Beiträge von Don Quijote

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    Großes Lob für das "neue Forum", sieht alles sehr aufgeräumt aus. Von den neuen Funktionen mag ich vor allem die Links auf der Startseite zu "Ungelesene Beiträge", "Themen der letzten 24 Stunden" und "Neue Beiträge seit deinem letzten Besuch um ..." .


    Den mobilen Style habe ich noch nicht ausgetestet, aber das kommt noch.


    Danke für Eure Arbeit & Grüße
    Oliver

    Habe das oben verlinkte Heftechen durchgeblättert (danke für den Link!) - und Du hast Recht, Andre, da fehlt in der Tat jeder Altersbezug. Aus meiner Sicht ist das ein Fehler, denn das suggeriert, dass die Übungen/Spielformen für alle Alterstufen gedacht sind - was ja offenbar nicht stimmt. Offenbar geht Horst Wein davon aus, dass man den Altersbezug anderweitig herstellt. Nicht optimal gelöst.


    Allerdings gibt es ja andere Quellen bzgl. Infos zu altersgerechten Ausbildungsinhalten, insofern kann man das Heftchen sicher dennoch nutzbringend einsetzen.


    Grüße
    Oliver

    Sperre und Ausbildungsvergütung sind aus meienr Sicht beides Instrumente, die gut gemeint sind und auch auf den ersten Blick plausibel klingen, sich aber in der Realität negativ auswirken (Beispiele sind ja oben genannt).


    Der Grundgedanke der Sperre ist wohl, dass man verhindern will, dass einem Verein während der laufenden Saison die Mannschaft wegläuft. Aber wenn so etwas passiert (hab' ich noch nicht gesehen), dann wird das schon einen Grund haben. Vereins-Hopping ist im Jugendfussball doch noch nicht so verbreitet, oder? Nach meiner Beobachtung wird zudem die Sperre keinen wechselwilligen Spieler abhalten.


    Die Ausbildungsvergütung scheint angemessen, wenn Jugendspieler nach einigen Jahren im Stammverein zu einem höherklassigen Klub wechseln. Der Verein, der einen guten Jugendspieler ausgebildet hat, bekommt eine Belohnung, prima. Aber zum einen hat manch ein Jugendspieler auch jahrelang dem Verein gedient (als tragende Säule der Jugendmannschaft), zum anderen ist die Wirkung der Vergütung oft abschreckend, d.h. sie verhindert den Wechsel. Das kann doch nicht sinnvoll sein, einen Jugendspieler an den Alt-Verein zu fesseln, nur weil 200€ fehlen.


    Grüße
    Oliver

    Andre, das "Heftchen" kenne ich nicht, hast Du dazu einen Link? Ich kenne das Buch, das ist das hier: http://www.amazon.de/Fu%C3%9Fb…-Horst-Wein/dp/3898994791


    Dort werden 5 Entwicklungsstufen von 7 bis 14 Jahren beschrieben und auch für die Stufen jeweils Übungen vorgeschlagen. Die Illustruationen sehen allerdings in allen Stufen sehr kleinkinderhaft aus, aber das muss ja nicht stören.


    Bzgl. der "Spielerbefragung" zur Förderung der Spielintelligenz bin ich auch unsicher. Ich verstehe Horst Wein so, dass er jeweils Handlungsalternativen anbieten will, aus denen das Kind sich das individuell passende auswählt. Zur Wahl wird es durch gezielte Fragen des Trainers ermuntert. Aus meiner Erfahrung ist das Reden über solche Alternativen mit 7- bis 8-jährigen sehr zäh. Die sind es nicht gewohnt, über den Fussball zu sprechen, die wollen kicken ;). Allerdings kann es schon hilfreich sein, den Kindern mit der Frage zumindest bewusst zu machen, dass es da verschieden Möglichkeiten gibt zum Ziel zu kommen - und dass manche erfolgversprechender sind als andere.


    Bei den Übungen im Buch finden sich die Handlungsalternativen nicht bei allen, aber doch recht oft. Mir gefallen z.B. Übungen, bei denen genau so eine Entscheidung verlangt wird (dribbeln oder passen, recht oder links herum). Da kann man in Weins Buch einige finden, gerade bei den Spielformen, daher finde ich die 20€ für das immerhin gut 300-seitige Buch gut angelegt.


    Grüße
    Oliver

    tobn bezieht sich auf die Ausbildungskonzeption des DFB http://www.dfb.de/uploads/media/dfb_rtk_flyer_A4_quer_01.pdf
    Da gibt es den Breitensport nur bis von den Bambinis bis zur E, ab der D ist ist nur noch von der Eliteförderung die Rede, siehe z.B. S.15 im PDF. Das heisst ja nicht, dass alle mittelmäßigen oder untalentierten Spieler dann aufhören sollen, aber sie sind nicht mehr im Fokus des Konzeptes, das ist schon recht vielsagend.


