Beiträge von Don Quijote

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    Eine Unschärfe beim DFB ist für mich die von Andre im Eingangsposting schon genannte Altersklasseneinteilung: Dass auf training-online F und E (und analog A+B, C+D) in einer Klasse landen, ist für mich zu unspezifisch. Hier würde ich mir wünschen, dass jede Alterklasse separat behandelt wird. Aber wahrscheinlich ist das zu viel Aufwand. Ich ziehe daraus den Schluss, dass ich die Trainings nicht ohne Änderung einfach hernehmen kann, sondern dass ich die auf meine Jungs anpassen muss (also in der Regel vereinfachen).


    Ein weiteres Problem mit der DFB-Konzeption ist, dass dort für alle Jugenden ab D nur noch die Eliteförderung als Ausbildungsziel beschrieben wird. Breitensport ist da kein erklärtes Ziel, das finde ich schade.


    Grüße
    Oliver

    Ich glaube wir sind uns einig, das in kleinen Gruppen Über-und Unterzahl zu trainieren nicht unbedingt Sinn macht,...und das in der F Jugend.

    Da sind wir uns nicht einig: Ich meine sehr wohl das Training von 2:1 Situationen oder 3:1 oder 3:2, auch "schon" in der F. Da geht es doch gerade darum, z.B. den Angreifern das Leben ein wenig leichter zu machen und so Erfolgs- und Ausbildungserlebnisse zu erzielen.


    Grüße
    Oliver

    Ja was denn nun lieber Dfb...das versteht doch keiner mehr. Könnte das nicht mal eindeutig abschließend benannt werden. DAS ist wichtig, weil es alte Tore öffnet, von denen ich glaube, dass die verschlossen bleiben sollten. Und wenn ich das falsch verstehe, wer kann es mir bitteschön mal erklären?

    Andre, ich habe mir mal erlaubt, zwei Wörte in Deinem Zitat fett zu markieren:
    - eindeutig
    - abschließend
    Kein DFB und kein Trainer dieser Welt wird Dir den Gefallen tun können, die Themen eindeutig und abschießend erklären zu können. Fussball ist vielschichtig, also nicht eindeutig. Und Fussball entwickelt sich, wird also nie abschließend behandelbar sein. Das ist gut so. Die diversen Publikationen und die Online-Inhalte des DFB sind zu verschiedenen Zeiten erstellt worden. Wenn sich die Lehrmeinung oder der Fussball ändert, dann können nicht in einem Schritt alle Publikationen angepasst werden, das ist klar, oder?


    Konkret zum Überzahlspiel: Das ist doch zentrales Thema bei Horst Wein ab 8 Jahre (also F1), insofern wundert mich, dass Du das als nicht altergerecht ansiehst, wo Du den Mann doch sonst so lobst. Was denn nun? Ich selbst mache das mit meiner F1 auch ab und zu. Z.B. Angriff mit 2 Mann gegen einen Abwehrspieler (+TW). Das hat aus meiner Sicht weniger mit Gruppentaktik zu tun als mit Individualtaktik: Der Abwehrspieler muss sich überlegen, wie er mit den 2 Mann umgeht. Der ballführende Spieler muss ich überlegen, ob er dribbelt oder passt (und wann). Der freie Spieler muss sich überlegen, wo er hinläuft. Aus meiner Sicht eine prima Aufgabe, die die F auch gut bewältigt.


    Grüße
    Oliver

    http://www.youtube.com/watch?v=bA2AtkYwCCE
    ...
    Im Kleinfeld (mittig) spielten die Spieler im 3:3. Das mittige etwas größere Spielfeld durfte nur nach einem "tödlichen Pass" verlassen werden und zwar dann und erst dann von den VT und von einem Stürmer der angreifenden Mannschaft, der den zu erstürmenden tödlichen Pass erlaufen mußte/sollte, um ihn direkt einzunetzen.

    Andre, in einem wichtigen Punkt weichst Du von Horst Weins entsprechender Übung ab: Du hast nur ein Tor (statt 2) auf die angegriffen wird. Damit nimmst Du ein gutes Stück der Variantenvilefalt aus der Übung, das Spiel wird viel vorhersehbarer. Hat Deine Abweichung einen Grund?


