Profis sind Kleinunternehmer, die ihre Arbeitskraft verkaufen. Scheinheilig ist da erstmal nix, ausßer evtl. pathetisch vorgetragener Vereinsliebe. Aber selbst das kann man noch verbuchen unter "vom Auftraggeber verlangte schauspielerische Leistung", die Bestandteil des Arbeitspaketes ist.
Gründe für den Vereinswechsel gibt es viele: Finanzielle ebenso wie sportliche. Bei Götze schätze ich es so ein, dass er aus sportlichen Gründen wechselt, kann mir nicht vorstellen, dass er woanders nicht (noch) mehr hätte kriegen können. Aber das sind finanzielle Dimensionen, die sich mir sowieso nicht erschließen (ist es wirklich ein gefühlter Unterschied, ob man 10 oder "nur" 8 Mio. pro Jahr kassiert?). Bei Zweitligakickern (oder drunter) sieht das anders aus, da geht es oft vermutlich wirklich darum, ob man von dem Geld leben kann oder sogar noch etwas auf sie Seite legen kann.
Scheinheilig sind (und da bin ich mir mit den Vorrednern einig) vor allem die Fans, die unbedingte Vereinstreue verlangen, obwohl sie doch auch erkennen müssten, dass diese im Profifussball praktisch keine Rolle mehr spielt. Uns Uwe (nicht der hier aus dem Forum :)) ist halt lange her. Was z.B. beim Neuer-Wechsel sowohl in Schalke als auch in München ablief, war in meinen Augen ganz großer Schmarrn. Aus sportlicher sicht halte ich es wie Uwe: Ich bin kein Fan (außer von der Mannschaft meines Sohnes
), schaue mir aber gerne gute Fussballspiele an. Bin schon gespannt auf heute Abend!
Grüße
Oliver
