Beiträge von Don Quijote

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    Nur als Info: In unserem Fussballkreis in Hessen werden alle offiziellen Spiele ab Bambini-Alter von neutralen Schiris geleitet. D.h. da kommt zum Spiel ein Schiedsrichter eines dritten Vereins angefahren und leitet das Spiel. Nachteil ist natürlich, dass der Mann bezahlt werden muss (je nach Fahrtweg so 12-20€), aber das nehme ich gerne in Kauf, wenn ich hier so lese, was es woanders für Probleme mit parteiischen Schiris gibt.


    Grüße
    Oliver

    Offenbar herrscht ja große Einigkeit darüber, dass Fussball sehr wohl etwas kosten darf. Was noch kontrovers diskutiert ist, ist die Frage, ob der Trainer Geld kriegen soll oder nicht. Mein Standpunkt:


    Wenn der Jugendtrainer 200€ pro Monat kriegen soll, dann gehen da bei angenommenen 12 Spielern (Kleinfeld-Team) und 20€ Monatsbeitrag schon wieder >80% vom Geld weg. Da bleibt also fast nichts mehr übrig für Bälle, Platz, Trikots usw.. Weniger als 200€ kann man dem Trainer auch nicht anbieten, wenn man da einen nennenswerten Motivations-/Qualitäts-Schub erzeugen will. Viel mehr als 20€ Beitrag pro Monat halte ich für schwer durchsetzbar. Das Bildungspaket für Empfänger von Sozialleistungen ist gut gemeint, hilft aber auch nur mit max. 10€ pro Monat und Kind.


    Daraus schließe ich: Auch in so einem Kontrukt ist man auf ehrenamtliche Trainer angewiesen. Wer professionelle Trainer installieren will, der muss finanziell ganz anders rechnen (und entsprechende Rechnungen ausstellen). Dann verliert der Fussball aber den heutigen Breitensport-Charakter. Dennoch bin ich dafür, den Eltern mehr Gekd für ihre Fussball spielenden Kinder abzuknöpfen. Wenn der Verein das Geld in vernünftige Randbedingungen investiert (Bälle, Trikots usw), dann wird man sich auch leichter tun, engagierte Trainer zu finden.


    Grüße
    Oliver

    Aus meiner Sicht darf Fussball etwas kosten. Für ein vernünftiges Training mit guten Trainern wäre ich als Vater gerne bereit, 20€ im Monat zu bezahlen. Das sind in etwas die Preise der Musikschule, aber das ist weit mehr als es in unserem Verein aktuell kostet. Da kostet es noch 30€ im Jahr und soll jetzt auf 45€ angehoben werden. Mit dem Preis steigt natürlich aber auch zum einen das Anspruchsdenken und gleichzeitig sinkt sicher die Bereitschaft, sich selbst ehrenamtlich mit einzubringen (Kuchenstand usw.). Das ist aber ohnehin der Trend der letzten Jahre, dass viele Eltern eher bereit sind das Portmonnnaie zu öffnen als sich 2 Stunden hinter die Theke zu stellen.


    Wichtig ist, dass der Preis nicht ausgrenzend wirkt. D.h. für Arme muss es möglich sein, den Beitrag erlassen oder zumindest ermäßigt zu bekommen. Wobei wir im Verein ohnehin schon Mitglieder hatten, die sich den Beitrag vom Staat erstatten ließen ("Bildungspaket"). Das geht aber nur bis zu gewissen Grenzen, daher muss auch der Verein da zu Zugeständnissen bereit sein.


    Grüße
    Oliver

    Ihr spielt auch auf dem Feld mit 7 Spielern, richtig? Dann finde ich 12 Spieler deutlich zu viel. Ich habe jeweils versucht 9 oder max.10 Spieler mit zu nehmen. In der Halle gilt das dann umso mehr, denn da wird (zumindest bei uns) nur noch mit 6 Spielern gespielt. Was willst Du da mit 6 Auswechselspielern?


