Beiträge von tobn

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    Können wir uns vielleicht auf folgende Punkte einigen?


    • Erfolgsorientierte Verantwortliche, die um möglichst vieler Siege willen Spieler zwischen Mannschaft hin- und herschieben, ohne auf die Befindlichkeiten und Bedürfnisse aller beteiligten Parteien, mit besonderem Fokus auf mögliche Benachteiligungen einzelner Parteien, zu achten, handeln falsch, nicht kindgerecht und unverantwortlich (sic).
    • Ranwie passt eindeutig nicht in diese Kategorie.
    • Maßgebliche Ursache für Ranwies speziellen Konflikt sind die aus dem Erwachsenenbereich übernommenen und für den Juniorenbereich ungeeigneten Regelungen des Spielbetriebs, genauer gesagt die Auf- und Abstiegsregelungen.
    • Man kann es nicht immer allen Parteien Recht machen. In Konfliktsituationen ist es Aufgabe der Verantwortlichen, alle Möglichkeiten abzuwägen und dann zu entscheiden. Außerdem noch, die Entscheidung gegenüber den Betroffenen zu vertreten sowie zu begründen.

    Das ist der Punkt. Das Vererben der Klassenzugehörigkeit führt zu diesen Überlegungen. Wird meines Wissens ab der Saison 12/13 bei uns für die D-Jugend abgeschafft, so dass dort auch das Playoff-System aus der G-F-E-Jugend übernommen wird.


    Und bei uns (Hessen) wird erst mal weiterhin bis hinunter in die E (älterer Jahrgang) vererbt... :thumbdown:

    [Aus der Sicht des anderen Trainers: Der Kollege möchte Spieler in die D-Jugend ausleihen, damit die D-Jugend das Spiel gewinnt. Das Spiel gegen uns möchte er verlegen, obwohl er noch ausreichend Spieler hat, damit die ausgeliehenen Spieler auch gegen uns Spielen können, um auch dieses Spiel zu gewinnen.
    Dieser Gedankengang hat erstmal nix mit Steinen im Glashaus zu tun.


    Doch, weil erstens dem Kollegen das D-Jugendspiel persönlich einigermaßen schnurz ist, ihn der dortige Sieg höchstens indirekt im Interesse der Zukunft der eigenen Spieler interessiert. Und zweitens und hauptsächlich der andere Trainer sich daran stört, dass er gegen die ungeschwächte Mannschaft antreten muss. Es sei denn, du gehst davon aus, dass er sich daran gar nicht stört und das Bemühen um den Einsatz des fraglichen Spielers in beiden Spielen alleine für 'extrem erfolgsorientiert' hält. In letzterem Fall würde ich mir die Reaktion der Kids auf die Ankündigung, dass ihr stärkster Spieler fehlen werde, angucken, und dort eindeutig die Priorität setzen. Natürlich davon ausgehend, dass es ein Spiel auf Augenhöhe ist oder Ranwies Team mit besagtem Spieler stärker, ohne ihn aber schwächer als das gegnerische ist.

    So, wie man die D1 gegenüber ihrer Normalform/Normalbesetzung verstärkt hat...


    Touché! =) Aber sieht hier nicht jeder vor allem sein Team? Dem Konkurrenten ist die D1 doch egal. Tatsächlich denke ich, wenn er in diesem Fall Ranwie vorwärfe, extrem erfolgsorientiert zu sein, würde er, im Glashaus sitzend, mit Steinen werfen. Da gefällt mir der englische Spruch: "The pot calling the kettle black" immer wieder gut.

    wie der Pass nun gespielt wird, ist doch letzendlich egal, die Hauptsache er kommt an.
    ein schlechtes Passen ist aber fast immer auf die falsche Technik zurückzuführen.


    Sehr gut ausgedrückt, guenter. Wobei ich da auch so ein paar Spieler habe, denen für die richtige Technik auch so ein bisschen die Koordination fehlt. Ohne gute Feinmotorik ist die Streuung selbst bei grundsätzlich richtiger Haltung recht groß...

    Wie soll man denn den E-Jugendlichen erklären, dass ihre Tabelle unwichtig und die Tabelle der D-Jugend wichtig ist?
    10/11-Jährige werden die Frage stellen.


