Beiträge von tobn

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Wir haben über die Jahre auch ab und an die Tests des Fußballabzeichens durchgeführt. Dabei haben wir aber eine hohe Streuung der Ergebnisse beobachtet, d.h. die Tagesform spielt da eine Riesenrolle. Beim Dribbeltest kann dein bester Dribbler bspw. durch einen einzigen Fehler, wodurch ihm der Ball zehn Meter weg fliegt, im Mittelfeld landen. Setzt er den abschließenden Pass durch die Stangen sogar noch dagegen, landet er evtl. sogar ganz hinten. Um dem zu begegnen, müsstest du mehrere Durchläufe anbieten, von denen der beste gewertet wird. Außerdem halte ich die Wiederholung der Tests in nicht allzu großen Abständen für sinnvoll. Außerdem musst du damit rechnen, dass an dem Testtag ein paar Spieler gar nicht da sein werden, müsstest also die Tests eine bis drei Trainingseinheiten später wiederholen, um möglichst alle Spieler zu 'erwischen'.


    Mir persönlich war der Zeit- und Aufbauaufwand für die kontinuierliche und regelmäßige Testdurchführung bei 'meinen' Spielern im KiFu-Alter zu hoch. Ich denke auch, dass man die Fortschritte, respektive ihr Ausbleiben, im KiFu-Alter auch mit bloßem Auge sehen kann, ohne Messwerte bemühen zu müssen. Wenn du aber gerne und gut länger im Voraus planen kannst (das liegt mir auch nicht so sehr) und dir Datensammlung und -auswertung Spaß macht (das kann ich eher nachvollziehen), sind Tests sicher nicht schädlich.

    Mir geht es ja sogar um den Fall, dass BEIDE Trainer von außen sehen, dass ein Foul vorlag (z.B. Zweikampf mit ausgetrecktem Arm), aber die Kinder alle weiter spielen. Sollen die Trainer dann das Spiel unterbrechen?


    Das würde ich den Trainern überlassen. Wenn es einmal vorkommt, würde ich noch nichts machen. Wiederholt es sich, würde ich den Kontakt zum Trainerkollegen suchen, und einen Plan of Attack absprechen. Dann würden wir wohl beim nächsten Auftreten das Spiel tatsächlich unterbrechen, gemeinsam auf den Platz gehen, den Spielern erklären, was da falsch war, wie es richtig ist. Allerdings würde ich dann auf 'Schiedsrichterball' entscheiden, d.h. die Mannschaft, die nicht in Ballbesitz war, bitten, den Ball zu den anderen rüber zu kicken und damit das Spiel fort zu setzen.


    So ähnlich habe ich das auch schon in einem Freundschaftsspiel gemacht, als wir bei einem Verein zu Gast waren, der bei unserem Fair-Play-Turnier Anfang des Jahres den Futsalball und das Spiel ohne Schiri kennen gelernt hatte, und beides zu dieser Gelegenheit auch auf dem Kunstrasen zur Anwendung bringen wollte. Wir hatten natürlich nichts dagegen, obwohl ich den Futsalball draußen schon etwas befremdlich fand. Da gab es in seinem Team jedenfalls einen Spieler, der übermäßig engagiert zu Werke ging. Übermotiviert halt, häufig zwar noch im Rahmen des erlaubten, aber in mindestens 50% seiner Zweikämpfe ließ er seinen Gegenspieler auf dem Boden zurück. Da unterbrach ich irgendwann tatsächlich eigenmächtig das Spiel, sprach mit dem Spieler, und bat dann mein Team, den Gastgebern den Ball zu zu spielen, damit es weiter gehen kann. Ich glaube, wir waren gerade in Ballbesitz. Dann bin ich aber natürlich sofort zum Trainer der Gastgeber gelaufen und habe um Verständnis gebeten, was aber kein Thema war.


    Will sagen: wenn die Trainer sich einig sind, sehe ich von vornherein keine Probleme.

    Stimmt, Don Quijote, die Nickeligkeiten stellen eine Herausforderung dar. Leider sind da verschiedene Trainer auch tatsächlich häufig unterschiedlicher Ansicht. Ich hatte vier Spieler im Team, die zwei Jahre lang parallel zu unserem Training wöchentlich in die Fußballschule gingen, wo das durchschnittliche Niveau der Spieler schon auch höher als bei uns war. Von dort brachten sie ein deutlich körperbetonteres Spiel, häufig ausgestreckte Arme, Trikotzupfer und das Muster, auf Gedeih und Verderb weiter zu spielen, bis der Schiri unterbricht, mit. Davon war ich recht wenig begeistert, auch wenn ich andererseits zugeben musste, dass einige meiner Spieler zu zurückhaltend und kontaktarm gespielt haben. Wenn die beiden Trainer bezüglich der zulässigen Härte unterschiedliche Auffassungen haben, dürfte es auch mal unbefriedigende Situationen geben, in denen man sich eine neutrale Instanz wünscht. Speziell bei den zwar wenigen, aber ganz schwierigen Fällen, die wohl fast jeder kennt, wünsche ich mir eine gewisse Sanktionsoption. Zu diesem Punkt würden mich auch die Meinungen von Uwe und Ralf interessieren.

    Was ist denn nun mit den anderen Fragen :P ???


    Welche fehlt denn noch? Ich meine, auf alle geantwortet zu haben. Wenn paulwurf meint, eine Meinung zum Trainingslager zu vermissen, so drücke ich mich vielleicht noch mal deutlicher aus: das kann eine gute Idee sein, wenn deine Spieler und ihre Eltern es auch so sehen. Kann aber sein, dass sie es als übertrieben empfinden. Horche da mal in den Wald, um das heraus zu finden.


    Bei uns war das gerade folgendermaßen, Ausgangssituation ist der Wechsel von die E- und die D-Jugend und in eine Kooperation mit dem Nachbarverein, womit auch die Bildung neuer, gemischter Mannschaften verbunden ist: mein künftiger Co, ein junger, engagierter und ehrgeiziger Trainer ist voller Eifer und möchte ein Trainingslager zu Beginn der neuen Saison machen. Ich habe nichts dagegen, meine Frau (bin ja Vatertrainer) findet das Ansinnen völlig übertrieben, viel zu teuer und überhaupt bescheuert. Beim nächsten Treffen von Trainern, Jugendleitern und Betreuern beider Teams, die zusammen gehen werden, stellt sich heraus, dass viele Eltern es ähnlich, wenn auch vielleicht nicht so drastisch wie meine Frau sehen. Also streichen wir das Trainingslager und machen stattdessen zwei gemeinsame Tage mit Übernachtung dazwischen auf dem schön gelegenen Vereinsgelände. Ich denke, das ist in dieser Situation eine gute, die bessere Entscheidung. Wie es aber bei Euch aussieht, kann ich nicht beurteilen.

