Beiträge von teejay

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    Zur Sache mit dem Startgeld: Bei unserem Frauenturnier erheben wir auch eine Startgebühr von 20 Euro die im vornherein bezahlt werden muss. Das ganze geschieht aber aus dem Hintergrund, dass wir in den Anfangsjahren große Anzahl von Mannschaften hatten, die erst zugesagt haben und dann eine Stunde vor Beginn absagen (wenn überhaupt). Dies konnten wir ein wenig mit der Erhebung des Startgelds eindämmen (glaub ich zumindest, dass es daran lag). Das Geld wird aber komplett wieder ausgespielt, also machen wir daran keinen Gewinn.


    Generell haben wir für unsere Turniere meißtens Sponsoren, somit fallen keine Kosten für Pokale etc. an. Deswegen nehmen wir bei Jugendturnieren auch kein Startgeld. Die ersten drei bekommen für die Mannschaft einen Pokal und bis einschließlich D-Jugend bekommt jedes Kind sogar eine Medaille. Die Verliererteams bekommen noch meißt einen Ball oder sowas. Wenn ich dann bedenke, dass wir bei unserer Sportwoche fast 1200 Kinder hier rumlaufen haben sind das schon immense Kosten. Aber wie gesagt es wird alles durch Sponsoren getragen bzw. es kommt Geld durch Kiosk und Futterbude wieder rein.


    Wenn ich dann aber so wie gestern auf dem Turnier höre, das alle Kosten durch Sponsoren getragen werden und ich aber trotzdem 15€ Startgeld bezahlen soll, frage ich mich wofür? Das Geld wurde ja nich mal ausgespielt.

    Hatte gestern ein einschneidendes Erlebnis. Normalerweise nehmen wir mit unserer Frauenmannschaft nicht an Hallenturnieren teil, da sie meißt abends in der Woche sind. Gestern "mussten" wir dann aber quasi doch mal bei einem befreundeten Verein ran. Aber sowas wie gestern muss ich nicht noch mal haben.


    Turnierbeginn war offiziel um 17:30 Uhr. Wir waren kurz nach 17 Uhr da, die Mädels sich umziehen lassen und ich zur Turnierleitung uns angemeldet. Startgeld bezahlt und Spielplan in die Hand gedrückt bekommen. Da bekam ich schon große Augen! 14 Mannschaften nahmen teil. Turnierablauf durchgelesen und festgestellt das auch die Turnierleitung gemerkt hat, dass es zu lange dauert Jeder gegen Jeden in den Gruppen spielen zu lassen. Dementsprechend musste jede Mannschaft nur 5 statt 6 Spiele in der Gruppenphase machen. Wie üblich startete das Turnier dann auch noch mit ner halben Stunde Verspätung. Nach ganzen 6 Stunden war dann auch mal die Vorrunde durch. Teilweise hatten Mannschaften über eine Stunde Pause zwischen den Spielen. Hatte mich zwischendurch mal mit einigen anderen Trainern, Spielerinnen und unserem Staffelleiter unterhalten und alle waren der Meinung das es ein Unding sei so viele Mannschaften einzuladen. Viele waren zum Schluss einfach nur noch unmotivert und wollten nur noch nach Hause. Einige Nachbarvereine hatten zum Schluss sogar Probleme weiterzuspielen, weil einige ihrer Spielerinnen irgendwann mal nach Hause mussten. Wir hatten das Pech und hatten das letzte Vorrundenspiel. Als wir um kurz nach 0 Uhr nach Hause fuhren, waren gerade mal die Halbfinalspiele am laufen.


    Mal abgesehen davon, dass das Turnier gut organisiert war, finde ich die Dauer von insgesamt 6-7 Stunden in einer Woche doch schon etwas extrem. Mich würd mal interessieren ob ich mit dieser Erfahrung alleine bin oder ob noch andere solche Erfahrungen gemacht haben. Und wie ihr eure Tuniere plant...

    Naja leider ist es in der Halle aber auch nicht ganz ungefährlich wenn du auf einmal plötzlich wegrutschst... ich weiß noch das wir in der Jugend vor unseren Turnieren immer noch mal mit nem feuchten Tuch durch die Halle geflitzt sind.

    Anfeuchten oder Spucke ;) hilft nur kurz, zumal ich finde das es danach nur schlimmer wird, da man den Staub dann ja unter dem Schuh kleben hat. Haarspray hab ich noch nicht ausprobiert.