    Bzgl. Spielerausahl würde ich Eure beiden Modelle ein wenig mixen. Bei Deinem Modell, tobias, besteht die Gefahr, dass Du immer dieselben mitnehmen musst (wenn die immer kommen und immer Einsatz zeigen). Hingegen bei Deinem Modell, Tobi, wird überhaupt keine Rücksicht darauf genommen, wie engagiert und/oder zuverlässig die Spieler sind. Ein Zwischending von beidem sehe ich als beste Lösung an.


    Freitag nach dem Training Bescheid zu sagen, halte ich für zu spät. Das ist zwar für Dich als Trainer gut,m da Du bis zum letzten Moment reagieren kannst, falls z.B. jemand krank wird. Aber die Eltern wollen das doch meist ein bisschen früher wissen, ob sie Samstag zum Fussball fahren müssen oder nicht.


    Grüße
    Oliver

    Wenn das so ist - umso besser :)! Das bekräftigt die Position der Trainer, die vereinsfremde Kinder einfach mal mitspielen lassen. Danke für dir Richtigstellung.


    Grüße
    Oliver

    Bisher gute Gedanken/Tipps, daher nur eine generelle Anmerkung: Eigentlich müssten die Planung für die neue Saison im April/Mai erfolgen, damit man spätestens zur offiziell vorgersehenen Wechselperiode im Juni alles fix hat. Bei uns hier war Meldeschluss für die Rückrunde am 29.6. Ob man da noch Mannschaften nachmelden kann, weiss ich nicht. Das hängt wahrscheinlich ein bisschen auch am Klassenleiter.


    Aber das wichtigste ist es jetzt, einen zweiten Trainer zu finden und sich mit ihm gemeinsam Gedanken zu machen.


    Grüße
    Oliver

    Der angezeigte Verein darf nämlich niemanden mittrainieren lassen, der keine Bescheinigung vorlegt.

    Das ist nicht überall so, denn das ist eine Regelung des Landesverbandes. Wäre ja sonst auch zu einfach :rolleyes:. In Hessen gibt es diese "Anzeigepflicht" nicht und ehrlich gesagt finde ich das gut.


    Ja, ohne Mitgliedschaft im Verein greifen natürlich die Vereinsversicherungen nicht. Aber das ist dann wie Bolzen auf dem Spielplatz. Da bist Du ja auch nicht über irgendeinen Verein abgesichert. In der Praxis habe ich immer Kinder erstmal 1 oder 2 Wochen mitttrainieren lassen, bevor sie die Unterlagen bekommen haben.


    Grüße
    Oliver

    Wie tobs schon schreibt: Es ist sehr hilfreich, wenn man mit der Zeit den Turnierveranstalter und die anderen Trainer kennt. Ich habe z.B. durch Absprache im Vorfeld schon erreichen können, dass bei einem F-Turnier zufällig eine schwache und eine starke Gruppe "gelost" wurde :). Das war zumindest für die Gruppenspiele eine einigermaßen leistungsgerechte Einteilung. Und wir sind mit unserm damaligen Jungjahrgang zwar dennoch Letzter geworden, aber zumindest nicht vollkommen unter gegangen. Viele (aber leider nicht alle) Trainer sind auch zugänglich, wenn sie mitbekommen, dass Ihr Team ohnehin haushoch überlegen ist (und freuen sich im umgekehrten Fall, wenn man ihr Team nicht pulverisiert).


    Grüße
    Oliver

    Ok, jetzt ist es ein wenig klarer: Du bist Trainer einer anderen Mannschaft in diesem Verein. In der abgelaufenen Saison hat Dein Sohn bei diesem Trainer gespielt, aber er ist jetzt hoch in die C gewechselt. Du bis also nicht mehr direkt betroffen. Alles was Du tun kannst ist, mit dem Jugendleiter zu reden. Aber Du musst sehr aufpassen, dass das nicht als Anschwärzen rüber kommt, so nach dem Motto "Jetzt ist sein Junge raus, jetzt wäscht er schmutzige Wäsche".


