Beiträge von Schimanski

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    TW-Trainer. Mir geht`s gar nicht so um die langen Bälle, sondern um das Rangnick`sche Ideal vom Pressen und schnellen Umschalten (wenn ich den El-Fenomeno richtig verstanden haben kommt das seiner Spielidee ziemlich nahe).


    So eine Philosphie gehört für mich in den Profifussball, aber nicht in die Ausbildung. Dieser Ansatz kann (und sollte) zwar Teil der Ausbildung sein, aber man darf sich nicht nur darauf beschränken. Mir ist das sonst zu eindimensional. Wenn die Spieler später im Herrenbereich bei einem Trainer mit anderer Philosophie landen, werden sie ggf. scheitern oder tiefer spielen als es ihrem Potential entspricht.


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    wieso arbeitet man im Jugendbereich eigentlich auf solche Dinge wie schnelles Umschalten und direktes Spiel in die Spitze hin? Die Jungs befinden sich noch in der Ausbildung und da lernt man am meisten, wenn man den Ball am Fuß hat. Ergo sollte man hohe Ballbesitzquoten und Spielkontrolle anstreben. Ein hohes Pressing ist dafür sicher sehr gut geeignet, aber wenn man den Ball hat, sollte man auch mal den Ball in den eigenen Reihen halten und nicht direkt maximales Risiko gehen. Das wäre auch fair allen anderen Spielern gegenüber. Ich denke, die Mischung macht es und man sollte Wert auf hohe Variabilität und flexible Entscheidungsfindung legen. Das wäre eine Philosphie, die ich passender fände.


    Im Kreisligabreitensportfussball wird nach meinen Eindrücken in höheren Jahrgängen sowieso viel zu oft auf den riskanten Pass in die Tiefe und den schnellen, hektischen Torabschluss gespielt. Eindrücke von spielstärkeren Ligen habe ich keine. Deswegen möge man mich berichtigen, wenn es da grundsätzlich anders läuft.


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    Jetzt hilf mir mal vom Schlauch runter auf dem ich stehe ;) :
    Das ist doch im Spiel genauso. Bei uns in Bayern zumindets wechseln wir die Hälften nur nach der Halbzeit. Also spielnah.
    Nicht das Umschalten der Spielrichtung ist doch entscheidend, sondern das Umschalten von Angriff auf Verteidigung und redur, oder???

    Umschalten von Angriff auf Abwehr ist auch in jedem "normalen" Fussballspiel drin. Aber bei der Übung wechselt doch ständig die Spielrichtung. Du spielst doch abwechselnd auf das große und die zwei kleinen Tore. Also gibt es keine Positionierung im klassischen Sinne (hinten Abwehrspieler, vorne Stürmer). Im Gegenteil: Wenn du eben noch im Angriff warst und "hoch" stehst, bist du im nächsten Augenblick schon wieder Verteidiger und stehst nah an dem zu verteidigenden Tor. Das ist dann nichts anders als eine Gegenpressing-Situation. Umgekhert genauso. Eben noch der "tiefe" Abwehrspieler bist du im nächsten Moment durch schnelles Lösen aus dem Deckungsschatten empfänglich für einen Pass in die Tiefe und den Torabschluss. Moderner bekommt es selbst Pep nicht hin ;)


    Einfach mal probieren. Dann erkennt man das sofort.


    Übrigens habe ich zuletzt zwei Spiele im B- und C-Jugendbereich gesehen....von der Tabellensituation gehobenes Kreisniveau...technisch passabel und brauchbar...Tempo und Diziplin auch ok....Umschaltverhalten katastrophal!!!


    Gruß, Christoph

    fak: Hehe, das kann ich gut nachvollziehen. Schöne Geschichte. Im Endeffekt entscheidet neben der individuellen Qualität dann halt immer die Anpassungsfähigkeit.


    Bei uns ist es derzeit so, dass wir in der Rückrunde einen extremen Fokus auf Ballbesitzspiel und geduldigen Spielaufbau legen, weil wir ein Jahr früher in die D hoch wollen (ich hatte es hier im Forum schon diskutiert) und ich diese Attribute für das 9 gegen 9 elementar wichtig finde. Interessant ist das viele Gegner (meist ein Jahr älter) aufgrund unserer Hinrundenergebnisse und der Tabellensituation abwartend und tief beginnen. Wir können dann meist geduldig aufbauen und uns konstruktiv Torchancen herausarbeiten. In Halbzeit 2 ändert sich die Charakteristik dann oft. Wir werden früher attackiert, weil die gegnerischen Trainer und Spieler da ihre Chancen sehen. Dann bespielen wir mit langen Bällen oder schnellen Umschalten die freien Räume hinter dem aufgerückten Gegner und machen so unsere Tore.


    Gut, es ist nicht immer so leicht wie ich es hier schreibe. Wir sind auch schon mal ins Schwimmen gekommen. Es sind ja noch immer Kinder, die sich in der Ausbildung befinden und technische Mängel haben. Aber das gehört zu einem Entwicklungsprozess dazu. Trotzdem haben wir solche und ähnliche Spielverläufe jetzt schon mehrfach erlebt.