    Natürlich, und sie haben ja auch vollkommen Recht. Diese Vererberei von Auf- und Abstiegen ist doch das Grundübel, das ausgemerzt werden sollte...


    Ach ja... Zur Spielverlegung: Mal angenommen ich wäre der Trainer des E-Gegners und stimmte der Spielverlegung zu... Und mal angenommen, ich erführe irgendwann vom tatächlichen Grund für die Spielverlegung... Wahrscheinlich kämst Du bei mir in die Schublade "Extrem ergebnisorientierter Kindertrainer".


    Zu Unrecht allerdings, denn im anderen Fall hätte man seine Mannschaft ja gegenüber ihrer Normalform geschwächt.

    Wer gern zum Training kommt, ist froh, dass er dabeisein darf.


    Natürlich, und wer mit einer dauerhaft stark schwankenden Beteiligung und häufigen Motivationsproblemen im Training zu kämpfen hat, sollte seine Methodik unbedingt kritisch reflektieren. Mir ging es in meinen Ausführungen zumindest auch weniger um die Kinder als um die Eltern. Wie Stefan67 kenne ich durchaus ein paar Eltern, denen Fußball nur recht wenig bedeutet, und die dann die Aussage, dass die Teilnahme am Training freiwillig sei, so uminterpretieren, dass Englischvokabeln, die man durchaus auch zu anderen Zeiten lernen kann, häufig wichtiger sind. Oder dass es gerade nicht so in den Kram passt, den Filius zum Training zu fahren, da man gerade erst die kleine Schwester von der musikalischen Früherziehung abgeholt hat und ja im Wohngebiet auch noch andere Spielkameraden für ihn da sind. Ich möchte weiß Gott nicht auf alle Eltern schimpfen, versteht mich da nicht falsch, aber es gibt diese Zeitgenossen.

    Eigentlich würde ich sagen, dass in der E-Jugend E-Jugend-Themen bearbeitet werden sollten, in der D-Jugend dann die Themen für die D-Jugend. Als Ergänzung muss ich aber zugeben, dass wir wohl nach dem Ende der E1-Runde schon so ein bisschen Vorbereitung auf die Änderungen in der D betreiben werden, also mal im Abschlusspiel D9 spielen werden, auch mal mit Abseits, aber alles noch um Schnuppern. Schließlich sollen die Kinder ja innerhalb der D-Jugend deren Ausbildungsinhalte kennen lernen, und nicht schon an ihrem ersten D-Jugend-Tag fix und fertige D-Spieler sein..

    Ich hatte mein Aha-Erlebnis, als wir zu G1-Zeiten auf einem Feldturnier waren. Damals war ich noch Co-Trainer, sowohl der damalige Trainer als auch ich waren, wie Ihr, wie die Jungfrauen zum Kinde gekommen. Wir hatten ein paar ganz gute Spieler im Kader, spielten mit einem letzten Mann und vier oder fünf Spielern davor, hat gut geklappt. Natürlich haben wir auch reingerufen, wie intensiv weiß ich jetzt nicht mehr, aber sicher im Zweifel eher mehr als weniger. Als klitzekleine Ehrenrettung mag vielleicht dienen, dass wir dabei zu den Jungs stets positiv waren, also niemanden rund gemacht haben und auch Fehler nicht oder zumindest kaum kritisierten -- um das mit Gewissheit auszuschließen, ist es zu lange her.


    Bei einem Spiel unseres Teams, bei dem es aber recht unaufgeregt zuging, sprach mich dann der Trainer der Gastgeber an, erwähnte, dass er eine Lizenz habe, und erzählte, dass bei ihm ganz bewusst alle Spieler überall spielen, dass unser letzter Mann sich doch langweilen würde, sowas in der Art. Aber nicht im vorwurfsvollen und belehrenden Ton, sondern auf eine kollegiale Art. Sein Team kam bei dem Turnier übrigens ziemlich unter die Räder, am Alter der Spieler lag das, glaube ich, nicht, aber dennoch hat er mich zum Nachdenken gebracht. Kurze Zeit später hat sich dann der Trainer ausgeklinkt und ich übernahm den Posten. Da hatte ich dann begonnen, mich zu informieren, hatte das DFB-Buch gekauft, etc. Der Rest ist Geschichte.


