Beiträge von tobn

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    Andre ist Trainer, aber kein Vereinsmitglied. Ich kenne das so, dass man als Jugendtrainer, auch Miglied in einem Verein ist, vor allem auch gerade dann, wenn die eigenen Kinder im Verein spielen. dafür unter anderem gibt es ja Familienbeiträge.


    wie ist das bei euch.?


    Ich bin als Trainer automatisch kostenlos Mitglied, so ist das bei uns geregelt. Früher hatten wir mal eine Familienmitgliedschaft, seit meine Frau und unsere Tochter, und zwischenzeitlich auch unser Sohn jedoch das Sportangebot in einem anderen Verein wahrnehmen, sind wir dort als Familie angemeldet und nur unser Sohn ist noch zahlendes Mitglied im Fußballverein. Wir haben im Ort drei Vereine mit vielfältigen Sportangeboten, zwei davon bieten Fußball an.

    In der Schule haben sie geschultes Personal, das über das Gehalt sich an die Vorgaben halten MUß und das auch aus berufung gern -auch aus Überzeugung tun-....


    Du hast doch selber Kinder, Andre, und dann schreibst du so eine pauschale Lobeshymne auf die gesamte Lehrerschaft? Versteht mich bitte nicht falsch, ich schätze alle guten und engagierten Lehrer, aber ich habe selbst in meiner eigenen Schullaufbahn sowie in den bisherigen unserer Kinder (kommen jetzt in die 4. bzw. 6. Klasse) diesbezüglich sowohl Licht, aber durchaus auch Schatten erlebt. Zum Lehrer muss man von seiner Persönlichkeit her genau so geeignet sein wie das beim Trainer der Fall ist. Und mir kommt es so vor, als gäbe es durchaus ein paar Absolventen den Lehramtsstudiums, für die eine andere Berufswahl besser gewesen wäre. Wie gesagt, ich beabsichtige überhaupt keinen Rundumschlag gegen Lehrer im Allgemeinen, aber deine pauschale Seligsprechung dieser Berufsgattung wollte ich dann doch nicht unwidersprochen lassen.

    Ich finde Bücher auch heute noch nicht schlecht. Gerade für den Einstieg im Kinderbereich halte ich das DFB-Buch "Fußball von morgen, Band 1: Kinderfußball" (oder sehr ähnlich) für sehr empfehlenswert. Letztlich findet sich darin übrigens schon ein recht großer Teil des Inhalts des Trainer C-Breitenfußball, Profil Kinder und Jugend. Daneben schätzen neben mir eine Reihe weiterer Forumsmitglieder auch "Fußball kindgemäß trainieren" von Horst Wein, welches allerdings aus meiner Sicht noch einiges an Ergänzung durch weitere Quellen bedarf, weil er nur recht kurz auf organisatorische Themen eingeht und sich ziemlich auf die Spielintelligenz fokussiert, das allerdings sehr gut. Zur Vermittlung von technischen Fertigkeiten steht bei ihm tatsächlich gar nichts (oder ich habe es übersehen).


    Sowohl bei Büchern als auch bei Informationsquellen im Internet ist es aber ganz wichtig, dass man beachtet, für welchen Adressatenkreis sie geeignet sind. Für G-Junioren sind ganz andere Übungen und Spiele angesagt als für C-Junioren. Daher schließe ich mich der schon gemachten Empfehlung an, intensiv auf training-wissen.dfb.de zu stöbern und sich dort die in großer Zahl vorhandenen Trainingsstunden anzusehen. Da merkt man übrigens auch eine Entwicklung in der Didaktik von den ganz frühen Trainingseinheiten zu den neueren.


    Und dann entwickelt man auch eigene Ideen im Training, das ist dann eine Sache von Erfahrung und Kreativität.


    Falls es interesiert: ich wurde als Trainer bisher stets geduzt, sowohl von den Spielern als auch von den Eltern. Neuzugänge siezen mich durchaus mal, ich biete dann aber gleich von mir aus das Du an. Das ist bei uns im Verein auch generell üblich, und sogar vereinsübergreifend im ganzen Kreis, da duzen sich eigentlich alle Trainer, Jugendleiter oder weitere Verantwortliche im Kreis untereinander. Dabei habe ich selbst nicht das Gefühl, dass darunter der gegenseitige Respekt leidet.

    Das wir zwei Trainer nicht die besten Freunde sind ist sicher nicht optimal. [...] Ich habe einen gutes Verhältnis zum Vereinsvorstand und habe mich als Trainer für die nächste Saison verpflichtet. Da käme ich wenn überhaupt erst nächstes Jahr raus. Wir müssen also damit erst mal leben.


    Ich schlage vor, Ihr springt beide über Eure Schatten und kommt zum Wohle der Kinder zu einander. Man muss ja nicht bester Kumpel des Co-Trainers sein, gemeinsame Vorstellungen von Training und Spiel reichen vollkommen aus. ;)


    Im Verein gibt es akuten Trainermangel im Jugendbereich. [...] In der Regel sind es die Väter die das Training machen. Bis auf Bälle gibt es vom Verein nichts. [...]


