Beiträge von tobn

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    Bis eben dachte ich, dass sich der Luftdruck bzw. die Luftmenge nicht nennenswert auf das Ballgewicht auswirkt.


    Naja, muss es ja eigentlich, schließlich hat Luft ja auch ein Gewicht.


    Mein Versuch eben beim 290er Derbystar ergab folgendes:


    0,2 bar = 301 Gramm
    0,6 bar = 304 Gramm
    1,2 bar = 307 Gramm


    Ganz interessantes Ergbnis, wie ich finde.


    Hmm, der Druck wirkt sich aber weniger stark auf das Gewicht aus, als ich dachte. Dann war es wohl eher die Tatsache, dass die prall aufgepunpten Bälle einfach überhaupt nicht mehr elastisch waren, dass sie völlig unbrauchbar waren..


    Du solltest dir abgewöhnen, mit der Pieke gegen den Ball zu treten... ;)


    Da war völlig egal, womit man diese Bälle berührte, sie waren hart wie Stein! Und natürlich auch schwer wie Sau, bei der Menge Luft, die sie enthielten... Ich hatte damals noch keinen Luftdruckmesser, wobei der Anzeigebereich meines jetzigen sicher nicht gereicht hätte..


    Ich zitiere mal aus dem Derbystarkatalog: Eine Latexblase von Derbystar in Ballgröße 5 können Sie auf die 24fache Größe aufpumpen, ohne dass sie platzt. Also so schnell platzt kein Ball.


    Zum Glück. Wobei diese Bälle ihre Form noch hatten, sie waren nicht mal deutlich vergrößert. Sehr stabil, muss ich schon sagen.


    Mich haben gestern im Training zwei meiner Mädchen angequakt, dass die Bälle zu weich seien. Ich hatte eigentlich mal gelesen, dass Mädchen tendenziell eher etwas weichere Bälle bevorzugen. Ich pumpe deshalb immer auf den unteren Bereich auf. Also 0,6 beim Derbystar (0,6 bis 0,8 bar) und 0,4 beim Uhlsport (0,4 bis 0,5 bar). Aber vielleicht wollten sie mich auch nur verscheissern.


    Meine Spieler (und ich selbst auch) bevorzugen die Bälle auch eher nicht zu hart. Wobei ich sie in letzter Zeit nicht mehr nachgemessen habe. Typisch sollten aber auch bei uns 0,6 bis 0,8 bar sein.

    Dort kam es zu einer ähnlichen Situation, allerdings mit dem wichtigen Unterschied, dass der Torwart ( ja der gegnerische) in Richtung des Balls sprang, ihn mit einer Hand hielt, dann aber abrutschte und der Ball frei vor ihm lag.. Ein Spieler unserer Mannschaft zog den Ball zurück, der Torwart versucht mit den Händen an den Ball zu kommen, bekam eine Hand auf den Balll und flutscht rutschte er ihm erneut drunter raus. Ein gegnerischer Spieler schlug den Ball dann weg.


    Ich habe nicht gepfiffen, [...]


    Zum Verständnis, ich sehe mein Verhalten danach, da der Ball nach der Berührung ja frei war, als regelkonform. Oder bin ich da falsch?


    Nö, ich sehe das auch so. Es hat doch kein anderer Spieler den Ball berührt, während der Torhüter mit den Händen dran war, oder? Er hat ihn nicht festhalten bzw. seine Hände nicht drauf behalten können. Und wenn der Ball frei ist, darf er doch auch gespielt werden..

    die Eigenschaften von Bällen werden noch durch andere Sachen wesentlich beeinflusst.


    zuwenig Luft oder knallhart aufgepumpt


    Haha, ja, da hatten wir mal den Fall der Betreuerin, die mal alle Hallenbälle mit dem Kompressor aufgepumpt hat. Ich war erstaunt, dass die Dinger nicht allesamt geplatz sind, so hart waren sie. Mein Co hat das gesamte Training damit verbracht, einen Ball nach dem anderen auf Normdruck zu bringen, während ich mit zunächst nur einem Ball das Training gemacht hatte, im Verlauf des Trainings kamen dann nach und nach mehr dazu. An den Teilen hat man sich echt den Fuß gebrochen...