    Aus meiner sicht sind die Eltern das Hauptproblem. Wenn ich es schaffe, diese vom Spielfeldrand zu verbannen, habe ich schon viel geschafft.


    Fingerzeigen bringt an dieser Stelle gar nichts, es gehören alle dazu: Spieler, Trainer, Eltern, Verantwortliche im Kreis und weiter oben. Alle sind Teil des Systems, jeder hat seine Pflichten. Ich kenne Eltern, die 'das Problem' oder Teil dessen sind, ich kenne aber auch Trainer, auf die das zutrifft. Wenn Trainer Teil des Problems sind, wirkt sich das leider viel schlimmer aus, weil sie ihre ganze Mannschaft beeinflussen, während einzelne Eltern hauptsächlich auf ihre eigenen Kinder wirken. Es gibt auch Kinder, die Teil des Problems sind, der Grund dafür liegt aber nur in den seltensten Fällen bei ihnen, sondern ist fast immer bei ihren Eltern oder Trainern zu suchen.


    NAtürlich "sollen" Trainer die Regeln im training erklären, aber mal ehrlich, wieviele Trainer kennst du, die mal eine regelstunde einbauen.


    Das bringt bei G- bis E-Junioren auch nichts. Aber sie spielen doch viel im Training. Da kann der Trainer immer wieder Regeln erläutern, besonders gut, wenn er selbst am Spiel teilnimmt. Er sollte dabei nicht ständig das Spiel unterbrechen, aber so schwer ist es nicht, Situationen zu erkennen, in denen sich ein paar Worte anbieten.


    Kinder ohne Schiri kenne ich zu genüge vom Bolzplatz. 12 Kinder spielen, und der beste bzw. der mit dem Ball hat recht. Die kleinen, schüchternen bekommen selten die Chance. Das kann man ohne weiteres auf Aus und Fouls genau so sehen.


    Um das zu regulieren und in sinnvolle Bahnen zu lenken ist ja aber eben der Trainer da. Es ist gerade seine Aufgabe, die Spieler von der Sinnhaftigkeit des Fair-Play zu überzeugen. Ein Schiri ist dazu nicht in der Lage, dazu hat er viel zu wenig Kontakt zu den Spielern.


    Trainer die versuchen von außen ein Spiel zu leiten, kenne ich auch. das sind nämlich die, die an Schidsrichtern rummäkeln. Und genau diese werden bei strittigen Theman auch recht bekommen.


    Letzteres sehe ich nicht so, ich kenne auch Schiedsrichter, bei denen ständige Einflussnahme von Außen zum genauen Gegenteil führt.


    Bei Minikickern oder teilweie F-Jgd gebe ich dir vieleicht sogar noch recht. Bei E-Jgd aber nicht mehr. Da sieht auch nur jeder seine Leistungen und seinen Vorteil.


    Das hängt, wie ich meine, ganz und gar davon ab, wie sie konditioniert wurden und werden. Sicher werden Kinder, je älter sie werden, verstärkt und teilweise auch in betrügerischer Absicht versuchen, die Regeln zu ihrem Vorteil zu dehnen oder gar diesbezüglich zu lügen. Dem begegnet die FPL ja aber mit dem Spielleiter. Ich habe auch bei E-Junioren, wie oben beschrieben, gute Erfahrungen mit einem neutralen Spielleiter gemacht, der strittige Situationen entschied, bei nachlassender Regelbefolgung auf diese hinwies (ohne gleich beim ersten mal das Spiel zu unterbrechen) und in schweren Fällen die Partie unterbrechen kann.


    Nachtrag, sry: Alleine schon die Eltern vom feldrand wegzubekommen ist eine große Aufgabe. Versuch mal Sponsoren vom Feldrand wegzulotsen. Oder Freunde des Vorstandes


    Ich habe damit bisher keine großen Probleme gehabt. Man muss freundlich und bestimmt auftreten, evtl. den Grund erklären, aber dann geht das eigentlich immer.

    Gut, dann mal unverblümt und ohne Punkt und Komma zurück.


    Oha. Keine guten Voraussetzungen für eine konstruktive Diskussion... Aber lass' trotzdem mal hören. :)


    Ich findes Quatsch, das irendwelche Weichspüler, Wichtigtuer und Blümchenpflücker meine, das alles in Watte gepackt werden muss. Hätte, wenn und Aber. Der Arme Kerl braucht doch seine 12 Chance...............


    Ich sehe die Verbindung zur FPL hier aber nicht. Tatsächlich habe z.B. ich scheinbar andere Vorstellungen davon, wie man mit Kindern zwischen sechs und elf Jahren umgehen sollte, als du, aber das steht ja nun in keinem Zusammenhang zu der Frage, ob es einen Schiri gibt oder nicht (im E-Alter gibt es übrigens, wie Uwe nimmermüde wiederholt, auch in der FPL den Spielleiter), und wo sich Trainer und Eltern während des Spiels aufhalten.


    Wir haben Regeln im Fusbbal, die zu beachten sind. dazu gehört ein Schidsrichter um sie ihnen beizubringen.


    Ja, es gibt Regeln im Fußball. Diese bringt aber kein Schiri im Spiel gegen einen anderen Verein den Kindern bei, sondern der Trainer im Training. Natürlich wird ein guter Schiri einem Kind auch erklären, warum er gepfiffen hat. Aber die Wissensvermittlung ist eindeutig Aufgabe des Trainers, nicht des Schiedsrichters.


    Und wenn ein Oberschiri meint, das er das klasse findet, soll er erstmal lernen im BL-Fussball falsche Einwürfe zu pfeifen und "Nicht-elfmeter-würdige-fouls" zu definieren. Solche Obergurus habe ich besonders gerne. In der FPL wird nur wieder etwas versucht, was am ende nix bringt (wie bei den 1023 Schulmodellen) und ihr laßt euch stigmatisieren.