    Das ist alles keine Seltenheit. Bei uns ist es ähnlich. Wobei es neben Bällen auch noch Hütchen, Stangen, Tore, Springseile und Ringe gibt.


    Aktuell wurde eine Mannschaft (F - Jugend) aufgelöst, weil kein Trainer mehr gefunden wurde. Die 12 Kinder sind alle auf dem Weg in andere Vereine oder in private Fußballschulen.


    Bei uns ist mal ein kompletter Jahrgang zum Nachbarverein gewechselt, weil nicht schnell genug ein neuer Trainer da war und der alte mit seinem Sohn zu eben diesem Verein wechselte...


    Das ein Spiel 7 gegen 7 keinen Sinn macht, ist mir sehr bewusst, manchmal ist es ja sogar 8:8. Ich kann mich aber auch nicht immer mit meinen
    Vorstellungen durchsetzen, ich will ja auch keinen Streit. Beim Turnier ist genau diese Spielart aber leider üblich.


    Klar, das ist auch, wie ich finde, schade. Nichtsdestotrotz lernen die Kids einfach viel mehr, wenn sie viele Ballkontakte haben und viel zu tun haben. Kennst du das Buch "Fußball kindgemäß trainieren" von Horst Wein? Das würde ich dir allerwärmstens empfehlen, gemeinsam mit "Fußball von morgen, Band 1: Kinderfußball". Und dann überzeuge deine Vereinsverantwortlichen, dass sie deinem Co- oder Mittrainer beide Bücher schenken.


    Bei Horst Wein wird Minifußball gespielt, suche danach mal hier im Forum und du wirst bestimmt fündig werden. Letztlich spielen da 3 gegen 3 auf zwei kleine Tore, Tore dürfen nur aus kurzer Distanz erzielt werden. Wir haben als alte E-Jugend vor ein paar Wochen ein Turnier ausgerichtet, bei dem nur Minifußball gespielt wurde, und das kam bei allen gut an. Und eine Gästemama war völlig begeistert, weil eben alle Spieler ständig in Bewegung sind und mit machen müssen, und außerdem brachte sie es auf den Punkt: "die müssen dabei auch einfach mit denken."


    Natürlich muss man auch Techniktraining machen, darauf geht Horst Wein überhaupt nicht ein. Aber zum Üben des Spiels sind Spiele in kleinen Mannschaften viel, viel, viel besser als ein 7:7 bis 10:10. Meine Jungs wollen auch mal ein 'großes Spiel' machen, das geht natürlich schon auch. Aber ich würde heute versuchen, in G bis E viele Spiele in kleinen Mannschaften durchzuführen.


    Beim letzten Training haben wir nicht wie üblich ein Abschlussspiel gemacht, sondern 3 Mannschaften gebildet und zusätzlich ein kleineres Feld mit
    Minitoren. Das Kleinfeld wurde noch mal verkleinert, so das es nur noch etwa 25 Meter lang war. Das hatte ich schon vorher aufgebaut. Wir haben dann mit 5 gegen 5/6 gespielt und auf dem Miniplatz gleichzeitig 3 gegen 3.


    OK, das ist doch schon ganz gut. Ein kleineres Feld ist durchaus sinnvoll, denn es soll ja nicht darum gehen, dass die, die am schnellsten rennen können, übermäßig bevorteilt werden. Andererseits kann man die Feldgröße auch an das Können der Spieler anpassen und es bspw. größer machen, um ihnen mehr Zeit für die Ballannahme zu geben.


    Zusätzlich hatten wir noch ein Kind aus der F - Jugend dabei. Eines der Kinder, um den es hier ging, hat mit dem größeren Kind aus der
    F eine Vorstellung geboten, die mir einen wahren Glücksschauer über den Rücken laufen ließ. Der hat sich permanent frei gelaufen, durch Rufen angeboten und hat die schönsten Pässe und Doppelpässe gespielt. Seine geschossenen Tore waren kaum noch zu zählen. Allerdings spielte er fast ausschließlich mit dem größeren Kind zusammen.


    Das ist normal und ja auch nachvollziehbar. Wenn es zu arg wird, kannst du sie ja entweder in unterschiedliche Mannschaften stecken oder die Regel einführen, dass jeder Spieler einer Mannschaft den Ball berührt haben muss, bevor ein Tor erzielt werden darf. Oder du machst es wie im Handball, da werden die Tore mit der Zahl der Torschützen multipliziert. Das ist allerdings weniger effektiv, da die Abrechnung erst zum Schluss kommt.