    Den Vorschlag von eismann kann ich mir recht erfolgsversprechend vorstellen, weiß nur nicht ob das jeder mit seinen Schuhen machen will. Hab aber schon gehört das welche mit nem scharfen Messer die Sohle anritzen.


    Am besten achtet man gleich beim Kauf darauf dass man eine Sohle hat die nicht allzu glatt ist und viele Riefen hat. Ich schwör ja immer noch auf die guten alten Sambas von Adidas.

    wenn ich selbst spiele ist das immer so'ne sache, wenn ich angefressen von unserer Mannschaftsleistung bin, sehe ich eigentlich zu schnell vom platz zu kommen...


    bei meinen Damen ist es aber so das die nach dem Spiel noch zur Mitte müssen... naja ich überlasse es den Spielerinnen selbst ob sie noch die Hand schütteln oder nicht. Das müssen die Mädels selbst wissen. Wir wurden auch schon mal als asozial von der gegnerischen Mannschaft beschimpft weil unsere Mädels nach dem Sieg nicht zur Mitte gingen...

    Finde die Gruppe an sich super. Ohne Frage die Stärkste von den vieren. Vielleicht wird Dänemark auch dem ein oder anderen Mitfavoriten ein Beinchen stellen ;) Aber bis auf Gruppe A find ich eigentlich alle Gruppe recht interessant.

    Naja es bleibt ja nicht aus dass Mannschaften immer neu zusammen gewürfelt werden. Man braucht von Jugend zu Jugend immer mehr Spieler um ein Spiel bestreiten zu können. Spieler gehen, Spieler kommen. Je kleiner die Vereine werden, desto größer werden die Probleme. Wenn von der E1 Spieler weggehen, muss ich halt mit der E2 auffüllen. Bleibt von der E2 nur ein so geringer Teil über und fehlen mir z.B. F-linge zum Auffüllen, damit ich wettkampffähig bleibe, muss ich mir als Trainer/Jugendleiter gedanken machen, wie ich auf diese Situation reagiere. So wie ich das verstanden habe, hat dies der Trainer/Jugendleiter auch gemacht. Vielleicht nicht so, wie sich das jeder hier vorstellt oder wünscht. Um aber ein genaues Statement dazu abzugeben, fehlt mir zumindest einiges an Informationen. Ich denke das es auch für einen Aussenstehende schwer zu beurteilen ist, da man in einem solchen Fall die komplette Jugendabteilung betrachten muss und sehr viele Details beachtet werden müssen.


    Ich würde mir auch überlegen und dazu tendieren eine leistungsmäßige Einteilung der Mannschaften vorzunehmen. Dabei würde es mir nicht ums gewinnen gehen, sondern darum dass ich die Spieler leistungsgerechter fördern kann. Wenn ich eine Gruppe habe, von denen die Hälfte gut dribbeln kann und die andere Hälfte mehr stolpert als dribbelt, muss ich das üben, üben, üben. Da ist dann aber warscheinlich schon Langeweile bei den Könnern angesagt.


    Was deinen Sohn betrifft, können wir uns nur auf deine subjektiven Aussagen beziehen. Wie sehen das z.B. Aussenstehende bzw. die anderen Eltern. Ich will dir nicht die Kompetenz absprechen, dein Kind beurteilen zu können, aber objektive Bewertungen aus einer anderen Sichtweise würden dir warscheinlich mehr helfen.

    Sollte man nicht zwischen Grundwissen und Fachwissen unterscheiden? Das Grundwissen beschreibt die Grundlagen des Fussballs, die von der Kreisklasse bis zur Bundesliga gleich sind. So nach dem Motto "der Ball ist rund und ein Spiel dauert 90min" ;) Hinzu kommt das jeweilige Fachwissen, was uns ja quasi zu dem macht was wir sind! Der eine ist Bezirksligatrainer, einer trainiert ne Frauenmannschaft, der andere eine F-Jugend und wieder einer ist Torwarttrainer. Jeder hat sich warscheinlich zu seinem Einsatzgebiet gedanken gemacht, vielleicht auch ein schlaues Buch gelesen oder einfach gegoogled.


