Beiträge von MichaMittelfeld

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Hallo Marco,


    danke, das hilft weiter. Meine Rückmeldungen sind natürlich etwas punktuell und vielleicht geben sie nicht genau den Zusammenhang wieder, in dem alles stattfindet, aber mir sind folgende Dinge aufgefallen, warum die Motivation der Jungs hier und da etwas leiden könnte:

    - 20er Gitter
    - 5er Gitter (in den einfachsten Formen - Spiel über den dritten)
    - Doppelpässe bzw Flugbälle

    Ehrlich gesagt kannte ich 20er und 5er Gitter gar nicht, habe mich aber mal kundig gemacht: Immerhin ist 20er Gitter eine Übung, die es in sich hat: Sieht teilweise langweilig aus, dient einem höheren Zweck und muss sukzessive aufgebaut werden. Wenn ich die fünf Videos zum 20er Gitter auf YouTube sehe, kommt erst ab dem 4. Video tatsächlich Bewegung rein. Die Aufgabe ist für einen unerfahrenen Trainer und eine reine Breitensporttruppe nicht ganz einfach zu handhaben, weil sie
    1. (wie gesagt) zuerst ziemlich langweilig aussieht. Dann ist die Übung schon etwas verbrannt, bevor wirklich durch den weiteren Ausbau "Zug" reinkommt. Sie wird dann aber sehr anspruchsvoll und man sieht auf den Videos auch wie viele Bälle da verspringen.


    2. Und selbst wenn dann richtig Bewegung drin ist, erschließt sich dem Laien noch nicht so konkret, was das für das Thema "Spielaufbau" nutzt. Klar "Schrägpässe" werden eingefordert. Der Transfer zum Schwerpunktthema erscheint mir hier für die Jungs und einen unerfahrenen Trainer aber trotzdem schwierig nachvollziehbar. Ich würde die Übung nicht machen - obwohl wir gerade einen ähnlichen Schwerpunkt in der gleichen Altersstufe haben (allerdings Mädchen). Es ist doch eine ziemlich technische Übung.

    Vielleicht ist das bei Deinen anderen Übungen (5er Gitter) und Doppelpässe bzw. Flugbälle ähnlich?


    - 3 gegen 2 + 2 (Siehe Post 13 - Wettbewerbsmodus)
    - 1 gegen 1 Frontal am Flügel
    - 1 gegen 1 mit Verteidiger im Rücken (Zentrum)
    - 2 gegen 2 im Zentrum

    Hier sehe ich folgendes Problem: Wenn das Thema "Spielaufbau" ist und Deine Jungs defensiv so gut sind, führt die Konstellation bei den Angreifern schnell zu Ernüchterung, weil sie zu wenig Erfolgserlebnisse haben. Ich würde vermutlich bei Spielaufbau-Übungen (nach Deiner Mannschaftsbeschreibung) anfangs für deutliche Überzahl bei den Angreifern (ruhig auch mal 6:2 oder 8:4) sorgen und die Überzahl dann sukzessive abbauen. Bei den 1:1 Übungen sehe ich auch wenig Zusammenhang zum Schwerpunkt, es sei denn Du willst bzw. musst wirklich individual-taktische Grundlagen schulen.


    Meine Anregungen sind jetzt sehr konkret auf einzelne Übungen bezogen und eher rückwärtsbetrachtete "Ursachenanalyse". Sie sind deshalb auf die weitere Trainingsgestaltung vielleicht schwer zu übertragen, so dass @TW-Trainers Tipp, Rückmeldungen von einem Beobachter einzuholen, Dir hier weiterhelfen kann.

    Wenn Spieler an "Lustlosigkeit" leiden, kann es (auch) an folgenden Dingen liegen:


    Spieler sind mit den Übungen unterfordert
    Spieler sind mit den Übungen überfordert
    Spieler verstehen die Übung nicht ganz (ggf. falscher Erklärungsansatz)
    Spieler finden die Übung stumpfsinnig - entweder weil sie es ist oder weil sie den größeren Sinn dahinter (noch) nicht verstehen.


