Beiträge von tobn

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    Ich befinde mich gerade in einer heißen Diskussion mit meinem Mittrainer, in der ich für unsere D-Jugend (allesamt jüngerer Jahrgang) gleichmäßige Einsatzzeiten propagiere sowie fordere, Ausbildung und Förderung der Persönlichkeitsbildung aller Spieler vor die Verfolgung des Ziels des Gruppensiegs zu stellen, während er das gerne "miteinander vereinbaren" möchte, was aber in der Hinrunde bereits dazu geführt hat, dass ein Spieler in jedem Spiel eingesetzt wurde, während andere schon mehrfach ausgesetzt haben. Er gibt zu und steht auch dazu, Siege für sehr wichtig zu halten. Ich habe ihm nun auf die Äußerung hin, er sei nicht nur der Ausbildung der Kinder wegen Trainer, sondern auch um zu gewinnen, andernfalls würde er unglücklich, vorgeworfen, dass er dann meiner Meinung nach nicht zum Kinder- oder Jugendtrainer geeignet sei. Ich schrieb dann noch: "Und zwar, weil einzig und alleine die Ausbildung und Förderung der Kinder die Aufgabe des Trainers ist. Er darf keine eigenen Ziele mit dem Amt verbinden, die im Konflikt mit diesem Ziel stehen." Dass er das dann als Schwachsinn bezeichnet, ficht mich nicht an, aber er behauptet nun, dass er für den Breitensport nicht geeignet sein könnte, wobei ich seine Definition dessen zwar für äußerst fragwürdig halte ("eine Fußballmannschaft, in der alle spielen, die sonst nirgendwo spielen"), aber sehr wohl für den Leistungsfußball, "sprich Gruppenliga und eventuell irgendwann Hessenliga."


    Zur Information: Bei uns gibt es in der D-Jugend die Gruppenliga als höchste Spielklasse, in der C-Jugend dann die landesweite, wie der Name ja schon sagt, Hessenliga.


    Haltet Ihr einen Verein, der aktuell eine D-Jugend in der Gruppenliga hat, und dessen erste C-Jugend in der letzten Saison knapp am Aufstieg in die Hessenliga gescheitert ist, aufgrund dieser Ligenzugehörigkeit alleine schon für einen Verein im Leistungsfußball? Bis auf die bereits bei den Bambini zu beobachtende Förderung der starken Spieler und demgegenüber der Duldung der mittelmäßigen und schwächeren Spieler, sowie der deutlichen Betonung von Siegen auch im Kinderfußball, kann ich keinen substanziellen Unterschied zu meinem Heimverein feststellen. Info am Rande: mein Heimverein hat von D- bis A-Jugend eine Kooperation mit dem fraglichen Verein, die D-Jugend, in der mein Sohn nun spielt und dessen Mannschaft ich mit trainiere, wird die Gruppenliga von der jetzigen ersten D erben.


    Meiner Meinung nach definiert sich der Leistungsfußball insbesondere an entsprechenden Mitteln und Statuten, die sich deutlich von den Zielen des Breitensports absetzen.

    Auf unseren (d.h. den hessischen) Spielberichten muss der Heimverein einen Ordner (o.ä.) eintragen, der, soweit ich weiß, formell die entsprechende Funktion innehat. Der Trainer darf diese Rolle nicht einnehmen, was ich auch grundsätzlich für richtig halte, um die Möglichkeit des Missbrauchs zumindest auf dem Papier zu verhindern. Allerdings steht dann in der Realität meistens das Elternteil auf dem Spielbericht, das sich am wenigsten gewehrt hat, und ob diese Person dann in der Lage ist, die entsprechenden Personen des Platzes zu verweisen, wage ich doch zu bezweifeln... Aber rein rechtlich it sie dazu befugt, soweit ich weiß, auch wenn der Platz nicht dem Heimverein gehört.