    Grüße
    Oliver

    Danke Günter für Deine ausführliche Antwort. Sicher hast Du Recht darin, das alle schöne Theorie in der Praxis an das konkrete Team angepasst werden muss. Ich trainiere selbst eine solche "Dorfmannschaft" und staune z.B. immer wieder über die Beispielübungen auf dfb.de (viele für mein Team viel zu komplex). Aber ich denke wie Lubi, dass es hilfreich ist zu wissen, wohin man im optimalen Fall hinwill.


    Interessant finde ich Deine Vorgehensweise, den Jungs irgendwelche Vorgaben zu machen, nur damit sie lernen, sich daran zu halten. Allerdings würde ich da eher versuchen, gezielt Provokationsregeln zu finden, die das gewünschte Verhalten (siehe oben, optimaler Fall!) fördern. So schlägt man doch 2 Fliegen mit einer Klappe: Die Jungs lernen, sich an die Vorgaben zu halten UND man schubst sie in die gewünschte Richtung. Vermutlich hast Du das aber ebenso im Kopf, Dein Beispiel zeigt das ja.


    Lubi & all
    Ein paar Punkte habe ich oben aufgeführt (Posting 13).

    Zitat

    Zu den aus meiner Sicht relevanten taktischen Fertigkeiten in der F bis E:
    - Raumaufteilung (grob Positionen einhalten)
    - alle greifen an, alle verteidigen (alle sind ständig aktiv)
    - dem Torwart beim Abstoß helfen (anbieten, rufen)
    - Abwehrverhalten beim 1:1 als letzter Mann (Schwerpunkt Torschuss verhindern) gegenüber Abwehr 1:1 im Mittelfeld (Schwerpunkt Balleroberung)
    - erste Anfänge des Passspiels (dabei Ball flach halten)


    Was denkt Ihr denn über die? Sinnvoll oder weit am Ziel vorbei?


    Grüße
    Oliver

    Laut §15 eurer Spielordnung (http://www.wflv.de/fileadmin/d…s/satzung/D-SpO_06-11.pdf) hätte der Alt-Verein innerhalb 14 Tagen reagieren müssen. Hat er das nicht, ist die Spielerin frei gegeben (§15 Absatz 3). Dann kann das von eismann vorgeschlagene Passentzugsverfahren "anrollen" (siehe §15 Absätze 4+5).


    2 Dinge würde ich aber unbedingt vorher klären:
    - Die 14-Tagesfrist lief über Weihnachten/Neujahr, da würde ich auch bei unserem Verein nicht davon ausgehen, dass alle immer greifbar sind, Spielordnung hin oder her. Vielleicht am ersten Arbeitstag nach den Ferien nochmal nachhaken?
    - Du schreibst "Sie versichert, dass...". Lass Dir den Einlieferungs-Beleg zeigen bzw. aushändigen. Den benötigst Du ohnehin für die oben beschriebene Schritte.


    Viele Grüße
    Oliver

    Da sieht man's wieder: amerikanischer Unternehmergeist gegen deutsche Bedenkenträger. In 2 Jahren steht die Box in Millionen Wohnzimmern und der Erfinder sonnt sich in seiner Karibikvilla....


    Grüße
    Oliver


    PS: Das obige Posting kann Spuren von Ironie enthalten

    @Günther
    Kein Grund, deprimiert zu sein. Es geht doch nicht darum. dass die Kinder am Ende der F das alles in Perfektion beherrschen. Das erwartet doch keiner. Sondern es geht darum, ob man in der F bis E damit anfängt, taktische Grundlagen zu vermitteln und wenn ja, welche. Welche Erfahrungen hast Du denn gemacht? Das würde mich interessieren.


    Grüße
    Oliver

    Hmm, pfiffige Idee, aber ich bin nicht so recht überzeugt.


    Als Vorteile sehe ich:
    - simpel aufgebaut, kann man leicht selbst herstellen
    - der normale Ball kann genutzt werden


    Nachteile:
    - sehr eingeschränktes Nutzungsgebiet (flache Pässe gegen recht kleines Ziel)
    - wird die Bungee-Box verfehlt, wird es doch wieder laut


    Aktuell nutzt mein Kleiner im Keller einen Schaumstoffball, die gibt es ja auch im Sportgeschäft in etwas schwerer Ausführung. Das klappt prima, und damit kann man mit Null Aufwand je nach Platz sehr viele Sachen machen.


