Beiträge von Don Quijote

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    Und warum sollte da denn gewechselt werden? Die kleine Torhüterin wirft einen kurzen Ball zu dem Jungen mit dem Riesenbums ..... und gut ist.

    Das ist in der G/F-Jugend ziemlich sicher erfolgreich, da es die unmittelbare Torgefahr beim Abstoß verhindert. Aber ich sehe es wie Tirus: Das ist eigentlich nicht das, was ich den Kindern beibringen will.

    Punkt 1) ist auch mein Standardsatz, wobei der nach meinem Gefühl dem TW nicht viel bei der Entscheidung hilft, wohin er jetzt spielen soll. Punkt 2) entspricht in etwa dem, was Günter oben vorgeschlagen hat. Gut finde ich daran, dass das eine klare Marschrichtung ist, die dem TW sicher das Leben etwas leichter macht (weil es ihm die Entscheidung abnimmt). Was mir nicht gefällt ist, dass der TW so überhaupt nicht auf seine Mitspieler schaut, sondern nur den Ball nach vorne schiesst. So kommt doch nie ein geordneter Spielaufbau zu Stande. Nach Möglichkeit will ich den Jungs vermittlen, dass der TW den Ball kontrolliert zu einem Mitspieler wirft/schiesst, so dass dieser den Ball annehmen und weiter spielen kann. Klar ist das risikoreicher, aber das nehme ich in Kauf (ist aber eine Gratwanderung - wenn man so zu viele gegentore fängt, ist es auch nur frsutig für alle). Weite Abschläge in der Halle erzeugen aber eigentlich nur Chaos, da der hohe, aufspringende Ball nur schwer zu kontrollieren ist.


    Grüße
    Oliver

    Zunächst mal Respekt, hört sich alle so an, als würdest Du einen guten Job machen.


    Erste zu klärende Frage ist die nach dem Nachfolger. Gibt's da schon jemanden? Und weiss der Verein schon, dass Du gehen wirst? Sobald der Nachfolger fest steht, würde ich es auch der Mannschaft sagen. Aber möglichst nicht vorher, denn das erzeugt nur Unsicherheit. Im optimalen Fall arbeitest Du Deinen Nachfolger mit ein, dann ist für die Mannschaft der Bruch am geringsten.


    Grüße
    Oliver

    zu beachten ist jedoch, dass die Torleute Schwierigkeiten haben, bei jedem Abstoss neu zu entscheiden. das brauch eine längere Zeit und Geduld und kann man in dieser Altersgruppe auch noch nicht erwarten.

    Das ist ein ganz wesentlicher Punkt! Zwar ist das aus meiner Sicht ein Lernziel, aber meine Erfahrung mit meinen Keepern lehrt mich leider auch, dass sie die situationsgerechte Reaktion im Spiel oft nicht hinbekommen. Daher scheint mir Dein "Standardrezept" überlegenswert, Günter.


    Grüße
    Oliver

    Kein mir bekannter Trainer macht eine Inventur vor oder nach dem Training. Aber ich erwarte von mir und meinen Kollegen schon, dass sie sich merken, wieviele Bälle sie rausnehmen für das Training und dass sie genau dieselbe Zahl danach auch wieder zurück legen. Tut man das nicht, vermodern nach ein paar Trainings unter Garantie einige verschossene Bälle irgendwo im Gebüsch.


    Grüße
    Oliver

    Ja, die Situation kenne ich noch aus der G-Jugend und auch jetzt wieder in der F. Im wesentlichen stimme ich Andre zu. Ich habe auch einige TW in meiner Truppe, die beim Abschlag oft überfordert sind. Ich versuche aber vorrangig den Abwehrspielern zu vermitteln, dass sie dem TW helfen müssen. Wer merkt, dass er gedeckt ist, muss sich bewegen, um anspielbar zu sein. Daher ist das aus meiner Sicht nicht durch isoliertes TW-Training aufzulösen (wobei ich das im Ansatz sehr gut finde, DFB hin oder her). Optimal wäre es, wenn die Abwehrspieler sich möglichst breit aufstellen, also eigentlich nur 3 oder 4m von der Grundlinie entfernt, aber ganz an der Außenlinie. Wenn der TW sie dort anspielt, sollen diese versuchen, den Ball nach vorne zu bringen (Dribbling oder Pass). Dort ist auch bei einem Ballverlust die Gefahr für das eigene Tor nicht allzu groß. Weitere Option für den TW ist der weite Abwurf über die Abwehr und die gegnerischen Angreifer hinweg, aber ehrlich gesagt, rutscht mir bei dem Abwurf durch die Mitte immer das Herz in die Hose, denn das gerät oft zu kurz und dann brennt es gleich wieder lichterloh. So kommen dann die 25 Abstöße hintereinander zu Stande, von denen Du berichtest, das kenne ich auch...


    Grüße
    Oliver

    Danke für den Link, MTK ist ja schon mal näher als Wiesbaden :). Ist allerdings viel Arbeit, da etwas zu finden, da man nicht nach Altersklassen / Datum filtern kann.


    Ja, auch bei uns kommen die Einladungen vom Jugendleiter. Aber das sind ja vorwiegend Turniere im Kreis, bei denen man dann oft immer dieselben Mannschaften sieht. Und manchmal suche ich auch Turniere zu bestimmten Daten und würde da auch etwas Anreise in Kauf nehmen.


