Spricht etwas gegen ein vertrauensvolles Gespräch zwischen dir und ihm?
Übrigens: bekommen Eure Spieler Geld dafür, dass sie spielen? Wenn nicht, dann empfinde ich eine Geldstrafe in der Jugend, auch A-Jugend, als grundverkehrt..
Spricht etwas gegen ein vertrauensvolles Gespräch zwischen dir und ihm?
Übrigens: bekommen Eure Spieler Geld dafür, dass sie spielen? Wenn nicht, dann empfinde ich eine Geldstrafe in der Jugend, auch A-Jugend, als grundverkehrt..
Übrigens: mit Fußball hat diese Diskussion nun ja kaum noch etwas zu tun..
@Andre, mir geht es ja eher wie @fak, ich selbst lehne Religion vollständig ab. Das heißt nicht, dass ich die von vielen oder auch einzelnen Religionen vertretenen Werte nicht ablehne, im Gegenteil. Ich behaupte aber in Übereinstimmung mit z.B. Richard Dawkins, dass Moral und Ethik nicht der Religion bedürfen.
Was deinen Ethos und deine eigenen Wertvorstellungen anbelangt, so sind diese vermutlich weitgehend mit denen von @fak und auch meinen deckungsgleich. Da du sie zumindest teilweise aber ja auch aus deinen religiösen Überzeugungen (oder Gewohnheiten) begründet angibst, erlaube mir nur den dezenten Hinweis auf den vor noch nicht einmal hundert Jahren noch voherrschenden und auch religiös begründeten Chauvinismus des "Westens" gegenüber dem Rest der Welt. Ein wenig Demut und Zurückhaltung empfinde ich generell als angebrachter als die Forderung nach (nahezu) völliger Anpassung.
Das liegt aber zum Teil sicher auch daran, dass ich einen gewissen Nonkonformismus durchaus begrüße.
Persönlich bin ich komplett bei dir, @fak. Da ich aber, wie du auch, ein großer Anhänger und Verfechter der Toleranz bin, treu dem Motto "leben und leben lassen", reagiere ich etwas sensibel darauf, wenn Begriffe, die von Einzelnen zur Legitimation von Intoleranz verwendet werden, falsch verwendet werden. Ich habe selbst lange in einem multikulturell geprägten Teil der Welt gelebt, vielleicht erscheinen mir auch deshalb die Ansichten vieler Menschen in kulturell homogeneren Ländern als häufig leider recht engstirnig.
Für mich ist das auch kein fußballspezifisches Problem.
Stimmt, das ist es auch nicht.
Man muß nicht die Hand geben. Allerdings empfinde ich es als unhöflich.
Darüber hinaus gibt es ja Gründe warum der Gast glaubt, das nicht tun zu dürfen...warum es ihm -so er seine Glaubensvorgaben richtig interpretiert- verboten ist und er an den Auftrag glaubt und ihn lebt.
Wie meinst du das? Er darf einer Frau nicht die Hand geben, weil im Koran steht, dass dies verboten ist. Soweit ich weiß wird diese Vorschrift dort aber nicht begründet. Ebensowenig übrigens wie nicht nur die Zehn Gebote in der christlichen Bibel nicht begründet werden. Letztlich werden doch alle religiösen Vorschriften auf den Willen des Schöpfers zurück geführt. Er will es so, fertig. Wenn du dagegen verstößt, begehst du eine Sünde. Hätte die Reporterin auf dem Handschlag bestanden, so hätte sie den Spieler demnach dazu gezwungen, eine Sünde zu begehen.
Da beginnt dann mein Problem, denn ich bin nicht tolerant in dieser Frage.
Du stößt dich daran, dass jemand die Höflichkeitsregeln der Mehrheit missachtet, weil sie gegen seine religiösen Regeln verstoßen. Ist denn aber dein Beharren auf deine Höflichkeitsregeln nicht in sich unhöflich, wenn du weißt, dass du es mit jemandem zu tun hast, der diese Regeln nicht teilt, der sogar teilweise gänzlich andere Regeln gewohnt ist?
