Beiträge von Don Quijote

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    Vermutlich gibt es die Statistiken einfach deshalb, weil sie sehr einfach aus den vorhandene Daten errechnet werden können. Es scheint ein Grundbedürfnis aller Sportinteressierten zu sein, möglichst alles in Zahlen und Daten zu erfassen. Zumindest habe ich den Eindruck, wenn mir der Sportreporter im TV wieder mal die Info präsentiert, dass der Stürmer in der 1.HZ 7-mal in der Nase gebohrt hat, er aber in der ganzen letzten Saison noch nie ein Tor mit Finger in der Nase geschossen hat.


    Noch eine Anekdote, die ich eigentlich nicht glauben würde, hätte ich nicht nebenan gestanden: Zu einem E2-Spiel wurde ein junger Spieler von seinen Eltern gebracht, obwohl er den Arm gebrochen hatte. Als der Trainer etwas ungläubig reagierte, sagten die Eltern, sie wollen ihn unbedingt spielen lassen, weil er doch aktuell der Führende der Torjägerliste sei und er diesen Status nicht verlieren soll...


    Grüße
    Oliver

    TRPietro
    Das mit dem Lügen ist natürlich doof, aber was ich aus Sicht des Jungen ungerecht finde, ist Dein plötzlicher Wandel in der Konsequenz. Offenbar hast Du sein Verhalten wochenlang toleriert und tust das jetzt plötzlich (und für ihn unvorhersehbar) nicht mehr. Meinst Du, er versteht das?


    Grüße
    Oliver

    Mir ist immer noch nicht klar, welche Spieler Du in Deinem Training haben wirst:

    • Sind das Spieler, die Defizite haben, die sie aufholen sollen?
    • Oder sind das besonders gute Spieler, die durch das Zusatztraining noch besser werden sollen?

    Im ersten Fall wäre es sinnvoll, die indiv. Defizite mit dem Stamm-Trainer der Spieler im Vorfeld zu besprechen. In jedem Fall würde ich Dann würde ich bei DFB trainer online nach altersgerechten Übungen bzw. Spielformen schauen.


    Wer hat denn das Fördertraining mit Dir vereinbart? Welche Erwartungshaltung hat derjenige denn?


    Grüße
    Oliver

    Man kann sich immer vielen, schönen Zielen verpflichten. Aber wie sieht es mit der Umsetzung aus? Gibt es Konsequenzen? Wie sind die geartet? Werden die auch wirklich in der Realität angewandt?


    Ja, Chris, das ist natürlich wahr. Die bloße Existenz eines Kodex bringt noch nix, er muss auch durchgesetzt werden.


    Grüße
    Oliver

    Blockwechsel sind extrem gerecht, weil dann zwangsläufig die Kinder immer gleiche Spielanteile bekommen. Allerdings ist nach meiner Beobachtung durch die Blockwechsel oft ein ziemlicher Bruch im Spiel. Extrem ist das dann bei Turnieren mit vielleicht 10 min Spielzeit, wo beide Teams Blockwechsel machen. Da sieht man dann 2 oder 3 komplett verschiedene Partien zu je 3 Minuten. Man kann das rasche Einstellen auf neue Spielsituationen sicher als Ausbilduingsziel haben, aber für manche Kinder ist es vorteilhaft, wenn sie ein bisschen mehr Zeit bekommen, um sich ans Spiel und an ihre Position gewöhnen zu können.


    Grüße
    Oliver

    tobn
    Die Frage kann ich nicht beantworten. Ich würde erwarten, dass es auch ein Regelsatz für Trainer gibt, aber wenn es ihn gibt, ist er nicht öffentlich auf der Webseite einsehbar (oder ich habe ihn schlicht nicht gefunden).


    Aber aus meiner Sicht ist das eine sehr gute Anregung: Wenn nämlich auch Regeln für die Trainer vereinbart sind, wird das ganze etwas "symmetrischer", weil es dann Vorgaben für alle am Mannschaftsleben Beteiligte gibt.