    Auf die Polemik hinsichtlich der Leistungen von Hrn Fandel und das für dieses Forum irrelevante und außerdem sehr komplexe Thema Schulformen möchte ich nicht eingehen, erlaube mir aber den Kommentar, dass die Vita des Mannes, den du verächtlich als 'Oberguru' bezeichnest, meiner Ansicht nach etwas mehr Respekt gebietet.


    Bleibt hier übrig, dass du meinst, die FPL würde "nur wieder etwas versuchen, was am Ende nix bringt." Das bezweifle ich ernsthaft, die bisherigen Erfahrungen sind doch auch sehr ermutigend. Ernsthafte Frage: in deinem Profil steht, dass du B-Junioren trainierst. Die FPL betrifft aber die Jüngsten, genauer: G- bis E-Junioren. B-Junioren sind Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenenalter, die ältesten unter ihnen dürfen ja sogar schon (wenn auch in Begleitung, wenn ich es richtig mit bekommen habe) Auto fahren. Zwischen diesen Gruppen liegen himmelweite Unterschiede. Während B-Junioren heutzutage schon zehn Jahre und länger Fußball spielen, lernen die G- und F-Junioren das Spiel überhaupt erst kennen. Jugendliche haben schon kapiert, wie die Welt funktioniert, lesen in der Schule Goethes Faust. G-Junioren sind zu Beginn ihrer Fußballkarriere hingegen noch im Kindergarten.


    Ich habe meine Mannschaft seit der G2 begleitet, nun geht für sie die E-Jugend zu Ende. Daher behaupte ich, diese Altersklassen ganz gut zu kennen. Und da bin ich davon überzeugt, dass Kinder im G- und F-Alter in der großen Mehrheit regelkonform spielen wollen. Man muss ihnen als Trainer aber die Regeln erklären, sie tun sich natürlich erst einmal schwer mit einigen Konzepten. Aus ist noch einfach, ebenso Tor. Aber dann wird es schon schwieriger. So ist es zunächst für viele Kinder klar, dass ein Foul vorliegt, wenn sich ein Spieler weh tut. Stimmt ja so aber nicht. Dann gibt es die Frage, wie viel Körpereinsatz noch in Ordnung ist. Wozu und wie darf man die Arme einsetzen? Wann liegt ein Handspiel vor? Was ist gefährliches Spiel. Bei letzterem kommt erschwerend hinzu, dass viele Kinder davor zurück schrecken, mit dem Kopf zum hohen Ball zu gehen und daher bei der Eroberung von herum gebolzten Bällen, die man in dieser Altersklasse auch häufig sieht, sich oft mindestens ein Fuß auf Brusthöhe oder noch darüber befindet. Die technischen Regeln sind dagegen Pipifax.


    Bezüglich dieser schwierigeren Fälle ist es Aufgabe der Trainer, ihren Spielern ständig zu vermitteln, wo die Grenzen zwischen Erlaubtem und Unerlaubtem liegen, sie darin zu unterstützen, sich dieser Grenzen bewusst zu werden. Da muss man als Trainer dran bleiben, dann geht das auch, letztlich geht es ja um den Gedanken des Fair Play, und Kinder haben ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Dem widersprechen hingegen häufig die Entscheidungen der Schiedsrichter im KiFu-Bereich. Das sind nämlich oft Aushilfsschiedsrichter, die aus der Elternschaft rekrutiert werden, oder Jugendspieler. Die Eltern sind oft unerfahren und vom Fernseher her die Bundesliga gewohnt, pfeifen also nach meinen Erfahrungen eher seltener ab, als die Kinder unterbrechen würden. Jugendspieler sind oft geprägt von dem typischen Verhalten ihrer Altersklasse, was sich aber auch nicht so ganz mit dem von Kindern deckt. Das soll jetzt gar keine Kritik an diesen beiden Personengruppen sein, sondern nur beschreiben, was man oft sieht, und was die spielenden Kinder dann verwirrt und verunsichert. Dazu kommen noch die unvermeidbaren Fehlentscheidungen der Schiedsrichter in Situationen, die die beteilgten Akteure selbst ganz klar und richtig entscheiden können. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens immer wieder stolz auf meine Jungs, wenn sie den Schiri auf eine Fehlentscheidung hinweisen, die zu ihren Lasten kritisiert wird, also bspw. dass letzte Woche unser Torhüter darauf hinwies, dass es eine Ecke gegen uns statt des Abstoßes, auf den der Schiri entschieden hatte, geben musste.


    Ich habe selbst mit E-Junioren des älteren Jahrgangs, die noch nie nach FPL-Regeln, sondern in Spielen gegen andere Vereine immer nur mit Schiedsrichtern gespielt haben, überwiegend gute Erfahrungen gemacht, wenn der Schiri weg gelassen wurde. Natürlich ist es sinnvoll, sie vor dem Spiel darauf hinweisen, dass es keinen Schiri gibt, dass sie ja aber alle die Regeln kennen und auch ihr eigenes Handeln gut beurteilen können. Dass außerdem derjenige fair behandelt wird, der selbst auch fair agiert. Es war dann zwar immer noch gut, wenn ein neutraler Beobachter zugegen war, der ab und an deutlich, aber freundlich auf die Regeln, die in dieser Altersklasse auch schon ganz gerne mal gedehnt werden, hinwies, aber man kann so oft ganze Spiele ohne Eingriff von außen durch spielen lassen.


    Diese Spielweise leistet, wie ich meine, einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kinder lernen, das Spiel eigenverantwortlich und in einer fairen, sportlichen und freundschaftlichen Atmosphäre durchzuführen. Natürlich gehören richtig gepolte Trainer unbedingt dazu, aber auch da bin ich vor dem Hintergrund meiner mittlerweile sechsjährigen Erfahrung in diesem Bereich durchaus optimistisch.

    Ich fange mal hinten an, d.h. mit deinem Ehrgeiz und deinem großen Engagement. Dein Engagement ist toll, du musst aber aufpassen, dass du dein neues Team nicht gleich zu Beginn überfährst, sie müssen schon noch mitkommen können. Ich denke, das betrifft auch im älteren D-Jahrgang noch die Eltern. Da würde ich dir raten, mit dem bisherigen Trainer und/oder ein paar Eltern, die du vielleicht schon kennst, zu sprechen, um heraus zu finden, ob das so passen könnte oder ob du die Gemeinschaft überfordern könntest.