    Ich bin inzwischen der Meinung, es hat tatsächlich was damit zu tun, das die ungeordnete Spielsituation und das Getümmel um den Ball den
    Kindern nicht gefällt, und sie sich deshalb raus halten. Aus dem Bolzplatz ist das Spiel tatsächlich durch die größeren Kindern viel geordneter.


    OK. Dann sollten ihnen die Spiele mit kleineren Teams aber auch deutlich mehr liegen. Noch ein Argument mehr! :D


    Zusätzlich habe ich festgestellt, das die Kinder auf Kunstrasen schlechter spielen als auf Naturrasen. Letzten Sonntag habe ich
    wegen durchweichtem Bolzplatz unser Sonntagsmatch auf den Kunstrasen des Vereins gelegt und es war echt schwieriger für alle


    Ihr spielt also normalerweise auf Rasen? Ja, Kinder kommen mit dem gewohnten Belag am besten zurecht, klar. Wenn Ihr jetzt aber nur noch auf Kunstrasen trainieren würdet, würden sie sich umstellen, und später dann auf Rasen Probleme haben. So ist das bei uns, wir sind fast immer auf einem Kunstrasen (naja, Quarzsand über Beton trifft es fast besser, aber nächste Saison sind wir auf einem besseren Kunstrasen), so dass unsere Spieler Schwierigkeiten auf Rasen haben.

    Zugegeben, unser Ort ist sozial eher stärker, aber bei uns kostet die Mitgliedschaft für Kinder € 45 pro Jahr, für die Abteilung Fußball kommen noch mal € 24 oben drauf. Ab drei Personen gibt es die Familienmitgliedschaft mit € 141 + € 30. Als Trainer bin ich kostenlos Mitglied, aber neben mir ist aktuell nur unser Sohn im Verein. Früher hatten wir eine Famlienmitgliedschaft, nachdem unsere Tochter aber mit ihren sportlichen Aktivitäten im anderen Stadtteilverein anfing und unser Sohn dort auch noch mit Leichtathletik anfing (was er inzwischen aber nicht mehr macht), haben wir dort eine Familienmitgliedschaft. Dort kostet die Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche übrigens jährlich € 78, für Familien sind es € 168.


    Für das einwöchige Fußball-Camp unseres Vereins werden übrigens € 140 verlangt, Vereinsmitglieder erhalten 10% Rabatt. Diese Preise sind hier durchaus üblich.

    Naja, kicker, da hilft dann wohl am ehesten die Abstimmung der Eltern mit den Füßen, d.h. die Vereinswechsel. Problem: viele Eltern lassen sich vom Erfolg, den Ergebnissen, blenden. Dass die starke Ergebnisorientierung im Kinderbereich langfristig schadet, merken sie dann leider oft zu spät, eben 'nach langer Frist.' Was man dagegen tun kann? Nun, die Regularien so ändern, dass die Ergebnisgeilheit unbelohnt bleibt. Und als gutes Beispiel voran gehen, denke ich.

    Danke für dein Feedback! DFB u. Verbände schreiben Vereinen vieles vor, unter Strafe, doch der Schutz von Kindern vor unqualifizierten Trainern ruft da niemand auf den Plan. Merkwürdig, oder?


    Nun, vielleicht sollte der DFB tatsächlich da mit mehr Nachdruck an die Landesverbände herantreten, diese ihrerseits weiter in die Kreise drücken, denn letztlich sind es die Kreise, die den Zugriff auf die Vereine und Trainer haben. Wenn ich auf http://www.training-wissen.dfb.de starte und dann über "Training" -> "Kinder- und Jugendfußball" weiter mache, finde ich da schon die wichtigsten Infos. Als Jugendleiter könnte man sich nun mit dem Neutrainer einfach mal zwei Stunden hin setzen und dabei u.a. diesen Bereich durch klicken. Da steckt viel Information drin, die den meisten Breitensporttrainern da draußen wohl gar nicht bekannt sind.

    Interessant, fast jeder gibt rückblickend (in zeitlicher Selbstdistanz) zu, dass er wohltuend ruhiger geworden ist.


    Klar, man wird mit zunehmender Erfahrung gelassener, außerdem ist alles nach einer Weile auch nicht mehr so neu und aufregend.


    Im Umkehrschluss: Wer (als JL) einfach irgendwen ohne Erfahrung bzw. Herzensbildung auf Spieler loslässt, liefert sie quasi psychisch mit sich überfordert schädlich wirkenden Motzkis aus.