    Grüße
    Oliver

    Ein Vereinskodex ist aus meiner Sicht sehr sinnvoll, weil man so von vorneherein klar macht, wie sich die verschiedenen Parteien verhalten sollen. Schade, dass in dem Zeitungsartikel nicht dargestellt ist, WELCHE Regeln der Club sich da gegeben hat. Hier mal ein Beispiel der Regeln im NLZ eines hiesigen Profiklubs:

    Aus meiner Sicht kann man ähnliche Regeln auch im Breitensport aufstellen.


    Grüße
    Oliver

    Ehrlich gesagt fand ich den Umstieg von F auf E fast nicht wahrnehmbar (ok, ein wenig übertrieben). Schon in der F hatten wir oft Felder, die eigentlich E entsprachen und umgekehrt, die Plätze sind ja nicht alle gleich groß.. Klar, ist im Mittel mehr Platz, aber aus meiner Sicht hatte das alleine nur wenig Einfluss auf's Spiel. Viel auffälliger fand ich, dass in der E die Jungs (Mädelz gab es bei uns keine) viel mehr anfangen, auch wirklich zusamen zu spielen. Doch halt, wenn ich's recht bedenke gab es doch eine Auffälligkeit: Man trifft öfter auf sehr tief stehende Mannschaften, die einen sehr schnellen Konterstürmer haben, der mit einem langen Ball geschickt wird. Diese Spieler haben auf dem längeren Spielfeld mehr Platz, ihren Geschwindigkeitsvorteil auszuleben.


    Mein Großer macht jetzt im Sommer den Sprung von E auf D. Die ersten Testspiele als D9 haben sie schon gemacht, das wird noch ein Kampf 8o. Zum einen das grüßere (vor allem breitere) fFeld, zum zweiten der Spung von 7 auf 9 Spieler und vor allem auch das Abseits.. Aber man sieht auch hier, dass einige Jungs den Wechsel im Kopf sehr gut hinbekommen, während andere vollkommen schmerzfrei 5 m im Abseits stehen, aber lauthals den Ball fordern.


    Grüße
    Oliver

    Ich finde es nicht korrekt in diesem Alter eine direkte Stammmannschaft zu haben,

    100% Zustimmung


    Ich habe natürlich ein paar Stammspieler um die ich das Team aufbaue (TW, 6er,10ner und Stürmer sind meist gesetzt).

    0% Zustimmung :thumbdown: Was ist daran "natürlich"? Es ist (leider!) üblich, aber nicht sinnvoll. Die Gründe sind oben vielfach dargestellt, die Wiederholung spar ich mir.


    Grüße
    Oliver

    Handmarke
    Dass ein Spieler, der regelmäßig zum Training kommt, mehr spielt als einer, der nicht regelmäßig kommt, das ist vollkommen ok und das bestreitet hier ja auch niemand. Aber die Leistungsfähigkeit darf hier kein Kriterium sein. Und genau das machst Du (leider), wenn Du von Kindern sprichst, die "motorisch nicht für Fussball geeignet sind" und die deshalb nicht spielen. In der F ein NoGo aus meienr Sicht!


    Ich hatte in der F genau so einen Kader: 20 Jungs, 3 (oder 4?) Altjahrgang, Rest Jungjahrgang, leistungsmäßig sehr weit auseinander. Das war große K***, keine Frage. Ich habe konsequent rotiert. Zum Spiel habe ich max. 10 oder 11 mitgenommen, mehr ist ja kaum einsetzbar (obwohl man bei uns mittlerweile bis zu 15 Spieler mitbringen darf). Also musste ich immer Spieler zuhause lassen. Wenn man das gerecht gestaltet, so dass die Kinder sehen, dass jeder mal pausiert, dann ist das eigentlich kein großes Problem. Was mich viel mehr beschäftigt hat, ist das unterschiedliche Leistungsvermögen. Zwischen den Kindern lagen Welten. Ich habe versucht, gegen starke Gegner eine relativ starke Mannschaft zu stellen, und gegen schwache die schwächeren Kinder entsprechend mehr einzusetzen. Das hat leidlich geklappt, aber vor allem in der ersten Halbserie haben wir permanent hoch verloren, oft zweistellig. Gegen eine ausgewählte F1 hatten wir nicht den Hauch eine Chance. Es war schwer, die Stimmung im Team hochzuhalten, keine Frage. Im zweiten Halbjahr waren wir dann in der schwächsten Gruppe, da haben wir dann sogar ein paar Spiele gewonnen.