    Moin,


    das, was Grätsche macht, habe ich im ersten Bambini-Jahr auch immer mal wieder probiert mit den gegnerischen Trainern abzusprechen. Das hing damals aber damit zusammen, dass unser Torwart nicht weit genug kam. Es gab die ganze Bandbreite an Reaktionen. Von "Ja, super Idee, machen wir" über "Ich weiß nicht, ob meine Jungs sich daran halten" bis " Nein, wir wollen uns ja nicht unnötig schwächen" war alles dabei.


    Ich bin der Meinung, hier sollten die Verbände ihr Regelwerk überdenken. Die Ecke haben sie ja anscheinend aus ähnlichen Gründen bei den Bambini gestrichen. Was ist, wenn man bei Torwartabschlag die gegnerische Mannschaft immer wieder hinter die Mittellinie positioniert? Das würde doch ein Umdenken im Sinne der Spielkultur erzeugen und perspektivisch sehr wertvoll sein. Kein Bambini-Trainer würde mehr lange Abschläge fordern. Man trainiert sogar parallel das defensive Umschalten und das Verteidigen als Mannschaftsverbund für die Mannschaft, die nicht im Ballbesitz ist.


    Ich schätze 70-80% der Breitensportteams im Kreisliga-Jugendfussball sind ausschließlich mit langen Abschlägen groß geworden. Das sieht man deren Spiel auch an und das ist schade. Man sieht Verteidiger die aus Angst vor Fehlern nur pöhlen und technisch limitiert sind. Man sieht kein produktives Mittelfeldspiel abseits des üblichen Geflipper nach langen Abschlägen, kaum gruppentaktische Abläufe, Abschalten nach Ballabgabe, extremen Fokus auf den schnellen Pass in die Tiefe / den Abschluss, sehr eindimensional ausgebildete Fussballer, lethargisches Nachschieben und zweigeteilte Mannschaften, die bei der Positionsinterpretation nicht zwischen eigenem Ballbesitz und Ball beim Gegner unterscheiden. All das hat zu großen Teilen mit dem jahrelangen Fokus auf lange Abschlägen zu tun.


    Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es falsch ist, ein Dogma aus dem flachen Spielaufbau zu machen. Die Kinder sollten möglichst flexibel ausgebildet werden und dazu gehört auch schon mal der lange Ball, z.B. um Pressinglinien zu überspielen oder den Gegner wieder nach hinten zu drücken. Das ist für mich Spielintelligenz. In jeder Situation flach aufzubauen ist Zwangsjacke.


    Gruß, Christoph

    Hi Dirk,


    ich kenne die Übung von der MFS, aber auch bei unserem Coerver-Training kann ich ähnliche Ansätze in den Spielformen beobachten. Gerade das Umschalten, die Neuorientierung im Raum und das ständige - durch den Trainer hoch gehaltende - Tempo sind brillante Aspekte dieser Übung. Darauf legen die Coerver-Trainer auch immer viel Wert und das habe ich mir abgeschaut.


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    ich habe meinen aktuellen Spielbericht dem Thema gewidmet.
    Danke nochmal an Andrè, auch wenn er derzeit etwas übermotiviert durch`s Forum wirbelt. Etwas weniger Schubladendendenken und Vorveruteilungen würde mir besser gefallen, auch wenn er im Kern der Sache natürlich richtig liegt.


    Gruß, Christoph

    Moin,


    Zinnbauer hat beim HSV im Abschlussspiel zur Verbesserung der Kommunikation mal etwas interessantes gemacht. Die eine Mannschaft sollte jede Aktion des eigenen Teams negativ kommentieren (selbst wenn daraus ein Tor entstanden ist), die andere ausschließlich positiv (selbst wenn es ein Fehler war). Zur Halbzeit die Rollen tauschen.


    Gruß, Christoph

    Etwas Entscheidenes ist anders: Du greifst bei Torbellino immer auf die die gleichen Tore an und verteidigst die gleichen Tore. Bei der von mir vorgestellten Übung wechselt die Spielrichtung immer. Zudem finde ich die Abmessungen von Torbellino unglücklich gewählt. Der Schwerpunkt liegt schon fast im Ausdauer- und Sprintbereich. Ich finde ein fast quadratisches, kleineres Spielfeld sinnvoller. Dann hast du mehr 1:1-Situationen und mehr 360°-Spiel (anstatt immer nur in die Tiefe zu spielen und dem Ball hinterherzulaufen (ist das überhaupt spielnah?)). Gerade das Auffächern bzw. die Raumverdichtung werden im Umschaltmoment viel deutlicher provoziert. Probiert es einfach mal aus...

    Hallöchen,


    diese Übung ist denkbar einfach und ich schätze, sie ist vielen in dieser oder leicht abweichender Form bekannt. Da sie bei uns aber sehr gut angekommen ist und sehr viele wichtige Dinge parallel und intensiv schult, gehört sie in dieses Unterforum.


