Beiträge von tobn

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    Schimanski: Natürlich sind die Gegner auch betroffen, bei ihnen sieht man das auch ab und an. Ich sehe es bei meinen ja auch nicht in jedem Spiel, aber doch häufiger. Es sind auch nicht alle Spieler betroffen, einige scheinen da anfälliger zu sein. Das führt dann halt zu mehr Fehlern oder zu zu passiver Spielweise bei einigen Spielern, was dann eher mit einem Gegentor endet. Je mehr anfällige Spieler du in deinen Reihen hast, desto größer die Gefahr für dein Team. Betroffen sind meiner Beobachtung nach am stärksten die Spieler, die auch sonst etwas weniger begeistert und engagiert sind.


    Paradebeispiel war ein Spiel, das wir im Herbst im letzten Jahr führten. Die erste Halbzeit war noch ziemlich ausgeglichen, beide Seiten hatten ihre Torchancen. Ich meine, wir hatten insgesamt eine höhere Qualität auf dem Platz, aber wir haben halt einige Spieler in unseren Reihen, die ihr Potenzial leider nicht voll ausschöpfen, vor allem in punkto Einsatzbereitschaft.. Nach der torlosen Hälfte folgte die Pause, dann, zu Beginn der zweiten Hälfte die kalte Dusche: zwei Ecken gegen uns führen zu zwei Gegentoren. Fast alle unsere Spieler standen einfach nur im Strafraum herum und guckten dem Ball zu. Nun habe ich ein paar relative Fußballneulinge im Team, bei ihnen ist die Entwicklung noch nicht so weit, aber hier waren auch noch zwei, drei alte Hasen betroffen... In solchen Situationen zeigt sich IMHO durchaus auch Willen und Leidenschaft, bin ich beim gegnerischen Standard hochkonzentriert und in angespannter Erwartung des Balls, oder benehme ich mich eher wie ein Beobachter, der mit der unmittelbaren Situation nicht so viel zu tun hat, sondern erst danach wieder gefragt ist.


    Naja, dann bekamen wir in einem schnellen Konter noch das 0:3, zu dem Zeitpunkt waren wir hoch aufgerückt, da kann das natürlich passieren.


    Dann aber hat sich die Mannschaft wieder aufgerappelt und alles gegeben, so dass wir unter hohem Einsatz drei Treffer erzielen konnten. Die letzten zwei Minuten waren dann noch unheimlich spannend, viele Spieler waren stehend K.O. und es hätte auf beiden Seiten noch klingeln können. Ich sah zwar Vorteile bei uns, bin mir aber bewusst, dass ich keine Objektivität beanspruchen kann. :)


    Fazit ist, dass letztlich zumeist mehrere Faktoren zusammen kommen, wenn es einen plötzlichen Leistungsabfall gibt. Bei meinem Team lag das in diesem Spiel zum Teil am Absacken der Konzentration zur Pause, und vermutlich auch des Adrenalinpegels, der ist vielleicht noch wichtiger, dann der etwas unvorteilhaften Mannschaftszusammenstellung:
    - zwei engagierte und erfahrene Spieler, davon aber einer in der zweiten Halbzeit im Tor
    - drei erfahrene Spieler, die eher bequem sind und/oder gewisse Defizite im Selbstbewusstsein haben und daher starke Leistungsschwankungen und zu wenig Einsatz zeigen
    - drei unerfahrene und/oder junge Spieler, denen einfach Erfahrung und langjährige Spielpraxis fehlen. Außerdem sind sie es ja nicht gewohnt, Verantwortung zu übernehmen...


    Ist die Zusammensetzung der Mannschaft eine andere, so sind die beobachteten Phänomene natürlich auch andere.


    PS: Ich meine das eben Geschriebene in keiner Weise böse oder als Aussagen gegen die Kinder. Ich sehe meine Aufgabe darin, sie bestmöglich zu fördern und nicht darin, sie nieder zu machen. Nichtsdestotrotz sehe ich doch auch die Defizite. Das, sowie die Suche nach den Ursachen dafür, halte ich auch für eine Aufgabe des Trainers. Dabei muss er sich auch stets darum bemühen, Verständnis für seine Schützlinge zu haben und nur das von ihnen zu fordern, wozu sie auch in der Lage sind.

    deine eigene Vorstellungen und die Tips, die du hier bekommen hast finde ich vollkommen ausreichend.


    Danke für den Zuspruch. Ich schaue mir die ganzen Übungen eigentlich auch größtenteils deshalb an, um mir dann sicher sein zu können, einen guten Überblick über die Möglichkeiten zu haben. Das ist so eine Eigenart von mir, ich informiere mich gerne erst einmal ziemlich umfassend...


    auf eins würde ich jedoch achten, ich würde mich nach den Vorstellungen des Kursleiters ausrichten, wann weiss nie wie der gestrickt ist, d.h. wie offen er für andere Ansichten ist. das risiko kann man umgehen.