    Das Thema zeigt aber auch, wie wichtig es ist, innerhalb des Vereins eine einheitliche Linie zu fahren. Ich mache zur Zeit eine ähnliche Erfahrung. Die Spieler der Mannschaft, die ich in diesem Sommer übernommen habe, wurden im Vorjahr von unterschiedlichen Trainern trainiert. Ohne mich mit allen Vortrainern darüber unterhalten zu haben, merkt man aber, in welchen Mannschaften rotiert wurde und in welchen nicht. Das, was sie können, können sie durchaus gut. Also auch die "Abwehrspezialisten" können einen gepflegten Ball hinten rausspielen. Ich werde diese Spieler voraussichtlich nur ein Jahr trainieren. Ich bin mir noch nicht sicher, wie ich in diesem Jahr damit umgehe. Teilweise wurden die 3-4 Jahre auf eine Position genagelt. Zu Saisonbeginn haben wir kräftig gewürfelt und konnten bei einigen die Verunsicherung förmlich spüren.


    Ich bin, wie oben beschrieben, in einer ähnlichen Situation. Wir haben ~50% Allrounder, die man grundsätzlich überall einsetzen kann, ihre Fähigkeiten schwanken da nicht so stark. Und dann gibt es noch ein paar, die fast nur offensiv spielen können und den Rest, der fast nur Erfahrung in der Defensive hat. Die Offensiven spielen natürlich nur ungern hinten, während die Defensiven sich im Angriff natürlich deutlich weniger geschickt anstellen. Mir persönlich stinkt das, mein Mit-Trainer hingegen ist deutlich ergebnis- und mannschaftsorientierter, so dass die Spieler bisher in den Pflichtspielen halt doch überwiegend nach ihren Fähigkeiten eingesetzt wurden. Ich denke aber auch, dass eine wilde Würfelei die meisten unserer Spieler und auch deren Eltern missfallen würde und unnötig Unruhe rein brächte. Also versuche ich, den Kurs des Pottes langsam zu ändern. Ich habe z.B. vor, Freundschaftsspiele mit schwächeren Teams auszumachen, in denen dann die Rollen verändert sind. Dabei könnte es aber sein, dass die Offensiven, die übrigens in den letzten Jahren in ihrem Team auch wie Diven behandelt wurden, dazu keine Lust haben, aber dann sind sie da halt nicht dabei. Ich hoffe, dass das den Spielern aus der zweiten Reihe hilft, weil sie mal nicht im Schatten der fünf stärksten Spieler stehen. Mal sehen..

    Zu den Problemfällen in Steinis Team:


    Zu Anfang waren nach seinen Beobachtungen auch die beiden oben beschriebenen Jungs mit Eifer dabei. Das hat sich nach und nach geändert und sie wurden daraufhin links liegen gelassen. Auf meine Frage, was deren Eltern denn dazu sagen bzw. ob sich ein Gespräch mit ihnen lohnt: "Kann ich dir nichts zu sagen. Die habe ich nie zu Gesicht bekommen." Ich übrigens auch nicht.


    Jetzt naht die Hallenzeit, d.h. alle 23 auf engstem Raum. Mein Co. und ich haben stundenlang zusammen gesessen. Versucht alle Alternativen zu durchdenken. Wir mussten uns entscheiden: Die zwei auf Biegen und Brechen versuchen zu halten und damit zu riskieren, dass sich das auch auf die restlichen 21 auswirkt. Und das wird es.
    Oder aber den beiden sagen, dass es so keinen Sinn mehr macht.
    Wir haben uns im Sinne der anderen Spieler für letzteres entschieden. So leid es uns für die Jungs tut und es hat mich die ein oder andere schlaflose Nacht gekostet.