    Grüße
    Oliver

    In den höheren Jugenden (C oder B) gab es das in der Tat, dass der TW als Libero und Spielgestalter agierte. Bei den jüngeren (G bis D) war das eher kein Thema, insofern geht da die Regel ein wenig in die Leere. Wobei ich ehrlich zugeben muss, dass der spielende Torhüter in unsere F ohnehin (noch) kein Thema ist.


    Grüße
    Oliver

    Du hast schon recht, das geht zu Lasten des Torspielers. Aber ohne diese Regel sah man oft Torwärte bis an die Mittellinie gehen und von dort draufhalten. Auch wenn dadurch meist kein Tor fällt, ist der Abpraller immer noch eine gute Chance für die Angreifer. Da finde ich die Regel schon sinnvoll, um einen kontrollierten Spielaufbau zu forcieren.


    Grüße
    Oliver

    Ich sehe bei meinen Spielern auch eine deutliche Abhängigkeit davon, wie oft sie gegen den Ball treten:

    • Die Spieler, die immer ins Training kommen, entwickeln sich besser.
    • Die Spieler, die auch privat Fussball spielen entwickeln sich besser.

    Ist trivial, ich weiss, aber muss man sich dennoch immer wieder bewusst machen.
    Grüße
    Oliver

    Konkreten Rat kann ich nicht geben, denn dazu müsste man auch die Kinder kennen. Aber anhand Deiner Angaben folgende Bemerkungen:


    • 4-jährige schon auf Turnierspielen einzusetzen, finde ich sehr früh. Wenn das "richtige" Spiele gegen 5- bis 6-jährige sind, würde ich jeweils max. zwei 2007er pro Mannschaft aufstellen, damit die nicht völlig untergehen. Für die Turniere würde ich daher gleichwertige Mannschaften bilden.
    • Aus meiner Sicht spricht wenig dagegen, besonders weit entwickelte 2006er kommende Saison mit in die F zu ziehen. Allerdings nimmst Du denen damit die Chance, eine Mannschaft anzuführen, da die 2005er vermutlich stärker sind. Die 2006er werden daher eher Indianer als Häuptling sein. Daher aus meiner Sicht eigentlich nur sinnvoll, wenn Du die Mannschaften anders nicht voll bekommst, oder wenn die 2006er wirklich so stark sind, dass sie auf Augenhöhe mit den 2005ern agieren.
    • Neben der Spielstärke sollte gerade bei so kleinen Kindern unbedingt auch die sozialen Aspekte (Freundschaften, Klassen-/KiGa-Kameraden, Nachbarn usw.) eine wesentliche Rolle spielen.

    .


    Grüße
    Oliver

    Nachklapp: Die Taktik aus dem Video würde hier in Hessen auch gar nicht so einfach gehen: Der TW darf seinen Strafraum nur zur Abwehraktion verlassen (also nicht, um als weiterer Feldspieler bis zur Mittellinie zu gehen), und er darf auch aus dem Spiel heraus bei Ballkontrolle) nicht über die Mittellinie spielen. Tore schießen darf er erst recht nicht. Das ganze dient m.E. dazu zu verhindern, dass mit mitspielendem TW im Spielaufbau+Angriff eine Überzahlsituation hergestellt werden kann.


    Grüße
    Oliver

    Tut mir leid, einfach nur schwachsinn.
    Wer keine Ahnung hat, sollte sich einfach zurückhalten.

    Danke für die Blumen! Ich freue mich immer, dass hier immer alle so angenehm sachlich argumentieren und nie persönlich werden, Respekt ;) .


    Die Ausführungen sind in jedem Jugendbereich möglich.
    Und es geht auch nicht speziell um irgendwelche taktischen maßnahmen, sondern lediglich um normale Spielzüge.

    Glaub mir, wenn ich von nach vorne dreschen spreche, dann meine ich nach vorne dreschen.und nicht irgenwelche kontrollierten Pässe.


    Da lass ich die jungs so oder so noch möglichst frei spielen

    Ebend.


    Grüße
    Oliver

    Hmm., tobn, natürlich kann auch *mal* ein Befreiungsschlag das beste Mittel sein, Aber bei unserem Gegner sah man deutlich, dass das fest einstudierte Spielabläufe waren, die in 100% aller Abstöße zum Einsatz kam. Das würde ich bei meiner Mannschaft nicht machen.


    Grüße
    Oliver

    ... weil sie sehr clever agierten. Zum Beispiel umgingen sie die bei uns übliche Hallenregel, dass ein Torabstoß vor der Mittellinie angenommen werden muss:


    Der Torhüter spielte auf einen Verteidiger, der zurück zum Torwart ............... und der Torwart kloppt die Pille dann ewig weit nach vorne ^^

    Dieselbe Strategie hatten wir auch am Wochenende gegen uns (F1) mit der Abweichung, dass der Verteidiger den Ball nach vorne kloppte. Ich wollte kaum glauben, dass es Trainer gibt, die das tatsächlich so einstudieren lassen. Aber klar: Erfolgreich ist es, da es das Risiko minimiert, direkt beim Spielaufbau den Ball zu verlieren. Aber mit Fussball hat das ja nix zu tun, mir tun die Jungs Leid. Dass das sogar bei Werder so läuft, überrascht mich schon.


    Grüße
    Oliver