    Das Feld ist vielleicht 20m x 15m, je nach Alter und Leistungsniveau. An einem Ende ein Jugendtor, am anderen Ende zwei kleine Tore rechts und links. Die Kinder bekommen Leibchen in zwei Farben und stellen sich farblich abwechselnd in eine Reihe, jeder mit Ball am Fuss. Die Kinder laufen immer zwischen den beiden kleinen Tore ein. Der erste Spieler fängt mit einem simplen Torschuss auf das Jugendtor an (ggf. ne Finte davor einbauen). Sofort nach dem Schuss (egal ob gehalten, daneben oder drin), kommt der nächste Spieler aus der Schlange in der anderen Leibchenfarbe mit Ball am Fuss zum 1 gegen 1 rein. Der Schütze wird zum Verteidiger und kann nach einem etwaigen Ballgewinn auf die kleinen Tore kontern. Sobald der Ball im Tor oder Seitenaus ist, kommt ein neuer Spieler hinzu, diesmal wieder in der Farbe des ersten Spielers. Das ist dann ein 2 gegen 1, dann kommt wieder einer zum 2:2 und zum 3:2 usw. Bis zum 3:3 oder 4:3 oder 4:4, je nachdem was Sinn macht, dann Neustart, wobei die andere Farbe diesmal beginnt. Jede Mannschaft zählt ihre Tore, ggf. kann man die Kontertore in Unterzahl doppelt werten.



    Die Kinder schalten ständig zwischen Verteidigung und Angriff um, die Spielrichtung wechselt ebenfalls mit jedem neuen Spieler. So trainert man das Umschaltverhalten, hat viele 1:1-Situation, trainiert aber auch das Auffächern, Freilaufen, Dreiecksbildung, Pressing, kompakt werden, Arbeit gegen den Ball, Orientierung im Raum, Handlungsschnelligkeit, Direktspiel, etc. Das Tempo ist ständig hoch, weil es keine Unterbrechungen gibt, da immer wieder ein neuer Spieler mit neuem Ball hinzu kommt. Auf Ecken und Einwürfe wird komplett verzichtet. Wenn der Ball aus dem Spiel oder im Tor ist, kommt unmittelbar ein neuer Spieler. Als Trainer muss man da am Anfang ein wenig nachhelfen und den neuen Spieler immer wieder ansagen. Irgendwann machen das die Kinder aber automatisch (klar, sie wollen die Lücken des soeben noch angreifenden Gegner sofort nutzen). Dann ist richtig Zug drin... :thumbup:


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    wir haben letzten Samstag auch ein Spiel auf dem D-Jugendfeld gespielt. Gegner war eine jahrgangsältere Mannschaft, gegen die wir in der F dreimal verloren haben (zweimal als Jungjahrgang und einmal als die schon in der E-Jugend waren). Schon damals waren wir spielfreudiger, aber erst jetzt auf dem D-Jugendfeld hat sich das im Ergebnis niedergeschlagen.


    Zudem ist mir aufgefallen, dass der Faktor "Zusammenspiel" wichtiger wird und das man den Gegner mit "Ballbesitzfussball" zermürben kann. Unser Gegner hatte am Ende überhaupt kein Bock mehr hinterherzulaufen (sie waren aber auch in den 1:1-Duellen oft unterlegen). Vor allem das "hintenum spielen" oder den Torwart einbinden, ist da ein entscheidener Punkt, um die Ballbesitzphasen zu verlängern, die Umschaltmomente zu reduzieren und sich erlauben zu können, das Spielfeld weiträumig zu besetzen. Deswegen ist es aber auch umso wichtiger, dass alle Kinder mit dem Ball umgehen können. Wenn du nur eine Pflaume unter den Neunen hast, bricht das Kollektiv zusammen. Das hat mir nochmal vor Augen gehalten, wie wichtig die individuelle Ausbildung, die (Positions-)Rotation und die Gleichberechtigung im Kinderfussball sind. Wenn du dein Spiel jahrelang nur auf zwei, drei "Experten" ausrichtest, gehst du in der D unter.


    Wir haben uns sogar 10 Minuten vor die Taktiktafel gesetzt (was wir in dieser Ausführlichkeit noch nie gemacht haben) und den Kindern zwei Formationen vorgeben:





    Das entspricht so ungefähr den geschilderten Ansätzen von Chris und tobn. Sie haben es viel besser umgesetzt als wir zu träumen gewagt haben...


    Gruß, Christoph

    Erstmal danke für die rege Diskussion und die zahlreichen Wortmeldungen :thumbup:


    Ich habe eine kurze Frage, warum ist eine mittelmäßige D Jugendklasse eigentlich eine höhere sportliche Herausforderung.


    Nun, weil die Kinder ein Jahr älter sind, was nicht nur physisch, sondern auch geistig eine fortgeschrittene Entwicklung erwarten lässt. Hinzu kommt die größere Erfahrung weil sie im Mittel ein Jahr länger organisierten Fussball spielen.



    Viele der sog. leistungsbezogenen Vereine ziehen gerne ihre Jahrgänge in den jüngeren Jahrgängen hoch.


    Bevor es bei uns im Ruhrgebiet den Reviercup für die NLZ gab, haben das die Profivereine alle so gemacht. Dann kann es doch nicht so verkehrt sein.