    Das muss nicht so sein, ist aber sicher nicht ganz selten, um es vorsichtig auszudrücken. Hier im Forum wird ja auch allenthalben der Wunsch geäußert, dass sich Verbände und Vereine stärker um die Basisqualifikation der Neutrainer, die ja i.d.R. im Kinderbereich einsteigen, bemühen sollten. Leider findet das zumindest bei uns überhaupt nicht statt. Das Problem ist nur, dass Jugendleitung ein sehr arbeitsintensives Amt ist, dafür findet man noch schwerer jemanden als einen neuen Kindertrainer. Ich hatte letztes Jahr mal darüber nachgedacht, den Stellvertreter zu machen, kam dann aber zu dem Schluss, dass mir dazu die Zeit fehlt, zumindest, wenn ich meinen eigenen Ansprüchen gerecht werden möchte. Ich hätte dann nämlich auch die Qualifizierung der Trainer, die Kommunikation, etc. voran treiben wollen, alles Punkte, die bei uns momentan nach meinem Empfinden zu kurz kommen. Vielleicht gehe ich das noch mal an, wenn ich nicht mehr aktiver Trainer bin. Beides gleichzeitig schaffe ich nicht.


    Im Nachhinein sieht man es ein, aber wehe man sagt das wem, der grad ob der Niederlage in Rage gerät oder hält im Allgemeinen Trainern diesen Spiegel vor.


    Naja, es gibt halt auch geeignete und ungeeignete Momente, um mit jemandem in einen kritischen Dialog zu treten. Es gibt sicher bessere Gelegenheiten als die von dir genannte...


    Sollte es nicht zur Fairplay-Pflicht gegenüber Spielern, zumal Kindern werden, jedem Greenhorn einen Paten (so er nicht selbst ein notorischer, alter Schreihals wäre) zur Seite zu stellen - zum Schutz seiner de facto (per Aufstellungsritus: nicht das Team stellt sich, sondern ein Trainer es als ganzes auf und ein) "Untergebenen"?


    Sicher, das wäre wünschenswert. Nur: woher willst du die vielen Trainer nehmen, derer es dazu bedarf? Ich habe schon zwei eigene Trainings, dazu noch die Spiele und andere Aufgaben. Da kann ich dann sicher nicht auf Dauer noch alle Trainings eines erfahrungsmäßig jüngeren Kollegen begleiten. Nicht als in Vollzeit beschäftigter Familienvater..

    Bei uns darf man maximal vier Auswechselspieler mit nehmen, also beim E7 dann insgesamt elf Spieler. Da uns aber wichtig war, dass es sich für die Spieler, die mit kommen, auch lohnt, haben wir, wie einige meiner Vorredner, in der F1 und E2 darauf verzichtet, das Kontingent auszuschöpfen, sondern haben stattdessen typischerweise zwei Auswechselspieler mit genommen. Wenn es von der Halle nach draußen ging, habe ich das dann auch mal auf drei erhöht, um auf die Kondition der Kinder Rücksicht zu nehmen. Wir hatten auch noch einen sehr jungen und kleinen Spieler dabei, der mit mehreren Kurzeinsätzen innerhalb eines Spiels besser bedient war als mit ganzen Halbzeiten, wenn er dabei war, hatten wir auch eher mal zehn Spieler im Boot.


    Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach, teile einfach die Zahl der Feldspieler, die du mit nimmst, durch sechs, so viele stehen ja gleichzeitig auf dem Platz. Das ergibt dann den Anteil der Spielzeit, den jeder Feldspieler im Schnitt hat. Nimmst du zwölf Spieler (inkl. Torhüter) mit, so ist jeder Spieler nur ~55% der Zeit auf dem Platz, bei uns wären das in der E-Jugend ~27 Minuten. Nimmt man aber nur zwei Auswechselspieler mit, so steigt die Quote auf 75% und 37,5 Minuten. Wir hatten übrigens auch als Prämisse ausgegeben, dass jeder Spieler mindestens die halbe Spielzeit auf dem Platz ist, auch der allerschwächste. Bei zwölf Spielern für ein E7 wäre das nur mit Wechseln nach Stoppuhr möglich gewesen (Spieldauer: 50 Minuten).


    Da bei einem Kader von fünfzehn Spielern schon 40% daheim bleiben müssen, wenn man mit neun Spielern zu den Pflichtspielen antritt, würde ich versuchen, daneben noch einige Freundschaftsspiele zu organisieren, damit deine Spieler auf genügend Spielzeit kommen. Ich würde dann auch tunlichst versuchen, die Wertigkeit von Freundschaftsspielen und Pflichtspielen gleich zu setzen. Wie ich in einem anderen Thread schrieb, habe ich Eltern und Spielern gegenüber stets kommuniziert, dass Pflichtspiele sich von Freundschaftsspielen nur darin unterscheiden, dass man zur Teilnahme an ihnen verpflichtet ist. Den Begriff "Punktspiel" habe ich meiner Elternschaft verboten.


    Zur Frage, wer eingesetzt wird: ich hatte damals mir schon zu Saisonbeginn in der Tabellenkalkulation eine komplette Einsatztabelle angefertigt, die dann gleich ausgerechnet hat, wer wie oft dran kommt. Pro Spieltag hat mir das Ding auch angezeigt, wie viele meiner stärkeren und wie viele der schwachen Spieler verplant waren, außerdem hat sie mich gewarnt, wenn ich zu viele oder zu wenige Spieler eingeplant hatte. Das war dann der erste Entwurf, den ich dann im Saisonverlauf weiter gepflegt habe. Zu Saisonbeginn haben wir auch gleich abgefragt, wer wann nicht können wird -- die Spieltermine stehen bei uns ja schon für die gesamte Saison fest, und die Eltern kennen so ein paar Termine ja auch schon lange im voraus.