    Du sagst es. Deshalb werde ich z.B. die Tore auch nicht umkippen. :)

    Danke für die Tipps, FußballneulingmitCBF, ich nehme sie gerne an. Im Moment sammle ich tatsächlich Anregungen auf Training Online, der DFB-Info-Abend Nr. 14 hat auch das passende Thema. Mir gefällt die von Uwe genannte Übung für das Aufwärmen noch etwas besser als meine, die deiner sehr ähnlich gewesen wäre. Wobei das Aufwärmprogramm ja nur an der Tafel vorgestellt und gar nicht praktisch durchgeführt wird und insofern sicher weniger wichtig ist. Für die Übung des Hauptteils suche ich etwas, das sich einerseits für die Steigerung des Schwierigkeitsgrads anbietet und andererseits nicht zu kompliziert ist. Ein Torschuss sollte auch am Ende des Übungsablaufs stehen. Aber da gibt es, wie du sagst, durchaus einige Übungen. Die Spielform ist da schon etwas schwieriger... Unser Kursleiter steht eher auf realitätsnahe Spielformen, daher überlege ich, ob z.B. ein 4:4 im doppelten Sechzehner, in dem ein Team auf beide Tore, die zusätzlich mit Torhütern besetzt sind, angreift, und das andere auf Ballhalten spielt, so gut wäre. Die Aufgabe der ballhaltenden Mannschaft passt eigentlich super zum Thema, ihnen fehlt aber halt etwas das Ziel.. Die Aufgaben würden natürlich nach ~5 Minuten gewechselt, wenn es dann für die ersten, die auf die Tore spielen, darum geht, vor zu legen, und für die anderen, deren Ergebnis zu toppen, könnte es aber trotzdem funktionieren...

    Danke, Don Quijote, für deine Antwort.


    "Offene Spielhaltung" meint dasselbe wie "offene Stellung", oder? Nach meinem Laien-Verständnis bezeichnet das eine dem Passgeber frontal zugewandte Stellung.


    Ja, wenn es um die Ballannahme geht, habe ich es auch so verstanden.


    Oft spricht man auch von offener Stellung in Bezug auf das Spielgeschehen oder das Tor. Das verstehe ich immer so, dass der Körper des Spielers frontal darauf gerichtet ist. Aber da mögen mich Besserwissende gerne korrigieren.


    Besserwisser bin ich hier nicht, sonst hätte ich ja nicht gefragt, aber genau das ist es, was mich ein wenig verunsicherte. Denn in einigen Beiträgen sah ich eben genau das, es wurde von der "offenen Stellung" zum Tor bei der Ballannahme gesprochen bzw. geschrieben. Nun passt das aber nicht immer, oft findet die Ballannahme ja mit dem Rücken zum Tor statt, anschließend wird sich dann im Zuge der Ballmitnahme "aufgedreht". Ich sehe es daher ähnlich wie du, genauer gesagt, dass angestrebt werden sollte, nach Möglichkeit sowohl dem Zuspiel als auch dem Tor bzw. der Spielrichtung zugewandt zu sein.

    Ich erlebe mit meinen E-Junioren desselben Jahrgangs dieses Phänomen auch häufig. Tatsächlich vermute ich, dass es an der altersbedingt kürzeren Konzentrationsfähigkeit liegt, bzw. daran, dass sie, nachdem sie 25 Minuten lang recht hoch konzentriert waren, die Pause nutzen, um abzuschalten, und dann zu Beginn der zweiten Hälfte nicht so schnell wieder in Fahrt kommen. Das ist natürlich nicht bewusst gesteuert und trifft wahrscheinlich auch nie auf alle Spieler gleichermaßen zu, aber meiner Beobachtung nach reicht es auch schon aus, wenn zwei Spieler abschalten, um die Mannschaft gehörig ins Schwimmen zu bringen...

    Obwohl es hier schon die Mehrheitsmeinung ist, schließe ich mich ihr an: ich halte das Strafmaß gegen Guerrero auch für gerechtfertigt. Und zum Vergleich mit Ottl: in dem Fall war das Strafmaß in meinen Augen zu niedrig. Ottls Aktion war allerdings wohl tatsächlich zumindest ein bisschen spontaner als die des HSV-Spielers. Nichtsdestotrotz wissen die Spieler doch, was sie da tun, und das geht einfach gar nicht, das ist unterste Schublade.


    Natürlich läuft der DFB Gefahr, dass der Verdacht aufkommt, er würde sich von dem Geschrei der Medien beeinflussen lassen. Und sicherlich sind 'die Medien' auch immer mal gerne dabei, um völlig banale Geschichten aufzublähen oder Skandale aus dem Nichts herauf zu beschwören. So ein bisschen wie die neutestamentarischen Pharisäer erscheinen einige ihrer Vertreter zuweilen schon. Dennoch halte ich das Strafmaß für angebracht.

    TW-Trainer: Danke für diesen fundierten Beitrag, so sehe ich es auch. Ich werde zum nächsten Sichtungstermin des hiesigen Stützpunkts die paar Spieler mitnehmen, die tatsächlich deutlich besser spielen und kompletter sind als die anderen. Und dann sollen die Stützpunkttrainer entscheiden. Ich möchte mir da gar kein Urteil anmaßen, aber den Kindern auch nicht die Tür versperren. Klar dürfte sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass gerade diese Spieler später mal ihren Lebensunterhalt mit dem Fußballsport bestreiten, geradezu winzig ist.

    Das hätte ich über die Situation bei uns aber haargenau auch so schreiben können.