    Als ich in F- und E2-Jugend noch einen 15er-Kader für ein 7er-Team hatte, habe ich zu Beginn der Saison schon eine grobe Einsatzplanung in Form einer Calc-Tabelle (entspricht Excel) gemacht. Dann ließen sich Absagen im weiteren Saisonverlauf recht gut kompensieren, zumindest bis ins letzte Saisondrittel oder -viertel hinein. Allerdings habe ich den Plan nie veröffentlicht, da wäre mir das Risiko zu groß, dass sich die Eltern dann (für meine Vorliebe) zu sehr an dem Plan orientieren und ich einerseits nicht mehr umdisponieren kann und ich andererseits beleidigte Leberwürste bekomme, wenn ich einem Spieler dann mal doch einen Termin streiche, aus welchen Gründen auch immer. Da Spieler wie Eltern ja auch im Moment leben, gibt es dann schon auch mal ein bisschen Stress, wenn ein Spieler bei drei Spielen hintereinander nicht dabei war, aber wenn die Erklärung dafür lautet, dass er für das erste planmäßig aussetzte, für das zweite dann absagte und das dritte auch nach Plan aussetzte, was dann nach der Absage für das zweite Spiel so kurzfristig nicht mehr kompensiert werden kann, dann muss man da auch mal durch..


    Allerdings lebt es sich schon leichter, wenn alle Spieler immer oder fast immer eingesetzt werden können. Als wir damals dann zum Wechsel zur E1 deshalb zwei Mannschaften meldeten, gab es zum Thema der Einsatzzeiten mit den Eltern keinen Stress mehr, höchstens anders herum, die Belastung wurde ein paar Familien zu hoch. Allerdings hatten sich die Gruppen, im Gegensatz zu den Jahren zuvor, auch vergrößert, so dass es mehr Spiele gab. Tatsächlich war es aber für uns Trainer eine deutlich höhere Belastung als zuvor, als wir uns auch mal hatten abwechseln können, so dass jeder Trainer am Saisonende bei ca. drei bis vier Fünfteln der Spiele dabei gewesen war. In der E1 mussten wir jedes mal ran und es gab kein Backup. Meine Frau empfand das dann auch als zu viel..

    Günter, du brauchst dich also nicht zu sehr beklagen, das das Niveau nicht noch zu steigern wäre, [...]


    Ach, so hast du ihn verstanden? Ich rätsele noch, für am wahrscheinlichsten halte ich noch, dass er mich auf nette Art verhohnepiepelt.


    [...] aber tobn jammert schon auf sehr hohem Niveau!


    An anderer Stelle vielleicht, aber hier habe ich doch gar nicht gejammert... Ach Menno, ich geh gleich schmollen. ;)

    Hmmm tobn,dafür das hier ein "Trainer" vom Tod des Kinderfußballs schreibt,kommt ja von Dir auch nichts konstruktives.


    Ich habe ja auch dich angesprochen und nicht das Thema des Threads.


    Drum habe ich mir mal erlaubt das etwas auseinander zu pflücken.Aber entschuldige,hat vergessen das es ein Forum für gut ausgebildete Jungtrainer des modernen Fußballs ist :D


    Ach, falls du damit auch mich meinen solltest, so sehr jung bin ich nicht mal mehr.. Schön wäre es allerdings. Ansonsten sei es dir unbenommen, die vermeintliche Überempfindlichkeit eines Kollegen auszudrücken. Ich störe mich nur an der Art und Weise. Man kann sowas auch netter sagen. Und damit ist, denke ich, genug zu diesem Thema gesagt, oder?

    Hmm, manne44, nix für ungut, aber irgendwie vermisse ich in deinem Beitrag den eigentlichen Beitrag. Eigentlich kann man ihn auch ganz kurz zusammen fassen. Wolltest du sagen: "Heul doch!" Sonderlich konstruktiv hätte ich das auch nicht gefunden, wirklich qualifiziert ebenso wenig, aber es wäre immerhin etwas kürzer gewesen.