Interessant in diesem Zusammenhang könnten übrigens Artikel 10 und 11 der Grundsatzerklärung des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD) zur Beziehung der Muslime zum Staat und zur Gesellschaft sein.
Man beachte jedoch, und ich finde den Hinweis darauf auch wichtig, dass Höflichkeitsregeln keinen bindenden Charakter haben. Ich muss meinen Nachbarn nicht grüßen, wenn ich dazu keine Lust habe. Er mag das als unhöflich empfinden, das hat aber keinerlei rechtliche Konsequenzen. Es gibt keine Rechtsvorschriften, die ein höfliches Benehmen vorschreiben. Beachte, dass es zwar sehr wohl Verbote übertrieben unhöflichen Verhaltens gibt, dafür gibt es dann z.B. die Begriffe der Beleidigung oder der Nötigung. Das traf aber im vorliegenden Fall wohl kaum zu. Tatsächlich war die betroffene Journalistin ja vorab darüber informiert worden, dass es dem bestimmten Spieler von seinen religösen Vorschriften verboten ist, einer Frau die Hand zu geben. Vermutlich wurde dabei entschuldigend um Verständnis gebeten. Der Spieler war ja wohl auch im Interview dann auch sehr höflich.
Meine Auffassung von "Frau" ist eine westliche und ich kann das nicht akzeptieren. Und weil ich das nicht akzeptieren kann, könnte ich mich in dem Land aus dem die Person kommt nicht integrieren....es wäre für mich eine falsche neue Heimat.
Das verstehe ich. Verwechsle aber Integration nicht mit Assimilation.
Naja...letzten Endes sind Religion und Kultur schon eindeutig zu trennen, aus meiner Sicht. Religion ist persönlich und nach innen gewandt. Kultur ist das, was spirituellen Bedürfnissen dann kulturell aufgepropft wird, alles, was nach außen gewandt ist. Mithin dann halt auch alles, was mit strikten, klar formulierten Regeln zu tun hat.
Das sind interessante, aber wohl leider eher dir exklusive Definitionen dieser Begriffe. ![]()
Ich ziehe mal Wikipedia heran:
Zitat von https://de.wikipedia.org/wiki/ReligionReligion [...] ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl unterschiedlicher Weltanschauungen, deren Grundlage der jeweilige Glaube an bestimmte transzendente (überirdische, übernatürliche, übersinnliche) Kräfte und damit verbundene heilige Objekte ist, die nicht im Sinne der Wissenschaftstheorie bewiesen werden können, sondern nur im Wege individueller intuitiver Erfahrung.
In unserem Kulturkreis hat es sich in den letzten Jahrzehnten etabliert, dass Religiöses persönlich und individuell ist. Das war aber noch im 19. Jahrhundert ganz anders und selbst zu Zeiten meiner Großeltern und auf dem Land und in bestimmten Regionen wahrscheinlich noch später herrschte in religiösen Fragen schon noch ein rechts starker Druck der Gemeinde zum Konformismus. Das war im Übrigen auch noch nach der Aufklärung so und hat sich eigentlich erst nach der industriellen Revolution, dem starken wirtschaftlichen Aufschwung und der zunehmenden Prosperität breiter Bevölkerungsschichten, sowie dem Zerbrechen der von Monarchie, Adel und Klerus geprägten Gesellschaft und ihre Ablösung durch parlamentarische und demokratische Stukturen, verbunden mit einer Übernahme wichtiger sozialer Aufgaben durch den Staat. Die vormals regelnde Wirkung der religiösen Vorschriften wurde durch weltliche Verfassungen, Gesetztestexte und Verordnungen übernommen, die Aufgaben der Fürsorge durch staatliche oder staatlich reglementierte Einrichtungen. Damit wird seitdem die Religion im "Westen" fast nur noch für die spirituellen Bedürfnisse der Menschen benötigt.