    Ein absolut besch... Gefühl. Wir löffeln die Suppe aus, die andere uns eingebrockt haben -- DAS kann dabei rauskommen, wenn man sich nicht an die Regeln hält :!:


    Korrekt. Die Tragik wird ja im ersten Absatz deutlich, daher ist es wirklich schade, dass zwei Spieler, die einmal mit Eifer dabei waren, nun raus sind. Ich kann dich, Steini, dabei sehr gut verstehen, ich denke, im Interesse der großen Mehrheit der Spieler war der Ausschluss die richtige Entscheidung, wenn diese zum jetzigen Zeitpunkt gefällt werden musste. Der Idealist in mir wünscht sich aber natürlich, dass Ihr sie hättet halten können. Das wird dir aber genauso gehen, sonst hättest du keine Schlafprobleme und das deutlich unangenehme Gefühl.


    Es ist echt ärgerlich, dass sich die Eltern der Problemkinder nie haben blicken lassen. Habt Ihr mal versucht, den Kontakt mit ihnen aufzunehmen? Das hätte ich wohl schon getan, auch wenn es unangenehm ist und Mühe macht. Mich wundert auch ein wenig, dass die beiden scheinbar unebelehrbar waren, ich gehe dabei davon aus, dass Ihr ihnen im Training deutlich gemacht habt, dass gewisse Aktionen nicht in Ordnung sind. Wenn dann alles nichts hilft, ja, dann bleibt eigentlich nur noch der Ausschluss. Man kann es zwar wie guenter mit einem zeitlich begrenzten Ausschluss probieren, aber ich glaube, dass das nur selten etwas bringen wird. Das könnte in der B- oder A-Jugend klappen, aber nicht, wie ich meine, in der D oder darunter. Mit dem Trainingsausschluss schließt man die Spieler ja auch aus der Gemeinschaft aus, sie fühlen sich dazu wahrscheinlich auch gedemütigt. Da hören die meisten eher auf, als nochmal zu kommen und jeden auf sie gerichteten Blick als abschätzig zum empfinden. Ich bin der Meinung, dass man nur Hoffnung darauf haben kann, den Störenfrieden diese Eigenschaft auszutreiben, wenn man sie in die Gruppe integriert, wozu man allerdings durchaus Aufwand treiben muss. Man wird sich auch als Trainer recht viel mit ihnen beschäftigen müssen und sie bspw. in vielen Umbaupausen zu sich holen, damit sie einem helfen. Halt enger an ihnen dran bleiben als an den anderen. Ein Allheilmittel ist das aber auch nicht, es gibt sicher auch Fälle, in denen keine Saat aufgeht.

    Zum Thema Rotation möchte ich noch kurz meine Erfahrungen beisteuern. Ich habe in der zweiten Saisonhälfte der E2 damit begonnen, vorher hatten einige Spieler Gewohnheitspositionen, die sie gut und scheinbar auch ganz gerne besetzten, einige wurden auf verschiedenen Positionen eingesetzt, weil sie recht universell waren, und einige wurden leider auch ein bisschen hin und her geschoben und füllten, wenn man es böse ausdrücken möchte, die Lücken aus. Hmm, eigentlich war es für diese Spieler noch ganz OK, sie haben durchaus mal mehr defensiv und mal mehr offensiv spielen sollen. Blöd war es tatsächlich eher für die, zum Glück wenigen, Spieler, die fast nur defensiv eingesetzt wurden.


    Unsere Grundaufstellung war in der F ein 1-2-1-2, in der E2 dann ein 2-3-1. Daraus ergab sich mehr oder weniger zwangsläufig, dass die halbe Mannschaft primär defensiv oder hauptsächlich offensiv ausgerichtet war. Ich änderte dann die Grundaufstellung ins 3-3 und gab gleichzeitig die Parole aus, dass alle gemeinsam angreifen wie verteidigen sollen. Durch die flache Aufstellung wurden wir natürlich nun häufiger mal überspielt, aber ich meine, den allermeisten Kindern kam die Vereinfachung entgegen: es gab nun nicht mehr drei bis fünf verschiedene Positionen und damit verbundene Profile, sondern nur noch zwei bis vier: vorne oder hinten, evtl. dazu noch außen vs. zentral. Vorher gab es hinten, mitte, vorne, teilweise noch mit der Unterscheidung zentral/außen.