    Andres Ansinnen verstehe ich als in die selbe Richtung gehend, die schon Francois Rabelais vor 500 Jahren nannte: "Kinder wollen nicht wie Fässer gefüllt, sondern wie Fackeln entzündet werden." (s. http://wikis.zum.de/vielfalt-lernen/Zitate) Dieser Leitspruch, der ja auch im Zusammenhang mit der Schulpolitik vorgebracht wird, zielt ja letztlich auf die Eigenmotivation als viel effektiver und nahhaltiger als die Motivation von außen ab, verbunden in diesem Fall mit der natürlichen Neugier von Kindern. Wir als Fußballtrainer können daneben noch den natürlichen kindlichen Bewegungsdrang für unsere Zwecke nutzen.


    Auf der genannten Seite, die ich per Google-Suche nach dem Zitat fand, gibt es noch ein paar weitere interessante Denkanstöße für Kinder- und Jugendtrainer, für die ja neben der sportlichen auch die pädagogische Komponente von entscheidender Bedeutung ist:

    • Johann Amos Comenius (1592-1670): „Lehrer, lehrt weniger, damit die Schüler mehr lernen können!“ -- vgl. Horst Wein
    • Maria Montessori (1870-1952): "Dem Kind gehört der erste Platz und der Lehrer folgt ihm und unterstützt es. Er muss auf seine Aktivität zugunsten des Kindes verzichten. Er muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann." -- dito
    • Hermann-Josef Kuckartz: "Lisa ist zu groß, Anna zu klein, Emil zu dünn, Fritz zu verschlossen, Flota ist zu offen, Emilie ist zu schön, Erwin ist zu hässlich, Paul ist zu dumm, Sabine ist zu clever, Traudel ist zu alt, Theo ist zu jung. Jeder ist irgendetwas zu viel. Jeder ist irgendetwas zu wenig. Jeder ist irgendwie nicht normal. Ist hier jemand, der ganz normal ist? Nein, hier ist niemand, der ganz normal ist. Das ist normal."
    • Vera F. Birkenbihl: "Nur wenn ich die Bedürfnisse meiner Mitmenschen kenne, kann ich sie motivieren."
    • Leo Tolstoi (1828-1910): "Man kann ohne Liebe Holz hacken, Ziegel formen, Eisen schmieden, aber man kann nicht ohne Liebe mit Menschen umgehen."
    • Aristoteles: "Es gibt Dinge, die wir lernen müssen, bevor wir sie tun können. Und wir lernen sie indem wir sie tun."
    • Georg Christoph Lichtenberg (1742-1799): "Ob es besser wird, wenn es anders wird, weiß ich nicht. Dass es aber anders werden muss, wenn es besser werden soll, weiß ich!"
    • Laotse, chin. Philosoph, 4-3 Jhd. v. Chr: "Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man nicht tut."
    • Bundespräsident Christian Wulff: "Bildung hilft uns, das zu entwickeln, was in uns steckt. Jeder kann etwas, und jeder braucht die Chance, seine Fähigkeiten zu steigern und Anerkennung zu erfahren."
    • Eckhart von Hirschhausen: "Wenn man also nicht für die Schule sondern fürs Leben lernt, sind die wichtigsten Schulfächer Gesundheit, Glück und Kommunikation. Wie gehe ich mit mir und anderen um, das zählt - in jedem Bundesland!"