    Wenn eure Mannschaft wirklich so stark ist, werdet ihr problemlos starke Gegner finden, wo ihr euch auf Augenhöhe messen könnt. Lediglich die Fahrten werden etwas weiter.


    Ich möchte hier eigentlich keine Diskussion darüber führen, wie stark wie wirklich sind. Was sagen Ergebnisse im Kinderfussball schon aus?
    Ich bin der Meinung, dass unsere Jungs gegen die meisten 2004er-Kinder bestehen können. Natürlich können Spiele auch verloren gehen, aber solange keine Überforderung eintritt, brauch ich als Trainer kein schlechtes Gewissen haben. Nur wer an seine Grenzen stösst, hinterfragt und verbessert sich. Das gilt nicht nur für die Kinder, sonder auch für uns Trainer.


    Dass die Anzahl der Ballkontakte tendentiell sinkt, wird wahrscheinlich richtig sein. Andererseits steigt die Spielzeit um 10 Minuten...
    Dass mannschafts- und gruppentaktische Anforderungen zwangsläufig steigen, sehe ich nicht so. Als Trainer musst Du Dir die Frage beantworten, ob Du Trainer einer D-Jugend oder Trainer einer E-Jugend bist, die lediglich ihre Spiele auf größerem Feld gegen ältere Gegner bestreitet. Wie würdest Du die Frage beantworten? Daraus folgen nämlich Deine Trainingsinhalte.


    Die Trainingsgestaltung wird sich nicht groß ändern. Individualtaktik/Finten/1:1/Spielformen stehen weiter im Mittelpunkt. Vereinzelte gruppentaktische Elemente streuen wir jetzt schon ein. Die Trainingsgestaltung orientiert sich am Leistungsvermögen und den Möglichkeiten der Kinder, nicht an der Liga, in der wir spielen.


    Trotzdem möchte ich erläutern, wieso die mannschafttaktischen Anforderungen an die Kinder steigern: Ich meine damit nicht die Ansprüche, die wir Trainer an die Kinder stellen, sondern dass, was das Spiel von den Jungs fordert. Es gibt einfach weniger Raum sich individuell zu entfalten, mal was auszuprobieren und ein bisschen Straßenfussball zu machen. Das ist aber normal, wenn die Spieleranzahl steigt, egal in welcher Altersklasse. Selbst bei Erwachsenen.


    Als Beispiel: Ein herausragend begnadeter Fussballer, der den Ball beherrscht wie kein anderer, eine enorme Ballsicherheit und Gewandtheit mitbringt, ein großes Fintenrepertoire besitzt, aber keine Ahnung von Zusammenspiel, Freilaufen, Absicherung und mannschaftlichen Strukturen hat, wird im


    1 gegen 1 - jedes Spiel gewinnen
    4 gegen 4 - Spiele entscheiden und prägen können (allerdings nur, wenn er richtig eingebunden ist)
    11 gegen 11 - wahrscheinlich ein Hemmschuh für das Spiel sein (vor allem wenn er nicht im Sturm spielt) und die ganze Mannschaft runterziehen


    Ich hoffe, damit wird deutlich, was ich meine.


    Von Deiner Idee, die Punktspiele in der D-Jugend und Freundschaftsspiele in der E-Jugend zu spielen, halte ich nichts. Wer von allem etwas macht, macht oft nichts so ganz...


    Ich habe leider keine praktischen Erfahrungen, deswegen kann ich nur theoretisch drüber spekulieren: Solange die individuelle und nicht die mannschaftliche Förderung im Mittelpunkt steht, denke ich eher, dass das Gegenteil der Fall ist. Die Kinder werden immer wieder vor neue Spielsituationen gestellt, müssen sich neu anpassen und werden kognitiv gefordert. Das machen wir ja im Training nicht anders. Immer wieder neue Spielformen, Feldergrößen, Toranzahl, Spielfeldabmessungen, Provokationsregeln, Rahmenbedingungen, etc.


    Ich habe jetzt von einem befreundeten Trainerkollegen erzählt bekommen, dass in höllandischen NLZ im Kinderbereich auf zwei Felder parallel gespielt wird und die Kinder immer zwischen den Felder hin- und herwechseln, um sie immer wieder mit neuen Spielsituationen, Mit- und Gegenspieler zu konfrontieren. Rotation hardcore sozusagen, um Handlungsschnelligkeit, Umschaltverhalten, Anpassungsfähigkeit, etc. zu schulen. Ich weiß zwar nicht, ob ich das im Detail richtig verstanden habe, aber ich finde diesen Ansatz von der Idee sehr fortschrittlich und nachahmenswert.


    Schimanski:
    In unserem Kreis kenne ich einige Fälle, die mit Ihren Mannschaften sowohl in der E- als auch in der D-Jugend gleichzeitig an der Punktrunde teilgenommen haben (Es existiert hier keine Festspielregelung zwischen E- und D-Jugend).
    Vielleicht ist so etwas bei Euch ja auch möglich?
    Da es hier auch vor Saisonbeginn relativ problemlos möglich ist Spiele zu verlegen und die Staffelleiter bei der Spielplangestaltung soweit wie möglich auf die Wünsche der Mannschaften Rücksicht nehmen, könnte ich mir so etwas generell auch vorstellen.
    Voraussetzung ist natürlich, dass Eure Spieler/Eltern dies mitmachen und Ihr auf eine dritte Trainingseinheit möglicherweise verzichten würdet.