    Will ich mein Fachgebiet wechseln, muss ich mich unweigerlich fortbilden. Entweder ich benutze ein Buch, mache ne Fortbildung oder ich mach einfach meine Erfahrung. Es ist sicherlich nie verkehrt auch mal über den Tellerrand hinwegzuschauen, aber ich muss abwägen was ich mit den Informationen anfangen kann.


    Die Frage nach idealen Trainer sollte eher heißen "Was ist ein kompetenter Trainer". Den idealen Trainer gibt es warscheinlich nicht, da ich ideal als gänzlich sehe. Kompetente Trainer gibt es aber genug. Aber was macht Kompetenz aus? Ist es der Fachidiot, der mit Fachausdrücken und Theorie um sich wirft? Oder Praktiker, der alles kann aber es nicht rüberbringen kann? Der Erfahrene, der sich auf dem geleisteten ausruht, sich aber nicht weiterbildet? Oder der Jungspund, der zwar unerfahren ist aber mit Herzblut und Wissenshunger bei der Sache ist?


    Ich denke die Mischung machts. Die Theorie mit der Praxis zu verbinden und diese individuell weiterzugeben.

    stell mal alle in den sturm und lass sie drumm aus der wäsche schaun :D :achtung nicht ernst gemeint:


    Sooo dumm ist das gar nicht mal ;) Ich hab bei das mal bei meiner Frauenmannschaft so ähnlich gemacht. Ich hab die Spielerinnen selbst die Aufstellung machen lassen, weil die auch meinten das wir mit der falschen Aufstellung spielen würden. Heraus kam eine eine Aufstellung bei der ich schon auf dem Papier sah, dass das nicht klappen wird. Ich hab sie trotzdem so spielen lassen und siehe da, das Experiment wurde noch in der Halbzeit beendet und es wurde wieder auf den Trainer gehört. Seit dem gibt es auch keine Diskussionen mehr wer wo am besten spielen kann ;)


    Natürlich geht das nur wenn dir Ergebnisse nicht so wichtig sind...


    "Passe nur zu denen, die die gleiche T-Shirtfarbe tragen!"
    "


    Dürfen die dann auch nicht zum Torwart passen? Ich meine, dass könnte dem Torwart ja einen psychischen Knacks verpassen und vielleicht fühlt er sich dann ausgegrenzt. Daraus resultiert das er weniger Ballkontakte bekommt und so vielleicht in seiner Entwicklung gebremst wird. Ist jetzt nur ein Scherz, aber ein Beispiel was man in die normale Fussballersprache hineininterpretieren kann, wenn man denn will ;)



    Gerade dieser Satz gefällt mir, darf ich ihn übernehmen? Schön plastisch, und gerade mit der Veränderung der Abstände bei Ballbesitz ggü. Ballverlust (und umgekehrt) haben meine Spieler (E1) noch ziemliche Probleme..


    Dann musste aber auch högschde Disziplin einfordern. Den Satz kenn ich so von Jogi Löw aus nem Video von ner Fortbildungsveranstaltung nach der WM 2006 für Jugendspieler ;)

    Hoch hinein oder "Kombi" läuft bei uns unter Arschschießen. Derjenige, der zuerst alle Leben verloren hat, muss ins Tor und die anderen dürfen auf seinen Arsch schießen. Je nach Alter der Spieler gibt es auch regeln dass auf eine bestimmte Entfernung nur geköpft werden darf usw.

    Ich denke, und ich hoffe das ich den gleichen Gedanken hege wie Günter, dass hier leider viele Diskussionen geführt werden bei denen man denkt, dass dort hochgradig studierte Sportwissenschaftler, Psychologen und sonstige Akademiker über die Auswirkungen eines nach rechts geneigten Grashalms philosophieren. Alleine beim Beitrag von Germancoach musste ich erstmal googeln was "polysportiv" heißt, um ganz sicher zu sein. ;)


    In die einfache Sprache wird viel hineininterpretiert und dass oft im negativen Sinne. Oft wird aus einer Mücke ein Elefant gemacht nur weil sich der Author sich nicht so gewählt ausgedrückt hat. Da wird aus einer Platzrunde zum Aufwärmen ein elementar wichtiges Ding, welches den Jugendlichen in seiner fussballerischen Ausbildung um Jahre zurückwirft. Von den psychologischen Folgen ganz zu schweigen. Was dann wieder auch eine Grundsatzdiskussion über das DFB-Konzept aufwirft.