    Bei mir (Hessen) war es so, dass sich die 120 LE für den Trainer C-Breitenfußball aufteilten in:

    • Basiswissen: 30 LE
    • Profil Kinder: 40 LE
    • Profil Jugend: 40 LE
    • Prüfung und Lehrprobe: 10 LE


    Nach Basiswissen und den beiden Profillehrgängen bekamen wir auch Bescheinigungen über die erfolgreiche Teilnahme an den jeweiligen Lehrgängen, ich glaube, bei den Profillehrgängen steht da dann auch der Begriff Teamleiter drauf. Insofern sind die Lizenzvorstufen "Teamleiter Kinder" und "Teamleiter Jugen" Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung im Trainer C-Breitenfußball, Profil Kinder und Jugend. Voraussetzung für die beiden Teamleiter-Lehrgänge wiederum ist, soweit ich weiß, der Lehrgang "Basiswissen". Aber wenn man den Trainer C-Breitenfußball macht, dann macht man erst den Lehrgang Basiswissen, dann das Profil Kinder und zum Schluss das Profil Jugend. Und dann kommt die Prüfung, d.h. die mündliche Prüfung und die Lehrprobe.

    guenter: Ja, wir sind da auf einer Linie. Ich finde aber halt, man soll ruhig den Verantwortlichen mitteilen, was einen warum gestört hat, und welche Konsequenzen man selbst daraus zieht. Wenn genügend Andere ähnlicher Meinung sind und dem Beispiel folgen, hat das vielleicht sogar eine Wirkung. Und wenn nicht, naja, dann hat man wenigstens seiner eigenen Mannschaft den Gefallen getan, in Zukunft solche Untrainer nicht mehr ertragen zu müssen.


    Aber ich würde nicht still und leise dessen Gebahre über mich ergehen lassen und gar nicht widersprechen. Dein Posting konnte man aber so verstehen.

    Das ist ja mal 'ne ganz peinliche Nummer, für diesen Vertreter unseres Geschlechts muss man sich ja glatt fremdschämen... guenter pflichte ich insofern bei, als dass es nicht zielführend gewesen wäre, wenn du selbst in dieser Situation nicht weiter zu einer Eskalation beigetragen hättest -- hast du ja auch nicht. Allerdings finde ich die Äußerungen der Turnierleitung ganz schwach, steht denn nicht in den Turnierbestimmungen, dass die Turnierleitung für das Turnier nahezu gottgleichen Status besitzt und sich alle Teilnehmer ihren Anweisungen unterwerfen? Da gehört das Spiel von der Turnierleitung unterbrochen, der Trainer darauf hingewiesen, dass sein Verhalten unpassend ist, und ihm für den fall der Wiederholung die Entfernung vom Platz oder aus der Halle angedroht. Und wenn er rückfällig wird, dann wird das auch umgesetzt.


    Und in deinem Fall, elladino, hätte ich der Turnierleitung direkt nach dem Spiel in freundlichem, aber deutlichem Ton mitgeteilt, dass solch ein Verhalten ja mal gar nicht geht, und dass, wenn sie der Meinung sind, man könne da nichts machen, ihr nocht vorhabt, an weiteren Turnieren dieses Vereins teilzunehmen, denn offenbar ändert sich daran dann ja wohl nichts. Und ich würde noch dazu sagen, dass das sehr schade ist, weil es ansonsten ja sehr schön gewesen sei, und dass es schade ist, dass sie sich von einem schwarzen Schaf die ansonsten so tolle Stimmung kaputt machen lassen.

    Gebe ich dir recht, das Siegen nicht alles ist. Haben die ersten Spiele aber alle verloren und auf dauer macht das den Kids auch keinen Spass


    Das ist ätzend, ja. Langfristig hilfst du ihnen aber am ehesten, wenn du erreichst, dass ihre individuellen Fähigkeiten besser werden. Mit einem antrainierten Passspiel erreichst du vielleicht kurzfristig etwas gegen Teams, die noch im alterstypischen Knäuel spielen, aber wenn du dabei die Technik deiner Spieler vernachlässigst, hast du in einem oder zwei Jahren eine Truppe von Grobmotorikern, die froh sein muss, wenn sie auf mehr als 20% Ballbesitz kommt. Da funktioniert dann das einzige Rezept, das sie kennen, nicht mehr, und sie sind völlig hilflos.. Christoph/Schimanski hat wertvolle Tipps gegeben: viele 1:1-Situationen und Spiele in kleinen Gruppen. Evtl. habe ich es in diesem Thread schon gemacht, aber falls nicht möchte ich nochmals die Fahne für die Spielform des Minifußballs erheben, da ist bis auf den Torschuss und den Flugball alles drin, von den technischen Aspekten über die Spielintelligenz zu Einsatzbereitschaft und schnellem Umschalten.