    Ich weiß weder, ob das bei uns im Kreis möglich ist, noch ob wir das gehändelt bekommen. Es klingt spannend, aber auch stressig.


    Sicherlich werden ein paar von Schimmis Kickern auch bei der Sichtung
    für den DFB-Stützpunkt auffallen und dort eine zusätzliches
    Fördertraining bekommen können.


    Ich traue es einigen zu, aber wer weiß... ;)


    Gruß, Christoph

    Hallo Steini,


    danke für deine Einschätzung. Ich sehe das genauso und achte - auch wegen deiner Einwände in der Vergangenheit - vermehrt auf die individuelle Entwicklung.


    Deswegen führt die Diskussion, ob wir gegen älteren Kinder ergebnistechnisch im nächsten Jahr mithalten können, auch eigentlich etwas am Thema vorbei. Entscheidend ist doch nicht, ob wir nächstes Jahr 3. oder 7. in der Tabelle werden, sondern ob sich unsere Kinder individuell in der D-Jugend besser entwickeln als wenn sie in der E bleiben würden. Ich denke, solange wir uns nicht abschlachten lassen, wird uns die Herausforderung in der D mehr bringen.


    Bedenken hatte und habe ich wegen dem Sprung auf das 9er-Feld, wo zwangsläufig die mannschafts- und gruppentaktischen Anforderungen steigen und die Anzahl der Ballkontakte sinken. Ich tendiere deswegen derzeit stark in die Richtung, weiter auf dem E-Jugendfeld Freundschaftsspiele zu bestreiten und nur in der Staffel auf dem 9er-Feld zu spielen. Im Stadpokal spielen wir zudem als 2005er auch auf dem 7er-Feld...


    Gruß, Christoph

    Aus meiner persönlichen Erfahrung fördert man die einzelnen starken Spieler aber mehr, wenn man sie mit Älteren gegen Ältere spielen lässt als wenn Du eine ganze Mannschaft gegen Ältere spielen lässt.

    Ein berechtiger Einwand, den ich auch nachvollziehen kann. Bei uns ist das aber kaum umsetzbar, da der Verein jahrgangsreine Teams möchte, wobei die Durchlässigkeit nach oben in Einzelfällen (also für ein Spiel) erwünscht ist (als Anerkennung).
    Wenn ich aber an unsere 04er denke, würde es eher Sinn machen, die drei spielstärksten Kinder von denen bei uns mitspielen zu lassen als umgekehrt. Wir sind individuell und vom spielerischen eine ganze Ecke stärker und die E I kann eigentlich nur noch wegen der physischen Vorteile die Spiele gegen uns offen halten. Deswegen sehe ich auch nicht so viel Sinn darin, die Kinder "nach oben" abzugeben.

    16er: Die Gefahr in der D auf viele Bolz-Teams zu treffen, sehe ich auch. Aber auch die stärksten 05er spielen nicht alle einen feinen Ball ;)
    Es bleibt noch immer die Variable Freundschaftsspiel. Da muss man sich dann halt die passenden Teams raussuchen. Kontakte sind vorhanden, zur Not knüpft man neue.


    Das Problem des tiefen Falls sehe ich nicht. Wir haben zwar in der Hinrunde alles gewonnen, aber auf Turnieren und in Freundschaftsspielen oft genug unsere Grenzen aufgezeigt bekommen. In der Rückrunde werden wir auch nicht alles gewinnen. Die Gruppe ist nochmal stärker geworden und wir werden die neuen Kinder integrieren müssen und viel rotieren. Wir achten schon darauf, dass die Kinder nicht abheben.


    siebener: Unser Verein wird gerade ein wenig umgekrempelt. Neuer Jugendkoordinator, gutes Konzept, Coerver, Trainerfortbildungen, Videoanalysen, etc.. Die Jahrgänge unterhalb 2002 sind eigentlich alle ganz ok, spielen meist auch einen vernünftigen Ball, die 05er und 06er sind ziemlich stark und können auch mit Tura und Hamborn konkurrieren. Bei den älteren Jahrgängen sieht es wirklich schlechter aus. Da wird teilweise wirklich gruseliger Fussball gespielt (obwohl das nicht für alle Jahrgänge gilt). Über die Gründe möchte ich nicht urteilen. Der "Vibe" bei den "benachbarten" Jahrgängen und der neuen Jugendleitung stimmt aber. Da wird genau das Gegenteil von Kampf und Bolz propagiert.


    Ob die Asche dafür verantwortlich ist, wage ich fast ein wenig zu bezweifeln. Ausbildungstechnisch finde ich sie gar nicht so verkehrt, weil sie erhöhte Anforderungen an die Technik stellt und das differentielle Lernen unterstützt.