    Grüße
    Oliver

    Andre, die Diskussion wird schwierig, wenn Du feststehende Begriffe umdefinierst. Beidfüssigkeit oder enge Ballführung sind technische Fertigkeiten, keine taktischen. Da braucht man nicht drüber zu diskutieren.


    Zu der Einschätzung der Geschwindigkeiten/Entfernungen bei Jugendlichen: Andre, Du berufst Dich doch hier im Forum sehr oft auf "wissenschaftliche Erkenntnisse" zu diesem Thema, da hast Du doch sicher eine Quelle parat, oder? Ich kenne nur die eher populärwissenschaftlichen Aussagen im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr, siehe z.B. hier http://www.mobilekids.net/de-D…-kognitiven-entwicklung-v


    Aber es handelt sich dabei ja jeweils um eine fließende Entwicklung: Kinder wachen ja nicht an ihrem 10. Geburtstag auf und können plötzlich Geschwindigkeiten einschätzen. Sondern sie tun es auch schon früher, irren sich aber noch häufiger. Für mich heisst das, das man diese Fähigkeiten nicht einfach voraussetzen kann. Aber man kann sie mit entwickeln. Das bedeutet für mich, dass man durchaus erste Schritte auf diesem Gebiet machen kann und darf - zumal es im Fussball ja um deutlich weniger Risiko geht als im Strassenverkehr. Außderdem gibt es immer die Streubreite: Selbst wenn im Mittel Kinder erst mit 10 Jahren Geschwindigeiten richtig einschätzen können, gibt es Kinder, die das schon mit 8 hinkriegen und andere, die das mit 12 noch nicht können.


    Lubi
    Das Beispiel mit dem dribbelnden Verteidiger kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Wenn das "in Vergessenheit geraten ist", dann ist es Zeit für eine Auffrischung, oder? Auch technische Fertigkeiten müssen ja immer wieder trainiert werden, warum sollte das bei taktischen Fertigkeiten anders sein?


    Zu den aus meiner Sicht relevanten taktischen Fertigkeiten in der F bis E:
    - Raumaufteilung (grob Positionen einhalten)
    - alle greifen an, alle verteidigen (alle sind ständig aktiv)
    - dem Torwart beim Abstoß helfen (anbieten, rufen)
    - Abwehrverhalten beim 1:1 als letzter Mann (Schwerpunkt Torschuss verhindern) gegenüber Abwehr 1:1 im Mittelfeld (Schwerpunkt Balleroberung)
    - erste Anfänge des Passspiels (dabei Ball flach halten)
    Die Liste ist sicher nicht abschließend. Ein Punkt den ich gerne noch trainieren würde ist der aktive Torwart (meine kleben auf der Linie). Aber dazu kam ich noch nicht.
    Und mit meiner F1-Mannschaft bin ich weit davon entfernt, das diese Punkte auch nur halbwegs funktionieren. Aber das ist ok, denn wir arbeiten dran :).


    Grüße
    Oliver

    Tirus
    Danke für diesen Post, klasse!


    Lubi
    Wir Tirus beschreibt, geht es nicht um Taktiktraining ODER Techniktraining, sondern die beiden Bereiche gehen Hand in Hand (und werden oft auch in ein- und derselben Übungsform "bedient"), lediglich die Schwerpunktsetzung unterscheidet sich. Mit der von Tirus beschriebene Methodik sehe ich auch nicht die Gefahr, die Spieler in einer Zwangsjacke einzuengen. Das Gegenteil ist der Fall:Du hilfst Ihnen, sich selbst neue, zusätzliche spielerische Möglichkeiten zu erarbeiten (z.B. das Spiel in die Breite), die sie dann kreativ und frei nutzen können (oder auch nicht).


    Grüße
    Oliver

    Hmmm, mir ist noch nicht klar, worauf Du hinaus willst. Ich denke, dass Du einen guten Ansatz gefunden hast, wie Du Deiner E taktische Grundbegriffe beibringen kannst. Und offenbar folgen sie Dir auch, nur machen sie dabei Fehler und spielen im Ergebnis aktuell weniger erfolgreich als vorher. Aber das ist doch nur ein Zwischenschriitt, der mit der Umstellung zu tun hat. Oder hast Du Angst, dass Dein Konzept prinzipiell falsch ist? Das hört sich für mich nicht so an.