    Was willst Du eigentlich beim Elternabend, wenn Dein Sohn jetzt in einer anderen Mannschaft spielt?


    Grüße
    Oliver

    Wobei natürlich gerade im Bereich der G-Jugend die Spielintelligenten von den Robusten brutalst abgeräumt werden. Ist mir auch schon oft aufgefallen.

    Wieder mal so ein Moment, wo ich glaube, in einem Paralleluniversum zu leben: Bei Euch gibt es "oft" G-Jugendliche, die andere "brutalst abräumen" ?( ?!


    Grüße
    Oliver

    Was Du aber ausblendest ist, dass körperliche Fähigkeiten sehr wohl Teil des Talentes sind (und kein kleiner). "Genial" sind da halt die Spieler, die entweder so flink/wendig/spielintelligent sind, dass sie andere körperlichen Nachteile (über-)kompensieren können. Aber auch diese Spieler wären noch besser, wenn sie schneller oder sprungkräftiger oder robuster wären (am besten alles gleichzeitig).


    Grüße
    Oliver

    Na ja, es sind aber auch 5 Spanier auf der Liste, die größer oder gleich 1,83 m sind. Man kann also eher ablesen, dass man aktuell als Spanier recht gute Chancen hat, auf dieser Liste zu landen :).


    Aber ich gebe Dir schon Recht: Mit 1,70 m hat man es im Spielsystem der Spanier offenbar leichter als bei anderen Spielweisen. In den letzten Jahren gibt es ja den Trend, dass immer weniger Flanken von der Grundlinie geschlagen werden. Die Spanier sind hier Vorreiter. Dadurch wird Größe (im Sinne von Kopfballstärke) bei Stürmern etwas unwichtiger, gleiches gilt dann eigentlich auch für Innenverteidiger. Wobei offenbar gerade bei der EM so viele Kopfballtore gefallen sind, wie noch nie, hmmm....


    Zugleich würde ich die Einschränkung machen, dass das für die absolute Spitze gilt. je tiefer man leistungsmäßig schaut, desto erfolgreicher sind eher physisch starke Spieler im Vergleich zu eher spielerisch starken, auch im Jugendfussball.


    Grüße
    Oliver

    Wenngleich man nach dem gestrigen Spiel der reifen Leistung der Spanier großen Respekt zollen muß. Sie haben die Antwort darüber, das sie nur langweiligen Kurzpass-Fussball spielen können, in sehr beeindruckender Weise auf dem Platz gegeben!

    Ja, wobei ich zugeben muss, dass ich gehofft hatte, dass die Dominanz der Spanier gebrochen wird. Es ist eben langweilig, wenn immer dieselben gewinnen, umso mehr, wenn es nicht das eigene Team ist 8). Dass schon wieder Spanien gewonnen hat, lässt mich ein wenig ernüchtert zurück. Aber natürlich haben sie es verdient, zumal zumindest die ersten beiden Tore toll heraus gespielt waren.

    Es war in der EM mehr drin für unsere Nationalelf! Wieviel, das werden wir wohl erst in 2 Jahren bei der WM in Brasilien erfahren!

    Na hoffentlich schaffen sie es da mal, ihr Potenzial auszuspielen!


    Grüße
    Oliver

    Wenn man sich die guten Spieler anschaut sind auffällig viele kleine Spieler dabei. Die Frage ist doch warum konten sich die Messies, Lahms, Maradonas, Häßlers, Littbarskis, dieser Welt so durchsetzen. Ich denke das sie gerade aufgrund ihrer Größe in Positionen gedrückt wurden wo sie sich frei entfalten konnten.
    Der wuchtige Innenverteidiger hat seine Aufgabe alle Bälle insbesondere hohe zu klären. Die Stürmer haben die Aufgabe hohe Flanken zu verwerten. Also wohin mit den Kleinen. Im Mittelfleld können sie das Spiel mit ihrer Flinkheit wesentlich steuern.