Richtig ist allerdings, dass im Zuge von Renaissance, Aufklärung und Humanismus eine starke Emanzipation von Moral, Ethik und Philosophie gegenüber der christlichen oder zumindest der Kirchenlehre stattgefunden hat. Ausgesprochen katalytisch dürfte auch die Französische Revolution gewirkt haben, die ja in Teilen deutlich areligiöse Züge hatte.
Zur Kultur sagt Wikipedia u.a. Folgendes:
Zitat von https://de.wikipedia.org/wiki/KulturKultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Kulturleistungen sind alle formenden Umgestaltungen eines gegebenen Materials, wie in der Technik oder der bildenden Kunst, aber auch geistige Gebilde wie Sprachen, Moral, Religion, Recht, Wirtschaft und Wissenschaft.
Religion zählt also zur Kultur. Eine Abgrenzung ist nur schwer möglich. Stattdessen gibt und gab es tatsächlich deutliche Wechselwirkungern zwischen Religion und Kultur. Hierzulande dürfte der Einfluss der Religion auf die Kultur inzwischen sehr stark zurück gegangen sein. Umgekehrt sehen sich die Religionen einem starken Wandlungsdruck durch die sich schneller als sie weiter entwickelnden Vorstellungen der modernen Gesellschaften ausgesetzt.
Selbst mit...bei uns gibt es ja auch noch genug Menschen, die der Meinung sind, weil vor 2000 Jahren irgendwelche Menschen was aufgeschrieben haben, müssten sie sich daran halten, ohne es erstmal zu hinterfragen.
Ja, streng genommen müssten das Christen eigentlich auch tun, wobei es ja genügend Fälle gibt, für die man Widersprüche in der Bibel finden kann, oder Unterschiede zwischen Altem und Neuem Testament, außerdem auch heutzutage geradezu lächerlich erscheinende Vorschriften gerade im Alten Testament. Wobei es im Christentum ja auch unzählige Sekten und Kirchen gibt, die das "Wort Gottes" ja durchaus sehr unterschiedlich auslegen.
So ist das im Islam, so weit ich weiß, aber ja auch, selbst hierzulande wissen die meisten Leute, dass es zumindest Sunniten und Schiiten gibt. Aber während heutzutage wohl die meisten Christen die Bibel nicht mehr als das unmittelbare Wort Gottes betrachten, ist das (wieder soweit ich weiß) eines der zentralen Glaubensprinzipien des Islam: zwar hat Mohammed den Koran ausgeschrieben, er wurde ihm aber, so die Überzeugung, direkt diktiert. Und zwar ist er durchaus interpretationsbedürftig, darf ja aber dadurch letztlich nicht in Frage gestellt werden.
Das jetzt nur als Info, bewusst ohne Äußerung einer persönlichen Meinung.
@Don Quijote, das ist die Art Platz, die man doch in den Soccer-Halls vorfindet. Da kann man ja auch so mal hingehen. Bei uns im Ort hat ein Sportstudio zwei (allerdings recht kleine) Plätze, im Nachbarort gibt es eine Halle mit drei Plätzen, und in zwanzig Minuten Entfernung gibt es noch einen Anbieter, der, glaube ich, vier Plätze hat. Google teilt mir auch mit, dass es noch viele weitere solcher Hallen gibt. Vielleicht könnt Ihr ja mal Euren Trainern vorschlagen, da mal hin zu gehen.
Oder du stellst zwei Tore nebeneinander auf, so dass die Kids doppelt so schnell wieder aufs Tor schießen können. Auch bei nur einem Tor kann man zwei Schlangen bilden, die abwechselnd schießen -- so steigt die Taktung üblicherweise schon um ca. 50%. Der Technik-Parcours auf dem Rückweg ergänzt die Geschichte sinnvoll.
Wie sehen deine Übungen denn aus? Wie sieht eine typischerweise problematische Übung vom Aufbau her auf, was sollen die Kids da machen, wie viele Kids sind es insgesamt und wie oft ist die Übung aufgebaut?
Beides habe ich bislang erfolglos probiert. Gerade in der Pause kommen dann Kommentare wie: das schaffen wir echt, wir verlieren heute sowieso etc. Fühle mich dann irgendwie hilflos, weil alle Versuche die Jungs wieder hoch zu pushen nicht funktionieren.