    Kurz und gut: Es kann funktionieren, die Anderen anzusprechen. Ich würde es eher aber nicht machen, wenn Eure beiden Teams gerade gegeneinander spielen, das kann sonst sehr schnell als Affront verstanden werden. Und gib schwer auf deinen Ton und die Art und Weise, wie du auf den Anderen zugehst, acht, damit sie sich nicht angemacht fühlen. Was ich als sehr hilfreich empfunden habe, sind ein paar Regeln, die Ihr bei Heimspielen umsetzen könnt:


    1. Keine Zuschauer auf dem Platz, dort dürfen sich nur Trainer (max. 2) und die Spieler aufhalten -- das reduziert den Lärmpegel und die Anspannung auf dem Platz ungemein
    2. Du stellst sich auf die selbe Seite wie es der gegnerische Trainer tut -- so kommst du viel leichter dazu, ab und an ein paar Worte mit ihm zu wechseln. Es kommt dabei immer gut an, wenn du etwas Positives über seine Spieler sagen kannst


    Wenn du eine positive Grundstimmung erzeugen kannst, wird das, was du anschließend zu sagen hast, viel bereitwilliger aufgenommen.


    ist doch wohl ein Widerspruch.


    Lies es noch mal. Bei deinem ersten Zitat spricht Toto2 von der Rückkehr zur Manndeckung mit Libero, er behauptet, dafür bedürfe es nicht viel Übung und Erklärung. In deinem zweiten Zitat spricht er davon, dass mit der Viererkette insgesamt weniger gelaufen werden muss als bei der Manndeckung, das aber den Spielern nicht unmittelbar klar sei. Es liegt also kein Widerspruch vor, weil unterschiedliche Sachen gemeint sind.

    Unsere D1 spielt in der Leistungsklasse gegen den Abstieg, ... .... [die D1] das Spiel gewinnen muss, wenn sie die Klasse halten will. Dies würde auch einigen Spielern aus der jetzigen E1 in der kommenden Saison ermöglichen Leistungsklasse spielen zu können. Da wir auch im nächsten Jahr eine gute D1 haben werden, würde das auch Sinn machen.


    Aha, mal wieder die Sinnlosigkeit der Auf- und Abstiegsregelungen im Jugendbereich. Da scheint es ja wie bei uns zu sein: die jetzige D1 vererbt ihre Spielklasse an die künftige, usw. Was ein, entschuldigt an dieser Stelle bitte den Rückgriff auf den Dialekt, Riesenkappes! Zwar halte ich es auch für unwichtig, in der E-Jugend (inoffizieller) Meister zu werden, aber auch meine Jungs gucken sich doch die Tabellen an, und wenn wir ganz oben mit spielen würden, würden sie natürlich da auch gehörig mit fiebern und die wahrscheinlich bis zum jetzigen Zeitpunkt tolle Saison gerne würdig abschließen.


    Insofern wäre guenters Lösung wohl tatsächlich der Königsweg: Das E-Spiel verlegen und den Star in beiden Spielen aufbieten. Wenn das nicht geht, würde ich aber auch in den sauren Apfel beißen und ihn in der D1 aushelfen lassen, in der Hoffnung, dass die Spieler, die in der Rangordnung als nächste hinter den beiden Stärksten stehen, sein Fehlen kompensieren können. Perspektivisch wäre es sicher auch gut, wenn der Rest des Teams die Lücke zu den zwei Spielern etwas mehr schließt.

    bei allem kann man Argumente dafür und dagegen finden.


    Genau wie man alles zerreden kann, nicht wahr? :)


    zieh dein Ding so durch, wie es dir vorschwebt, womit du dich am besten identifizieren kannst.


    Danke für den Zuspruch. Ich bin mittlerweile auch von der Idee überzeugt. Jetzt müssen noch die Anderen hier mit ziehen, dann wird es auch was.


    dann wirst du uns garantiert von einem erfolgreichen Turnier berichten können, und wenn nicht, dann wars es zumindest ein guter Versuch.
    nur wer was ausprobiert kommt weiter.


