Beiträge von Schimanski

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    Moin,


    wer den KiFu konsequent umsetzen will, braucht auch gewissen Erfolg. Das ist einfach so. Nur so bekommt man Ruhe ins Umfeld, Anerkennung beim Verein und Aufmerksamkeit von anderen Mannschaften. Die KiFu-Pilosophie kann man durch Erfolg besser verkaufen und vor Quertreibern "schützen". Dieser Umstand ist bedauernswert, aber man kann ihn leider kaum ändern.


    Deswegen finde ich nur konsequent, wenn auch der sportliche Erfolg im KiFu angestrebt wird. Wichtig ist, dass man dafür die Kinder nicht opfert, immer authentisch bleibt und an den richtigen Stellen Kompromisse eingeht. Ich finde es falsch, die KiFu-Ideale zum Dogma zu erheben. Man darf sie nie aus den Augen verlieren, aber man sollte sich dahinter auch nicht blind verstecken.


    Auch wenn es widersprüchlich klingt: Erfolge sind die beste Basis für kindgerechte Ausbildung. Fussballbaron und Andrè haben leicht reden. Ihre Teams sind erfolgreich und dadurch erlangen ihre Methoden Akzeptanz und sie bekommen die nötige Ruhe, um sie umzusetzen.


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    für "schüchterne" F-Jugenden gibt es mehrere Lösungen.


    1) Reinbölken, Fremdsteuern und Anpeitschen.
    Kurzfristig sehr erfolgreich, langfristig zweifelhaft.


    2) Im Training viele 1zu1-Situationen trainieren, z.B. sowas: http://www.soccerdrills.de/Zwe…%20seiten/zweikampf17.htm
    Hier stellen sich mittelfristig Erfolge ein, ohne langfristige Nachteile.


    3) Die Jungs technisch und spielerisch so ausbilden, dass sie irgendwann die Angst vor dem Gegner durch eigenes Selbstbewusstsein und Können (über-)kompensieren. Das ist in gewisser Weise das Gegenteil von 1), kurzfristig oft ohne Wirkung bzw. nachteilig, langfristig aber sehr erfolgversprechend.


    Gruß, Christoph

    Moin,

    @ Steini...wo schüttelst Du eigentlich die guten Übungen immer raus?! tztz...grins


    Die Übung hört sich super an :thumbup: ! Ist auch was für meine Kidis!

    Die Übung habe ich gestern mit eine jungen F-Jugend probiert. Es war zwar noch etwas chaotisch, der Lerneffekt ist aber nicht zu leugnen. Vor allem kann man als Trainer gezielt die Momente aussuchen, wann die Richtung wechselt. Ich habe mich darauf beschränkt EINEM Team die Seite vorzugeben, das andere Team hat dann auf die gegenüberliegende Seite gespielt.


    Man fördert dabei nicht nur das Umschalten, sondern auch Handlungsschnelligkeit und Orientierung im Raum. Die "Spielintelligenten" hatten viel Spaß, die anderen Kinder wirkten etwas überfordert, haben aber trotzdem mit viel Ehrgeiz mitgemacht. Wichtig ist, dass das Feld nicht zu klein ist. Kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen.


    Gruß, Christoph

    Hallo Jupp,


    uns wurde beim Teamleiter-Trainerschein in Wedau gesagt, das man etwa Kreisliga A-Niveau braucht, um die Prüfung zu bestehen.
    Einer meiner Mitstreiter (sehr guter Fussballer, viele Kontakte, Vater ist selbst Trainer) sagte mir aber, dass selbst ich es schaffen würde. Ich bin übergewichtig, habe nie im Verein gespielt und bin konditionell in einem durchwachsenen Zustand (spiele einmal die Woche in einer Hobby-Truppe).
    Von daher sehe ich bei dir keine großen Probleme. Genaues über den Ablauf kann ich dir aber nicht sagen...


