Wir haben im 2004er Jahrgang rund 30 Kinder, der 'Trainer' der 1.F hat sich die 8 besten (die auch schon zu BambiniZeiten zusammengespielt haben, folglich den 'alten Stamm-' Kader) in die 1. F genommen, dazu noch 1-3 Spieler, bei denen nicht ganz klar ist, ob sie wirklich 1. F. sind. Wir spielen 6:1 in Berlin, zum Spiel nimmt er immer nur 2 mit, weil es ihm ab 3 Kindern zu 'anstrengend ist an der Linie' (Zitat Ende).
Darüber, wie in Eurem Fall eine Aufteilung der F'linge in mehrere Mannschaften am sinnvollsten vollzogen ist, möchte ich mir gar nicht äußern, zu verschieden sind dazu aus meiner Sicht die Ausgangssituationen. Eine Aufteilung ist aber definitiv sinnvoll, mit 30 Kindern lässt sich nicht vernünftig trainieren, dazu sollten die Gruppen halb so groß sein.
Heißt für mich in der 3. F (die 2. F ist der 2005er Jahrgang): ich habe alle anderen, defakto 20 Kinder.
Nun, das ist aber keine gute Aufteilung, zumal du wahrscheinlich auch noch die meisten schwierigeren bzw. betreuungsintensiveren Fälle hast. Da Ihr im 6+1 spielt, ließen sich aus Euren 30 Kindern zwei, wenn nicht sogar drei Mannschaften bilden. Diese sollten aber, so mein Dafürhalten, ähnlich groß sein. Um Freundschaften nicht auseinander zu reißen, oder um terminliche Schwierigkeiten abzufangen, könnte man leicht davon abweichen, muss aber berücksichtigen, dass der Transfer eines Spielers von einer in die andere Mannschaft eine Differenz von zwei erzeugt, d.h. wechselt einer von der exemplarischen 15:15-Aufteilung, so ergibt sich eine Mannschaft mit 16 und eine mit 14 Spielern. Man muss also aufpassen, dass man sich so nicht durch die Hintertür wieder unerwünscht große Unterschiede in der Kadergröße einhandelt.
Wenn Ihr 30 spielwillige Kinder habt, dann würde ich sogar eine Aufteilung in drei Mannschaften erwägen. Ihr hättet dann zehn pro Mannschaft, d.h. hättet für jedes Spiel drei Ersatzspieler, solange alle verfügbar sind. Da häufig mal einer absagt, blieben typischerweise noch zwei Ersatzspieler. Das ist eigentlich, wie ich finde, ganz gut so, da kann man alle in jedem Spiel und auch lange genug einsetzen. Es setzt allerdings voraus, dass auch alle zu fast allen Spielen kommen.
Davon noch ein 2003er, der eigentlich in die E- gehört, [...]. Doch was soll man machen, man nimmt es hin und versucht ihn wenigstens bei Freundschaftsspielen oder einem Turnier einmal mitspielen zu lassen.
Bei uns dürfte er bei der F nicht mit spielen, allerhöchstens bei Freundschaftsspielen.
Mitspielen wollen sie alle, klar, mitnehmen zum Spiel kann ich sie nicht alle, soviele Trikots hätte ich nicht einmal. 
Für die meisten Kinder sind die Spiele gegen andere Teams das Salz in der Fußballsuppe, sie motivieren sie auf Dauer ähnlich stark wie ein gutes Training. Außerdem ist es mit der Zeit so, dass sich die Spieler der Gruppe untereinander (in fußballersicher Hinsicht) so gut kennenlernt, dass neue Impulse von außen sehr hilfreich sind, um weitere Fortschritte zu erzielen. ich würde also schon versuchen, allen Spielern eine ausreichende Zahl an Einsätzen in Spielen gegen andere Teams zu geben.
Wir haben bis zum Winter jetzt noch 5 Spiele. Macht es wirklich Sinn, sie vorher zu den Spielen einzuladen? Sodas ich mit maximal 10-11 Kindern hinfahre zu den Spielen, die einen an dem einen WE und die anderen am anderen WE? Stosse ich dazu wirklich auf Verständnis der Eltern?
