Ich weiss, tobn's Frage ging an Steini, [...]
Ich bin absolut auch an anderen fundierten Antworten interessiert. Ich möchte ja wissen, wie man es am besten anstellt, wenn man sich einerseits den Leistungssport auf die Fahne schreibt und andererseits aber bei den Bambini mit dem Training beginnt..
[...] aber ich kann dennoch versuchen, das für "unser" NLZ zubeantworten:
Sehr gerne, da weiß ich dann ja sogar, welches es ist.
Ich hole auch mal crow's Antworten dazu.
Wer nimmt sie [die Einteilung] vor?
Jeweils mehrere Trainer des NLZ, in unserem Fall jedoch nicht die Trainer, die die Mannschaft jetzt trainieren. Ich weiss nicht, ob das Absicht war, oder ob die Trainer zum Sichtungszeitpunkt schlicht nicht verfügbar waren.
Im Bezug auf die Kaderzusammenstellung; der Trainer / nach Rsp. mit Jugendleiter
OK. Meiner Meinung nach sollten es entweder alle beteiligten Trainer machen, oder aber welche, die keine direkten Berührungspunkte mit den Spielern haben. Sonst würde ich, zumindest in unserem Fall, in dem ja zur D Teams aus zwei verschiedenen Vereinen zusammen kommen, durchaus Subjektivitäten befürchten, sowie, dass nicht nur rein sportliche Aspekte eine Rolle spielen..
In wie viele Mannschaften wird eingeteilt?
Im NLZ hier gibt es nur eine Mannschaft pro Jahrgang. Wer da nicht reinkommt (oder rausfällt), muss bei einem anderen Verein spielen.
fest auf X Spieler im Kader der entsprechenden UX-Mannschaft (Vorgabe vom Verein) Beispiel: U12 > U8
Ja, ich denke, auch in einem Verein, der sowohl Breiten- als auch eine Leistungsmannschaft pro Jahrgang (oder Jahrgangsstufe) stellen möchte, müsse für die Leistungsmannschaft eine feste Größe vorgeben. Aber was macht man dann, wenn man ~35 Spieler für das D9 hat? Dreizehn Spieler darf man da zu Spielen mit nehmen, bei 7er-Mannschaften wären es elf, wenn ich also von der dortigen Richtgröße von 12 ausgehe, dürfte das Leistungsteam 13 oder maximal 14 Spieler haben. Dann hätte man 21 bis 22 übrig, zu viele für ein D9-Team, zu wenig für zwei. Und diese Situation umfasst wohl den ganzen Bereich von 18 bis 24 Spieler (d.h. über beide Teams gesehen 31 bis 38 Spieler). Da liegt dann die eigentliche Schwierigkeit, für diese Fälle braucht man geeignete Lösungen. Und aus diesen Teams kommt die Unzufriedenheit, wenn sich scheinbar mehr um die Belange der Leistungsmannschaft gekümmert wird. Das kann ich auch verstehen.
In deinem Fall, Don Quijote, kann es dieses Problem nicht geben, weil man eben nur die Leistungsmannschaft bedient. In diesem Verein muss man sich aber auch überhaupt keine Gedanken um den 'Nachwuchs' machen, da gäbe es ja vermutlich eine riesige Warteliste, wenn sie nicht vielleicht sogar tatsächlich existiert. Bei crow scheint es genauso zu sein.
Wie werden die Kadergrößen fest gelegt?
Zielgröße ist bei den 7er Mannschaften 10 bis 12. Allerdings ist das nicht in Stein gemeiselt. Bei der U10 waren es erst nur 9, da sich nicht mehr Kandidaten aufgedrängt haben. Es wird also lieber knapp kalkuliert als dass der Kader mit Spielern aufgefüllt wird, denen man ohnehin nicht zutraut, den Anforderungen zu bestehen. Mittlerweile sind es in der U10 durch Wechsel von anderen NLZ 11 Spieler.
Hier vermute ich nun, dass die Homogenität in 'Euren' Teams höher ist als es dies bei uns typischerweise der Fall ist. Man wählt, wie weiter unten ja geschrieben, aus einem Pool aus, der ca. sechs mal so groß ist wie die Zielgröße, da kann man sich recht sicher sein, dass man eine ganz gute Quote hat. Sicher kann einem auch der eine oder andere talentierte Spieler durch die Lappen gehen, aber man dürfte schon ein Dutzend sehr starker Spieler erwischt haben, so dass nicht zu erwarten ist, dass sich im Verlauf der Saison eine Perle anbietet, die alle anderen Spieler in den Schatten stellt und die man daher unbedingt haben will. So ist das aber bei uns, da wird spekulativ für wechselwillige Spieler ein Platz frei gehalten, obwohl sie keinen der vier Sichtungstermine wahrnehmen. Es würde mich nicht wundern, wenn einigen Spieler anderer Vereine die Zusage unterbreitet würde, bei einem Wechsel sofort in die Leistungsmannschaft zu kommen. Wenn das während der Saison stattfindet, müsste aber ein anderer Spieler weichen. Das halte ich für nicht im Sinne des Fairplay..
