Beiträge von Don Quijote

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    Sonst hätte damals der Straßenfussball ohne Schiedsrichter und ohne Erwachsene gar nicht funktionieren können.

    Strassenfussball funktioniert, aber Strassenfussball mit Fairplay gleich zu setzen, halte ich für falsch, es geht da immer auch um das Recht des stärkeren.

    Es funktioniert sogar viel besser ohne Schiedsrichter, wenn man die Regeln kindgerecht vereinfacht!

    Spannend! Was ist denn eine "kindgerechte Vereinfachung" in Bezug auf Foulspiel? Das wäre ein Schritt in die richtige Richtung, denn aus der Studie kommt ja raus, dass Foul das ist, was die Kinder heute NICHT erkennen. Bin gespannt auf Deine Vorschläge.


    Grüße
    Oliver

    Germancoach hat schon die richtigen Antworten gegeben. Um nicht alles zu wiederholen hier nur ein paar Ergänzungen:


    zu 1: Fouls sind bei den Kleinen viel seltener, da meist weniger aggressiv zu Weke gegangen wird. Absichtliche Fouls gibt es praktisch gar nicht. Die Regeln sind dieselben.


    zu 2: Wissen das denn die Zuschauer beim Seniorenspiel? Foul ist immer, wenn der eigene Mann zu Boden geht...Und ganz ehrlich: Bei mancher Grätsche in der BL ("Klar Ball gespielt"), weiss ich auch nicht, was Sache ist.


    zu 3: Schiri sollte bei den Kleinen auch ohne Foul abpfeifen, wenn z.B. ein Spieler den Ball ins Gesicht bekommt und nicht sofort weiter spielen kann. Danach Schiedsrichterball und weiter geht's.


    Den Rest sehe ich wie GC.


    Grüße
    Oliver

    Zum Foulspiel in der F: Typisch ist aus meiner Sicht der zu spät kommende ungestüme Abwehrspieler, der unabsichtlich den Angreifer tritt, obwohl der Ball längst woanders ist. Das wird meist korrekt gepiffen, zumal da oft der Getroffene laut schreit. Allerdings wird oft auch geschrien, ohne dass es ein Foul war (z.B. bei einem Presschlag), die Lautstärke ist also nicht alleiniges Kriterium. Weiter sehe ich oft Spieler, die beim Sprint zum Ball den Gegner mit ausgestrecktem Arm auf Distanz halten. Bei mir im Team sind das die "Strassenfussballer", die oft mit ihrem großen Bruder spielen. Das wird oft nicht gepfiffen. Eigentlich erst einmal habe ich F-Spieler gesehen, die bewusst einen Gegner gefoult haben (leichter Bodycheck fernab des Balls, um den Sprint zu unterbrechen).


    Die Spielleitung bei uns erfolgt durch Schiedsrichter von unbeteiligten Vereinen. Probleme habe ich bisher damit nicht gehabt. Sicher gibt es immer mal Fehlentscheidungen, aber i.d.R. läuft das völlig unauffällig. Halt, einmal ga es ein Problem: Da hat der Schiri Hand gegen uns gepfiffen und der vermeintliche Übeltäter ist ob der Ungerechtigkeit ("das war kein Hand"!) so in Tränen ausgebrochen, dass ich ihn auswechseln musste. In der Regel gibt es in einem Spiel in 2x40 min nicht mehr als 2 oder 3 Fouls.


    Im Training pfeife ich oft und da decken sich meine Erfahrungen eigentlich mit der Studie: Ausbälle muss ich so gut wie nie entscheiden. Aber Foul und Hand wird von den Kindern nicht (oder falsch) erkannt und/oder nicht zugegeben.


    Grüße
    Oliver

    Nein, ich kenne nur die Abbildung hier im Thread im Posting #16. Die ist allerdings verkleinert, so dass man nur die Überschriften lesen kann.


    Mein Einwand soll auch die Aktion nicht abwerten, nicht umsonst habe ich mich oben selbst angeboten, als Tester zu fungieren, wenn die version für die etwas älteren verfügbar sein wird. Aber die Inhomogenität in meinem Team ist eigentlich das, worüber ich mir am meisten den Kopf zerbreche, weil es mich oft vor Probleme stellt.


    EDIT: Sehe gerade, dass genau diese Frage bereits oben von Günter gestellt und vom Forum weitgehend beantwortet wurde. Hatte ich leider nicht mitbekommen, sorry...