    Eben, so sehe ich das auch: wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

    Grundsätzlich, speziell als Trainer, bin ich bei dir, TW-Trainer, eine Anwesenheitspflicht beim Training einzuführen, ist im Kinderbereich aus meiner Sicht nicht zielführend und beschwört mehr Probleme herauf als sie behebt. Andererseits finde ich auch in diesem Alter eine gewisse Ernsthaftigkeit, auch wenn das nicht sonderlich kindgerecht klingt, als durchaus positiv und wünschenswert. Niemand soll sein Kind ins Training prügeln, und sicher kann ein Kindergeburtstag, der Besuch des weit entfernt lebenden Cousins oder anderes ein legitimer Grund sein, das Training ausnahmsweise mal ausfallen zu lassen. Aber ich finde doch, dass es wünschenswert wäre, wenn es bei den Eltern eher auf einer Stufe mit dem Musikunterricht oder den Logopädie-Sitzungen angesiedelt wäre, und man demzufolge nicht hören muss, dass, wenn etwas ausfallen muss, es dann (natürlich) das Fußballtraining sei, denn die anderen Dinge kosten ja richtig Geld...


    Das zur Elternseite. Was die Kinder anbelangt, so meine ich auch, dass eine Fußballmannschaft ja ein soziales Gebilde ist, bei der man als Trainer versucht, möglichst alle zu integrieren. Das fällt bei Kindern, die häufiger fehlen, naturgemäß viel schwerer als bei denen, die immer da sind. Es geht ja ganz schnell, dass sich diese, die unregelmäßiger kommen, sich nicht als der Gruppe so sehr zugehörig fühlen, da ist ja sogar etwas dran. Und früher oder später, so meine Beobachtung, hören dann viele dieser Kinder dann ganz auf.


    Daher würde ich die Eltern schon deutlich dazu motivieren, ihre Kinder ins Training zu schicken. Ich sehe es auch beim Handballsport unserer Tochter aus der anderen Perspektive. Da kam von dem für sie neuen, jungen Trainer zum Saisonwechsel ganz klar die Botschaft an die Eltern, er sei ab jetzt einer der besten Freunde unserer Kinder und sie hätten zwei mal die Woche eine Verabredung mit eben diesem besten Freund. Andere Freunde mögen da bitte nicht vorgehen. Das fanden wir OK. Auch da haben wir übrigens die Erfahrung gemacht, dass die Kinder, die nahezu immer im Training sind, viel besser integriert sind als diejenigen, die eher Fünfe mal gerade sein lassen.

    Bei der E-Jgd ist das sicherlich ein Grenzfall zum oder gegen den TW. Im DFB wird zwar gesagt, das man bis in die Altersklasse jeden mal alles Spielen lassen soll, aber selbst beim BVB ist es so, das dort kontinuirlich TW Ausgebildet werden ab der E-Jgd


    Schon recht, da bin ich aber ziemlich entschieden der Ansicht, dass auch künftige Torhüter in der E-Jugend noch geeignete Feldspieler sein sollten. Ich empfinde es geradezu als Benachteiligung der einzelnen Spieler, die bereits in F- und E-Jugend praktisch nur noch im Tor spielen. Ich habe nichts gegen zusätzliches Torwarttraining oder dagegen, dass es ein paar Spieler gibt, die im Tor rotieren. Aber in der E-Jugend dort schon Spezialisten zu haben, das ist mir eindeutig zu früh.


    Das ist aber teilweise von Verein zu Verein unterschidlich. Bei Gladbach zB ist es tatsächlich so, dass die erst ab der D-Jgd einen "festen" Tw haben.


    Nun, Bundesligavereine sind nicht so ohne weiteres mit anderen Teams zu vergleichen. Selbst wenn sie es nicht tun sollten, so könnten sie es sich doch erlauben, in jeder Saison auf neue den gerade besten Torhüter der Region in ihr Tor zu stellen, und wenn er nicht mehr gut genug oder verbrannt ist, den nächsten zu scouten. Zum Thema Torhüter hat TW-Trainer auch schon einige sehr gute Beiträge geliefert, auch er hat die Aussage bekräftigt, dass heutzutage Torhüter mit spielen können müssen.


