Beiträge von Don Quijote

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    Wenn ein Verein 3 D-Jugenden hat, dann finde ich es sportlich nicht allzu verwegen, mit der D1 den Aufstieg in die Kreisklasse anzustreben*. Soweit sehe ich da erstmal kein Problem. Problematisch wird es dann, wenn für dieses Ziel a) andere Mannschaften gerupft werden und b) Spieler hochgezogen werden, um dann auf der Bank zu versauern. Aber das ist weniger ein Problem des D1-Trainers als vielmehr ein Problem des Vereins: Das kann doch der D1-Trainer nicht eigenverantwortlich entscheiden, ohne sich mit den Spielern, sowie mit den anderen Trainern bzw. dem Jugendleiter abzustimmen?! Natürlich ist es nicht sinnvoll, eine D9 mit 17 Spielern zu bestücken.


    Grüße
    Oliver


    * Ein Punkt, den nich nie verstehe sind die unterschiedlichen Klassenbezeichnungen. Bei uns ist Kreisklasse das allerunterste. Aufsteigen kann man in die Kreisliga, dann in die Gruppenliga. Aber offenbar werden die Klassen überall anders benannt.

    Im ersten Jahr der E-Jugend wird schon gesichtet und Spieler " zusammengekauft". Dann brüstet man sich damit, das man eine gute Jugendarbeit abliefert und in allem Altersklassen in der höchsten Landesklasse spielt.... geil...!!


    Hallo Addi,
    ab wann es sinnvoll ist, gute Spieler zusammen zu ziehen, das ist hier ja schon oft sehr kontrovers diskutiert worden. Das ist aber nicht Thema dieses Threads, daher nur kurz: Ich denke nicht, dass es eine allgemeingültige Antwort gibt, sondern das hängt immer sowohl von den Spielern als auch von den beteiligten Vereinen ab.


    ...

    Andre, Dein Ansatz passt eher auf eine Leistungseinteilung von bereits im Verein spielenden Kindern. Hier geht es aber um Zugänge von außen, also von anderen Vereinen.


    Grüße
    Oliver

    bisher habe ich im Fussball den Begriff Konditon immer der reinen Ausdauer zugeordnet.


    dass dem jetzt Schnelligkeit, Kraft und Sprunkraft zugeordnet wird, ist mir absolut neu.

    Ok, das erklärt sicher, dass wir teilweise aneinander vorbei geredet haben. Ich halte mich an die Definition aus Wikipedia, die meines Wissens den Begriff "Kondition" genauso verwendet wie die Sportwissenschaftler:

    Zitat

    Der Ausdruck Kondition (lateinisch condicio ‚Beschaffenheit‘, ‚Zustand‘, ‚Bedingung‘, ‚Verfassung‘) bezeichnet (...) im Sport das Leistungsvermögen bezüglich Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination, siehe Körperliche Leistungsfähigkeit

    Quelle http://de.wikipedia.org/wiki/Kondition


    Grüße
    Oliver

    ernsthaft gesehen, betrachte ich das Thema schon differenzierter.


    Das scheint ein Problem bei zunehmendem Alter zu sein ;)


    ich seh es auch so, dass man durchaus auch mal Runden laufen kann.


    Nur zur Klarstellung: Rundenlaufen (TRaben rund um den Sportplatz) hat hier noch niemand empfohlen, zu Recht.


    im eigendlichen Thema geht es aber um Kondition im Kinderfussball.


    Konditionstraining bedarf eines längerfristigen Zeitraumes mit ähnlichen Grundinhalten in den Übungen. egal ob beim Runden laufen, Viereck, Dreieck,
    mit Ball, ohne Ball, Wettkampfform oder sonstwie.


    Konditonstraining ist keine Angelegenheit von einzelnen Übungseinheiten, sondern langfristig anzulegen, hat aus mener Sicht auch nichts mit
    Lauftraining oder mal auspowern zu tun.


    Konditionstraining in diesem Sinne, gehört für mich nicht in den unteren Jugendbereich, kann und brauch auch kein Ausbildungsziel sein,
    da Kondition in jeder Altersstufe, sogar noch bei 60ig jährigen jederzeit relativ schnell antrainierbar ist.


    Das sehe ich wiederum differenzierter. Kondition ist ja nicht nur "Ausdauer", sondern auch Schnelligkeit, Gewandheit, Sprungkraft. Alles Ausbildungsziele, oder etwa nicht?


    hinter jeder Übungseinheit steht doch als oberstes Ziel die Frage, was will ich eigendlich damit erreichen.
    im Kinderfussball kann das Ziel jedoch nicht Kondition sein.


    siehe oben


    Fazit: Verbesserung der Kondition ist aus meiner Sicht sehr wohl Ausbildungsziel. Natürlich meine ich damit nicht das althergebrachte Rundenlaufen. Aber konstruktive Vorschläge sind ja oben in diesem Thread schon gekommen. Mir geht es darum, dass diese Vorschläge nicht ins Lächerliche gezogen werden.