    Was den Ehrgeiz anbelangt, so ist ein relativ hoher sportlicher Ehrgeiz unter Trainern, die selbst aktiv waren und/oder sind, wohl recht häufig anzutreffen. Dagegen ist auch überhaupt nichts zu sagen, so lange er dabei hilft, die Spieler positiv zu beeinflussen. Aufpassen musst du aber evtl. damit, dem sportlichen Erfolg nicht die sinnvollen Maßnahmen zur Ausbildung unterzuordnen, und die Kinder wiederum zu überfordern. Da du aber von einer E kommst, bin ich da ziemlich zuversichtlich.


    Zur Mannschaftseinteilung: Ihr spielt vermutlich auch D9, da sind 15 Spieler pro Mannschaft eigentlich ziemlich optimal, sofern alle zuverlässig sind, ich wäre also dafür, drei Mannschaften zu bilden. Unter ~13 Spieler pro D9-Mannschaft würde ich aber wohl nicht gehen wollen. Das sollte man aber unbedingt vorher abklären, denn es wäre auch sehr ärgerlich, wenn eine der drei Mannschaften im Saisonverlauf ständig unter Personalmangel leidet. 22 Spieler für ein D9-Team sind zu viele, da müssen dann schon einige Freundschaftsspiele her, damit alle ausreichende Einsatzzeit haben.


    Was das Durchsetzen deiner Vorstellungen gegen die der anderen anbelangt, so kann ich dir nur dazu raten, sie zu überzeugen. Ich denke, es bringt nichts, wenn du dich durchsetzt, die Anderen aber dagegen bleiben. Mir wäre dabei die Gefahr zu groß, dass auch nur irgendetwas schief geht und es dann von allen Seiten tönt, das habe man ja immer schon gesagt, dass das alles Unsinn sei, was der junge Kerl da so angestellt habe...

    Bin zwar "late to the game", wie die Englischsprechenden gerne sagen, möchte aber noch mal kurz auch DQs Eingangs- und die weiteren erklärenden Beiträge seinerseits antworten. Ich kann es gut verstehen, dass dein Sohn wechseln möchte. In einem anderen Thread schildere ich ja gerade auch, dass in meinem Team der vergangenen Saison, der Hälfte eines E1-Kaders, ein Spieler deutlichst hervor gestochen hat. Und wie bei dir auch ist das mein Sohn. Er hat die letzte Saison über sehr an seiner Situation zu knabbern gehabt. Man kann es zwar so halten wie der Vater von Calvin aus Watterson's Comic-Reihe und behaupten, schwierige Phasen stärkten den Charakter, da ist sicher auch etwas dran, man muss aber auch erkennen, wo die Überforderung beginnt und der Effekt sich ins Negative verkehrt. Ich musste so einige Diskussionen mit meiner Frau über das Wohl unseres Sohnes führen. Und stünde nun mit dem Wechsel in die D-Jugend und der Kooperation mit dem Nachbarverein nicht eine Neusortierung der Mannschaften unter Leistungsgesichtspunkten bevor, wir würden den selben Schritt vollziehen. Die gemeinsamen Sichtungstrainings haben ihm schon unheimlich viel Spaß gemacht, er freut sich jetzt richtig darauf, künftig Mitspieler auf Augenhöhe zu haben.


    Auch ich habe etwas gegen überehrgeizige Eltern, die schon im KiFu-Alter Vereins-Hopping betreiben. Das sehe ich aber weder bei Euch noch bei uns gegeben. Nach wie vor gilt der Rat zur Vorsicht, Kinder vorschnell aus ihrem angestammten sozialen Umfeld heraus zu nehmen. Wenn sie aber tatsächlich gute Fußballer sind, dann kommen sie auch in einem neuen Team zurecht, sofern dieses anständig geführt wird. Ich habe bisher immer die Beobachtung gemacht, dass neue Spieler, die kicken konnten, keinerlei Probleme mit der Integration hatten, wenn sie nicht selbst kleine Diven waren -- und von denen ist mir selbst noch keine untergekommen, zumindest nicht unter den wirklich guten Spielern.


    Natürlich ist es schade um das alte Team. Ich meine aber, dass man dir überhaupt keine Vorwürfe machen kann, wenn du es auch verlässt. Umgekehrt muss man dir dankbar sein für die viele Zeit und Mühe, die du allen Spielern in diesem Team gewidmet hast. Klar, da war dein Sohn dabei, aber war es deswegen für alle anderen weniger wertvoll? Du hast, als ein ehrenamtlicher Trainer gesucht wurde, nicht sorgfältig die Grashalme gezählt und auf das Ende des betretenen Schweigens gewartet, sondern bist vorgetreten und hast freiwillig ein Ehrenamt übernommen, das einen hohen Einsatz fordert. Du bist ganz sicher niemandem verpflichtet. Und das darfst du dir auch nicht einreden lassen.


    An deiner Stelle würde ich das Traineramt vermutlich auch erst einmal abgeben, nicht zuletzt, weil der Job einen ganz schön schlauchen kann, und ich nach sechs Jahren auch mal wieder eine Pause vertragen könnte. Vermutlich lege ich sie dann nach der D ein. Und vielleicht übernehme ich dann irgendwann mal wieder eine G-Jugend, dann ohne Vatertrainer zu sein.

    Große Leistungsspreizung ist ein riesiges Problem, das sehe ich ganz genauso. Das fängt im Training an, da kann man das durch Aufteilung in Kleingruppen noch einigermaßen kontrollieren. Aber auch da sind Wettbewerbe (egal ob Dribbelstaffel oder Torschuss) schwierig, wenn immer dieselben gewinnen und immer dieselben verlieren. Klar, auch das kann man mit geschickter Gruppenbildung regulieren, aber auch nur bis zu einem bestimmten Punkt.


