Beiträge von MichaMittelfeld

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    dass sie sich Spieler für bestimmte Positionen holen. Das habe ich so relativ klar in der Beschreibung von Roger lesen können und deshalb als Antwort gegeben, dass vermutlich der Trainer der falsche Ausbildung für diesen Jungen ist. Denn häufig geht mit einem erfolgreichen Dribbling ein besonderes Bewegungstalent einher. Dieses gilt es zu fördern, statt es durch rigide Maßnahmen auszubremsen.


    Ich denke, Roger möchte sich gerne mit seinem Trainerkollegen über diesen Spieler unterhalten und ist hier im Forum auf der Suche nach Argumenten?

    TW-Trainer: Ich kann Deine Lesart jetzt tatsächlich nachvollziehen. Ich war vor allem an folgendem Satz "hängengeblieben":

    Hat immer zentrales Mittelfeld offensiv gespielt.


    und fand, dass der neue Trainer offenbar der erste ist, der mal ein bisschen Positionsrotation in die Ausbildung des Jungen hineinbringt. Die Vermutung, dass das aus den falschen Motiven erfolgt, ist aber aus dem von Roger Geschriebenen tatsächlich naheliegend. Dann dürfte auch die durch die Positionsänderung mögliche Weiterentwicklung des Spielers ausbleiben.

    Oh, war gar nicht so gemeint!

    MichaMittelfeld


    Warum so gereizt?

    TW-Trainer: das tut mir leid, dass das so rüberkam, war überhaupt nicht so beabsichtigt. Im Gegenteil - ich bin total entspannt, hatte einen schönen Urlaub und wie wir alle gestern einen tollen Abend! Ist aber ein gutes Beispiel, wie kompliziert manchmal Kommunikation sein kann - passt insofern vielleicht auch zum Thema.


    Deine Aussage hatte mich nur in der Absolutheit gewundert - und vielleicht stellt sie sich sogar als richtig heraus. Ich war aufrichtig interessiert, warum Du - mit der Einschränkung "So wie Du es beschreibst" - den Trainer für den falschen Trainer hältst.


    Friede?

    Wir haben wie immer erst mal nur die Aussage einer Seite. In diesem Fall eine Info über den Trainer, die wir nur über zwei Stationen erhalten haben

    So, wie du ihn beschreibst, spielt er wohl nicht in der richtigen Mannschaft und nicht beim richtigen Trainer.

    TW-Trainer: Da würde ich Dich bitten, das vielleicht noch etwas zu präzisieren. Halte ich aus den Aussagen für etwas gewagt, vor allem weil


    Zitat Don Quijote: Was ist Deine Rolle in diesem Zusammenhang? Co-Trainer/Betreuer? Oder Beobachter? Oder Vater des Spielers?

    Auf Nachfrage beim Spieler teilte er mir mit das sein Trainer sauer wird wenn er keine Pässe spielt.Er soll das dribbeln unterlassen.
    Er soll Bälle verteilen.Warum nimmt man einem Spieler das was er am besten beherrscht bzw beschneidet sein offensiv Spiel?

    Ich halte die grundsätzliche Verfahrensweise des Trainers nicht für fragwürdig. Ich finde nämlich, dass die D-Jugend ein gute Zeit ist, aus dem technisch offenbar gut ausgebildeten Spieler einen "Entscheidungsträger Pass oder Dribbling" zu machen. Sicher nicht per Instruktion, sondern begleitend durch passendes Training. Den Positionswechsel auf das defensive Mittelfeld sehe ich da ebenfalls als gute Idee. (Wir haben sogar mal in der B-Jugend unseren "6er" zum Innenverteidiger gemacht, weil er den Ball immer noch zu lange führte. Der Junge - weil lernwillig - und die Mannschaft haben das mit der entsprechenden Begründung auch mitgemacht und seine Entscheidungsfindung "Pass oder Dribbling" ist dadurch deutlich besser geworden)

    Es ist wie so oft eine Frage der Kommunikation. Hier wissen wir aber zu wenig. Ich will den Threaderöffner gar nicht "in Zweifel ziehen", aber Kinder in dem Alter haben je nach Veranlagung öfter den Eindruck, der Trainer wäre sauer, als dass der wirklich sauer ist. Natürlich kann es auch sein, dass der Trainer eine andere Motivation hat oder im Umgang mit den Jungs nicht besonders gut ist. Das gibt aber die bisherige Info m.E. nicht ausreichend her.