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    ergänzend zu den Anworten meiner Vorredner:


    Versuche mal 3-2-1 zu spielen. Die Spieler sind nach meiner Erfahrung in diesem System nicht so stark auf Abwehr und Sturm festgelegt. Die drei Abwehrspieler dürfen und sollen situativ mit nach vorne gehen. Gerade weil die äußeren Abwehrspieler viel Raum und keinen Mitspieler vor der Nase haben, werden sie dazu animiert offensiv aktiv zu werden. Eigentlich sind nur der mittlere Verteidiger und der Stürmer relativ starr an ihre Position gebunden, alle anderen Spieler sind ständig offensiv und defensiv gefordert.


    Die Grundaufstellung hat den weiteren Vorteil, dass du durch das starke Zentrum nicht so anfällig gegen Konter bist, die drei Abwehrspieler im Verteidigungsfall sehr dicht gestaffelt stehen und das die vorderen Spieler zum flexibelen und fluiden Spiel animiert werden (viele Räume, in die sie stoßen können).


    Beim Spielaufbau würde ich die AV fast an die eigene Eckfahne stellen. Werden sie von den Gegenspieler frei gelassen, können sie angespielt werden und dann mit relativ Raum und Zeit das Spiel eröffnen. Werden sie zugestellt, zieht man den Gegner aus dem Zentrum raus und hat dann dort mehr Platz und kann das Spiel mit einem langen Abschlag eröffnen.


    Klingt gewinndenkend, ist es aber gar nicht. Das Spiel wird dadurch sehr flexibel und die Kinder werden diese Grundaufstellung schnell mit viel Spielfreude füllen. Alle anderen Grundaufstellungen wirken auf mich dagegen eher statisch (egal ob bei meinem oder anderen Teams beobachtet).


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    für mich definiert sich Minifussball in erster Linie durch die verringerte Spieleranzahl (meist 3), die fehlenden Torhüter und die vier "kleinen" Tore am Ende der Außenlinie. Hinzu kommen noch viele Varianten mit diversen Provokationsregeln, Schusszone und weiteren Toren (im Feld), die für den zentralen Effekt aber nicht von Bedeutung sind.


    Ab dem zweiten Bambini-Jahr (also U7) würde ich diese Spielform jedem Kindertrainer empfehlen. Wenn`s am Anfang nicht so richtig klappt, sollte man als Trainer mitspielen und den Kindern immer wieder die Möglichkeit der Spielverlagerung auf die andere Seite aufzeigen. Alles andere ergibt sich dann von selbst.


    Der entscheidene Gedankengang beim Minifussball ist es, das "große Spiel" mit 11 Spielern auf einen kleinen Ausschnitt zu reduzieren. Durch die vier Tore "simuliert" man Passwege und Anspieloptionen des großen Spiels. Hinter den Toren geht das große Spiel "eigentlich" weiter.


    So lernen die Kinder früh, dass man durch verschiedene Wege zum Torerfolg kommen kann und nicht immer der direkte zum Tor der beste ist. Man schult Spielverlagerungen und Richtungswechsel beim Dribbling, das periphere Sehen und die Orientierung und Handlungsschnelligkeit der Kinder. Das gilt im gleichen Maße für die Defensive, wo die Kinder lernen wie sie im Raum zu stehen haben, gegen Überzahl und Unterzahl verteidigen, Passwege zustellen und Deckungsschatten ausnutzen.


    Gruß, Christoph

    Hallo Günter,


    ich kann deine Erfahrungen nachvollziehen und habe eine passende Anekdote aus meiner noch spärlichen Erfahrung, die genau in die gleiche Richtung geht.


    Wir haben das in der gesamten Bambini und zu Beginn der F auch eher wie Trainer B gehandhabt. Wenn wir Spiele verloren haben, dann weil der Gegner galliger war, mehr mit lange Bällen und Rausdreschen gespielt hat. Spielerisch-technisch habe ich uns immer mindestens gleichwertig gesehen. Unter dem perspektivischen Aspekt haben wir das aber immer akzeptiert.


    Dann kam ein im Herbst 2012 ein neuer Spieler in unsere Mannschaft, aus einer anderen Stad umgezogen, war in seiner alten Mannschaft einer der wenigen Fußballverrückten, oft unterfordert und mangels starker Mitspieler vielleicht auch etwas unzufrieden, körperlich sehr robust, spielt viel in der Freizeit, hat einen älteren Bruder.