    Grüße
    Oliver

    ich sehe die Sticker als guten Anreiz für die ersten Schritte, um z.B. einen Jugendspieler zu motivieren, auch mal den schwachen Fuss zu nutzen. Wenn er dann merkt, dass das klappt und dass ihm das Vorteile im Spiel bringt, dann kommt die innere Motivation automatisch. Dann benötigt man die Sticker für diesen Pnkt eigentlich nicht mehr, aber vielleicht haben sie einen Beitrag geleistet, den ersten, schweren Schritt zu gehen.


    Was ich an dem Konzept schwierig finde, habe ich in Beitrag #7 Kinderfußball (5-11 Jahre): Bitte um Mithilfe bei einer neuen Trainingsidee! schonmal geschrieben: Die Sticker machen die Leistungsbewertung objektiv, das ist sicher positiv motivierend für die guten Spieler, aber wie finden das die schwachen? Als Trainer kann man sicher die Latte unterschiedlich hoch legen, aber das geht nur in Maßen. Sonst hat man sofort eine Gerechtigkeitsdiskussion an der Backe ("Warum kriegt Lars den Sticker für 3-mal hochhalten und ich soll 10 schaffen?"). Ja klar, mit Bronze/Silber/Gold hat man da eine Spannbreite, aber immer maximal Bronze ist auch eine Aussage für den dicken Paul...


    Grüße
    Oliver

    Ich habe es nochmals überprüft. Ich finde keinen Fehler. Zudem scheint das auch mit Tobn`s Angaben so übereinzustimmen.

    Den Fehler machst nicht Du und auch nicht tobn. sondern der Fehler ist offenbar in dem Buch drin. Wahrscheinlich ist die Bezeichnung der Alersklassen in Spanien anders (dort trainiert Wein ja), aber in Deutschland ist 7 Jahre ganz sicher nicht E-Jugend...Entsprechend passen auch die anderen Alterklassen nicht. In meinem Posting oben habe ich versucht, das auf die deutschen Bezeichnungen zu korrigieren. Maßgeblich ist das Alter, das sollte ja international eindeutig genug sein...


    Grüße
    Oliver

    Altersstufen selbst teilt er wie folgt ein:
    Stufe 1 ab 7 Jahre...Spiele grundlegender Fertigkeiten und Fähigkeiten....EJunioren
    Stufe 2 ab 8 Jahre.... Spiele für Minifußball ....E Junioren
    Stufe 3 ab 10 Jahren....Spiele für Fußball 5 und Fußball 7....D Junioren (Ziffer 5 und 7 ...damit meint er den Fußball 5:5 und 7:7 usw....siehe Stufe 4 und 5)
    Stufe 4 ab 13 Jahre.....Spiele für Fußball 8.....C Junioren
    Stufe 5 ab 14 Jahre.....Spiele für Fußball 11:11....B Junioren

    Stammt die Zurodnung Alter zu "Buchstabe" aus dem Buch? Dann ist das nicht ganz korrekt. In meiner Auflage ist zu jeder Stufe nur das Alter angegeben und das ordne ich wie folgt ein:
    Stufe 1, ab 7 Jahre -> ab U7, G-Jugend
    stufe 2, ab 8 Jahre -> ab U8, F-Jugend
    Stufe 3, ab 10 Jahre -> ab U10, E.Jugend
    Stufe 4, 13 Jahre -> ab U13, D-Jugend alter Jahrgang
    Stufe 5, ab 14 Jahre -> ab U14, C-Jugend
    Wein schrebt bei jede Stufe "ab x Jahre". Das interpretiere ich so, dass man die Übungen der niedrigeren Stufen ruhig auch mit älteren Spielern machen soll, sofern sie die Lernziele noch nicht erreicht haben.


    Grüße
    Oliver

    Hallo Follkao,


    da sieht man wieder mal, wie unterschiedlich die Organisation ist. Bei uns ist es in der Jugend üblich, vom Fussballkreis organisierte Hallenturniere zu spielen, die kosten prinzipiell nichts. Das ist sozusagen die logische Fortsetzung der Feldrunde.


    Daneben kann man zusätzlich noch an freien Tagen Turniere spielen, aber das sind dann eher 2 oder 3 pro Saision. Und da spielt dann der Preis keine soooo große Rolle mehr.


