Das Problem mit dem Pressing im Jugendfußball sehe ich eigentlich weniger darin, den Offensivspielern zu vermitteln, dass sie früh drauf gehen sollen, die leidenschaftlicheren unter ihnen machen das ja ohnehin. Aber Pressing ist ja weniger ein waghalsiges und dann leider oft ja nur aus Einzelaktionen bestehendes Angreifen des ballführenden Gegners in dessen Hälfte, sondern vielmehr das Isolieren und Attackieren des ballführenden bzw. ballempfangenden Gegenspielers im Mannschaftsverbund. Das ist deutlich schwieriger und bedingt, dass die gesamte Mannschaft mit macht. Hilfreich für das Pressing ist es ja auch, wenn das Team zunächst einmal geordnet steht, damit auch tatsächlich alle Passwege geschlossen werden können und man den gegnerische Ballbesitzer doppeln kann. Aber die Bereitschaft dazu, bei Toraus gleich zurück zu kommen und sich zu formieren, sehe ich bei vielen Spielern, die gerne in der Offensive spielen, eher weniger...
Beiträge von tobn
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Hast du schon mal auf http://www.abwehrkette.de geguckt?
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Vorab: ich hatte gestern den ersten Teil dieser Antwort geschrieben, bevor Andre und TomTom ihre Beiträge verfassten. Letztlich schlage ich aber in die selbe Kerbe:
Grundsätzlich ist es ja erst einmal nicht verkehrt, dass sich deine Spieler am Ball orientieren. Ich muss bei einigen meiner Spieler (jüngere D, ist das auch U12?) noch die Neigung zur Manndeckung, die sie in anderen Teams oder von ihren Eltern anerzogen bekommen haben, bekämpfen... Mein Hauptargument dabei ist, dass es erst ein Gegentor ist, wenn der Ball in unserem Tor ist. Gegenspieler ohne Ball sind daher grundsätzlich ungefährlicher als derjenige, der den Ball führt, also muss dieser vorrangig attackiert werden, und zwar von demjenigen Spieler, der ihm am nächsten steht. Spannend wird es, wenn diese Grundforerung bereits erfüllt ist, d.h. die Frage, wie sich die übrigen Spieler verhalten sollten. Das ist dann erst einmal Thema der defensiven Gruppentaktik, angefangen beim Thema "Verteidigen zu zweit". Da wiederum muss man unterscheiden in die drei Fälle:
- Verteidigen in Überzahl
- Verteidigen in Gleichzahl
- Verteidigen in Unterzahl
Angelehnt an Horst Weins würde ich versuchen, den Spielern zu vermitteln, welche Verhaltensweise in welcher Situation die sinnvolle ist. Siehe zur ballorientierten Verteidigung übrigens den entsprechenden Info-Abend des DFB. Ich würde mit der Gleichzahl oder der Überzahl beginnen, da hier das gegenseitige Absichern zum Tragen kommt: der ballnähere Verteidiger rückt ja heraus, um den Angreifer zu stellen, der andere Verteidiger postiert sich so, dass er seinen Mitspieler absichern kann, d.h. den ballführenden Angreifer gleich unter Druck setzen kann, falls er seinen Mitspieler überwindet. Das Verteidigen in Unterzahl eignet sich übrigens besonders gut, um die Manndeckung auszutreiben, sie klappt da nämlich nicht.
Das Verhalten der übrigen Mannschaft kommt dann eigentlich erst später. Ich würde als erste Maßgabe die Prämisse verkünden, dass alle Spieler bei Ballbesitz des Gegners hinter den Ball kommen müssen. Wenn sie das tun, dann wird auch das Zentrum automatisch besetzt. Das würde mir fürs erste reichen. Man kann auch mit den Kindern erarbeiten, welches der torgefährlichste Raum ist, nämlich eben das Zentrum vor dem Tor. Und auf diese Erkenntnis aufbauend kann man dann auch dazu kommen, dass es immens wichtig ist, dass dieser Raum schnellstmöglich besetzt wird.