    Den entscheidenden Punkt im KiFu hat tobn auch schon genannt: Die Talentprognose ist noch zu unsicher. Stell Dir vor, Du hast ein vermeintliches Talent in der F entdeckt und lässt für den einen anderen Spieler auf der Bank versauern. Da kann es gut sein, dass Du ein Jahrhunderttalent unentdeckt lässt und frustrierst, während Du einen Spieler förderst, der es vielleicht dann doch nicht über die Bezirksklasse hinaus schafft. Deshalb lass alle spielen, so haben alle Entwicklungsmöglichkeiten.


    So ein wenig habe ich auch den Verdacht, dass der DFB den Trainern der ganz Kleinen nicht über den Weg traut, d.h. der DFB will sich nicht auf die Selektion durch die vielfach ungelernten Kindertrainer verlassen. Dann lieber erstmal alle gleichberechtigt mitmachen lassen.


    Grüße
    Oliver

    Spontan dachte ich: Ja dann stell halt für das Lokalderby nochmal den "guten" TW ins Tor. Nach ein wenig Nachdenken würde ich anders agieren. Erstens hast Du Deinem kleinen TW ein Versprechen abgegeben, das würde ich nicht brechen wollen. Wobei mir nicht klar ist, wie fest&feierlich dieses Versprechen war, vielleicht ist das für den Jungen ja auch gar kein Problem, wenn er nochmal im Feld spielt.


    Aber zweitens würde ich bei der Aufstellung ungern auf Forderungen der Eltern eingehen, zumal wenn die sich nicht auf die eigenen Kinder beziehen, sondern auf dritte. Aus meiner Sicht sollten die Eltern sich da raushalten. Wenn Du darauf eingehst, hast Du demnächst in jeder Halbzeitpause den "Ansturm" der Eltern, sofern einer Deiner TW in HZ 1 viele (vermeintlich unnötige) Treffer kassiert hat. Stattdessen musst Du den Eltern nachvollziehbar erklären, nach welchem Schema Du wechselst.


    Und drittens würde ich generell in der E noch nicht mit festem TW spielen. Sofern Du ausreichend Spieler hast, die ins Tor wollen und sofern die nicht vollkommen überfordert sind, würde ich rotieren, genau so wie Du es ja auch vorhast. Es ist nach meiner festen Überzeugung gerade auch für hoffnungsvolle TW-Talente wichtig, im Feld zu spielen. Die Spezialisierung kommt dann schon noch früh genug.


    Grüße
    Oliver

    Der DFB emphielt nach wie vor das Einrücken (lt. Beschluss des DFB-Bundestages) siehe:
    http://trainermedien.dfb.de/index.php?id=733&tx_ttnews[tt_news]=284&cHash=3e1ff022d658cfae44d95e144f00b8ed
    http://trainermedien.dfb.de/fi…750a7873af5948ec9f58ce774
    Das sind ja Infos aus dem August 2011, also aktuell, oder?


    Hier in Hessen wird allerdings auch davon abgewichen:
    http://www.hfv-online.de/spiel…chfuehrungs-bestimmungen/

    Zitat

    D9-Feld:
    Der Deutsche Fußball-Bund hat als Empfehlung eine Spielfeldgröße von 70 m (lang) und 50 m (breit) ausgesprochen. Aus praktischen Gründen (Platzaufbau) hat der Jugendbeirat (Tagung der Kreisjugendwarte) am 7. Mai 2011 mehrheitlich beschlossen, die gesamte Spielfeldbreite zu nutzen.

    Der Fehler liegt also nicht beim DFB, sondern im Landesverband.


    Grüße
    Oliver

    Das müsste in den Regeln ohnehin vorgesehen sein! In der letzten Saison wurde im FVN von 5er zu 5er gespielt, aber auch 11 gegen 11. Schon damals besagten DFB Regeln, dass der Strafstoß aus acht Metern geschossen wird!


    Ja, ist bei uns auch so, Strafstoß aus 8m. Gestern habe ich bei einem Nachholspiel unsere D zugesehen: Ja, 9:9 ist gegenüber dem Großfelöd ein Fortschritt, aber das breite Feld ist ein Irrsinn! Das wird von den Teams nicht annähernd ausgefüllt (wie auch?). Die kommen dann in die C-Jugend und wissen nicht mehr, wie ein Einwurf eigentlich geht...


    Ich würde dringend dafür plädieren, die Seitenlinien (wieder) einzurücken. Die paar Kreidestriche mehr machen es dann auch nicht mehr fett.


