Beiträge von Don Quijote

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    Ob ein so früher Wechsel sinnvoll ist, darüber haben wir hier ja schon oft gestritten. Gerade deshalb ist ein Erfahrungsbericht hilfreich für alle, die vor so einer Frage stehen. Ich bin auch auf weitere Berichte gespannt!


    Grüße

    Oliver

    Die körperlichen Unterschiede in der U15 sind brutal. Nach meiner Wahrnehmung suchen viele hochklassige Mannschaften für die U15 auch große, schnelle Spieler, eben weil die den Unterschied machen.


    HansMcMans hat die wesentlichen Punkte schon genannt. Viel mehr wirst Du nicht tun können. Wobei ich beim Spielsystem unentschlossen bin. Gegner vom eigenen Tor weghalten klingt gut. Aber nach meiner Wahrnehmung tun sich körperlich überlegene Gegner leichter, wenn sie Platz haben, also z.B . mit Fullspeed einem langen Ball hinterherjagen können. Steht der Gegner tief, dann wird es eng und damit spielerisch anspruchsvoller.


    Und noch ein genereller Einwand: Aus meiner Sicht ist es auch nicht ausgemacht, dass die Spieler die körperlichen Nachteile irgendwann aufholen. Es wird halt nicht jeder groß, kräftig und schnell. Aber die körperliche Diskrepanz wird sicher zumindest kleiner, so dass der körperliche Nachteil besser spielerisch kompensiert werden kann. Dennoch ist es aus Vereinssicht durchaus zu hinterfragen, ob ihr nicht wirklich ein paar "Kanten" hättet holen müssen. Die körperlichen Voraussetzungen haben großen Einfluss auf die fussballerische Leistung im Gesamtpaket. Das ist nicht gerecht, aber deshalb nicht falsch.


    Grüße

    Oliver

    Ich stimme meinen Vorschreibern zu. 2h einfacher Weg ist definitiv zu weit, das würde ich meinen Kind nicht zumuten. Lieber wohnortnah bei den Jungs spielen, und ggf. in 2 oder 3 Jahren über ein Internat nachdenken.


    Grüße

    Oliver

    So ganz glücklich bin ich mit dem Threadverlauf nicht. Eigentlich hatte ich vor, hier immer mal wieder von der Entwicklung bei meinem Sohn zu berichten, aber jetzt ist es doch wieder eine Grundsatzdiskussion zu NLZs geworden...


    Im Kinder- und Jugendfussball gibt es unglaubliche Auswüchse:

    - es gibt Trainer, die Geld nehmen, um Kinder im NLZ aufzunehmen

    - es gibt NLZs, die zwischen U11 und U14 jedes Jahr mehr als 10 Kinder austauschen

    - es gibt NLZ-Trainer, die Kinder anschreien

    - es gibt Eltern, die 10-jährige fest als finanzielle Zukunftssicherung einplanen

    - es gibt NLZs, wo Kinder "fit gespritzt" werden, um trotz Verletzung spielen zu können

    ...

    Warum spielt unser Sohn dann trotzdem im NLZ? Weil es eben nicht überall so ist und man daher nicht das komplette System der Nachwuchsförderung negieren muss, nur weil es die o.g. Auswüchse gibt. Man muss als Familie halt gucken, wo man landet. Vorschläge, wie man die Nachwuchsförderung verbessern kann, finde ich gut. Man wird hier aber vermutlich keinen kompletten Paradigmenwechsel brauchen, so schlecht ist das System nicht! Und die relaxte Einstellung der Familie, die Trainer E oben anspricht, ist vermutlich schon mal eine Grundvoraussetzung.


    Grüße

    Oliver

    Ich finde es aber in der Tat wichtig, diesen Diskurs zu führen. Wir stecken Kinder im Alter von 12 Jahren in eine Berufsausbildung und weil der Job (bei dem es kaum Stellen gibt) so derart angesehen ist, wird das hingenommen.

    Sorry, aber das stimmt so nicht, zumindest nicht allgemein. Unser Sohn spielt im NLZ, jetzt ist er sogar im Internat, aber er (und unsere Familie) betracht das nicht als Einstieg in eine Berufsausbildung. Ja klar, vielleicht kann er damit mal Geld verdienen. Aber das ist weit weg. Er spielt im NLZ, um sportlich möglichst optimal gefördert zu werden. Da geht es nicht um Geld.


