Beiträge von Don Quijote

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    So ganz bin ich aus Deiner Frage nicht schlau geworden:


    U9 ist ja der Alt-Jahrgang der F-Jugend. Das ist in der kompletten Saison 2011/2012 (also von Sommer 2011 bis Sommer 2012) der Jahrgang 2003 oder jünger. Deine 2002er Spieler ist nach meiner Rechnung bereits seit vergangenem Sommer U10, also E-Jugend.


    http://www.nfv-www.de/download…dordnung_A5_08-2011-2.pdf

    Zitat

    F-Junioren: F-Junioren einer Spielzeit sind Spieler, die im Kalenderjahr, in dem das Spieljahr beginnt, das 7. oder 8. Lebensjahr vollenden oder vollendet haben


    Anders gesagt: Dein 2002er Spieler bleibt auch über den Jahreswechsel in der Mannschaft, in der er seit Sommer spielt. Allerdings ist das offenbar die E-Jugend. Auch in der Saison 2012/13 bleibt er E-Jugend, erst im Sommer 2013 muss er hoch in die D-Jugend.


    Grüße
    Oliver

    Günter, ich gebe Dir Recht, dass dem Passspiel heute eine viel größere Bedeutung zukommt als früher. Dennoch beobachte ich oft, dass 1:1 Situationen ein Spiel entscheiden, wenn sich z.B. der Stürmer dann doch mal gegen den Abwehrspieler durchsetzt und so das entscheidene Tor erzielt. Ich bin also ein bisschen hin- und hergerissen, ob Passpiel oder 1:1 wichtiger ist. Ein guter Spieler muss beides können.


    Grüße
    Oliver

    ...Alles in allem denke ich, dass es der richtige Schritt ist, weil ja bekanntlich die Nachwuchsförderung in Deutschland in den letzten Jahren so viel besser geworden ist, dass man nicht mehr auf Importe angewiesen ist.

    Ich denke, das ist der entscheidende Punkt. Warum soll man in Südamerika suchen, wenn man vor Ort einen riesigen Pool an Talenten hat, die früh erkannt und optimal gefördert werden?


    Grüße
    Oliver

    Hmm, typische Mathematikerantwort: Beantwortet formal korrekt die Frage, aber geht am Ziel vorbei (als Physiker darf ich das sagen ;)). Denn sinnvoll ist ja so ein Turnier nicht, da ja jeweils fast identische Teams gegeneinander antreten.


    Da müsste schon die Randbedingung dazu, dass jeder Spieler mit jedem möglichst gleich oft zusammenspielt.


    Grüße
    Oliver

    Tirus, das was Du beschreibst ist ja genau das, was auf dem Platz gang und gäbe ist. Aber was ist so verwerflich an dem Gedanken, dem Gegner auch in der von Dir beschriebenen Situation seinen Vorteil zu lassen und nur mit erlaubten Mitteln zu versuchen, das Tor zu verhindern? Wenn's klappt, hat man verdient gewonnen, klappt's nicht, war der andere halt besser. Das ist Sport. Trikotzupfen nicht.


    Aus meiner Sicht sollten taktische Fouls noch viel konsequenter mit Gelb bestraft werden. Dann würden wir mehr Offensivaktionen sehen, dem Spiel kann das nur gut tun.


    Grüße
    Oliver

    Was meint ihr, gibt es das "Faire Foul"?

    Nein, aus meiner Sicht gibt es das nicht. Natürlich ist auch mir Trikotzupfen lieber als Blutgrätsche. Unfair ist aber beides. Daher ist das für mich auch kein Ausbildungsziel.


    Wo die Reise hingehen kann, sieht man ja im Basketball. Dort sind taktische Fouls eines der meistverwendeten Mittel bei wenig Restzeit auf der Uhr. Das mag das Spektakel und die Spannung erhöhen, mit Sport hat das nix mehr zu tun. Wenn es sich lohnt, bewusst gegen eine Regel zu verstoßen, dann ist das aus meiner Sicht ein Zeichen, dass die Bestrafung nicht hoch genug ist.


    Noch etwas Persönliches: Ich habe mal in einem (für mich) ziemlich wichtigen und sehr knappen Volleyballspiel das Netz berührt und diese Berührung auf Befragung des Schiris nicht zugegeben. Der Schiri hat mir geglaubt, dadurch ging der Punkt an uns, wir haben das Spiel gewonnen und sind Meister geworden. Das hängt mir immer noch nach, ich konnte mich über diesen "Erfolg" nicht freuen und kann es immer noch nicht. Wenn ich könnte, würde ich diese Situation gerne nochmal erleben und mich anders verhalten.