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Don Quijote: Wir haben bei uns zum Glück fast immer eine gute Disziplin auch bei den Eltern gehabt, da sahen alle ein, dass wir Infos brauchen, etc. Wenn die Eltern merken, wie viel Mühe und Arbeit sich das Trainer- und Betreuer-Team macht, dann sind sie dazu nach meiner Erfahrung auch bereit. Aber es gab da auch eine Ausnahme, das war so eine Larifari-Familie, wie ich sie beim OP zu erkennen glaube. Ich bin tatsächlich eher Sozialromantiker und glaube an das Gute im Menschen. Aber bei dieser Familie musste ich erkennen, dass sie einfach unorganisiert und faul sind, und dazu noch stets nach Ausreden und Ausflüchten für ihre Versäumnisse suchen. Bei ihnen haben wir daher auf Einhaltung der Regeln tatsächlich gepocht, anders ging es nicht. Den Disziplinierten gegenüber haben wir hingegen durchaus Nachsicht walten lassen...
Klar, man läuft gefahr, das Kind für die Fehler seiner Eltern zu bestrafen. In unserem speziellen und einen Fall gab es da jedoch, was die Einstellung betraf, keinen signifikanten Unterschied, daher empfand ich das dann als zwar bedauerliches, aber notwendiges Übel..
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1910: Hr B hat in der Zwischenzeit die Mannschaft, die sich beim Einsatz zu alter Spieler hat erwischen lassen, ja mittlerweile aus der Runde ausgeschlossen, wie man nachlesen kann.
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Die Vorschläge gehen ja schon mal in die richtige Richtung. Ich würde versuchen, die Regeln kurz, prägnant und einfach verständlich in Stichpunkten auf einer DIN-A4-Seite zusammen zu fassen. Dann diese beim Elternabend verteilen und etwas dazu sagen, insbesondere auch sagen, wozu es die Regeln gibt und warum es im Interesse Aller ist, wenn sich jeder an sie hält. Da muss es übrigens aus meiner Sicht auch eine Möglichkeit geben, sich kurzfristig zu melden und bspw. mitzuteilen, dass man eine Autopanne oder verpennt oder sonstwas hat. D.h. Ihr solltet Eure Handy-Nrn, auf denen Ihr am Spieltag erreichbar seid, austeilen. Wenn die Eltern einiger Kinder nicht zum Elternabend kommen, gebt Ihr den Kindern die Zettel mit. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr eine Unterschrift als Quittung vorsehen, ich würde das aber gar nicht mehr machen. Bei den Regeln stehen auch die Konsequenzen für ihre Verletzung, d.h. bspw. die dreimalige Zwangspause in Spielen.
Außerdem aufnehmen würde ich übrigens, dass nur wer eine gewisse Beteiligung am Training zeigt, auch bei den Spielen berücksichtigt werden kann. Da empfehle ich aber, nicht zu streng zu sein und auch Ausnahmen von der Regel nach Ermessen der Trainer vorzusehen, sonst stehst du plötzlich ohne Spieler da.
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Also uns wurde bei der letzten Trainersitzung gesagt, dass der Gastverein den Schiri stellt, [...]
Und bei uns ist es genau anders herum. Am besten ist es, Don Quijotes Vorschlag zu befolgen und sich in seinem eigenen Kreis schlau zu machen. Diese Frage kann von Kreis zu Kreis unterschiedlich geregelt sein. -
TomTom, ich fände das mit den Team-Namen auch gut, ich habe auch in der Vergangenheit, wenn wir zwei Teams bei einem Turnier hatten oder in anderen Situationen, wo es einer Unterscheidung bedurfte, das eine Team als Jaguare und das andere als Panther bezeichnet. Beide Großkatzen sind sich ja sehr ähnlich.
Aber dann liest man in den offiziellen Regeln dann wieder twas von höheren und niedrigeren Mannschaften uswusf. Die Regularien des Spielbetriebs passen da leider einfach nicht...
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Stefan67: Du hast Recht, die könnten noch dazu kommen. Aber auch so finde ich es praktisch nicht durchführbar, eben weil der Kreis, aus dem Spieler rekrutiert werden können, doch recht groß ist.