    Beim Fussball ist das komisch, jeder guckt nur auf die Kohle. Ich selbst war Volleyballer, zweite Liga, also auch schon "Leistungssport", aber es war vollkommen klar, dass es (fast) allen um den Sport geht und nicht um Geld. Nur beim Fussball wird immer angenommen, dass das Hauptmotiv Geld ist, warum denn eigentlich? Im NLZ meines Sohnes wird stark auf die schulische Ausbildung geachtet, und das sind nicht nur Floskeln.


    ich stimme Chris zu, die Bandbreite bei den NLZs ist hoch. Aber wenn man da an Flachpfeifen gerät, muss man die Konsequenzen ziehen, genauso wie in einem anderen Verein.


    Grüße

    Oliver

    Hallo Spieler-papa ,

    da hat Eure Tochter eine sehr "erwachsene" Entscheidung getroffen, Chapeau! Und ich habe großen Respekt für Eure Familie, da ihr da nicht versucht, Eure Tochter in die eine oder andere Richtung zu drängen.


    Ich bin davon überzeugt, dass in dem Alter die Tür zum Leistungsfussball für deine Tochter definitiv noch nicht zu geht, daher lasst sie weiter mit Spaß spielen. In zwei oder drei Jahren könnt ihr sicher neu entscheiden.


    Viele Grüße

    Oliver

    Na ja, ich bin nicht sicher, ob es die Mühe wert ist, sich über Aussagen von Grindel zu sportlichen Neuausrichtung den Kopf zu zerbrechen.


    Das letzte Spiel gegen Frankreich wird ja allgemein sehr gelobt, ich bin da noch nicht so sicher, was ich davon halten soll. Letztlich hat die deutsche Mannschaft sehr defensiv gespielt, daher gab es nur wenige echte Chancen. Bezeichnenderweise hat die deutsche Mannschaft ja das Tor auch nicht aus dem Spiel erzielt. Was mir allerdings gut gefallen hat, ist das enorme Tempo durch die offensiven Drei. Man hatte immer das Gefühl, dass da sofort die Post abgeht, sobald die den Ball bekommen. Allerdings waren sie dann wegen der defensiven Ausrichtung auch ziemlich alleine vorne - und haben es mehrfach auch schlampig gespielt. Aber das muss man Ihnen vielleicht auch einfach noch zugestehen.


    Grüße

    Oliver

    Hier ein kleines Zwischenfazit: Unser Sohn ist jetzt seit Sommer im Internat. Er hat sich da recht schnell eingelebt und fühlt sich wohl. Was ihm gut gefällt, ist das Zusammenleben mit den Betreuern und den anderen Jungs im Internat, wobei jeder auch sein Zimmer hat, wo er sich alleine zurückziehen kann (wovon unser Sohn regen Gebrauch macht). Der Umzug fiel in die Ferien. Für den Start war es gut, dass erstmal "nur" Training auf dem Zeitplan stand, Schule kam dann erst einige Wochen später dazu. Jetzt ist er ganz schön am Stöhnen wegen der hohen zeitlichen Belastung. Er hat aktuell einmal Frühtraining, da werden die Jugs für die 3+4 Stunde aus der Schule geholt. Dazu 4-mal abends Training, Mittwoch ist trainingsfrei. Wenn Sonntag Spiel ist, wird Samstag nochmal trainiert. Im Internat müssen die Jungs selbst ihre Klamotten waschen. Mahlzeiten werden gestellt, nur am Wochenende müssen die Jungs sich selbst versorgen, sofern sie nicht nach Hause fahren. Für Notfälle hat er immer Müsli und H-Milch im Zimmer :) Insgesamt ein straffes Programm. Aber unser Sohn stöhnt zwar, aber fühlt sich wohl.