Ja, ich kenne das selbst, wie schon gesagt. Ich bin bei meinen Jungs selbst da noch mittendrin. Dabei bin ich der Überzeugung, dass es da leider kein Geheimrezept gibt, mit dem man rasch Erfolg hat. Vielmehr muss man da beharrlich und authentisch bleiben, zwar positiv und abgeklärt, aber nicht zu lässig und desinteressiert. Es ist nicht leicht..
Wenn meine Jungs übrigens sagen, sie würden sowieso verlieren, denn das machen sie natürlich auch, dann sage ich ihnen, dass:
Überhaupt verlange ich von meinen Jungs ausdrücklich nicht, dass sie gewinnen, wohl aber, dass sie es wollen und es dementsprechend auch versuchen. Ich versuche dabei auch an Ihr Gewissen zu appellieren, indem ich ihnen erkläre, dass es am wichtigsten ist, wirklich alles zu probieren, was man kann (und darf). Und wenn man sich nach dem Spiel ehrlich im Spiegel sagen kann, das man alles gegeben und alles probiert hat, dann ist es auch gut. Ich als Trainer will das gar nicht hören, sondern das soll Jeder mit sich selbst ausmachen -- mir können sie was erzählen, bei sich selbst wissen sie, ob ihre Behauptungen zutreffen oder nicht.
Das ist so natürlich nicht unbedingt gegeben, aber ich möchte damit auch die möglichst ehrliche Selbstreflektion der Kids in Gang bringen.
Speziell der Torwart ist extrem negativ. Er sieht seine Leistung auch sehr häufig viel zu schlecht. Aus meiner Sicht ist es mangelndes Selbstvertrauen (nicht nur im Sport). Alle Versuche ihn mehr Selbstvertrauen zu vermitteln, zeigen nur kurzfristigen Erfolg.
Naja, immerhin. Mache dir darüber nicht zu sehr einen Kopf, alleine die Welt retten kannst du nicht. Und du kannst dem Jungen auch nicht Selbstbewusstsein geben, wenn er sich selbst ständig aufgibt. Das klappt nicht, er muss auch selbst dazu bereit sein und wollen. Du kannst ihm die Gelegenheiten zu Erfolgserlebnissen geben, aber er muss sie selbst wahrnehmen.
Ansonsten kann es gut sein, dass er in drei, vier Jahren von selbst mehr Selbstbewusstsein entwickelt, im Umfeld meiner Kinder erlebe ich das durchaus. Deshalb ist es wichtig, dass er überhaupt dabei bleibt -- zumindest, wenn er sich nicht zu sehr quält.
Auch das versuche ich immer. Setze bewusst immer nur 2-3 Schwerpunkte im Spiel, und auch nur die bewerte ich für mich. Spätestens nach dem nächsten Gegentor sind aber alle Ansagen wieder vergessen...
Auch das kenne ich nur zu gut. Aber das kann man nach dem Spiel oder vor dem nächsten Spiel anmerken oder besprechen. Wichtig: Nicht vorwurfsvoll, sondern als Hilfe. Machst du bestimmt so.
e mehr ich drüber nachdenke, umso stärker wird mein "Verdacht", dass sie sich nicht quälen können. Quälen nicht im Sinne von körperlich leiden, sondern im Sinne von sich überwinden.Fast alle Kinder kommen aus Elternhäusern wo sie eigentlich Alles bekommen, was sie sich wünschen. Die Wenigsten mussten sich schon einmal etwas erarbeiten.
Ach ja, genauso ist es bei mir auch. Ich grüble da auch schon länger darüber herum, wie man eine leider viel zu große Zahl an Spielern aus ihrer Komfortzone heraus bekommt.. Wir werden sehen...