    Meine Einstellung: Meiner F1 versuche ich ebenfalls, taktische Grundbegriffe zu vermitteln. Meist durch entsprechende Übungen (z.B. das von Dir erwähnte Spiel auf 4 Tore), aber ich habe jetzt auch schon mal "Theorie" gemacht, wo ich die einzelnen Spielern versucht habe zu erläutern, was seine konkrete Aufgabe in bestimmten Spielsituationen ist. Der Lernerfolg ist langsam, aber das wird schon. Aktuell habe ich nur bei wenigen Spielern den Eindruck, dass die schon die komplette Mannschaft als Gefüge oder auch nur Mannschaftsteile als Einheit wahrnehmen. Die Mehrzahl ist noch sehr auf sich selbst fixiert. Entsprechend versuche ich auch eher individual-taktische Verhaltensweisen zu vermitteln (z.B. wann angreifen, wann nicht). Ich habe mir vorgenommen, in der E die ersten zarten Ansätze in Richtung Mannschaftstaktik anzugehen, bin aber noch unsicher, ob das klappen wird.


    Grüße
    Oliver

    Für Dich als Schüler vielleicht nicht so entscheidend, für Trainer in Lohnarbeit schon: Die Trainingszeiten der F-Jugend sind meist früher, das kann nicht jeder schaffen. Vom Trainingsumfang gibt es bei uns im Breitensportvereine keinen Unterschied (F- und B trainieren jeweils 2x90 min pro Woche plus Spiel).


    Grüße
    Oliver

    Ja, das Problem kenne ich auch. Pausen > 1 Stunde sind übel, da geht aller Spaß flöten. Und länger als 4 oder max. 5h sollte auch kein Turnier dauern. 3 wären noch besser.


    Leider weiß man bei der Zusage zum Turnier oft nicht, wieviele Mannschaften letztlich teilnehmen werden und wie der Modus genau sein wird.


    Grüße
    Oliver

    Ich spiele als Trainer einer F1 manchmal mit, wenn es von der Anzahl her passt. Allerdings nehme ich mich da ganz stark zurück: Ich versuche, nur soweit ins Spiel einzugreifen,m dass beide Mannschaften ungefähr gleich stark sind. So kann ich z.B. auch mal ein Team mit meinen besten drei Spielern aufstellen. Tore schieße ich prinzipiell nicht, sondern versuche a) allzustarke gegnerische Offensivreihen zu bremsen und b) vor allem auch die Spieler ins Spiel einzubeziehen, die eher passiv sind oder c) gehe ins Tor, wenn sonst keiner will.


    Grüße
    Oliver

    Zitat

    "Nun stehe ich vor der zweiten größeren Entscheidung"

    Daran merke ich, dass ich alt werden: Dass die Trikotfrage für mich nicht mehr als "größere Entscheidung" durchgeht :) .


    Wenn Du Deine Wahl nicht dauernd erklären willst, nimm Van Persie, den kennt jeder. Wenn Dir Jack Wilshere besser gefällt, nimm die 19. Wegen Langfristigkeit würde ich mir keine Gedanken machen, die Trikots wechseln doch ohnehin jede Saison ihr Aussehen (ebenso wie die Spieler den Verein).


    Grüße
    Oliver

    Hey, das mit dem lateinischen Quadrat klingt praktikabel, das mache ich mal.


    Danke für die Idee
    Oliver

    Anbei basierend auf dem lateinischen Quadrat ein Plan für 4:4 bei 12 Spielern. Mittlerweile habe ich auch gelernt, dass das offenbar "Hollandturnier" genannt wird. Ich habe versucht, das möglichst ausgeglichen zu gestalten, d.h. jeder spielt mit jedem möglichst gleich oft zusammen und jeder spielt gegen jeden möglichst gleich oft. 100% habe ich es nicht geschafft, aber zumindest scheint mir das so einigermaßen durchführbar. Wichtig ist natürlich, dass alle 12 Spiele ausgespielt werden.


    Grüße
    Oliver