    Ich würde es wieder so machen. Dass es der richtige Weg ist, sehe ich daran, dass die allermeisten Spieler jetzt 3 Jahre später immer noch dabei sind. Ich habe das Team vor 2 Jahren abgegeben, aber mein Nachfolger verfährt so wie ich. Das Team hat weiter Zulauf, während andere Vereine Probleme mit dem Nachwuchs haben.Und etliche der damaligen Rumpelfüssler spielen mittlerweile gut mit.


    Aber halt, eins würde ich heute anders machen: Ich würde dem Verein viel eher die Pistole auf die Brust setzen, dass bei 20 Spielern eine weitere Mannschaft aufgemacht werden muss. Mich hat das damals schon ziemlich zerrissen, vor allem im Training.


    Grüße
    Oliver

    Quelle: http://es.wikipedia.org/wiki/F%C3%BAtbol_base


    Categoría Descripción Selección
    Sub-23 Seniorn 1 Selección española sub-23
    Sub-21 Selección española sub-21
    Sub-20 Selección española sub-20
    Sub-19 Selección española sub-19
    Sub-18 Juvenil "A" Selección española sub-18
    Sub-17 Juvenil "B" Selección española sub-17
    Sub-16 Cadete "A" Selección española sub-16
    Sub-15 Cadete "B" Selección española sub-15
    Sub-14 Infantil "A" Selección española sub-14
    Sub-13 Infantil "B" Selección española sub-13
    Sub-12 Alevín "A" Selección española sub-12
    Sub-11 Alevín "B" Selección española sub-11
    Sub-10 Benjamín "A" Selección española sub-10
    Sub-9 Benjamín "B" Selección española sub-9
    Sub-8 Pre-benjamín "A" Selección española sub-8
    Sub-7 Pre-benjamín "B" Selección española sub-7

    Daraus würde ich schließen: Jahrgang 2004 ist U10, also "Sub-10" = Benjamin A


    Grüße
    Oliver

    Nein, dass das Training im kleinen Verein besser ist hat aber doch auch niemand behauptet. Oder habe ich etwas überlesen?

    Doch, genau das sagt TWT (dessen Beiträge ich ansonsten sehr schätze) doch hier:

    dass in diesen Vereinen gerade in den 1. Mannschaften kaum Ausbildungsarbeit geleistet wird. Dies wird durch den Aufbau von Leistungsdruck ersetzt.

    "Kaum Ausbildungsarbeit in diesen Vereinen", das finde ich eben zu holzschnittartig.


    Ansonsten sind wir uns glaube ich, ziemlich einig. Dass durch Abwerben ein oder zwei extrem starke Vereine im Kreis entstehen, ist vielen (allen?) kleinen Vereinen ein Dorn im Auge, das kenne ich auch aus unserem Kreis. Aber ich bin nicht sicher, ob es für Talente nicht dennoch vorteilhaft ist, in solche Vereine zu wechseln. Bei uns im Kreis wird ab der D in überkreislichen Ligen gespielt, und da gibt es eigentlich nur noch ein oder zwei Vereine im Kreis, wo ein Spieler landen kann, der in dieser (höchsten) Liga spielen kann und will.


    Grüße
    Oliver

    Mir ist die Darstellung zu einseitig. Klar ist es so, dass eine E aus ausgewählten Spielern vermutlich besser ist als eine zufällig zusammen gestellte Truppe. Und es stimmt auch, dass das selbst dann noch gilt, wenn das Training im kleinen Verein viel besser ist als das im Verein mit den 8 E-Teams. Aber man kann daraus doch nicht schließen, dass das Training im kleinen Verein immer besser ist?!? Es gibt doch auch Vereine, die einen engagierte Jugendarbeit machen und gerade deshalb soviel Zulauf haben.