    Er spielt enorm präsent, geht dahin wo`s weh tut. Er spielt auch schon mal einen Befreiungsschlag oder eine Kerze, wenn`s nicht anders geht. Er geht oft alleine, ohne wirklich egoistisch zu sein. Er zieht auch schon mal ab, ohne blind rumzudreschen.


    Interessanterweise integrierte er sich problemlos in unsere Team, wir befruchteten uns praktisch gegenseitig. Er fühlt sich bei uns laut Aussage seiner Opas sauwohl. Viele Jungs schauten sich bei ihm etwas ab, die Mischung zwischen Kampf und Schönheit stimmt seitdem, spielerische und körperliche Aspekte halten sich besser die Waage, genauso wie die Balance zwischen Kurzpass und langer Bälle. Nachteile kann ich keine ausmachen.


    Unsere Jungs spielen noch immer einen schönen Ball, sind kreativ, versuchen Spielsituationen sauber zu lösen, verkrampfen nicht oder spielen blind-doofen Fussball. Die Ergebnisse stimmen außerdem, wir schlagen jetzt die Mannschaften, die uns in der Bambini noch den Schneid abgekauft haben, ohne das wir unser Spiel dafür leugnen müssen. Wir sind einfach unberechenbarer und vielseitiger geworden, reagieren flexibler auf neue Spielsituationen.


    Auch ich habe durch den Jungen etwas gelernt. Guter Fussball ist mehr als Technik, Taktik und Fitness. Viele beim modernen Fussball eher verpönte Aspekte gehören auch zum Spiel und es kann nicht schaden, wenn schon Kinder diese kennenlernen und einsetzen. Man darf sich als Trainer nicht zu stark an einer vermeindlich idealen Philosophie klammern, sondern sollte möglichst offen für alle Aspekte des Spiels sein, auch die eher Unattraktiven...


    Gruß, Christoph


    Edit: Ich gebe zu, dass drei Jahre Bambini und F-Jugend nicht deine Frage nach der Langfristigkeit beantworten können, fand meine Geschichte aber trotzdem zum Thema passend und wollte sie einfach loswerden :D

    Nabend,


    ich hab`s auch mit Klonkriegern und Darth Vather gespielt und es hat überraschend gut funktioniert.
    Ich hatte mit einem hektischen Gebolze gerechnet, die Jungs gingen aber doch sehr überlegt an die Sache. Eine gute Auftaktübung, viele Ballkontakte, Ballkontrolle, Kopf heben, Orientierung im Raum, Richtungsänderungen, Ausweichen, Passen, viel Bewegung und viel Spaß, kann ich nur weiterempfehlen.


    Gruß, Christoph

    Sorry, ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt. Ich dachte, mein Ansatz wird durch meine Erklärungen deutlich. Mit "durchspielen" meinte ich, nicht während einer Halbzeit die Kinder auszutauschen. Das verwirrt sie mehr als das es ihnen hilft, gerade "hinten". Ist ja selbst bei den Profis so ;)


    Ich würde die Dreierreihe generell in der F-Jugend eine Halbzeit durchspielen lassen und nur "vorne" ein- und auswechseln bzw. rotieren. Zur Halbzeit wird die Dreierreihe dann in den ersten Wochen gar nicht, nach einiger Zeit partiell und später komplett getauscht.


    Gruß, Christoph

    Hallo Günter,

    @,Schimanski


    du hast für dich den richtigen Lösungsweg gefunden, dafür aber offensichtlich ein anderes Prinzip, alle spielen in etwas die gleich Spielzeit, geopfert.

    Nein, das stimmt nicht. Das ist nur in den ersten Spielen so, über die Saison gleicht sich das schnell aus. Derzeit wechseln wir die Dreierreihe in fast jedem Spiel komplett zur Halbzeit. Somit bekommen alle Spieler in etwa die gleiche Spielzeit. Nur, die, die in beiden Halbzeiten vorne gespielt haben, bekommen etwas weniger Spielzeit. Dieser Zustand hat sich bei uns nach ca. 3 Monaten eingestellt, die "feste" erste Dreiereihe gab es ca. 1 Monat.