    Wir haben im 2004er Jahrgang rund 30 Kinder, der 'Trainer' der 1.F hat sich die 8 besten (die auch schon zu BambiniZeiten zusammengespielt haben, folglich den 'alten Stamm-' Kader) in die 1. F genommen, dazu noch 1-3 Spieler, bei denen nicht ganz klar ist, ob sie wirklich 1. F. sind. Wir spielen 6:1 in Berlin, zum Spiel nimmt er immer nur 2 mit, weil es ihm ab 3 Kindern zu 'anstrengend ist an der Linie' (Zitat Ende).


    Darüber, wie in Eurem Fall eine Aufteilung der F'linge in mehrere Mannschaften am sinnvollsten vollzogen ist, möchte ich mir gar nicht äußern, zu verschieden sind dazu aus meiner Sicht die Ausgangssituationen. Eine Aufteilung ist aber definitiv sinnvoll, mit 30 Kindern lässt sich nicht vernünftig trainieren, dazu sollten die Gruppen halb so groß sein.


    Heißt für mich in der 3. F (die 2. F ist der 2005er Jahrgang): ich habe alle anderen, defakto 20 Kinder.


    Nun, das ist aber keine gute Aufteilung, zumal du wahrscheinlich auch noch die meisten schwierigeren bzw. betreuungsintensiveren Fälle hast. Da Ihr im 6+1 spielt, ließen sich aus Euren 30 Kindern zwei, wenn nicht sogar drei Mannschaften bilden. Diese sollten aber, so mein Dafürhalten, ähnlich groß sein. Um Freundschaften nicht auseinander zu reißen, oder um terminliche Schwierigkeiten abzufangen, könnte man leicht davon abweichen, muss aber berücksichtigen, dass der Transfer eines Spielers von einer in die andere Mannschaft eine Differenz von zwei erzeugt, d.h. wechselt einer von der exemplarischen 15:15-Aufteilung, so ergibt sich eine Mannschaft mit 16 und eine mit 14 Spielern. Man muss also aufpassen, dass man sich so nicht durch die Hintertür wieder unerwünscht große Unterschiede in der Kadergröße einhandelt.


    Wenn Ihr 30 spielwillige Kinder habt, dann würde ich sogar eine Aufteilung in drei Mannschaften erwägen. Ihr hättet dann zehn pro Mannschaft, d.h. hättet für jedes Spiel drei Ersatzspieler, solange alle verfügbar sind. Da häufig mal einer absagt, blieben typischerweise noch zwei Ersatzspieler. Das ist eigentlich, wie ich finde, ganz gut so, da kann man alle in jedem Spiel und auch lange genug einsetzen. Es setzt allerdings voraus, dass auch alle zu fast allen Spielen kommen.


    Davon noch ein 2003er, der eigentlich in die E- gehört, [...]. Doch was soll man machen, man nimmt es hin und versucht ihn wenigstens bei Freundschaftsspielen oder einem Turnier einmal mitspielen zu lassen.


    Bei uns dürfte er bei der F nicht mit spielen, allerhöchstens bei Freundschaftsspielen.


    Mitspielen wollen sie alle, klar, mitnehmen zum Spiel kann ich sie nicht alle, soviele Trikots hätte ich nicht einmal. :wacko:


    Für die meisten Kinder sind die Spiele gegen andere Teams das Salz in der Fußballsuppe, sie motivieren sie auf Dauer ähnlich stark wie ein gutes Training. Außerdem ist es mit der Zeit so, dass sich die Spieler der Gruppe untereinander (in fußballersicher Hinsicht) so gut kennenlernt, dass neue Impulse von außen sehr hilfreich sind, um weitere Fortschritte zu erzielen. ich würde also schon versuchen, allen Spielern eine ausreichende Zahl an Einsätzen in Spielen gegen andere Teams zu geben.