Ich fragte bewusst nicht danach, was du während des Spiels sagst, weil da, meiner Erfahrung nach zumindest, die Möglichkeiten, von außen auf die Spieler bzw. die gesamte Mannschaft einzuwirken, doch sehr begrenzt sind. Das ist ja auch nachvollziehbar, denn die Spieler haben überhaupt keine Zeit, sich großartig und viele Gedanken zu machen, weil sie schon voll und ganz mit dem Spiel beschäftigt sind. Daher würde ich, da du das Verhaltensmuster ja schon identifiziert hast und wahrscheinlich damit rechnest, dass es wieder auftritt, es inbesondere vor, aber auch nach dem Spiel thematisieren. Einfach wird das sicher nicht, ich kenne das Problem selbst leider nur zu gut.. Aber da muss man einfach beharrlich sein. Ein paar Tipps:
Dann ist es aber natürlich auch wichtig, dass man den einzelnen Spielern Tipps gibt, mit denen sie unmittelbar eine höhere Erfolgsquote haben können. Einem meiner Spieler, der viel zu zaghaft und unengagiert den Defensivzweikampf suchte, habe ich z.B. mal an den Rand genommen, um ihm zu erklären, dass er, wenn er merkt, dass der nächste Gegner den Ball zugespielt bekommt, sich sofort und mit Full-Speed diesem nähern muss, damit der dann nicht viel Platz und Zeit hat, um ihn auszuspielen -- das habe ich übrigens bewusst sehr interaktiv und plastisch gemacht, habe ihn also mit Vorsprung zum Ball laufen lassen, während ich einmal hinterher joggte und ihm das andere mal im Sprint nachsetzte. Das hat er offenbar verstanden, das sah man gleich beim nächsten Zweikampf. Drei später war die Zaghaftigkeit zwar wieder da, aber da konnte ich ihn dann von außen an das gerade Gelernte erinnern.
Das ist übrigens auch noch zu dem, was ich oben sagte, mein Rat: Die Sachen, die du vor dem Spiel klar angesprochen hast und die auch verstanden wurden, kannst du auch während des Spiels ins Gedächtnis rufen, das geht üblicherweise deutlich besser, als wenn man versucht, im Spiel mit für die Spieler neuen Inhalten zu kommen, auf die sie eben nicht vorbereitet sind.
Wie lauten denn deine Hinweise? Vor allem diejenigen vor oder nach dem Spiel?
Wenn man viel abbremsen muss, dann kann das schon sein, wobei ich auch medizinischer Laie bin. Am Platz und seiner Beschaffenheit werdet Ihr nicht viel ändern können, eigentlich ist man da auch ganz froh, wenn er eher weich ist, das ist ein guter Rasenplatz ja auch eher, und das ist schließlich die Referenz. Was das Rutschen anbelangt, so ist man ja eigentlich froh, wenn man wenig rutscht und stattdessen einen guten Stand hat -- dazu haben die Schuhe ja auch die Stollen (bzw. Nocken oder allgemein das Profil).
Vielleicht müssen die Spieler sich auch einfach auf den neuen Belag einstellen. Ich kann mir dabei vorstellen, dass einige von ihnen dabei auch an ihren Bewegungsabläufen feilen sollten. Denn ihre Füße und Beine bestehen ja nicht nur aus starren Knochen, sondern eben auch aus Muskeln, Sehnen und Knorpel. Wenn sie z.B. etwas besser federn, dann fangen die Muskeln mehr ab, so dass Sehnen und Knochen weniger Stöße abbekommen. Mehr Muskeln können auch besser stabilisieren, dosierte Kräftigungseinheiten könnten also auch sinnvoll sein. Dabei ist es übrigens natürlich wichtig, dass man darüber hinaus die einseitigen Belastungen des Fußballs durch entsprechendes Krafttraining ausgleicht -- in der einseitigen Belastung kann auch ein Grund für die Beschwerden liegen. Und zu guter Letzt spielt natürlich auch die Schnelligkeit eine Rolle: Spieler, die sowohl im Kopf als auch körperlich spritzig und flink sind, können sich und ihren Körper besser und früher auf die sich rasch verändernden Situationen im Fußballspiel einstellen, und sind so zu effizienteren Bewegungsabläufen in der Lage.