    Interessant an der Tatsache: Unsere Kinder kennen den Deal, trotzdem wollen fast alle lieber vorne spielen. Persönliche Erfolgserlebnisse (Tore) ist für die Kinder in dem Alter dann doch wichtiger als Spielzeit. Zu mir ist in der ganzen Zeit noch kein Kind gekommen und hat mich gefragt, ob er beide Halbzeiten hinten spielen kann, wenn dann gibt es nur den umgekehrten Fall. Da das Glück und die Zufriedenheit der Kinder ein elementarer Punkt in unserer Trainerarbeit ist, brauche ich kein schlechtes Gewissen haben, wenn ein Kind mal "nur" 20 Minuten vorne gespielt hat. Er hätte auch hinten durchspielen können.


    Gruß, Christoph

    Hallo Michael,


    ich habe den gleichen Jahrgang und ich kann deine Probleme gut nachvollziehen.


    Zuallererst: Rotation ist für mich - bezogen auf die perspektivische Leistungsentwicklung der Kinder im Meisterschaftsspiel - der wichtigste Punkt im KiFU. Wir merken schon jetzt kurz vor dem zweiten F-Jugend-Jahr, dass wir Mannschaften, die im Bambini-Bereich besser oder gleichwertig waren - durch die Rotation bzw. Nicht-Rotation überholt haben, sowohl vom Ergebnis als auch den spielerischen und individuellen Fähigkeiten.


    Trotzdem sollte man sie nicht mit aller Macht zum Dogma erheben. In erster Linie geht es um die Kinder und wenn die darunter leiden oder überfordert sind, sollte man etwas ändern.


    Mein Tip (so ähnlich haben wir das auch gemacht): Die drei spielintelligentesten Spieler (also die, die schon Pässe schlagen können, sich im Raum orientieren können, Pässe des Gegners antizipieren, die Grundordnung in etwa einhalten, Kopf heben, etc.) würde ich erstmal in fester Zusammensetzung hinten spielen lassen. Diese Kinder dürfen als Belohnung für die ungeliebte Abwehrarbeit auch durchspielen. Die Dribbler, Egoisten und Verspielten rotieren und wechseln vorne. Dadurch bekommst du erstmal Sicherheit und Struktur in das Spiel. Auch dem Ergebnis und dem (breiten) Spielaufbau von hinten wird das nicht schaden ;)


    Dann - vielleicht nach 3,4 Spielen - beginnst du langsam wieder mit der Rotation. Zuerst nur zur Halbzeit. Du wechselt auf einer Position der Dreierreihe. Dort spielt dann einer "von vorne", dem du am ehesten zutraust, die Rolle auch auszufüllen. Er wird sich dann an den zwei "Routinierten" orientieren und von ihnen profitieren. Mit der Zeit steigerst du die Rotation wieder, fügst zur Halbzeit auch mal zwei oder drei neue Spieler ein oder beginnst schon mit einer (leicht) veränderten Dreierreihe. Die Dreierreihe würde ich aber immer durchspielen lassen und nur zur Halbzeit bzw. zum Anpfiff austauschen/ändern.
    Vorne würde ich keine festen Positionen geben und die Kinder straßenfussball-like frei spielen lassen (ggf. zwei Mittelfeldspieler und ein Stürmer ohne Seitenzuordnung bennenen).


    Wir sind nach einem 3/4-Jahr soweit, dass über die Hälfte der Mannschaft ohne nennenswerten Qualitätsverlust die Dreierreihe spielen kann. Die restlichen Spieler kann man ohne Probleme neben zwei "rotinierte" Spieler. Vom Spielverständnis, der Raumaufteilung, der defensiven Stabilität, dem Antizipationsvermögen und auch den Ergebnissen ( :P ) hat die Mannschaft seitdem enorme Sprünge gemacht.