    EDIT: Der DFB spricht für die D von "spielerischer Fitnessschulung", siehe http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=519710 Der Ausdruck gefällt mir :)


    Grüße
    Oliver

    Karl
    Mittlerweile hat auch der Letzte kapiert, dass Du offenbar Übungen mit Laufanteilen in der D grundsätzlich ablehnst. Ich sehe das anders, gerade z.B. die Übung von Tobi habe ich schon mit einer F gemacht - und die Jungs haben sich ausgepowert und hatten viel Spaß dabei. Gerade durch den Wettkampfcharakter wird verhindert, dass die Jungs nur traben (wie beim klassischen Rundenlaufen). Man muss aber auf ausreichende Pausen achten.


    Kannst Du begründen, was genau Dir daran nicht gefällt? Und wie versuchst Du, Deine Jungs schneller zu kriegen?


    Grüße
    Oliver

    Charakter vom Spieler oder nicht? Hätte der Spieler das weiterhin ertragen müssen? Hat sich hier etwas entladen, woran ein anderer lange gefeilt hat?


    Das Verhalten des Spielers ist nach Deiner Beschreibung nachvollziehbar. Aber wenn etwas so eskaliert, dann sind die Fehler vorher passiert, nicht erst an diesem Spieltag. Und zwar offenbar auf Seiten des Trainers, aber auch auf Seiten von Spieler und Spielereltern. Wobei letztere in der A wohl nicht mehr viel zu melden haben (und das ist gut so). Wenn das Verhalten des Trainers so grottenschlecht ist, warum wurde das nicht vorher schon mal in ruhigerer Atmosphäre angesprochen?


    Grüße
    Oliver

    Karl
    Für mich ist es erstaunlich, wie klar Du das siehst. Mir ist viel weniger klar, wie gravierend die Krankheit wirklich ist. Ich bin da auch eher bei Sir Alex und Milkys Sohn. Aus der Ferne ist schlecht zu beurteilen, wie schlecht es ihm wirklich geht, aber wenn er nichtmal Fieber hat, scheint es nicht sooo dramatisch zu sein.


    Aber wie gesagt: Aus der Ferne kaum zu beurteilen. Aber als Kind war ich froh, dass meine Eltern mich nicht bei jedem Schnupfen ins Bett gesteckt haben. Und bei meinen Kindern halte ich es ebenso.


    Grüße
    Oliver

    Kann mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, wie das zeitlich klappen soll. Landesliga U17, die trainieren doch bestimmt 3, eher 4-mal? Und fahren die nicht ab und an auf weiter entfernte Turniere, die mit Anreise mehrere Tage Zeit rauben? Und das ist nur der Co-Trainer Job. Wäre ich im Vorstand des "größeren Vereins" würde ich dem nur zustimmen, wenn absolut klar ist, dass im Zweifelsfall Dein Heimatverein zurückstecken muss.


    Probier es aus, aber sei drauf gefasst, dass es nicht funzt. Was machst Du dann? Deine Heimat C1 abgeben? Das solltest Du vorher schon überlegen.


    Grüße
    Oliver

    Ich könnte mir vorstellen, dass er falsch gegen den Ball gegangen ist.


    Hmm, ohne Dabeigewesen zu sein, bleibt das natürlich Spekulation. Bin selber kein TW-Experte, aber die größte Verletzungsgefahr bei Anfängern sehe ich darin, wenn der frontal auf den TW kommende Ball mit vorgestreckten Armen abgewehrt wird. Wenn der Ball hart kommt, sind da ruckzuck die Finger umgebogen. Daher habe ich meinen Keepern in der F ich immer versucht zu vermitteln, dass die Hände seitlich oder oberhalb des Körpers hinter den Ball müssen.


    Bessere Tipps kann sicher TW-Trainer geben, vielleicht sieht der das Thema hier noch.


    Grüße
    Oliver

    Selber bin ich aber auch immer erstaunt wie klein die Schritte der Verbesserungen doch immer sind, wenn überhaupt.
    Manchmal kommt dann jemand neu dazu und ist wirklich in ein paar Wochen auf dem gleciehn Stand oder sogar besser als die die schon jahrelang trainieren.


