Bin auch ganz weit vorne mit meinem Expertentipp:
Stark sind auch Russland und Frankreich. Spanien wird diesmal nicht gewinnen.
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Grüße
Oliver
Bin auch ganz weit vorne mit meinem Expertentipp:
Stark sind auch Russland und Frankreich. Spanien wird diesmal nicht gewinnen.
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Grüße
Oliver
Alles anzeigenEine Frage in die Runde:
Also ich habe ja jetzt schon einige Mannschaften dieser Altersklasse trainiert. (im Moment 03er)
Mir ist aufgefallen: Ich habe jetzt nach 8 Mal Training seit dem Elternabend nicht einen Elternteil wieder gesehen.
Das hatte ich tatsächlich noch nie.Ist mir heute mal so in den Kopf gekommen.
Normal?
Also bei mir kommen die 2003er auch größtenteils alleine ins Training, die sind ja schon recht selbstständig. Und auch die Eltern, die die Kinder bringen, setzen sich nicht beim Training neben dran. Ehrlich gesagt, finde ich das besser als wenn Eltern und Geschwister das ganze Training neben dran sitzen. Alleine mit den Jungs kann man sich voll und ganz auf das Training konzentrieren ohne von außen abgelenkt zu werden.
Grüße
Oliver
Hallo Michael,
ohne engagierten eigenen Trainer und bei der schwachen Trainingsbeteiligung der 2004er ist eine JSG sicher die bestmögliche Option.
Grüße
Oliver
Wie sollte man das sonst nennen? Das ist die gleiche perfide Methode, mit der die größeren Vereine hier bei uns agieren. "Erzählt mal euren Freunden (im Stützpunkt) wie toll es bei uns ist." Auf diese Art und Weise haben wir gerade wieder zwei Auswahlspieler verloren. Zum Kotzen finde ich sowas.
Hmm, das sehe ich anders. "Abwerben" ist das direkte Ansprechen von Spielern bei anderen Vereinen. Das z.B. Schulkameraden sich unterhalten und evtl. auch Vereinswechsel planen, ist doch vollkommen ok. Niemand ist mit einem Verein verheiratet, nur weil einen der Papa irgendwann mal als 6-jährigen da angemeldet hat. Als Verein trete ich mit anderen Vereinen in Wettbewerb, nicht nur sportlich sondern auch bei der Mitgliederwerbung. Solange ich dabei keine unfairen Methoden nutze (Spielern falsche Versprechungen mache z.B.), sehe ich da nichts unmoralisches drin. Es sollte allerdings nicht dazu führen, dass Spieler jede Saison den Verein wechseln.
Grüße
Oliver
Was ich bei meinen F-lingen gesagt habe, ist das "Auto"-Beispiel (habe ich auch hier im trainertalk aufgeschnappt):
Zitat"Ihr seid 6 Feldspieler. Stellt Euch vor, ihr habe ein Auto. 3 Jungs sitzen vorne, 3 hinten. Wenn wir den Ball haben, fährt das komplette Auto mit dem Ball nach vorne zum gegnerischen Tor. Wenn wir den Ball verlieren, fährt das Auto mit allen Spielern wieder nach hinten und erobert den Ball zurück."
Aber klar, optimal geklappt hat das bei uns nicht. Im Training geübt haben wir das gar nicht, halte ich auch nicht für wichtig in dieser Alterklasse.
Grüße
Oliver
Kicker, ich glaube nicht, dass wir inhaltlich so weit auseinander sind. Das, was Du als "Förder-Umfeld" bezeichnest, das ist bei mir "Trittleiter". Das Kind soll natürlich im Spiel eigene Entscheidungen treffen. Aber als Trainer bin ich vor allem im Trainingsbetrieb immer Vorbild (selbst wenn ich es gar nicht sein wollte) und Kinder orientieren sich immer auch an anderen Spielern, die sie vom Sportplatz oder aus dem Fernsehen kennen. Deshalb funktionieren Mannschaften ja so gut, bei denen sich die Kinder untereinander Dinge abschauen könnnen.
Als Trainer forme ich Randbedingungen, bilde also den Rahmen, in dem sich das Kind frei bewegen kann. Wichtig ist aber, dass das Kind nicht vollkommen allein gelassen wird, sondern dass es vom Trainer Orientierungshilfe bekommt. Das hat mit Fernsteuerung nichts zu tun. Aber möglicherweise redest Du nur vom freien Spiel und nicht vom Training?