Fußballschuhe haben im Sohlenbereich ja nur eine sehr geringe Dämpfung, zumindest im Vergleich mit Laufschuhen. Dabei haben Stollen- und Nockenschuhe noch eine geringere Dämpfung als Multinockenschuhe. Auf einem neueren, eher weichen Kunstrasenplatz sollte man mit Nockenschuhen ganz gut zurecht kommen. Ist er aber schon etwas älter oder einer der ersten Generationen, wie wir bis Ende letzter Saison einen hatten, so kann er schon recht hart sein. Wenn man da mit Nocken- oder Kunstrasenschuhen spielt, dann geht das natürlich auf die Gelenke. Allerdings spielt, so denke ich, es auch eine Rolle, ob der Schuh gut zum Fuß passt, und zwar einerseits in der Passform, aber auch zum Fußgewölbe. Es kann durchaus sein, dass orthopädische Einlagen Abhilfe schaffen. Ich selbst habe einen Senk- und Spreizfuß und hatte öfters Beschwerden, bevor mir Einlagen verschrieben wurden. Mein Sohn trägt seit ca. zwei Jahren auch welche. Und ein oder zwei Kumpels von ihm inzwischen auch.
Deine Tochter hat vollkommen Recht.
Sie sollten zum Orthopäden gehen.
Ich kann @Follkao nur beipflichten: Ziel muss es sein, dass die Kinder lernen, diese generelle Situation, also diejenige als Passgeber wie auch als Passnehmer, besser zu meistern. Bei meiner jungen E-Jugend sehe ich, dass das für viele Kids noch eine große Herausforderung darstellt. Sie sind es als allererstes überhaupt nicht gewohnt, die Situation aus der Sicht des jeweils anderen Spielers zu sehen. Hinzu kommen dann noch weitere Aspekte wie:
Es ist ein langfristiges Ziel, all diese Defizite abzustellen. Man kann und sollte nicht versuchen, das alles innerhalb kurzer Zeit beheben zu wollen. Stattdessen bedient man sich Trainingsinhalten, die auf diese Aspekte eingehen. Und mit der Zeit entwickeln sich die Kinder. Die Leistung des Trainers liegt nun darin, die geeigneten Übungs- und Spielformen zu bestimmen, und diese dann möglichst effektiv einzusetzen.
Wir haben in letzter Zeit ganz gute Erfahrungen mit Spielformen gemacht, die das Passen, die Ballan- und -mitnahme und das Freilaufen begünstigen. So haben wir z.B. 2+2 gegen 2 auf Ballhalten gespielt. Nachdem das zunächst noch recht schlecht lief, die Spieler nach ihrem Pass stehen blieben, die Passgeber gerne auch versuchten, die Verteidiger auszutricksen und gar nicht erst abzuspielen, wurde es mit der Zeit und unter unserem Coaching immer besser. Es gibt zwar immer noch viel Luft nach oben, aber es sieht auf jeden Fall viel besser aus als noch vor ein paar Wochen. Im letzten Training vor den Herbstferien habe ich sie auch folgende Spielform durchführen lassen: Zwei Teams, jedes mit einem Torhüter spielen gegeneinander. Ein Team kann aber nur mit einem Tor in Führung liegen. Erzielt also ein Team einen Treffer und geht damit in Führung, so zählen weiteren Treffer nicht mehr, bis die andere Mannschaft ihrerseits einen Treffer erzielt und damit ausgleicht. Die in Führung liegende Mannschaft agiert also geschickt, wenn sie versucht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten. Ein paar Kinder hatten diese Regel zwar vergessen, bis das erste Tor fiel, und für alle war sie sehr ungewohnt, aber nach ein paar Unterbrechungen und zielgerichteten Fragen, die zumeist in die Richtung gingen, wo die Mitspieler des ballführenden Spielers hin laufen sollten und wie sie sich verteilen sollten, sah man bei einigen Kids durchaus Fortschritte. Ich bilde mir sogar ein, dass man im darauf folgenden Spiel die Folgen dieser Inhalte sah, denn die Kids ließen den Ball viel mehr und besser laufen als bisher. Leider gab es dabei aber noch eine große Zahl an Fehlpässen, die dann auch zu recht vielen Gegentoren führten. Aber von der Spielanlage her haben mich die Kids durchaus beeindruckt. In meiner Ansprache und in meinem Coaching hatte ich das passbasierte Zusammenspiel nämlich nicht einmal vorgeschlagen -- außer einem Spieler, der sonst halt gerne am eigenen Strafraum losdribbelt und erst damit aufhört, wenn er am anderen Tor ankommt oder vom Ball getrennt wird, und den ich, weil außer ihm alle stärkeren Spieler schon in den Ferien waren, als "Sechser" habe spielen lassen. Da es nicht seinen Gewohnheiten entspricht, sprach ich vor dem Spiel über die Rolle seiner Position und dass er da eher Ballverteiler und Spiellenker ist als der Dribbler und Torschütze. Gerade zu Beginn des Spiels hat er es auch gut gemacht, dann verfiel er aber in sein gewohntes Muster. Alte Gewohnheiten lassen sich nunmal nur schwer ablegen..