    Grüße
    Oliver

    Nachklapp: Wobei Du Dich mit Deiner Einstellung leider in guter Gesellschaft befindest. So sagte z.B. Paul Breitner (der echte):

    Zitat

    "...Ich behaupte: wir müssen den Jugendlichen lehren, foul zu spielen!
    Das klingt jetzt vielleicht brutal, aber was hilft es, ständig um den heißen Brei herumzureden ... Denn eines ist klar, und das gilt für Schüler genauso wie für Bundesligaprofis: bevor ich dem Gegner erlaube, ein Tor zu schießen, muss ich ihn mit allen Mitteln daran hindern- und wenn ich das nicht mit fairen Mitteln tun kann, dann muss ich es eben mit einem Foul tun. Lieber einen Freistoß als ein Tor.
    Wer das nicht offen zugibt, der lügt sich was vor- oder er ist kein Fußballer."

    Zitiert nach http://www.sportunterricht.de/lksport/fairaggzit.html. Aus meiner Sicht ein katastophales Zitat.


    Grüße
    Oliver


    PS: Wo ist eigentlich der Paul Breitner hier aus dem Forum hin?!

    also mehr als trikotzieher sind def, nicht drin und sie machen es ja auch nicht immer. qllerdings hin und wieder schon, das geb ich zu

    Ich finde es gut, dass Du das ehrlich zugibst, das macht sicher nicht jeder. Aber überlege mal, ob es nicht auch ohne Trikotziehen geht. Ich habe sicher leicht reden, weil das in der F-Jugend noch kein Thema ist. Aber ich würde mir wünschen, dass meine Mannschaft auch in den höheren Jugenden ohne solche Unsportlichkeiten auskommt.


    Grüße
    Oliver

    Also ich trainiere eine B.Jugend und "stifte" meine Jungs im Mittelfeld bei kritischen Ballverlusten zum Trikotzupfen, also zu einem taktischen Foul an. Ich weiß, dass das nicht sauber ist, aber wenn die Jungs nachher Senioren spielen und es da für einen Verein darauf ankommt, Punkte zu holen, sind taktische Fouls gang und gebe, leider -.-

    Die taktischen Fouls sind für mich die Pest, die machen das Spiel kaputt, da sie die Offensivaktion unterbinden. Nur weil das alle machen, muss man das nicht mitmachen. Nicht umsonst werden diese Fouls ja mit Gelb geahndet, also schon recht streng. Das Festhalten ist einfach unsportlich.


    Grüße
    Oliver

    Nochmal zurück zum Ausgangsthema: Da wir mit der F1 nur einmal Hallentraining anbieten können, wollte ich eigentlich zusätzlich einmal pro Woche draußen trainieren, zumindest solange kein Schnee liegt. Das Training war explizit als "freiwillig" angeboten. Hat ein paar Wochen auch ganz gut geklappt. Mittlerweise musste ich aber einsehen, dass das doch nicht den kpl. Winter klappt. Es kommen immer weniger Kinder, so dass ich das jetzt abgesagt habe. Wobei die Initiative zur Absage meist von den Eltern ausgeht, die Bedenken haben bzgl. Freiluftsport in der "Kälte" (0°-10°C, kälter war's hier noch nicht).


    Grüße
    Oliver

    Nochmal zur Passkontrolle: Das läuft hier bei uns (Wetterau, Hessen) komplett anders. Schon in der G-Jugend findet vor jedem Spiel eine Passkontrolle durch den Schiri statt. Dieser kommt nicht von einem der beiden Vereine, sondern von einem dritten Verein. Auch bei Turnieren ist es üblich, die Pässe vorlegen zu müssen. Eigentlich finde ich die Kontrolle immer übertrieben. Aber wenn ich so höre, wie es bei Euch läuft, ist es wohl besser so...


    Aggressivität habe ich in G- und F-Jugendspielen eigentlich noch nicht feststellen können. Offenbar leben wir hier in der Insel der Glückseligen. Natürlich passieren auch Fouls, aber die sind in der Regel harmlos und passieren unabsichtlich.


    Grüße
    Oliver

    Bei Bambini würde ich auch bewusst "schlecht" rotieren oder wenn das nicht geht, dann in Unterzahl spielen. Und die Idee mit dem anschließsenden 7m-Schießen ist auch prima. Das hat meinen Jungs auch schon über manche Niederlage hinweg geholfen ("eigentlich unentschieden, schließlich haben wir das 7m-Schießen gewonnen").