    Spielt dein Kind, mutmaßlich dein Sohn, zufällig im Tor, wenn ich fragen darf?


    Könnte man zu dem System der Schweizer nicht ein Stück dazu tun? ZB nach jedem Spiel darf/muss jeder Spieler auf das Tor mit TW schießen und die Tore werden dem Ergebniss dazuaddiert. Könnte mir das interessant vorstellen, wenn so ggf noch Ergebnisse gedreht werden können. Der TW kann ja ruhig als Feldspieler mitspielen


    Hmm, das wäre grundsätzlich eine Möglichkeit, wobei es dabei ja das Problem gibt, dass nicht jede Vierermannschaft einen Torhüter hat, sondern diese eher die Ausnahme sind.. Und gerade bei den schwächeren Mannschaften, wo vermutlich weniger Tore fallen werden (und der Ball stattdessen häufiger im Aus landet), sind bis zu vier Tore vom Punkt mir von der Bedeutung her dann zu heftig..


    Finde es halt nur schade, das ca. 15% der Mannschaft (der TW) in dem System nicht berücksichtigt werden


    Der typische E7-Kader besteht aus elf Spielern, da macht der Torhüter also nur 9% aus. Tatsächlich wird er ja auch 'nur' im Rahmen seiner Sonderaufgabe nicht berücksichtigt. Das häufig im Tor spielende Kind wird keineswegs ausgeschlossen, es soll ausdrücklich mit machen. Aber es darf halt die Hände nicht benutzen. Aber mal zur Abwechslung auch Tore schießen.

    Bedenke aber bei der Turnierzahl, dass du turniertechnischen Zeiten unterliegst. Meines wissens darf nämlich auf einem Turnier keine Mannschaft mehr als 3 übliche Halbzeiten spielen.


    Das ist aber insofern kein Problem, da ja jede Mannschaft in jeder Runde ein Spiel hat. Man muss also nur gucken, dass man durch die Multiplikation der Rundenzahl mit der Dauer eines Spiels über die Maximalspielzeit kommt. Bei uns wird in der E-Jugend regulär mit 25 Minuten pro Halbzeit gespielt. Für das Turnier plane ich derzeit fünf Runden und eine Spieldauer von zehn Minuten. Da Minifußball ziemlich intensiv ist, sollte das, wie ich meine, reichen. Ich ging auch davon aus, dass wir somit mit der Maximalspielzeitregelung keine Probleme bekommen, auch wenn ich die exakte Vorschrift, die hierzu auf uns zutrifft, nicht parat habe.


    Wenn ich das System richtig verstanden habe, finde ich es nur Schade, dass die Torleute zu kurz kommen. Denn die werden dann ja "nur" auf dem Feld benötigt


    Richtig, es gibt in dieser Spielform keine Torhüter. Das finde ich aber in dieser Altersklasse noch vollkommen in Ordnung.


    Also, bei uns ist die Kreisliga die höchstmögliche in der E1, insofern spielen da die besten Spieler bzw. sie sollten es, so die nicht verwirklichte Wunschvorstellung. Aber lassen wir das, das meinst du ja nicht.


    Ja, ich denke, man sollte den Schulbuchpass vermitteln, und im Training in den zugehörigen Übungsformen auch auf seine Durchführung achten. Der Grad der Korrektur richtet sich natürlich nach der Altersklasse und den individuellen Fähigkeiten der Spieler. Bei den ganz harten Fällen lobe ich dann bspw., wenn endlich nicht mit der Pike gepasst wird, egal, was stattdessen benutzt wurde. Wenn es dann ums Spiel geht, akzeptiere ich alle Pässe, da instruiere ich nicht. Die Hoffnung ist ja eher die, dass sie durch die Übung in den Übungen dazu kommen, Pässe auch im Spiel mit der geeigneten Technik zu spielen.


    Wäre das ein Schuh oder inakzeptabel? Gedanke hierbei wäre für mich, dass das ureigene "Passbild" mindestens den gleichen Erfolg hat, wie der instrierte beigebrachte Schulbuchpass.