    Ich frage mich manchmal ob hier einige genauso mit den Kindern, Jugendlichen, Trainerkollegen oder Eltern auf dem Platz reden wie hier. Oder ob da doch eher Sachen kommen wie "das Runde muss ins Eckige". ;)

    Sehe das genau so wie GermanCoach ... warum sollte ich das Bandenspiel weglassen in der Halle? Das es unsinnig ist mit dem Ball zwischen Gegenspieler und Wand durchzukommen versteh ich. Aber das Bandenspiel ist doch etwas, was den Hallenfussball ausmacht.

    Naja ich könnte von 50.000 € im Jahr schon recht gut leben. Bin ja schon froh wenn ich überhaupt die Hälfte davon zusammen bekomme. Aber naja ist ja auch was anderes.


    Ich muss ja Dobrin recht geben: Wenig Resonanz = Wenig Investitionen


    da ich in Mathe aber auf gepasst habe kann man die Formel umstellen: Wenig Investitionen = Wenig Resonanz


    Beweise gibt es für meine Theorie genug: Für Frauen-WM wurde richtig die Werbetrommel gerührt mit der Folge das das Berliner Olympiastadion beim Eröffnungspiel voll war und auch bei den anderen Spielen eine gute Resonanz vorhanden war. Dasselbe Eishockey-WM, es wurde investiert und das Eröffnungsspiel auf Schalke war ausverkauft. Leichtathletik-WM in Berlin, Werbetrommel gerührt und ganz Deutschland weiß bescheid.


    Aber das sind auch leider nur Events. Also ein überschaubarer Investitionszeitraum. Ich denke um den ganzen Frauenfussball zu puschen wären Summen nötig, die erst nach Jahren eventuell wieder eingefahren werden könnten. Man brauch sich ja auch nichts vormachen, der Frauenfussball wird nie auch nur Ansatzweise den Stellenwert des Männerfussballs erreichen. Aber ich denke das Ziel sollte sein, ihn zu einer festen Größe zu machen. Aber hier tut sich selbst der DFB, wie ich finde, in letzter Zeit keinen großen Gefallen.

    @baileys3
    Es ist vielleicht die ideale Lösung wenn ein Vorstandsmitglied aus dem Frauenlager kommt, aber es nicht unbedingt notwendig. Wir haben auch nur eine Frauenbeauftragte (kommt aber eigentlich aus der Volleyballabteilung) im erweiterten Vorstand. Aber es kommt vielleicht auf die Einstellung des Vorstands an. Unser Vorstand vertritt die Haltung dass wir nicht für den Verein spielen, sondern dass der Verein als solches uns bzw. den Mannschaften nur die Möglichkeit zur Verfügung stellt unserem Hobby nachzugehen. Mit dieser Divise ist das ein ganz anderes für und miteinander im Verein.

    Ich finde es manchmal armselig wie einige Verein mit ihren Frauen/Mädchenmannschaften umgehen. Meine Damenmannschaft wurde vor 3 Jahren bei der Gründung auch belächelt. Hat uns Trainer auch am Anfang ziemlich viel Ellbogeneinsatz gekostet. Nach nem halben Jahr kam aber doch der Gedanke "Shit, die meinen das wirklich ernst". Jetzt ist kommen sogar die Spieler der Herrenmannschaften zu den Heimspielen und diskutieren ziemlich fachlich über das Spiel und die Frauenmannschaft ist gleichberechtigter Teil der Seniorenabteilung.


    Anders ist es bei vielen Vereinen unserer Gegner. Da werden die Frauen zum Spielen zu den letzten Ackerflächen getrieben. Trainingszeiten und Spiele können nur stattfinden wenn der Platz auch wirklich frei ist bzw. alle anderen Mannschaften gehen erstmal vor. Da schlimmste was mir bis jetzt passiert ist, war dass wir bei einem Punktspiel auf eine notdürftig abgesteckte Wiese ausweichen mussten, weil der Hauptplatz gesperrt und die 2. Herren auf dem Trainingsplatz trainieren musste. Von einer Mannschaft weiß ich aber zum Beispiel auch, dass sie zu dieser Jahreszeit kaum trainieren können, weil der Flutlichtplatz den Herrenmannschaften vorbehalten ist und sie nur dürfen wenn bei denen mal Training ausfällt.


    Solche Missstände geben einem echt mal manchmal zu denken und ich bin froh das ich gerade in meinem Verein tätig bin.