    Ähnliches habe ich auch schon beobachtet. Die Neueinsteiger, die voll einschlagen, sind aber durchweg sehr sportlich, d.h. die bringen unabhängig von organisiertem Fussballtraining Schnelligkeit, Gewandheit und koordinative Fähigkeiten mit. Diese muss man nicht zwingend im Fusssballtraining erworben haben, das geht auch im Turnen oder auch ganz fernab des Vereinssports beim Spielen mit den großen Brüdern. Der allgemeinsportliche Hintergrund ermöglicht den Spielern, sehr schnell die fussballerischen Basistechniken zu erlernen und schon sind sie mit dabei. Aus dieser Beobachtung folgt für mich, dass gerade in den unteren Jugenden (wie vom DFB vorgegeben) vielfältige Bewegungserfahrungen das wichtigste sind. Das ist die Basis, ohne die nix geht.


    Umgekehrt kann ein Trainer in den unteren Jugenden zwar viel falsch machen, aber ein sportliches Kind kann fussballerische Defizite später immer noch aufholen. Das wichtigste ist, dass das Kind Freude an der Bewegung behält, so dass es auch außerhalb des zeitlich ja meist sehr limitierten Traingszeit Sport macht. Aber klar, mindestens für diesen Spaß an der Bewegung sind die Trainer verantwortlich.


    Grüße
    Oliver

    Ich habe meinem Sohn vor dem Probetraining im leistungszentrum gesagt, dass es eine Sichtung ist, habe das Thema aber bewusst tief gehängt. "Wir fahren da hin und Du spielst ein bisschen mit. Wenn es Dir Spaß macht ist alles ok, wenn es Dir keinen Spaß macht, fahren wir wieder heim". Ich habe den Termin also auch nicht im Vorfeld als besonders wichtig angekündigt. Auch währemd der Sichtiung habe ich nur gefragt, ob er Spaß hat. Bei ihm hat das gut geklappt.


    Grüße
    Oliver

    06er dürfte bei uns ohnehin noch nicht E spielen, da man laut Jugendordnung max. eine Altersklasse nach oben rutschen darf. Und das aus guten Grund...


    marcel
    Diese Saison ist ohnehin so gut wie gelaufen. An Deiner Stelle würde ich mein Hauptaugenmerk auf die Mannschaftseinteilung für kommende Saison legen. Offenbar habt Ihr eine extrem dünne Besetzung. Lösung könntge eine Spielgemeinschaft in einigen Altersklassen sein. Aber darum müsstet Ihr Euch JETZT kümmern, nicht in 3 Monaten. Ich weiss, das ist weniger Dein Job als der des Jugendleiters. Aber vielleicht kann der ja ein bisschen Anregung/unterstützung brauchen.


    Grüße
    Oliver

    Das sehe ich ebenso. Zwei bzw. sogar 3 Jahre Unterschied, das sind Welten. Ich weiss jetzt nicht, wie Eure anderen Jahrgänge besetzt sind, aber so kann das nicht sinnvoll sein. Wie sieht denn Eure Planung für das kommende Jahr aus?


    Grüße
    Oliver

    Profis sind Kleinunternehmer, die ihre Arbeitskraft verkaufen. Scheinheilig ist da erstmal nix, ausßer evtl. pathetisch vorgetragener Vereinsliebe. Aber selbst das kann man noch verbuchen unter "vom Auftraggeber verlangte schauspielerische Leistung", die Bestandteil des Arbeitspaketes ist.


    Gründe für den Vereinswechsel gibt es viele: Finanzielle ebenso wie sportliche. Bei Götze schätze ich es so ein, dass er aus sportlichen Gründen wechselt, kann mir nicht vorstellen, dass er woanders nicht (noch) mehr hätte kriegen können. Aber das sind finanzielle Dimensionen, die sich mir sowieso nicht erschließen (ist es wirklich ein gefühlter Unterschied, ob man 10 oder "nur" 8 Mio. pro Jahr kassiert?). Bei Zweitligakickern (oder drunter) sieht das anders aus, da geht es oft vermutlich wirklich darum, ob man von dem Geld leben kann oder sogar noch etwas auf sie Seite legen kann.


    Scheinheilig sind (und da bin ich mir mit den Vorrednern einig) vor allem die Fans, die unbedingte Vereinstreue verlangen, obwohl sie doch auch erkennen müssten, dass diese im Profifussball praktisch keine Rolle mehr spielt. Uns Uwe (nicht der hier aus dem Forum :)) ist halt lange her. Was z.B. beim Neuer-Wechsel sowohl in Schalke als auch in München ablief, war in meinen Augen ganz großer Schmarrn. Aus sportlicher sicht halte ich es wie Uwe: Ich bin kein Fan (außer von der Mannschaft meines Sohnes :thumbup: ), schaue mir aber gerne gute Fussballspiele an. Bin schon gespannt auf heute Abend!


    Grüße
    Oliver