    Du schreibst selber: "Die Jungs sind richtig gut" und dass sie im "Wettkampfmodus" Engagement zeigen.


    Viele Tipps sind im Laufe des Thread schon gegeben worden. Ich habe Vermutungen in bestimmte Richtungen. Bevor ich aber Tipps in die falsche Richtung gebe, habe ich noch Fragen: Beschreibe uns doch einmal

    • Wie Du bei der Übung aus Deinem Post 17 den Wettbewerbsmodus eingeschaltet hast. So etwa wie Du es in Post 13 beschrieben hast?
    • ein paar sonstige Trainingsübungen sowie Deinen Wettbewerbsmodus.
    • Habe ich jetzt in den Posts nicht mehr herausgesucht: welchen Trainingsschwerpunkt hast Du gerade? Oder stellst Du das bei allen Trainingsthemen fest (falls Ihr schon mehrere Schwerpunkte hattet?

    Gruß, Micha

    Dani


    ich wollte Deinen Thread nicht abschweifen lassen. Mich bewegt das Thema auch öfter. Ich bin jetzt im siebten Jahr als Trainer noch immer damit beschäftigt, meine Linie zu finden in dem Spannungsfeld zwischen dem was ich glaube, anbieten zu können und andererseits dem, was die jeweilige Mannschaft und Umfeld bereit und fähig sind, "mitzugehen".

    TW-Trainer
    Ja, ich hatte die Stelle noch gut in Erinnerung, weil mich das Thema "Umgang mit Strafen" sehr interessierte und ich sofort wusste wo ich suchen musste.



    TW-Trainer, Günter
    Bezüglich Günters Glaubwürdigkeit habe ich aber überhaupt keine Bedenken. Ich glaube ihm weiterhin fast alles. Zweifel hätte ich erst, wenn er behaupten würde, dass morgen nicht wieder Freitag ist =)

    Wenn ich das lese

    bin gespannt was ihr so dazu zu sagen habt?

    und dann sowas

    ..... aber mit welchen gründen ihr daher kommt da muss man schon zum teil von an den haaren herbeigezogen sprechen.

    wer von glück und pech beim elferschiessen spricht, als grundlage für erfolg oder misserfolg, hat in meinen augen keine ahnung von der materie, fähigkeiten entscheiden das elferschiessen, aktion - reaktion alles andere sind billige ausreden.

    und der TE sich dann noch wundert . . .
    Zitat
    @ uzunbacak
    warum diese anfeindung mir gegenüber und auch noch die falsch darstellung meiner aussage?



    Ich habe zu dem Thema keine dezidierte Meinung - aber bei einem solchen Diskussionsstil wäre mir meine Zeit sogar zu schade wenn ich eine Meinung hätte und es (bildhaft) um Leben und Tod ginge.

    Bei drei mal wöchentlichem Platztraining

    haben viele ältere Jugendmannschaften, zumindest in unteren Ligen

    3 x wöchentlich Training hört sich nach Leistungsfussball an.

    Die Mannschaft hat letzte Saison als Jungjahrgang eine Liga unter der Regionalliga gespielt. Dieses Jahr dann als Altjahrgang spielen sie Regionalliga.

    Wie immer gilt: Wer lesen kann, ist im Vorteil. Und wer gründlich liest erst recht. Micha, Du bist ein Schaf :thumbdown:

    enn der Ball in der Abwehr bei der Trainingseinheit erobert wurde, sofort anpeitschen und die Spieler dazu drängen
    nach vorne in die Tiefe zu spielen. Ich glaub ein ganz wichtiger Punkt beim Umschaltspiel ist eben die Art und Weise wie man das
    coacht.