    Wir haben bis zum Winter jetzt noch 5 Spiele. Macht es wirklich Sinn, sie vorher zu den Spielen einzuladen? Sodas ich mit maximal 10-11 Kindern hinfahre zu den Spielen, die einen an dem einen WE und die anderen am anderen WE? Stosse ich dazu wirklich auf Verständnis der Eltern?


    Nun, ich kenne 'deine' Eltern nicht, daher kann ich nur mutmaßen. Nach meiner Erfahrung sind Eltern vor allem am Wohl ihres eigenen Kindes interessiert, das ist ganz natürlich und ja auch ihre Pflicht. Sie werden etwas dagegen haben, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Kind nicht richtig behandelt wird, d.h. entweder benachteiligt oder nicht genug gewürdigt wird. Die Einsatzzeiten sind ein Aspekt, in dem sich das ausdrückt, oft sind Spiele und Turniere auch die einzigen Situationen, in denen die Eltern ihr Kind beim Fußball erleben, so dass ihre Beobachtungen dabei großes Gewicht erhalten.


    Meinen Vorstellungen entsprach es schon immer, dass alle Spieler ähnlich oft und lange spielen. In deinem konkreten Fall würde ich in den kommenden fünf Spielen fünf unterschiedliche Teams auflaufen lassen, und versuchen zu vermeiden, dass ein Spieler mehr als zwei Spieler nacheinander aussetzt. Außerdem würde ich versuchen, noch drei Freundschaftsspiele auszumachen. Ich halte übrigens nichts davon, die Starken zu den Pflichtspielen und die Schwachen zu den Freundschaftsspielen zu schicken, so erhalten Freundschaftsspiele auf Dauer den Charakter von Spielen zweiter Klasse, so dass die Motivation, an ihnen teilzunehmen, bei einigen Spielern und Eltern sinkt...


    Bisher habe ich mit diesem KiFu Gedanken, den ich eben auch laut ausspreche, ggü den Eltern, mit den Kindern bespreche etc. großes Verständnis gefunden. Doch wie lange wird das gutgehen? :whistling: Bisher hatte ich immer das Glück, dass immer mal manche Kids anderweitig terminiert waren, sodass ich nicht entscheiden mußte, wer zu Hause bleibt.


    Der Nachteil an selteneren Einsätzen ist der, dass sich einige Eltern daran gewöhnen, dass Fußballtermine als weniger wichtig wahrgenommen werden, und dass man später evtl. dann Probleme mit der Zuverlässigkeit bekommt. Allerdings lässt sich das aus meiner Erfahrung auch wieder hin bekommen. Außerdem meine ich, dass bei den Familien, dei denen es dann zu Problemen kommt, es einfach nur früher zu Schwierigkeiten kommt, wenn es eben früher bereits häufigere Fußballtermine gibt.


    Welche Kriterien setzt Ihr da wikrlich an? Trainingsbeteiligung? Pünktlichkeit? Trainingsintensivität?


    Wir haben immer behauptet, die Trainingsbeteiligung als Kriterium zu verwenden, mussten es aber nie. Pünktlichkeit lässt sich anders wahrscheinlich besser erziehen, ich finde das Aussetzen eines Spiels als Strafe für Unpünktlichkeit zu hart, außerdem ist mir der zeitliche Abstand zwischen 'Vergehen' und Strafe zu groß. Allerhöchstens könnte ich mir vorstellen, dass man die Unpünktlichkeit als Anlass nimmt, ein Kind nicht in die Startaufstellung zu nehmen, und das beim Besprechen der Aufstellung auch so zu sagen. Einmalig als Schuss vor den Bug sollte das aber reichen. Und ich würde danach noch das kurze Einzelgespräch mit dem betroffenen Kind suchen und ihm versichern, dass es sehr wohl eingewechselt und spielen wird. Man muss dann aber bereit sein, beim nächsten mal genau so zu handeln, Kinder fordern da Konsequenz ein.