    Punkt 2 ist noch wichtiger: Es ist aus meiner Sicht nicht klar, wo sich ein Talent besser entwickelt: Bei einem kleinen Verein mit gutem Training oder bei einem großen Verein in einer ausgewählten Mannschaft mit etwas schlechterem Training. Der Grund ist, dass die Spieler sich immer auch gegenseitig trainieren. Es macht einen riesigen Unterschied, ob der Spieler im 1:1 alles geben muss, weil er sonst nicht besteht oder ob er (weil er in seinem Team leistungsmäßig nach oben raussticht) auch mit reduziertem Aufwand alle Zweikämpfe gewinnt.


    Optimaler Fall ist aus meiner Sicht: Gutes Training in einigermaßen leistungshomogenem Team. Und wenn dann noch das Klima im Verein passt (Freundschaften, soziales Umfeld), dann isses perfekt.


    Nochmal: Mir ist auch klar, dass es Vereine gibt, die sich mit den Turniersiegen ihrer U-Mannschaften schmücken, obwohl diese Siege keine Aussagekraft haben. Aber der Umkehrschluss Turniersieger = schlechtes Training ist eben auch unzulässig. Man muss schon ein bisschen mehr hinter den Vorhang gucken.


    Zum Thema Abwerben gibt es sicher Auswüchse, ich kenne sogar einen Fall, wo ein Bambino abgeworben werden sollte. Aber auch da gibt es die Kehrseite der Medallie, nämlich Vereine, die aus Eigennutz Spieler selbst dann nicht abgeben, wenn es im Sinne des Spielers angeraten wäre. Oben in Handmarkes Posting ist von "unseren Spielern" die Rede, die "prinzipiell nicht an diese Vereine" abgegeben werden. Ohne Hintergründe zu kennen, zucke ich da schon zusammen.


    Grüße
    Oliver

    Kompressionswäsche kenne ich nicht, halte ich auch für unnötig, zumal bei Kindern.


    Was aber richtig gut ist, ist die Funktionsunterwäsche. Mein Sohn trägt z.B. gerne so ein "Mock" unter dem Trainingsshirt, das sind diese langämeligen Shirts, die sehr eng anliegen. Mit Kompression hat das aber nichts zu tun, sondern Funktionswäsche kann ihren Zweck nur erfüllen, wenn sie eng auf der Haut aufliegt. Habe mir selbst so ein Mock zum Joggen gekauft, ist genial, da es wirklich schön warm hält.


    Grüße
    Oliver

    Leider wird den Eltern nicht ganz unzutreffend, aber häufig auch verantwortungslos suggeriert, sollte ihr Kind nicht bereits mit 12 Jahren den Schritt in den Stützpunkt oder zu einem der leistungsorientierten Vereine geschafft haben, wäre der Zug bereits abgefahren.


    Ohne jetzt Chinesisch-Unterricht in der KiTa zu fordern, muss man schon fragen, von welchem Zug man redet. Wer mit 13 oder 14 (also C-Jugend) Kreisliga kickt, hat allem Anschein nach keine Chance mehr auf eine Profikarriere. Zumindest legen das die Lebensläufe der aktuellen Jungprofis nahe. Eine Aufstellung siehe z.B. in dieser alten trainertalk-Diskussion Von einem, der auszog, um Profi zu werden...
    Es ist natürlich klar, dass nur ein verschwindend geringen Anteil der Spieler das Potenzial zum Profi hat. Aber man sollte das schon dazu sagen. Im Sinne einer sportlich optimalen Förderung sollte aus meiner Sicht ein talentierter Spieler mit ähnlich leistungsstarken Spielern trainieren. Das muss nicht im Profiverein sein, es gibt z.B. auch hier in der Region viele Vereine mit sportlich ambitionierter Jugendarbeit, deren Herren weit vom Profituim entfernt sind. Die schwierige Aufgabe der Eltern besteht darin, zusammen mit ihrem Kind auch eine Lösung zui finden, die logistisch machbar (Fahrten, Zeitaufwand) und sozial (Freunde, Umgang im Verein) ok ist.


    Grüße
    Oliver