Grüße
Oliver
Ich sehe es wie Günther, gemessen am eigenen Anspruch hat die Nationalmannschaft die EM vergeigt. Und das hat neben individuellen fehlern auch mit der Einstellung zum Spiel zu tun.
Meinen Jungs versuche ich zu vermitteln, dass sie immer an ihre (jeweils individuell unterschiedliche) Grenze gehen sollen. Auch dann, wenn sie hinten liegen und das Spiel (scheinbar!) schon verloren haben. Jeder kennt die Spieler, die super sind, aber nur dann, wenn sie vorne liegen und es darum geht, wer das 5:0 schießt. Und dann gibt es die selbstbewussten Kämpfer, die auch bei Gegendruck nicht einbrechen, sondern dann erst recht gute Leistungen bringen. Das sind die eigentlichen Gewinnertypen.
@Kicker
Kinder orientieren sich immer an Vorbildern, so ist der Mensch nun mal gestrickt. Die Aufgabe des Trainers und noch mehr der Eltern sehe ich darin, dem Kind einen Rahmen und eine Trittleiter zu geben, damit es die erreichbaren Ziele auch erreichen kann. Das hat weniger mit Zwang zu tun als mit Anleitung und Ansporn und eben Vorbild.
Grüße
Oliver
Das 0:1 resultierte aus einer Ansammlung individueller Fehler: Özil greift Pirlo nicht an, Hummels und Boateng lassen Cassano flanken, Neuer macht keine Anstalten die Flanke erreichen zu wollen und Badstuber geht ebensowenig in das Kopfballduell.
Was mir aber generell auffiel: Die deutsche Mannschaft presste nicht aggressiv genug, sie waren jeweils zu weit weg vom Gegner. Die Italiener hatten dadurch immer Zeit, den Ball anzunehmen - ganz im Gegenteil zu den Deutschen. Dazu passt, dass auch bei eigenem Ballbesitz fast nie schnell gespielt wurde. Kroos und Schweinsteiger verschleppten jeweils das Tempo als würde Deutschland 3:0 führen. Özil, Khedira und in Halbzeit 2 Reus mühten sich, das auszugleichen, rannten sich aber jeweils schnell fest. Von den vielen Ecken und Flanken (oft aus dem Halbfeld) kam gefühlt eine halbe bei den deutschen Stürmern an. Die Italiener konnten per Kopf beruhigt in die Mitte klaren, da in solchen Situationen kein Deutscher auf den zweiten Ball lauerte. Nachdem Italien die Angriffswelle zu Beginn der zweiten HZ ohne Gegentor abgewehrt hatte, war das Spiel entschieden. Offenbar sahen das auch die deutschen Spieler so, denn von einem Aufbäumen war nichts zu sehen. Mein Eindruck ist, dass die deutsche Mannschaft die italiener nicht ernst genug genommen hat. Da ist das Starkreden vor dem Spiel ("Wir sind reif für den Titel") eventuell sogar kontraproduktiv. Ich bin gespannt, wie es jetzt weiter geht mit der deutschen Elf. Deutschland hat bei der EM insgesamt nicht schlecht gespielt, aber gemessen an den eigenen Ansprüchen war das zu wenig.
Grüße
Oliver
23. Minute: Neuer klärt beim Herauslaufen in letzter Minute gegen Buffon am gegnerischen Fünfmeterraum
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Die vorherigen Spiele war Spanien auch nicht überragend, aber immer souverän. Gestern haben sie gegrätscht, das Dribbling gesucht, hohe Bälle gespielt, Bälle auf die Tribüne gebolzt und oft aus der zweiten Reihe geschoßen - alles Dinge, die sonst in ihrem Spiel verpönt sind.
Sie wirkten teilweise hilf- und ratlos. Das waren Verzweiflungstaten. Ihnen fehlte einen Papa-Figur. Einer, der sie beruhigt, an dem sie sich aufbauen können. So einer wie Puyol.
Seid gestern weiß ich, dass Spanien schlagbar ist, egal wer`s heute packt...
Sehe ich ganz genauso. Ich war ziemlich verblüfft, wie ratlos die Spanier wirkten. In dieser Form sind sie nicht mehr die unschlagbare "Übermannschaft".