    Hmm, fragst du nun, was man machen sollte, wenn in der Passübung unkonventionell, aber erfolgreich gepasst wird? Dann würde ich das vielleicht auch so sagen, so nach dem Motto: "Guter Pass, Paul, kam genau zum Mann und hat die richtige Schärfe. Jetzt guck mal, ob du das auch mit der Innenseite schaffst." D.h. ich würde dann schon versuchen, sie zu ermutigen, die für sie ungewohnte Lehrbuchtechnik auszuprobieren. So erweitern sie ja ihr Repertoire. Tatsächlich, so meine Beobachtung, bleiben Kinder sehr gerne bei dem, was sie aktuell können und was ihnen aktuell Erfolg beschert, viel lieber, als Neues auszuprobieren. Dazu muss man sie schon motivieren. Daher würde ich das in diesem Fall auch tun. Aber nur in der Übungsform, wie gesagt.


    Zur Erinnung, ....das war ja meine Kernaussage....


    -es wird viel Zeit für den Schulbuchpass verwendet, der dann unter Druck meistens nicht fachgerecht ausgeführt wird....und ungenau wird....im krassen Gegensatz zum nicht schulbuchmäßigen Pass....der vom Spieler mit höherer Genauigkeit in mehr Fällen ausgeführt wird, als es das wäre, wenn er den Schulbuchpass versucht auszuführen.


    Abtrainieren würde ich eine funktionierende Passtechnik nicht. Verstehe ich dich richtig: du befürchtest, dass zu viel Passtechnik trainiert werden könnte? Vielleicht weil dadurch andere Themen dann leiden würden? Dazu würde ich sagen, dass das Thema der Trainingsplanung ist. Man muss dabei sicher aufpassen, dass man alle Themen ausreichend bearbeitet. Der Schwerpunkt 'Passen' kann nicht ein ganzes Halbjahr ausfüllen, wenn man das macht, dann verlieren die Kids sonst die Ballfertigkeit völlig. Aber es sollte im Trainingsplan auch den Schwerpunkt 'Passen' geben, womit man sich dann zwei bis vier Wochen am Stück beschäftigt.

    Ich halte es für absolut sinnvoll, den Kindern die richtige Pass- und auch Schusstechnik beizubringen. Bei meinen E-Junioren gibt es ja ein paar dabei, die erst spät angefangen haben oder die es früher nie richtig beigebracht bekamen und dann eine lange Pause einlegten. Da sieht man dann bevorzugt den klassischen Pikenschuss sowohl beim Passen als auch beim Abschluss, oder das Löffeln des Balls mit dem Spann. Diese Erfahrung, sowie die Beobachtung von Kindern, die nicht im Verein Fußball spielen, bringt mich zu dem Schluss, dass viele Kids selbstständig keine geeignete Schuss- oder Passtechnik erlernen.


    Aber ich habe mit den Kandidaten in meinem Team und auch schon desöfteren beim Freizeitkick mit fremden Kindern ihnen die korrekte Technik im Detail gezeigt, und, siehe da, sie greifen sie durchaus auf und merken dann teilweise, dass es bei ihnen ja genauso gut klappen kann, wie bei den Könnern. Da merkt man richtig die Begeisterung.


    In letzter Zeit fordere ich von meinen Jungs, die nicht davon abzubringen sind, vor Trainingsbeginn immer wieder ruhende Bälle aufs Tor zu schießen, dabei dann aber saubere Vollspannstöße zu benutzen. In der Hinrunde waren diese richtig schwach. Und in letzter Zeit werden sie tatsächlich immer besser und, was mich noch mehr freut, sie werden auch zunehmend im Spiel gezeigt.


    Was die von dir kolportierte individuelle Passtechnik anbelangt: Es geht nicht darum, den Kindern ihre Individualität und ihre Kreativität zu nehmen. Es geht darum, ihr Repertoire zu erweitern, indem man ihnen Techniken zeigt, die auf jeden Fall und gut funktionieren. Und steter Tropfen höhlt den Stein, je mehr sie üben, desto besser schleifen sich die entsprechenden Bewegungsmuster ein, bis sie irgendwann ganz automatisch erfolgen. Diese Erfahrung hat doch jeder von uns am eigenen Leibe erfahren, oder?