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    ich selbst spiele einmal die Woche Fußball mit einer Hobbytruppe, die sich über ein Fußballfanforum gefunden hat.
    Die Truppe ist bunt gemischt, sowohl vom Alter, vom Leibesumfang, von der fußballerischen Erfahrung und Ausbildung und natürlich auch von der Spielstärke. Es gibt langjährigen Vereinsfußballer, Straßenfußballer, Talentierte, Holzfüße, Sprinter, Strategen, Führungsspieler, Mitläufer, Sofaexperten und Ausdauersportler. Alles dabei, wohl noch bunter als in den meisten Alt-Herren-Truppen.
    Alle kommen da zum Spaß hin, es gibt keine Verpflichtungen. Die Truppe sieht jede Woche anders aus.


    Interessant - und da komme ich zum Thema - man kann anhand der Spielweise den Background vieler Spieler erkennen, ohne sich mit ihnen darüber ausgetauscht zu haben. Wenn man sich dann mit ihnen über deren Vergangenheit unterhalten hat, fällt auf, dass einige Vereinsfußballer unter ihren Möglichkeiten spielen, d.h. technisch sind sie im Rahmen unserer Spielstärke gut ausgebildet, verhalten sich taktisch aber oft limitiert und/oder zu stark auf eine Position/Aufgabe fixiert. Die Straßenfußballer haben oft Schwierigkeiten mit dem mannschaftstaktischen Verhalten, spielen tendenziell egoistischer und isolierter. Es gibt nur wenige Spieler, wo ich denke, dass sie aus ihren Möglichkeiten das Beste machen. Oft sind das die Kicker, die beide Welten erlebt haben oder als Trainer aktiv sind.


    Mein Fazit: Wir haben als Trainer enormen Einfluß auf die Entwicklung der Kinder. Dabei wird und wurde leider in der Vergangenheit zu viel dem Ergebnis untergeordnet. Anders kann ich mir die Spielweisen vieler Vereinskicker nicht erklären. Wir tun alle gut daran, wenn wir das Ergebnis nicht überbewerten und die Schwerpunkte woanders setzen. Mit Sicherheit keine neue Erkenntnis, aber man kann sie sich gar nicht oft genug ins Bewußtsein rufen.


    Gruß, Christoph

    Hi Zodiak,


    habe ich gerade beim Googeln auch festgestellt. Danke für den Hinweis. Trotzdem wird es dort anders zugehen als bei den Bayern, speziell bei den von mir angesprochenen Punkten (Fluktuation, Trainings- und Spielintensität, Ergebnisdruck).
    Ich bestreitete auch nicht, dass in einem NLZ die beste Förderung der Kinder möglich ist: sehr gut ausgebildete Trainer, beste Trainingsbedingungen, hohes Niveau der Mitspieler, etc., aber die obigen Punkte empfinde ich eher als negativ und die treten meist parallel auf (wobei ich damit jetzt nicht explizit den FCB meine).


    Gruß, Christoph

    Interessant finde ich die Tatsache, dass er erstmal dem FC Bayern abgesagt haben, den Sprung dann später vollzogen hat und noch jetzt beim FC Bayern spielt.
    Das bestätigt die Vermutungen, dass man nicht zwangsläufig im Grundschulalter ins NLZ muss, sondern auch im Dorfverein Talent gefördert werden kann und nicht verloren geht. Im Gegenteil denke ich, dass viele NLZ mit ihrem Gewinndenken, der hohen Fluktaktion und dem anspruchsvollen Terminkalender die Kinder zu früh "satt" machen und deswegen einige Talente dort verbrannt werden.


    Gruß, Christoph

    Hallo,


    wir haben am Wochenende auf einem Turnier gegen zwei Mannschaften gespielt, die aus einem anderen Kreis kommen und noch nicht FPL spielen. Bei einer Mannschaft kamen Erinnerungen hoch...schlechte Erinnerungen...sie haben mich aggressiv gemacht und mich gestresst. Auslöser war das ununterbochene Reinrufen des anderen Trainers.