    Bisher holen wir unseren Sohn im Schnitt jedes zweite Wochenende heim, das passt ganz gut. Öfter will er auch gar nicht, weil er dann auch genießt, dass er im Internat komplett seine Ruhe hat (und zocken kann). Durch die Distanz kriegen wir als Familie nicht mehr alles mit, das ist schon eine Umstellung. Viel läuft natürlich über Telefon/Chat. Jetzt in den Herbstferien waren wir mit unseren anderen beiden Kindern im Urlaub, ohne unseren großen Sohn, das war schon komisch. Aber wir haben ihn dann gemeinsam besucht :)


    Sportlich ist es nicht ganz reibungslos. Er spielt als Jungjahrgang in der U17 Bundesliga. Zuletzt wurde er einige Spiele aber nur noch für 10 Minuten oder gar nicht eingewechselt. Das gab ihm schon zu knabbern, zumal der Trainer das zunächst nicht groß begründet hat. Bisher ging es sportlich für ihn eigentlich nur berauf und plötzlich wurden andere Spieler ihm vorgezogen. Mittlerweile gab es aber ein Gespräch mit den Trainern (ohne uns Eltern) mit dem Ergebnis, dass unser Sohn zunächst in der U16 Spielpraxis bekommt, aber weiter in der U17 trainiert und an seinen Schwächen arbeitet. Das hat er gut angenommen. Mal sehen, wie das jetzt läuft.


    Grüße

    Oliver

    Nochmal zur Klarstellung: Ich kenne es so, wie Effzeh es beschreibt, d.h. man kann eine Altersklasse nach oben gezogen werden, aber nicht zwei. Im Extremfall heißt das aber, dass z.B. ein Jungjahrgang D im Altjahrgang C spielt, also 3 Jahre höher (und wenn's ein Spätgeborener ist, vielleicht sogar fast 4). Das sind in Zeiten der Pubertät Welten!

    Mein Sohn geht seit Sommer ins Sportinternat. Allerdings war er beim Einzug schon gut 15. Früher hätte ich schwierig gefunden, aber mit 15 war er selbstständig genug. Bisher geht's ihm gut, die Eingewöhnung war kein Problem. Das Band zur Familie wird definitiv dünner, wir telefonieren viel und schrubben auch oft die 200 Kilometer, aber dass er nicht mehr bei uns wohnt, ist definitiv eine gravierende Änderung. Viel hängt auch davon ab, wie viele Hilfen die Kinder/Jugendlichen bekommen, sei es bei schulischen, sportlichen oder anderen Problemen, aber auch bei alltäglichen Dingen. Mein Sohn muss z.B. selbst waschen und wenn er am Wochenende im Internat bleibt, muss er auch selbst kochen. Das kriegt er bisher aber ganz gut hin.


    In unserer Bekanntschaft ist eine Handballerin mit 13 ins Sportinternat gewechselt, und das ist sogar 400 km weg. Dem Mädchen hat es auch sehr gut gefallen, aber sie hat jetzt massive Knieschmerzen, so dass sie nur eingeschränkt trainieren/spielen kann. Das it dann sicher eine sehr schwierige Situation: Alleine im Internat, das Sportprogramm kann sie nicht richtig mitmachen und die Familie ist so weit weg,. dass sie nicht einfach mal so vorbei kommen kann.


    Überlegt Euch das gut. Schlüssel ist meines Erachtens die Selbstständigkeit. Habt ihr Kontakt zu anderen Spielerinnen und deren Familien in ähnlicher Situation sind? Wenn nein, dann bittet vielleicht die Leiter des Internats um entsprechende Kontakte.


    Grüße

    Oliver

    Ja, das weiß ich. Das Überspringen eines Jahrgangs (also hochziehen um 2 oder noch mehr Jahre) ist aus meiner Sicht Quatsch. Auch dafür mag es Ausnahmen geben (siehe z.B. den 14-Jährigen bei Dortmund), aber das bestätigt nur die Regel.

    Ein früherer Trainer meines Sohnes hat mir mal gesagt: "Die Jungs müssen eine Saison auch mal richtig dominieren". Das ist mir hängen geblieben. Und ich halte das für wichtig, aus den oben bereits genannten Gründen: Wer sportlich eher unter- als überfordert ist, der hat den Raum, sich auszuprobieren und der lernt, den anderen Spielern als Führungskraft voran zu gehen. Aber das ist aus meiner Sicht eine Frage, die jede Saison neu beantwortet werden muss.