    Wenn Eltern für die nächsten paar Wochen wissen wollten, ob ihre Kinder spielen sollen, konnte ich ihnen so auch schon Auskunft erteilen, jedoch stets mit dem Hinweis verbunden, dass ich für die Angaben keine Gewähr übernehme und mir noch Änderungen vorbehalte. Wenn es kurzfristigere Absagen gab, habe ich mich ja darum bemüht, Einsätze zu tauschen, so zog dann eine Absage meistens mindestens eine weitere Änderung nach sich.


    Die Einsatztabelle war übrigens auch sehr hilfreich, wenn einzelne Eltern -- es waren natürlich immer die selben -- der Meinung waren, ihr Kind käme zu kurz. Es bleibt halt nicht aus, dass einzelne Spieler auch mal zwei Spiele am Stück aussetzen müssen, wenn diese dann ungünstig liegen, also bspw. vor oder nach den Ferien, kann da eine gefühlte Ewigkeit der Nichtberücksichtigung heraus kommen. Den Ansinnen konnte ich dann immer schnell und fundiert begegnen. Nicht selten war übrigens eine Absage dieser Eltern der Beginn der 'Aussetzperiode', die ohne die Absage ja teilweise deutlich kürzer gewesen wäre. Darauf konnte ich dann auch hinweisen, wenn es sein musste, denn Absagen notierte ich auch in der Tabelle.


    Wir haben dann immer im ersten Training in der Woche vor dem Spiel eingeladen, d.h. konkret bei uns am Dienstag, wenn das Spiel am Samstag stattfand. Bis dahin konnte ich noch umdisponieren. Wir hatten verkündet, dass die Trainingsbeteiligung maßgeblichen Einfluss darauf haben wird, dass ein Kind spielt, wir haben also auch mal einen eigentlich vorgesehenen Spieler gestrichen, wenn er zwei der letzten drei Trainings versäumt hatte. Das kam aber nur ganz selten vor, vielleicht insgesamt zwei mal. In der Regel war die Trainingsbeteiligung so hoch, dass sie kein Selektionskriterium darstellte. Einsatz im Training würde ich eher weniger heran ziehen. Stattdessen würde ich, wie gesagt, versuche, noch Freundschaftsspiele zu organisieren, damit alle genügend Spielpraxis erhalten.

    Der Ausrichter kann im Vorhinein aber wenig machen... Ich selber mache die Turniere bei uns. Man kann nur ausschreiben...


    Nun, man kann vorab bereits ein paar bevorzugte Teams einladen, bevor man das Turnier allgemein ausschreibt...


    Grundsätzlich sind Jugendturniere Breitensportbereich immer Spaß!


    Sie sollten es sein, ja..


    Nur ob ein Trainer überehrgeizig zu Werke geht/ gehen wird, kann im Vorhinein keiner ahnen.


    Bei uns lädt die ausrichtende Mannschaft zum Turnier ein, d.h. diejenigen, die die anderen Teams und Trainer im Kreis kennen. Man merkt ja, wenn man selbst an Turnieren teilnimmt und sich auch mal die andeeen Teams anguckt, wie deren Trainer ticken. Ich kann auch nur guenters an anderer Stelle gemachten Vorschlag unterstreichen, Turniere als Trainerkontaktbörse zu begreifen.

    Zu der frage ob wir Jahgangsmannschaften haben das ist so eine Sache in den meisten Vereinen ist das so das mann die stärksten spieler in eine Mannschaft steckt und eigentlich ist das bei uns auch so Problem der alte E1 (D2) Trainergibt von seiner Mannschaft 2001 keinen ab und hat es geschaft einen Keil zwischen mir und den Eltern seiner Mannschaft zu treiben wisst ihr wenn ich meinen kindern immer sagen würde ihr müsst bei mir bleiben nur wenn ihr bleibt könnt ihr gewinnen und wenn ihr hoch geht verliert ihr nur noch usw. da kriege ich echt ein hals der Trainer wusste ganz genau das ein teil seiner Mannschaft dieses Jahr in der D1 spielen soll aber nö kinder und Eltern aufgehätzt und jetzt sagen die Eltern selbst das sie keine kinder in die D1 geben.


    <Lufthol> Äh, nimm das jetzt bitte nicht persönlich, aber du weißt schon von der Existenz des Punktes, des Kommas und anderer Satzzeichen? In einem langen Lindwurmsatz sind deine Aussagen leider nur recht schwer zu verstehen. Lass mich mal gucken, ob ich es dennoch hin bekomme:


    - In den meisten Vereinen, und typischerweise auch bei Euch, werden die stärksten Spieler in eine Mannschaft gesteckt -- die schwächeren dann wohl in eine andere. Also keine Jahrgangsmannschaften.