Die Portugiesen haben das defensiv super gemacht, sie haben ständig Überzahl im Zentrum geschaffen, aggressiv den Ballführenden attackiert und so die hohenj Bälle und Fehlpässe provoziert. Und sie haben das sogar fast über die komplette Spieldauer duchgehalten, was ich kaum für möglich gehalten hätte. Allerdings kam offensiv bei Portugal praktisch Null.
Grüße
Oliver
Es stellt sich fürmich halt die Frage, ob diese Spieler bei uns Spielen weil sie sich mehr erfolg erhoffen, oder weil sie so eingebunden sind, das sie hinter
Diese Spieler spielen nicht "bei uns", sondern sie sind Teil von "uns". Das ist ein wesentlicher Unterschied!
Grüße
Oliver
PS: Die Spanier haben es da einfacher, die haben keinen Text für ihre Hymne.
Ob jemand die Nationalhymne mitsingt, ist mir vollkommen schnuppe. Aus meiner Sicht ist das auch kein Maßstab für Irgendetwas. Ich finde es gut, dass die Nationalmannschaft so bunt ist, wie sie es ist.
Meine F1-Mannschaft sieht genauso aus. Von unseren 13 Spielern ist nur einer formell Ausländer (Eritrea), 12 sind Deutsche, aber von den Deutschen haben 5 einen Migrationshintergrund. Das ist bei uns in der Gegend kein außergewöhnlich hoher Wert. Und fast alle drücken der deutschen Mannschaft die Daumen, nur einer hält zu den Italienern.
EDIT: Daher sehe ich schon, dass der Fussball hier einen sehr positiven Beitrag zu Integration leisten kann: In der Mannschaft spielt die Herkunft der Vorfahren eben kein oder nur eine sehr geringe Rolle. Kinder haben so die Chance, vorurteilsfrei (das sind Kinder nämlich erstmal) zu erfahren, wie vielschichtig unsere Gesellschaft mittlerweile ist. Nicht umsonst ist die Angst vor der Überfremdung meist da am größten, wo die wenigsten Ausländer zu finden sind.
Grüße
Oliver
Der "offizielle" Charakter der Turniere könnte dazu führen, dass die Jungs ihr Potenzial nicht zeigen können:
- Spiele gegen unbekannte Gegner
- Spiel 7:7 mit richtigen Trikots
- Zuschauende Eltern/Freunde/Geschwister
- Druck durch den schreienden Trainer
Bei neuen Spielern habe ich immer gemerkt, dass die einige Spiele brauchten, bis sie die Pflichtspiele/Turniere als "normal" ansahen. Wichtig ist vor allem, den Spielern möglichst viel Druck weg zu nehmen und ihnen stattdessen auch bei Fehlern den Rücken zu stärken. Dein schreiender Trainerkollege ist da natürlich suboptimal, um es mal vorsichtig auszudrücken, aber das hast Du ja bereits erkannt.
Grüße
Oliver
Um wieviel Geld geht's denn eigentlich?
Grüße
Oliver
Bei uns in Hessen dürfen Mädchen 1 Jahr älter sein, aber keinesfalls 3 Jahre. Bei Kindern sind das ja Welten!
Grüße
Oliver
Das klingt mir alles zu sehr nach Verschwörungstheorie, Kicker. Ich werde heute Abend z.B. auch auf dem Sportplatz einem Trainer einen Umschlag zustecken. Da sind die Anmeldeunterlagen für meinen Sohn drin :). Auch das Eltern die Vereine ihrer Kinder sponsoren, ist sicher keine Ausnahme. Die Frage ist aber, was ist Ursache und was Folge: Ich käme nie auf die Idee, meinen Sohn irgendwo "einzukaufen", was soll das sportlich auch bringen? Aber letzte Saison habe ich z.B. 10 Bälle privat spendiert, da der Verein zu klamm war. Und natürlich zahle ich da, wo es auch meinem Kind zugute kommt.
Jesse Owens hatte nie Kinderlähmung - das ist offenbar eine Verwechslung. Zumindest findet sich kein Wort davon auf seiner "eigenen" Seite: http://www.jesseowens.com/about/ und auch im Netz habe ich dazu auf die Schnelle nichts gefunden. Ganz im Gegenteil, sein Talent war so offensichtlich, dass sich alle Sichter der Welt die Finger nach ihm geleckt haben:
ZitatBecause he had to work after school, his high school track coach would meet him in the mornings to train him, due to his great talent. He was recruited by many colleges, but decided to go to the University of Ohio
Da er nach der Schule arbeiten musste, sein Schul-Trainer ihn aber wegen seines großen Talentes trainieren wollte, wurde das Training in die Morgenstunden verlegt. Er wurde von mehreren Colleges gesichtet, aber entschied sich für die Universität von Ohio."