    Grüße
    Oliver

    Die Frage war die Zielsetzung. Ist das Schusstechnik oder Kondition, das ist natürlich die Entscheidung des Trainers. Wenn sich die Frage hier um die Schusstechnik dreht, dann ist das meiner Meinung nach Zeitverschwendung.

    Das ist richtig, das korrekte Erlernen der Schusstechnik ist ganz sicher nicht der Schwerpunkt der oben von mir beschriebenen Übung. Danke für diese Klarstellung.


    Schade, dass Du auf den anderen von mir aufgeworfenen Punkt nicht eingehst: Glaubst Du wirklich, dass die Kinder erst dann in ähnlich spielnahen Übungssituationen den bewegten Ball schießen sollen, wenn sie alle von Dir aufgezählten Schusstechniken hinreichend verinnerlicht haben?


    Grüße
    Oliver

    Ich sehe das wie Bondscoach. Das Training jetzt ist das mit dem größten zeitlichen Abstand bis zum nächsten Spiel. Also eigentlich ideal für eine hohe Trainingsintensität :) Ob das den Jungs die Laune zu sehr verdirbt, musst Du aber selbst entscheiden.


    Grüße
    Oliver

    Dobrin, zunächst mal danke für Dein sachliches Posting.


    Sinn und Zweck der Übung ist aus meiner Sicht
    a) Setzen eines Trainingsreizes zur Steigerung der Kondition
    b) Das ganze verbunden mit einem spielnahen Element: Ballannahme bzw. direkter Torabschluss


    Wenn ich Dich richtig verstehe, dann sollten die Kinder Deiner Meinung nach erst verschiedene Schusstechniken am ruhenden Ball lernen, bevor sie sich am bewegten Ball versuchen (wobei ich den Bezug zum Volleyschuss und Sprung nicht so recht kapiert habe). Ich bin da nicht so recht überzeugt. Aus meiner Sicht hat beides seinen Stellenwert. Am ruhenden Ball kann ich sicher die Technik am besten in die Einzelteile zerlegen und so erklären. Aber am Ende habe ich lauter Freistoßkünstler, die in der realen Spielsituation den bewegten Ball nicht treffen. Demgegenüber schult meine oben beschriebene Variante neben Kondition und Technik auch die Kopfgeschwindigkeit, denn der Spieler muss beim Anlaufen blitzschnell auf den sich bewegenden Ball reagieren, muss den passenden Laufweg, den passenden Fuß, die passende Schusstechnik wählen und anwenden. Aufgabe des Trainers ist es, die Spieler dabei nicht zu überfordern (das geht leicht!).


    Also hast Du sicher Recht, die Schwerpunktsetzung der beiden Übungsvarianten mit ruhendem/bewegten Ball ist etwas unterschiedlich. Aus meiner Sicht hat beides seine Berechtigung. Das sind aber Dinge, die parallel trainiert werden sollten, nicht sequentiell, wie Du vorschlägst. Wobei ich bei einer Technikübung nach alter Schule dann eigentlich auch das um das Tempo rausnehmen, also die konditionelle Anforderung herunterfahren würde, so dass mal sich voll auf die korrekte Technik konzentrieren kann.


    Grüße
    Oliver

    Eher sollte man darüber nachdenken, einen Aufnahmestopp zu verhängen.



    Das würde mir auch nicht behagen.

    Wir haben jetzt einen Aufnahmestopp in der F. Niemandem behagt das, das ist vollkommen klar. Vor der Saison sind wir gestartet mit 12 Kindern in der F1. Da war ich richtig zufrieden. 2 Monate später sind's bereits 17. F2 ist auch voll. Was soll ich denn machen? Mein Jugendleiter bekommt keine neuen Trainer, von Trainingsmöglichkeiten mal ganz abgesehen. Daher kriegen wir keine F3 installiert (was ja naheliegend wäre).


    Wohlgemerkt: Wir machen das nicht an der Leistung fest, aktuell würde ich auch Mario Götze wegschicken müssen. Und es geht auch nicht darum, mir als Trainer den Wohlfühlbereich zu sichern. Da sind wir mit 17 jetzt schon weit drüber. Aber irgendwo ist die Grenze erreicht, ich muss ja auch dafür sorgen, dass wir noch sinnvoll trainieren können. Zumal an unserem Ort weitere Vereine existieren. Wir verhindern also nicht, dass die Kinder Fussball spielen, sondern wir erschweren es, weil die Eltern/Kinder evtl. etwas längere Wege in Kauf nehmen müssen. Aber ich fühl mich trotzdem scheiße, wenn ich so einen Knirps wieder wegschicken muss.