    Das sehe ich genauso. Hat man einen Co-Trainer und vielleicht noch ein oder zwei Eltern als Helfer, so kann man sich da ganz gut mit verschiedenen Stationen helfen, was aber in der Vorbereitung recht aufwendig ist. Bei uns kam es in der vergangenen Saison schon ab und an mal vor, dass mein Co-Trainer und ich ungewollt zwei unterschiedliche Übungen gemacht haben, weil er meine Erklärungen nicht richtig verstanden hatte (oder ich sie nicht richtig erklärt hatte, wichtig ist mir hier das Ergebnis). Wenn dann noch Eltern aushelfen, muss man sich noch besser vorbereiten und mehr erklären, was wiederum mehr Leerlauf bedeutet... Ach ja, schwer hats der, der alles richtig machen will. :)


    Ich denke, eine gute Mischung zwischen gemeinsamen und leistungsgetrennten Einheiten ist im Training aber durchaus machbar.


    Im Spiel ist es dann immer ein Spagat: Die Spieler wollen und sollen schon mal ein Spiel gewinnen. Wenn man dann aber dauernd gegen starke Gegner antritt, hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder die schwachen Spieler seltener einzusetzen (doof, klar!) oder aber offenen Auges in die Niederlage zu marschieren (kann man nicht jedes Wochenende machen). Ich habe mich in der vergangenen Saison da versucht, einigermaßen durch zu lavieren. Offenbar ist es ganz gut gelungen, zumindest war das Feedback der Spieler und deren Eltern sehr positiv. Aber ganz ehrlich: Ich war auch jedesmal froh, wenn wir mal einen Gegner erwischt haben, dem wir deutlich überlegen waren. Denn dann konnte ich die schwachen Spieler vollkommen bedenkenlos auf's Feld schicken.


    Richtig, man befindet sich da immer wieder zwischen Skylla und Charybdis, wenn ich mal den altsprachlichen Humanisten raus hängen lassen darf. Bei uns war es dann noch etwas diffiziler, weil wir in der F-Jugend von den Ergebnissen her sehr erfolgreich waren. In der E2 kamen dann ein paar schwächere Spieler hinzu, bei mir manifestierten sich egalitäre und progressive Gedanken verstärkt auch in konkreten Handlungen, z.B. also darin, dass ich zum 3-3 wechselte und auch die gewohnheitsrechtlichen Stürmer eine Halbzeit hinten spielen ließ.


    Andererseits hatte die Elternschaft ihren Anteil an den Problemen, hatte sie doch deutlich die Meldung zweier Mannschaften mit erkennbaren, wenn auch nicht übermäßigen Leistungsunterschieden, wie von uns Trainern vorgeschlagen, am Ende der F-Jugend abgelehnt. Daraus habe ich die Lehre gezogen, dass die Eltern als Einheit nicht in eine solche Entscheidung einbezogen werden sollten, das gibt dann schnell zu viele Köche für den Brei, zumal ich da dann immer wieder erlebt habe, dass es den einzelnen Eltern fast immer nur um das Wohl ihres eigenen Kindes geht. Und das ergibt dann zu viele Einzelinteressen, um sie unter einen Hut bringen zu können.


    Heute würde ich wohl eher zwei Möglichkeiten vorschlagen, die dann zur Abstimmung stehen:
    1. Meldung zweier leistungsverschiedener Mannschaften, Einteilung ist Sache der Trainer, gut möglich, dass einzelne Spieler der Zweiten stärker sind als welche der Ersten
    2. Meldung einer Mannschaft mit Einsätzen, die sich maßgeblich aus Trainingsbeteiligung und Einsatz in Training und Spiel ergeben. Daneben einige Freundschaftsspiele, aber nur entsprechend der Möglichkeiten der Trainer.


    Darüber sollten die Eltern abstimmen, ohne zu wissen, wo ihr Kind spielen wird.


    So würde ich heute verfahren, wenn ich wieder einen grenzwertigen Kader hätte, was die Anzahl der Spieler anbelangt, also zu viele für eine, zu wenige für zwei, sprich wenn es zwischen 18 und 21 (zuverlässige) Spieler für 7er-Mannschaften sind. Ab 22 würde ich zwei Mannschaften melden, unter 18 eine.


    Wir haben 2 Spieler wegen Umzug verloren, aber keinen wegen Unzufriedenheit. Mit einer Ausnahme - und das ist mein Sohn.


    Letztlich ist die Quote dann gleich, wenn auch die Beweggründe bei meinem ehemaligen Spieler etwas anders waren. Er hat damals gar nicht so sehr heraus geragt, es gab neben ihm noch ein halbes Dutzend Spieler auf einem ähnlichen Niveau. Er hatte keinen Bock auf die schwächsten Spieler, gar nicht aus Bosheit, aber es machte ihm einfach keinen Spaß. Ich halte das zwar für ein gewisses Charakterdefizit, kann es aber nachvollziehen.

    Bei uns überlegenen Gegnern meine ich 2 Prototypen ausgemacht zu haben:

    • Entweder die Mannschaft hat herausragende Einzelspieler (das ist der Fall den Du meinst).
    • Oder die Mannschaft ist ausgesprochen homogen, so dass wir mit unserem einen herausragenden Einzelspieler keine Chance haben.

    Wobei der erstgenannte Fall deutlich häufiger auftrat.


    Hmm, also bei uns gab es noch den dritten Typen: eine Spitzenmannschaft aus Spitzenspielern. Da waren fast alle oder zumindest deutlich mehr als die Hälfte auf einem ähnlichen Niveau wie mein Spitzenspieler. Gegen solche Teams, von denen es in unserer Gruppe zwei gab, haben wir uns wiederholt blutige Nasen geholt. Gegen die homogenen taten wir uns immer schwer und zogen oft den Kürzeren, während wir gegen Teams mit einem oder zwei Spitzenspielern meist ganz gut aussahen, weil die dann meist weniger gut als unser Spitzenspieler waren oder vom Kollektiv, das bei uns gegen solche Mannschaften interessanterweise besser funktionierte, ganz gut ausgeschaltet werden konnten. Andererseits kann das auch an der jeweiligen Tagesform meiner schwächeren Spieler gelegen haben, wenn die nämlich mal einen guten Tag erwischten, waren sie gar nicht so schwach, zumindest kämpferisch nicht.


    Ich erinnere mich besonders an ein Spiel, welches wir 6:5 gewonnen haben. Die Tore in diesem Spiel haben ausschließlich die beiden Trainersöhne erzielt, das war schon abstrus. Als homogen kann ich nur 2 oder 3 Mannschaften benennen, und auch bei denen sah das vielleicht nur deshalb homogen aus, weil wir sie nicht wirklich fordern konnten.