Quelle: http://www.imdb.com/name/nm0654389/bio
Übersetzung durch mich
Grüße
Oliver
Sir Alex
Was Du da als Sichtung beschreibst, ist toll und nah am Optimum. Es ist aber auch schon so zeitintensiv, dass das sicher nicht alle interessierten Kinder durchlaufen können, oder? D.h. das ist ja schon die zweite Stufe der Sichtung, nachdem die Kinder bereits anderweitig aufgefallen sind (Wie? Herausragende Spielleistung im Heimatverein?).
Bzgl. Fördermöglichkeiten gebe ich Dir Recht. Es mag wünschenswert sein, alle Kinder optimal zu fördern, aber praktisch ist das nicht umsetzbar. Etwas zynisch könnte man sagen, dass das Fördersystem bewusst in Kauf nimmt, auch mal eine Perle nicht zu finden, solange hinreichend viele Perlen erwischt werden.
Grüße
Oliver
Wir hatten folgende Spieltermine:
- 16 Pflichtspiele im Feld (Herbst+Frühjahr)
- 10 Pflichspiele in der Halle (bei uns im Kreis sind das "normale" Spiele a 2x20min, keine Turniere)
- 3 Einladungs-Hallenturniere mit mehreren, kurzen Spielen gegen verschiedene Mannschaften
- 2 Einladungs-Feldturniere mit mehreren, kurzen Spielen gegen verschiedene Mannschaften
Macht in Summe 31 Termine. Wenn man die Ferien abzieht, war fast jedes Wochenende Spielbetrieb. Das ist für viele Kinder (+Eltern!) schon grenzwertig, daher war klar, dass unser Kader nicht zu klein sein durfte.
Grüße
Oliver
Saisonstatistik F-Jugend (2003/04) - meine Zahlen:[*]Jahrgang 2004 nur 49% (nur 3 von 10 über 75%, 4 Kids waren nur 1-4x beim Training weil sie eigentlich garnicht Fußball spielen wollen - aber die Eltern)
Hallo Micha, klasse Zahlen, wobei Du die "Sollbruchstelle" ja schon identifiziert hast: Wie geht es denn mit den 2004ern weiter,m wenn die 2003er jetzt hoch in die E rutschen?
Haltet Ihr 40 Spiele & Turniere für zu viel? Wir hatten dazu etwa 50 Trainingstermine. Habt Ihr eine ähnliche Quote?
die Relation Spiel zum Training find ich etwas hoch
Ich stimme Günther zu. Die Summe ist bei uns so ähnlich, aber wir hatten weniger Spiele/Turniere ("nur" gut 30), dafür etwas mehr Trainingstermine (knapp 70). Was jetzt besser für Deine Kinder ist, weiss ich nicht. Einerseits sind Spiele wichtig, denn das ist für die Jungs doch etwas anderes, wenn sie mit Trikot gegen unbekannte Gegner auflaufen. Andererseits sind bem 7:7 in nicht leistungshomogenen Mannschaften die Spielanteile oft sehr ungleich verteilt. Meine schwächeren Spieler haben selbst dann, wenn sie durchspielen viel weniger Ballkontakte als meine stärkeren. Da denke ich oft, dass die schwächeren vom Training mehr profitieren, da kann ich das besser steuern.
Grüße
Oliver
Ja, klar! Deshalb sind die Kinder doch da
Ich habe mir angewöhnt, dass das freie Spiel den Trainingsstart (quasi "Tummelphase") darstellt. Da dabei alle mitmachen wollen, haben sie besonderen Anreiz pünktlich zu sein. Ausserdem können sie sich da schon mal vorab ein wenig auspowern. Zum Trainigsschluss spielen wir dann auch nochmal. Die Jungs versuchen dann immer, die Phase zw. den Spielen möglichst kurz zu gestalten.
ydnaso
Gegenfrage: Du trainierst die Jungs+Mädels(?) schon einige Wochen und hast sie noch nie mit 2 Mannschaften auf Tore spielen lassen
? Das verblüfft mich, ehrlich gesagt. Lass sie mal machen, die lieben das...
Gegenfrage2: hast Du eigentlich auch einen "richtigen" Namen?
Grüße
Oliver