    @SirAlex: Danke für deine Überlegungen. Ich sehe vieles ähnlich. Wie oben schon angedeutet, können wir über Freundschaftsspiel einiges ausgleichen und haben das auch in der Vergangenheit getan.

    Zitat

    Klar, dann spielt du ab und an mit weniger Spielern, nach manch anderen Regeln, etc. Aber ist die Fähigkeit sich verschiedenen Umständen anzupassen nicht auch förderlich im Sinne der Ausbildung?

    :thumbup:


    Meine Bedenken gehen auch eher in die Richung, dass das 9er-Feld für einige Kinder zu früh kommt und ich ihnen gerne noch etwas Kleinfeld ermöglichen möchte. Deswegen wollen wir auch weiter auf dem 7er-Feld spielen...


    @Nitram: Unsere D2 ist Jungjahrgang, die D3 ist Altjahrgang (also drei Jahre älter als wir). Die D2 dürfte ne Nummer zu stark sein, die D3 ne Nummer zu alt ;) Ich kenne aber viele 04er-Mannschaften aus unserem Kreis und denke, dass wir mit den mittelstarken Mannschaften mithalten können. Unsere E I, die zur Rückrunde nach der Neueinteilung in die stärkste E-Junioren-Gruppe gerutscht ist, hat schon lange nicht mehr gegen uns gewonnen :whistling:


    Leverkusener: Danke für deine Einschätzung und die Erfahrungen aus deinem Heimatverein.
    Das Foto ist zum Ende der F-Jugend entstanden. Der Kader wurde ja auch nochmal, in Bezug auf die Chancen ein Jahr früher in die D-Jugend zu gehen, "angepasst". Generell sehe ich uns physisch im guten Durchschnitt. Mit NLZ-Teams können wir nicht mithalten, aber das ist auch nicht unser Anliegen. Gegen 04er-Kinder zu bestehen, ist für die Jungs seit der F-Jugend eigentlich kein Problem mehr.


    Die Kinder würden gerne hochgehen.


    TW-Trainer: Ich denke, die "Liga" ist nochmal etwas anderes als Freundschaftsspiele....auch für die Kinder in diesem Alter. Da spiele ich lieber in der Liga regelmäßig am Limit und nutze die Freundschaftspiele, um zu testen bzw. gegen spielstarke gleichaltrige zu kicken. Bis jetzt sprechen nicht viele Argumente dagegen hoch zu gehen bzw. überwiegen für mich die Pro-Argumente. Unsere Jugendleitung befürwortet diese Schritt übrigens auch...


    Gruß, Christoph

    Danke für die zahlreichen Wortmeldungen :thumbup:


    Ein Trainerkollege hat mir mal gesagt "Eine Mannschaft muss auch mal die Erfahrung machen, eine Runde zu dominieren - ist unheimlich gut für's Selbstbewusstsein." Fand ich interessant, aber das funktioniert nur, wenn auch der sportliche Reiz stimmt. Ich würde es davon abhängig machen, gegen welche Gegner ihr jeweils antreten werdet. Es bringt Euren Jungs nix, in der E zu bleiben, wenn sie dort fast jedes Spiel praktisch mühelos gewinnen werden. Allerdings ist die Frage, ob das in der D3 soviel anders ist. Bei uns ist das Niveau dort eher noch geringer, weil talentierte Jungjahrgänge oft in die D1 hochgezogen werden. Kann bei Euch aber komplett anders sein.


    So krass ist es bei uns nicht. Das Hochziehen ist ja genau das, was wir jetzt auch machen. Dann passt es ein Jahr später ja wieder ;)
    Ich habe eigentlich keine Bedenken, dass in der D - zumindest in der Breite - die größeren Herausforderungen warten. Aus spielerischer Sicht muss man natürlich immer damit rechnen, dass man in der "schwächeren" D-Gruppe auf Mannschaften trifft, die viel bolzen und ihr Spiel auf individuelle Durchbrüche ihrer besten Spieler ausgerichtet haben, während man in der E gegen die stärksten Mannschaften des eigenen Jahrgangs mehr spielerisches Potential erwarten kann. Trotzdem dürften wir in der D in jedem Spiel gefordert werden, während ich das in der E ernsthaft bezweifel.


    Was die Umstellung auf D9 angeht, würde ich mir nicht zuviel Gedanken machen. Klar ändert sich das Spiel, das Feld wird größer. Aber eigentlich ist wegen des hinzukommenden Abseits der Platz oft sogar enger als in der E-Jugend. Was viel relevanter ist, ist die Körperlichkeit, die in der D deutlich zunimmt. Man hat da oft schon recht große und robuste Spieler drin, gerade, wenn auch Alt-Jahrgänge in den gegnerischen Teams dabei sind.


    Ok, das beruhigt mich. Der erhöhte körperliche Widerstand ist ja erwünscht (siehe auch Kommentar von Manndecker).


    naja, in der D kommen ja vor allem riesige körperliche unterschiede auf die jungs zu.
    manche werden plötzlich schneller als alle anderen und überlaufen das ganze team,
    andere sind schon einsachzig groß und köpfen jeden rein... alles erlebt.
    ich habe bisher nur einige kinder höher spielen lassen, also ergänzend.
    bei einem ganzen team auf dem niveau habe ich das so noch nicht erlebt.