    Optimal wäre sicher, die Jugendarbeit bei uns im Ort vereinsübergreifend zu organisieren. Dann hätte man jeweils 4 oder 5 Jahrgangsmannschaften, dann würden solche Probleme nie auftreten. Aber da sind die Vereinsfunktionäre vor.


    Grüße
    Oliver

    Stimmt, tobn, das mit der zeitlichen Begrenzung ist auch eine gute Idee!


    Haupt"schwierigkeit" bei meiner Truppe ist es in der Tat, die Jungs dazu zu bringen, nach dem Schuss sofort zurück zum Hütchen zu starten. Die gucken viel lieber ihrem Schuss hinterher...Aber mit anfeuern kriegt man das hin.


    Grüße
    Oliver

    Für die Übung benötigt man einen Feldspieler, einen Torwart, den Trainer zum Bällewerfen und 2 oder 3 weitere Spieler zum Bällesammeln. Also optimal, wenn man die Gruppen aufteilen kann.


    Torwart steht im Tor, Feldspieler steht an einen Hütchen etwa 20m vom Tor entfernt (Entfernung für F, für ältere vielleicht etwas mehr). Trainer wirft von seitlich neben dem Tor einen Ball an, der Feldspieler schießt aus ca. 10m direkt auf's Tor. Unmittelbar nach dem Schuss muss der Spieler in Topspeed (da muss man oft anfeuern) zurück zum Hütchen, dann kommt der zweite Ball, usw. Nach 5 oder 6 Bällen Wechsel des Feldspielers.


    Ich mache da je 2 oder 3 Durchgänge. Wenn die Spieler wirklich volles Tempo gehen, dann ist das konditionell sehr anspruchsvoll, immer kurze schnelle Antritte, Aktion oder Wende, wieder Antritt... Man kann die Intensität steuern über Entfernung des Hütchens, Anzahl der Wiederholungen, oder über die Dauer der Pause.


    Was mir besonders gefällt: Erst hatte ich Befürchtungen, dass die mir den TW abschießen. Aber da die Übung wirklich anstrengend ist, fällt es den Kindern nicht leicht, kontrolliert auf's Tor zu schießen, der Zeitdruck und der hohe Puls sorgen für eine spielnahe Situation. Zudem kann der Trainer individuell steuern, wie anspruchsvoll die Übung ist (Bälle flach zurollen oder hoch springen lassen, starken oder schwachen Fuß anspielen usw.) und so auch unterschiedlich leistungsstarken Spielern gerecht werden. Und last but not least: Den Kindern macht's Riesenspaß!


    Grüße
    Oliver


    PS: Das ganze ist eine Variante des "Tripelschuss" http://www.soccerdrills.de/Tor…seiten/torschuss%2051.htm . Aber ich finde es praxisnäher den bewegten Ball zu schießen. So viele ruhende Bälle gibt es im Spiel ja nicht.

    Wenn das Kriterium die Leistung ist, dann musst Du es den Spielern auch so verkaufen. Die sind doch nicht doof, die merken das ohnehin.


    Motivieren kannst Du sie nur, indem Du Ihnen sagst, dass sie a) auch ihre Einsätze bekommen und b) dass sie sich durch individuelle Verbesserung mehr in den Vordergrund spielen können. Beides musst Du dann aber auch einlösen.


    Dein Posting liest sich aber ein wenig so, als hättest Du gutre Spieler, die nicht regelmäßig ins Training kommen, aber dennoch aufgestellt werden. Wenn das stimmt, dann halte ich das für hochgefährlich, da sind die Konflikte im Team doch unausweichlich.


    Grüße
    Oliver

    Noja, die Mindestwaretzeit für Neueinsteiger haben wir alleine deshalb schon, weil a) dier Eltern erst mal alle Unterlagen zusammen bekommen müssen für die Anmeldung und b) unsere Passstelle sich auch gerne das eine oder andere Wöchelchen genehmigt.


    Ja, mehrere Gruppen anzubieten, ist die einzige Variante für das Training. Aber was macht man im Spiel, das war ja Ranwies Frage? Die Nicht-Fussballer nicht einsetzen? Ich finde das auch extrem schwierig. Wenn die Unterschiede zu groß sind, wird man nicht allen Kindern gerecht werden können. Dann kann man sich nur noch aussuchen, ob man die Leistungsschwachen benachteiligt (weil man sie nicht einsetzt) oder die Guten sauer fährt (weil die anderen die Teamleistung massiv nach unten ziehen). Oder man versucht den Mittelweg und vergrätzt beide ;( .


    Grüße
    Oliver


    PS: Mit 20 Mann auf dem Halbfeld empfinde ich schon als Luxus. Letzte Saison hatten wir 3 Jugendteams parallel auf dem Platz. Da haben wir uns immer um die Tore gestritten 8o .