    Ich kenne das in dieser Form seit der FPL nicht mehr. Vielleicht war es auch ein dummer Zufall, vielleicht ein Einzelfall, vielleicht liegt das auch daran, dass mit höherem Alter, die Kinder weniger gesteuert werden müssen. Auf jeden Fall hatte ich starke Erinnerungen an unsere Bambini-Zeit (ohne FPL), wo praktisch jedes zweite Mannschaft so "gecoacht" wurde.


    Seitdem lässt mich der Gedanke nicht los, dass die FPL einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran hat, dass das Reinrufen bei uns seit der F-Jugend weniger geworden ist. Komischerweise hat meine Mannschaft darauf genauso irritiert reagiert und ziemlich konfus gespielt. Der gegnerische Trainer war sogar ein netter, die Reinrufe waren meist motivierend und positiv, trotzdem fand ich die Atmosphäre unangemessen.


    Der Brückenschlag zum Thema: Vielleicht merkt man erst hinterher, dass es auch ohne Tabellen geht und dass vielleicht sogar einiges besser wird. Ich wette, dass nach 2-3 Jahren die Tabellen keiner mehr zurück haben will.


    Gruß, Christoph

    Danke für diesen Vorschlag. Ich habe es letzte Woche in der Halle mit meiner F-Jugend probiert (5v2+3). Die ersten fünf Minuten waren noch etwas chaotisch, dann hat`s aber immer besser funktioniert.


    Gerade Pressing, Anlaufen und Zustellen kann man damit wunderbar traineren, aber auch Überzahl ausspielen, freilaufen und anbieten. Problem bei uns war nur der etwas zu geringe Platz in der Halle und die Spieleranzahl. Ich werde das draußen mit einem etwas größeren Feld und/oder reduzierter Spieleranzahl probieren.


    Besonders interessant war auch der Speed, der provozierte Kampfgeist und der Ehrgeiz der Kinder. Wir haben die Anzahl der Pässe gezählt und darüber den "Sieger" bestimmt.


    Eigentlich sollte man meinen, dass solche Übungen im Kinderfußball nix verloren haben, aber ich konnte jetzt nicht erkennen, dass die Kinder überfordert waren oder keinen Spaß hatten. Eher im Gegenteil würde ich vermuten, dass die Jungs auch schon in diesem Alter einiges mitnehmen können.


    Gruß, Christoph

    Mahlzeit,


    meine spärlichen Erfahrungen zum Thema: Wir haben in der Bambini auch vieles locker angehen lassen. Alles nach dem Motto: Straßenfussball, Kind sein dürfen, Spaß haben, etc. Wir haben und hatten zwar feste Rituale, aber die Kinder hatten im Vergleich zu anderen Mannschaften überdurchschnittlich viel Freiheiten (egal ob auf dem Platz, beim Warmmachen, beim Training, beim Turnier,...).


    Jetzt in der F-Jugend schlägt mir diese Einstellung mit voller Wucht ins Gesicht. Zum Problem wird das deswegen, weil nicht nur die Trainer, sondern auch die "anderen" Kinder darunter leiden. Der Trainingsablauf könnte runder laufen und viel Zeit wird damit verplempert die Kinder beim "Übungen erklären" ruhig zu bekommen. Die Nerven liegen dann schon mal blank und emotionale Reaktionen von meiner Seite sind im Nachhinein betrachtet selten zielführend gewesen.


    Mit dem Ansatz von Uwe, Diziplin "spielerisch" und ohne Drillerpfeife zu erreichen, haben wir auch die besten Erfahrungen gemacht. Wir haben in den letzten Wochen zwar schon Besserung erzielt, aber ich wäre trotzdem für weitere Tipps in diese Richtung dankbar.


    Gruß, Christoph

    Nabend,


    man kann die Beiträge noch immer abrufen, nur die Navigation wurde gelöscht: http://f-jugend.bplaced.net/Gastebuch/gastebuch.php


    Bei uns in Duisburg gab es bis letztes Jahr die Pampersliga. Dort wurden die Ergebnisse unserer Kreises gesammelt und online gestellt.
    Ich persönlich finde es schon schade, da ich ein gewisses Interesse an den Ergebnissen der andere Mannschaften einfach nicht leugnen kann.
    Ob sich etwas durch die Abschaffung der Pampersliga verändert hat, kann ich noch nicht mal genau sagen. Ich denke, die Ochsen bleiben Ochsen und die, die KiFu leben, haben das auch schon vor der Abschaffung getan.