    Bei uns aus dem Kreis kenne ich schon einige Teams. Die 03er von Tura haben es gemacht, die 04er von Hamborn 07 und die 04er von Eintracht Duisburg.


    Kann mir vorstellen, dass das Niveau in einer E1 Staffel durchaus höher, vor allem spielerisch, ist als in einer D3 Staffel.


    In der Spitze denke ich das auch, in der Breite aber nicht, vor allem weil es eine "reine" D III-Gruppe nicht geben wird. Dort wird es auch IIer und ggf. sogar Ier-Teams geben. So sieht die Gruppe dieses Jahr aus.
    Ich würde gerne gegen die stärksten 05er-Teams aus dem ganzen Kreis (Duisburg, Mülheim, Dinslaken) spielen. Das wäre optimal. Aber diese Leistungseinteilung ist erst ab der D vom Verband erwünscht und nennt sich dann Leistungsklasse. In der E wird der Duisburger Süden noch isoliert eingeteilt bzw. mit den Mülheimern gemischt.


    Andererseits hatte ich mit enem jüngeren Jahrgang in F1 und E1 Staffeln gute Erfahrung gemacht.


    Das kann ich mit gut vorstellen.


    Ich sehe jedoch leider noch eine ganz andere Hürde! Denn man ist trotz der glaubhaften Versicherung Gutes für sein Team zu wollen, immer auch auf den Guten Willen der zuständigen Staffelleiter angewiesen. So ist mir ein Fall bekannt, in der eine besonders D-Jugend in die 1. Kreisklasse C-Jugend mitkicken wollte. Da es sich fast ausnahmslos um talentierte Stützpunktspieler handelte, war man sich sicher, dort gut aufgehoben zu sein. Jedoch weigerte sich der zuständige Staffelleiter mit der Begründung, dass ja die Ligazuordnung kein Wunschkonzert sei und mit dieser Begründung der sportliche Auf- und Abstieg ausgehebelt würde. Da könne ja jeder kommen! Wenn man tatsächlich den Wunsch habe, in einer anderen Altersklasse zu spielen, dann müsse man wie jeder andere Vereine auch, ganz unten in der Liga anfangen, um sich allein sportlich für höhere Ligen zu qualifizieren.


    Unser Staffelleiter ist sicher nicht unfehlbar, aber mein Eindruck ist schon, dass man mit ihm reden kann.


    @Schimi: Bevor man alle Gegner zweistellig besiegt, ist der Schritt bestimmt ok.
    Folgende positive Effekte fallen mir ein:
    a) siehe parallel-Thread zum Thema NLZ vs Dorfklub von fak --> Die Anreize für die Spieler gehen hoch, Spielgeschwindigkeit geht hoch
    b) Körperliche Forderung geht deutlich hoch


    Ja, der Thread war in dieser Hinsicht auch für mich bereichernd und hat mich darin bestärkt, den Schritt zu gehen.


    Nachteilig finde ich:
    a) können wirklich alle 13 das körperliche/konditionelle Niveau gehen?
    b) in welcher Leistungsklasse würdet ihr antreten (ware dann ja vermutlich eine D2 oder D3 oder so, die spielt dann ja schnell Kreisklasse, und in der D oft das ganze Jahr, statt sich im Winter neu einzusortieren. In so einer Kreisklasse ist das Niveau auch schnell niedriger als in einer neusortierten Rückrunde in der E).
    c) 9'er D: 13 Spieler sind da recht knapp, gerade wenn man körperlich etwas hinterherhechelt


    Ich möchte das nicht ausschließen, aber halte das für relativ unproblematisch. Zum einen sind unsere Kinder sehr zuverlässig, zum anderen sehe ich in Sachen Ausdauer bei den 04er-Teams bis jetzt keine großen Vorteile. Der Kader ließe sich im Zweifel auch sicher nicht erweitern. Es gibt nicht nur eine gleichaltrige Mannschaft bei uns im Verein, sondern auch einige lose, externe Anfragen. Über mangelnden Zulauf können wir uns auf jeden Fall nicht beklagen.


    Wie handhabt Ihr dass denn in der aktuellen Saison? Spielt Ihr vornehmlich gegen 04er oder gegen 05er?


    In der Hinrunde war es 50/50. Die besten 05er aus dem Duisburger Süden und einige 04er. Nach der Neueinteilung zur Rückrunde sind es zu 2/3 2004er und nur noch zwei reine 2005er-Teams. Eigentlich würde es in der D also fast so weiter laufen wie jetzt in der Rückrunde.


    Ich rechne aufgrund des größeren Kaders zwar mit einigen Niederlagen in der Rückrunde, die werden wir aber auch deswegen kassieren, weil wir mit allen 13 Kinder für die D planen, also viel rotieren, die Stärksten auch mal zu Hause/draußen lassen und noch keine festen Positionen vergeben. Gerade auch weil jetzt vier neue Kinder im Team sind, sehe ich uns auf dem 7er-Feld derzeit noch etwas schwächer als in der Hinrunde, weil Automatismen und Routinen fehlen. Perspektivisch sehe ich uns aber für das 9er-Feld gut aufgestellt, weil wir 13 relativ komplett ausgebildete Jungs und ein geringes Leistungsgefälle haben werden.