    Auf die Schnelle (wenn @Marcos Vermutungen stimmen, dass die Jungs es eigentlich drauf haben): Versuchs doch mal mit einem Zeitlimit: Nach Balleroberung muss der Abschluss binnen z.B. 10 Sekunden (auf dem Halbfeld) erfolgen. Du zählst das laut runter und vermeidest "aggressives Coachen".


    Erweiterungen: Balleroberungen in einer definierten Zone (Mittelfeld oder tief in der eigenen Hälfte), Zeitlimit je nach Leistungsvermögen steigern oder reduzieren.


    Die etwas gründlichere Vorgehensweise:
    Nach meiner Beobachtung haben viele ältere Jugendmannschaften, zumindest in unteren Ligen, ähnliche Probleme. Bei meiner neuen Truppe für die kommende Saison (B-Juniorinnen) habe ich das auch schon in ein paar Spielen der Vorsaison beobachtet. Thema Umschaltspiel steht deshalb auch auf der Agenda für einen Trainingsschwerpunkt, allerdings erst später in der Saison. Aktuell bereiten wir das Thema u.a. mit dem Schwerpunkt "Passspiel" erst vor. Nach meiner Überzeugung muss nämlich der Grundgedanke bei meinen Spielerinnen noch mehr verankert werden, dass der ballführende Spieler grundsätzlich 2 Anspielstationen hat. Genau das versuchen wir im Schwerpunkt "Passen" mit zahlreichen Spielformen in kleinen Teams zu verinnerlichen. Erst wenn die Spielerinnen das einigermaßen "drauf" haben, habe ich - so meine Überzeugung - bessere Voraussetzungen, dass die gesamte Mannschaft den Angriff unterstützt.


    Außerdem kann es sein, dass Deine defensiven Spieler entweder zu sicherheitsorientiert sind (sie wollen nicht ausgekontert werden), oder sich die Beteiligung am Spielaufbau nicht zutrauen. Was glaubst Du trifft auf Deine Truppe zu?

    Auch von mir ein Riesenkompliment an alle, die TrainerTech vor und hinter den Kulissen vorbereitet und durchgeführt haben. Programminhalte, Referenten, Organisation und Verpflegung waren so konstant auf hohem Niveau, wie man es selbst im kommerziellen Seminar- und Weiterbildungsbetrieb nur selten erlebt. Das waren richtig gute, intensive, lehrreiche und auch sehr vergnügliche 48 Stunden.


    Ich danke Euch, Björn und Uwe, und Euren Familien für die vielen, vielen Stunden, die Ihr da reingesteckt habt und wahrscheinlich noch reinstecken werdet.


    Der einzige Nachteil: die Latte für mögliche Folgeveranstaltungen liegt ziemlich hoch ;)

    Fazit: Lizenztrainer , komplett neue Ausrüstung und die Aussicht auf mehr Spielzeit für alle Kinder haben dann doch zumindest alle relativ entspannt wirken lassen.

    Das finde ich mal richtig gut, weil hier ein Verein sich richtig Mühe gibt, in der gesamten Darstellung und Kommunikation die 2. Mannschaft nicht als "Rudis Resterampe" laufen zu lassen!! Funktioniert sicher so nicht überall, ist aber einer der Tipps, die dieses Forum so wertvoll machen.


    Hoffe für Euch Gordinho, dass Deine Befürchtungen bzgl. Unruhe der nicht anwesenden Eltern im Nachhinein nicht eintritt. Verdient habt Ihr es!
    Fände es auch super, wenn Du diesen Tipp immer mal wieder hervorholst, wenn das Aufteilungsthema alle Jahre wieder hochkommt.

    Kenn ihr auch so übereifrige /überehrgeizige Trainer zu Beginn ihrer "Karriere"?
    Wie reguliert /bremst ihr solche Kandidaten?