    Wir haben dann viel Minifußball gespielt und in größeren Trainingsspielen (7 gegen 7) alle paar Minuten alle Positionen getauscht, typischerweise reihum, d.h. Torhüter ging nach hinten links, die hintere Reihe verschob jeweils um einen nach rechts, der RAV wurde RA, die vordere Reihe verschob um eins nach links, und der LA ging ins Tor. Anfangs gab es ab und an noch etwas Verwirrung, aber die Jungs haben es erstaunlich schnell hin bekommen, sich auf alle Positionen einzustellen. Natürlich sieht man weiterhin Unterschiede, dem einen liegt natürlich weiterhin die Offensive oder Defensive mehr. Aber sie sammelten alle sichtbar Erfahrung in den verschiedenen Rollen und konnten sich bald recht schnell umstellen.


    Da wir im Spielbetrieb mit zwei Mannschaften gemeldet waren, jede dieser Mannschaften (fürs 6+1) aber aus nur neun Spielern bestand, mussten wir auch innerhalb von Spielen zumindest teilweise Positionsrotation betreiben, sonst hätten vier Feldspieler durchspielen müssen, während die anderen vier jeweils nur eine Halbzeit hätten spielen können. Auch aus kondtioneller Sicht waren da gleichmäßigere Wechsel die bessere Option. Wie in anderen Threads schon erwähnt, wechselten wir häufig auch zur Halbzeit im Tor. Das klappte insgesamt auch sehr gut, wobei ich hier die bekanntermaßen schwächeren Torhüter auch gegen eher schwächere Teams stellte. Da bei uns die stärkeren Torhüter gleichzeitig auch eher stärkere Feldspieler waren, hatten die schwächeren Torhüter außerdem den Vorteil einer besseren Abwehr vor ihnen.


    Ich möchte Steini darin beipflichten, dass die Rotation für alle Spieler von Vorteil ist. Da ich nun eine D-Jugendmannschaft betreue, die neben Spielern, die ich bereits vorher trainierte, zu zwei Dritteln aus Spielern besteht, die vorher deutlich positionsfixierter und in tieferen Systemen eingesetzt wurden, muss ich feststellen, dass diese 'fremden' Spieler deutlich weniger flexibel sind und stärker ausgeprägte Defizite aufweisen, die einen im offensiven, die anderen im defensiven Bereich. Das empfinde ich durchaus als Nachteil, sowohl für die Spieler als auch für die Mannschaft. Fiel ein Spieler letztes Jahr aus, so spielte es (bis auf jeweils eine Ausnahme in jeder Mannschaft) keine Rolle, wer fehlte. Im jetzigen Team ist das noch durchaus anders..

    also ich kann das PDF ohne Probleme laden. Ich finde es auch per google-Suche nach law_12_fouls_misconduct_de_47381.pdf


    Ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Dieses PDF kann ich auch einwandfrei herunterladen. Aber es ist ja die Nr. 12, da gibt es ja noch mehr, also mindestens mal die Nrn. 1 bis 11, und, wenn ich mich recht an den heutigen Vormittag erinnere, auch noch ein paar mit höheren Zahlen als der Zwölf. Wo ich diese finde, das ist meine Frage. Ich vermute ja eigentlich, dass alle dieser Dokumente irgendwo auf der FIFA-Seite in einer langen Liste verlinkt sind. Aber ich habe eben diese Seite nicht gefunden. Als ich den letzten Teil, d.h. den eigentlichen Dateinamen entfernte, bekam ich nur einen 404..

    Wir haben immer mit den 'richtigen', also leichteren Bällen gespielt, bis in die F hinein war das auch bei allen anderen Teams so, da sind es ja aber auch noch 4er-Bälle (mit 290g), die sich ja deutlich von den Erwachsenenbällen unterscheiden. In der E wurde es etwas schwieriger, da ja auch Größe 5 gewechselt wird. Bei uns in Hessen oder zumindest bei uns im Kreis sind da 290g vorgesehen, früher waren es aber evtl. 360g, wie sie jetzt für die D-Jugend vorgesehen sind. Da hatten wir dann im Training keine eigenen 290g-Bälle, sondern ein recht wildes Sammelsurium aus überwiegend 360g und gelegentlichen Werbegeschenksbällen, die gefühlt gerade mal 86g hatten. Letztere waren zunächst besonders beliebt, sind aber natürlich nach ein paar Wochen kaputt gewesen..