    Was daran liegen wird, dass es gar nicht so selten ist. Letzte Woche haben wir bei einem anderen Verein Freundschaftsspiele gemacht, da gab es bei ihnen auch so einen Spieler. Er war deutlich besser als die anderen, ist von der Vorsaison übrig geblieben und spielte damals in einer sehr erfolgreichen Mannschaft, die dann aber in die D-Jugend wechselte, wohingegen er nun mit lauter schwächeren Spielern in der E-Jugend verblieben ist. Dieses Team war bei unserem Fairplay-Turnier und sie haben von dort übernommen, dass ohne Schiri gespielt wurde, aber dieser Spieler ging so überengagiert zur Sache, dass ich im zweiten Spiel meines Teams die Partie unterbrochen habe und ihn (natürlich freundlich) gebeten habe, ein kleines bisschen weniger heftig zur Sache zu gehen. Zum Schluss, sie hatten gegen unser eines Team einmal gewonnen und ein Unentschieden gespielt, gegen unser anderes gab es zwei Unentschieden, hat ihn die Emotion auch übermannt. Ich befürchtete zunächst, dass meine Ermahnung daran schuld sei, er war aber, wie sich dann heraus stellte, 'nur' stinksauer darüber, dass seine Mannschaftskollegen nicht gut genug sind und nicht entsprechend mitgespielt und seine Vorlagen verwertet hatten. So hat sich mein Sohn zwar noch nie in ihrer Gegenwart über seine Mitspieler geäußert, aber ähnlich empfunden haben mag er ab und zu. Und das ist ja auch durchaus verständlich, er gäbe sich ja Illusionen hin, wenn es anders wäre. Was nicht heißen soll, dass Kinder in diesem Alter nicht jede Menge Illusionen haben..


    Das hat sicherlich etwas mit dem Druck zu tun, den sich die kleinen da selber auferlegen. Man sieht das auch im Spiel. Geht bei meinem Sohn mal was daneben, ist das fast gleichbeduetend mit einem Weltuntergang. Tränen sind da relativ häufig, obwohl absolut unbegründet.


    Jaja, das kenne ich auch. Früher kam es auch immer mal wieder vor, dass unser Sohn mitten im Spiel schluchzend vom Platz flüchtete und sich irgendeine Ecke suchte, in der er dann die nächsten Minuten unverrückbar verbrachte, wenn irgend etwas passiert war, das das Fass zum überlaufen brachte. Das konnte ein spektakuläres Eigentor sein, oder eine umstrittene oder bedeutungsschwere Schiedsrichtentscheidung. Von Mitspielern oder Zuschauern kam in diesen Situation nie auch nur ein Wort an Kritik, im Gegenteil, es schallte nur Aufmunterung. Aber das kam überhaupt nicht an, in diesen Situationen wurde er von seinen Emotionen einfach übermannt und war zu keinerlei Handlungen mehr fähig..


    Bevor jetzt jemand befürchtet, wir wären ein Fall für Katja Saalfrank und würden unser Kind unter Druck setzen und als Vatertrainer sei das ja auch gar nicht zu vermeiden, erlaubt mir zu sagen, dass unser Sohn schon immer diesen Zug hatte. Er ist in vielen Dingen gut und hat noch höhere Ansprüche an sich selbst, er ist ein kleiner Perfektionist. Das hat immer mal wieder zu Schwierigkeiten geführt. Da wir das aber erkannt haben und die Erziehung entsprechend handhaben, hat sich das schon deutlich gebessert. Jedoch ist wohl jedem, der mit Kindern zu tun hat, klar, dass sich solche Probleme nicht von heute auf morgen lösen lassen. Den grundsätzlichen Wesenszug wird er, wie ich vermute, auch sein ganzes Leben über behalten. Das ist ja auch in Ordnung, wichtig ist ja, dass er erst einmal lernt, mit ihm umzugehen, um ihn später dann (damit meine ich die späte Jugend und das frühe Erwachsenenalter) auch selbst erkennen und annehmen zu können, sowie ihn ggf. ganz oder teilweise zu überwinden. Inzwischen hat er sich schon ziemlich gut im Griff, so dass ich mittlerweile häufiger darauf bestehe, dass er die unmittelbare Situation durchsteht. Denn das ist ja die andere Seite, wenn das (verständliche) Fluchtverhalten längerfristig belohnt wird bzw. nicht mit Nachteilen verbunden ist, dann dürfte es schwierig sein, zu einer Besserung zu kommen. Das ist dann in manchen Situationen hart, für das Kind wie für die Eltern, bietet aber, wie ich meine, langfristig die deutlich bessere Prognose als ausschließlich äußerlich verständnisvolles Verhalten und stetes Eingehen auf das Fluchtverhalten. Diese Aufgabe obliegt natürlich ausschließlich den Eltern und ggf. entsprechend qualifizierten Dritten, ein Trainer sollte sehr vorsichtig damit sein, sich hier einzumischen.


    Noch ein kurzer Einwurf zum vorvergangenen Absatz: Kinder haben ja auch ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden, genauer gesagt sind sie sehr empfindlich gegenüber dem, was sie als Ungerechtigkeit sich selbst gegenüber auffassen. Es gibt sicher auch einige besonders empathische Kids, die auch mit anderen mit fühlen, typischerweise sind sie aber schon eher ziemlich egozentrisch. Und da bin ich sicher, dass viele Kinder, die sich abrackern und dann ob der Gegentore oder des anderweitig ungünstigen Spielverlaufs zusammen brechen, das einfach als krass ungerecht empfinden. Wir Erwachsenen wissen ja auch, dass Fußball nicht selten ungerecht ist, wir akzeptieren das. Das Weltbild von Kindern ist diesbezüglich aber anders, da bricht buchstäblich eine Welt zusammen, wenn das Böse zu obsiegen scheint...