    Dann kann ich direkt 6 Kinder immer zu Hause lassen, weil sie selten beim Training sind oder andere weil sie beim Training eher zu den Störenden gehören 8|


    Nun, das sind Probleme, die du auch in den Griff kriegen musst. Aber bevor du zum Holzhammer greifst, solltest du da an Kinder und vor allem an die Eltern appelieren. Ich würde da über das Wohl der Kinder argumentieren, dass sie nur dann Fortschritte machen und sich in die Gruppe integrieren können, wenn sie regelmäßig kommen. Und das ist keine vorgeschobene Behauptung, dem ist wirklich so.


    Für mich einer der besten Sätze, die ich letzter Zeit in diesem Formum gelesen habe, wobei das nicht bedeutet, dass anderes schlecht, sonders dies aussergewöhnlich treffend ist.


    Ich stimme euch Beiden absolut zu. Aber als Trainer muss man, finde ich, sich doch immer wieder fragen, ob man einzelne Spieler nicht vielleicht doch auch mal anders angehen kann, um sie besser zu motivieren. Soll heißen: man sollte als Trainer seine Methoden auch immer mal wieder überprüfen und anpassen. Für dich, guenter, wahrscheinlich eine Selbstverständlichkeit.

    Beobachte sie doch einfach mal genau, um erkennen zu können, woran es liegt, dass sie sich in der F so schwer tun. Vielleicht machen sie sich ja zu viel Druck, weil sie meinen, in der F den Laden alleine schmeißen könnne zu müssen. Vielleicht wollen sie es aber auch, weil sie ihren Mitspielern zu wenig zutrauen und deshalb nicht mit ihnen spielen. Oder sie haben schlicht nicht so viel Lust, wieder bei der F mit zu spielen. Bei all dem musst du noch beachten, dass Kinder in diesem Alter sich noch sehr schwer damit tun, ihr seelisches Innenleben zu begreifen, geschweige denn darüber zu reflektieren oder es mitzuteilen. Zumindest nicht sonderlich differenziert..

    was mich hald stört, dass es auch keine offizielle änderung gibt, somit vermute ich auch, dass es eher eine namensänderung ist, die keinen inhalt mitsichbringt.


    Hier im Forum gibt es offenbar auch Teilnehmer, die selbst DFB-lizenzierte Ausbilder sind, d.h. die Lizenzlehrgänge leiten und/oder Prüfungen abnehmen. Vielleicht haben wir ja das Glück, dass sich einer von ihnen hier äußert. Ich habe übrigens schon den Eindruck, dass sich die Lehrmaterialien des DFB mit der Zeit ändern, dass der DFB auch mit der Zeit geht. Das wird z.B. in den Änderungen der "Info-Abende für Vereinstrainer" und den Trainingseinheiten auf Training Online deutlich. Ich kann aber schon verstehen, dass es eine Weile dauert, bis solche Änderungen den Weg bis in die Inhalte der Lizenzlehrgänge finden, sie müssen ja durchau an einen recht großen Kreis an Empfängern in geeigneter Weise übermittelt werden.


    ich werde da mal nachfragen, denn ich bin immer noch sehr an einem c schein interessiert, jedoch bin ich mir nicht sicher, weil entweder müsste ich mich so topfit machen, dass ich ja dann eher wieder selber spielen könnte, damit ich den leistungscheck schaffe, oder für mich hat sich der c schein erledigt, ausser breitensport.


    Ich würde mit der Nachfrage vielleicht noch ein paar Wochen warten, bis dahin hat die Änderung es vielleicht bis zum Landesverband geschafft. Auf den Seiten des HFV (Hessen) ist übrigens auch noch vom Trainer C-Leistungsfußball die Rede.


    ich bin ja wirklich null fit, was ich dann aber echt mal gerne wüsste, warum soll man das sein.