    Freundschaftspiele gegen stärker oder ältere Mannschaften streuen wir seit der F-Jugend immer wieder ein.

    Hallo zusammen,


    bei uns (2005er-Jahrgang) gibt es konkrete Planungen im Sommer ein Jahr früher hoch in die D-Jugend zu gehen.


    Die Grundlage wurde jetzt in der Winterpause gelegt, wo der Kader mehr oder weniger nach Leistungsaspekten etwas umgestellt wurde (drei Kinder aus der E III (ebenfalls 2005er) sind hoch zu uns (E II), dazu ein starker Neuzugang vom Nachbarn). Derzeit ist unser Kader 13 Kinder groß, die alle kicken können und auch richtig Bock auf Fussball haben. Wir trainieren derzeit auf freiwilliger Basis dreimal die Woche, die Trainingsbeteiligung ist trotzdem immer sehr hoch. Geschwindigkeit und Intensität im Training sind seitdem deutlich gestiegen.


    Leistungstechnisch habe ich eigentlich keine Bedenken den Sprung zu machen (im Gegenteil ist die Herausforderung ja der gewünschte Effekt), da wir als D III gemeldet werden und dann kaum auf die stärksten 2003er, sondern größtenteils auf 2004er treffen werden. Wir sind jetzt schon mit unserer vereinseigenen, jahrgangsälteren E I auf Augenhöhe und spielen auch in der Staffel überwiegend gegen ältere Mannschaften.


    Trotzdem möchte ich nicht zu naiv in der "Abenteuer" gehen und würde gerne eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem Thema lesen. Das einzige kleinere Problem, was ich (bis jetzt?) sehe ist das "geklaute" Jahr Kleinfeldfussball. Auf dem D-Jugendfeld wachsen die mannschaftstaktischen Anforderung, sinken die Aktionen am Ball und die Kinder können es sich weniger erlauben, individuelle Aspekte auszuleben.


    Was denkt ihr?


    Gruß, Christoph

    Danke für den Thread und die Wortmeldungen :thumbup:


    Mich würde mal interessieren, wie die die permanente Manndeckung bei den NLZ-Teams (zumindest ist das mein Eindruck in den jungen Jahrgängen) von euch bewertet wird?
    Ich hatte eigentlich angenommen, dass das hauptsächlich einen ergebnistechnischen Hintergrund hat, aber damit fördert man ja auch genau das, was hier im Thread als Hauptunterschied zum Breitensport genannt wird (Handlungsschnelligkeit, Gegnerdruck, 1:1-Situationen, etc.). Ist die Manndeckung in der Ausbildung also gar nicht so verkehrt, wie sie immer gemacht wird?


    Gruß, Christoph

    Hallöchen,


    hier ist ein sehr lesenswerter Artikel von spielverlagerung.de.


    Wieso poste ich den Artikel hier? Ich sehe auch sehr viel Potential in der Jugendausbildung.


    Viele Jugendliche, die zur Ab- und Ergebnissicherung über Jahre hinten “abgestellt” werden, können sich dort kreativ kaum weiterentwickeln und etwaiges Talent versickert so. Nicht umsonst habe viele Verteidiger im Profifussball in der Jugend auf offensiven Positionen gespielt und sind erst später auf höchstem Niveau zu Verteidigern umgeschult worden. Der umgekehrte Weg ist mir nicht bekannt.


    Das liegt auch daran, dass man als Offensivspieler einfach mehr lernt. Gerade ein junger Fussballer, der sich noch in der Ausbildung befindet, soll auch dribbeln und dynamisch vorstoßen dürfen und nicht nur absichern.


    Wenn man die Jugendlichen dann noch dazu bekommt, dass solche Vorstöße vom Verbund abgesichert werden, lernen die anderen Spieler quasi “frei Haus” noch gruppen- und mannschaftstaktisch intelligentes Verhalten. Die möglichen dynamischen Potentiale wurden im Artikel ja schön herausgearbeitet. Daran könnten auch die anderen Spieler wachsen, speziell in Bezug auf das Blickfeld, Umschaltverhalten und dem defensiven Verantwortungsbewusstsein.


    Grundsätzlich sind mit viele Jugendspiele – auch auf hohem Niveau – noch viel zu statisch, positionsgebunden und schematisch. Viele Potentiale bleiben wegen der Ergebnis- und Positionsfixierung im Verborgenem. Ein Schuss Straßenfussball, Kreativität und Wahnsinn würde vielen Jugendlichen in der Ausbildung und auch dem Spiel allgemein helfen…zumindest perspektivisch…man muss natürlich bereit sein, Rückschläge und Niederlagen hinzunehmen und auch dem Unmut des ergebnisfixierten Umfeld stand zu halten.


    Gruß, Christoph