    Bei anderen Kindern habe ich das noch nicht gesehen, die sind da (teilweise auch zu) emotionslos und spielen einfach gewohnt ihren Trott weiter. Früher war das bei meinem auch nicht so schlimm.


    OK, bei unserem schon. Was die anderen betrifft, ich kenne auch viele Kinder, auf die deine Beschreibung zutrifft. Es ist ja auch eigentlich angenehmer, wenn sie einzelne Spiele nicht so schwer nehmen. Es gibt aber durchaus auch einige Spieler, denen man während des Spiels und kurz danach auch noch den Frust nicht so sehr anmerkt, die ihn geschickt zu verbergen vermögen. Teilweise bricht er dann daheim aus. Viele Kinder sind sensibler, als es viele Erwachsene vermuten.


    Was glaubt ihr, was wir nach einem Spieltag teilweise für einen restlichen Samstag zu Hause hatten. Besch... wäre da noch gelinde ausgedrückt.


    Ihr müsst das Thema angehen, ich befürchtete sonst, dass es von selber nicht besser, sondern eher schlimmer wird. Und gerade wenn er ein guter Kicker ist, dann wäre es doch wirklich schade, wenn er im Extremfall die Fußballschuhe noch in der Jugend aus solch überflüssigen Gründen an den Haken hängen würde..

    Ich sehe es wie Don Quijote, wir können Euch die Bewertung der genauen Umstände und die daraus resultierende Entscheidung nicht abnehmen. Mit meinem Sohn stecke ich in einer ähnlichen Situation, er ist eindeutig einer der zwei stärksten Spieler seiner Mannschaft, ich werde bei nahezu jedem Spiel gegen andere Teams auf ihn angesprochen. In einem anderen Thread habe ich beschrieben, dass wir derzeit mit zwei kleinen Mannschaften im Spielbetrieb gemeldet sind, er ist der stärkste Spieler in einer (aktuell) Achtmanntruppe mit einem sehr großen Leistungsgefälle. Das hat ihm in der Feldrunde auch schon ganz schön zu schaffen gemacht, die Phänomene waren denen, die du beschreibst, recht ähnlich. Meine Frau hat begonnen, Angst um das Seelenheil ihres Kindes zu kriegen, weil ihm die Fußballspiele teilweise gar keinen Spaß mehr gemacht haben und er währenddessen teilweise völlig verbissen und zum Schluss doch frustriert darüber war, dass das Spiel in die Hose gegangen war. Das ist die Kehrseite des hohen Engagements... Deshalb ist in mir auch die Überzeugung gereift, dass sowas auf Dauer weder für die starken noch für die schwachen Spieler, die ja in diesen Spielen gegen stärkere Gegner völlig überfordert waren und vermutlich sogar besser bedient gewesen wären, wenn sie daheim geblieben wären, förderlich ist.


    Bei uns ist es nun nicht ganz so schlimm, ich kann außerdem als Trainer und Vater in einer Person auf meinen Sohn viel besser einwirken, als wenn ich nur Trainer wäre. Da es zur nächsten Saison beim Verbleib im Verein ohnehin in eine JSG mit dem Nachbarverein geht und da eine leistungsorientierte Einteilung ansteht, stehen wir den Rest der Saison noch in der vertrauten Umgebung und unter dem Versuch, den Druck, den er sich selbst macht, möglichst gering zu halten, durch, und hoffen dann auf die nächste Saison.

    Der Kader liegt bei 17-18 Kindern ( gemischte Truppe )


    Schwierige Größe beim 7:7. Wir haben aktuell auch 17 Spieler, begannen die Saison mit 18, gestern kam ein Neuzugang zum Training, es sieht so aus, als hätten wir bald wieder 18 Spieler. E-Junioren, überwiegend älterer Jahrgang -- wir haben drei Jungjahrgänge, die auch zu den schwächeren Spielern zählen.


    In der Vergangenheit, also seit der G1, hatten wir bei einem ähnlich großen Kader, allerdings mit fünf stärkeren Spielern, die uns Ende letzter Saison verließen (drei wg. Umzugs, einer von denen kommt vermutlich zur nächsten Saison zurück, einer war unzufrieden, der fünfte wollte unbedingt mit dem Unzufriedenen zusammen bleiben). Wir haben von G1 bis E2 stets nur eine Mannschaft gemeldet und sind in stets wechselnden Besetzungen zu den Spielen angetreten. Ich habe dafür eine OOo-Tabelle (also quasi eine Excel-Tabelle) erstellt, mit der ich die Einsätze geplant habe und konnte so dafür sorgen, dass alle Spieler ziemlich gleich oft zu den Spielen fuhren. Ging es gegen stärkere Gegner (nach einer Weile gibt es dafür ja Erfahrungswerte), so waren mehr stärkere Spieler dabei, gegen schwächere Mannschaften mehr der schwächeren Spieler.


