@ uwe
Was du schreibst, das würden alle natürlich so unterschreiben.
Allerdings hinkt der Vergleich mit anderen Kinderspielen etwas, da diese selten einen Wettkampf von zwei Teams beinhalten, bei dem es um das Gewinnen eines Duels geht .... zumindest zeigt das TV das den Kleinen jedes Wochenende. Wenn meine Kinder beispielsweise auf der Einfahrt Inliner fahren, dann gibt es da wenig Konkurrenz.
Richtig ist, das Fußball gerade da einen besondern Wert hat, wo schulische Leistungen und schulische Anerkennung ausbleiben. Da kann der Fußball ein ganz toller Ersatz sein, da findet das Kind Freunde und Anerkennung.
Hier ist doch aber gar keiner für "Bankdrücker". Wir versuchen doch nur klarzustellen, dass die Dinge vom Einzelfall abhängen. Wenn es, wie in meinem genannten Beispiel, der allererste Turniersieg einer ansonsten deprimierten Truppe werden kann, dann gibt es Momente im Leben eines Trainers, in denen er genau das, was du hier richtigerweise fordertst, dadurch erreichen kann, dass er in den 8 Turnierminuten die besten sechs Leute aufwirft. Was er eine Woche später beim nächsten Turnier macht, das steht auf einem anderen Blatt.
Wenn man dem Fußball, egal in welcher Altersklasse, den Wunsch zu gewinnen ganz nimmt, dann verändern wir bei diesem Breitensport den Charakter und er verliert vermutlich an Attraktivität.
Studien zu Folge brauchen gerade Jungen das Sich-Messen mit anderen. Wir bieten ihnen diese Gelegenheit, sorgen natürlich aber dafür, dass das jeweils altersgerecht geschieht.
Was mich persönlich angeht, so verfolge ich dabei mehrere klare Ziele, zwei davon sind:
- alle Spieler spielen möglichst gleich oft und lang
- ich biege das so hin, dass meine Spieler verlieren und gewinnen
Aus diesen zwei Zielen kann man schon entnehmen, dass auch die Mannschaftsaufstellung (neben der Gegnerauswahl) eine gravierende Rolle spielt