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Allerdings darf ja von einigen Mannschaften in anderen ausgeholfen werden. So viele Bilder wie es dafür Kandidaten gibt, möchte ich am Spieltag nicht vorhalten müssen...
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Tja, 1910, über die Vorschriften des Herrn B. habe ich auch schon in der Vergangenheit immer wieder den Kopf geschüttelt, zumal sie ja nie begründet, dafür aber immer mit Strafandrohung verbunden sind... Da er ja nur mit Jugendleitern sprechen möchte und du für deinen Jugendleiter einen Rüffel riskierst, wenn du dich direkt an ihn wendest (alles selbst gemachte Erfahrungen), würde ich die Frage eben an deinen Jugendleiter adressieren, er soll sie dir beantworten oder zur Beantwortung an Hrn B. weiter leiten. Alternativ könntest du es beim Klassenleiter für die entsprechende Jugend probieren, die sind häufig offener für Anfragen, die nicht von den Jugendleitern kommen.
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Das Problem von 1910 ist aber, dass vom Kreisjugendwart eine Mitteilung raus ging, "dass bei den F1-, F2 + G-Junioren eine Passkontrolle zu machen ist. Bei Nichterfüllung wird das Unterlassen Satzungsgemäß geahndet." Ich würde mich an seiner Stelle also danach richten.
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Lasse doch mal deine Jugendleitung bei Herrn B. nachfragen, wie man als Gast und als Gastgeber da handeln soll. Als Gastgeber würde ich mal vermuten, sollte man darauf bestehen, dass die Kinder ohne Pass nicht spielen dürfen. Es ist, so war das zumindest, als meine Jungs noch in der F waren, möglich, dass Kinder spielen, für die der Passantrag läuft, da reicht dann ein entsprechender Auszug aus dem DFB-Net. Als Gast sollte man auch darauf bestehen können, dass nur Spieler eingesetzt werden, die einen Pass haben oder für die der Antrag läuft. Wenn jetzt nur das Bild fehlt, die Daten aber stimmen, wäre mir das aber egal.
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Der Junge mag "Henriette" sehr wohl als Erniederigung empfunden haben. Ich hatte einen Spieler, der sich wohl durch die (angefangene) Strafrunde, weil er zu spät zum Training gekommen war, so gedemütigt fühlte, dass er gar nicht mehr ins Training kommen wollte... Ganz abgesehen davon finde ich es deplatziert, Mädchennamen für sowas heran zu ziehen. Als ein Spielerpapa mal meinte, seinem Sohn zurufen zu müssen, er solle nicht spielen wie ein Mädchen, habe ich ihm auch gesagt, dass ich genügend Mädchen kenne, an denen sich so einige Spieler ein Beispiel nehmen könnten.
Ist jetzt kein Riesending, aber aus meiner Sicht überflüssig und falsch.
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Ich pflichte gerne Uwe bei. Und von meiner ganzen Überzeugung her, nicht erst seit ich selbst Kinder habe, lehne ich die Erniedrigung anderer Personen grundheraus ab. Das Arschschießen mag von vielen als nicht so wild empfunden werden, um den Einzelfall und seine Bewertung geht es mir hier gar nicht. Ich mag Erniedrigungen halt überhaupt nicht, da möchte ich auch nicht abwägen. Was Gehänsel anbelangt ist meine Position auch völlig eindeutig. So habe ich erst vor zwei Wochen alle Kids zusammen getrommelt, als sich ein paar gegen einen zusammen getan und ihn geneckt hatten, und ihnen allen in sehr deutlichem Ton mitgeteilt, dass ich sowas nicht toleriere, dass sie ein Team sind und sich bitte schön stets kameradschaftlich verhalten sollen. Zickige Spieler kann ich auch nicht ab, aber vom Trainer sanktioniertes Hänseln empfinde ich als pädagogisch absolut verfehlt, zumindest im Kinder- und unteren Jugendbereich.
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Ich schließe mich dinazen an. Ich finde das Spiel fragwürdig und würde es nie machen lassen. Da kann ich die sich beschwerenden Eltern auch absolut verstehen.