    Ja, das gibt es auch. Bei einigen ist die Hintermannschaft deutlich schwächer als die offensiven Akteure, was man aber erst merkt, wenn das eigene Team es schafft, auch mal Druck nach vorne auszuüben. Wenn die Offensive der anderen so stark ist, dass man fast nie hinten raus kommt, klappt das natürlich nicht.

    was ihr da beschreibt, ist doch Normalität. besonders auffällig bei nicht leistungsbezogen zusammengestellten Mannschaften sind es 1-2, mit Glück auch mal 3 Spieler, die das Niveau der Mannschaft bestimmen.


    Sicher, aber vielen Trainer-Neulingen und Eltern ist das, glaube ich, nicht so richtig bewusst. Und hier hattest du ja den Anstoß zu meinen Ausführungen gegeben, indem du meintest fest zu stellen, dass bei uns, die wir hier Beiträge geliefert haben, alles Friede, Freue, Eierkuchen sei. Das wollte ich etwas relativieren. Hmm, obwohl, speziell hier ging es wohl um die Feststellung, dass es teilweise einzelne, heraus ragende Spieler sind, die das Niveau einer Mannschaft prägen. Diese Feststellung kam tatsächlich nicht von dir.


    Hatte ich meine 2 Leistungsträger rausgenommen, wurde aus einer guten Mannschaft eine Durchschnittsmannmannschaft.


    War mein bester Spieler nicht auf dem Platz, so wurden wir von einer Durchschnitts- zu einer ziemlich schwachen Mannschaft...


    Mannschaften, die zuvor klar dominiert wurden waren dann plötzlich auf Augenhöhe. deren Trainer war dann immer über die Leistungsteigerung seiner Mannschaft in der 2. Halbzeit begeistert.


    Ja, das finde ich auch immer amüsant. Wir sind in der zu Ende gegangenen Saison ja nun wirklich nicht die Allerstärksten gewesen, aber es gab tatsächlich ein Team, das wir mit 6:2 schlagen konnten. In den ersten 15 Minuten hat da unser besagter stärkster Spieler nach Belieben das Spiel gemacht, und zwei oder drei Tore geschossen, bevor ich ihn von vorne zentral nach hinten in die Mitte gestellt habe. Zur Halbzeit meinten die Gegner dann, sie hätten sich ja nach der Hälfte der Spielzeit dann stabilisiert und ins Spiel gefunden. Da musste ich innerlich schon ein wenig schmunzeln. Das soll jetzt bitte nicht arrogant rüber kommen, denn obwohl ich glaube, sowohl Stärken als auch Schwächen meines Teams durchaus zu sehen und recht wenig rosarot in meiner Brille zu haben, stimmt folgendes sicher auch:


    umgekehrt ging es mir wohl manchmal ebenso.


    letztendlich sind es immer gewisse Spieler, die den Unterschied ausmachen.


    Ja, wobei ich durchaus auch viele Mannschaften erlebe, die deutlich homogener sind als meine der letzten Saison. Hätten wir nur eine Mannschaft gemeldet oder zwei leistungsverschiedene Teams gebildet, wäre das bei uns auch so gewesen. Sicher stachen bei unserem Turnier letzte Woche, als zwei, drei weitere Leistungsträger dabei waren, dennoch bei uns drei Spieler hervor, aber nicht so extrem..


    das sind die Spieler, die der DFB bei seinen Sichtungen sucht und die dort auch auffallen, auch an einem schlechten Tag. nicht das durchschnittliche Talent, das da unter Umständen durchfällt.


    Das denke ich auch. Dieser stärkste meiner Spieler fällt eigentlich immer auf, sei es in unseren Spielen, unter den Kollegen beim C-Breitenlehrgang, als ich meine Spieler mal für eine Praxiseinheit mit brachte, beim Ferien-Fußball-Camp oder auch beim Sichtungstraining für die kommende Saison.

    unzufriedene Spielerabgänge, ...


    Doch, das hatten wir schon, allerdings schon zum Ende der E2. Da ging ein Spieler, weil er für unser Team zu ehrgeizig und erfolgsorientiert war, und keinen Spaß daran fand, auch in der Defensive spielen zu müssen. Für ihn hatten wir zu viel Zuwachs am unteren Ende des Leistungsspektrums bekommen. Mittlerweile halte ich es auch für eine der größten Herausforderungen im Kindertrainerleben, mit großen Leistungsdiskrepanzen geeignet umzugehen, d.h. sowohl den starken als auch den schwachen Spielern gerecht zu werden. Das Mittelfeld sollte nicht vergessen werden, sie schwimmen aber nach meiner Erfahrung ganz gut mit lassen sich kommen sowohl mit den stärkeren wie auch den schwächeren Spielern kombinieren.


    Leider haben wir früher zu wenig rotiert, wäre der Unzufriedene das schon mehr gewohnt gewesen, so hätte es wohl weniger Schwierigkeiten gegeben. Aber es hätte trotzdem das Problem gegeben, dass unsere "erste Mannschaft" im Kreis ganz vorne mitspielen konnte, die sich daraus ergebene "zweite Mannschaft" aber Kanonenfutter gewesen wäre, zumindest beim derzeitigen F- und E-Spielbetrieb in unserem Kreis. Das unter einen Hut zu bringen ist nicht einfach... Solange die Ergebnisse stimmen und sie Erfolg haben, sind die stärkeren Spieler und ihre Eltern noch zufrieden, aber wehe, es läuft mal nicht so und man verliert zum zweiten mal, weil ein oder zwei der schwächsten Spieler dabei sind. Dann fängt es schnell an zu rumoren. Und dann verkehrt sich die Maßnahme, zur besseren Integration aller Spieler in die Mannschaft deren Zusammensetzung immer wieder zu ändern, ins Gegenteil..

    War bei mir ähnlich, auch tobn hat ja so einen dominanten Torschützen. Aber wie willst Du das ändern? Ich habe ihm schon gesagt, dass er ruhig mal abspielen soll. Das ist auch passiert, viele der schwächeren Spieler hätten wohl kein Tor erzielt, wenn ihnen die Vorlage nicht auf dem Silbertablett präsentiert worden wäre.


    Bei uns war das auch so, dazu kommt, dass die anderen Spieler selbst viele der Silbertablettvorlagen dieses Spielers nicht verwandelt haben. Er hätte durchaus noch das eine oder andere mehr machen können, wenn er so egoistisch gespielt hätte, wie es einzelne (aber auch nur wenige) seiner Mannschaftskameraden tun..