Ich kann mir hingegen gut vorstellen, dass man ein paar Sichtungstermine durchführt und diese ruhig auch öffentlich macht. Aber ich finde, wer nicht an der Sichtung teilgenommen hat, sollte auch nicht in die Leistungsmannschaft kommen. Von mir aus kann man ja noch einen oder zwei Nachsichtungstermine durchführen, falls jemand krank oder aus anderem wichtigen Grund verhindert war. Aber dann sollte Schluss sein, damit Ruhe ins Team einkehren kann und die Kinder sich nicht ständig beobachtet und bewertet fühlen.
Wie häufig findet die Einteilung statt?
Öffentliche Sichtung einmal pro Jahr, zusätzlich trainieren immer mal "Gastspieler", die bei anderen Vereinen herausgestochen sind. Nach meiner Wahrnehmung werden die Jungs oft eher dem NLZ angeboten (d.h. Papa und/oder Trainer macht Werbung) als dass umgekehrt das NLZ aktiv Spieler sichtet und anspricht. Alle Spieler und deren Eltern bekommen Rückmeldung vom Trainer (schriftlich und mündlich). Dabei werden positive und negative Aspekte angesprochen, zur sportlichen leistung aber auch zum Verhalten dem Trainer, den Mitspielern und den Gegnern gegenüber. Offenbar wurde mehreren Kindern auch schon darauf vorbereitet, dass Ende der Saison Schluss sein könnte, wenn keine deutliche Leisitungssteigerung erfolgt. Genaues dazu weiss ich aber nicht, da mein Sohn nicht betroffen ist. Das finde ich zwar einerseits offen und ehrlich, aber der Druck auf die Kinder ist schon groß.
Nach Bedarf bzw. Angebot, d. h. kommt ein besserer Spieler wird aussortiert -- Es gibt halt auch ganz klare [sportliche, Anm. des Verf.] Vorgaben.
Ah, es kommen also schon auch während der Saison noch Spieler dazu, für die dann ggf. die aktuell Schwächsten weichen müssen. Das stelle ich mir einerseits recht hart vor, du sagst ja auch, Don Quijote, dass der Druck auf die Kinder groß sei. Wenn aber andererseits alle wissen, woran sie sind, und wenn die Entscheidungen aus sportlichen Gesichtspunkten nachvollziehbar sind, sollte das wohl funktionieren. In einem Verein wie dem 'unseren' muss man dann allerdings damit rechnen, dass die Spieler, die heruntergestuft werden, den Verein verlassen. Wobei da sicher die Behandlung der Spieler (und ihrer Eltern) in ihrer Zeit in der Leistungsmannschaft eine große Rolle spielen dürften, denn wenn sie fair und ehrlich behandelt wurden, dürfte diese Gefahr deutlich geringer sein.
Wie groß ist der Kreis der Kandidaten?
Bei der (mehrstufigen) Sichtung für die U10 waren knapp 60 Kinder, von denen wie gesagt 9 genommen wurden. Ich gehe davon aus, dass zur Sichtung ins NLZ vorrangig bereits von ihrem Umfeld "vorgesichtete" Spieler kommen, also Spieler, denen bei aller Subjektivität ihrer Eltern/Trainer der Sprung ins NLZ zugetraut wird.
Dem Anschein nach groß, d. h. besteht Bedarf kann leicht aussortiert werden.
Ich denke, diesen Punkt darf man nicht unterbewerten. Ich denke nämlich, dass man schon einen recht großen Kreis an Kandidaten benötigt, um eine ausgewogene Leistungsmannschaft bilden zu können, d.h. eine, die nicht nach hinten deutlich abfällt. Damit, dass ein paar Spieler oben heraus stechen, lässt sich, wie ich meine, noch gut leben, solange das Niveau der anderen auch hoch genug ist. Schwierig wird es mit den Spielern am unteren Ende, für ihre Einsätze muss sich der Trainer ggf. rechtfertigen, sie sind es, die den Sieg u.U. gefährden. Das ergibt weder für die Trainer noch für sie eine sonderlich angenehme Situation.