    tobn hat's ja auch schon gesagt: Deine Liste ist nixht repräsentativ. Hier mal die Liste der Top 23 der Euro2012 laut UEFA:


    Name Größe
    Gianluigi BUFFON 1,91
    Iker CASILLAS 1,85
    Manuel NEUER 1,93

    Gerard PIQUÉ 1,92
    Fábio COENTRÃO 1,79
    Philipp LAHM 1,70
    PEPE 1,87
    SERGIO RAMOS 1,83
    JORDI ALBA 1,70

    Daniele DE ROSSI 1,84
    Steven GERRARD 1,83
    XAVI Hernández 1,70
    Andrés INIESTA 1,70
    Sami KHEDIRA 1,89
    Sergio BUSQUETS 1,89
    Mesut ÖZIL 1,83
    Andrea PIRLO 1,77
    XABI ALONSO 1,83

    Mario BALOTELLI 1,90
    Cesc FÀBREGAS 1,79
    Cristiano RONALDO 1,86
    Zlatan IBRAHIMOVI? 1,95
    David SILVA 1,70


    Mittelwert 1,83


    Da sind einige kleine drunter, aber halt ebensoviele große, so dass als Mittelwert 1,83 m heraus kommt. Aus meiner Sicht kann man aus der Liste ablesen, dass man im gegensatz zu anderen Sportarten im Spitzenfussball mit jeder Körpergröße seinen Platz finden kann. Ok, Spieler über 2m sind nicht vertreten...



    Wenn ich meine C Jugendspieler von damals sehe, waren wir aufgrund körperliche Defizite meistens unterlegen. Kraft schlägt Technik in der C Jugend. Ab der B Jugend gleicht sich das wieder aus.
    Mein kleinster Spieler war in der C Jugend gerade mal 1,25 m groß. Damals war er in fast jeden Zweikampf unterlegen hat aber eine sehr gute Technik. Jetzt im 2. Jahr B Jugend sagt er selbst kann er seine Stärke richtig ausspielen und die Gegner haben keine Chance mehr gegen ihn.

    ist das wahr, C-Jugend 1,25m?!? Da sind ja meine F-linge deutlich größer...


    Grüße
    Oliver

    Es wird immer gern auf Barca oder Spanien geschaut, aber das ist die eine große Ausnahme im Profifussball. Und selbst die haben etliche große Spieler in ihren Reihen. ich denke, es ist unstrittig, dass körperliche Vorteile (Größe, Schnelligkeit, Ausdauer, Robustheit...) gerade auf niedrigerem Niveau und vor allem auch im Jugendbereich spielerische Vorteile kompensieren können. Anders gesagt: Jemand, dem einer oder mehrere der genannten körperlichen Vorteile fehlt, der muss extrem gut in anderen Disziplinen wie Spielintelligenz o.ä. sein, sonst wird er sich nicht durchsetzen.


    Aus meiner Sicht heisst das für die Förderung: Körperliche Eckdaten sind wichtig, aber Nachteile in dem Bereich sollten kein Ausschlusskriterium sein, wenn anderweitig ausreichend Talent erkennbar ist. Aber ganz vergessen kann man die körperlichen Voraussetzungen auch nicht.


    Grüße
    Oliver

    Stefan
    Bzgl. Siegprämien bin ich mit Dir einer Meinung. Ich kann mir angesichts der exorbitanten Gehälter der Nationalkicker nicht vorstellen, dass da 100 Tsd.€ mehr oder weniger viel an der Motivation ändern. Ich würde die Prämien weglassen.


    Das Hymnensingen ist aus meiner Sicht kein Thema, über das man sich aufregen sollte. Aber mal andersherum gefragt: Warum ist Dir das Absingen der Hymne so wichtig? Und wie würdest Du mit Spielern umgehen, die nicht singen wollen (aus welchen Günden auch immer)?


    Grüße
    Oliver