    Grüße
    Oliver

    Eintrittsgelder würde ich ablehnen, das sorgt nur für Unmut bei den begleitenden Eltern/Geschwistern. Auch wenn es um symbolische Beträge <1€ geht, würde ich das keinesfalls machen.


    Genausowenig würde ich die Teilnahmegebühr erhöhen und dafür kostenlos Spiesen/Getränke anbieten. Was spricht dagegen, wenn jeder das zahlt, was er auch in Anspruch nimmt? Oder habe ich Dich da falsch verstanden?


    Grüße
    Oliver

    Zu Deiner Ausgangsfrage kann ich nicht viel sagen: Die Punkte wären leichter zu bewerten, wenn Du konkrete Verweise auf entsprechende Diskussionen gegeben hättest. Vielleicht einfach in Zukunft direkt dazischen fahren, wenn Dir so etwas auffällt?


    der Fussball ist flexibel, ständig in der Entwicklung..


    deshalb irritieren mich Meinungsäusserungen, die den Eindruck vermitteln, dass sie letztendlich richtig und umumstösslich sind.

    100% Zustimmung! Ein wenig mehr Toleranz in Bezug auf Anders-Denkende oder Anders-Trainierende könnte nicht schaden. Zumal ich oft den Eindruck habe, dass es eher um Nuancen und nciht um gravierende Abweichungen geht.


    ich wünsche mir auch des öfteren in den Beiträgen den eigenen persönlichen Menschenverstand und eigenen erfahrungen, als den Lehrbüchern nachgeplappert.

    Auch da stimme ich zu. Allerdings habe ich da bei weitem nicht Deine Erfahrung, kann also auch bei weitem nicht soviele Erfahrungen hier mitteilen.


    Grüße
    Oliver

    E-Jugend mit 4+1 ist ungewöhnlich, bei uns wird das als 5+1 gespielt. Aber finde ich nicht schlecht, damit mehr Platz ist und mehr individuelle Ballkontakte möglich sind.


    Aus den 18 Spielern würde ich 2 Teams bilden. Dann hast Du zwar viele Wechselspieler, aber für 3 Teams sind 18 Spieler aus meiner Sicht zu wenig. Das mit dem Wechselchaos habe ich in meinem Team auch schon beobachtet. Besser klappt es, wenn ich zwischen den Spielen wechsele und weniger während der Spiele. Blöd ist dann nur, dass mancher Spieler in einem Spiel überhaupt nicht zu Zug kommt. Der kann dann zwar das nächste durchspielen, aber er hat dann halt recht lange Pause.


    Viel Erfolg & Grüße
    Oliver

    Bin bisher mit den Animationen problemlos zurecht gekommen, insofern habe ich nicht unbedingt händeringend auf eine Alternative gewartet. Animiert ist ja schon besser als nur Skizze. Aber schick sind die Videos ja schon :). Und man bekommt einen besseren Eindruck bzgl. der erforderlichen Abstände und Größenverhältnisse.


    Grüße
    Oliver

    Bester Torwart: Eine objektive Messmethode ist es sicher wie oben beschrieben, die Quote der gehaltetenen Schüsse zu ermitteln. Ist aber Aufwand, ausßerdem sollten beim TW auch noch andere Faktoren mitzählen: Verhalten bei Ballbesitz (Abwurf, Abstoß), Partizipation am Spiel...


    Bester Spieler: Oft sieht man sehr schnell, welcher Spieler eine Mannschaft "trägt". Das muss nicht der beste Torschütze sei, ist es aber gerade in der Jugend auch oft. Hier würde ich versuchen, die Wahl so zu lenken, dass nicht der Turniersieger auch noch den Pokal für den besten Spieler bekommt (außer die Wahl drängt sich auf). Sondern lieber einen Spieler einer anderen Mannschaft auszeichnen.


    Als Trainer sollte ich auch schon Vorschläge für solche Auszeichnungen machen, aber ehrlich gesagt, fühle ich mich da überfordert: Bei Spielen meiner Mannschaft gucke ich mehr auf meine Jungs als auf den Gegner. Und Spiele, bei denen wir nicht dabei sind, kriege ich oft kaum mit, irgendwann muss man ja auch mal etwas essen oder kurz frische Luft schnappen. Besser fände ich, wenn es einen einigermaßen sachverständigen neutralen Beobachter gäbe, der im Alleingang den Preisträger auswählt. Der sollte aber wirklich neutral sein, sonst bringt's nichts.