    - Aber der Trainer der 2001er (bisherige E1, künftige D2) will seine Spieler beisammen (und wohl auch bei sich) behalten. Das scheinen Kinder und Eltern auch zu wollen.


    - Du spekulierst, dass der Trainer 2001er seinen Spielern gegenüber behauptet, sie würden weiterhin gewinnen, wenn sie bleiben, hingegen verlieren, wenn sie sein Team verlassen


    - Die Tatsache, dass in der D eine Neueinteilung stattfindet, wurde angeblich kommuniziert


    - Die Eltern der 2001er wollen ihre Kinder nicht in der D1 spielen lassen


    Und die härte schlecht hin ist wenn wir sagen als Jugendvorstand so geht das nicht dann haben die trainer der alten E1 und die eltern aus der Mannschaft gesagt dann verlassen wir den Verein. Ganz ehrlich so etwas habe ich noch nie erlebt ich bin zwar noch nicht lange da aber in 5 Jahren ist mir so etwas noch nicht untergekommen.


    Hmm, nicht so einfach. Ich kann schon verstehen, dass einem Trainer seine Mannschaft ans Herz wächst und dass umgekehrt eine Mannschaft einen geschätzten Trainer nicht verlassen möchte. Ihr habt nun zwei Optionen:

    • Ihr gebt nach und belasst die 2001er in ihrer Mannschaft
    • Ihr besteht auf die Aufteilung


    Im ersten Fall schafft Ihr einen Präzedenzfall, auf den sich später evtl. weitere Teams berufen werden, außerdem signalisiert Ihr potenziell Schwäche. Aber Ihr haltet ein offenbar intaktes Team inklusive Trainer, das sich allerdings offenbar als Insel innerhalb des Vereins betrachtet.
    Im zweiten Fall riskiert Ihr, dass der Trainer geht, sich diese Mannschaft auflöst oder vielleicht, gemeinsam mit dem Trainer, geschlossen den Verein wechselt. Ihr müsstet unheimlich viel Kreide fressen und Überzeugungsarbeit leisten, um das oder Teile davon (z.B. einige Vereinswechsel) zu vermeiden.


    Ich behaupte mal, dass hier die Fehler in der Vergangenheit liegen, indem zu wenig zwischen Euch als Jugendleitung und dem Trainer und den Eltern dieser Mannschaft kommuniziert, vielleicht sogar gekümmert wurde. Dadurch kam, so vermute ich, bei ihnen diese Wagenburgmentalität zustande. Diesbezüglich spreche ich aus eigener Erfahrung, bei 'meiner' Elternschaft genießt die Jugendleitung kein besonders hohes Ansehen, weil viele den Eindruck haben, dass sie sich zu wenig um die Belange der Kindermannschaften kümmert. Da weht dann unheimlich schnell der Gegenwind, wenn von dort Ansinnen kommen, die den Eltern nicht passen.

    sollte nicht besserwisserisch rüberkommen. Hoffe du hast das nicht falsch verstanden.


    Nö, keine Angst, es war schon vollkommen in Ordnung.


    Dachte auch immer das so etwas eher in den "Großstädten" auftritt (mehr Druck usw.) scheint aber vor dem ländlichen Bereich nicht halt zu machen. Naja werde es bei den nächsten Turnieren weiter verfolgen. Kann es aber immer noch nicht wirklich glauben was da am Wochenende abgelaufen ist. Vielleicht bin ich auch zu naiv.


    Naja, Idealismus wirkt halt manchmal naiv, insofern empfinde ich das nicht als negative Eigenschaft, eher im Gegenteil. Und du hattest mit deinem Hinweis schon Recht, wie ich inzwischen überdacht habe, ist die Streuung zwischen einzelnen Vereinen und einzelnen Trainern sehr groß..

    Kann gut sein, dass es im ländlichen Bereich anders aussieht als bei uns als Nachbarkreis einer Großstadt. Bei uns ist es zwar nicht großstädtisch, aber es ist schon noch ein Ballungsraum. Kleinere Vereine sind dann häufig diejenigen der isolierteren Stadtteile, die damals eingemeindet wurden, die also auf zwischen 1000 und 5000 Einwohner zurück greifen. Davon gibt es in unserer Stadt mit insgesamt ~27000 Einwohnern zwei, welche auf ~3000 bzw. ~5800 Einwohner zurück greifen können. Die anderen beiden Vereine teilen sich die übrigen ~18000 Einwohner mit einem weiteren Verein, der Handball anbietet. Insofern sind unsere 'kleinen' Vereine nicht ganz so klein wie Eure.