    Ja, kenne ich. Einen sehe ich jeden Morgen beim Rasieren. Großer Unterschied: Ich war Co-Trainer (!) und konnte deshalb nicht tun oder lassen was ich wollte
    Mein Haupttrainer hat mich aber wohlwollend begleitet, wohl "hintenrum" auch mal gegenüber den Eltern in Schutz genommen ("super engagiert"). Ich habe aber auch selber gemerkt, dass irgendwas nicht richtig läuft und mich zum Trainerlehrgang angemeldet.


    Wenn Du Hoffnung hast, dass der bisherige Co-Trainer das doch noch in Deinem Sinne weiterführen könnte, solltest Du Dich mit ihm unterhalten und ein paar Korrekturen in den Trainingszielen nahelegen. Gleichzeitig solltest Du Dich darauf einstellen, das ein oder andere Training Dir anzuschauen.

    Bei der Aufteilung der Spieler auf 2 Mannschaften habt Ihr doch eine Regelung getroffen, wie sieht die aus? Oder Ihr habt das noch offen gelassen, dann musst Du da nicht zustimmen.


    Ich finde Du solltest ihn freundlich, aber bestimmt auf das richtige Gleis setzen. Wenn das nicht klappt musst Du die Vereinbarung rückgängig machen und durch eine andere ersetzen, z.B.: es wird weiterhin gemeinsam trainiert mit dem bisherigen Kader, nur die Begleitung zu den Spielen wird aufgeteilt (nach welchem System auch immer). Dann kannst Du fürs Training die Leitlinien vorgeben und ihm gleichzeitig etwas Freiraum geben. Siehst Du diese Möglichkeit? Letztendlich bist Du der Jugendleiter und kannst ihm sagen: "Ich glaube Du bist doch noch nicht ganz so weit wie ich dachte".


    Die Kunst des Delegierens ist auch die Kunst, Freiräume zu gewähren. Was ist für Dich nicht verhandelbar und wo kannst oder möchtest Du ihm Freiräume lassen?

    In der E gibt es nämlich kein Fair Play Liga mehr.

    Das wusste ich nicht, ich verfolge Fußball nicht aktiv im Kölner Kreis.

    hat die Fair Play Regeln in abgewandelter Form eingesetzt bevor man es in der E Jugend umgesetzt hat

    Moment: So alt ist der Pilotversuch D-Jugend nicht (m.W. Saison 13/14): Gibt es die Fairplay-Liga für E "nicht mehr" oder "noch nicht"? Das ist mir jetzt nicht klar.

    So sieht die Realität in Köln aus.

    Das glaube ich durchaus, habe dort länger gelebt. Aber die Diskussion um Mängel bei der Einführung und Durchführung der FPL haben wir ja regelmäßig. Viele Menschen stünden der Qualität eines Audi A6 auch kritischer gegenüber, wenn ihre Exemplare aus einer Transall aus 5000 Meter Höhe abgeworfen wurden und sie keinen anderen Lieferweg kennen gelernt haben. Dann nutzt es nämlich auch nichts mehr, dass sie die Bedienungsanleitung nochmal nachgeliefert bekommen.

    da hat die UEFA flugs aus dem besonders guten Abschneiden der europäischen Lander eine "UEFA Nations League" aus dem Hut gezaubert.

    die Idee ist ja nicht neu, wird ja schon seit längerem diskutiert.

    Die von TW-Trainer verlinkte Veröffentlichung stammt aus dem März 2014, insofern stimmt die etwas provokante Kausalität des Eingangs-Postings nicht so ganz ;)


    ich finde die Idee auch nicht schlecht, ich habe mich vor allem an der Aussage "Es gibt keine Mehrbelastung" gerieben. Das halte ich nämlich (auch hier wieder ausschließlich aus dem deutschen Blickwinkel) für Augenwischerei, Milchmädchenrechnung oder auch einfach nur - man erlaube mir den juristischen Kraftausdruck - "falsch"!