    Gruß, Christoph

    Moin Andrè,


    danke für deine Antwort, habe sie gerade erst gelesen.


    Bei uns spielen die vorderen drei seit einem halben Jahr komplett frei. Zwei Mittelfeldspieler ohne Seitenvorgabe und ein Stürmern und es klappt einfach sehr gut. Sitautiv spielt der Stürmer sogar mal im Mittelfeld und der Mittelfeldspieler vorne und ich brauche das nicht zu korrigieren. Die Raumaufteilung regeln die ganz gut von alleine. Bei den Spieler, die eher Probleme mit dem Freilaufen und dem Erkennen von Räumen haben (also die spielUNintelligenteren) erkenne ich seitdem große Fortschritte. Deswegen frage ich mich derzeit, ob sie überhaupt jemals feste Positionen und Anweisungen brauchen, auch im Hinblick auf den Trend der derzeit im modernen Fußball zu erkennen ist.


    Ich hätte mit meiner Mannschaft den Vorteil, dass sie von kindauf praktisch ohne offensive Positionen spielen. Bei Kinder, die jahrelang auf festen Positionen gespielt haben, ist die Umstellung vielleicht schwerer, aber mir fehlt da auch der Blick wie größere Kinder und Jugendliche überhaupt Fußball spielen und ob an andere Stelle Probleme auftreten können, deswegen die Frage. Ich selbst habe ja keine Erfahrung mit dem Leistungsstand von typischen D-Jugendlichen. Ich kenne den Fußball aus dem Fernsehen, den Fußball den ich selbst mit meinen zwei Holzfüßen einmal die Woche mit einen paar Freunden auf niedrigstem Niveau spiele und den Fußball meiner F-Jugend. Wenn ich bei uns im Verein schon mal Spiele von älteren Mannschaften anschaue, habe ich oft den Eindruck, dass sie eher statisch agieren und man mit der entsprechenden Lauf- und Verschiebebereitschaft viel mehr erreichen könnte.


    Passend zum Thema ein Statement von Klopp zum SC Freiburg unter Streich:

    Zitat

    Ein Erfolgsrezept der jungen Wilden aus dem Schwarzwald: ihre Unberechenbarkeit. „Mal ist kein Spieler im Sturm, dann sind es gleich fünf“, sagt Jürgen Klopp, dessen BVB diese so oft überraschenden Gäste am Samstag (15.30 Uhr) empfängt.

    http://www.derwesten.de/sport/…m-breisgau-id7724436.html


    Gruß, Christoph

    Auch wenn`s ein wenig off-Topic ist: Auch wir haben die Eltern in diesem Jahr gebeten, nicht mehr zum Training zu kommen und dabei folgende Formulierung gewählt:

    Zitat

    die Trainer würden es begrüßen, wenn die Eltern dem Training fernbleiben oder nur sporadisch beiwohnen, erfahrungsgemäß fördert das die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit der Kinder und kommt ihren Leistungen zu Gute

    Es ging uns hauptsächlich dabei um zwei, drei Kinder, die zu viel an Mamas Rockzipfel gehangen haben. Seitdem wird nicht mehr geweint, diskutiert oder weg gelaufen. Es wird zusammen Trinkpause gemacht und die Kinder lassen sich weniger ablenken. Auch leistungstechnisch haben einige Kinder davon profitiert, ich würde sogar so weit gehen, dass wir durch die Reglung ein Kind vom Leistungsdruck der Mutter befreit haben. Er spielt eigentlich immer am stärksten, wenn sie nicht dabei ist.
    Es gibt natürlich auch Kinder, bei denen hat sich nichts geändert, die waren schon vorher unabhängig genug, aber das Fazit ist durch die Bank positiv. Jetzt müssen wir noch die Trainersöhne in den Griff kriegen... :D