    Was meine Aussage anbelangt, das ist halt die Erfahrung, die ich eher gemacht zu haben glaube, wobei es da sicher eine ganz große Streuung gibt, denn, wie du in vielen Beiträgen hier im Forum erfahren wirst, die Erfolgsgeilheit von Mannschaften ist maßgeblich vom Trainer und den Verantwortlichen im Verein geprägt. Da bei spielt die Vereinsgröße zwar auch eine Rolle, wichtiger aber sind die einzelnen Persönlichkeiten. Mit der Zeit lernt man aber seine Kollegen im Kreis ganz gut kennen und kann sich so seine Partner suchen.

    Bei einem 24er Kader kannst du ziemlich getrost im Spielbetrieb mit 7er-Mannschaften zwei Teams melden, zwölf Spieler sind da sogar ziemlich optimal. Bei uns darf man bei 7er-Teams noch bis zu vier Auswechselspieler zu den Spielen nehmen, da müsste dann, wenn du es ausreizt, pro Spiel nur ein Spieler daheim bleiben, wobei typischerweise in diesem Alter ja ein oder zwei Spieler pro Spieltag aufgrund von Krankheit oder anderer Termine (Kindergeburtstag) ausfallen dürften.


    Ob man dann bereits in der F nach Leistung aufteilen sollte ist eine in diesem Forum durchaus kontrovers diskutierte Frage, auf die ich auch keine einfache Antwort habe. Es hängt schon sehr von vielen Faktoren ab. Oberstes Ziel jeglicher Anstrengungen muss es sein, jedes einzelne Kind bestmöglich zu fördern. Daher ist es ganz wichtig, dass man sich den schwächeren Spielern genau so zu wendet wie den stärkeren, wenn nicht sogar im Zweifel ein bisschen mehr. Wichtig ist, dass man sich nicht dem Trugschluss her gibt, den schwächeren Spieler wäre bereits damit gedient, dass sie gemeinsam mit den stärkeren, die aber 90% der Spielanteile haben, Turniere und Spiele gewinnen, denn das Gegenteil ist der Fall, Kinder entwickeln sich nur weiter, wenn sie sich am Spiel beteiligen können. Insofern ist grundsätzlich eine gewisse Homogenität im Team durchaus anzustreben. Im F-Bereich kann sich allerdings in recht kurzer Zeit recht viel tun, deshalb sollte man mindestens genauso sehr auf soziale Aspekte schauen und Freundeskreise zusammen lassen.


    Kommen dann zwei Mannschaften heraus, die unterschiedlich stark sind, so ist es aus meiner Sicht vorteilhaft, wenn sie in verschiedenen, auch verschieden starken Runden spielen, damit nicht die eine Mannschaft deutlich mehr Siege als die andere einfährt. Ganz wichtig ist es auch, dass beide Mannschaften gleichermaßen anerkannt werden und sie nicht wie erste und zweite Mannschaft behandelt werden. Sonst sehe ich die Gefahr, dass sich längerfristig die zweite nach und nach auflöst.


    Ich würde übrigens das Gespräch mit den Eltern, deren Kinder evtl. nur kommen, weil sie geschickt werden, suchen, und nach den Hintergründen fragen. Wichtig ist, dass Du ihnen vermittelst, dass es ganz wichtig für die Integration ihrer Kinder in die Gruppe ist, dass sie regelmäßig zum Training kommen. Es geht da nicht um dich, sondern um ihre Kinder. Außerdem würde ich diesen Kindern eine Zeit lang besonders viel Aufmerksamkeit widmen, um zu einer fundierten Meinung darüber zu kommen, wie viel Spaß sie am Fußball haben.

    Tja, ein weiterer Beleg dafür, dass die Bambini-Trainer die FPL und eine Einführung in den kindergerechten Fußball wohl am nötigsten haben. Ich bin gespannt, wann der DFB und die Landesverbände das bemerken und versuchen, da Abhilfe zu leisten..


    An deiner Stelle würde ich aber nicht gleich ganz auf Turniere verzichten. Bei uns ist es so, dass es im Kreis eine ganze Reihe von Traditionsturnieren gibt, d.h. die Vereine richten sie jedes Jahr aufs neue aus. Da gibt es auch große Unterschiede in der Stärke der Teilnehmer. Mit einer mittelmäßigen bzw. jüngeren Mannschaft würde ich dann evtl. versuchen, die typischerweise auch eher weniger stark besetzten Turniere zu buchen. Das sind häufig auch die Turniere der eher kleineren Vereine. Ich könnte mir vorstellen, dass dort die unangenehmen Erlebnisse weniger häufig sind.