    Mannschaften mischen ist auch eine Variante, aber gerade wenn Dein Team viel stärker ist, besteht dann noch die Gefahr, dass praktisch nur Deine Kinder aktiv sind, während der Gegner nur Staffage bildet.


    Grüße
    Oliver

    Andres Ansatz finde ich gut, erstmal den Begriff definieren, damit alle dasselbe meinen. Antizipation bedeutet ja "Vorwegnahme", siehe Wikipedia http://de.wikipedia.org/wiki/Antizipation_%28Sport%29 . Und in dem Artikel stehen auch gleich 2 verschiedene Sorten der Antizipation im Sport:


    Erstensl die mentale Vorwegnahme eines geplanten Bewegungsmusters. Das könnte im Fussball z.B. die Vorstellung über den anstehenden Laufweg beim Eckball sein. Das geht ganz klar in Richtung der Automatismen, die eismann zitiert. Wesentlich für's Training scheint mir dabei zu sein, dass der Spieler sich den Ablauf immer wieder auch im Kopf vorstellt (und ihn nicht "nur" ausführt). Wobei ich das ehrlich gesagt beim Fussball noch nicht selbst mitgekriegt habe, in anderen Sportarten aber schon (Hochsprung, Schmetterschlag im Volleyball). Mit meinen Jungs habe ich das noch nie gemacht.


    Die zweite Sorte Antizipation ist die "Vorhersage", wie sich eine Situation entwickeln wird. Es gibt ja das Bonmot "gehe nicht dahin, wo der Ball ist, sondern dahin, wo der Ball sein wird." Das geschieht oft unbewusst. Das ist der Punkt der Spielintelligenz, den Andre aufführt. Das Weinsche Training liefert Übungen dafür, wo es nicht stumpf auf die techn. Ausführung einer Aktion ankommt, sondern wo gleichzeitig spielnah immer wieder Entscheidungen zu treffen sind. Aus meiner Sicht ist das auch klar ein Punkt, der mit Spielerfahrung zu tun hat.


    Grüße
    Oliver

    Ja, er kann natürlich wechseln (ist ja kein Vertragsspieler). Aber nur in der Sommerpause ist ein Wechsel ohne Sperre möglich.


    http://www.wflv.de/fileadmin/d…/satzung/H-JSpO_06-11.pdf, §11(5)

    Zitat

    Erfolgt die Abmeldung zwischen dem 1. Juli eines Jahres und dem 30. April des folgenden Jahres und stimmt der abgebende Verein dem Vereinswechsel zu, so erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele des aufnehmenden Vereins nach Ablauf von drei Monaten nach dem Tag der Abmeldung.


    Stimmt der abgebende Verein einem Wechsel nicht zu, erhält der Spieler/die Spielerin eine Spielberechtigung für Pflichtspiele nach Ablauf von sechs Monaten nach dem Tag der Abmeldung.

    Also 3 oder 6 Monate Sperre, je nachdem, wie sich der Alt-Verein verhält. Die zum Wechseln notwendigen Schritte sind in §10 ausführlich dargestellt.


    Grüße
    Oliver

    Sorry, fussiball, aber ich sehe den Punkt nicht: Video hin oder her, als Trainer schaust Du Dir doch auch das Spiel von draussen an. Und wenn Kevin sich immer leicht ausspielen lässt, weil er ungeschickt angreift, dann versuchst Du ihm im Training zu zeigen, wie es besser geht. Das heisst, Du analysierst das Verhalten des Spielers und Du korrigierst es. Soll man das jetzt Deiner Meinung nach tun oder nicht?


    Grüße
    Oliver

    Hmm, fussiball, ich sehe nicht, wo eine Videoaufnahme ein Kind am Kindsein hindert. Der Aufand ist für eine E sicher erheblich und ganz ehrlich: Mir wäre das auch zeitlich zu viel, neben den Trainings incl. Vorbereitung und den Spielen auch noch Videoanalysen zu machen.


    Für unentbehrlich halte ich die Aufnahmen auch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass man da Schwächen und Stärken seiner Mannschaft sehr gut erkennen kann. Und wenn man das im Training dann angeht, dann erfüllt man seinen Trainerjob (Schwächen schwächen und Stärken stärken). Dasselbe machst Du doch auch, wenn Du im Training Fehler erkennst und korrigierst, oder?


    Grüße
    Oliver