Nun, ich kenne 'deine' Eltern nicht, daher kann ich nur mutmaßen. Nach meiner Erfahrung sind Eltern vor allem am Wohl ihres eigenen Kindes interessiert, das ist ganz natürlich und ja auch ihre Pflicht. Sie werden etwas dagegen haben, wenn sie das Gefühl haben, dass ihr Kind nicht richtig behandelt wird, d.h. entweder benachteiligt oder nicht genug gewürdigt wird. Die Einsatzzeiten sind ein Aspekt, in dem sich das ausdrückt, oft sind Spiele und Turniere auch die einzigen Situationen, in denen die Eltern ihr Kind beim Fußball erleben, so dass ihre Beobachtungen dabei großes Gewicht erhalten.
Meinen Vorstellungen entsprach es schon immer, dass alle Spieler ähnlich oft und lange spielen. In deinem konkreten Fall würde ich in den kommenden fünf Spielen fünf unterschiedliche Teams auflaufen lassen, und versuchen zu vermeiden, dass ein Spieler mehr als zwei Spieler nacheinander aussetzt. Außerdem würde ich versuchen, noch drei Freundschaftsspiele auszumachen. Ich halte übrigens nichts davon, die Starken zu den Pflichtspielen und die Schwachen zu den Freundschaftsspielen zu schicken, so erhalten Freundschaftsspiele auf Dauer den Charakter von Spielen zweiter Klasse, so dass die Motivation, an ihnen teilzunehmen, bei einigen Spielern und Eltern sinkt...
Bisher habe ich mit diesem KiFu Gedanken, den ich eben auch laut ausspreche, ggü den Eltern, mit den Kindern bespreche etc. großes Verständnis gefunden. Doch wie lange wird das gutgehen?
Bisher hatte ich immer das Glück, dass immer mal manche Kids anderweitig terminiert waren, sodass ich nicht entscheiden mußte, wer zu Hause bleibt.
Der Nachteil an selteneren Einsätzen ist der, dass sich einige Eltern daran gewöhnen, dass Fußballtermine als weniger wichtig wahrgenommen werden, und dass man später evtl. dann Probleme mit der Zuverlässigkeit bekommt. Allerdings lässt sich das aus meiner Erfahrung auch wieder hin bekommen. Außerdem meine ich, dass bei den Familien, dei denen es dann zu Problemen kommt, es einfach nur früher zu Schwierigkeiten kommt, wenn es eben früher bereits häufigere Fußballtermine gibt.
Welche Kriterien setzt Ihr da wikrlich an? Trainingsbeteiligung? Pünktlichkeit? Trainingsintensivität?
Wir haben immer behauptet, die Trainingsbeteiligung als Kriterium zu verwenden, mussten es aber nie. Pünktlichkeit lässt sich anders wahrscheinlich besser erziehen, ich finde das Aussetzen eines Spiels als Strafe für Unpünktlichkeit zu hart, außerdem ist mir der zeitliche Abstand zwischen 'Vergehen' und Strafe zu groß. Allerhöchstens könnte ich mir vorstellen, dass man die Unpünktlichkeit als Anlass nimmt, ein Kind nicht in die Startaufstellung zu nehmen, und das beim Besprechen der Aufstellung auch so zu sagen. Einmalig als Schuss vor den Bug sollte das aber reichen. Und ich würde danach noch das kurze Einzelgespräch mit dem betroffenen Kind suchen und ihm versichern, dass es sehr wohl eingewechselt und spielen wird. Man muss dann aber bereit sein, beim nächsten mal genau so zu handeln, Kinder fordern da Konsequenz ein.
Dann kann ich direkt 6 Kinder immer zu Hause lassen, weil sie selten beim Training sind oder andere weil sie beim Training eher zu den Störenden gehören 
Nun, das sind Probleme, die du auch in den Griff kriegen musst. Aber bevor du zum Holzhammer greifst, solltest du da an Kinder und vor allem an die Eltern appelieren. Ich würde da über das Wohl der Kinder argumentieren, dass sie nur dann Fortschritte machen und sich in die Gruppe integrieren können, wenn sie regelmäßig kommen. Und das ist keine vorgeschobene Behauptung, dem ist wirklich so.