    Grüße & viel Erfolg beim Turnier!
    Oliver

    Andre, es ist mühsam, wenn Du einfach nur immer wieder dieselben Statements wiederholst, ohne auf die gegebenen Antworten einzugehen. Aber warten wir mal ab, ob Dir das Wein-Buch etwas neues vermitteln kann.


    Eine kleine Korrektur: Du schreibst

    Zitat

    dass Kinder ungefähr mit 9 (also noch lange keine F-Linge) langsam anfangen

    F-linge sind 8 oder 9, das weiss ich genau, denn ich trainiere so einen Haufen :).


    Grüße
    Oliver

    Wenn schon ein neuer Thread, dann darf der Link auf die Ausgangsfrage nicht fehlen, denn da ist ja schon viel diskutiert:
    Wo widerspricht sich der Dfb hinsichtlich seines Ausbildungskonzeptes, wo ist er unglaubwürdig, verwirrend; was fällt Euch dazu ein


    Auch hier finden sich viele Argumente:
    Minifußball


    Gerade der von Horst Wein propagierte Mini-Fussball "lebt" von Übungen in Über-/Unterzahl. Für mich ist das auch logisch. Wenn ich in der F anfange, Pässe zu trainieren (das ist Techniktraining!), dann kann ich das entweder in einer fest vorgegebenen Übung machen. Oder ich organisiere das spielerisch als Mini-Fussball mit der Anweisung "Ihr 2 da greift an gegen einen Abwehrspieler auf die beiden Mini-Tore. Überlegt Euch, ob und wann Ihr den Pass spielt. Ziel ist es, bei 10 Angriffen möglichst viele Tore zu erzielen." Dann trainieren die Kinder spielnah die Passtechnik und nebenbei auch die Spielintelligenz. Die Überzahl ist hier dringend notwendig, um den noch ungeübten Angreifern die Sache zu erleichtern! Wie sollen die das Passpiel lernen, wenn sie ausschließlich entweder 1:1 spielen oder im 2:2 oder 3:3 nur gedeckte Mitspieler haben? Es geht hier also nicht um Gruppentaktik im Sinne von "Wir studieren jetzt die Angriffsformation Nr. 6, Du läufst hier, dann querst Du da und genau in dem Moment spielst Du den Pass in diese Richtung". Sondern die Jungs werden mit einer LÖSBAREN Aufgabe konfrontiert, die ihnen spielnah eine neue Technik nahe bringt.


    Andre
    Was soll denn der Link zum Verkehrsgericht? Wahrscheinlich soll das wieder zeigen, dass F-linge kaum Entfernungen und gar keine Geschwindigkeiten einschätzen können. Das haben wir ja nun schon mehrfach diskutiert. Das Risiko im Strassenverkehr ist ungleich höher als beim Fussball, deshalb muss ich da ganz anders heran gehen. Ich mache es mal plakativ: Wenn Du Dein Statement selbst ernst nimmst, wie kann dann ein Trainer in der F und E-Jugend verantworten, Kinder gegeneinander Fussball spielen zu lassen? Da die weder Entfernungen, noch Geschwindigkeiten einschätzen können, laufen die doch Gefahr, sich permanent gegenseitig über den Haufen zu rennnen oder vollkommen unkontrolliert einen auf sie zufliegenden Ball abzukriegen. Natürlich ist es richtig, dass Kinder diese Fähigkeiten erst entwickeln. Das bedeutet doch aber, dass ich a) beachte, dass diese Fähigkeiten noch nicht 100% vorhanden sind und b) dass ich als Trainer Reize setze, um diese Entwicklung zu fördern. Nebenbei kann man genau das auch aus Deinem Link lesen:

    Zitat

    Und sie hängt auch stark von der „Erfahrungen'' ab, die Kinder im Verkehr machen können. Kindern, die ständig mit dem Auto transportiert werden oder die nicht auf der Straße spielen können, fehlen diese Erfahrungsmöglichkeiten und das verzögert die Entwicklung ihrer verkehrsbezogenen Fähigkeiten. Solche Entwicklungsverzögerungen lassen sich ganz besonders häufig in Ballungsgebieten mit viel Verkehr und wenig Freiraum für Kinder beobachten (HÜTTENMOSER, 1994).

    Es heisst eben NICHT, dass ich alles unterlasse, was diese Fähigkeiten voraus setzt, ganz im Gegenteil.


    Grüße
    Oliver