    Das ging eigentlich ganz gut, die Ergebnisse waren auch ganz in Ordnung, aber ein paar der Eltern der stärksten Spielern nicht so richtig gut genug. Die anderen kamen ganz gut mit diesem System klar. Ich sehe im Nachhinein jedoch ein paar Probleme:
    - Ständig wechselnde Mannschaftszusammensetzungen behindern die Gruppendynamik
    - Der einzelne Spieler hat relativ wenig Einsatzzeit, verglichen mit Spielern von Teams mit kleineren Kadern. Terminplanverträgliche Freundschaftsspiele zur Ergänzung sind bei uns nur recht schwer zu vereinbaren, da so gut wie alle Spieler im offiziellen Spielbetrieb sind und somit 'freie' Mannschaften Mangelware sind.
    - Freundschaftsspiele wurden von einigen als Spiele zweiter Klasse gesehen
    - Schwächere Spieler 'verstecken sich' hinter stärkeren


    Getrieben vor allem von dem Wunsch, allen, und hier dachte ich vor allem an die schwächeren Spieler, allen Kids möglichst viel Spielpraxis zu geben, haben wir für diese Saison dann tatsächlich zwei Teams gemeldet, von denen mein Co-Trainer und ich jeweils eine zu den gleichzeitig, aber stets an unterschiedlichen Orten stattfindenden Spiele begleiten, so dass auch wirklich alle Spieler an jedem Spieltag gebraucht werden. Leider hat der Kreis die Gruppen der Feldrunde gegenüber dem Vorjahr vergrößert, so dass sich deutlich mehr Termine als erwartet ergaben. Die Spieler- und Elternschaft zieht zwar bemerkenswert mit, die Belastung ist jedoch schon sehr hoch und die meisten gehen oder gingen phasenweise auf dem Zahnfleisch..


    Erschwerend kommt die große Heterogenität der Feldrundengruppen bei uns hinzu. In 'meiner' Gruppe gibt es drei Knallerteams, die eigentlich in die höhere Spielklasse gehören. Die Gruppe, in der unsere andere Mannschaft spielt, hat auch drei starke Teams, wenn diese auch nicht ganz so gut sind, wie diejenigen bei uns. Daneben gibt es aber dort mehr richtig schwache Teams, bei uns ist das Mittelfeld breiter. Wenn wir nun aber eine starke und eine schwache Mannschaft bildeten, so würde die starke im oberen Mittelfeld mitspielen, die schwache würde aber fast nur verlieren, egal, in welcher der beiden Gruppen sie spielt. Das wäre also doof. Derzeit ist es aber so, dass unsere erste in ihrer Gruppe ein wenig, aber, wie ich meine, schon spürbar schwächer ist als die zweite. Mein Co sieht das, wie es wohl nicht verwunderlich ist, allerdings nicht so... Wir treffen mit der ersten in den letzten vier Spieltagen leider drei mal auf die Knallermannschaften, da litt in der Hinrunde die Motivation meiner Spieler deutlich.. Schön ist das dann wirklich nicht.


    Leider habe ich bei den mittelmäßigen und schwächeren Spielern auch keine größere Leistungssteigerung oder Erhöhung des Engagements gegenüber früher feststellen können, die vermehrten Einsätze scheinen diesbezüglich keine durchschlagende Wirkung zu entfalten. Nichtsdestotrotz denke ich schon, dass grundsätzlich häufige Einsätze für die Entwicklung der Spieler ganz sicher förderlich sind.


    Ich weiß nicht, wie ich verfahren würde, stünde ich nochmals am Anfang der Saison. So richtig glücklich bin ich mit keiner der beiden Lösungen...


    Gute 6 dann 2 die man problemlos auch mal einwechseln kann. Der Rest ist für die Kreisliga wenn man es eng nimmt kaum "nutzbar" ( Teilweise aber auch nur weil sie erst seit einem oder 2 Monaten auf den Fußball gekommen sind )


    Wenn es bei Euch hin haut, könnte ich mir vorstellen, dass die stärkeren acht Spieler plus zwei oder drei weitere den offiziellen Spielbetrieb bestreiten, und ihr für den Rest viele Freundschaftsspiele ausmacht. Das sollten ähnlich viele Spiele sein, wie die 'erste' Mannschaft sie bestreitet. Zu den Freundschaftsspielen könnten dann ja auch immer ein oder zwei Spieler der 'ersten Mannschaft' mit fahren, falls es sonst zu wenige wären. Sie sollten dann aber IMO auf keinen Fall länger eingesetzt werden als die anderen, im Zweifel eher kürzer, aber schon so lange, dass sich ihr Kommen lohnt. Wenn Ihr zwei Teams bilden und für den Spielbetrieb melden solltet, kann es mit der Spielerdecke eng und gelegentlich mit Festspielregularien diffizil werden. Wenn dazu noch, wie es bei uns leider der Fall ist, der Spielbetrieb nicht gewährleistet, dass verschiedene Teams in Gruppen mit ähnlich starken Mannschaften spielen, wird die zweite Mannschaft überwiegend Niederlagen, die teilweise sehr hoch ausfallen können, einfahren, was sicher nicht der Motivation dient. Spiele, in denen ein Team deutlich überlegen und das andere ebenso deutlich unterlegen sind, bringen außerdem keinem der beiden einen Lerneffekt..


