Beiträge von Don Quijote

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    Die Ballkontrolle wird dadurch erheblich erleichtert. Der Ball verzeiht Fehler bei der An- und Mitnahme.

    Das ist genau der springende (sic!) Punkt. Durch diese Eigenschaften haben die Kinder mehr Kontrolle, was das Ping-Pong-Spiel ((c) tobn) verhindert und so ein vernünftiges Hallenspiel oft erst ermöglicht.


    Gegenargument ist, dass die Kinder sich dadurch eine schludrige Technik angewöhnen (der Futsal verzeiht das ja eher). Daher würde ich nicht ausschließlich den Futsal nutzen, sondern wie vorgeschlagen immer mal wieder andere Bälle einsetzen.


    Grüße
    Oliver

    Zamorra, auf Deiner Seite bietest Du ein prima Beispiel wie es richtig geht :thumbup:. Keine hochtrabenden Spielanalysen, sondern direkte Ansprache des Trainers an seine Spieler. So hast Du Dir einen hervorragenden zusätzlichen Kommunikationskanal geschaffen.


    Grüße
    Oliver


    PS Prima ist der Bericht vom Spiel gegen MTV Treubund Lüneburg 2 :)

    Aus welchem Landesverband kommst Du? Normalerweise ist in der Jugendordnung genau fest gelegt, wie ein Spielerpass auszusehen hat. Und ein Pass ohne Bild ist ja hanebüchen. Allerdings ist jetzt die Sache doch gelaufen, oder habt Ihr während des Spiels schon protestiert? Wenn ja: Wieso hat der Schiri das denn durchgehen lassen?


    Grüße
    Oliver


    PS: Der Nickname, den Du Dir da ausgesucht hast, ist so ziemlich der geschmackloseste, den ich bisher hier im Forum gesehen habe. Findest Du das wirklich lustig?!

    Letzte Saison habe ich manchmal Berichte über unsere Jungs verfasst und fand das richtig schwer:
    - viel Lob, aber auch nicht zu überschwänglich, sonst wirkt es ja unecht
    - gelungene Aktionen lobend erwähnen, aber ohne dass immer dieselben Spieler positiv wegkommen
    - Ergebnis möglichst gar nicht (oder nur nebenbei) erwähnen
    ...
    Daneben noch die Schwierigkeit, dass manche Eltern nicht wollen, dass Ihre Kinder namentlich im Internet auftauchen (geschweige denn mit Bild). Irgendwann habe ich es dann gelassen.


    Grüße
    Oliver

    Hier schreibt ein Erwachsener für Erwachsene.

    Das ist der wesentliche Punkt. Ein Bericht für Kinder müsste anders aussehen.

    Was ist mit diesem Trainer?
    Kann man ihm überhaupt erklären, was KiFu bedeutet oder bricht dann eine Fußballwelt zusammen?
    Wenn ja, wie soll das gehen?
    Gibt es einen Kompromiss?

    Der Bericht ist ja offenbar von einem Spielervater verfasst und nicht vom Trainer. Insofern kann man nur sehr wenig bis gar keine Rückschlüsse auf den Trainer ziehen. Ausser der Tatsache, dass er offenbar seinen Spielereltern das Konzept der FPL nicht näher erläutert hat. Wobei selbst der Schreiber ja zu einem klasse Fazit kommt:

    Zitat

    beim Schlusspfiff gaben sich beide Teams die Hand und alles ging friedlich und zufrieden auseinander.

    Das ist Doch 100% Werbung für die FPL!


    Grüße
    Oliver

    Keiner sagt, dass die Eltern sich nicht einmischen sollen, wenn sie mit irgendeiner Entwicklung nicht zufrieden sind. Dazu kann man den Trainer ansprechen, alleine oder im Rahmen eines Elternabends. Aber doch nicht während eines Spiels, da sind selbst gut gemeinte Anweisungen fehl am Platze. Wenn der Trainer da die Kinder "falsch aufstellt", dann können das doch nicht die Eltern korrigieren! Wie soll denn ein Kind da noch begreifen, was nun Sache ist? Und auch die Trainer sind während des Spiels oft ausreichend damit beschäftigt, die Spieler zu beobachten, Schnürsenkel zu binden, sich zu überlegen, wer als nächste reindarf. Da ist doch keine zeit, um auch noch mit Eltern zu diskutieren.


    Also nochmal: Einmischen ja, aber während des Spiels Ruhe bewahren, auch wenn der Trainer gerade vollkommenen Mist zusammen zu coachen scheint. Wenn das mangels Vertrauen in den Trainer nicht geht, bist Du im falschen Verein.


    Grüße
    Oliver

    ...aber das gehört doch zum Fussballspielen dazu, solange es sich im Rahmen hält.