    Nein, es wäre Unsinn zu versuchen, ihn einzubremsen, er sticht einfach deutlich hervor, vermutlich so ähnlich, wie es dein Sohn tut, DQ. Sprichst du eigentlich von ihm? Der Papa eines anderen Spielers sagte schon mehrfach, dass man bei meinem Team einfach ganz deutlich merkt, ob der beste Spieler auch auf dem Platz ist oder nicht. Das Spiel des Teams sieht einfach anders aus, wenn er da ist, haben es unsere Gegner einfach eine Stufe schwerer, weil er sowohl in der Balleroberung heraus ragt, aber auch mit Abstand unser ballsicherster Spieler ist. Noch dazu hat er den besten Abschluss. Vor einem Jahr war das noch anders, da gab es noch drei andere Spieler auf einem ähnlichen Niveau und mit ähnlichen Allrounder-Fähigkeiten, dazu noch zwei in der Offensive starke Spieler. Da war er zwar auch wichtig, fügte sich aber mehr ein als hervor zu stechen. Von diesen Spielern ist aber nur noch einer übrig, der aber in unserer anderen Mannschaft spielt. Daher kommt jetzt die exponierte Stellung. Die ihm übrigens nicht gefällt, ihm wäre es deutlich lieber, wenn es da noch ein paar geeignete Mitspieler gäbe. Und das ist jetzt nicht abfällig oder arrogant gemeint.


    An Fronleichnam nahmen wir an unserem letzten E-Jugendturnier teil, da spielten unsere beiden besten Spieler endlich mal wieder zusammen, dazu noch zwei weitere Spieler, die in der kommenden Saison auch in der stärkeren der zwei D9-Mannschaften, die wir gemeinsam mit unserem Nachbarverein bilden, spielen werden. Und das sah man tatsächlich auch, das war überwiegend richtig schön anzusehen und viel besser als das, was die einzelnen Mannschaften die Saison über zeigten.

    Ich hatte halt eher mit einigen Jungs zu kämpfen, die immer mal wieder unangekündigt nicht zum Training kamen.


    Das ist bei uns die absolute Ausnahme und betrifft eigentlich nur einen Spieler, der sich nicht immer konsequent abmeldet. Bei den anderen machen es meistens die Eltern, bei ihm fällt das flach. Beim nächsten mal nennt er uns dann immer den Grund...


    Leider hatte ich sogar Spieler, die trotz Zusage nicht zum Spieltermin aufgetaucht sind. Letztlich ist das aber ein Problem der Eltern.


    Das ist bei uns in der ganzen Saison exakt ein mal passiert. Und da lag es dann daran, dass der Junge es tatsächlich und einfach nur verschwitzt hatte. Das war ihm unheimlich unangenehm.


    Mit 18 Spielern 2 Teams zu melden würde ich mich daher nicht trauen.


    Aufgrund von Ausfällen wegen Krankheit oder konkurrierender Aktivitäten, die Kinder und/oder Eltern ebenso wichtig empfinden, mussten wir auch einige unserer Spiele ohne Auswechselspieler bestreiten, in einer Partie musste auch die andere Mannschaft aushelfen. Aber wir mussten nie absagen.


    Am Ende war es aber schon eine ziemlich anstrengende Saison. Ich weiß nicht, ob ich es noch mal so machen würde. Bei 18 Spielern ist eine Mannschaft eigentlich zu wenig. Wir hätten definitiv noch eine ganze Zahl an Freundschaftsspielen organisieren müssen. Was gar nicht so leicht ist, weil fast alle Vereine im Regelspielbetrieb sind und daneben nicht mehr viel Zeit haben. Die Termine sind das nächste Problem... Wir wussten halt auch, dass wir uns auf unsere Elternschaft verlassen können, dass sie mit ziehen. Das ging dann so weit, dass zwei Papas meinen Job beim letzten Spiel übernahmen, weil ich verhindert war.


    Na, wenigstens hattet Ihr bei Eurem Turnier super Wetter :D:D :D. Blöder Scherz, ich weiss, aber konnte ich mir nicht verkneifen...


    Genau, das war ein richtiges Granatenwetter... ;)

    Die Trainingsbeteiligung ist das, was mir bei uns am wenigsten gefallen hat. Wer kommen will, sollte eigentlich 80% schaffen, auch bei einigen Krankheitspausen.


    Zwei meiner Spieler haben sich im Winter verletzt und fielen dadurch jeweils ca. zwei Monate aus. Ein anderer war im Frühjahr lange erkältet. Diese Entschuldigungen waren vollkommen valide, ziehen den Schnitt aber halt runter. Ansonsten gibt es bei mir, wie gesagt, die eine Hälfte der Spieler, die echt so gut wie jedes mal da sind, und dann halt das Drittel, das so ungefähr auf 80% kommt. Und dann die zwei, drei Ausreißer nach unten. Aber alles noch absolut im Rahmen.


    Aber letztlich bin ich mit meinen Jungs sehr zufrieden, die Saison hat Spaß gemacht!


    Bei uns auch, aber die Meldung von zwei Mannschaften, die damit verbundene sportliche Schwächung und die vielen Termine haben doch recht viel Kraft gekostet. Ich bin schon froh, dass die Sommerferien bald da sind und wir ein bisschen Zeit zum Verschnaufen haben.


    Angenehmerweise gab es zum Saisonende noch die Highlights des eigenen Turniers, das zwar sportlich für uns nicht so dolle war, aber halt ein geglücktes Experiment. Und letzten Donnerstag hatten wir noch unser allerletztes E-Turnier mit dem jetzigen Kader, da haben Stimmung und sportlicher Erfolg auch gestimmt (2. von sechs geworden).