    Was die richtige Lösung in Eurer Situation ist, hängt aber entscheidend von Euren speziellen Rahmenbedingungen ab..

    Um den Ansatz in dieser Altersgruppe zu setzen würde ich zum 1:1 auf Hütchentore setzen, ...die Tore wären zu durchdribbeln...um den Zweikampf noch mehr zu unterstreichen.


    Übungen für das 1:1 kenne ich durchaus ein paar, gerade die Coerver-Drills sind da ziemlich gut und sorgen für viel Rambazamba. Allerdings geht es da um andere Fähigkeiten als im individualtaktischen 1:1 der D-Jugend, da die Kids i.d.R. schon dicht zusammen sind, wenn der Zweikampf beginnt. Das kann man natürlich ändern, indem ein Spieler von vornherein der Angreifer ist, das geht aber dann deutlich zu Lasten des Tempos. Viele meiner Jungs bleiben dann stehen, wenn sie den Ball haben, und warten auf den Gegenspieler, um ihn dann aus dem Stand heraus auszuspielen bzw. das zu versuchen..
    Es gibt noch die Alternative, die Spieler um ein Eckhütchen laufen zu lassen, wonach dann der schnellere den Ball zugespielt bekommt. Das läuft dann etwas besser. Am Unterschied im Einsatz der Spieler ändert es aber nicht so richtig viel...

    Was ich häufig bei Trainern der F vermisse ist, dass viele meinen, hier schon so richtig -verbal- im Fußball aktiv zu sein....und zwar im Bezug auf die Ansprache und die Erklärung der Übungen. Hier wird die Fantasiewelt der Kinder ungenutzt gelassen, weil man es selber vielleicht als albern oder nicht mehr altersgerecht empfindet. Ich habe hier die Erfahrung gemacht, dass das schade ist, weil das Umgekehrte der Fall ist.


    Gerade was den jüngeren F-Jahrgang anbelangt, hast du sicher Recht. E-Junioren sind aber über die Bären-im-Wald-Geschichten oder ähnliches hinweg, vielleicht kriegst du sie noch mit Clone Wars oder Ähnlichem, aber das ist gar nicht mehr so sehr notwendig, bei Viert- und Fünftklässlern (älterer E-Jahrgang) kann man schon den Fußball an sich thematisieren.


    Verkauf die einfache Übung doch mal als Bundesligaturnier. Möchte dein Knabe da auf dem letzten Tabellenplatz landen...wenn ja, soll er doch noch ein bischen rumstehen nach dem Ballverlust. Ich glaube aber nicht, dass er das tun wird....wenn doch...ist er vielleicht beim Fußball verkehrt?


    Es ist ja nicht so, als würden die Schwächeren gar nichts tun. Aber halt weniger als die Stärkeren, die Germancoach beobachtete. Ich mache durchaus ab und an 1:1- oder 2:2-Spiele im Bundesligamodus, d.h. mit Auf- und Abstieg von Champions League über Euro League, 1. BuLi, etc. Da schwimmen dann die engagierteren Spieler auch rasch nach oben, während die wenig engagierten nach unten sinken. Im breiten Mittelfeld entscheidet hingegen häufig die Tagesform oder das Glück über die letztendliche Platzierung.


    Der Unterschied zwischen den Stärksten und den Spielern, die genau so lange Fußball spielen, aber dennoch im Mittelfeld verbleiben, scheint mir tatsächlich hauptsächlich in der inneren Motivation zu liegen, eben im Unterschied in der Eigenschaft, die Germancoach ausgemacht hat: Leidenschaft und Einsatzbereitschaft. Diese kann man sicherlich mit entsprechenden Übungen und Spielformen fördern. Es bleiben aber Unterschiede zwischen den Spielern, einige sind halt begeisterter als andere und haben auch einen größeren Bewegungsdrang, während einige andere mit ihrer Energie strenger haushalten...


    Bei meinen schwächsten meiner Spieler sind es individuell unterschiedliche Ursachen, die hinter ihrer Schwäche liegen. Einer hat erst vor einem Jahr mit dem Fußball begonnen und ist kein Talent, sondern ein ganz normaler Junge, so dass er aber halt nicht innerhalb eines Jahres die vier Jahre an Vorsprung aufholen kann, den die anderen haben, schon gar nicht im individualtaktischen Bereich. Ein anderer hat als Sechsjähriger mal gespielt, aber auch nur unregelmäßig, dann zwei Jahre ganz ausgesetzt, und ist seit Ende der letzten Saison bei uns. Bei ihm ist das Soziale mindestens genau so wichtig wie das Sportliche. Dann kam vor ca. einem Jahr ein Junge zu uns, der zuvor in den USA gewesen war. Obwohl er dort Fußball spielte, hat er ungeheure technische Defizite und ist leider noch dazu ziemlich unbeweglich. Außerdem kannte er zu Beginn keinen und ist eher zurückhaltend, was die Integration natürlich erschwert. Immerhin hat er mittlerweile einen guten Kumpel im Team, die beiden sind Nachbarn. Tja, und dann haben wir noch unsere zwei Küken, die ~1,5 Jahre jünger sind als die anderen und ein bis zwei Köpfe kleiner... Bei ihnen kämen Fantasiegeschichten wahrscheinlich noch an..