    Hallo Marco,


    ich verweise direkt mal auf einen parallelen Thread.
    http://www.trainertalk.de/fuss…onplanung-vorbereitung-d-
    jugend/?highlight=


    Da geht es zwar um eine D-Jugend, aber aus meinem im Posting 16 gesagten würde ich sagen, dass Du mit den drei Schwerpunkten die Vorbereitung überfrachtest.


    Zum Thema Einführung Viererkette in den unteren Klassen ist auch schon im Forum viel diskutiert worden (schau mal mit der Suchfunktion). Das kann man machen, würde ich aber in einer unteren Mannschaft nicht in der Vorbereitung machen, weil Du noch die Motivation der unterschiedlichen Spieler kennen lernen solltest. In der unteren Kreisklasse wollen viele nur kicken, wenn die Übungen zur Viererkette zu viele Wiederholungen beinhalten (weil Du in bestimmten Grenzen "Automatismen" erreichen willst), wird denen das fad. Allerdings gibt es auch in der untersten Kreisklasse Spieler, die sich weiterentwickeln wollen und an solchen Themen sehr interessiert sind. Hier den Spagat hinzubekommen, ist m.M.n. eine der größten Herausforderungen in unteren Klassen mit älteren Jugendlichen. deshalb würde ich "Viererkette" später in der Saison ansetzen, wenn Du anhand erster Spiele siehst, wie weit die Vorkenntnisse sind. Wenn Du Pech hast, musst Du mit dem defensiven 1:1 anfangen. Wenn Du Glück hast, reicht das Niveau für die Ansprüche des Trainers und der Liga. dann brauchst Du nur ein bisschen Feinschliff und kannst auch Ballbesitzthemen mit der Viererkette vertiefen.


    Zu den Regeln würde ich mich beim Vorgänger versuchen zu erkundigen, was bisher gegolten hat (manchmal gibt es sogar einen Vereinskodex). Die Regeln des Vorgängers musst Du nicht übernehmen, ich würde aber die Änderungen mit entsprechender Begründung bekannt geben. Und das spätestens nach wenigen Trainingseinheiten ich würde auf keinen Fall warten, wie es sich so ergibt. Nutze mal die Suchfunktion mit dem Stichwort "strafenkatalog", (du musst keinen einführen), da bekommst Du viele Anregungen zum Umgang mit Regeln.


    Alles schaffe ich jetzt nicht in der Mittagspause zu beantworten. Aber wie ich die Leute hier kennen, gibt es noch ein paar mehr Anregungen.


    Willkommen im Forum, bleib aktiv und lass uns an Deinen Erfahrungen teilhaben,

    TW-Trainer,


    vielen Dank für den Link. Ich sehe die Ausführungen der UEFA als kritisch, dass die Neuregelung keine zusätzliche Belastung bringt: Wenn ich es richtig verstehe, kommen auf jede Nationalmannschaft zwischen 6 und 8 Pflichtspiele hinzu (Die Playoffs für die Euro lass ich mal weg, die haben wir jetzt auch schon. Obwohl die neue Playoff-Neuregelung mit Halbfinale und Finale bis zu 3 Spiele bringen kann, bisher sind es nur 2). Selbst wenn Nationalmannschaften bisher neben der Euroqualifikation auch schon 8 Freundschaftsspiele pro Jahr geschafft haben, war die Gesamtbelastung durch den weniger ausgeprägten Wettkampfcharakter, die vielfach genutzte Möglichkeit, ein Freundschaftsspiel wegen einer im Verein kurzfristig diagnostizierten Verletzung sowie des bei Freundschaftsspielen i.d.R. deutlich höher vereinbarten Wechselkontingents sicherlich geringer.


