Fakt ist aber wohl auch, dass Du in diesem Punkt deutlich - nicht nur ein bisschen - von der Forumsauffassung abweichst, wenn Du darauf verweist, dass Deine 9-jährigen - wie Du ja auch - viel Wert auf Ordnung und Positionsaufstellung legen. Dann war das auch bereits in der Vergangenheit - also F - ein ganz wichtiges Thema. Und ob das in einer F so wichtig ist, bezweifle ich. Die Gefahr dabei ist, dass man im nächsten Schritt verführt wird, die vermeintlich für eine Position gut geeigneten Spieler auch auf diesen Positionen spielen zu lassen (wer A sagt.....).. Eine solche "positionstreue" Mannschaft hat unbestritten bis zu einem gewissen Alter den Vorteil, dass man Spiele gewinnt. Aber vielleicht hätte man den spielerischen Erfolg ja sowieso, weil z. B. ohnehin gute Fußballer am Werk sind. Und ich bin davon überzeugt, dass Kinder nahezu alleine auf die Idee kommen, dass eine gewisse Ordnung von Vorteil ist. .
Ich lege Wert auf Ordung im 7 gegen 7 weil es anders nicht geht und es ansonsten zu Lasten der Mannschaft und einzelner Kinder geht. Dieses Spielform ist vom DFB und den Landesverbänden für den Spielbetrieb vorgegeben. Anders wäre in dem Alter bestimmt besser.
Im Training lege ich viel Wert auf Individualtaktik und Spielformen in kleinen Gruppen, alles natürlich ohne Formationen und Ordnung. Auch im 7 gegen 7- Spielbetrieb gibt es fast keine taktische Anweisungen und keinen Rüffel wenn jemand seine Position verlässt. Mir war und ist immer wichtig die Spielfreude und Kreativität zu fördern. Zickig werde ich nur, wenn ich merke, dass jemand nur an sich denkt.
Ansonsten sind wir nach meinen Eindrücken in unserem Umfeld die Mannschaft, die am meisten rotiert und die meisten "kompletten" Kinder im Team hat. Viele andere erfolgreiche Mannschaften haben sich ihre Spezialisten gezüchtet. Diesen Weg wollten wir trotz Formation in der F-Jugend nie gehen, sind ihn nicht gegangen und werden ihn auch nicht gehen. Die Versuchung ist zweifelsohne groß.
Ich bezweifel auch, dass man im freien Spiel ohne Positionen komplette Fussballer ausbildet. Das Gegenteil ist eher der Fall. Meine Erfahrung nach sind es irgendwann immer die gleichen, die vorne und die hinten stehen. Mit Positionen UND Rotation kommt man ab einem bestimmten Alter bestimmt schneller ans Ziel.
Wenn sie auch zu den starken Dribblern gehören, kein Problem. Ansonsten kann ich es kaum glauben, dass Deine Kinder zu solchen Dingen wie "ballorientiertes Verschieben" eine Meinung haben. Ich spiele auch in einer Hobbytruppe und mir ist Spielverständnis so was von egal. Ich bewundere aber Spieler, die gut dribbeln können oder brillante Tore schießen oder oder oder,.... Erst recht bewundere ich das bei Kindern....
Ich habe da ein anderes Bild vom Fussball. Kopflose Dribbler ziehen eine Mannschaft oft in den Abgrund und in eine Abwärtspirale. Alle sollen mal den Ball und Erfolgserlebnisse damit haben. Wer das anders sieht, sollte besser zum Tennis gehen.
Die beiden Kinder, die mitspielen, können beides. Dribbeln und Passen. Sie sind in ihrer Entscheidungsfindung beim Spiel mit den Erwachsenen schon relativ stabil. Die Beispiele, die ich genannt habe, waren eher auf die Defizite der Erwachsenen bezogen. Grundsätzlich zeigen beide Kinder schon ein hohes Maß an Verantwortung für die Mannschaft, arbeiten gut gegen den Ball, laufen sich geschickt frei, spielen in unlösbaren Drucksituationen auch mal hinten rum und können schon einfache gruppentaktische Elemente wie einen Doppelpass ausführen und wenden sie auch regelmäßig an. Im Gegensatz zu einigen Erwachsenen 
Das Spiel mit den Erwachsenen tut beiden Kindern übrigens enorm gut. Das Spielniveau ist natürlich überschaubar und schwankt in Sachen Technik, Taktik und Kondition von keinesfalls Kreisliga C-würdig bis Kreisliga B-Niveau, wobei kaum ein Spieler komplett ist. Die einen sind technisch gut, die anderen taktisch, wieder andere eher konditionell. Wenn es anders wäre, könnten sich die beiden Kinder auch kaum behaupten.
Gemessen an welchem Ziel?
Ein kompletter Fussballer zu werden.