    Die Legenden...die Brücken in die Fantasiewelt der Kinder fehlt oftmals. Ich fange mal an zu spinnen und erkläre folgende Fantasieübung für den Warmmachteil aus...und zwar für deinen Lauffaulen nach Ballverlust: [Haifischbecken]


    Die Idee mit dem Durchlaufen des Hütchentors und der damit verbundenen Notwendigkeit bzw. Möglichkeit, dem Gegenspieler noch nachzusetzen, ist gut, das probiere ich mal aus. Bei meinen E-Junioren könnte ich dazu aber, wie gesagt, die Assoziation mit Haien vermutlich auch weg lassen. Aber auch das probiere ich gerne mal aus.


    Viele Grüße,
    tobn

    Vielen Dank für die Hinweise und Tipps, ich nehme sie gerne auf! Ich nehme gerne weitere an. Und ebenso vielen Dank fürs Daumendrücken, damit Ihr bis dahin weiterhin die Tastatur bedienen und hier im Forum beitragen könnt, reicht es auch, wenn Ihr mir am Montag, 19.3., zwischen 18 und 21 Uhr die Daumen drückt, da findet die Lehrprobe tatsächlich statt. Am Freitag zuvor habe ich die mündliche Prüfung.


    Grüße,
    tobn

    Zu allererst musst du offen mit ihr umgehen, sprich die Situation klären, und ihr sagen, dass es nicht in Ordnung war, wie du sie früher runter gemacht hast. Kannst ja ruhig sagen, dass du dich von ihr verhohnepiepelt fühltest, und deshalb so reagiert hast, nun aber weißt, dass dein Eindruck damals falsch war. Erst dann solltest du überlegen, was du tun möchtest. Und tatsächlich würde ich vermutlich sie im Vetrauen auf ihren Alkoholkonsum ansprechen und ihr die Hilfe anbieten, zu der du in der Lage bist. Dass du kein Sozialarbeiter oder Suchtberater bist, ist klar, wenn du merkst, dass du überfordert bist, solltest du auch keine Scheu haben, dich an entsprechende Stellen zu wenden. Dort sollten sie dir eigentlich kompetent Rat geben können..


    Aber es muss meiner Meinung nach auch klar sein, dass in deinem Team keiner unter Alkoholeinfluss spielen oder trainieren darf. In diesem Punkt solltest du, wie ich meine, felsenfest bleiben. Das könnte dann automatisch und sowohl direkt zu einer Spielpause führen, als auch indirekt, falls die Trainingsbeteiligung für die Berücksichtigung in Spielen einen Ausschlag gibt.


    Wichtig ist, dass diesem Mädchen geholfen wird. Der Fußball ist dabei nebensächlich. Die Mutter eines Klassenkameraden meiner Tochter starb Mitte letzten Jahres mit Mitte bis Ende Dreißig, sie hing seit ihrer Jugend an der Flasche..

    Mit unserem Jugendwart hab ich da auch deswegen gesprochen, er war auch ziemlich ratlos. Ihre Eltern drauf ansprechen ist halt irgendwie blöd wobei mir schon klar ist daß ich da eine gewisse Verantwortung habe!!!


    Nur: ich bin 20, unser Jugendwart auch. Glaub nicht daß die das toll finden bzw. uns ernst nehmen.


    Wichtig ist, dass du eine Vertrauensbasis aufbaust. Aber genauso wichtig ist, dass du für deinen Bereich das Heft in der Hand behältst und dir bewusst bleibst, dass du am längeren Hebel sitzt. Ganz konkret: du setzt sie in Spielen ein, wenn sie unter Alkoholeinfluss steht, bleibt sie draußen, Punkt. Und ich würde auch klar stellen, dass du eine Verantwortung hast, der du gerecht werden musst, weil man sonst dich belangen kann. Es geht ja um ihr Wohl, das musst du heraus stellen, auch wenn sie es dir nicht abnehmen mag. Und dann würde ich unmissverständlich machen, dass sie, wenn sie unter Alkoholeinfluss zu Training oder Spiel kommt, sie außen vor bleibt. Außerdem gibt es einen Strich. Und bei allerspätestens drei Strichen werden die Eltern informiert.


    Vorallem nagt an mir auch schlechtes Gewissen, weil ich, wo ich die Mannschaft übernommen habe, nicht wirklich fair zu ihr war (ich weiß inzwischen daß das nicht toll war!!) deshalb will ich jetzt auch helfen des wieder hinzubiegen...nur wenn ich vor dem Spiel beispielsweise sag daß ich weiß daß sie des super machen wird, hab ich das Gefühl sie hört mir gar nicht zu...


    Vielleicht liegt darin sogar auch ein Teilgrund für ihre auffälligen Schwächen. Hast du sie für das unfaire Verhalten um Entschuldigung gebeten? Das solltest du zu allererst tun, damit ihr eine Basis für die Zukunft habt. Sie muss dir vertrauen, das geht nicht, wenn sie sich unfair behandelt fühlt.

    Diejenigen meiner Spieler, die der F am nächsten kommen, laufen frontal auf den Ballführenden zu, der sie mühelos umkurvt und somit schon einen Vorsprung von mehreren Metern hat, bevor sie ihm überhaupt nachsetzen könnten. Das tun sie aber auch gar nicht, sondern gucken ihm einfach nur hinterher...