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Was ich jedenfalls als Anregung mal mitnehme, sind kleinere, leistungsorientierte Trainingsgruppen sowie die extrem kurzen Einsatzzeiten für die schwächeren bei Spielen. Die Idee gefällt mir ziemlich gut...
Ähm, da war ich vorhin vielleicht nicht deutlich genug, aber ich habe die betreffenden Spielern mehrfach im Spiel für, wie gesagt, kurze Zeit gebracht. Also drei oder vier mal für fünf bis zehn Minuten. Auf keinen Fall aber nur einmal fünf Minuten. Nicht, dass ich da missverstanden werde. -
[quote='teejay','index.php?page=Thread&postID=59369#post59369'Ich frage mich bei der ganzen Sache eigentlich nur, warum werden im Winter Spiele bei Minusgraden und gefrorenen Boden nicht angepfiffen aber Spiele bei 35°C im Schatten sind okay.[/quote]
Ich gebe mal den Schlaumeier und weise dich darauf hin, dass bei 35°C im Schatten nur selten der Boden gefroren ist, das wäre also schon mal ein ziemlicher Unterschied.
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Guter Beitrag, thomasg, ich kann das in weiten Teilen bestätigen. Ja, es sind die Erwachsenen, die den Kindern die Bedeutung der Tabelle einimpfen. Aber sie tun es, sobald es eine gibt, das ist nun mal das Problem. Und es gibt auch ehrgeizige Kinder, die solche äußeren Beurteilungen viel zu ernst nehmen. Auch ich kenne den Druck, der sich ganz schnell in einer Mannschaft aufbaut, die so viele starke Spieler hat, dass sie um die Ananas mit spielen kann. Wir hatten auch mal einen Kader, mit dem man drei ganz verschiedene Mannschaften hätte bilden können: eine der stärksten im Kreis, eine der schwächsten und eine dazwischen. Die Eltern der stärkeren Spieler und damit auch diese Spieler streben dann natürlich auch nach Ergebnissen, danach, 'vorne mit zu spielen', etc. Das kann für einen Trainer schnell zur Zerreißprobe werden. Wenn man dann die KiFu-Prinzipien hoch hält, wird man schnell als weltfremder Sozialromantiker abgetan, zumindest von den Eltern der stärkeren Spieler. Und da widerspreche ich dir: ich bin der Meinung, dass diese Eltern durch die Existenz der Tabellen und die damit verbundene Betonung der siegreichen Mannschaften in ihrer Einstellung bestärkt werden. Die Abwesenheit von Tabellen hingegen ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sie in diesen Altersklassen noch ziemlich unbedeutend sein sollten.
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Bei uns darf man zu 7er-Spielen maximal elf Spieler mit nehmen, bzw. genauer gesagt darf man so viele Spieler in einem Spiel einsetzen. Wir hatten zwecks Erhöhung der Nettospielzeit pro Spieler meistens nur zwei oder drei Ersatzspieler mit genommen, waren also mit neun oder zehn Spielern angetreten. Dabei haben wir uns darum bemüht, allen Spielern ähnlich viele Einsätze und auch ähnliche Spielzeiten zu geben. Das haben wir den Kindern auch so angekündigt und auch ziemlich konsequent durchgezogen. Weil ja die schwächeren Spieler oft zum Problem des Trainers werden, je geringer nämlich die Restspielzeit in einem knappen Spiel ist, desto schwieriger ist es, einen schwächeren Spieler einzuwechseln, habe ich öfters sie in die Startaufstellung aufgenommen. Wir haben den Kindern auch gesagt, dass die Trainingsbeteiligung und auch der Einsatz im Training eine Rolle bei der Aufstellung spielen kann, tatsächlich hatten wir aber eigentlich immer eine sehr gute Trainingsbeteiligung, und zu Engagement im Training führen vor allem dessen interessante Gestaltung. Insofern wurde bei uns dann ziemlich gleichmäßig rotiert. Das wussten und verstanden dann auch Kinder und Eltern, so dass es darum eigentlich nie Stress gab.