    Zudem stellt sich die Frage, ob die aktuelle Belastung nicht schon an der Grenze ist und man nicht eine Mehrbelastung vermeiden, sondern auch eine Minderbelastung einleiten sollte. Ich habe keine Statistiken recherchiert und natürlich vor allem eine Blickweise "aus Deutschland", deshalb hier nur als These:


    Die vergangene WM hat gezeigt, dass die Belastungen der Nationalspieler Grenzen erreicht hat. Ich glaube beobachtet zu haben, dass gerade viele Spieler, die in der letzten Saison längere Pausen hatten (z.B. verletzungsbedingt), bei dieser WM über den Erwartungen gut abgeschnitten haben, Beispiele: Schweinsteiger, Khedira, Hummels, auch Messi war besser als noch 2010. Und wer hätte bei Klose gegen die vielen starken Gegner ein Jahresgehalt darauf verwettet, dass er noch zweimal trifft? Zudem hat die Rotation der Bayern Müller und Kroos (die meiner Erinnerung nach nicht länger oder öfter verletzt waren) das ein oder andere Vereinsspiel erspart.


    Natürlich gibt es Ausnahmen: Podolski war länger verletzt und kam trotzdem nicht zum Zuge, Lahm war meiner Erinnerung nach nicht länger oder öfter verletzt und spielte trotzdem wie ein Uhrwerk. Und natürlich kann Messi auch nur deshalb besser spielen, weil er mit Sabella besser klar kommt als mit Maradona.


    Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass die zahlreichen Verletzungen prominenter Spieler kurz vor dem WM (Reus, Montolivo, Ribery, die Benders . . . ) ein Hinweis darauf sein könnten, dass es schon vorher fast zu viel wurde.


    Hier ist im Sinne der Verantwortung gegenüber den Spielern und dem Fußball eine sorgfältige statistisch-medizinische Ausarbeitung von entsprechenden Fachleuten gefragt.


    kloppo hat schon Recht: das bewältigt man sonst nur mit einem größeren Gesamtkader (Nichts anderes wäre ein A- und ein B-Kader). Das ist dann schon eine Mehrbelastung für den Verein.

    Gordinho: Berichtest du hier über einen Einzelfall oder die Normalität?

    Sollte das die Kölner Realität sein, ist das was du hier aufzeigst erschreckend. Ist das nur in deiner Staffel so, oder ist das echte Kölner Normalität?

    Ich würde mal vermuten, dass das schon allein deshalb nicht "Kölner Normalität" sein kann, weil es dort sogar letzte Saison schon ein Pilotprojekt für eine D-Jugend-Staffel nach (modifiziertem) FPL-Modus gab: Wie die Bewertung des Kreises für das Pilotprojekt ausgefallen ist, weiß ich nicht, aber der Kreis wird das Pilotprojekt wohl kaum gestartet haben, weil oder obwohl alle Spiele nach dem FPL-Modus in der F- und E-Jugend so schlecht liefen.

    16 Spieler bei eine 9er Mannschaft

    Ich habe eine 11er Mannschaft nächstes Jahr und kann die Zuverlässigkeit noch nicht ganz einschätzen, weil ich die Mannschaft neu übernehme. Deshalb gehe ich lieber davon aus, dass das ein knapper Kader ist. Es kann sein, dass man am Ende des Jahres merkt: "Völlig ausreichend" oder auch "viel zu wenig". "Knapp" war also meine individuelle Einschätzung für die Planung der Vorbereitung der nächsten Saison.


    Wegen Turnieren gebe ich Dir Recht, ich will ja nicht drauf verzichten (und habe in der Vergangenheit auch Vorbereitungsturniere gemacht). Bisherige Turnier-Einladungen für diesen Sommer sind aber für das Wochenende 30./31. August und da beginnt vielleicht schon der Ligabetrieb. Ich weiß, dass man ggf. auch selber ein Blitzturnier etc. einigermaßen kurzfristig machen kann, aber ich beginne mit einer neuen Mannschaft erst den Trainingsbetrieb erst Ende Juli. Deshalb ist (in diesem Jahr, bisher) noch kein Turnier fest (!) geplant.

    Wie läuft die Vorbereitung einer D-Jugend bei euch ab?

    Die Frage ist bei der Konditions- bzw. Life Kintetik-Diskussion etwas untergegangen.