    Für die Spiele bin ich ähnlich wie ein paar Vorredner verfahren: vier Bälle auf die Mannschaftskasse gekauft, zwei für jede unserer zwei E1-Mannschaften. Diese haben wir dann bei unseren Spielen als Spielball benutzt und auch immer zu Auswärtsspielen mit genommen. Einmal kam es dann vor, dass der Trainer der Gastgeber fragte, ob wir auch mit Bällen vom Typ JAKO Match spielen können, sie würden die schon nehmen. Das sind zwar tolle Bälle, sie haben aber halt FIFA-Gewicht. Ich habe abgelehnt und darum gebeten, mit unserem Ball zu spielen. Darauf ist er auch gleich eingegangen.


    Neulich hat mir ein anderer Schlaumeier erzählt, eigentlich wären ja 360er vorgeschrieben, seine (D-Junioren) Mannschaft würde aber mit Erwachsenenbällen trainieren, "damit sie sich schon daran gewöhnen." Ich weiß schon mal, dass ich ein paar vorschriftsgemäße Bälle mitnehmen werde, wenn wir in der Rückrunde dort antreten...

    Witzig übrigens: wir haben bei uns mit jungen D-Junioren schon so ein bisschen "Klatsch & Dreh" geübt, lief eigentlich gar nicht so schlecht. Und in der gestrigen Spielform, einem 4:4 auf 25 x 20 m mit dem Ziel, die gegnerische Grundlinie zu überdribbeln, um dann durch eines von zwei Stangentoren zu spielen, sagt sogar einer der Spieler selbst: "wir müssen uns hier mit Klatsch und Dreh helfen." Und hat es dann auch gleich und mit Erfolg gemacht. :)

    Im Kreisverband Harburg (NFV) wurde gerade letzte Woche eine eMail vom Staffelleiter an die OBs gesandt, dass ausschließlich die OBs für die Kommunikation mit den Staffelleitern zuständig sind und eMails von Trainern an die Staffelleiter als "nicht geschrieben" betrachtet werden.


    Was ist denn in diesem Fall ein "OB"? "Oberbürgermeister" halte ich für unwahrscheinlich...

    wir spielen in der u10 6 feldspieler + torhüter und ich spiele ein 3-2-1 system mit einem libero in der dreierkette ..
    würde lieber ein 2-3-1 spielen aber die einzigen spieler die sich von den fähigkeiten für die 2er kette anbieten würd sind irrsinnig klein für ihren jahrgang und das ist echt gefährlich


    Ich kann meinem Vorschreiber nur beipflichten: begehe nicht den Fehler, bereits in der U10 deine Spieler auf einzelne Positionen fest zu nageln. Du tust weder dir noch deinen Spielern damit langfristig einen Gefallen. Lieber schön rotieren, es muss ja nicht in jedem Spiel eine andere Position sein, aber es sollte jeder deine Spieler ausreichend Erfahrung sowohl in der Offensive wie in der Defensive haben, zentral und außen. Und im Tor würde ich auch mehrere Spieler einsetzen, genauso wie ich nicht mit einem festen Torhüter spielen würde. Bzw. das auch nicht gemacht habe.
    Mir ist ein flaches 3-3 als Startaufstellung im Siebenerfußball immer noch am sympathischsten, weil es die Vorgabe unterstützt, dass alle Spieler gemeinsam angreifen und verteidigen sollten. Als Universalspielform für die Ausbildung von F- und E-Junioren kann ich dir Horst Weins "Minifußball" nur empfehlen. Von dem 3:3, das dort gespielt wird, schafft man auch einigermaßen gut den Transfer zum 6+1 mit zwei Dreierreihen. Mit sieben oder mehr Spielern pro Seite würde ich nur im Abschlussspiel agieren lassen. Und selbst da würde ich versuchen, häufig mit kleineren Teams zu spielen und das dann ggf. in Form eines Turniers.