    Tja, Fragen zur Berechtigung von Zulassungsvoraussetzungen gibt es immer wieder, letztlich muss man sich da leider den Vorstellungen der Lizenzanbieter beugen, sie stellen die Lizenz aus, also machen sie auch die Regeln. Vielleicht sehen sie beim Thema Fitness neben dem Punkt mit der Demonstrationsfähigkeit, welche hier im Forum ja schon ausgiebig diskutiert wurde, auch den Aspekt der Vorbildfunktion in Gesundheitsfragen. Darf ich in diesem Zusammenhang fragen, ob deine Fitness-Probleme von Übergewicht herrühren?


    Mich stört persönlich der Passus, dass man in einem Verein gespielt haben muss. Das habe ich erst bei den Alten Herren gemacht, in meiner Kindheit und Jugend aber nicht, da praktizierte ich den Fußball im Ausland in der Schulmannschaft, das ist im englisch geprägten Ausland recht verbreitet. Das schließt mich vom C-Trainer aus, es sei denn, der AH-Spielerpass, den ich mir besorgen könnte, zählt da auch. Wahrscheinlich ist dem sogar so..

    Noch ne Anmerkung, was ich selbst ausprobiert habe, der Futsalball fordert eher eine gute Passtechnik und eine gute Schusstechnik, d.h. er foerdert es daher auch eher, weil schlampiges Passspielen mit Aussenrist oder aehmlichem funktioniert nicht, genauso unsaubere Schusstechnik.


    Man muss sich auf z.B. auf eine gute Schusstechnik konzentrieren, wenn man das Ding ins Tor mit einem Schuss einnetzen wil, bei schlampig gibts eher einen Schuss wie eine Rueckgabe..


    Ja, das kann ich auch bestätigen. Follkaos Aussage untermauert diese Beobachtung ebenfalls.

    Don Quijote: Ja, dem kann ich zustimmen. Wie begegnen wir nun dem Argument, dass Messi und Ronaldo, also überragende Techniker, wohl sehr viel Futsal gespielt haben und alles andere als schludrig sind. Außerdem heißt es ja, im Futsal werde insgesamt die Technik stärker betont. Sind das nun falsche oder unvollständig gemachte und daher ungenaue Behauptungen, oder gibt es für die von dir beobachtete Schludrigkeit evtl. (auch) andere Gründe? Vielleicht sollte man das Thema aber auch gar nicht weiter vertiefen, denn ich glaube hier die Gefahr des Abdriftens in den rein akademischen Bereich zu erkennen..


    Zum Thema schludriger Technik kann ich allerdings die Beobachtung beisteuern, dass ich da bei vielen Spielern eine unheimliche Streubreite erlebe. Wenn sie sich richtig konzentrieren, bekommen sie die Technik ziemlich gut hin, teilweise sogar richtig gut. Aber manche Kinder gewöhnen sich Unsauberkeiten geradezu an, größtenteils, wie ich meine, aus einer gewissen (und sicherlich auch in Teilen natürlichen) Bequemlichkeit heraus. Jeder aktive Kicker kennt das ja auch von sich selbst: wenn die Müdigkeit zunimmt, leidet auch die Konzentration und infolgedessen die Präzision. Bei manchen Kindern ist die Konzentration auch ohne Ermüdungszustand nicht sonderlich ausgeprägt. Oder sie leidet aufgrund anderer Faktoren. Das kann dann auch in schludriger Ausführung enden. Bei eher stärkeren Spielern könnte bspw. Unterforderung oder "Good-Enough"-Denken eine Rolle spielen. Womit ich eigentlich nur sagen möchte, dass so viele Gründe eine Rolle spielen können, dass es schwer möglich ist, aus vereinzelten Beobachtungen allgemeingültige Schlüsse zu ziehen.