    ...und eine goldene Regel für das väterliche Verhalten am Rand: einfach mal die "Fresse" halten und no Kommentar!

    Ich bin da ganz klar Andres Meinung. @Günther: Selbst wenn es im Rahmen bleibt, bringt das Gebrülle nix. Im besten Fall wird es überhört (das ist ja auch das, was Du den Kindern beizubringen versuchst). Im schlechteren Fall lenkt es die Kinder ab und baut zusätzlichen Druck auf. Und alles nur, weil das für die Eltern "eben zum Fussball dazugehört"?


    Der neue Verein meines Sohnes propagiert ganz klar, dass die Eltern sich zurückhalten sollen. Es gilt in allen Jugendteams die Regel, dass das Kind ausgewechselt wird, wenn Eltern sich nicht daran halten. Das haben alle schriftlich gekriegt. Ich habe es noch nicht erlebt, dass das passiert ist. Der Platz ist so, dass die Eltern beider Teams jeweils nur an der Stirnseite des Feldes hinter der Bande stehen können. Klar ist das ganz schön weit weg, ich gucke auch lieber von der Seitenlinie zu. Aber die Spiele verlaufen bisher ausgesprochen entspannt. Ich glaube, dass das auch daran liegt, dass die Eltern gezwungenermaßen gemischt stehen (denn es ist halt recht eng) . Das alleine sorgt schon dafür, dass die Eltern sich nicht so gehen lassen.


    Grüße
    Oliver

    Klasse Posting, tobn! Interessant finde ich vor allem Deine Gedanken zum Unterschied zw. Eurer "alten" E7 und der jetzigen D9.


    Irgendwie stößt man da an die Grenzen des KiFu, zumindest wenn man sie zum Dogma erhebt.

    Das würde ich so nicht sagen. Man stößt im Training immer wieder an Grenzen, nicht jeder Spieler wird jede Fertigkeit erlernen. Aber das ist kein spezifisches Problem wegen der Grundideen des KiFu, oder?


    Vielleicht kennt ja jemand noch ein Spielform für F-Jugendliche, die das defensive Umschalten fördert.

    http://www.soccerdrills.de/Zwe…20seiten/zweikampf33.html


    Gute Erfahrungen habe ich auch mit so einer Art Tschechenrolle 1:1 gemacht. Die Übung ist entweder auf soccerdrills oder trainertalk beschrieben, aber ich habe sie nicht so schnell gefunden:


    2 Tore (A und B) mit TW im Abstand von ca. 15-30m (je nach Alter). Alternativ Minitore ohne TW. Neben jedem Tor stehen mehrere Spieler, jeweils mit Ball. Ein Spieler A dribbelt und schiesst auf Tor B. Sobald der Ball geschossen ist, startet hinter Tor B ein Spieler mit Ball und versucht den Konter auf Tor A. Angreifer A muss also sofort nach seinem Schuss umschalten und gegen Spieler B verteidigen. Das ganze dann ohne Pause mit ständigem Wechsel. Je nachdem, wann man die Spieler jeweils schiessen lässt, kann man steuern, ob die Verteidiger noch die Chance haben, den Angreifer frontal zu erwarten oder ob sie ihm direkt nachhecheln müssen.


    Grüße
    Oliver

    Mich würde mal interessieren, was die vehementen Verfechter des KiFu für Lösungsansätze haben?

    Hallo Christoph,
    ob ich zur Gruppe der "vehementen Verfechter des KiFu" gehöre, sei mal dahingestellt :). Das Problem kenne ich. Ein Patentrezept habe ich leider auch nicht. Was ich in F2 und F1 probiert habe (bin ja aktuell kein Trainer mehr) ist folgendes:

    • Diese Spieler bewusst hinten spielen lassen (gab viel Gemaule). Das Problem dabei ist, dass das für die Mannschaft wirklich hart ist, wenn diese Spieler dann ihre Verteidigungsaufgaben vernachlässigen. Da kassiert man ratzfatz 2 oder 3 schnelle Gegentore. So kriegen alle zwar mit, welche Folgen das Fehlverhalten hat, aber erstens macht das schlechte Stimmung, zweitens werden die Löcher in der Abwehr dann oft von Spielern gestopft, die eigentlich vorne spielen sollen, die sich aber dem Mannschaftserfolg mehr verpflichtet fühlen. Und dritttens ist man als Trainer dann immer wieder in der Rolle, dass man den Spielern Anweisungen von außen gibt ("geh wieder nach hinten", "nicht vorne stehen bleiben"), was man ja im Sinne des freien Spiels auch nicht machen will. Alles in allem ist mein Eindruck, dass man das im Spiel nur sehr eingeschränkt vermitteln kann. Man kann lediglich die Folgen sehen und in der Nachbesprechung die Probleme ansprechen.