    Martin Hasenpflug hat dem Spielaufbau auf http://www.abwehrkette.de mehrere Artikel gewidmet, dort findet man Taktiktipps und auch komplette Trainingseinheiten. Den Spielaufbau durch das Zentrum behandelt er bspw. in http://www.abwehrkette.de/spielaufbau/. Hilfreich könnten noch seine Hinweise zu "Klatsch & Dreh" sein, mit diesen Begriffen sollen, so seine Intention, die IV und AV die Sechser im Spielaufbau coachen, d.h. ihnen schon beim Zuspiel ansagen, was die sinnvolle Folgeaktion ist, da sie den Raum hinter dem Passempfänger im Gegensatz zu diesem im Blick haben. Wenn das deine Spieler hin bekommen, könnte die Anspannung bei deinen Sechsern abnehmen und so ein ruhigeres Spiel entstehen.

    Bei meinen Kids war es so, dass sie als Torhüter die langen Abschläge aus der Hand liebten, das war für sie neben dem Halten des auf den Kasten getretenen Balls der Inbegriff der Torwartaufgabe. Einige, denen der Abschlag aus der Hand Schwierigkeiten bereitete, gingen deshalb nur widerwillig ins Tor, andere fanden ihn so klasse, dass sie überhaupt keine Lust hatten, den Ball auch mal kurz und flach zu spielen. Insofern würde ich im G-Juniorenalter sagen: lasse sie es machen, wie es ihnen am liebsten ist. Wenn sie nur hohe und weite Abschläge ausführen, würde ich ihnen erklären, dass sie den Ball auch flach und kurz spielen dürfen, und das dann vielleicht auch mal kurz üben. Danach sollen sie aber selbst sehen, was ihnen lieber ist. Irgendwann kommen dann ja noch Abwürfe und Zurollen des Balles dazu, gerade in der Halle geht das ja oft besser als das Passen. Klar, wenn du merkst, dass sich deine Mannschaft völlig auf lange Abschläge einstellt, dann würde ich auch einschreiten, z.B. indem man ein Spiel mit der Sonderregel macht, dass halt mal keine Abschläge aus der Hand erlaubt sind. Dabei ist dann das Ziel, dass sich dein(e) Torhüter und die Feldspieler auf die Möglichkeit, auch mal Spielaufbau zu betreiben, einzustellen lernen. Dabei wirst du vermutlich ziemlich viel ermutigen und Fehlschläge klein reden müssen, denn der lange Abschlag ist oftmals halt doch die risikoärmere Variante. Gerade wenn die Gegner die Anspielstationen des Torhüters agressiv zustellen, wird es für diesen schnell ziemlich schwer. Denn richtige Freilaufbewegungen, Lauffinten, etc. sind für die Feldspieler im G- und F-Alter, selbst für viele E-Junioren noch sehr schwer, und selbst, wenn sie sie zeigen können, dann fehlt dem Torhüter doch meistens das passende Timing...

    Stefan 70 und auch Tobn berichten recht postiv. im Gegensatz zu der bisherigen Diskussion handelte es sich aber nicht um F sondern E-Jugend.


    Nun, in meinem Fall liegt das daran, dass ich von der FPL erst hörte, als meine Spieler schon in der E-Jugend waren. Und ich hatte erst, als sie in der E1 (so heißt der ältere E-Jahrgang bei uns) waren, genug Mumm und Überzeugungskraft, um die beiden Turniere nach meinen Vorstellungen durchzuführen.


    Ich selbst habe in D und C jugend an sich positive Erfahrung bei den wenigen Spielen, die ich ohne Schiri durchgeführt habe, gemacht. die Begründung lag für mich im guten Verhältnis der beiden Mannschaften und Trainer zueinander.


    Sicher, das ist eine gute Voraussetzung. Wobei ich sagen muss, dass wir zu vielen Mannschaften ein gutes Verhältnis gepflegt haben, teilweise auch zu solchen, denen gegenüber einige andere Teams Vorbehalte hatten.


    Könnte es eigendlich nicht auch sein, dass dieses System umso besser funktioniert, je älter die Kinder sind?
    Teilbegründung: je Älter, destoweniger Eltern , Oma und Opa sind als Zuschauer dabei, Trainer oft bereits erfahrener (nur so als Beispiel), vor allem jedoch die Kinder denken und handeln selbständiger, weniger durch Aussen indirekt beeinflusst.