    Fußballgott


    Ich hatte eine ähnliche Situation mal in einer neu übernommenen D-Jugend: Der "Stamm"-Torwart wollte öfter im Feld spielen, ein wohl mal in F- oder E-Jugend regelmäßig als Torwart eingesetzter Spieler wollte auf keinen Fall - nicht mal für ein Spiel. Aber ein dritter Junge, der erst vor ein paar Monaten wieder zum Verein zurückgekommen war, hatte Interesse am TW-Spiel. Die vorlautesten Jungs haben erstmal gelacht, war der Spieler doch etwas korpulent und nicht besonders beweglich. Ihn sich nach einem Ball bücken zu sehen, tat mir in der Seele weh.


    Wir haben zwar keine Katze aus ihm gemacht, aber durch sein Spielverständnis und seine gute Pass- und Schusstechnik gab er im Laufe der Saison eine veritablen mitspielenden Torwart ab. Außerdem haben wir mit einem Torwart aus der B-Jugend, der einige Basistechniken sehr gut beherrschte, ihm etwas Torwart-Training in Bezug auf Fangen, Ballaufnahme und Ballabwurf mitgegeben. Und Fernschüsse sind in der D-Jugend ohnehin für kaum einen Torwart mehr ein großes Problem, wenn man noch auf die 5-Meter-Tore spielt. Damit hatten wir einen Großteil der Torwart-Aufgaben zufriedenstellend abgedeckt.


    Von der Mannschaft gab es nach kurzer Zeit meiner Erinnerung nach an seinen Leistungen keine Kritik oder Unmutsgesten. Im Gegenteil, er hatte durchaus regelmäßig erkennbaren Anteil an Siegen.


    P.S.: TW-Trainer: wieder fast zeitgleich an Beiträgen gesessen.

    Ich würde auch versuchen eine gleichberechtigte Dreierlösung zu finden. Eins ist mir aber aufgefallen, ich bitte Dich darüber nachzudenken:

    Beide sind im Tor wirklich gut. Zudem sind beide im Feld nicht gerade der Hammer.

    Es gibt hier kompetente Leute im Forum, die Erfahrung als Torwart-Trainer haben: Ich als "Feldspieler-Trainer" möchte aber auch einen Torwart, der Fußball spielen kann

    dass der Junge keinerlei Talent für die Kiste hat. .[....] aber eigentlich lieber im Feld, und dort auch ganz gut, spielt

    Ich weiß nicht, ob Du mit "Keinerlei Talent" auch folgende Beobachtung ausschließt: Solche Jungs haben Qualifikationen für das Torwart-Spiel, die Außenstehende oft nicht zu würdigen wissen. Wo das Torwart-"Talent" dem unhaltbaren Torschuss katzengleich hinterherfliegt und sich alle einig sind: "der war unhaltbar", hätte der besser fußball-spielende Torwart die Situation ggf. durch seine als Feldspieler geschulte Antizipation schon lange vorher entschärft. Unspektakulär, z.B. durch frühzeitiges Dem-Ball-Entgegenlaufen oder indem er sich dem unter Druck gesetzten Verteidiger als Anspielstation angeboten hätte.


    Deshalb kannst Du die D-Jugend gut nutzen, alle drei gleichermaßen voranzubringen. Deine Spieler X und Y sollen unbedingt auch noch viel Gelegenheit in Training und Spiel haben, als Fußballer sich weiter zu entwickeln.


    Achte zudem auf eine Mannschaftskultur, in der nicht der letzte Mann der Depp ist, sondern wo Gegentreffer in der Verantwortung der gesamten Mannschaft (einschl. Trainerschaft) stehen. Andernfalls beginnen die Spieler eigene Rangfolgen zu erstellen und beginnen Druck zu entwickeln, nur "den X" oder auf keinen Fall den "Y" ins Tor zu stellen. Führe den Torspielern und der Mannschaft regelmäßig ihre unterschiedlichen Stärken vor Augen.




