Leider ist das mit den Eltern nicht so leicht.
In der Bambini-Zeit hatten wir wegen unserer Einstellung zum KiFu mit etwas Gegenwind zu kämpfen, nach mehreren Elternabenden war dann das Verhältnis und die Akzeptanz für unsere Arbeit für mein Empfinden sehr gut. Ich habe die Eltern gemäß meiner Lebenseinstellung viel mit ins Bott geholt, Entscheidungen mehrheitlich getroffen, alles versucht, diplomatisch zu lösen.
Zu Beginn der F-Jugend gab`s dann aber wieder Stunk, weil einige Eltern sich zu viel rausgenommen haben, den Blick für die Mannschaft verloren haben und uns vorgeworfen haben, ungerecht zu handeln. Besonders schmerzhaft war das deswegen, weil unsere Arbeit nicht gewürdigt wurde, viel Besserwisserei und üble Nachrede dabei war. Selbst das Verhältnis zu den Kindern und zwischen den Kindern hat gelitten.
Wir haben dann einen klaren Schnitt gemacht, einen Leitfaden aufgesetzt und erstmal Distanz zu den Eltern aufgebaut. Es ist zwar jetzt Ruhe eingekehrt (auch innerhalb der Mannschaft), aber im Nachhinein ist es mir jetzt aber wieder zu viel Distanz. Einige Eltern halten sich seitdem stark zurück genommen.
Aber es betrifft auch nicht alle Eltern. Oft sind es die Eltern, deren Kinder sich eher divenhaft verhalten (auf und neben dem Platz) oder leistungstechnisch etwas abfallen. Das zeigt mir wieder, dass die Eltern - verständlicherweise - eine ganz andere Sichtweise auf die Mannschaft haben. Der Sohn steht halt an erster Stelle und da man es nicht immer allen zu 100% Recht machen kann, wird es immer Unzufriedenheit geben.
Trotzdem kann ich stolz sagen, dass wir seit dem ersten Bambini-Jahr kein Kind "verloren" haben und seit knapp 2 Jahren geschlossen auftreten, Trainingsbeteiligung >80%, Spielbeteiligung >90%.
Gruß, Christoph