Ich würde dazu beim Landessportbund nachfragen.
Ich bin auch eher der Meinung das man als Neuling vielleicht nicht gerade mit einer D Jugend starten sollte, vor allem ohne Vorkenntnisse.
Ich meine, es ist weniger eine Frage der Altersklasse als des Amtes. Soll heißen, dass man lieber erst einmal als Co-Trainer einsteigen sollte, wenn man sich seiner Sache noch nicht so sicher ist. Gleich in deinem nächsten Satz nimmst du den Begriff des Co-Trainers auch in den Mund, @Fußballvadder, von daher hast du das vielleicht auch gemeint. Ich wollte es aber deutlicher ausdrücken. Es würde mir nämlich nicht gefallen, wenn andere Leser es missverstehen und so interpretieren, dass man als Anfänger lieber eine G- oder F-Jugend nehmen sollte. Denn auch die jüngsten Kinder haben gute Trainer verdient bzw. profitieren auch von erfahrenen Trainern. Und die Entscheidung, in welcher Altersklasse man als Trainer tätig wird, hat weniger etwas mit Erfahrung zu tun als damit, mit welchen Altersklassen man am besten oder zumindest gut genug umgehen kann. Es mag einer ein Super-B-Jugendtrainer sein, aber für die G-Jugend vollkommen ungeeignet. Und umgekehrt gilt das natürlich auch.
Fazit: Wenn es geht, sollte man als Co-Trainer einsteigen. Und am besten in einer Altersklasse, mit der man gut zurecht kommt.
PS: Das soll jetzt nicht heißen, dass man als Einsteiger keinesfalls das Amt des Haupttrainers bekleiden sollte -- gerade die Jüngsten stünden ohne Neueinsteiger zumeist ja gänzlich ohne Trainer da. Aber man sollte sich der eigenen Unerfahrenheit und der eigenen Grenzen bewusst sein und versuchen, sich möglichst schnell eine solide Basis anzueignen. Das geht meiner Meinung nach übrigens wahrscheinlich besser, wenn man sich erst einmal nicht dem Ergebnisdruck des Spielbetriebs aussetzt.
wir bleiben Freunde
Sowieso. Sollte ich mal nach Gelsenkirchen kommen, sage ich dir vorher Bescheid, dann treffen wir uns mal auf ein kühles WasauchimmermanbeiEuchsotrinkt.
mein Sohn trainiert bei mir mit. Und d Jugend spiele sind bei uns grundsätzlich um 12 Uhr. Die kann ich nicht alle verlegen damit ich die spiele meines Sohnes sehen kann
Bei uns ist sowas im Vorfeld durchaus möglich. Es gibt zwar für die verschiedenen Altersklassen Regelanstoßzeiten, aber grundsätzlich gibt sie der Heimverein vor. Die Jugendleitung muss halt vorher wissen, dass ihr Trainer terminlich eingeschränkt ist.