    P.S.: Sehe gerade, dass einer der "kompetenten Leute" hier im Forum etwas schneller war. Vielleicht gibt es trotzdem noch etwas, was Du zusätzlich aus meinem Post gewinnen kannst.

    Hallo Trainer-Azubi,
    willkommen im Forum.


    Vorab: Ein Spiel gegen eine Mannschaft aus der höheren Altersklasse ist schon sehr ungewöhnlich. Es mag gute Gründe gegeben haben, aber der Altersunterschied beträgt ja bis zu knapp drei Jahre ?! Deshalb ist eine Beurteilung der Kritikpunkte auch schwierig, denn eine 13jährige wird sicher oft "zu weit weg" von einer 16jährigen sein - nicht nur beim Stellungsspiel! (auch wenn bei Mädchen die körperlichen Unterschiede in diesen Altersstufen meist nicht gar so gewaltig sind wie bei Jungs).


    Fürs Umschaltspiel aber gerne ein paar Tipps aus der "Klassik-Kiste":

    Spielformen mit geschicktem Feldaufbau oder bestimmten Spiel/Provokationsregeln fördern das Umschaltspiel quasi nebenbei

    z.B. ohne Tore:
    1. 3:3, 4 gegen 4 jeweils auf Ballhalten, 5 erfolgreiche Passstationen geben einen Punkt.
    2. 6 gegen 3 auf Ballhalten mit drei Teams, wobei 2 Teams zusammenspielen bis das dritte Team den Ball erobert hat, Dann ist sofort das Team in der Rolle des Balleroberers, das den Ball verloren hat gegen die beiden anderen Teams.

    z.B. mit Toren:
    1. 4 kleine Tore, auf einem quadratischen Feld je eins auf allen 4 Seiten oder auf einem relativ breiten Feld mit je 2 Toren auf der Grundlinie (eher geeignet für Spielverlagerungen, bringt aber passive Spieler teilweise sehr schnell und unverhofft in Handlungsdruck).
    2. normaler Spielfeldaufbau: Tore zählen doppelt, wenn nicht alle Spieler der verteidigenden Mannschaft beim Torschuss in der eigenen Hälfte waren. Tore zählen gar nicht, wenn nicht alle Spieler der angreifenden Mannschaft beim Torschuss in der gegnerischen Hälfte waren.

    Je nach technischer Ausbildung der Juniorinnen musst Du vorher ggf. noch gezielt an der Passtechnik arbeiten. Bei C- oder B-Juniorinnen der unteren Spielklasse(n) streut meiner Beobachtung nach das technische Niveau etwa so stark wie bei den üblichen Jungs-Mannschaften in etwas jüngeren Jahrgängen. Außerdem hat man auch in den älteren Jahrgängen öfters Mädels dabei, die im Vergleich zu gleichaltrigen Jungs noch nicht ganz so lange Fußball spielen. Dazu und zu anderen typischen Unterschieden des Mädchenfußballs zum Jungs-Fußball in dem Alter können aber die langjährigen Mädels-Trainer hier im Forum sicher noch fundiertere Infos beisteuern. Ich steige erst zur nächsten Saison in den Mädchenfußball ein.

    In diesem Sinne viel Spaß mit Deiner Truppe.







    @GünterIn der logischen Konsequenz von @kicker muss die Trainerausbildung dringend reformiert werden.


    Das Prinzip der Übungssteigerung durch Raumdruck, Zeitdruck und Gegnerdruck erzeugt keine Steigerung der technischen Qualitäten.


    Sondern?


    Richtig: DRUCK.


    Die armen Kinder und Jugendlichen, die so einem Trainer in die Finger fallen.


    Kein Wunder, dass immer mehr DRUCKereien zumachen müssen.

    Druckmachen, drauf!

    Spielkultur destruktiv kaputtmachen, per körperlicher Härte mental unterdrücken, darum geht's dabei.

    haut deren Superdribbler mal richtig um

    indem man stets rücksichtsloser weniger auf Ball als eben auch Gegner körperlich "drauf" geht

    Das macht den Fußball für viele kaputt, brutaler:

    sinkt die Lust der Opfer gen Null,

    Druckmachen - Klartext: körperliche Gewalt ausüben, per Angstmachen den spielerisch Kreativeren einschüchtern

    der zur Verrohung anstiftende, nur passiv mitspielende Trainer

    Aber . . .

