Und warum sollte da denn gewechselt werden? Die kleine Torhüterin wirft einen kurzen Ball zu dem Jungen mit dem Riesenbums ..... und gut ist.
Das ist in der G/F-Jugend ziemlich sicher erfolgreich, da es die unmittelbare Torgefahr beim Abstoß verhindert. Aber ich sehe es wie Tirus: Das ist eigentlich nicht das, was ich den Kindern beibringen will.
Alles anzeigen...habe ich ihr ganz klare Anweisungen gegeben, die fast immer geklappt haben.
1.) Haut den Ball wohin du willst, aber NIE in die Mitte.
2.) Ziele auf die Seitenauslinie der gegnerischen Hälfte bzw. die Hallenwand dort.
Das hat sie dann auch gemacht und gut war es.
Punkt 1) ist auch mein Standardsatz, wobei der nach meinem Gefühl dem TW nicht viel bei der Entscheidung hilft, wohin er jetzt spielen soll. Punkt 2) entspricht in etwa dem, was Günter oben vorgeschlagen hat. Gut finde ich daran, dass das eine klare Marschrichtung ist, die dem TW sicher das Leben etwas leichter macht (weil es ihm die Entscheidung abnimmt). Was mir nicht gefällt ist, dass der TW so überhaupt nicht auf seine Mitspieler schaut, sondern nur den Ball nach vorne schiesst. So kommt doch nie ein geordneter Spielaufbau zu Stande. Nach Möglichkeit will ich den Jungs vermittlen, dass der TW den Ball kontrolliert zu einem Mitspieler wirft/schiesst, so dass dieser den Ball annehmen und weiter spielen kann. Klar ist das risikoreicher, aber das nehme ich in Kauf (ist aber eine Gratwanderung - wenn man so zu viele gegentore fängt, ist es auch nur frsutig für alle). Weite Abschläge in der Halle erzeugen aber eigentlich nur Chaos, da der hohe, aufspringende Ball nur schwer zu kontrollieren ist.
Grüße
Oliver