    Nun habe ich erst zweimal als Trainer verantwortlich eine D-Jugend "vorbereitet": Insofern kann meine Antwort nicht unbedingt repräsentativ sein, außerdem wird es bei der nächsten D-Jugend vielleicht wieder anders sein. Es kommt ein bisschen auf den Leistungsstand und die vorhandenen Stärken und Qualifikationen sowie Defizite an. Dann hängt es auch wieder davon ab, wie gut Du die Truppe kennst.


    Grundsätzlich unterteile ich das gesamte Jahr in 4wöchige Blöcke und skizziere Schwerpunkte für die einzelnen Blöcke (muss nicht starr fürs ganze Jahr sein): Der Schwerpunkt des ersten Blocks (entspricht also ungefähr der Vorbereitungszeit) kann auf jeden Fall im körperlich/technischen liegen (z.B. Koordination, Verfestigung technischer Grundlagen), so wie Du es vorgeschlagen hast. Ergänzende inhaltliche Hinweise, die bei der Detailvorbereitung eine Rolle spielen:

    • Teambuilding-Übungen einbauen, vor allem wenn die Mannschaft neu zusammengestellt wurde (z.B. teils ältere D-Jugend, teils aus der E aufgerückte Jugendliche) oder eine schwierige Vorgeschichte hat. Vielleicht sogar eine vorbereitende Mannschaftsveranstaltung wie Schwimmbadbesuch oder gemeinsames Grillen. Muss aber nicht sein, sind nur Ideen, die ich mal mache und mal nicht.
    • Die Jugendlichen sind nach einer Pause hoffentlich wieder heiß aufs Kicken: viele Spielformen (hast Du ja ebenfalls schon vor).
    • Elternabend (in der D mache ich das noch), vor allem wenn man für viele Eltern "Der Neue" ist.
    • Zahl der Vorbereitungsspiele und Turniere hängt von dem Gefüge Spieler/Eltern, Kadergröße und der voraussichtlichen Anzahl der Pflichtspiele ab: Wenn der Kader eher knapp ist oder viele Pflichtspiele anstehen (z.B. bei einer Staffelgröße ab ca. 12 Mannschaften) würde ich auf das ein oder andere Turnier bzw. Vorbereitungsspiel verzichten. Sonst sind Eltern undJugendliche schon vor den Herbstferien "mürbe". Ich werde mit meiner Mannschaft z.B. in der nächsten Saison (andere Altersklasse) wahrscheinlich kein Vorbereitungsturnier und nur 1-2 Vorbereitungsspiele machen, weil wir einen etwas knappen Kader (16) haben und wegen der höheren Ligazugehörigkeit relativ weite Fahrten haben. Das Ganze ist aber immer noch Breitensport. Und weil der Spielbetrieb vermutlich (steht bei uns noch nicht fest) Ende August und die Schule erst am 20. August wieder beginnt, haben wir sowieso wegen Spieler im Urlaub eigentlich nur 1 Wochenende für Turnier oder Vorbereitungsspiel.

    Ist das eine Antwort auf die o.g. Frage?

    In den ersten paar Wochen wollte ich den Schwerpunkt auf Kondition (Schnelligkeit, Beweglichkeit, fussballerische Ausdauer, Koordination...) legen und dann immer mehr auch spielerische und taktische Elemente mit einbringen.


    Liest sich ein bisschen so, als wenn die Kinder in den ersten paar Wochen keinen Ball sehen. Ist vielleicht nicht so gemeint, solltest Du auch vermeiden.


    Aber wenn Du den Schwerpunkt nicht "Kondition" nennst, sondern eher "Verfestigung der körperlich/technischen Basis" und sicherstellst, dass die genannten Inhalte fast ausschließlich mit dem Ball vermittelt werden, ist das o.k. Kommt natürlich auch darauf an, welchen Leistungsstand die Kinder haben und wo Du (altersgemäße) Defizite siehst.