    Ich denke zwar, dass an deiner Teilwerklärung durchaus etwas dran ist. Ich denke aber auch, dass Jugendliche mit zunehmendem Alter besser ohne Schiri spielen können, weil sie einfach ihre eigenen Handlungen und deren Folgen besser einschätzen können und lernen, auch die Belange ihrer Gegenspieler wahrzunehmen. Die Fähigkeit dazu ist bei Kindern ja noch stark eingeschränkt, sie sehen die Welt nur aus ihren Augen, da sind dann erst einmal sie und ihre Bedürfnisse, und dann kommt lange erst mal nichts.
    Dennoch glaube ich schon, dass das Spiel ohne Schiri bei den Jüngeren sehr gut klappen kann, allerdings durchaus ab und an der Unterstützung der Trainer benötigt, um Situationen, welche den Kindern neu sind, klären zu können. Dann würde es in der E ohne Schiri oder mit dem "Spielleiter Kinderfußball" vielleicht noch besser aussehen, als es bei uns schon der Fall war. Der Ehrlichkeit halber muss ich nämlich einschränken, dass wir zu unserem Fairplay-Hallenturnier nur Teams eingeladen hatten, bei denen wir keine größeren Konflikte befürchteten. Und in dem Freundschaftsspiel musste ich einmal das Spiel unterbrechen, um einen übermotivierten Spieler der anderen Mannschaft zu ein bisschen weniger Einsatz aufzufordern. Auf unserem Minifußballturnier gab es dann zwischen einzelnen, allesamt ziemlich erfolgsorientierten Teilnehmern auch ab und an gegenseitige Vorwürfe von Regelüberschreitungen, so dass ich kurzzeitig als Oberinstanz fungieren musste. Aber insgesamt stimmen mich meine bisherigen Erfahrungen eher optimistisch.

    Ein Spiel ohne Schiri?! Es wäre für mich mal ein Versuch Wert zu sehen wie das funktioniert. Bisher kenne ich nur Spiele mit Schiri.
    Wenn sich die Gelegenheit dazu mal ergibt, werde ich es gerne mit meinen Kids ( 2006) ausprobieren.


    Wir hatten in der letzten Saison als alte E-Jugend ein paar mal ohne Schiri gespielt, allerdings nie bei Pflichtspielen. Wir hatten ein eigenes Hallenturnier, bei dem ohne Schiri gespielt wurde, ich berichtete davon an anderer Stelle in diesem Forum. Danach haben wir gegen einen der an diesem Turnier teilnehmenden Vereine mal ein Freundschaftsspiel ohne Schiri gespielt. Und zu guter Letzt gab es bei unserem "Minifußballturnier mit Schweizer System" zum Ende der letzten Saison auch keine Schiris, sondern "Spielleiter", die allerdings teilweise leider recht Schiri-ähnlich agierten.


    Insgesamt teile ich die bisherigen Einschätzungen: die einfachen Sachen klappen so gut wie einwandfrei, also bspw. Ausball. Offensichtliche Fouls sind auch typischerweise unstrittig. Beim Körpereinsatz und Nickeligkeiten wird es schon deutlich schwieriger.. Ich würde auch befürchten, dass die entsprechend veranlagten Kids sich ein Mehr an Körpereinsatz angewöhnen könnten, da müssten IMHO die Trainer auch mal einschreiten, wenn es mehrere Aktionen eines Spielers gegeben hat, die grenzwertig waren, auch wenn eine einzelne solche Aktion noch keine Unterbrechung rechtfertigt.


    Was das Problem der Spielzeit anbelangt, so würde ich einfach auf Nachspielzeit gänzlich verzichten. Für den Fall, dass es ein paar Schlaumeier gibt, die das, in Führung liegend, ausnutzen, habe ich damals bei unserem Minifußballturnier in die Regeln aufgenommen, dass der Spielleiter berechtigt ist, die in Führung liegende Mannschaft für Zeitspiel mit einem Strafangriff zu bestrafen. Das kam dann aber auch nicht vor, wobei ich nicht wirklich glaube, dass das an der Regel lag.