    Hmm, ich lasse leider beim Protokollieren von Ereignissen und Statistiken immer schnell nach, so dass meine Zahlen nur bedingt belastbar sind... Aber was solls:
    - Zu Saisonbeginn 18 Spieler im Kader, zwei Teams gemeldet.
    - Zu Saisonmitte hört ein Spieler auf, weil er dem Handball die Priorität einräumt, zwei Monate später kam ein Neuzugang.
    - Die zwei Teams haben in der Runde unterschiedliche Saisons erlebt:
    - E1/1: GUV: 6:3:11, Tore: 55:96, Endplatzierung: 7. von 11
    - E1/2: GUV: 10:0:10, Tore: 61:61 (kein Schreibfehler), Endplatzierung: 7. von 11 (zu Saisonbeginn noch 12)
    - Die E1/2 war die homogenere Mannschaft in der etwas leichteren Gruppe


    Im Folgenden beschränke ich mich auf die E1/1, da sie es war, die ich zu den Spielen begleitete.
    - Von den neun Spielern der E1/1 haben acht in den Rundenspielen Tore erzielt
    - Allerdings hat unser mit Abstand stärkster Spieler vermutlich ~50% der Tore geschossen
    - Jeder Spieler der E1/1 stand in mindestens einem Rundenspiel im Tor
    - Nur ein Spiel ohne eigenes Tor
    - Trainingsbeteiligung geschätzt im Schnitt 80%, wobei ca. die Hälfte der Spieler so gut wie immer da war, zwei wegen Verletzungen länger aussetzen mussten und einer leider ziemlich viel krank war..


    Im Großen und Ganzen also ein ähnliches Bild, so würde ich das zumindest sehen.

    Nachdem ich (auch zwecks Beantowrtung der Fragen im Tippspiel) mich durch den den Kicker-EM-Tabellenrechner geklickt habe, komme ich darauf, dass Deutschland im Finale gegen Kroatien gewinnt und Europameister wird. Spanien wird von Jogis Jungs im Halbfinale bezwungen.


    Das neue Trikot gefällt mir eigentlich richtig gut, mir ist es nur, ehrlich gesagt, zu teuer. € 96,- für die XXL-Version (XL gibt es scheinbar nicht..) für die Variante mit Spielername im DFB-Shop! Dafür muss Papa aber mal ein paar Brötchen backen (und verkaufen)...

    Am meisten erkennt man, wie ich meine, im Spiel in Kleingruppen. Wir haben gerade vier Trainingseinheiten hinter uns, um aus 28 Spielern zwei D2-Mannschaften zu bilden. Nach der ersten haben wir in den folgenden drei nur noch Minifußball gespielt. Dabei kann man unheimlich viel sehen, ich kann es nur empfehlen. Acht Einheiten kommen mir für Sichtungszwecke eigentlich schon zu lang vor... Das mag aber auch daran liegen, dass ich die meisten der Spieler, die bei uns zu sichten waren, schon sehr lange und sehr gut kenne.

    Auch von mir herzlichen Glückwunsch!
    Eine etwas profane Frage: Ich habe noch mal den Thread durchgelesen, aber ich glaube nicht, dass das rüberkam: Wie habt Ihr das mit den Minitoren denn jetzt geregelt?


    Wir haben 16 Minitore organisiert und konnten somit vier Felder aufbauen. Eine Runde dauerte somit drei Durchgänge. Tatsächlich gab es mit den Toren noch kurz vor Schluss Schwierigkeiten, am Ende ging es ganz genau auf, wobei ein paar kleine, billige Plastiktore dabei waren, die wir bei einer Grundschule ausgeliehen hatten, von denen eines das Turnier auch nicht überlebt hat, aber bis zum Ende trotz Durchbruchs einer Bodenstrebe tapfer durchhielt. Aus unserem eigenen Fundus kamen zwei sehr kleine Passübungstore und zwei ~0.8m x 0.8m große Dinger aus Eisen -- sauschwer, die Teile. Vom Nachbarverein bekamen wir zwei Tore, deren Transport sich als große Herausforderung darstellte und der erst am Abend vor dem Turnier über die Bühne ging. Von einem Trainerbekannten aus dem C-Breitenlehrgang habe ich noch zwei tolle Alu-Tore leihen können, die sich sogar noch zusammen falten lassen. Die restlichen sechs Tore haben wir selbst aus Holz zusammen gezimmert, am vergangenen Freitag... Eigentlich hatte mir ein anderer Trainer aus dem C-Breitenlehrgang noch vier Tore geliehen, sie stellten sich aber als größer heraus als die Transportmöglichkeiten -- wie auch die zwei vom Nachbarverein.. Naja, zum Glück fand sich noch jemand mit einem Wagen, der groß genug war. Aber so kam ich am Ende schon noch ins Schwitzen.


    Die selbstgezimmerten Tore hatten übrigens keine Netze, das haben wir nicht mehr geschafft. Aber es wurde allgemein anerkannt, dass wir sie überhaupt zusammen bekommen hatten.

    dieses positive Ergebnis freut mich für dich.


    Danke, mich natürlich auch.


    bestätigt aber wiederum meine These und des öfteren gestellte Forderung:
    willst du Veränderungen, darft du nicht auf das grosse ganze von oben Kommende warten, sondern in deinem ureigenen Bereich selbst tätige werden.


    Ich glaube auch nicht, dass dir da irgendjemand widerspricht. Ich kann nach den beiden positiven Erfahrungen (Fairplay-Hallenturnier mit Futsal-ähnlichen Regeln zu Beginn des Jahres und jetzt dem Minifußballturnier nach Schweizer System) nur dazu raten, den Rahmen des innerhalb der eigenen Grenzen möglichen an positiven Ideen auszuloten und umzusetzen. Man trifft dabei häufig auf Skepsis, man muss schon darauf gefasst sein, Türen aufstoßen zu müssen, das ist sicher nicht der allerbequemste Weg.


    du hast ja wohl nicht nur für dich ein positives Ergebnis, sondern, und das ist ja wohl nicht unwichtig, auch Andere als Nachahmer dazugewonnen. das ist für mich erfolgreiche Aufbauaktivität, die zur Weiterentwicklung führt.


    Es würde mich freuen, und das Feedback von gestern stimmt mich auf jeden Fall hoffnungsvoll. Ich bin zumindest davon überzeugt, dass die Spielform des Minifußballs in die Trainingseinheiten einiger der Gastmannschaften Einzug halten wird. Vielleicht wird es sogar auch mal das eine oder andere Turnier nach Schweizer System geben, wer weiß. Wichtig ist, dass die Gedanken in Bewegung geraten, dazu haben wir gestern, so meine ich, einen bescheidenen Beitrag geleistet. Nichtsdestotrotz würde ich es begrüßen, wenn ein paar mehr sinnvolle Reformen von 'oben' kämen..