Gut, dann mal unverblümt und ohne Punkt und Komma zurück.
Oha. Keine guten Voraussetzungen für eine konstruktive Diskussion... Aber lass' trotzdem mal hören. 
Ich findes Quatsch, das irendwelche Weichspüler, Wichtigtuer und Blümchenpflücker meine, das alles in Watte gepackt werden muss. Hätte, wenn und Aber. Der Arme Kerl braucht doch seine 12 Chance...............
Ich sehe die Verbindung zur FPL hier aber nicht. Tatsächlich habe z.B. ich scheinbar andere Vorstellungen davon, wie man mit Kindern zwischen sechs und elf Jahren umgehen sollte, als du, aber das steht ja nun in keinem Zusammenhang zu der Frage, ob es einen Schiri gibt oder nicht (im E-Alter gibt es übrigens, wie Uwe nimmermüde wiederholt, auch in der FPL den Spielleiter), und wo sich Trainer und Eltern während des Spiels aufhalten.
Wir haben Regeln im Fusbbal, die zu beachten sind. dazu gehört ein Schidsrichter um sie ihnen beizubringen.
Ja, es gibt Regeln im Fußball. Diese bringt aber kein Schiri im Spiel gegen einen anderen Verein den Kindern bei, sondern der Trainer im Training. Natürlich wird ein guter Schiri einem Kind auch erklären, warum er gepfiffen hat. Aber die Wissensvermittlung ist eindeutig Aufgabe des Trainers, nicht des Schiedsrichters.
Und wenn ein Oberschiri meint, das er das klasse findet, soll er erstmal lernen im BL-Fussball falsche Einwürfe zu pfeifen und "Nicht-elfmeter-würdige-fouls" zu definieren. Solche Obergurus habe ich besonders gerne. In der FPL wird nur wieder etwas versucht, was am ende nix bringt (wie bei den 1023 Schulmodellen) und ihr laßt euch stigmatisieren.
Auf die Polemik hinsichtlich der Leistungen von Hrn Fandel und das für dieses Forum irrelevante und außerdem sehr komplexe Thema Schulformen möchte ich nicht eingehen, erlaube mir aber den Kommentar, dass die Vita des Mannes, den du verächtlich als 'Oberguru' bezeichnest, meiner Ansicht nach etwas mehr Respekt gebietet.
Bleibt hier übrig, dass du meinst, die FPL würde "nur wieder etwas versuchen, was am Ende nix bringt." Das bezweifle ich ernsthaft, die bisherigen Erfahrungen sind doch auch sehr ermutigend. Ernsthafte Frage: in deinem Profil steht, dass du B-Junioren trainierst. Die FPL betrifft aber die Jüngsten, genauer: G- bis E-Junioren. B-Junioren sind Jugendliche an der Schwelle zum Erwachsenenalter, die ältesten unter ihnen dürfen ja sogar schon (wenn auch in Begleitung, wenn ich es richtig mit bekommen habe) Auto fahren. Zwischen diesen Gruppen liegen himmelweite Unterschiede. Während B-Junioren heutzutage schon zehn Jahre und länger Fußball spielen, lernen die G- und F-Junioren das Spiel überhaupt erst kennen. Jugendliche haben schon kapiert, wie die Welt funktioniert, lesen in der Schule Goethes Faust. G-Junioren sind zu Beginn ihrer Fußballkarriere hingegen noch im Kindergarten.