    • Im Training haben wir viele Spiele gemacht, die Angriff und Abwehr gleichermaßen fordern. Z.B. Tor des Gegners zählt doppelt, wenn nicht alle Spieler mind. in die eigene Hälte zurück gekommen sind. Oder einfach 1:1 Championsleague (mehrere Felder mit Auf-/Abstieg). Da war einer meiner besten Dribbler mal völlig verzweifelt, weil er (wegen seiner mangelnden Defensivarbeit) nach ganz unten durchgereicht wurde. Leider hat selbst das bei ihm nicht dazu geführt, dass er sein Verhalten grundlegend geändert hat.

    Wie gesagt, ich habe kein Patentrezept. mein Ansatz war, den Spieler vorrangig im Training mit entsprechenden Übungen/Spielformen zu vermitteln, dass jeder Spieler defensive und offensive Aufgaben hat. Steinis Vorschlag oben ist hart, aber vielleicht wirklch eine Idee wert. Denn die Spieler müssen begreifen, dass sie der Mannschaft massiv schaden, selbst wenn sie vorne 2 oder 3 Tore schiessen (und sich dafür gerne feiern lassen).


    Grüße
    Oliver

    Danke für den Bericht. Eine Sache verblüfft mich

    Beim FC Barcelona U19 gab es im Sommer ein Umbruch.12 Spieler mussten gehen und 12 neue Spieler und ein neuer Trainer wurden geholt.

    Ist das nicht eine Bankrotterklärung für die Nachwuchsförderung, wenn soviele Spieler aus der sicher ziemlich optimalen Nachwuchsschule so kurz vor dem Sprung ins Aktivenalter ausgetauscht werden? Dass jeweils am Saisonende 2 oder 3 Spieler kommen und gehen, hätte ich erwartet, aber gleich 12 ?( ?!?


    Grüße
    Oliver

    Willkommen im Forum!


    Deine Gedanken in Bezug auf die Trainingsgestaltung sind schon mal gut. Folgendes fällt mir auf:


    - U9 braucht eigentlich noch kein "Aufwärmen" im Sinne von Warmlaufen/Dehnen usw. Die können praktisch aus dem Stand voll loslegen. Statt einer Autwärmphase wird daher oft eine Einstimmungsphase/Tummelphase empfohlen.
    - Dass eine Übung nicht direkt super läuft, das ist bei U9 nach meiner Erfahrung der Regelfall. Ich mache mir eher Gedanken, wenn es gleich klappt, denn dann ist irgendetwas faul :D. Daher würde ich auch nicht zu schnell zwischen den Übungen hin- und herwechseln. Lieber eine Übung richtig, und dafür eine andere Übung weglassen.
    - Generell finde ich die Einteilung Tummelphase/Hauptteil/Schlussteil als Grundstruktur gut. Wichtig bei der U9 ist Techniktraining, aber auch Spielformen. Und bei allem soll der Spaß nicht zu kurz kommen.


    Gute Hinweise gibt der DFB http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=519708 Dort sind auch immer Beispiel-Trainingseinheiten. Und natürlich http://www.soccerdrills.de :)


    Grüße
    Oliver

    Koordinationsleiter ist sicher gut! Zusätzlich würde ich auch Ganzkörper-Übungen machen, also z.B. Staffellauf, wobei am Wendepunkt ein Ball aufgehoben werden muss, Handball- oder Basketball-Spiele oder ähnliches. In der Halle kannst Du sicher auch mit Matten da viel machen. Auch Einsteiger-Torhüter-Übungen sind dafür gut, da hat TW-Trainer ja hier im Forum schon mehrfach gute Hinweise gegeben. Ich bin überzeugt davon, dass da gerade eher ungelenke Spieler enorm davon profitieren.


    Grüße
    Oliver

    Andre


    Respekt, Ihr habt in Eurem Kreis wirklich eine der unübersichtlichsten Seiten, die ich kenne. Auf Anhieb habe ich auch nicht viel für D9 gefunden:


    Spielfeld für D9 ist geregelt, aber kein Wort vom Ball
    http://www.fussballkreis-teckl…iel_D-Junioren-rinnen.pdf


    Für E+F ist Spielfeld+Ballgröße klar festgelegt
    http://www.fussballkreis-teckl…beispiel_E-F-Junioren.pdf


    Für D7 gibt es Festlegungen des Landesverbandes, die ja auch Christian schon zitiert.
    http://www.flvw.de/fussball/jugend/spielbetrieb/spielregeln-fuer-kleinspielfelder/nc.html?cid=668&did=1316&sechash=4cee9197


    Aber wie gesagt, Festlegung der Ballgröße für D9 konnte ich nicht finden. Setz mal Deinen Jugendleiter drauf an.


    Grüße
    Oliver