    Kicker, du scheinst als ursprünglichen Fußball das zu begreifen, was im zweiten Absatz dieses Wikipedia-Abschnitts steht: https://de.wikipedia.org/wiki/…ge_des_Fu.C3.9Fballspiels. Ich betrachte solche Spiele eher als Vorläufer des Fußballs und meine eher das Spiel, welches bereits weitgehend die jetzigen Regeln hatte, also eher das Spiel, das sich ab 1848 an englischen Hochschulen entwickelte, s. https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Fußballs#Entstehung_des_modernen_Fu.C3.9Fballspiels. Dort war das Fairplay von Anfang an fester Bestandteil, waren es schließlich ausschließlich angehende Gentlemen, die das Spiel praktizierten. Wie man in http://www.footballnetwork.org…y_history_of_fairplay.asp nachlesen kann, wurde der Schiedsrichter erst 1871 eingeführt, als auch die Arbeiterklasse Zugang zum FA Cup erhielt. Ich hänge noch dem Ideal des "Honour of the Gentleman", wie ich ihn als Kind im Fußball kennen lernte, nach..

    mir ging es nicht um neutrale Wertigkeit. Zumindest für mich muss ich aber sagen, dass ich ein Verkaufstraining, das richtig Geld gekostet hat, anders, d.h. konsequenter versuchte umzusetzten als einen kostenlosen Vortrag, der inhaltlich wohl genau so gut war.
    Konzepte sind immer erfolgreich, wenn sie konsequent umgesetzt werde.
    Je höher der persönliche und finanzielle Aufwand, desto konsequenter hatte ich eine Konzeption umgesetzt.
    Irgendwie unterliegt man da einem gewissen Zwang: ich habe viel investiert, also setzte ich es konsequent um, sonst ist mein finanzieller Aufwand zwecklos gewesen.


    Dass dieser psychologische Aspekt dabei ist, glaube ich gerne. Ich bin da wohl aber tatsächlich anders gestrickt. Ich habe aber auch schon immer viel per Autodidaktik gelernt und hatte auch schon immer den Anspruch bzw. das Bedürfnis, ein Thema, das mich interesierte, richtig und bis in die Tiefe zu verstehen. Später habe ich dann studiert, habe mir aber nebenher noch anderes Fachwissen angeeignet und verdiene mein Geld nun in dem Bereich, den ich nicht studiert habe. Wobei ich dazu sagen muss, dass es sich bei beiden um technisch-mathematische Disziplinen handelt.
    Teure Fortbildungen habe ich nicht selbst bezahlt, das wäre es mir nicht wert, da meine Erfahrung ist, dass man (oder zumindest ich) sich so gut wie alles Wissen auch selbstständig erarbeiten kann. Nicht unbedingt kostenlos, Medien kosten ja auch Geld. Aber ich brauche nicht unbedingt eine Schulung, die ist eher dafür da, den Vorgang der Vermittlung des grundlegenden Wissens zu beschleunigen.


    über die Wertigkeit sagt das dann aber letztendlich nicht viel aus.


    Genau, das empfinde ich tatsächlich auch so. Ich habe aber auch bereits sehr viel Zeit in verschiedenen Lehranstalten verbracht und in allen gute wie schlechte Kurse, Themen und Dozenten erlebt. Das sind die maßgeblichen Faktoren für die Wertigkeit, der Preis spielt hingegen nicht wirklich eine Rolle..


    Ich möchte aber noch mal zurück kommen auf deine These:

    Konzepte sind immer erfolgreich, wenn sie konsequent umgesetzt werde.


    Das klingt so, als wären alle Konzepte ähnlich erfolgreich, so lange man sie nur akribisch und intensiv verfolgt. Da wüsste ich gerne, was du mit "konsequenter Umsetzung" meinst. Meinst du auch Exklusivität, also dass ich z.B. ausschließlich die Coerver-Methode verfolge? Oder nur das DFB-Konzept verfolge -- wobei ich mich bei letzterem fragen würde, was das denn sein soll, da ist ja noch jede Menge Schwammigkeit vorhanden.. So viele verschiedene Konzepte kenne ich nun nicht, aber ich glaube schon, dass unterschiedliche Konzepte auch unterschiedlich erfolgreich sein müssten. Vielleicht meinst du aber auch, dass die Konzepte oft weniger entscheidend sind als andere Rahmenbedingungen, wie z.B. Qualität des Trainers, der Spieler, Trainingsbedingungen, etc. Da würde ich dir vorbehaltlos zustimmen.

    Eine gewisse Körperlichkeit ist im Fußball erlaubt, das finde ich auch in Ordnung. Zur Kampfsportart darf er dabei nicht werden. Es ist eine ständige Gratwanderung, die Kinder müssen erst lernen, was noch OK ist und was nicht mehr. Das wird auch von verschiedenen Parteien unterschiedlich vermittelt. So beobachtete ich bei ein paar meiner Spieler, die einmal die Woche noch in eine Fußballschule gingen, dass sie sich deutlich vehementer gegen ihre Gegenspieler zu Wehr setzten, wobei sie in meinen Augen öfters zu weit gingen. Ob sie sich das dort von anderen Spielern abgeguckt hatten oder ob es von den Trainern als erlaubt bezeichnet wurde, weiß ich aber nicht.