    Die anderen haben größtenteils mein 1:1-Training der letzten Saison hinter sich und kennen daher die richtigen Antworten, wenn sie gefragt werden. Trotzdem stehen viele von ihnen häufig einfach schlecht, weil sie zu wenig mitdenken, wenn sie den Ball nicht haben, bzw. sich zu wenig am Spiel beteiligen. Und dazu, zumindest zum Teil, auch noch ein bisschen bequem sind. Und selbst Holger Badstuber, der das 1:1 ganz sicher beherrscht, macht dann solche Fehler in einem Länderspiel, wie ich sie dann von diesen Spielern sehe. Was natürlich in dem Alter auch völlig in Ordnung ist, aber eben nicht daran liegt, dass sie nicht wissen, wie es geht, das habe ich ihnen tatsächlich schon gezeigt, soweit ich es für sie und ihr Alter für geeignet hielt. Ein paar von ihnen machen es auch schon ziemlich gut. Aber die Kenntnis dessen, wie es funktioniert, hilft nicht, wenn man nicht den Einsatz bringt, der zur Ausführung notwendig ist.

    Der Tipp meinerseits: das 1:1 in der Defensive und Offensive


    Danke, aber das ist ein Thema für D-Junioren. Teilweise kann man E-Junioren daran heranführen, das habe ich auch gemacht und wiederhole es auch ab und an, aber für die F ist es zu anspruchsvoll, und DQ betreut eine F. Außerdem ist auch bei Beherrschung der richtigen Technik die Einsatzbereitschaft entscheidend. Wenn ich nicht mindestens so viel Einsatz zeige, wie der Angreifer, der versucht, an mir vorbei zu kommen, so wird er einfach auf der Seite, die ich ihm anbiete, durchbrechen. Ich muss als Abwehrspieler mit viel Engagement in die Aktion gehen, muss leichtfüßig, mit kleinen Schritten, leicht gebeugten Knien und höchster Konzentration und Anspannung zu Werke gehen. Das sind aber gerade die Eigenschaften, die den weniger engagierten Spielern eher fehlen...

    Ich beziehe GCs Frage aber weniger auf sauberes/unsauberes Spiel als auf Einsatzbereitschaft, also die Gier nach dem Ball.


    Genau, so sehe ich das auch.


    Die Siegermannschaft auf einem Turnier letzhin war gierig im positiven Sinn: Wenn die einen Abstoß hatten, haben 5 Jungs gewunken ...


    <Klugscheißer:> es heißt gewinkt, nicht gewunken, s. http://www.spiegel.de/kultur/z…sch/0,1518,311683,00.html. Nix für ungut.


    ... und geschrien "Ball zu mir". Bei uns gibt es Spieler, die in der gleichen Situation erst mal abschalten und in aller Seelenruhe Richtung Mittellinie trotten, ohne den TW überhaupt anzuschauen. Genauso bei Ballverlust: Bissige Spieler setzen nach und holen sich die Murmel wieder. Einige meiner Spieler bleiben stehen und ziehen einen Flunsch. Bisher ist mein Eindruck, dass das weitgehend Typsache ist, d.h. eher schlecht trainierbar. Aber wenn jemand einen guten Übungs-Ansatz hat, bin ich dankbar.


    Das ist auch mein bisheriger Eindruck, ich bin ebenso für Tipps dankbar. Klar, spielen in ganz kleinen Gruppen, auch mal im 1:1, das mache ich schon. Aber wenn es dann wieder ins 7:7 geht, fallen viele leider ganz, ganz schnell in ihre gewohnten Verhaltensmuster zurück...

    Einige Fragen habe ich noch:
    - Wer meldet ein Kind zu einem Sichtungsturnier an ? Oder geht man da einfach hin ?


    Ich bin ja, wie schon erwähnt, in Hessen. Bei uns wurde vor zwei Jahren auf der Homepage des Fußballkreises, zur damaligen Sichtung folgendermaßen eingeladen:
    "Sichtung DFB Stützpunkt <Kreis>
    xy. Juni 2010


    Am <Wochentag>, den yz.06.10 führt der DFB Stützpunkt <Ort> unter der Leitung der Sützpunkttrainer <drei Namen> eine Sichtung für talentierter Spieler (Jahrgang 99) und Spielerinnen (Jahrgang 98 ) auf dem Sportgelände der <Verein> / <Straße> durch.


    Interessierte SpielerInnen sind dazu herzlich eingeladen.


    Anmeldung für die SpielerInnen ist um 16.30h .
    Beginn der Veranstaltung um 17.30h / Ende der Sichtung ca. 19.00h


    gez. Stützpunktleiter <Name>"


    Wie die Sichtung abläuft, kann ich dir leider nicht sagen. Im letzten Jahr unterblieb diese öffentliche Einladung. Ich daher sicherheitshalber als betroffener Trainer in diesem Jahr meine Jugendleitung piesacken, bis sie mir den Termin mitteilen kann.


    - Können da nur Kinder mitspielen, die in einem Verein spielen ?


    Davon gehe ich ganz schwer aus.


    - Wenn ja, wer triftt die Auswahl ?


    Sie müsste von den Stützpunkttrainern getroffen werden.