemacht, mal in die Offensive zu gehen. Das Gegenüber -ein Elternteil oder ein Trainerkollege- erzählt wichtig wie toll sie schon passen etc.. und ich höre dann gespannt zu und lasse ihn erzählen. DANN....ich bin da anderer Meinung -sorry- und berichte von den Alterszielen, bringe einen Vergleich zur Schule (die rechenen in der Schule in der Klasse X das Minus und Plus und noch nicht das Wurzelziehen) was die Altersziele angeht.


    So habe ich das tatsächlich auch schon getan. Allerdings habe ich eher ein Stirnrunzeln geerntet. Das Elternteil dabei war ein Vater, der selbst aktiv gespielt hat und auch immer noch ab und an in unserer Altherrenmannschaft spielt -- daher kenne ich ihn selbst auch. Außerdem trainiert er auch eine D- oder C-Jugend bei uns, soweit ich weiß als Co-Trainer. Der F-Trainer hingegen ist ein B-Jugendlicher und Sohn unserer Jugendleiterin. Inwieweit sein Training die DFB-Philosophie beherzigt, weiß ich nicht. Mein Eindruck, der aber durchaus falsch sein könnte, ist aber, dass er mit weniger Herzblut dabei ist als ich. Wobei ich es damit vielleicht ab und an auch übertreibe.


    Erst jüngst habe ich einer Mutter davon berichtet, dass es in der F und E noch nicht auf das Passspiel ankommt und sie die Freiheit haben müssen, IHR Spiel durchzuziehen und das es in diesem Zusammenhang absolut richtig und förderlich ist, dass sie viel fummeln im Sinne von Dribbeln und Zweikampf dürfen und müssen, was sie mit Verwunderung aufnahm.


    Das mache ich auch immer wieder, viele 'meiner' Eltern kennen meine Einstellung. Über die konkreten Blüten, die sie treibt, sind sie aber auch, wie du es ja auch erlebt hast, schon mal verwundert. Am ehesten dann vielleicht diejenigen, die früher selbst Fußball gespielt haben, oder diejenigen, die weitere Kinder in anderen Teams haben, deren Trainer andere, aus meiner Sicht mutmaßlich oft falsche Prioritäten setzen.


    Ich bin der festen Überzeugung, dass gerade die Elternschaft eine scharfe Waffe ist, die es gilt neben sich stehen zu haben, statt im Rücken oder vor sich. Diesen Zustand so zu erreichen bedeutet für mich, sie über freundliche sachliche Information auf meine Höhe zu hohlen. Das bedeutet für mich nicht, sie damit einlullen zu wollen oder zu müssen, aber da wo es sich ergibt, wirds dann Zeit für mich, auch offen und ehrlich Stellung zu nehmen. Die sollen wissen, wie ich warum ticke.


    Ja, da bin ich völlig bei dir. Und ich denke, 'meine' Elternschaft steht auch hinter meinem Co, der die selbe Einstellung hat, und mir. Zumindest diejenigen, die sich dafür interessieren.


    Schwierig ist in diesem Zusammenhang aber natürlich schon immer das allenthalben anzutreffende Ergebnisdenken. Jetzt kommt wieder die Standardeinleitung: Würde ich nächste Saison eine G-Jugend neu übernehmen, ich würde die Eltern von vornherein darauf einschwören, dass die Ergebnisse und die Tabellen, wie du zu sagen pflegst, peng sind. Dazu noch so einiges mehr. Damals wusste ich vieles noch nicht, man orientiert sich dann ja doch auch ein Stück weit an der Umgebung, hat noch nicht genügend Selbstvertrauen, um alleine die große Kehrtwende zu propagieren. Mit der Zeit sammelt man Erfahrung, probiert Sachen aus, zieht seine Schlüsse, informiert sich weiter und tauscht sich aus. Daraus erwachsen dann Überzeugungen, eine eigene Linie, und das Selbstbewusstsein, diese auch gegen Widerstände zu vertreten.


    Allerdings muss man aufpassen, dass man nicht zum radikalen Dogmatiker wird, der keine Meinungen außer der eigenen zählen lässt. Fühle dich jetzt bitte nicht angesprochen, so ist es nicht gemeint.


    Das ist übrigens ein wichtiger -wenngleich zugegebener Maßen seltsamer Grund dafür, warum ich derzeit den Trainerschein mache- Gruß Andre


    Was ist der Grund? Das habe ich leider nicht erkannt..