    Lass uns mal ganz offen ohne böse Unterstellungen darüber reden

    Aha!


    :thumbup:

    Deinen Verlaufsbericht finde ich sehr interessant - wahrscheinlich auch für viele Forumsleser, die als Jugendleiter, -koordinator o.ä. tätig sind. Bei unserer A-Jugend Spielgemeinschaft (mit sehr harmonischem Verhältnis beider Vereine) hat sich ein 20er Kader (allerdings mit sechs außerordentlich unzuverlässigen Spielern) als nicht ausreichend erwiesen. Hier allerdings

    dies ist auch berechtigt, was ich aus der Aussage eines Verantwortlichen herausnehme, die mich auch sehr überrascht hat.

    bei mir im Kopf haben sich nur Fragezeichen gebildet.

    haben sich auch bei mir nur Fragezeichen gebildet. Kannst Du etwas Genaueres sagen?

    CokeFreak


    das wusste ich nicht - und weiß ich nicht. Bei unserem Verein kenne ich es nur so, die Jungs (bei Mädels habe ich noch kein Turnier bei großer Hitze gesehen) aller Altersstufen lieben es.
    Wenn Du Bedenken hast: Vielleicht den Kopf nur nach dem Spiel bzw. nach dem Auswechseln reinstecken lassen.

    Nicht zum Abwimmeln, aber in der Kürze der Zeit schon mal ein paare weitere Meinungen hier:
    Wie würdet ihr reagieren?



    Wir fahren auch zu einem Turnier, allerdings mit älteren Spielern. Wir werden nicht absagen, aber über facebook nochmal auf ausreichend Getränke, Sonnenschutz und Kopfbedeckung hinweisen. Vielleicht packe ich auch noch zwei Eimer ein.

    Hallo Andre,


    wenn es mehr Geburten im Frühjahr gibt, was wurde dann wohl im davorliegenden Sommer gemacht??
    Und wenn man im Winter kuschelt, wann müsste dann der Storch kommen?


    Es sei denn, tobn hat die Geburtsstatistiken von Schaf und Ziege verlinkt.


    ;)


    P.S.: Ich habe mir vor kurzem im Verein einen ähnlichen Rechenfehler erlaubt - also ein Spaß unter Freunden!

    Zitat von »MichaMittelfeld«
    Was nutzt es @boque, wenn er systematisch rotiert, und sich bei den Beobachtern (Eltern, Vereinsvertreter) der Eindruck festsetzt, er setze die "Erfolgschancen" der Mannschaft aufs Spiel mit seinen "neumodischen Ideen". Dann kann sich schnell etwas entwickeln, was @boque nicht mehr kontrollieren kann.
    Dem muss ich widersprechen aus eigener Erfahrung. ich sehe es schon als wichtig an, dass Kinder Erfolge haben, das sind nun mal halt Siege, auch eine Staffelmeisterschft und auch Quali für eine höher Staffel, hab selbst auch dieses erreicht.


    Für mich ist es absolut kein Widerspruch, Erfolg zu haben und gleichzeitig zu roteieren.


    Ich muss mir als Trainer jedoch Gedanken machen, wie ich rotiere, wie auch durch die Rotation die Mannschaft nicht schwächer wird. das geht.

    Günter,
    Ich habe mal den nicht unwichtigen Rest des Originalzitates wieder dazu gefügt. ;)


    Habe ich mich vielleicht nicht ganz klar ausgedrückt: Ich wollte nicht sagen, dass sich Erfolg und Rotation ausschließen, sondern dass @boque auf einen bestimmten Saisonverlauf vorbereitet sein sollte. Ich verweise nochmal auf den Thread "Konflikt mit Jugendleiter wegen Kinderfußball"


    Bevor wir aber weiter spekulieren, lass uns mal auf @boques Rückmeldung zu den ganzen Anregungen warten. Ich würde mir jetzt von ihm ein paar Infos zum Umfeld erhoffen.