Ich habe meine Mannschaft seit der G2 begleitet, nun geht für sie die E-Jugend zu Ende. Daher behaupte ich, diese Altersklassen ganz gut zu kennen. Und da bin ich davon überzeugt, dass Kinder im G- und F-Alter in der großen Mehrheit regelkonform spielen wollen. Man muss ihnen als Trainer aber die Regeln erklären, sie tun sich natürlich erst einmal schwer mit einigen Konzepten. Aus ist noch einfach, ebenso Tor. Aber dann wird es schon schwieriger. So ist es zunächst für viele Kinder klar, dass ein Foul vorliegt, wenn sich ein Spieler weh tut. Stimmt ja so aber nicht. Dann gibt es die Frage, wie viel Körpereinsatz noch in Ordnung ist. Wozu und wie darf man die Arme einsetzen? Wann liegt ein Handspiel vor? Was ist gefährliches Spiel. Bei letzterem kommt erschwerend hinzu, dass viele Kinder davor zurück schrecken, mit dem Kopf zum hohen Ball zu gehen und daher bei der Eroberung von herum gebolzten Bällen, die man in dieser Altersklasse auch häufig sieht, sich oft mindestens ein Fuß auf Brusthöhe oder noch darüber befindet. Die technischen Regeln sind dagegen Pipifax.
Bezüglich dieser schwierigeren Fälle ist es Aufgabe der Trainer, ihren Spielern ständig zu vermitteln, wo die Grenzen zwischen Erlaubtem und Unerlaubtem liegen, sie darin zu unterstützen, sich dieser Grenzen bewusst zu werden. Da muss man als Trainer dran bleiben, dann geht das auch, letztlich geht es ja um den Gedanken des Fair Play, und Kinder haben ein sehr ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Dem widersprechen hingegen häufig die Entscheidungen der Schiedsrichter im KiFu-Bereich. Das sind nämlich oft Aushilfsschiedsrichter, die aus der Elternschaft rekrutiert werden, oder Jugendspieler. Die Eltern sind oft unerfahren und vom Fernseher her die Bundesliga gewohnt, pfeifen also nach meinen Erfahrungen eher seltener ab, als die Kinder unterbrechen würden. Jugendspieler sind oft geprägt von dem typischen Verhalten ihrer Altersklasse, was sich aber auch nicht so ganz mit dem von Kindern deckt. Das soll jetzt gar keine Kritik an diesen beiden Personengruppen sein, sondern nur beschreiben, was man oft sieht, und was die spielenden Kinder dann verwirrt und verunsichert. Dazu kommen noch die unvermeidbaren Fehlentscheidungen der Schiedsrichter in Situationen, die die beteilgten Akteure selbst ganz klar und richtig entscheiden können. In diesem Zusammenhang bin ich übrigens immer wieder stolz auf meine Jungs, wenn sie den Schiri auf eine Fehlentscheidung hinweisen, die zu ihren Lasten kritisiert wird, also bspw. dass letzte Woche unser Torhüter darauf hinwies, dass es eine Ecke gegen uns statt des Abstoßes, auf den der Schiri entschieden hatte, geben musste.
Ich habe selbst mit E-Junioren des älteren Jahrgangs, die noch nie nach FPL-Regeln, sondern in Spielen gegen andere Vereine immer nur mit Schiedsrichtern gespielt haben, überwiegend gute Erfahrungen gemacht, wenn der Schiri weg gelassen wurde. Natürlich ist es sinnvoll, sie vor dem Spiel darauf hinweisen, dass es keinen Schiri gibt, dass sie ja aber alle die Regeln kennen und auch ihr eigenes Handeln gut beurteilen können. Dass außerdem derjenige fair behandelt wird, der selbst auch fair agiert. Es war dann zwar immer noch gut, wenn ein neutraler Beobachter zugegen war, der ab und an deutlich, aber freundlich auf die Regeln, die in dieser Altersklasse auch schon ganz gerne mal gedehnt werden, hinwies, aber man kann so oft ganze Spiele ohne Eingriff von außen durch spielen lassen.
Diese Spielweise leistet, wie ich meine, einen wichtigen Beitrag dazu, dass Kinder lernen, das Spiel eigenverantwortlich und in einer fairen, sportlichen und freundschaftlichen Atmosphäre durchzuführen. Natürlich gehören richtig gepolte Trainer unbedingt dazu, aber auch da bin ich vor dem Hintergrund meiner mittlerweile sechsjährigen Erfahrung in diesem Bereich durchaus optimistisch.