    Mein Sohn wurde als U14-Spieler in die U15 hochgezogen. Das hat ihm sportlich enorm viel gebracht. Im darauffolgenden Jahr war er Führungsspieler in der U15. Das wiederholt sich gerade, er gehört als Jungjahrgang zur U17. Einschränkend muss man sagen, dass er aktuell in der U17 keine ausreichenden Spielzeit bekommt, daher trainiert er weiter mit der U17, spielt aber in der U16. Kommendes Jahr soll er dann wieder Führungsspieler in der U17 sein. Für seine Entwicklung ist das aus meiner Sicht ziemlich optimal. Und nicht zuletzt ist es für meinen Sohn auch ein gewaltiger Ansporn.


    Grüße

    Oliver

    Die verbotenen Stollen, das sind SG-Schuhe, die haben meist schraubbare Metallstollen, die trägt in der E ohnehin noch kein Kind.


    Längliche Nocken laufen unter FG. Aber die Nocken können je nach Hersteller oder Modell halt auch rund sein, das tut's aber auch. Jedes Sportgeschäft sollte Euch FG-Schuhe anbieten können, ob jetzt mit länglichen oder runden Nocken. Alternativ AG, die sehen ganz ähnlich aus, nur die Nocken sind weicher.


    Hier nochmal ein Link mit den verschiedene Sohlen:

    https://www.sportscheck.com/fu…en/fussballschuhe-sohlen/

    Wie alt ist denn dein Sohn? Einen Universalschuh für alle Untergründe gibt es nicht. Aus meiner Sicht passt es wie folgt:

    • hoher (neuer) Kunstrasen, oder trockener Rasen -> AG oder mit Einschränkungen FG
    • Asche oder alter (Teppichartiger) Kunstrasen -> TF = Tausendfüssler, mit Einschränkungen AG oder FG
    • Nasser Rasen -> SG (Stollen), mit Einschränkungen AG oder FG

    Für unseren Sohn haben wir bevorzugt die Sohle gekauft, auf der trainiert wird, das war FG oder AG.


    Grüße

    Oliver

    Femo

    Warum Dein Sohn nicht dabei ist, das kann nur der Trainer beantworten. Aber er sollte sich davon nicht entmutigen lassen, das ist halt eine subjektive, temporäre Entscheidung, keine endgültige! Als Vater solltest Du ihm dabei helfen, mit dieser Enttäuschung fertig zu werden. Generell ist in den Auswahlteams nach meiner Beobachtung sehr viel Bewegung, grade in den jungen Jahrgängen.

    Das scheint regional sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden. Bei uns ist die Sichtung zum DFB Stützpunkt erst am Ende der U11, das eigentliche Stützpunkttraining ist dann ab U12. Beim Fragesteller hört sich das so an als wäre sein Sohn als U11-Spieler schon länger beim DFB-Stützpunkt, wie passt das zusammen?


    Die Stützpunkte spielen verschiedene Turniere. In Hessen gibt es zum einen sog. Regionaltuniere. Hier spielen Regionalauswahlmannschaften (die sich Spielern von mehreren Stützpunkten zusammen setzen) gegen NLZs. Die Spieler aus den Leistungszentren spielen also nicht mit den Spielern vom Stützpunkt im selben Team. Dann gibt es am Ende der U13 ein großes Turnier mit allen Sützpunkt-Teams (also nicht Regionalauswahlen!) und den NLZs. In diesem Tunier wird dann die Hessenauswahl gesichtet, die ab U14 startet. Und die Hessenauswahl ist dann das erste Team, wo Spieler vom DFB Stützpunkt und NLZ-Spieler in einem Team landen.


    Grüße

    Oliver

    FVN gehört mit zum WDFV, oder? Wenn ja, dann steht es in der Jugendordnung in §11 (Link https://wdfv.de/downloads/h-ju…nung_01.08.2018-neu.pdf):


    (6) Erfolgt die Abmeldung zwischen dem 1. Juli eines Jahres und dem 30. April
    des folgenden Jahres und
    1. stimmt der abgebende Verein dem Vereinswechsel zu, so erhält der
    Junior eine Spielberechtigung für Pflichtspiele des aufnehmenden
    Vereins nach Ablauf von drei Monaten nach dem Tag der
    Abmeldung.
    2. Stimmt der abgebende Verein einem Wechsel nicht zu, erhält der
    Junior eine Spielberechtigung für Pflichtspiele nach Ablauf von sechs
    Monaten nach dem Tag der Abmeldung.